Warum Reptilien?

Diskutiere Warum Reptilien? im Schlangen Forum Forum im Bereich Terraristik & Aquaristik; Hey,mich würde mal folgendes interessieren: Warum haltet ihr euch Reptilien als Haustiere? Versteht das jetzt nicht sofort als persönlichen...
Nima

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Hey,mich würde mal folgendes interessieren: Warum haltet ihr euch Reptilien als Haustiere?
Versteht das jetzt nicht sofort als persönlichen Angriff,aber ich
würde es einfach mal gerne wissen.Das sind ja jetzt nun keine "Schmusetiere",und einige sind ja auch ziemlich gefährlich.Liegen die den ganzen Tag einfach nur in ihrem Terrarium?Oder wie macht ihr das?
Ich weiß nicht...irgendwie finde ich es nicht so toll,eine Schlange(als Beispiel)einzusperren.Für mich sind das Tiere,die sich als Haustiere nicht so ganz eignen und in der freien Natur besser aufgehoben sind.
Eure Meinung?
 
12.08.2007
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Ludwig zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
fischfan

fischfan

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Gegenfrage: Warum hält man sich Kaninchen? Fische? Zwerghamster? Vögel? Frösche?

Wir haben alle die unterschiedlichsten Gründe Reptilien zu halten, bei mir ist es die Faszination, die von diesen Tieren ausgeht, ihr Verhalten, ihre Bewegung, ihre Schönheit.

Natürlich ist es fragwürdig ein Tier einzusperren, aber dass kann man doch nicht auf Reptilien einschränken (wobei es natürlich auch hier riesige Unterschiede gibt zwischen Bartagame un Königspython gleicht es ungefähr einem Unterschied wie zwischen Pferd und Goldhamster) ist es den in deinen Augen ok einen Fisch im Aquarium zu halten? ein Kaninchen im Garten? Eine Katze im Haus? Insekten? Und besonders: einen Vogel im Käfig?

Als Halter trägt man für Reptilien genauso die Verantwortung, wie für alle anderen Haustiere auch. Und es sollte selbstverständlich sein, dass man ihnen den Platz für ein Artgerechtes Leben bietet (genauso wie alles andere, was sie brauchen).

In freier Natur wären sie genauso gut aufgehoben wie sämtliche Ziervögel, Zierfische, Hamster, Chinchillas, Streifenhörnchen, Mäuse, Ratten usw.
Wenn man sich ein Heimtier nachhause holt holt man sich auch immer ein Stück Natur - dem man ein natürliches Leben ermöglichen muss, egal ob Schlange oder Meerschweinchen.
Wenn man dazu bereit ist - sind Reptilien faszinierende Gefährten, und genauso dankbar wie andere Haustiere.

LG
fischfan
 
eifelbiene

eifelbiene

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Also ich halte grüne Leguane. Früher hab ich mich mit Reptilien nie auseinandergesetzt. Aber mein Mann hatte irgendwie schon länger ein Faible für Reptilien. Ich hab aber immer gesagt, dass mir kein Tier ins Haus kommt, dem ich Lebendfutter geben muss. Schlangen findet er übrigens auch optisch total toll.
Nun ja, ich hab mich dann über verschiedene Reptilien informiert und stieß dann auf den grünen Leguan, einen Pflanzenfresser.
Mir macht es einfach Spass, Tiere zu beobachten. Meine grünen Leguane sind sehr eigensinnig. An einem Tag sind sie total zutraulich, am nächsten Tag darfst du ihnen nicht zu nahe kommen.
Ich hab die beiden jedenfalls total lieb gewonnen. Wenn Godzilla mir auf den Schoss springt oder an meinem Bein hochklettert und dann sein Köpfchen schief legt, bin ich mir manchmal nicht mehr sicher, ob es nicht doch ein Schmusetier ist. *g* Madam ist hingegen immer etwas zickiger.

Sicherlich sind viele Tiere besser in freier Natur aufgehoben. Aber der Mensch hat sie nunmal aus vielen verschiedenen Ländern nach Deutschland importiert. Der grüne Leguan hätte bei uns in freier Natur wegen den Temperaturen gar keine Überlebenschance. Von daher sollte eine Haltung immer so artgerecht wie möglich sein. Und das bei allen Tieren, nicht nur bei Reptilien.
 
Nima

Nima

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Ich würde niemals Fische in ein Aquarium stecken oder einen Vogel in einen Käfig.
Für mich ist es was ganz anderes,ob ich eine Schlange halte oder ein Kaninchen.Mein Kaninchen hat einen großen Stall und viel Auslauf.Ich kann es streicheln,mit ihm schmusen usw.Aber eine Schlange?
Ich meine,was machst du denn mit einer Schlange?Angucken?Ich weiß nicht...das sind für mich Tiere,die in die Wildnis gehören,und nicht in einem Glaskasten rumliegen sollten,damit andere sie angucken können.
Es ist nicht so,dass ich dich verurteilen will,mich haben die Beweggründe interessiert.Wenn ich mir eine Katze oder einen Hund nach Hause hole,dann ist das für mich nicht unverständlich.
Aber eine Schlange,nur,um sie anzugucken,das war mir halt nicht verständlich.

Dein Leguan heißt Godzilla? ^^Klingt ja gefährlich.
 
fischfan

fischfan

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Du hältst Tiere, weil Du mit ihen Schmusen möchtest, andere halten Tiere, weil sie sie gerne beobachten oder sie einfach nur wunder schön finden.
Das sind beides Gründe, die die gleiche Berechtigung haben ( m.m.n. sogar die Faszination/das BEobachten eher als das "schmusen" - aber dass ist Ansichtssache)

Meine Begründung ist:
bei mir ist es die Faszination, die von diesen Tieren ausgeht, ihr Verhalten, ihre Bewegung, ihre Schönheit.
 
Knopfstern

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Nima,
kaninchen gehören auch in die wildniss und wollen sicher nicht von uns Gekuschelt und gestreichelt werden!sie wolln lieber mit Partner zusammen leben und draussen rum tollen!
Das was mir mit allen Tieren machen ist nicht artgerecht!
aber um gewissen arten zu erhalten, notwendig!

Gruss
 
eifelbiene

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Dein Leguan heißt Godzilla? ^^Klingt ja gefährlich.
Den Namen hatte er bereits von der Vorbesitzerin bekommen und mir gefiel er. Gefährlich ist er aber überhaupt nicht. Ich glaube einfach, dass das größte Problem immer die Menschen sind. Wir gehen in vielen Fällen einfach falsch mit den Tieren um.

In meinem letzten Urlaub als ich den Tauchschein machte, hab ich auch viel über die Unterwasserwelt gelernt. Die meisten Unfälle mit Meerestieren passieren, weil sich die Tiere durch den Menschen bedroht fühlen. Und genauso ist es mit der Heimtierhaltung.
Wenn du dich noch nie mit den einzelnen Arten auseinandergesetzt hast, kannst du nicht wirklich beurteilen, wie die Tiere sind. Und dem einen gefällt es, dem anderen nicht.

Bei mir kam die Faszination (danke Fischfan, das Wort hat mir eben irgendwie gefehlt) auch erst mit der Zeit. Wie gesagt, anfangs wollte mein Mann die Tiere ja eher. Aber inzwischen bin ich Feuer und Flamme für die beiden und kümmere mich vorwiegend um sie.
 
Nima

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Ich glaube kaum,dass meine Kaninchen in die Freiheit möchten,weil sie vom Züchter kommen(was ich heute nicht mehr machen würde,vom Züchter holen).Das würden sie nicht überleben,und ich glaube auch kaum,dass sie zurecht kommen würden.
Ich habe ja auch nicht gesagt,dass es schlecht ist,was ihr macht.Es hat mich einfach die Meinung von denen interessiert,die sich Reptilien halten.Ich hab es oft im Fernsehen gesehen,Leute,die Schlangen in ihrer Wohnung haben,z.B.,die da einfach nur irgendwo "rumlagen".Aber ich konnte mir auch nicht vorstellen,was man sonst mit einer Schlange anfangen soll,oder mit Fischen,als sie anzugucken.Und sie dafür einzusperren,fand ich nicht okay.
Ich habe auch nie behauptet,dass ich mich auskenne oder Erfahrung habe.Ich glaube auch,dass die Leute hier Ahnung haben und sich Mühe geben.
Hier sollte sich niemand rechtfertigen müssen,ich wollte Meinungen hören.Und vielleicht auch,wie ihr das so macht mit der Haltung.Wo sie bei euch sind und ob sie Auslauf brauchen?
 
Draco

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Hi!

Ich gebe jetzt mal 3 Statements ab für meine 3 Reptilienarten am und im Haus.

Meine Landschildkröten stammen auch vom Züchter. Bei mir leben die 2 Kleinen (etwa 9cm Panzerlänge und 200g schwer) in einem 15m² Außengehege mit 2m² Frühbeet für die kalten und regnerischen Tage. Dort befinden sich auch entsprechende Lampen für die Körpertemperaturen.

Die Wasserschildkröte stammt aus einem Zooladen, wurde als Schlüpfling gekauft und ist jetzt etwa 6,5cm lang. Sie lebt in einem 80x35x40cm Aquarium, das einen Landteil enthält und zu 25-30cm mit Wasser gefüllt ist.

Mein Python stammt auch vom Züchter Sie lebt zur Zeit in einem 100x60x105cm Terrarium (sie ist etwas über 1m lang) und bekommt gegen Ende des Jahres ein 160 (oder 200) x 80 x 120cm großes Terrarium.


Was ich mit der Haltungsbeschreibung sagen möchte: Es ist wichtig, WIE man die Tiere hält. Die Landschildkröten könnte ich auch einfach in ein Terrarium setzen und dort vor sich hinvegetieren lassen. Draußen haben sie viel mehr Platz, frische Luft, können sich aus dem Weg gehen und ihr Verhalten als Weidegänger ausleben.
Es macht einfach Spaß, Reptilien zu beobachten, auch wenn sie kein Verhältnis zu einem aufbauen (wohl aber man selbst zum Tier - aber das lässt sich nicht vermeiden). Die Landschildkröten sind bei gutem Wetter fast den ganzen Tag am rumrennen und beriechen sich jedes mal aufs Neue, wenn sie sich begegnen. Der Python lebt nur im Terrarium und klettert auch fast jede Nacht (Ausnahme Häutung und nach der Fütterung) herum.

Ich für meinen Teil möchte sagen, dass ich mir ein Leben ohne Reptilien nicht vorstellen kann.... die Tiere selbst sind so einmalig faszinierend (vom Aussehen und Verhalten her) und auch die Bekanntschaften/Freundschaften, die ich durch dieses Hobby geschlossen habe, möchte ich nicht missen. Man ist sofort intergiert und das egal, ob man einen Zwerggecko hält oder eine Zuchtanlage voller teurer Farbvarianten. Man kennt sich nicht und trotzdem duzt man sich sofort.

Ich habe mal einen Spruch gelesen, den ich zum Abschluss meines "Romans" zitiere:
Terraristik ist mehr als ein Hobby

André
 
Nima

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So was ist natürlich super,wenn man seinen Tieren so etwas bietet.
Ich habe meine Tiere(bis auf ein Kaninchen,das wir von Bekannten übernommen hatten,die es nicht mehr wollten),alle vom Züchter geholt.Heute würde ich das einfach deshalb nicht mehr machen,weil ich es nicht gut finde,wenn immer weitere Tiere nachgezüchtet werden,wo die Tierheime doch überquellen vor Tieren,die ein schönes zu Hause suchen.
Aber eine Schildkröte im Tierheim zu finden ist sicherlich schwierig...
Ich habe lieber Tiere,die auch eine Beziehung zu mir aufbauen können.Eine Schlange könnte ich persönlich mir jetzt gar nicht vorstellen(ich finde sie total faszinierend und sie gehören zu meinen Lieblingstieren,aber ich würde sie halt nicht als Haustier wollen).Aber ich glaub,Schildkröten könnte ich mir auch noch vorstellen,die mochte ich auch schon immer sehr gerne.
Ich hab halt gefragt,weil das,was ich so gesehen habe von Reptilienhaltung,speziell bei Schlangen,immer nach Tierquälerei aussah.Sprich,das Tier liegt den ganzen Tag in einem Käfig herum.
Dass die Leute hier das nicht so machen,weiß ich natürlich.Deshalb interessiert es mich ja,wo und wie ihr sie haltet,wenn ihr Reptilien zu Hause habt.
 
Draco

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Hi!

Die meisten Schlangen bewegen sich von Natur aus nicht viel. Nur, um den Temperaturbereich zu wechseln und um zu fressen. Einige Arten gehen aktiv jagen - sie bewegen sich mehr - andere sind Lauerjäger - sie bewegen sich sehr wenig.
Ein mir bekannter Züchter sagte mal, dass man für seine Boa mit knapp 2,5m nur ein Terrarium von 80x60cm bräuchte, weil sie sich die ganze Zeit in einem sehr großen Terrarium auf einer Ablage (eine Art Balkon im Terrarium) eben dieser Maße 80x60 befindet.
Es gibt auch Schlangenarten, die verdursten, obwohl sie neben einer Wasserschale liegen - eben weil sie auf Beute lauern und sich nicht bewegen um nicht aufzufallen.

Von daher kann man nicht sagen, dass Schlangen nur artgerecht gehalten werden, wenn sie sich bewegen. Abgesehen davon sind die meisten Schlangen nachtaktiv.


ciao
André
 
Nima

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Ich fand es immer schlimm,wenn die Käfige winzig waren oder so aufgestellt,dass das Tier nie seine Ruhe haben konnte.
Wenn sie die Möglichkeit haben,sich zu bewegen(ob sie wollen oder nicht)ist es ja okay.
 
Maleah

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Ich fand es immer schlimm,wenn die Käfige winzig waren oder so aufgestellt,dass das Tier nie seine Ruhe haben konnte.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas nur oder hauptsächlich bei Reptilien findet. Es gibt sicher auch tausende von Hamster-, Kaninchen- etc. -besitzern, die ihr Tier in einer Tupperdose halten. Das ist bei allen Tieren gleich schlimm, wenn sie nicht artgerecht gehalten werden.

Ich finde, ein Haustier muss man nicht unbedingt "knuddeln" können, wie man es bei Katzen oder Kaninchen manchmal kann. Ich habe Rennmäuse und Hamster, die sind auch nur zum beobachten da.
 
Nima

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Ich knuddel meine auch nicht,das mögen sie nämlich nicht ;)
War halt eine Interessensfrage.Natürlich findet man nicht nur bei Reptilienbesitzern eine schlechte Haltung,das stimmt schon.
Naja,ich fände es einfach unangenehm,eine Schlange im Haus zu haben.Ich hab nicht direkt Angst vor ihnen,aber ein Kaninchen ist mir persönlich doch lieber.
Und eine Schlange muss man ja mit Fleisch ernähren(lebend,teilweise,oder?).Daher käme das für mich eh nicht in Frage.
 
Draco

Draco

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Hi!

Schlangen kann man auch nur mit bereits abgetöteten Tieren füttern, solange sie sie annehmen.
Nun solltest du aber nicht die Haltung von ihnen generell ablehnen (so kam es rüber), weil du persönlich sie nicht so magst wie Kaninchen und co, sondern Halter von Schlangen akzeptieren.

Natürlich habe ich auch etwas gegen falsche Haltung.... und das bei allen Tieren (ich sage da nur mal "Einzelhaltung bei Kaninchen und Meerschweinchen" als Stichwort).
Wer sich nicht umfassend informiert, für den sind solche Tiere nichts. Und selbst, wenn man sich informiert hat, muss man sich immer weiterbilden. DAS ist das, was die Terraristik unter anderem ausmacht. Man lernt nie aus - immer gibt es etwas Neues.


ciao
André
 
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Nima

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Ich hab nichts dagegen,wenn jemand das Tier gut hält(kommt bei mir auch immer auf das Tier an).Ich persönlich würde es nicht machen,aber das ist ja nur meine eigene Meinung.Das sollte nicht heißen,dass ich es euch abspreche,dass ihr wisst,was ihr tut.

Natürlich habe ich auch etwas gegen falsche Haltung.... und das bei allen Tieren (ich sage da nur mal "Einzelhaltung bei Kaninchen und Meerschweinchen" als Stichwort).
Falls du damit mich meinst: Ich bin dabei,sie zu vermitteln,damit sie einen Partner bekommen.
Nee,nee,ich würde weder lebende noch tote Tiere verfüttern wollen,daher steht ein solches Haustier für mich eh nicht zur Diskussion ;)
 
Nima

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Im Meerschweinchen-Forum steht alles darüber,dass ich gerade versuche,sie zu vermitteln...das traf so zu,dass ich dachte,du meinst vielleicht mich.;)
 
M

mclord

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Warum Tiere

Hi,

Warum man Reptilien hält?
Frage ich mich auch immer warum ich das tue. :eusa_think:
Aber nur Spasshalber.

Vor 3 Jahren sagte ich noch: Schlangen sind fad, liegen nur rum.
Auch als ich meine ersten Reptilien hatte, 2x Bartagamen.

Mittlerweile ist kaum mehr Platz für Terrarien ;) zumindest nicht wenn man noch halbwegs angenehm wohnen will.

Tim, der Sohn meiner Verlobten, meine Verlobte selbst, alle sind wir Tiernarren und so hat es sich ergeben das es immer mehr wurden.

Was hat man davon?
Freude. Ganz einfach. Auch Trauer. Aber ehrlich gesagt lache ich wegen "Rassl" (eine sehr nervöse Königsnatter) mehr als wegen einer der drei Katzen die sich oft nur zum Fressen sehen lassen.
Er schaut ganz gebannt wenn ich mal ins Terrarium schaue wie es ihm geht.
Neugierig und Vorsichtig zugleich, und dann wedelt er nervös mit dem Schwanz. Daher auch "Rassl".

Die Bartagamen sehen ihr Futter und springen vom Plateu in den Sand, oder sie sitzen sogar zu Dritt (nun sinds bereits Drei) übereinander und schauen Doof mit offenem Mund, als würden sie einen verappeln wollen.

Vogelspinnen sind gut an zu sehen, und faszinierend wenn sie sich bewegen.
Tiger als auch Königspython sind interessant zu halten, man spürt die Kraft (ab einer bestimmten Grösse) wenn sie sich über den Arm bewegen-zugleich ist es jedes mal doch auch eine kleine Mutprobe wenn man eine aus dem Terra nimmt, denn selbst die ruhigste Schlange kann erschrecken...

Somit hat jedes Tier das man sich anschaft seinen Reiz.
Katzen => Streicheln. (und der Rest ist Füttern und Haare abschütteln)
Hunde (ja, haben wir auch) sind ja eher Mitbewohner als Haustiere...will man nen Kumpel und Tiere dressieren, ist man mit Hunden gut dran.

Tierhaltung allgemein:
Ich versuche es den Tieren so gut gehen zu lassen wie möglich.
Beispiel: Die Brachypelma Smithy hat ein 40x40x25 Terrarium. Meine Geniculata bekommt demnächst, genauso wie die B.Vagans ein 40x40x30 mit viel Bodengrund zum Graben.

Übrigens las ich das Hamsterhaltung generell FALSCH ist. Also jeder der nen Hamster hält, quält ein Tier so hiess es. Kaum jemand weis es jedoch.
Denn die wollen Graben. Tief, noch tiefer..... und nicht auf 1-2cm "Hobelspäne" rumlaufen.

Wichtig ist bei so Tieren, speziell Tigerpythons: Wo gebe ich sie hin wenn sie gross sind. Habe ich den Platz? Kann ich es sicher machen vor Gästen oder eigenen Kindern, den anderen Haustieren damit nichts passiert, und WILL ich so eine Schlange nach 30 Jahren auch noch haben?
Das weis man nie. Aber da Schlangen wie auch Katzen eher Sesshaft sind und nicht gerne Übersiedeln (viel Stress) und sich angeblich Tigerpythons an den Betreuer gewöhnen (und bei Fremden halt pfauchen/aggressiv sind) sollte man die Entscheidung wirklich fürs Leben treffen.
Kurz gesagt: Ich schleppe mit 63 Jahren wenn die Tiere 30 Jahre alt werden eine vielleicht 5 Meter lange Schlange (wenn Weibchen) rum.
Das gehört bedacht.

Neben der Arbeit bleibt die Faszination, die Freude wenn sie wachsen, wenn man sie Gesund pflegen konnte obwohl sie krank waren....

Meine Mutter fragt aber auch immer wenn sie zu Besuch ist (fast jedes mal) wie man sich so viele Tiere halten kann, der Strom, die Arbeit die man sich antut. Ja, weil man es will ;) Ich frage ja auch nicht wie man Stundenlange bei nem Pullover rumstricken kann und versuche es auch nicht zu tun ;)

lg.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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Ich hab nichts dagegen,wenn jemand das Tier gut hält(kommt bei mir auch immer auf das Tier an).Ich persönlich würde es nicht machen,aber das ist ja nur meine eigene Meinung.Das sollte nicht heißen,dass ich es euch abspreche,dass ihr wisst,was ihr tut.

Natürlich habe ich auch etwas gegen falsche Haltung.... und das bei allen Tieren (ich sage da nur mal "Einzelhaltung bei Kaninchen und Meerschweinchen" als Stichwort).
Falls du damit mich meinst: Ich bin dabei,sie zu vermitteln,damit sie einen Partner bekommen.
Nee,nee,ich würde weder lebende noch tote Tiere verfüttern wollen,daher steht ein solches Haustier für mich eh nicht zur Diskussion ;)
Wollen tun wir es Alle nicht, denk ich mal.
Spass macht es mir persönlich jedenfalls auch keinen.
Aber man gewöhnt sich dran.
Die einst so liebe Maus, wenn sie innerhalb Sekunden den Atem aushaucht und dann als Ganzes in der Schlange verschwindet...
DIe Heimchen die im Maul zerquetscht werden oder von 2 Tieren die sich streiten auseinandergerissen....

Ja es ist ein brutales Hobby.
Aber...an alle Nicht-Vegetarier..... wie siehts mit Hendln, Rindern und Schweinen aus?
Ich sah da mal nen Beitrag wie Hühner in die Packung kommen....
Da sind Heimchen oft besser dran, die hängen nicht paar Minuten Kopfüber an den Beinen auf nem Förderband bis sie ins Elektrowasser eintauchen...

Die Natur ist leider brutal.
Wir Menschen sinds halt nicht mehr so gewohnt, weil "das Henderl kommt ja vom Markt und ist verpackt".
Is aber echtes Huhn drinnen. Meistens. Das auch mal gegackert hat, so wie eine Maus quietschte und am Laufrad gelaufen ist.
Nur sieht es keiner. Man fühlt sich nicht verantwortlich.

Ich ess übrigens kein Fleisch, seit der Kindheit. Sah einmal bei ner Schweineschlachtung zu, das reichte.War mein Lieblingsschwein auch noch.
Daher denke ich so wie ich hier schreibe.
Ne Maus ist schnell tot. Heimchen denke ich leben auch nicht lange.
Ausnahme sind Pinkies (MäuseBabies) die mit Pech lebendig verschluckt werden.
Innerhalb 30Sekunden bis längstens 1 Minute war aber jede Maus beim Königspython "finalisiert"
Oft gings auch schneller.
Rinder warten jedenfalls länger bis sie dran sind, oder? Und ich bin sicher sie spüren das da was kommt...wenn man mal so Berichte sah wie das Rind in die Dose kommt. Die sind nämlich nicht happy wenn sie Sterben...

Die erste Maus zu füttern war aber schwer.
Wie gesagt, man gewöhnt sich. Oder will man die Schlange verhungern lassen?
Hauskatzen fressen zudem auch keinen Salat ;) das lebte auch mal.

lg.
 
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Tigerpython

Tigerpython

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Nabend zusammen,

Ich persönlich empfinde es als sehr interessant die einzelnen Motive der hier anwesenden Pfleger lesen zu können.

Faszination

Die Terraristik zieht schon seit etlichen Jahren die verschiedensten Charaktere an. Darunter befinden sich beispielsweise begeisterte Naturkundler, Händler die mit Reptilien ein kommerziell betriebenes Gewerbe führen oder jene Menschen, die durch die Bewusste und gewollte Züchtung von Reptilien bestimmte Merkmale so hervorheben, dass der finanzielle Wert der Tiere um ein vielfaches steigt.

All diese Menschen haben natürlich auch unterschiedliche Motivationen Reptilien zu pflegen und zu züchten.

Als Biologen, begeisterte Naturkundler oder Hobbyherpetologen sehen wir die Schönheit und fühlen die Faszination, die in den Dingen der lebenden Natur liegt.
Diese große Faszination, die sich im Laufe der Zeit bei einigen von uns zu einer Leidenschaft, zu einer Lebensweise entwickelt hat, ist unsere Größte Motivation Reptilien zu pflegen.

Die Katze im Wohnzimmer, der Fisch im Aquarium, die Schlange im Terrarium oder auch die Pflanze auf der Fensterbank stellen das Resultat einer endlosen Kette von Anpassungsprozessen dar, die sich über Millionen von Jahren erstreckt haben.

Ist man sich dessen bewusst erkennt man, dass von all diesen Lebewesen eine unglaublich große Faszination ausgeht, die ein Grund dafür ist, unteranderem Reptilien zu pflegen oder gar nachzuzüchten.

Bedrohung - Konsequenz




In Zukunft müssen wir leider erwarten dass immer mehr natürliche Habitate unserer faszinierenden Reptilien und tausenden anderen Tierarten zerstört werden, egal ob es sich dabei um den Regenwald oder die Wüste, das Korallenriff oder ein Berg handelt. Die Habitate sind nur noch Hindernisse im Weg des Fortschritts.
Die Methode der Branrodung beispielsweise beschleunigt die weltweite Zerstörung der natürlichen Habitate enorm.
Die Nachfrage nach landwirtschaftlich nutzbarer Fläche und nach Holzprodukten in Verbindung mit den destruktiven Abfallstoffen der Industrie werden mit Sicherheit die globale Zerstörung der Habitate beschleunigen.

Die Habitatzerstörung, egal ob für Einkaufszentren, Eßstäbchen, oder Weidenland für Rinder der Fast-Food-Industrie, stellt im 21 Jahrhundert die Hauptbedrohung unserer Tierwelt dar. Die lobenswerten Bemühungen der Tierschutzgruppen waren in der Lage, das Ausmaß der Zerstörung kurzfristig zu reduzieren, doch rollt das "Unheil" nach wie vor unaufhaltsam weiter und zerstört täglich mehrer Tausend Hektar Regenwalt.

Wissenschaftler behaupten, dass es in weniger als 500 Jahren keine unberührten Habitate mehr geben wird.

Wenn wir diese ausgesprochen traurige Aussicht akzeptieren, kommen einige, berechtigte Fragen auf, unter die auch deine, Nima, fällt.

:arrow: Welche Rolle sollen Zucht und Haltung von Reptilien in der Arterhaltung einnehmen?

:arrow: Welchen Wert hat ein Einzeltier, in einem Zoo oder einer privaten Kollektion, wenn es nicht mehr in das System der Natur , der Balance zwischen Tier und Pflanze, eingebettet ist?

:arrow: Warum sollen Arten in Gefahngeschaft erhalten bleiben, wenn ihr Habitat längst zerstört ist?

:arrow: Welchen Wert stellt die Haltung von Reptilien oder ein Arterhaltungsprogramm für ein einzlenes Tier, dass sein Leben in Gefangeschaft "absitzt", dar?

oder ganz einfach gesagt:

:arrow: Warum Reptilien?

Tatsächlich ist es ausgesprochen schwer auf solche Fragen eine geeignete Antwort zu geben. Es wäre absolut egozentrisch, wenn wir uns als "Schützer der Natur" bezeichen würden, weil wir eine geringe Anzahl von Reptilien pflegen oder nachzüchten und diese aufgrund unserer persönlichen Preferenz ausgesucht haben.
Dieser Egozentrismus jedoch macht weder uns als Pfleger zu einen Schuldigen, noch ist er ungerechtfertigt.

Die Katze im Wohnzimmer, der Fisch im Aquarium [...] stellt das Resultat einer Kette von etlichen Anpassungsprozessen dar, die sich über Millionen von Jahren erstreckt haben.
Der Verlust der unescheinbarsten Tierart, ist der Verlust der Möglichkeit diesen Prozess bewundern zu können. Aus dieser Sicht der Dinge ist selbst das lästigste Insekt oder das "Unkraut" im Garten nicht weniger Wert als der Python molurus, die Katze oder gar uns selbst.

Unser Wunsch, eine Art vor dem Aussterben zu bewahren, resultiert aus der Liebe zur und dem Gefallen an der Natur.

Off-Topic

Ich möchte nochmal betonen, dass diese Motivation rein garnichts mit der Überzüchtung von bestimmten Retilienarten und dem daraus resultierenden Preis, der oftmals mit dem Wert eines Tieres verwechselt wird, zu tun hat.


Hier liegt die Rechtfertigung für die Haltung und Zucht von Reptilien in Gefangenschaft. Natürlich sollte die Erhaltung der natürlichen Habitate unser primäres Ziel sein, da jedoch auf langer Sicht in dieser Zielsetzun kein permanter Erfolg zu erziehlen sein wird, ist es da nicht sinnvoll, einige Arten in Gefangenschaft zu erhalten, sodass die zuküntigen Gernerationen wenigstens die Chance haben, die Schönheit der Natur und die unglaubliche Kreativität der Evolution bewundern zu können?

Anstatt jedoch darüber nachzudenken, wie wir es rechtfertigen können, verschiedene Reptilienarten zu pflegen, sollten wir uns überlegen, wie wir es den zukünftlichen Generationen gegenüber verantworten können, dass diese mit einer weit geringeren Artenvielfalt aufwachsen, als wir es tun.

Hätte es ein Gefangenschaftszuchtprogramm für den Dodo oder den tasmanischen Wolfg gegeben, wie schön wäre es, diese Tiere heute bewundern zu können?

Leider wird sich das Gewicht der Mehrheit jener Menschen, die mit Reptilien ein kommerziell betriebenes Gewerben führen im Laufe der Zeit immer mehr steigern, sodass das schnellstmögliche Erreichen der Geschlechtsreife, die höhere "Produktivität" und ganz allgemein die Domestizierung dieser Tiere die primären Motive von vielen zuküntlichen Reptilienpfleger werden werden.

Unfähig, sich dem unersättlichen Streben nach Geld, Macht und Stand vieler Menschen anzupassen, werden die eigentlichen Motive wie Faszination und Leidenschaft, im Laufe der Zeit extrem dezimiert werden.

Während der beklagenswerte Lauf der Dinge voran getrieben wird, gelingt es uns eventuell, stabile, sich selbst erhaltende Populationen vieler Reptilienarten in Geangenschaft zusammenzustellen. Dies würde vielen Arten das Fortleben ermöglichen, sodass die zukünftigen Generationen in der Lage sein werden, die exklusive Schönheit dieser Tiere, geschaffen durch den Prozess der Evolution, bewundern zu können.

lg
Martin
 
Thema:

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