Fixierung auf eine Person

Diskutiere Fixierung auf eine Person im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich bräuchte bitte mal den Rat erfahrener Hundeflüsterer. Seit Donnerstag letzter Woche habe ich eine fünfjährige Hundedame, die aus dem...
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luftmasche

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Hallo,

ich bräuchte bitte mal den Rat erfahrener Hundeflüsterer. Seit Donnerstag letzter Woche habe ich eine fünfjährige Hundedame, die aus dem Tierheim stammt. In ihrem früheren Leben hat sie sich als Straßenhund in Rumänien durchgeschlagen, entsprechend ängstlich ist sie.

Mittlerweile dürfen wir Dinge an ihr vorbeitragen, ohne dass sie Angst hat, wir würden sie auf sie werfen, wir dürfen auf sie zugehen ohne dass sie panisch ausweicht. In dem Maß, in dem sie Vertrauen fasst, hat sie sich an mich gehängt. Es ist gut und richtig so, ihre Fixierung geht aber so weit, dass sie Spaziergänge mit anderen Familienmitgliedern ablehnt. Auch wenn ich ihr diesbezüglich zurede, geht sie nur ein kleines Stück und weigert sich dann, weiterzugehen. Da hilft kein Locken und kein Leckerli, Rusty will dann umkehren und schauen, ob ich noch da bin. Meine 18jährige Tochter, die sich auf lange lange Spaziergänge eingestellt und gefreut hat, ist schon richtig frustriert. Habt ihr eine Idee, wie wir diesen Zustand verändern können?

Vielen Dank,
luftmasche
 
  • #1
A

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Guest
dogman

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Hallo luftmasche,
zuersteinmal ist es nicht schlimm wenn der Hund sich eine Bezugsperson gesucht hat und dahin das Vertrauen aufbaut. Es ist auch ziemlich normal für einen Hund mit schlechter Erfahrung sich an eine Person zu klammern erstmal. Da eure Hündin erst ein paar Tage bei euch ist, ist es wichtig, dass sie sich aklimatisieren kann. Ich würde ab sofort erstmal deine Tochter mitnehmen und alles mit ihr gemeinsam machen, sodas eure Dame sieht, aha, da ist ja auch noch eine zweite Vertrauensperson.
Alles in Allem, müsst ihr einfach Geduld haben und die sachen langsam angehen! Stetig steigern und die Hündin nicht Überfordern.
 
luftmasche

luftmasche

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Danke dogman!

Ich wollte ja auch nicht undankbar und ungeduldig erscheinen. Die kleine Maus hat solche Fortschritte gemacht in den letzten Tagen, das ist sensationell. Mir hat nur meine Tochter so leid getan. Die verzweifelt schon fast. Gemeinsame Spaziergänge haben wir selbstverständlich unternommen, ich habe auch darauf geachtet, dass besondere Leckerchen zuhause, z. B. Ochsenziemer, auch mal von meiner Tochter gereicht werden, um das Vertrauen zu stärken.

Morgen muss ich leider arbeiten, einen Tag in der Woche bin ich außer Haus. Meine Tochter bleibt morgen zuhause, jetzt hoffen wir natürlich, dass Rusty dann nicht den ganzen Tag vor der Tür liegt und auf mich wartet :?. Ich weiß, dass das doof ist, aber es lässt sich leider nicht ändern, Dienst ist Dienst. Vielleicht ist es aber der Situation sogar ein wenig zuträglich, wenn meine Große morgen den ganzen Tag für sie da ist?

Liebe Grüße,
luftmasche
 
E

ELTON

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Gehe mal ruhig von ein paar Wochen aus.Der Vertrauensaufbau dauert halt ein wenig.
Aber mach dir mal keinen Kopp,wenn du nicht da bist und deine Tochter den Tag für den Hund da ist.Wenn sie dir am Abend erzählt,wie es war,wirst du ihr bestimmt nicht glauben.Das wird schon gut gehen.
 
B

Briana

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Ich schließe mich da meinen Vorrednern an, das dauert schon ne Weile aber im großen und ganzen hat sie ja schon wahnsinnigen Fortschritt gezeigt.

So wie es Dogman schreibt würd ich es auch machen, beziehe deine Tochter in die gemeinsamen Spaziergänge mit ein, es dauert nicht lange und der Hund merkt, das man auch Deiner Tochter vertrauen kann, aber eins muss ganz bewusst sein, ihre Vertrauensperson bist und bleibst nun Du.
Aber ich denke ja mal, das Ihr schon froh seid, wenn Deine Tochter mit ihr Spazieren gehen kann, gelle?

Hab Geduld und Spucke und der Hund wird es euch auf ewig Danken.

Vielleicht nähern sich die zwei morgen ja ein bisschen an, im Prinzip find ich das noch nicht mal so schlecht!

Ich wünsche viel Glück!

Und herzlich Willkommen im Forum!
 
luftmasche

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Na, das macht doch schon mal Mut, danke Euch!

Das Komische ist, mit meiner Vierzehnjährigen geht sie ganz anders um. Bei ihr kehrt sie nicht um, mit ihr hat sie sich das erste Mal getraut, die Treppe hochzugehen (macht sie aber nur, wenn wir das wollen, sonst bleibt sie im EG - was ich sehr ok finde) und diese ist diejenige, die sie täglich bürstet.

Ich finde es praktisch, dass wir (relativ) viele sind, denn unser Leben ist auch recht bewegt und so ist der Hund nicht alleine, wenn mal jemand (ich) nicht da ist. Hoffentlich fühlt sie sich morgen nicht verlassen.
Auf der Festplatte dieses Hundes ist noch ganz schön viel Negatives, das wir überschreiben müssen...

Liebe Grüße,
luftmasche
 
dogman

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Auf der Festplatte dieses Hundes ist noch ganz schön viel Negatives, das wir überschreiben müssen...
schön gesagt, und da kein FormatC: möglich ist, kann man nur überschreiben;) Viel Erfolg bei eurem Vorhaben und habt Geduld ;)
 
Ronja11

Ronja11

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Das gleiche hatten wir mit unserem Goofy, ein bischen ist es auch noch heute so, z. B. er lag bei mir (ich bin z. Zt. krank) und mein Mann wollte in den Stall und holte die Hunde, Goofy kommt erst mit, dreht dann schnell um und kommt zu mir, läßt sich aber dann wieder holen. Früher ging da gar nichts.
Erst als mein Mann Urlaub hatte und ich arbeitete, wurde es besser, Goofy merkte, ach der ist ja auch ganz nett und geht ansonsten problemlos mit ihm. Nutzt die Chance, dass Du arbeiten bist, Euer Hund gewöhnt sich dadurch auch mehr an die Tochter.
 
Crissi

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Das Komische ist, mit meiner Vierzehnjährigen geht sie ganz anders um. Bei ihr kehrt sie nicht um, mit ihr hat sie sich das erste Mal getraut, die Treppe hochzugehen (macht sie aber nur, wenn wir das wollen, sonst bleibt sie im EG - was ich sehr ok finde) und diese ist diejenige, die sie täglich bürstet.

...was die Unbekümmertheit der Jugend doch an Vorteilen bringt!

Mach dir keinen dicken Kopf. Das hört sich doch alles ganz gut an! Ihr macht das schon.
Geb den Beiden die Chance zu lernen, deiner Hündin UND deiner Tochter.
Geduld ist eine Tugend!
 
B

Briana

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Hallo Luftmasche

dann berichte uns heut abend mal wie der Tag verlaufen ist!
Ich finde auch es hört sich alles Prima an.. und manchmal haben Kinder noch ganz anderen Draht zu Hunden wie Erwachsene...
 
luftmasche

luftmasche

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Huhu,

ja, es hat alles prima geklappt. Ich war den ganzen Tag fahrig und unkonzentriert, musste immer dran denken, wie es ihr wohl gerade geht, aber meine Tochter stand ihr ja gut bei. Sie hat sich den ganzen Tag bei ihr aufgehalten. Anfangs lag der Hund an der Tür, um gleich mitzubekommen, wenn ich wieder reinkomme, ist aber dann auch mit meiner Tochter spazieren gegangen. Allerdings weigert sie sich, mit ihr in den Wald zu gehen, sie will lieber an den Straßen entlang. Das verstehe ich nicht.

Meint ihr, sie macht das, um keinen anderen Hunden zu begegnen? Vor denen hat sie nämlich noch schrecklich Angst und die Begegnungen fanden bislang immer im Wald statt...

Ansonsten macht sie weiter Schritt für Schritt in die richtige Richtung, ich durfte gerade eben schon staubsaugen, sie hat sich zwar in den Gang verkrümelt, als ich das Wohnzimmer gesaugt habe, aber mit gespitzten Ohren beobachtet, was ich da (singend und pfeifend) mache. Das ist schon eine Riesen-Entwicklung! Beim ersten Mal wäre sie am liebsten durch die geschlossene Terassentür geflüchtet.

Liebe Grüße,
luftmasche
 
Ronja11

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Das hört sich doch gut an. Wie ich sagte, wenn Du erst mal aus dem Haus bist, wird das was!
 
B

Briana

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Meint ihr, sie macht das, um keinen anderen Hunden zu begegnen? Vor denen hat sie nämlich noch schrecklich Angst und die Begegnungen fanden bislang immer im Wald statt...

Erstmal super das gestern alles gut geklappt hat, freut mich riesig für euch!
Das mit dem Wald und den Hunden kann schon so sein... lass sie erst mal Sicherheit kriegen und dann geht sie auch mit Deiner Tochter in den Wald, wenn das Vertrauen erst mal ganz da ist kommt alles von alleine.

Ihr macht doch super Tolle Vortschritte !
 
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