Jakobskreuzkraut

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Lilu

Lilu

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Lese im Internet immer häufiger von der Gefahr, die vom Jakobskreuzkraut ausgeht! Habe
hier im Forum kein Thema zu gefunden!
Habt ihr in eurem Heu schon mal was gefunden (ob vom Bauern oder aus dem Zoohandel)? Und wenn, wie erkennt ihr das?
Möchte einfach wissen, wie hoch die Gefahr ist, "verseuchtes" Heu zu erwerben!
 
12.09.2008
#1
A

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Guest

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Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Das im Heu zu erkennen, ist denke ich sehr schwierig und genau darin liegt eben auch das Problem und im trockenen Zustand ist das Jakobskreuzkraut noch viel schlimmer als im Frischen. Da durch die Trocknung, der Frassschutz verloren geht und die Tiere nicht mehr erkennen, dass sie was giftiges fressen.
Auch kommt es zu keiner direkten Vergiftung, das Gift lagert sich in der Leber ein und es kommt ihrgendwann zu einer Lebervergiftung, an welcher die Tiere sterben.

Man kann nur hoffen, dass man eben sowas nicht im Heu hat. Für alle als Info: http://www.landwirtschaftskammer.de/fachangebot/ackerbau/gruenland/jakobskreuzkraut.htm
 
Lilu

Lilu

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Hui, laut deiner Seite reicht ja eine relativ geringe Dosis aus um ein so schweres Tier, wie ein Pferd oder eine Kuh, zu vergiften! Wie ist das dann erst bei so kleinen Tieren wie Meerschweinchen und Hasen (ich nehme an, Hasen essen auch Heu... ich habe noch nie einen gehabt, also kenn ich mich nicht aus!)
Ich habe auch gelesen, dass zur Bekämpfung noch nicht wirklich etwas unternommen wird! Stimmt das?
Ich hatte die Idee, alles aus dem Heu zu entfernen, was einen dickeren Stängel hat, als der durchschnittliche Heuhalm und auch alles was nach irgendeiner Blüte aussieht! Könnte das sinnvoll sein? Oder ist das zu paranoid von mir?
Gibt es irgendwelche Symptome, die auf eine Vergiftung der Leber hinweisen? Oder kommt für Schweinis dann eh schon jede Hilfe zu spät, da ja schon eine minimale Dosis ausreicht um sie komplett zu vergiften?
 
Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Wenn das Tier Anzeichen einer Lebertoxikose zeigt, ist soviel ich weiß nicht mehr viel zu helfen. Meerschweinchen zeigen gerade solche Beschwerden sowieso relativ spät. Hatte jetzt erst wieder den Fall bei einer Meerschweinchendame mit Zysten an Eierstöcken, Leber und kaputter Gebärmutter. Gewicht ziemlich gehalten und auf einmal nichts mehr gefressen, Not-OP usw. leider hatte sie es nicht mehr geschafft. :(

Du kannst dir natürlich die Mühe machen, aber wenn du die Bilder siehst auf der HP, es sind ja nicht nur dicke Stängel. Die Blätter können krümmelig im Heu liegen usw. Du würdest dich wirklich nur selbst damit verrückt machen.

Hm, in wieweit etwas gegen dieses Kraut unternommen wird, kann ich dir aber leider auch nicht sagen.
 
Lilu

Lilu

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Oh, wie furchtbar! Armes Meerschweinchen, armes Wildkaetzchen! Gab es vorher gar keine Anzeichen? Bei Missy (mein Meerschwein das wegen Fehldiagnose gestorben ist, ich hab das ja schon bei nem anderen Thema geschrieben: Fettauge/Bindehautentzündung) habe ich wenigstens gemerkt, dass es bergab ging, auch wenn ich nichts mehr tun konnte! So konnte ich mich schon ein wenig drauf einstellen, dass sie es vielleicht nicht schafft! Schlimm is es trotzdem gewesen! :(
 
Sawyer

Sawyer

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Hi,

in der Wikipedia gibt's ein Bild, wie das Zeug getrocknet aussehen kann. Ich würd mir allerdings auch nicht zutrauen, das im Heu wirklich zuverlässig zu erkennen...

Auf www.jacobskreuzkraut.de gibt's noch ein paar Infos zu dem Zeug, u.a. auch, was dagegen unternommen wird...

Auf der anderen Seite hab ich neulich erst die Info gelesen, dass nach Aussages eines Herrn Dr. Helmut Wiedenfeld vom Pharmazeutischen Institut der Uni Bonn das JKK für Meerschweinchen wohl ungefährlich sein soll - die Info wird anscheinend auch von der Landwirtschaftskammer NRW weitergegeben. Ich finde für diese Aussagen aber keine wissenschaftlichen schriftlichen Quellen und kann's selber natürlich nicht beurteilen...

Viele Grüße,
Sawyer

PS:
Hatte jetzt erst wieder den Fall bei einer Meerschweinchendame mit Zysten an Eierstöcken, Leber und kaputter Gebärmutter. Gewicht ziemlich gehalten und auf einmal nichts mehr gefressen, Not-OP usw. leider hatte sie es nicht mehr geschafft. :(
Fareesa? Hab's grad in deinem Blog gelesen, sowas heftiges aber auch...
 
Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Off-Topic
Jep, Fareesa. Sie hatte mittags sogar noch Leckerchen geholt usw. Ich konnte wirklich keine Anzeichen erkennen, die auf diesen erschreckenden Zustand hingedeutet hätten. Natürlich überleg ich mir die ganze Zeit, ob ich doch etwas hätte erkennen müssen :(


Hm, hast du eine Adresse von diesem herrn? Wäre ja mal interessant diesen anzuschreiben und wo hast du das gelesen, mit der Ungiftigkeit?
 
saloiv

saloiv

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Hm, ich habe dieses Kraut noch nie bei uns auf den Wiesen gesehen...
Am sichersten ist man wohl, wenn man eigenes Heu verfüttert oder von einem Bauern, dessen Weiden man kennt.

Ich finde diesen Artikel auch ganz interessant: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/533173/

Diesen Ausschnitt finde ich recht empfehlenswert:
Jakobskreuzkraut tritt auf Mähweiden bislang eher in kleinen Bezirken und konzentriert um die Mutterpflanze auf (Altpflanze gerät zum Aussamen, die Jungpflanzen findet man überwiegend im näheren Bereich).
Das bedeutet, dass der Großteil der Heuballen sauber ist, während in einigen Ballen durch das Aufpressen in Reihe der Anteil an Jakobskreuzkraut extrem hoch ist!
Quelle: http://www.jacobskreuzkraut.de/haeufig_gestellte_fragen.htm
 
Ronja11

Ronja11

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Das Kraut ist ein Teufelszeug. Auch wir haben auf den Weiden neuerdings damit zu kämpfen. Es sät sich von den Straßenrändern aus, da die dort jetzt vermehrt vorkommen. Das Zeug ist so fies, das Tier erkrankt nicht sofort, sondern die Gifte lagern sich in der Leber ab und verschwinden nicht sondern sammeln sich dort an, bis es zuviel ist.
Wenn Du Heu im Geschäft kaufst, geht kaum eine Gefahr aus. Ich kaufe Heu vom Bauern für unsere Pferde und Ziegen und nehme es auch für die Kleintiere. Aber bisher habe ich dort noch nichts entdeckt.
 
Wibi

Wibi

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Wie ist das dann erst bei so kleinen Tieren wie Meerschweinchen und Hasen (ich nehme an, Hasen essen auch Heu... ich habe noch nie einen gehabt, also kenn ich mich nicht aus!)
Off-Topic
Das Tier das du meinst heißt Kaninchen(Hasen werden nicht als Haustier gehalten) und frisst auch Heu. Die Ernährung sieht fast genauso wie bei Meeris aus ;)

Im Prinzip kann man dann ja nichts anderes mehr tun als zu hoffen... Schlimm.
 
Sawyer

Sawyer

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Ich finde für diese Aussagen aber keine wissenschaftlichen schriftlichen Quellen
So:

R. A. Swick, P. R. Cheeke, D. E. Goeger and D. R. Buhler
Alkaloids and Monocrotaline on Guinea Pigs
Effect of Dietary Senecio Jacobaea and Injected Senecio
J Anim Sci 1982. 55:1411-1416.


Volltext hier: http://jas.fass.org/cgi/reprint/55/6/1411?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&andorexactfulltext=and&searchid=1&FIRSTINDEX=0&sortspec=relevance&volume=55&firstpage=1411&resourcetype=HWCIT

The chronic toxicity of 10% dietary Senecio jacobaea (SJ) in guinea pigs was studied during a 365-d feeding trial. The SJ plant contains
hepatoxic pyrrolizidine alkaloids (PA). The chronic lethal dose (LD100) of SJ for guinea pigs was 1,264 g/kg initial body weight or 526% of initial body weight with an average survival time of 279 d. No mortality was observed in the controls. The LD100 and survival time were slightly, but not significantly, increased when 1% cysteine was included in the SJ diet. Histopathological examination of liver tissue from SJ-intoxicated guinea pigs revealed extensive megalocytosis, cytoplasmic and nuclear vacuolization,
biliary hyperplasia and periportal fibrosis. Centrilobular areas appeared spared from necrotic lesions. The toxicity of acutely administered (ip) PA was determined in another experiment. The PA monocrotaline was nontoxic
to guinea pigs at doses up to 1,000 mg/kg body weight, whereas jacobine and mixed SJ PA were highly toxic at doses ranging from 100 to 150 mg/kg body weight. These results indicate that guinea pigs are resistant to dietary SJ and vary in response to single ip doses of isolated PA.
Hier noch der Vergleich der tödlichen Dosis bei anderen Tieren:
In contrast, the chronic LD100 of SJ for rats consuming the
identical diet was 58% of initial body weight with an average survival of 50 d (Swick et al., 1979). In cattle, consumption of SJ equivalent to 5 to 20% of body weight is lethal (Bull et al., 1968). Thus, it is apparent that although guinea pigs are able to consume large amounts of SJ, they are not totally resistant to PA intoxication.
 
GiRu <3

GiRu <3

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huhu,
muss ich jetzt angst haben wenn ich heu verfüttere? :shock:
LG
 
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