Fährten legen, aber wie?

  • Ersteller des Themas Beatbonbon
  • Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Beatbonbon

Beatbonbon

22.03.2007
977
0
Hallo ihr Lieben.

Ich würde meinen Aladin gerne ab und an noch anderweitig auslasten, als immer nur Gassi gehen, Bällchen werfen, schwimmen und was man eben noch so macht. Er brauch ja auch ein bisschen was für's Köpfchen und so.
Ich merke, dass er wahnsinnig Spaß daran hat Sachen mit der Nase zu suchen. Liegt bei einem Weimaraner ja auch eigentlich nicht so fern ;)
Nur habe ich leider keine Idee
wie ich eine richtige Fährte überhaupt legen kann.
Momentan handhabe ich es so, dass ich sein Tennisbällchen verstecke. Auf das Ding ist er total fixiert und weiß auch nach was er suchen soll.
Wir gehen meistens zu zweit in den Wald (natürlich bleibt er an der Leine) und anfangs sieht er noch welche Richtung ich ungefähr einschlage und das Bällchen verbuddel oder verstecke. Das steigert sich dann ein bissche, sodass er später auch grob nicht mehr sieht wo ich das Bällchen hinmache.
Eigentlich klappt das so ganz gut.
Ich möchte aber trotzdem wissen wie man eine richtige Fährte legt, und mit was. Ich möchte ja auch, dass er lernt zu suchen auch wenn man ihm vorher nicht vor die Nase hält was er eigentlich suchen soll.
Und wie lange macht man so eine Fährtensuche überhaupt? Momentan liegt es bei Aladin und mir bei ca. einer halben Stunde. Danach merke ich einfach, dass die Luft raus ist, bzw die Konzentration weg ist.
Und wo kann man sowas am besten machen? Wald finde ich irgendwie doof, da er wie gesagt an der Leine ist und da natürlich noch sooo viele andere Gerüche sind die einen ablenken.

Liebe Grüße
Irina

PS: Aladin wird im April 2 Jahre alt und ist wie gesagt ein Weimaraner.
 
R

Ricalein

26.03.2006
6.181
0
Huhu Beatbonbon
Hast du schon mal hier geschaut ob da für dich hilfreiche Tipps dabei sind?
 
Beatbonbon

Beatbonbon

22.03.2007
977
0
ja da hatte ich mich schon durchgelesen, aber irgendwie das Gefühl gehabt, das in dem Thread schon jeder weiß wie Fährtenlegen geht:eusa_eh:
Klar, da wird mal was gesagt, dass man Leckerlies in verschiedenen Abständen auslegt. Aber ich dachte vielleicht kann jemand das nochmal genau erklären, auch mit den Stimmkommandos die man dazu gibt und so. =(
Ich bin da leider einfach total unwissend.
Ich möchte im nächsten Frühjahr meinen Jagdschein machen, ich weiß zwar nicht ob ich dann Aladin richtig mit einbinden kann, weil er das ja als Welpe nicht von grund auf gelernt hat, aber selbst wenn er dann kein Jagdhund mehr werden kann, möchte ich eben dass er zumindest ein bisschen mit der 'Materie' vertraut ist.

Lg
 
R

Ricalein

26.03.2006
6.181
0
Ja wenn du das jagdlich machen möchtest kann ich dir viele Tipps geben, aber nicht öffentlich.
 
Beatbonbon

Beatbonbon

22.03.2007
977
0
das wäre ganz toll. =)
Vielleicht per PN oder so.
 
R

Ricalein

26.03.2006
6.181
0
Hast du denn schon mit der Jägerausbildung angefangen?
Es gibt auch die Möglichkeit einen Jugendjagdschein zu machen, dann kannst du das dieses Jahr schon machen.
 
Beatbonbon

Beatbonbon

22.03.2007
977
0
Ich habe mich erkundigt. Unter anderem mit der Möglichkeit bzw der Entscheidung ob man den 'Crashkurs' oder den einjährigen Kurs machen soll.
Bei uns in Darmstadt bietet der Kranichsteiner Jagdverein nur die einjährigen Kurse an. Finde ich persönlich ja auch besser, denn ich denke gerade den Umgang mit zB dem Gewehr lernt man in einem Jahr besser als in drei Wochen.
Nur den einjährigen Kurs würde ich wenn erst nächstes Jahr im frühjahr angehen, denn ich stecke jetzt in meinem letzten Schuljahr zum Abi und denke ich hätte (noch) nicht die Zeit 4 Mal die Woche zum Unterricht und natürlich auch an den Wochenenden dorthin zu gehen.

So genau weiß ich aber zugegeben auch noch nicht über die vielen verschiedenen Möglichkeiten bezüglich Jagschein bescheid:uups:
 
R

Ricalein

26.03.2006
6.181
0
Ist schon Sinnvoll das du erst dein Abi machst und dich dann darum kümmerst, denn die Jägerausbildung, so wie du sie angehen möchtest ist sehr Zeitintensiv.
 
laui*

laui*

24.07.2007
833
0
Hey,
also ich schreib jetzt einfach mal wie wir das immer machen.

Erstmal such ich mir ein offenes Feld. Lege meinen Hund ab und such mir eine Stelle die mir geeignet scheint. Dann leg ich da i-was hin z.B. Jacke oder so (damit ich noch genau weiß wo der Anfang war^^) Und dann "tippel" ich los^^ also so ganz kleine Schritte und komm mit den Füßen nicht vom Boden ab und hin und wieder leg ich ein Leckerchen hin. Wenn man dann damit fertig ist nen großen Schritt zur Seite und wenn möglich nicht mehr auf die Fährte trehten^^! Dann lass ich sie erstmal knapp 20 min liegen

Am Anfang habe ich nur eine grade Strecke gemacht. So ca. 8-10 m. Dann einfach mal eine Kurve oder einen Winkel eingebaut. Mittlerweile ist Duke richtig gut darin^^.

Wenn die Fährte dann genug gelegen hat nehm ich Duke an die Leine gehe an den Start zeig ihm mit der Hand wo ca. der Anfang ist und sag "Such". Dann lass ich ihn halt einfach schnüffeln. In seinem Tempo. Dabei lass ich die Leine immer ganz Locker und lass ihn extra immer ein bisschen vor laufen.
Es ist super Interessant wenn man sieht das ein Hund (trotz der ganzen anderen Gerüche durch Hasen, Rehe etc.) der genauen Geruchsspuhr folg und bei jedem Winkel wirklich genau hinterher ist^^!
Wenn die Sucherei dann ein Ende hat sag ich FERTIG spring von der Fährte weg und knuddel und lob ihn ganz arg^^. Danach fühlt er sich dann immer wie ein King^^ und albert herum.

Naja so mach ichs...hab aber kp ob das so wirklich richtig ist aber Duke finds immer wieder spannend und steht gleich in den Startlöchern^^
lg Laui*
 
Beatbonbon

Beatbonbon

22.03.2007
977
0
eben, das dachte ich mir nämlich auch =)
Deswegen kann ich ja jetzt schon mal ein bisschen mit Aladin üben.

@laui. Das heißt er sucht quasi deine Fährte, also deinen Geruch?
 
Panino_2412

Panino_2412

09.07.2008
2
0
Hallo!
Ich habe vor einiger Zeit mit einem Fährtenkurs begonnen. Mein Wauzi (Jagdhund-und-was-weiß-ich-was-noch-Mischling) ist auch ein begeisterter Nasenarbeiter. Außerdem macht das fast allen Hunden tierisch Spaß und regt die grauen Zellen an.. kann nicht schaden.

Wir haben in der "Vorschule" begonnen, damit der Hund das Grundlegende verknüpfen kann (Grasverletzung = das was ich verfolgen muss).

Zunächst richtet man sich ein paar wesentliche Dinge her:
viiiel Extrawurst im Ganzen (schneide 0,5cm Scheiben runter und mach "Pommes" draus - so längliche Stifte, die man gut in die Erde stecken kann)
Weiters nimmt man einen kl. Ast - möglichst gerade oder man richtet sich gleich einen "Abgangsstab" aus Bambus oder Holz her zB Baumark - völlig egal - nur irgendetwas, womit man markieren kann, von wo man wegstartet)
Eine lockere Leine (gut 2 Meter) - keine Flexi - mitnehmen.
Und - das Wichtigste Utensil am Anfang - ein Setzeisen (oder zur Not geht auch ein großer Schlitzschraubenzieher oder irgendetwas in der Art, womit man Löcher in die Erde machen kann).

So - dann geht es bereits zur Sache:
man sucht sich eine Wiese etwas abseits gelegen, mit ca. 5-10 cm hohem Gras aus (nicht zu hoch und keine ausgedorrte Wiese - zu schwer für den Anfang). Dann nimmt man den Abgangsstab (oder was auch immer) und steckt ihn in den Boden. Von diesem Abgangspunkt aus tritt man ein Quadrat von ca. 1x1m aus (schön die Füße heben und einfach ohne großen Druck treten - als ob man gehen würde - stampfen is gar net nötig).
Im ausgetretenen Quadrat (drin stehen bleiben - nicht raustreten) alle 15-20cm ein kleines Löchlein in den Boden machen und die "Extrawurststäbchen" reinstecken - sollten ca. 2 cm rausschauen (für den Anfang). Am Besten, man steckt gleich mal beim Abgang ein paar mehr in den Boden - das spornt zusätzlich an.

Das klingt jetzt fürchterlich kompliziert, aber den Dreh hat man gleich raus.
Es können mind 15-20 Löcher gemacht werden - schadet nicht, die Neulinge am Anfang gut zu motivieren :).
Wenn man mit der Vorbereitung fertig ist (dauert max. 4-5 min), einen Satz zur Seite machen und weit neben dem Quadrat zurück zum Hund gehen.
Einige Extrawurststücke in der Tasche aufheben. Mit dem Hund zum Abgangspunkt gehen, absitzen lassen. Und dann mit der (leeren!) Hand die Hundenase zum Boden führen und mit einem sanften "Suuuuch" losstarten lassen.
Wichtig sind bei der Fährtenarbeit 2 Dinge:
NIEMALS NIEMALS NIEMALS DRUCK AUSÜBEN - dann kann man den Fährtenhund gleich vergessen.
UND RUHIGES ARBEITEN (völlig übereifrige Kandidaten wie mein hypernervöser Hund lernen dadurch zB arbeiten mit Ruuuuhe .. irgendwann geht ihnen der Knopf auf und sie kapieren "Hoppla, wenn ich weniger hektisch bin, finde ich mehr")

Während der Hund sucht stellt man sich seitlich irgendwo neben dem Quadrat hin und korrigiert den Hund, soll heißen: wenn er aus dem Quadrat raus "sucht" heißt es "NEIN" und "such weiter" - ev. mit der Hand wieder ins Quadrat führen - spät. nach dem 2. Quadrat hat er den Dreh raus und kehrt bei einem versehentlichen Verlassen gleich wieder in sein Suchgebiet zurück! Klappt wunderbar. Während der Hund sucht, bitte Leine locker lassen oder gleich fallen lassen. Richte dir (möglichst unbemerkt) ein paar Extrawurst-Stücke in die Hand und sobald der Hund in deine Nähe kommt - führe ihn mit den Leckerchen raus und dann SPIELEN, SPIELEN, SPIELEN.
SUPER war er und lustig .. das übliche Kasperltheater, dass unsere Hunde so begeistert *g

2 - 3x in der Woche kann man ruhig 1-2 Quadrate absuchen lassen. Es geht (so ließ ich mir von einem Fachmann erklären :) darum, dass der Hund - während er die Wurst sucht - das "verletze" Gras bzw. den Geruch mit dem Suchen verknüpft. Sprich "wo das Gras so riecht - da muss ich suchen".

Wenn man der Meinung ist, das SITZT und der Hund hat verstanden, worum es geht, kann man mit einer Geraden beginnen. Eine kleine Schale Hundefutter mitnehmen - Erklärung kommt :)

Man steckt wieder den "Abgangsstab" in den Boden und tritt ein kleines Dreieck aus (ca. 3 Schritte breit und dann mit dem Spitz nach vorne - so in etwa) und tritt man eine Gerade (Fuß auf den Boden setzen, nächsten Fußschritt genau an diesen "Trittziegel" anschließend davor setzen usw...) und am Anfang in JEDEN Trittziegel (Fusstritt im Gras) ein Extrawurst-Stückchen legen (aber jetzt nur mehr gaanz kleine - soll ja schon schwieriger werden !).
10 Schritte reichen für den Anfang - am Ende legt man die Dose Futter hin.
Jetzt wie gehabt: Hund in Unterordnung zum Anfang bringen, absitzen /leben lassen, mit "suuuch" losschicken. Wenn er nicht von sich aus in jeden Trittziegel guckt (er muss ja jetzt erst lernen wie das jetzt funktioniert) ev. ein bissi mithelfen - ansonsten ruhig hinterher gehen, Leine soll durchhängen, nicht zerren oder Spannung aufbauen. Ist der Hund am Ende angelangt, soll er vor der Dose Platz machen und man geht zu ihm hin und noch am Boden wird die Dose geöffnet (so spannend als möglich machen und viiiiiel loben !!!) - dann darf er den Inhalt als "Jackpot" gleich an Ort und Stelle vernaschen. Raus aus der Fährte und Spielen.

Nach wenigen "Geraden" legt sich der Hund von selber hin, solbald er was im Gras findet - später soll er ja einmal einen Gegenstand durch "Platz" anzeigen (falls man es so "korrekt" machen möchte)...
Ich persönlich mache es eher, um ihn zu beschäftigen, aber ich versuche, es korrekt zu lernen - muss aber nicht sein.
Später einmal kann man dann Winkel legen und mehrere Gegenstände verstecken - aber soweit bin ich selber noch nicht :eek:

Ich hoffe, ich habe durch meine Endloserklärungen (ist schwierig in Worte zu fassen - beim Zuschauen ist es einfacher!) nicht noch mehr verwirrt?!

Viel Spaß beim Ausprobieren !!

LG
Bianca
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen