Hund hört draussen nicht

Diskutiere Hund hört draussen nicht im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich habe schon seit langer Zeit Probleme mit meinem Hund, wenn es darum geht mit ihm nach draussen zu gehen. Ich erzähle einfach mal den...
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AmyLee

AmyLee

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Hallo,

ich habe schon seit langer Zeit Probleme mit meinem Hund, wenn es darum geht mit ihm nach draussen zu gehen. Ich erzähle einfach mal den typischen Ablauf und danach, was ich schon alles versucht habe, damit es sich ändert.

Also, wenn er drin merkt, dass ich seine Leine nehme setzt er sich ganz lieb hin und wartet bis er angeleint ist und im Hausflus fängt es dann an. Er zieht total, so das man schon aufpassen muss, das
man nicht die Treppen runter stolpert. Draussen ist es dann ein Stück bis zum Park, den zieht er total und reagiert auf nichts, was man tut. Im Park angekommen zieht er nicht mehr ganz so doll, aber läuft einem immer wieder vor die Füße und wenn er einen Hund sieht, wo er dann mal nicht hin darf jault er leise. Zwischendurch leckt er immer wieder die Wiese ab. Macht er dies, weil andere Hunde da hin gemacht haben? Dann wenn er merkt, dass es wieder zurück geht zieht er immer weniger, auf dem Weg nach Hause läuft er dann so weit "Bei Fuß" ohne zu ziehen.

Ich habe es schon mit einem Halti versucht, am Anfang hilft es auch, nach ner Zeit zieht er aber auch damit und reibt sich die ganze Nase wund (kahle Stellen) deswegen habe ich es mit einem Halt aufgegeben, mit Leckerlies oder Spielzeug habe ich es auch versucht, doch auch das ist ohne Erfolg, da er sich überhaupt nicht dafür interessiert. Richtungswechsel habe ich auch schon gemacht, da zieht er dann nicht, wenn er merkt, dass ich die Richtung ändere, aber bei den "normalen" Gassigängen ist das nicht immer möglich.

Hat jemand noch eine Idee, was ich machen kann und was ich im Verhalten meinem Hund gegenüber ändern muss, damit er weiss, wie er an der Leine zu laufen hat? Ich bin echt ratlos.

Danke schon mal für eure Antworten.

AmyLee
 
18.04.2008
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Mimsel

Mimsel

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Leider schreibst du ja, dass auf "normalen" Spaziergängen für das Leinenführigkeitstraining nicht genug Zeit ist.
Leider ist aber nur absolute Konsequenz und Ausdauer der Weg zum Ziel. Man muss da am Ball bleiben, sonst wird das nichts. Meine Maus hat sich durch meine Nachlässigkeit angewöhnt immer das 4(!!!) Meter lange Stück vom Auto zum freilaufplatz zu ziehen. Glaub mir, wir haben schon ne Viertel Stunde für diesen Weg gebraucht, weil ich immer sofort wieder umdrehen musste :p Mit Gelduld und Spucke klappt es auch bei euch.

Lg
Marie
 
dogman

dogman

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Hallo,
Die Ablenkung draussen ist halt gross! Wie alt ist er den?
Halti hättest du dir sparen können, du musst an dem Gehorsam arbeiten und zwar konsequent, für dich würde sich eine Schleppleine eignen. Habt ihr vielleicht einen verein in der Nähe, wo du das bei "FUSSGEHEN" und die Grund -Kommandos erlernen und weitergeben kannst?
 
AmyLee

AmyLee

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Er ist nun 3 Jahre alt und das Verhalten hat er auch schon seit er Welpe ist, ich weiss, dass ich da nicht konsequent genug war.
Hm... Schleppleine, das sind diese 10-15m Leinen, die sich nicht so einrollen, oder? Wir haben einen Hundeverein in der Nähe eine Hundeschule gibt es nicht. Hab auch schon überlegt, ob ich eine Hundetrainerin zu uns nach Hause kommen lasse.
 
Geromina

Geromina

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Mit Geduld und Konsequenz schaffst du das ;) Wichtig ist, einen längeren Atem zu haben als der Hund.

Wenn er zieht, sofort umdrehen (Richtungswechsel), dann wieder in die gewünschte Richtung, sobald er nicht mehr zieht. Immer und immer wieder, auch wenns Zeit kostet und blöd aussieht ;)
Nils zieht immer mal wieder gern, wenn er merkt, dass es ins Feld geht. Er möchte unbedingt dahin. Aber das blöde Frauchen dreht immer und immer wieder um - und der Weg dauert ewig. Das ist Nils zu blöd und er zieht nicht mehr :p Inzwischen drehe ich höchstens ein oder zwei Mal um und gut ist, er weiß wieder, wie man ordentlich läuft.

Ein Aufmerksamkeitstraining in reizarmer Umgebung ist auch hilfreich, mit Schleppleine (gibts auch als 5m).
Die Ablenkung ist halt riesig für ihn, er kann sich nicht auf dich konzentrieren, hat es wohl nicht gelernt.

Wenn du nachgibst und ihm hinterher läufst, ist das kontraproduktiv, du bestätigst sein Ziehen. Warum sollte er neben dir laufen, wenn es so schneller geht??

Zu dem Ziehen im Hausflur: Ich würde die Leine nehmen, so tun, als ob es losginge. Sobald er anfängt zu ziehen, wieder zurück in die Wohnung. Pech gehabt, es geht nicht raus. Und das mehrmals am Tag!
Nils muss immer an der Tür sitzen und warten, bis ich die Lage gecheckt habe, da die Nachbarskatze gern Nils überfällt und ich gern darauf vorbereitet bin, wenn Nils sich so unbändig freut. Wenn er aufsteht, bevor ich das ok gegeben habe, ist die Tür schneller zu, als er gucken kann. Er hats kapiert, setzt sich freiwillig hin und wartet zu 99% zuverlässig.

Je länger du wartest, desto mehr verfestigt sich seine Unart. Fang am besten heute damit an! Sei konzequent, souverän und habe Geduld! Er wird sich nicht von heute auf Morgen ändern, aber langsam ;) Lobe ihn, wenn er etwas gut macht, wenn es auch nur kurz ist. Geh andere Wege, beschäftige dich mit ihm...

Du Schaffst das!
 
AmyLee

AmyLee

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Aber wenn ich das immer mit dem Richtungswechsel mache, dann zieht er halt in die andere Richtung, also es ist ihm egal,welche Richtung, hauptsache es geht schneller vorwärts.

@ mimsel ich meinte nicht, dass ich auf den "normalen" Spaziergängen keine Zeit dazu habe, es ist nur sehr schwierig, da ich lieber mit ihm im Feld lerne, als im Park (wir wohnen in der Innenstadt). Wenn es nicht regnet, gehe ich auch mal ins Feld und da ist es das gleiche, ich laufe etwa 15 min. zum Feld und er ist nur am Ziehen, meist nehme ich da auch meinen Freund mit, da es sehr anstrengend ist und man sich zu 2. gegenseitig motiviert und einen daran erinnert, wenn man nicht konsequent genug ist.
 
Fini

Fini

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Aber wenn ich das immer mit dem Richtungswechsel mache, dann zieht er halt in die andere Richtung, also es ist ihm egal,welche Richtung, hauptsache es geht schneller vorwärts.
Dann sorg dafür das er NICHT schneller vorwärts kommt! Und vor allem lass ihn nicht ziehend zu einem gut riechenden Fleck. Alles was dein Hund will ist, wie du selber schon festgestellt hast, so schnell wie möglich nach vorn zu gehen und interessante Gerüche erschnüffeln.
Dein Hund hat anscheinend gelernt das er durch das ziehen schneller ans Ziel kommt, also wird er immer wieder ziehen, weil es so gut klappt. Dreh doch den Spiess einfach um und mach genau das Gegenteil. Wenn er zieht bleibst du sofort stehen (wenn es schon mit dem Richtungswechsel nicht richtig hinhaut). Hängt die Leine locker kannst du weiter gehen, natürlich wird dein Hund sofort wieder ziehen ;) und dann bleibst du sofort wieder stehen! So machst du das die ganze Zeit bis er mal mitbekommt, das er schneller voran kommt, wenn er nicht zieht. Wichtig ist bei dieser Übung aber das du immer Konsequent bist! Mach da keine Ausnahmen, denn sonst kannst du dir das Training sparen. ;) Klar ist das anstrengend und kann nerven, aber da musst du durchhalten wenn du ihm das abgewöhnen willst.
Dein Hund soll lernen: Ziehen = langsam oder gar nicht voran kommen, und Normal laufen = ohne Probleme nach vorne kommen und das Ziel erreichen.
 
AmyLee

AmyLee

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Das mit dem stehn bleiben habe ich auch schon probiert, mein Hund setzt sich dann hin und wartet bis es weiter geht. Wie soll ich mich dann verhalten? Wenn ich ihn rufe dauert es auch seine Weile bis er mich dann mal anschaut :(

Manchmal denk ich echt, ich bin zu blöd ihm das bei zubringen. :uups:
 
E

ELTON

Guest
Hier gibt es doch schon einige Threads darüber.Lese dir die doch erst mal durch.Da wird bestimmt schon was passendes helfen.
 
Geromina

Geromina

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Das machte Nils auch, als er noch klein war: Sobald ich stehen blieb, setzte er sich, ging ich weiter, zog er wieder :eusa_doh:
Entweder du wartest, bis ihm das Sitzen zu doof ist und er von allein zu dir kommt (das dauert u.U. eine Ewigkeit)
oder du probierst es mit Richtungswechsel, was bei ihm auch nicht so zu klappen scheint. Ich würde das mit Richtungswechseln machen, da Nils im Sitzen eine längere Ausdauer hat, als ich mit Richtungswechseln :p
Also Hundi zieht, Richtung wechseln, Hundi zieht in andere Richtung, wieder Richtung wechseln usw.

Das kostet Zeit und vor allem Nerven. Aber wenn du ihm nachgibst, ihn ziehen lässt, wird er weiter ziehen. Du musst mit dem Training beginnen, sobald du das Haus verlässt, wenn nicht sogar schon vorher. Mach keine Ausnahmen! Wenn er zieht, SOFORT reagieren!

Wie Fini schon schrieb: Dein Hund soll lernen: Ziehen = langsam oder gar nicht voran kommen, und Normal laufen = ohne Probleme nach vorne kommen und das Ziel erreichen.

Verzweifel nicht, wenn es nicht sofort klappt und du 100 mal die Richtung änderst oder stehen bleibst. Es dauert, bis dein Hund ein AHA-Erlebnis hat. Aber er merkt dann endlich: Da ist wer am anderen Ende der Leine und der hat das Sagen, nicht ich! ;)
 
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