Einer zu Dick, der andere zu Dünn

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  • Einer zu Dick, der andere zu Dünn Beitrag #1
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Isaak

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Hallo Ihr lieben,
Ich bin neu in diesem Forum und habe gleich ein paar Fragen..
Ich weiß das Das Thema Diät bei Tieren im Allgemeinen ein sehr Kontroverses Thema ist. Ich hoffe trotzdem auf einen vernünftigen Austausch von Erfahrungen und vielleicht auch auf ein paar Tipps und Empfehlungen von Leuten, die bereits Erfahrungen mit „Diäten“ von Pferden gemacht haben oder mir Verweise zu Büchern /Webseiten etc geben können, an denen ich mich etwas orientieren kann.

Ich habe zwei Island Wallache. Sie sind 30 und 22 Jahre Alt.

Der 30 Jährige Wallach ist leider doch ziemlich krank und hat einen Haufen kleiner und größerer Baustellen.
Er ist einseitig Blind, hat Cushing, Sehnenschäden in den Hinterläufen, ein Leichtes - mittleres Asthma und schlechte Zähne.
Ich habe ihn erst vor Kurzen (ungefähr einem halben Jahr) , genauso wie den anderen Wallach von meiner verstorbenen Tante Übernommen, die die beiden sehr geliebt hat.

Trotz seiner Gesundheitlichen Schäden ist der Wallach meistens noch sehr Munter und ich denke, er genießt das Leben auf der Weide.
Als ich ihn „bekommen“ habe war er sehr abgemagert.
Ich habe ihn jetzt mit Mash und Müsli wider Dicker bekommen und mir schien es, als hätte er das super vertragen.
Seit zwei Wochen ungefähr, hat er aber wider rapid abgebaut und nun stehen seine Hüftknochen wider deutlich hervor (bin immer mit meinem TA diesbezüglich im Kontakt).
Er frisst das Mash nicht mehr ganz sooo gerne- erst seit gestern wider vermehrt.
Tagsüber steht er immer auf der Wiese, damit er so viel frisches Grass wie möglich, frische Luft und Bewegung bekommt. (nachts stehen die beiden auch eigentlich immer draußen, außer es regnet stark)

Der Andere Isländer, der bei ihm ist, der 22 Jährige, ist leider ein wenig das Gegenteil von dem „dünnen“.
Er ist ziemlich rund, dadurch das der ältere von ihnen nicht alleine bleiben kann und den jüngeren zur Sicherheit und Orientierung benötigt.
Er ist jetzt nicht „fett“ aber ich würde sagen, das er doch..gut im Futter steht, wenn man es so sagen mag.
Er bekommt von mir jetzt schon sehr wenig Müsli, steht aber natürlich Tagsüber mit dem älteren auf der wiese und schlägt sich da den Bauch voll.
Er wird auch nicht geritten, da ich deutlich zu groß und schwer für den armen Kerl bin und er, seit er Jahrelang im Schulbetrieb gearbeitet hat(bevor meine Tante ihn gekauft hat) , auch keine Freude an sowas hat und ich ihn da zu nichts drängen mag.

Ich hatte überlegt, vielleicht eine Fressbremse zu kaufen, damit er mit dem älteren Wallach weiter auf die Wiese kann, aber eben nicht so viel frisst.
Ist sowas Sinnvoll oder eher nutzlos?

Ich hab auch mal gelesen das langsames Schritt reiten (oder in meinem Fall Spazieren) den Tieren beim Abnehmen helfen kann? - sowas ist für mich z.b. leider nicht möglich - da ich die beiden Pferde wie gesagt nicht trennen kann und der ältere längere strecken nichtmehr bewältigt bekommt.


Vielleicht hat der ein oder andere ja Tipps und Anregungen für mich, wie ich die Ernährung meiner Beiden verbessern könnte.
Danke auf jeden Fall schon mal im Voraus!
 
  • Einer zu Dick, der andere zu Dünn Beitrag #2
cherry-lein

cherry-lein

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Such dir bitte eine unabhängige (!) Futterberatung. Das sind viel zu viele Baustellen um die pauschal beantworten zu können.
Geh bitte nicht zu einem Futtermittelhändler, der wird dir nur seine Produkte aufschwatzen egal ob sie überhaupt zu euch passen oder nicht, die wollen ausschließlich Gewinn machen, genauso ist es mit Futterberatern die Verträge mit Futtermittelherstellern haben, die werden dir auch nur diese Produkte aufschwatzen um möglichst viel Provision zu kassieren.
Eine uabhängige Futterberatung hat keinerlei Verträge oder Kooperationen mit Futtermittelherstellern und kann so völlig frei zu Produkten raten die euch wirklich helfen können.
Ich persönlich bin kein Freund von Mash, Müsli und Co, da wird hauptsächlich Abfall aus der Getreideverwertung benutzt und mit künstlichen minderwertigen Vitaminen und Mineralstoffen gepeppt und bekommt dann einen hübschen Namen und Beschreibung damit die Leute das kaufen.
Ich hab selbst ein krankes Pferd und musste mich sehr stark mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen und war echt schockiert was für Müll den Leuten verkauft wird oder mit welchen Werbeversprechen die Kunden geködert werden, teilweise sind z.b. Produkte extra für PSSM Pferde voll mit Zucker oder Chrom, genau das was nicht gefressen werden darf aber die Werbung verspricht natürlich das genau dieses Produkt ein Wundermittel und so gesund sei 🙄
Gut wäre wenn du eine Heuanalyse machst um die Nährwerte und Mineralstoffe überblicken zu können und bei beiden Pferden ein großes Blutbild inkl Selen, Mangan und Co um Mängel ausschließen zu können.
Ich lasse mein Mineralfutter immer individuell anmischen, so weiß ich das mein Pferd keine Über- oder Unterdosierung bekommt, das muss der Körper nämlich auch ausgleichen und kostet dem Pferd unnötig Energie und kann die Organe langfristig belasten.
Mit Wiese zu dieser Zeit wäre ich extrem vorsichtig, das Gras enthält derzeit extrem viel Fructan und für Gefahr an Hufrehe zu erkranken ist gerade extrem hoch, lieber schon mehr Heu füttern und nur wenig Wiese.
Ich bin kein Freund von Fressbremsen, sie schränken soziale Interaktionen zwischen den Pferden ein und können (müssen nicht) die Zähne stark schädigen.

Bei dem jüngeren kannst du Bodenarbeit machen, das kannst du auf der Wiese machen und muss die Pferde nicht komplett trennen, es reicht sich ein Viereck oder einen Roundpen zum Arbeiten abzustecken. Bodenarbeit kann genauso effektiv sein wie Reiten wenn man weiß wie es geht. Wenn man es dem Pferd beibringt wäre z.b. auch fahren vom Boden aus möglich. Wenn du nicht sicher bist du das angehen sollst hol dir bitte einen Trainer.
 
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