Graupapgei, Eingewöhnung und Freiflug

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Gabi R.

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Hallo alle miteinander,

ich bin neu hier und möchte mich erst mal vorstellen. Mein Name ist Gabi, ich wohne mit meiner Familie im schönen Wienerwald. Unser neuester Familienzuwachs ist eine junge Graupapageiendame namens Sophie. Wir haben sie seit einer Woche und schon die ersten Probleme mit ihr. Vielleicht könnt ihr mir mit eurer Erfahrung helfen.
Sophie hat sich recht bald von meinem Mann und auch
ein bisschen von mir durch den Käfig streicheln lassen. Nach zwei Tagen haben wir ihr dann den Käfig geöffnet. Sie ist sofort herausgekommen, hat sich von meinem Mann auch oben auf dem Käfig sitzend streicheln lassen, doch dann hat sie begonnen im Zimmer herumzufliegen und wollte nicht mehr zurück in den Käfig. Ich dachte, da der Züchter sie als Handzahm bezeichnet hat, wir müssten ihr nur die Hand anbieten und sie würde draufsteigen, um sie wieder zum Käfig zu tragen. Das wollte Sophie aber nicht. Als es Abend wurde, und sie immer noch nicht in ihren Käfig wollte, haben wir sie dann eingefangen. Jetzt ist sie natürlich beleidigt und lässt uns nicht mehr an sich ran. Das war wahrscheinlich ein Fehler, aber ich wollte sie nicht über Nacht draußen lassen. Wir haben nämlich auch noch einen Hund, der unseren ersten Papagei, eine Amazone, ziemlich ignoriert hat, bei Sophie aber ziemlich durchdreht, wenn sie fliegt.
Könnt ihr mir mit Erfahrungen weiterhelfen. Wie geht man da vor. Soll der Papagei erst wieder raus dürfen, wenn er auf die Hand geht, oder wie bewegt man ihn zur Heimkehr in den Käfig?
Vielen Dank für euren Rat im Voraus
Gabi R.
 
09.03.2008
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Greg zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Cosili

Cosili

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Hallo Gabi und willkommen hier! :)

Einfangen war leider ein Fehler, ja. Sophie hat schon angefangen euch Vertrauen zu zeigen (sich anfassen lassen), und dann macht ihr genau das was für einen Papagei am bedrohlichsten ist, einfangen. Wie habt ihr sie denn eingefangen? Direkt mit der Hand oder mit einem Tuch?

Ein Papagei ist nie pauschal handzahm, auch wenn die Züchter und Anbieter von den angeblich superzahmen Handaufzuchten das gerne behaupten. Jeder Papagei ist ein Individuum, und auch wenn Handaufzuchten wenig Angst vor der Hand haben da sie Menschen praktisch als Elternersatz erlebt haben, können sie trotzdem sehr wohl verschiedene Personen unterscheiden. Unbekannte Menschen werden erst einmal vorsichtig beobachtet, und wenn sie dann gleich am ersten Tag etwas machen was der Vogel als unangenehm erlebt (einfangen) ist das für den Papagei natürlich nicht gerade ein Grund dieser Person weiter zu vertrauen... Und gerade Graupapageien sind da eigen, andere Arten verzeihen so etwas schneller. Sie brauchen viel Zeit um Vertrauen zu fassen und nach so etwas wieder zu gewinnen.
Das bedeutet nicht das Sophie nie wieder Vertrauen fassen wird, aber dazu braucht es Geduld. Und im Käfig ist es nicht gerade einfach einen Vogel zu zähmen, da du ja, sobald du die Hand reinstreckst, ihn sozusagen in die Enge treibst, auch wenn der Käfig groß ist. Frei im Zimmer ist das einfacher, da sich Sophie da nicht bedrängt fühlen wird. Deshalb würde ich auch jetzt den Freiflug nicht streichen. Sophie muss außerdem fliegen, gerade jetzt als Jungvogel um ihre Flugmuskulatur zu trainieren.

Wenn sie das nächste mal draußen ist und nicht auf die Hand will kannst du ihr auch eine kleine Stange zum Aufsteigen anbieten, anstatt der Hand. Das macht sie vielleicht eher. Außerdem mit Leckerbissen locken. Ist Sophie eine Handaufzucht? Die meisten Handaufzuchten lieben den Handaufzuchtsbrei über alles, damit als Leckerbissen (zb auf einem Teelöffel angeboten) kannst du sie gut "bestechen" und locken.

Kannst du den Hund nicht aus dem Vogelzimmer aussperren? Wenn euer Hund den Vogel jagt kann das auch unter Aufsicht schnell schief gehen...

Ist eigentlich noch ein zweiter Papagei geplant? Wie du sicherlich weißt sind Graupapageien Schwarmvögel und zu zweit einfach glücklicher. Auch einer Handaufzucht kann ein Mensch den Vogelpartner nicht ersetzen.
 
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Gabi R.

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Hallo Cosili,

oh je, da haben wir ja schön was angerichtet. Die Sache mit dem Stock zum draufsteigen habe ich als aller erstes probiert, wollte sie aber nicht. Den Hund haben wir rausgesperrt, der hat vor der Türe getobt. Wir hatten vor Sophie eine Amazone, die leider gestorben ist. Da hat der Hund nicht so reagiert. Vielleicht weil er nach dem Papagei ins Haus kam. Karli, so hieß unsere Amazone, war nicht zahm, der hat sich auch nie vom Käfig entfernt, deshalb hat mich Sophies Verhalten auch irritiert. Sie saß nämlich auch auf der Lampe und hat begonnen das Kabel anzuknabbern. Das hat mir Sorgen gemacht. Leider haben wir sie mit der Hand eingefangen.
Es ist auf jeden Fall ein zweiter Papagei geplant. Ich wollte aber, dass Sophie sich zuerst eingewöhnt. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob wir einen zweiten Grauen oder eine Amazone dazu nehmen. Ich will aber auf keinen Fall eine Zucht. Das übersteigt unsere Kenntnisse. Was denkst du denn, verstehen sich Amazonen mit Grauen? Unser Züchter sagt, das wäre kein Problem. Sophie habe ich von einem anderen Züchter, der sie auch angekauft hat. Er hat behauptet sie sei eine Handaufzucht. Aber ich weiß nicht. Sie war davor auch noch auf einem anderen Platz, dort wurde sie abgegeben, weil die Besitzerin Stauballerie hatte. Ganz schön viel für einen Vogel von 9 Monaten. Aber ich wollte sie gerade deshalb.
Ist es also nicht schlimm, wenn sie über Nacht nicht im Käfig ist?
Ich weiß, viele Fragen, aber wir wollen ja jetzt nicht noch mehr Fehler machen.

Liebe Grüße
Gabi
 
Cosili

Cosili

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Bitte keine Amazone dazukaufen! Amazonen und Graupapageien sind sehr unterschiedlich. Sie kommen von verschiedenen Kontinenten, ihr ganzes Verhalten hat nicht viel gemeinsam. Der einzige geeignete Partner für Sophie wäre ein etwa gleichaltriger, gegengeschlechtlicher Graupapagei.

Unser Züchter sagt, das wäre kein Problem.
Solche Aussagen sind imho ein Grund den Züchter zu wechseln.

Ich will aber auf keinen Fall eine Zucht.
Ohne Nistkasten wird sich auch ein Graupapageienpärchen nicht fortpflanzen. Und wenn doch mal ein Ei auftauchen sollte, kann man das austauschen oder steril machen.

Ist es also nicht schlimm, wenn sie über Nacht nicht im Käfig ist?
Nein, solange das Zimmer vogelsicher ist. Wenn sie ein Kabel annagt wäre das natürlich nicht gerade ideal... Solche Gefahrenquellen solltest du "entschärfen".
Die meisten Papageien gehen nachts von selber in den Käfig, wenn sie ihn als Rückzugsort ansehen. Draußen verbringen wird sie vielleicht die erste Nacht, danach wird sie von selber in den Käfig gehen. Auch weil sie am Morgen Hunger haben wird.
Wichtig ist dass wenn sie tagsüber mal reingeht um zu fressen, nicht immer gleich die Tür zu schließen. Sonst merkt sie "wenn ich in den Käfig gehe werde ich sofort eingesperrt" und wird versuchen euch in der Hinsicht auszutricksen.
Er hat behauptet sie sei eine Handaufzucht.
Leider :(
Handaufzuchten haben auch Nachteile. Sowohl für den Vogel als auch für den Vogelhalter. Zb. neigen viele Handaufzuchten später, mit Eintritt der Geschlechtsreife, verstärkt zu Aggressionen Menschen gegenüber, zu Selbstrupfen, und sind schwieriger zu vergesellschaften. Es kommt natürlich auch darauf an ab wann das Küken damals aus dem Nest genommen wurde und ob es danach Kontakt zu Artgenossen hatte. Eine gute Sozialisation mit Artgenossen kann vieles wieder ausgleichen. Siehe auch hier: http://www.naturbrut.info/

Gerade deshalb solltet ihr nicht zu lange warten bis Sophie einen Artgenossen bekommt. Je später, desdo schwieriger wird es mit der Vergesellschaftung. Am besten wäre, Sophie könnte sich ihren Zukünftigen in einer Gruppe selbst aussuchen. Die Möglichkeit hat man leider nicht immer.
 
saloiv

saloiv

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Graupapageien sind sehr große Vögel und gute Flieger. Sie brauchen viel Platz. Wie groß ist der Käfig?
Um ihr und später den beiden ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, solltet ihr ein größeres Zimmer vogelsicher machen und den Käfig nur als Rückzugsort verwenden, denn ein Leben im Käfig mit täglichen Freiflug reicht Papageien nicht, sie bekommen Verhaltensstörungen und werden aggressiv.
Als Alternative währe noch eine Haltung in der Voliere möglich (entsprechend groß!).
 
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Gabi R.

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Hallo nochmal,

vielen Dank für eure Ratschläge. Das ist echt hilfreich. Dann werde ich mich mal auf die Suche nach einem jungen Graupapageien-Freund für Sophie machen. Sie war mit drei anderen Grauen in einer großen Volier, als ich sie geholt habe. Sie ist also an Artgenossen gewöhnt.
Zur Käfiggröße: Das ist eine ca.60 x 1,50 großer und ca 1,80m hoher Zimmervolier. Der ist nur als Rückzugsplatz gedacht. Ich möchte den beiden dann einen großen Freisitz im Zimmer machen. Und genaugenommen haben die beiden dann ca. 40 m2 Platz zum austoben.
Wir werden das ganze jetzt mal behutsam angehen. Vielen Dank für eure Hilfe.

Gabi
 
Cosili

Cosili

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Sie war mit drei anderen Grauen in einer großen Volier, als ich sie geholt habe. Sie ist also an Artgenossen gewöhnt.
War sie da vielleicht schon mit einem der anderen Grauen zusammen? Das wäre dann natürlich die beste Möglichkeit, auch weil Graue nicht jeden Partner akzeptieren.

Schön das die Vögel ein Vogelzimmer bekommen! :) Denn der Käfig ist wirklich etwas knapp.
 
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Gabi R.

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hallo Cosili,

Sophie hatte dort einen zweiten Grauen, angeblich auch eine Henne, aber die gibt der Züchter nicht her. Bin aber sicher, dass wir einen passenden Freund für Sophie finden.:roll:

liebe Grüße
Gabi
 
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