Leptospirose-Projekt des Robert Koch Instituts

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Chipi

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Hallo ihr!

Das Robert Koch Institut in Berlin arbeitet an einer Studie über Leptospirose, eine Krankheit, die u.a. durch Ratten übertragen werden kann (wer den
Bremer Notfall mitbekommen hat, weiß, wovon ich spreche). Derzeit werden Rattenhalter gesucht, die sich an dieser Studie beteiligen möchten - hier der Infotext dazu:
Achtung langes Posting, bitte trotzdem lesen, sehr wichtige Infos!

Zuerst mal eine Erklärung um was es eigentlich geht:
Einigen ist vielleicht schon bekannt, dass durch (Farb-)Ratten und (Farb-)Mäuse die Infektionskrankheit Leptospirose übertragen werden kann.

Leptospirose ist eine weltweit vorkommende Erkrankung, die durch Bakterien übertragen wird. Resovoir (also Überträger) der Leptospiren sind Nagetiere, vor allem Ratten und Mäuse.
Leptospirose kann man sich quasi auf jeder Wiese, über die man barfuss läuft und auf die vorher ein erkranktes Tier uriniert hat, einfangen. Die Bakterien dringen durch winzige Hautöffnungen/Verletzungen in den Körper ein und verursachen dort den Ausbruch der Krankheit.
Es gibt übrigends etwa 250 Leptospirosestämme, wovon aber nur 10 in Deutschland relevant sind.
Leptospirose verläuft in 90 % aller Fälle fast unbemerkt, wie ein leichter Schnupfen beim Menschen.
10 % aller Leptospirose Erkrankungen haben einen schweren Verlauf, infolge dessen der Betroffene im schlimmsten Fall sogar versterben kann.
Die Leptospiren sind ca. 5 Jahre im Blut des Infizierten nachweisbar, man ist in der Zeit gegen den durchgemachten Stamm immun kann alle anderen Leptospirosestämme aber weiter bekommen.

Wer sich genauer über die Krankheit belesen will, es gibt dazu verschiedene Ausarbeitungen vom RKI (Robert Koch Institut in Berlin)
http://www.rki.de/cln_049/nn_196658/DE/Content/InfAZ/L/Leptospirose/Leptospirose.html?__nnn=trueb

und vom Auswärtigen Amt
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Gesundheitsdienst/download/Leptospirose.pdf

Nach dieser kurzen Einführung nun zum eigentlichen Grund meines Postings

Das Robert Koch Institut in Berlin bekommt jeden bekannt gewordenen Fall einer Leptospirose Erkrankung bundesweit gemeldet, sammelt und wertet diese Daten aus.
Es wurden bereits Studien über eine mögliche Infektion mit Leptospiren mit sog. Risikoberufsgruppen gemacht (u.a. Jäger, Tierärzte, Kanalarbeiter).

Farbrattenhalter fielen bisher als Risikogruppe nicht ins Gewicht.
Das hat sich seit 2007 nun geändert, da verschiedene Erkrankungen gemeldet wurden (die erste Erkrankung die auf Farbratten zurückzuführen ist trat 1996 in München auf. Weitere Fälle waren: 2000 Kind in Darmstadt positiv- Eltern Farbrattenhalter, 2006 Rattenhalter in Berlin- alle 4 Farbratten positiv, 2007 1 Fall in Dresden und 1 Fall in Stuttgart, 2008 eine Frau in Dortmund positiv getestet.

So sprach uns (die Regionalgruppe Berlin vom VdRD e.V.) das Robert Koch Institut an ob wir als Rattenhalter uns an einer entsprechenden Studie beteiligen würden. Wir sagten zu und am 14.05.08 war die erste Infoveranstaltung zu diesem Thema in Berlin, auf der wir uns gegenseitig beschnuppern konnten und feststellen konnten ob die Sache wirklich Hintergrund hat.
Es hat unserer Meinung nach Hintergrund.

Das Ganze findet in Zusammenarbeit des Robert Koch Institut und des Bundesinstitutes für Seuchenforschung statt, drei Doktoren werden die Studie betreuen, leiten und auswerten.

Konkret geht es die nächsten 2 Monate um folgendes:
Das Robert Koch Institut wird einen Fragebogen erstellen für alle Farbrattenhalter die an der Studie teilnehmen wollen.
Sie werden Gelder aus stattlichen Mitteln für die Studie beantragen falls diese zustande kommen sollte (es sollten sich nämlich bundesweit mind. 300 Probanden finden!) um die Kosten für die Teilnehmer zu minimieren.

Ich werde also noch konkreter:
In den nächsten 2 Monaten geht es darum zu sammeln ob sich genug Farbrattenhalter bundesweit finden würden die bereit wären sich mittels Blutabnahme auf eine Leptospirose Erkrankung testen zu lassen.
Der Leiter der Untersuchung vom Robert Koch Institut wäre bereit zu drei Orten in Deutschland zu fahren und dort gesammelt Blutabnahmen zu machen, ein vierter Ort ist Berlin.
Die Daten werden anonym ausgewertet, wenn man jedoch infiziert ist bekommt man eine Nachricht vom Institut.
Wenn man infiziert ist kann man auch seine Tiere testen lassen (Blutentnahme an der Schwanzwurzel).
Die Untersuchungen werden für jeden Teilnehmer völlig kostenfrei sein!

Es wäre natürlich gut für uns alle, wenn die Studie zustande kommen würde (sich also genug Teilnehmer finden), deswegen werden wir alle Rattenforen/Vereine/Tierheime einbeziehen und auch die Rattenzüchter zu einer Teilnahme ermutigen.
Es geht hier einfach nur um eine sehr wichtige Datenerhebung für Farbrattenhalter.

Problem Fundtier:
Die größte Frage die sich dem geneigten Probanden und Rattenfreund aufwerfen wird ist wohl folgende: was ist im Fall einer positiven Testung, müssen meine Tiere eingeschläfert werden?
Klare Antwort: nein! Und das ist auch nicht Sinn und Zweck dieser Studie.
Die Tiere sind behandelbar (mit Antibiotikum) und nochmal- Leptosirose verläuft nur in sehr, sehr seltenen Fällen als schwerer Verlauf, in den meisten Fällen wird man den Unterschied zwischen einem kleinen Schnupfen und einer Leptospirose ohne Bluttest gar nicht ausfindig machen können.
Es soll einfach nur festgestellt werden ob eine Gefahr von Farbratten ausgeht.
Übrigends: die Untersuchungsergebnisse bei den Risikoberufsgruppen verliefen wohl bereits ohne nennenswerte Ergebnisse der negativen Art.

Aber; die Frage stellt sich für die meisten von uns: für ausgesetzte Farbratten ist die Gefahr sich am Urin infizierter Wildtiere ebenfalls zu infizieren (den Tieren merkt man die Erkrankung nicht an) ungleich höher. Wir fangen diese Tiere und vermitteln sie weiter. Welches Risiko besteht für die Einfänger, die Vermittler, die späteren Halter?
Wie können wir uns sinnvoll schützen um nicht zu erkranken?
Müssen wir (und die Tierheime) uns event. irgendwann die Untersuchungen für Fundtiere „ans Bein binden“ bevor wir sie unbedenklich weiter vermitteln können?
Wie gestaltet sich dies in Zukunft für die Tierheime?

An diesen Fragen und vor allem deren Aufklärung können wir alle jetzt mitarbeiten.

Folgendes zum weiteren Ablauf der nächsten 8 Wochen:
Zuerst werde ich (Susanne) sammeln wer Interesse an einer Teilnahme hätte.
Folgendermassen:
 Vor- und Nachname, Adresse und Postleitzahl, E-Mail Adresse
(die Mailadresse ist ganz wichtig, so kann ich eine Liste anlegen über die ich alle Interessierten ständig auf dem laufenden Halten kann)
 Region (bzw. nächste Großstadt) in die ihr fahren würdet um euch Blut abnehmen zu lassen
(bsp. Wohnort Mainz, Großstadt Frankfurt) -> das ist ganz wichtig um die 3 Großstädte einzugrenzen in denen gesammelte Blutabnahmen gemacht werden können.
 Anzahl der Ratten die ihr gerade haltet

Ich werde eine Exel Tabelle anlegen in der ich alle Daten sammeln werde. Zudem eine Mailingliste mit der ich alle Teilnehmer auf dem Laufenden halten kann.

Eure Fragen werde ich ebenfalls sammeln und wenn sich 10- 15 Fragen angesammelt haben diese als Zusammenfassung an den Leiter des RKI senden. Dessen Rückantwort werde ich dann wieder ins Forum einstellen.
Die Leiter der Studien haben ausdrücklich darum gebeten es so zu handhaben, da sie aus zeitlichen Gründen nicht auf alle Fragen einzeln eingehen können.

Es wird sicher auch möglich sein Blut beim Hausarzt abnehmen zu lassen und einschicken an das Robert Koch Institut. Genaue Angaben (wie viel ml, wohin usw.) dazu gibt es zu Beginn der Studie (nochmal: falls diese zustande kommt und sich genug Probanden finden lassen)

Postet eure Daten hier bitte aus Datenschutzgründen nicht öffentlich.
Ich habe mir extra für die Sammlung eurer Daten eine E-Mail Adresse eingerichtet:

[email protected]

Bitte schickt die Daten ausschließlich an diese eine Adresse!
Fragen können auch gerne hier im Thread gestellt und gesammelt werden, was ich bzw. andere beantworten können beantworten wir gerne, alles andere leite ich zu gebenden Zeitpunkt weiter.

Ich hoffe soweit erstmal klar gemacht zu haben um was es geht.
Zu lang darf das Posting ja auch nicht werden, sonst liest es keiner mehr .

Nur eins noch zum Abschluss: sollten sich nicht genug Probanden finden lassen bundesweit wird die Studie nicht zustande kommen, es tut mir dann leid für alle die Interessiert sind.
Ich denke, für die Zukunft könnten alle Rattenhalter, aber auch jeder, der im Tierschutz aktiv ist (z.B. im TH hilft, als Kontrolleur arbeitet etc.), von den Ergebnissen dieser Studie profitieren. Daher wäre es wichtig, daß sich so viele Rattenhalter wie möglich dazu bereit erklären, an dieser Studie teilzunehmen!

LG
Chipi
 
19.05.2008
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Guest

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Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
Chipi

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Ich hab mich angemeldet - tut nicht weh ;)

Bitte macht mit, das wäre wirklich wichtig! Es betrifft ja nicht nur Rattenhalter, sondern auch alle anderen, die z.B. in Tierheimen arbeiten und helfen und mit Kleintieren in Kontakt kommen. Auch denen wäre mit einer Studie, die konkrete Erkenntnisse liefert, geholfen.
 
little_bit

little_bit

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Hatte mich auch gleich heute Morgen angemeldet :D
 
Chipi

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Danke, Little Bit. Ich hoffe, daß genug Leute sich bereit erklären, mitzumachen, damit die Studie zustande kommt. Im Zweifelsfall würde ich mein Blut auch beim Hausarzt abnehmen und einschicken lassen, falls in München nicht getestet wird.
 
LovingBaby

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ich habe mich gestern auch angemeldet.
hoffe wirklich, dass genügend probanden gefunden werden.
aber eine frage habe ich ncoht (vllt stehts im text und ich habs nicht gesehn !? o_O):
und zwar, was für konsequenzen hätte denn das ergebnis der studie für rattenhalter und das allgemeine halen von farbratten, wenn es sich rausstellt, dass sie wirklich diese krankheit übertragen ?
 
Chipi

Chipi

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Ich kopier mal den Abschnitt aus dem Text:
Die größte Frage die sich dem geneigten Probanden und Rattenfreund aufwerfen wird ist wohl folgende: was ist im Fall einer positiven Testung, müssen meine Tiere eingeschläfert werden?
Klare Antwort: nein! Und das ist auch nicht Sinn und Zweck dieser Studie.
Die Tiere sind behandelbar (mit Antibiotikum) und nochmal- Leptosirose verläuft nur in sehr, sehr seltenen Fällen als schwerer Verlauf, in den meisten Fällen wird man den Unterschied zwischen einem kleinen Schnupfen und einer Leptospirose ohne Bluttest gar nicht ausfindig machen können.
Es soll einfach nur festgestellt werden ob eine Gefahr von Farbratten ausgeht.
Übrigends: die Untersuchungsergebnisse bei den Risikoberufsgruppen verliefen wohl bereits ohne nennenswerte Ergebnisse der negativen Art.

Aber; die Frage stellt sich für die meisten von uns: für ausgesetzte Farbratten ist die Gefahr sich am Urin infizierter Wildtiere ebenfalls zu infizieren (den Tieren merkt man die Erkrankung nicht an) ungleich höher. Wir fangen diese Tiere und vermitteln sie weiter. Welches Risiko besteht für die Einfänger, die Vermittler, die späteren Halter?
Wie können wir uns sinnvoll schützen um nicht zu erkranken?
Müssen wir (und die Tierheime) uns event. irgendwann die Untersuchungen für Fundtiere „ans Bein binden“ bevor wir sie unbedenklich weiter vermitteln können?
Wie gestaltet sich dies in Zukunft für die Tierheime?
 
LovingBaby

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ah kk danke chipi ^^

bin halt manchmal etwas blind :eusa_doh:
 
little_bit

little_bit

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Nichts zu danken. Finde ich sehr gut das sowas gemacht wird und hoffe das sich viele melden werden. Weisst du wieviele Leute gebraucht werden?

Im Zweifelsfall würde ich mein Blut auch beim Hausarzt abnehmen und einschicken lassen, falls in München nicht getestet wird.
Ich denke mal mit München hast du mehr Glück als ich mit Rhein Main Gebiet ;) aber egal, ich würde es auch selber einschicken
 
S

Susannebln

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Hallo zusammen,

da ich als zusätzlicher Ansprechpartner in allen Foren wo dieser Beitrag existiert auch präsent sein will- naja, da hab mich hier registriert. ;-)
Falls Fragen aufkommen so sammle ich diese aus allen möglichen Ecken zusammen und schicke sie als Katalog an den Dr. J. vom RKI der die Studie betreut und leitet.
Also fragt ruhig wenn ihr unsicher seit, was ich nicht beantworen kann, geht weiter.
Den ersten Fragenkatalog habe ich heute vollständig beantwortet vom RKI zugeschickt bekommen. Ich hoffe er klärt bereits viele Fragen auf.
Danke für eure Zusammenarbeit!

@litte_bit brauchen tun wir bundesweit etwa 300 Probanden, 37 haben sich in den ersten Tagen angemeldet.

Frage 1
Bei der Blutabnahme durch den Hausarzt:
Wieviel Blut müsste beim Hausarzt abgenommen werden, wie müsste es verschickt werden (Kostenfrage)?
Wird es durch den Hausarzt oder durch den Probanden privat versendet?
Fallen für die Blutabnahme beim Hausarzt weitere Kosten als die Praxisgebühr an?

Ein Serumrörhchen (ca. 5 ml) reichen; es sollte durch den Hausarzt als "Diagnostische Probe" verschickt werden, keinesfalls in der normalen Post. Die Kosten dafür sind gering (ca. 2 Euro). Die Kosten, die der Hausarzt für die Blutentnahme erhebt, sind sicher davon abhängig, wie gut man den Arzt kennt; eine Blutentnahme ohne Beratung nach Gebührenordnung kostet ansonsten 4,20 €. Der Leptospiren-Test selber kostet über 50€, ist für die Teilnehmer aber kostenlos.

Frage 2
Wie ist das wenn mehrere Personen in einem Haushalt leben? Reicht es wenn sich einer testen lässt, weil die Ansteckungsgefahr so hoch ist?

Nein. Das Ansteckungsgefahr hängt vom Umgang mit den Tieren ab und kann für jedes Familienmitglied sehr unterschiedlich sein. Man kann also nicht sagen, das alle Familienmitglieder negativ sind, wenn sich nur eines testen läßt.

Frage 3
Würden Leprospiren bei der Untersuchung von gespendetem Blutplasma auffallen?

Nein, danach wird nicht untersucht.

Frage 4
Wie wird bei einem positiven Bluttest weiter verfahren? Werden die Probanten dann befragt, ob sie Fundratten hatten, schon mal beim Einfangen geholfen haben, im Tierheim arbeiten, schon jahrelang Ratten halten, wo gar nicht mehr nachvollziehbar ist aus welcher Ecke die Erreger stammen?
Werden die Probanten also in Risikogruppen eingeteilt oder global geurteilt?

Um die möglichen Ursachen einer Infektion zu finden, müssen alle Risikofaktoren erfasst werden; es kann ja sein, dass alle positiv getesteten Probanden sich auf Auslandsreisen angesteckt haben, und nicht an einer Ratte; so würde man die Ratten zu Unrecht "beschuldigen". Um zu verhindern, dass zufällige und falsche Rückschlüsse gezogen werden, erhalten alle Probanden einen anonymen Fragebogen, der auch Fragen nach Arbeit, Einfangen von Ratten etc. enthält.

Frage 5
Wird ein positiv getesteter Halter verpflichtet seine Ratten ebenfalls testen zu lassen, oder bleibt ein Test bzw. kein Test der Ratten in jedem Falle eine freiwillige Entscheidung des Halters?
Wie würde sich eine Freiwilligkeit auf die richtigen Ergebnisse der Studie auswirken?

Der eigentliche Test ist anonym; das Labor kennt also weder Namen noch Anschrift der Probanden. Ich bin der einzige, der Namen und Ergebnis zusammenbringen kann; dass ist notwendig, da auch eine relativ frische Infektion gefunden werden kann, und ich dann in der (ärztlichen) Pflicht und Verantwortung stehe, den Probanden zu informieren. Ansonsten darf ich die Ergebnisse nur dem Probanden selbst mitteilen (oder einer von ihm benannten Person), von daher ist alles weitere freie Entscheidung des Probanden. Das Ergebnis wird weder den Gesundheits- noch den Veterinärbehörden gemeldet.

Frage 6
Wie steht es um die weitere mögliche Fehlerquelle bei langjährigen Rattenhaltern, dass die Ratten zwar gegebenenfalls "schuld sein" könnten, diese erkrankten Tiere aber nicht mehr im Haushalt wohnen?

Das ist möglich; allerdings verschwinden die Antikörper meist schon nach ca. 2 Jahren (maximal 5 Jahre).

Frage 7
Noch eine Frage für den Fall, dass der Proband positiv auf Leptospiren getestet wird und die Ratten dann auch getestet werden müssen:
Ist es möglich, dass meinen Ratten nicht sofort Blut abgenommen wird, sondern dass man nach deren Ableben (Dauer etwa 1-2 Jahre) eines der toten Tiere beim Robert-Koch-Institut einschickt, um sie dann auf Leptospiren testen zu lassen??

Ja, das ist möglich, aber nicht so sinnvoll; wenn die Ratte tatsächlich Leptospiren ausscheidet, stellt sie ja ein konstantes Infektionsrisiko dar...

lieben Gruß,
Susanne
 
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