Erschrocken und traurig: behinderte Mäusebabys!

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Annika-17

Annika-17

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Hallo Ihr!
Ich hab ja schon mal kurz berichtet, dass ich eine schwangere Maus aus dem Zooladen mitgenommen hab, damit sie nicht dort ihre Babys kriegen muss, und die hat nun vor zweienhalb Wochen hier ihre Jungen gekriegt.

Gestern dachte ich, ich könnt nun mal den Mäusestall saubermachen, die Kleinen dürften alt genug sein, sie kamen auch schon mal vorsichtig zum Vorschein.

Also habe ich bei der Gelegenheit auch gleich mal gezählt und mir die Kleinen genauer angesehen.

Und was soll
ich sagen: Drei von sieben Mäuschen sind behindert! :eusa_eh: Ihnen fehlt jeweils ein Beinchen. :(

Mir war sofort klar, dass das das Ergebnis reinster Inzucht sein muss, meine Erna war im Zooladenkäfig wahrscheinlich von einem Bruder gedeckt worden, und womöglich ist das nicht mal die erste Inzucht-Generation! :x

Klar weiß ich nun schon längst, dass das keine so gute Idee war, eine Maus aus einem Zooladen zu befreien. Das Inzuchtelend und die "Nachproduktion" werden davon nicht weniger. :( - Aber ich hätte nicht gedacht, dass das alles solche Auswirkungen haben würde!

Nun habe ich also drei behinderte Mäuse. Gottseidank machen sie ansonsten einen sehr kräftigen, gesunden Eindruck. Aber werden sie klarkommen, so dreibeinig? :roll:

Ich habe ja einen dreibeinigen Kater (bei dem war es allerdings ein Unfall, keine Inzucht, weshalb er das Bein verlor), und der kommt wunderbar zurecht, er ist genauso schnell wie die anderen Katzen, nur im Klettern natürlich nicht so geschickt. - Wird es bei den Mäusen ähnlich sein? Hat jemand von Euch so etwas schon mal erlebt? (Über die Suchfunktion konnte ich jedenfalls nichts finden!)

Das Geschlecht habe ich noch nicht richtig erkennen können. Sie sehen irgendwie alle gleich aus!? :roll: Aber in ein, zwei Wochen sieht man wohl schon deutlichere Unterschiede. Ich wollte ja nach Möglichkeit alle behalten.

Ich kann mich jetzt nur umso mehr all denen anschließen, die sagen: Keine Mäuse aus Zoogeschäften! :|

Bin ganz betroffen und traurig... :022:
 
04.09.2007
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Alexandra zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Favole

Favole

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Oh wei, das tut mir leid für dich :(

Aber ich denke dass die Babys gut damit zu recht kommen... Sie sind es ja nicht anders gewohnt.

Typisch Zooladen :093:
 
s.lady1

s.lady1

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hey
leider immer wieder sehr schockierend.
ich finde es persönlich trotzdem gut das du einer maus dabei geholfen hast :)
ich denke sie werden klar kommen mit 3 beinen da sie so geboren wurden,aber ich denke innerlich könnten sie auch noch einiges haben... ich würd mal beim ta vorbei schauen und sie durchchecken lassen
liebe grüße
 
Chipi

Chipi

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Hallo Annika,

natürlich ist das erst mal sehr traurig - meine Prognose ist aber, daß deine Mäuschen super damit klarkommen werden.
Aus dem Münchner Rattennotfall sind einige 3-beinige Ratten ins TH gekommen, mit Sicherheit auch einige, die nicht von Geburt an behindert waren, sondern denen von den anderen Ratten Beinchen abgebissen wurden (kein Wunder bei fast 400 Ratten auf nicht mal 50 m²). Die Ratten klettern und toben alle ohne Probleme, größere Schwierigkeiten haben z.B. diejenigen, denen Schwänze fehlen oder aufgrund von Verletzungen amputiert werden mussten.

Ich denke mal, deine Kleinen werden klarkommen und genauso fröhliche Mäuschen werden wie die anderen.

LG
Chipi
 
Annika-17

Annika-17

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Danke für Eure schnellen Antworten! :)

Das klingt schon mal tröstlich, dass die Mäuschen wohl auch mit drei Beinen zurechtkommen werden. Bei zweien fehlt auch eher nur der Fuß, die haben noch so einen Beinstummel. :|

Nun hoffe ich, dass nicht auch noch andere (innere) Behinderungen da sind, wie s.lady schreibt. Aber da kann man ja nun auch nichts mehr tun. :( Möglicherweise haben sie eine kürzere Lebenserwartung, nicht wahr? :eusa_eh:

Doch ich denke mir: Da sie ja nicht wissen, wie alt sie vielleicht hätten werden können, und auch, wie Ihr ja schon geschrieben habt, es gar nicht anders kennen als mit drei Beinchen, werden sie hoffentlich trotzdem ein zufriedenes Mäuseleben haben! :roll:

Was mir grad einfällt: Ist es nicht eigentlich erstaunlich, dass die Mutter die drei behinderten Mäuse mit aufgezogen hat? Ich hab mal gehört, dass Mütter in der Tierwelt anscheinend instinktiv nicht lebensfähige Jungtiere entweder töten oder verstoßen. Das würde doch heißen, dass die Kleinen ansonsten gesund sind, oder? :roll:

@s.lady: Ich finde es lieb, dass Du geschrieben hast, Du fändest es trotzdem gut, dass ich der Maus geholfen habe. Und in der Tat: Wenigstens Erna, die Mama, hat es ja jetzt gut, und vier von den Kleinen sind ja auch okay! (Hoffentlich!)
 
Katara

Katara

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Hi,
Upps! Das ist sehr schlimm. Aber ich denke auch das sie klar kommen werden.
Wünsch dir und deinen Mäusen alles gute.

lg Katara
 
Maleah

Maleah

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Ich schließe mich an, ich denke, sie werden trotz fehlenden Beins gut zurechtkommen. Du solltest bei der Gestaltung des Käfigs vielleicht darauf achten, dass evtl. Ebenen gut zu erreichen sind und keine zu "anspruchsvollen" Kletterhindernisse da sind, damit sie alles gut erreichen können. Aber das wirst du ja sehen, wenn du sie beobachtest, ob sie eingeschränkt sind oder trotz allem gut klettern können.

Alles Gute!
 
seven

seven

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Uiuiui, Annika - das ist ja nicht so erfreulich...
Ich denke auch, dass es eine Folge von Inzucht sein kann - aber nicht in der ersten oder zweiten Generation, das muss schon längerfristig gehen.
Aber ich denke auch, dass die Kleinen wahrscheinlich prima zurechtkommen werden, da sie es von Anfang an nicht anders kennen. Fehlt ihnen denn ein Vorder- oder ein Hinterbeinchen? Vorderbeinchen wäre nicht ganz so gut, da sie ja mit beiden Vorderpfötchen das Futter festhalten - da könnten sie dann Schwierigkeiten bekommen. Ansonsten kannst Du auf jeden Fall den Käfig "behindertengerecht" einrichten (sprich, auf jeden Fall Rampen als Verbindung der Ebenen. Klettersachen können ja trotzdem ´rein, die Mäuschen werden sicher auch das Klettern ausprobieren. Wenn Du darauf achtest, dass sie, falls sie fallen, weich landen, dürfte das prima funktionieren.
Ich drücke mal die Daumen, dass die Mäuschen nicht noch weitere genetische Defekte haben (ich hatte ja schon mal von den Mäuschen geschrieben, die nach ca. 4 Monaten plötzlich starben, weil irgendein Gen, das just in dieser Entwicklungsphase gebraucht wurde, nicht vorhanden oder defekt war...) und trotz ihrer Behinderung ein langes und glückliches Mäuseleben haben können!
LG, seven
 
Annika-17

Annika-17

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Erstmal vielen Dank für Eure ermutigenden Beiträge und Eure Anteilnahme!

Fehlt ihnen denn ein Vorder- oder ein Hinterbeinchen? Vorderbeinchen wäre nicht ganz so gut, da sie ja mit beiden Vorderpfötchen das Futter festhalten - da könnten sie dann Schwierigkeiten bekommen.
Heiliges Kanonenröhrchen! :eusa_doh: Das hatte ich in dem Schrecken gar nicht so genau registriert, ob nun Vorder- oder Hinterbein! :uups: Sah einfach nur, es fehlt ein Bein, oh Schreck!

Hab jetzt natürlich gleich noch mal nachgesehen: Es ist jeweils ein Hinterbeinchen, das fehlt. Wenigstens können sie also ihr Futter in die Händchen nehmen! *erleichtert seufz*

Aber heute Morgen ein neuer Schreck: Ich fand ich eines der kleinen behinderten Mäuschen tot im Mäusestall! :022: Es war äußerlich völlig heil, also wird wohl keine der anderen Mäuse Schuld gewesen sein, sondern irgendwas Inneres? :(

Die anderen sind alle ganz munter, auch die zwei dreibeinigen. Jetzt sind es also nur noch sechs, vier gesunde und zwei behinderte Mäuschen. Hoffentlich ist es nicht so, wie Du sagst, Seven, dass außer der äußeren Behinderung auch noch irgendwelche inneren Gendefekte vorhanden sind. Ausgeschlossen ist es in diesem Fall wohl keineswegs! :roll:

Wenigstens sind die Kleinen, die jetzt da sind, alle ganz munter. Eines ist mir vorhin ausgiebig auf der Hand und dem Arm rumgekrabbelt! Und der Käfig ist schon überwiegend behindertengerecht, da das "Stiegenhaus" mit schrägen Aufgängen versehen ist, und ich habe Steine reingelegt, damit sie auch die unteren Plattformen erreichen können. Sie dürften halt nicht so gut springen können, nicht wahr? Sicher kommen sie auf drei Beinen nicht überall hin, aber die Gesunden brauchen ja auch noch ihre Klettergerüste und Hängebrücken etc. Futter und Wasser und Höhlen sind jedenfalls für alle leicht zu erreichen.

Nun kann man nur abwarten, wie sich alles weiter entwickelt, und hoffen, dass diese Inzucht-Mäuschen trotz allem ein schönes Leben haben, mag es auch vielleicht kürzer sein als bei gesunden Mäusen. :|

LG
Annika
 
Chipi

Chipi

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Hallo Annika,

schade das mit dem einen Mäuschen... aber wer weiß, vielleicht war es besser für das kleine Fusselchen :(

Übrigens können auch Mäuse mit nur einer Vorderpfote gut klarkommen, die Ratten, von denen ich erzählt hatte, meistern das ganz hervorragend, und die sind Mäusen in ihrem Fress- und Putzverhalten und in der Fortbewegung recht ähnlich. Solange sie auf beiden Hinterbeinen stabil sitzen können, reicht auch eine Vorderpfote. Es kann höchstens sein, daß du bei der Fell- bzw. Ohrenpflege hin und wieder mit einem Qtip oder ähnlichem nachhelfen musst, weil sie an der Seite, wo das Pfötchen fehlt, das Ohr nicht gut erreichen können.

Das wird schon!
LG
Chipi
 
seven

seven

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Hi Annika!
Es tut mir Leid, dass das eine Mäuschen es nicht geschafft hat. Wenn die anderen durchkommen, dann haben sie es bei Deiner Fürsorge aber sicher sehr gut! Ich denke, dass sie sich sicher vom fehlenden Beinchen nicht vom Klettern abhalten lassen ;-)
LG, seven
 
Annika-17

Annika-17

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Ich bin echt dankbar für Eure tröstlichen Antworten!

Und den übrigen Kleinen geht es offenbar wirklich gut! Ich seh sie herumklettern, sich putzen, und sie krabbeln mir auch auf Händen und Armen herum. Das ist total süß! Die ganze Mäusebande zusammen ist eine friedliche Truppe, worüber ich auch sehr glücklich bin. :)

Nun denke ich auch, die behinderten Mäuschen werden klarkommen. Aber die Erfahrung, was mit solchen Zooladen-Inzucht-Mäusen passieren kann, hat sich ganz schön tief eingegraben! Eine bessere "Lehre" hätte man mir kaum erteilen können, oder sagen wir: einen besseren Einblick in die Missstände von Zoohandlungsvermehrungen auf Kosten der Tiere. :( :022:

Nebenbei: Der Verkäufer im Zooladen hatte mir damals übrigens gesagt, die Mäuse kämen von einem "Züchter". Wenn nun solche Behinderungen gar nicht in der ersten Inzuchtgeneration entstehen - also nicht durch ungewollte Verpaarung im Zooladenkäfig mit einem Bruder - dann muss doch schon bei diesem so genannten "Züchter" einiges schiefgelaufen sein! :086: Vielleicht sollte ich den Verkäufer mal darauf ansprechen und über die Sache in Kenntnis setzen, hm?

Jetzt sind die Kleinen gut drei Wochen alt. In einer Woche muss ich sie trennen. Hoffentlich kann ich dann Männlein und Weiblein auseinanderhalten! Das ist gar nicht so einfach! Bis jetzt sehen sie irgendwie alle gleich aus... :eusa_eh:
 
M

MelanieM

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In den Zooläden nennen sie jeden "Vermehrer" Züchter. Oftmals handelt es sich einfach um Schlangenbesitzer, die ihren "Überschuss" abgeben.

Gruß, Melanie
 
seven

seven

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@Annika: Die im Zooladen werden wohl nur müde lächeln, wenn Du ihnen von Deinem "Verdacht" erzählst, dass der "Züchter" wohl nicht ganz koscher ist... Das wird er wahrscheinlich ganz gut selber wissen, ihm geht´s nämlich wohl nur darum, möglichst preiswert an die Tiere zu kommen - die meisten werden ohnehin verfüttert...
Wenn Du beim Geschlechtertrennen Sorge hast, dass Du evtl. was verkehrt machst, dann geh´ sicherheitshalber zu einem mäusekundigen Tierarzt, der Dir dabei hilft, bevor Du nacher auf einer neuen Mäuseflut sitzt ;-)
Viel Glück weiterhin für die süße Rasselbande!
LG, seven
 
Annika-17

Annika-17

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Die sind also wirklich so verantwortungslos in den Zoogeschäften? :eusa_eh: Ich bin ja von der Sorte Mensch, der immer erstmal in jedem das Beste sehen will und den Leuten glaubt, was sie sagen... :eusa_think:
Aber Ihr habt wohl Recht: Das Wort "Züchter" ist schließlich nicht gesetzlich geschützt! :x

Ich bin immer so naiv, aber jetzt wird mir klar, dass es sich bei Zoogeschäften eben auch um Geschäfte handelt, Leute, die einkaufen und verkaufen und an den Profit denken (wahrscheinlich permanent die Gewinnmarge checken und gar nix anderes mehr im Kopf haben :roll: ).

Da wird es wohl wirklich nicht viel bringen, wenn man mit denen redet. :(

Nun aber die Frage: Wo eigentlich findet man wirklich zuverlässig gesunde Mäuse? Gibt es in Deutschland eigentlich sowas wie eine verantwortungsvolle Mäusezucht? Oder anders gefragt: Welche Mäuseherkunft kann man wirklich guten Gewissens unterstützen? Ich frage das, weil für viele, die das mit den behinderten Mäuschen hier lesen und daraufhin - hoffentlich! - nie mehr in ein Zoogeschäft gehen (auch nicht um arme schwangere Mäuse zu retten! :uups: ) nun sicherlich wissen möchten, wo sie denn hingehen können, wenn sie sich zur Mäusehaltung entschließen. Und nicht überall findet man Mäuse in Tierheimen.

Ich hab meine ersten Mäuse von Privat bekommen, bin aber auch da nicht hundertprozentig sicher, ob sie nicht letztendlich das Ergebnis einer Zufallsvermehrung sind...
Neugierige "Umfrage": Wo habt Ihr Eure Mäuse herbekommen? :?:
 
seven

seven

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Hi Annika!
Die meisten Zooläden kannst Du wirklich vergessen. Der, aus dem wir (aus Unwissenheit, typischer Anfängerfehler halt) unsere ersten Mäuschen hatten, der verkauft neugeborene Babymäuse in zugeknoteten Plastiktüten als Futtermäuschen. Seither boykottiere ich diesen Laden, auch wenn die Mäuschen mir sehr Leid tun.

Hm - zuverlässig gesunde Mäuse zu bekommen, dürfte arg schwierig sein...
Es gibt eine verantwortungsvolle Mäusezucht: www.dmrm.de - der deutsche Rassemaus-Zuchtverein, der wirklich strenge Zuchtkriterien hat, und wer im DMRM ist, der ist wirklich seriöser Züchter. Nur: Auch diese können sich nicht von Krankheiten freisprechen. Vor ca. einem Jahr gab´s mal eine Abgabesperre, weil irgendein Virus (?) etliche Mäuse dahingerafft hatte. Und auch Tumore können solche Rassezuchtmäuse genauso gut bekommen wie andere Mäuschen auch...
Zum Thema "seriöse Zucht" könnte man jetzt eine Grundsatzdiskussion anfangen (ich hatte auch schon mal kritisch geschrieben...) Ich weiß nicht, ob es nötig ist, Mäuse zu züchten, solange es so viele Mäuschen in Notfallstellen und Tierheimen gibt. Klar, besser seriöse Zucht mit genetischem Hintergrundwissen, als planlose Kinderzimmervermehrung - kein Zweifel. Aber muss man auf Teufel komm ´raus wer weiß welche schicken Farben züchten und immer neue kreieren? Und je größer die Ohren, desto besser die Maus? Klar, das Hauptkriterium ist natürlich Gesundheit und Vitalität, aber auch bei den Farbschlägen gelten im DMRM knallharte Regeln.... Und Rassemäuse sind "die Juwelen unter den Mäusen" - für sowas hab´ ich kein Verständnis, denn alle Mäuse sind toll.
Ich bin daher der Meinung: Gerade die Mäuse in Tierheimen oder Notfallstationen haben ein schönes neue Zuhause nach dem Herumgeschubstwerden verdient - und wenn ein Tierheim in der Nähe gerade keine Mäuse hat, gibt es immer noch Mitfahrgelegenheiten. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Wer sich trotzdem entscheidet, Rassezuchtmäuse aufzunehmen (wobei das meist ausgemusterte "Liebhabermäuse" sind, die perfekten Mäuschen werden natürlich für die Zucht weiterhin eingesetzt...), der hat natürlich jedes Recht dazu und ich finde es immer noch tausendmal besser als Zooladen oder auf eigene Faust Kinderzimmervermehrung zu betreiben...
LG, seven (Sorry für den Roman...)
 
M

MelanieM

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Ich habe meine ersten Mäuschen aus Unwissenheit auch im Zoogeschäft gekauft, aber das war ein "gutes", denn die Mäuse waren nach Geschlechtern (und so fies das klingt, nach "Futtermäusen" und "Haustiermäusen") getrennt. Die Futtermäuse sahen ziemlich überzüchtet und zerrupft aus, die "Haustiermäuse" schienen gut gepflegt. Damals habe ich den Fehler gemacht, mir die kleinsten auszusuchen, weil ich dachte, die sind jung und leben am längsten. Pustekuchen, die erste starb schon vier Tage, nachdem sie bei mir war, ohne dass ich den Grund erkennen konnte. Die nächsten Mäuse habe ich aus dem Tierheim, aber das war schwierig, denn Farbmäuse sind selten im TH, weil die Zooläden sie gern abnehmen - Schlangenfutter und im Tierheim werden den Abgebenden natürlich immer Fragen gestellt. Und meine neuesten vier stammen von Leuten, die mal "Süße Mäusebabys" haben wollten und dann total überfordert waren. Die habe ich per Anzeige gefunden. Die Tiere schienen ganz gut gepflegt, aber leider (oder inzwischen glücklicherweise) habe ich eine trächtige Maus darunter erwischt. Im Tierheim hatte ich zuerst angerufen, die hatten keine Mäuse, keines der Tierheime, in meiner Umgebung, wo ich angerufen habe und es sollte ja schnell gehen, damit meine "verwitwete" Maus nicht so lange allein bleiben soll. Der Tipp mit dem Tierheim ist gar nicht so einfach zu befolgen, weil die oft tatsächlich keine Farbmäuse, sondern nur Renner haben.

Gruß, Melanie
 
Annika-17

Annika-17

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@Seven: Interessant zu hören, dass selbst bei Mäusezuchtverbänden offenbar viel nach Äußerlichkeiten gegangen wird. Das ist etwas, was mich bei der Katzen- und Hundezucht immer so aufbringt: Dieses Tamtam um Fellfarbe, Felllänge, Höhe der Rute etc., einschließlich der ganzen Fachausdruck-Geheimsprache, wo man sich als Laie regelrecht dumm vorkommt, wenn man nicht sofort weiß, was mit Tabby, Tortie, Blue-point etc. gemeint ist. - Und die körperliche Gesundheit und Robustheit kommt dann unter ferner liefen. :|

Mir sind bei Mäusen die Farben gar nicht so wichtig (außer dass es nett ist, verschiedenfarbige zu haben, da man sie dann so gut auseinanderhalten kann), sondern mir wäre es wichtig, dass verantwortungsvoll gezüchtet wurde, nur mit gesunden Mäusen, ohne Inzucht, nicht mit zu jungen Tieren, nicht zu oft undsoweiterundsofort. Nachfrage wird es sicher immer geben, viele Menschen mögen Mäuse, und so wäre es doch umso wichtiger, dass man irgendwo in Erfahrung bringen kann, wo man solche gesunden Mäuse aus verantwortungsvoller Aufzucht bekommt. Würde dann nicht die Nachfrage bei den Zooläden automatisch zurückgehen? Und folglich auch die "Produktion" dieser Mäuse? :roll:

Aber das ist ein unendliches Thema, schätze ich. :eusa_think:

Ich hab heut erstmal "Studien" betrieben und mit Hilfe von Fotos (gefunden unter: http://wiki.mausebande.com/farbmaus/geschlechtertrennung) bei Ernas Nachwuchsmäusen die Geschlechtertrennung vorgenommen. Die Kleinen sind zwar noch nicht ganz vier Wochen alt, aber dreieinhalb sind es ja schon, und ich fand, die Unterschiede waren auch gut zu erkennen. Bei dem Kleinsten bin ich noch etwas unsicher, da werde ich in ein paar Tagen noch mal nachsehen, aber ansonsten sind es dem Augenschein nach vier Weibchen und zwei Böckchen. Das Kleinste hab ich erstmal unter die Böckchen eingereiht, es ist auch ein dreibeiniges. Ende dieser Woche schau ich noch mal nach und trenne sie dann.

Sie sind schon recht zutraulich, die kleinen Mäuschen! :) Und sehr munter! :D
 
Annika-17

Annika-17

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Heute Morgen lagen erneut zwei der Mäusekinder tot im Käfig! :022: Das Kleinste, das auch behindert war, und ein vierbeiniges Geschwisterchen. Da ist also weit mehr nicht in Ordnung, als "nur" die äußerlich sichtbare Behinderung! :(

Ich kann nur sagen: Nie, nie, nie mehr Inzucht-Mäuse aus dem Zoogeschäft!! Das ist trauriger, als wenn man gar keine Mäuse hätte. :022:
 
Chipi

Chipi

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Ach Annika, das ist wirklich traurig...
 
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