Tieren helfen - mit Herz und Verstand

Diskutiere Tieren helfen - mit Herz und Verstand im Tierhilfe Forum Forum im Bereich Tier Ecke; Liebe User, ich möchte aus aktuellem Anlass ein wichtiges Thema zur Sprache bringen. Wir alle sind hier, weil wir Tiere mögen und uns ihr...
Chipi

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Liebe User,

ich möchte aus aktuellem Anlass ein wichtiges Thema zur Sprache bringen. Wir alle sind hier, weil wir Tiere mögen und uns ihr Wohlergehen und ihre artgerechte Haltung am Herzen liegt. Wenn ein einzeln gehaltenes Rudel-/Gruppen-/Herden-/Schwarmtier durch Aufklärung und Vermittlung ein oder mehrere Partner bekommt, ist das natürlich genau richtig.

Dennoch ist es wichtig, daß wir alle uns unserer persönlichen Grenzen in der Tierhaltung bewußt sind. Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, wird man immer auf Tiere stoßen, die nicht artgerecht gehalten werden, die unsere Hilfe brauchen.
Es
ist aber nicht sinnvoll und auch nicht im Sinne der Tiere, die bei uns leben oder ein Zuhause finden sollen, wenn wir unsere persönlichen Kapazitäten übersteigen - sei es, was Platz, Zeit oder finanzielle Möglichkeiten anbelangt.

Es ist eine traurige, nichtsdestoweniger unbestreitbare Tatsache: man kann nicht alle Tiere retten. Leider. Aber wir sind es den Tieren, die bereits bei uns leben, schuldig, daß wir nicht mehr Tiere aufnehmen, als wir bewältigen können. Im Zweifelsfall heißt das, daß man auch mal "nein" sagen muß, so schwer das auch fallen mag. Tut man dies nicht, überschreitet man hier dauerhaft und massiv seine Kapazitäten, so schadet man damit mehr als man nützt. Nicht wenige Tiermessis haben so angefangen, indem sie der Meinung waren, alles, was ging, "retten" zu müssen.
Ehe ihr ein oder mehrere Tiere aufnehmt, stellt euch die Frage: kann ich den Mehraufwand bewältigen? Kann ich allen Tieren die nötige tiermedizinische Versorgung zukommen lassen? Kann ich allen Tieren den nötigen Auslauf, die nötige Zeit widmen?
Es kann niemals sinnvoll sein, Tiere aufzunehmen und dann nicht zu wissen, wohin. Selbst Pflegestellen und Auffangstationen haben ihre Grenzen - und Privatpersonen nicht minder. Es spricht nichts dagegen, Tiere zur Pflege aufzunehmen und sie weiterzuvermitteln - doch selbst für Pflegetiere muß man seine persönlichen Grenzen kennen. Keine seriöse Pflegestelle wird Tiere aufnehmen in dem Wissen, daß der Aufwand nicht zu bewältigen ist!

Ehe ihr also eueren Tierbestand über die Maßen aufstockt - und ich weiß, die Versuchung ist manchmal groß - überlegt euch gut, wo euere persönlichen Grenzen sind, bis zu deren erreichen ihr allen Tieren in euerer Obhut ein angemessenes Leben bieten könnt.
 
28.10.2008
#1
A

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Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
C

Caro48

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Hallo Chipi,
ein sehr guter Beitrag und Aufruf, den jeder beherzigen und verstehen sollte!
Wie du schon anmerktest müssen Tierfreunde (und auch solche die sich so nennen) einen klaren Kopf behalten, wenn es um Tieranschaffungen geht. Oftmals passiert es, dass sich dabei viele übernehmen und aus dem gutgemeinten Tierhaushalt wird das pure Chaos.
Viele sehen nur diesen Moment, wenn ihnen ein Tier gefällt und sie es unbedingt haben müssen. Das Gehirn wird ausgeschaltet und nur das eigene Interesse ist wichtig.
Genauso ist es, wenn jemand einem Tier helfen will, weil es in Not geraten ist und Hilfe benötigt.
Selbstverständlich ehrt das denjenigen, wenn sein Herz auf dem rechten Fleck ist.
Unsere Devise sollte dabei immer sein - Helfen mit Herz und Verstand-, es sollte dabei aber immer das richtige Verhältnis an erster Stelle stehen. Am besten wäre es wenn man dabei 49 % Herz hat und 51 % Verstand.
Sehr junge Tierfreunde lassen sich oft von ihren Emotionen lenken und ehe sie sich versehen, gibt es Probleme. Am besten sollte man sich gut informieren und Rat bei erfahrenen Tierfreunden einholen. Auch muss man mit Kritik gut umgehen und einsichtig sein können.
Bei älteren "Tierfreunden" habe ich oft genug erlebt, dass sie Tieren "helfen" wollen in dem sie sich die eigene Hütte mit allem Möglichen an Getier zu sammeln um aus ihrer eigenen Vereinsamung herauszukommen, was aber ein fataler Fehler ist, weil das nichts mit sozialem Status zu tun hat, sondern durch die auftretenden Schwierigkeiten, die Menschen noch mehr vereinsamen und sich der Gesellschaft verschliessen.
Dann gibt es leider auch solche "Tierfreunde" die wegen mangelnder Anerkennung durch die Gesellschaft anfangen, sich auf hilfebedürftige Tiere zu stürzen um mit ihren Heldentaten rumzuprotzen. Ich finde es ganz schlimm, wenn solche Tierschützer, Tiere benutzen um sich so noch einmal profilieren zu können, eine Bühne suchen um im Theater des Lebens noch eine Rolle zu ergattern, weil man sie sonst nicht mehr bemerken würde.
Entweder ich tue etwas aus Überzeugung und lenke meine Energien dorthin wo sie benötigt werden oder ich lasse es gänzlich, wenn schon die ganze Welt merkt, dass da etwas nicht zusammenpasst.

LG, Caro
 
Ronja11

Ronja11

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Du hast mir aus dem Herzen geschrieben. Auch ich habe zum Teil solche "Restposten" aufgenommen. Sie wurden ohne Überlegung angeschafft, keine Ahnung, keine Zeit, kein Geld. Die Tiere waren zum Teil im Übelsten Zustand. Oft bekomme ich solche auch übern Zaun geschmissen. Ich kann natürlich auch nicht alle behalten und melde es dem Tierheim. Oder das Tierheim meldet sich bei mir, wieder ein Tier, Tierheim total überfüllt..... Na, so hilft man sich gegenseitig. Vor 2 Jahren hat das Tierheim hier aus einer 60 m2 Wohnung 120 Katzen rausgeholt! Viele Inzuchtkatzen waren dabei. Da bin ich nur sprachlos.
 
Chipi

Chipi

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Vor 2 Jahren hat das Tierheim hier aus einer 60 m2 Wohnung 120 Katzen rausgeholt!
Letztes Jahr hatten wir aus ca. 41 m² um die 450 Ratten - das mag man sich dann gar nicht mehr vorstellen. Das Problem ist einfach oft, daß es als gutgemeinte Geste anfängt und dann aus dem Ruder läuft. So viele, vielleicht noch gemischtgeschlechtliche Tiere verantwortungsvoll unterzubringen ist eine Aufgabe, die man einfach nicht unterschätzen darf, denn wenn es schiefgeht, dann meist gründlich, und am Ende ist derjenige, der helfen wollte, selbst ein Fall, dem dringend geholfen werden muß, weil er/sie die Kontrolle verloren hat. Und damit ist dann definitiv niemandem mehr geholfen.
 
Ronja11

Ronja11

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Wir hatten im Nachbardorf aus so eine Frau, selber sehr alt, Krebskrank, aber sie hortete alles... Pferde, Schafe, Hunde, Katzen und und.... Was denen oft auffällt: Sie haben keinerlei Kontrolle mehr... die Tiere vermehren sich wie verrückt, die Umstände werden immer schlimmer, doch die Leute sehen es nicht und wollen sich auch nicht helfen lassen. Sie sagte auch: Sie liebt ihre Tiere, sie haben es gut bei ihr. Nur die Tierleichen die überall rum lagen....
 
D

Dawn

Guest
Animal Hording, googelt mal danach, das ist ne Krankheit, die ist in Amerika mittlerweile anerkannt
 
Chipi

Chipi

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Schon klar, Dawn ;) trotzdem kann man nicht oft genug darauf hinweisen, daß das eben nicht als klar erkennbare Krankheit anfängt, sondern eben aus "Helfenwollen" ausufert. Daher ist es umso wichtiger, sich bevor man (weitere) Tiere aufnimmt zu überlegen, ob man denen tatsächlich gerecht werden kann.
 
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Dawn

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weiß ich doch Chipi, wollts nur mal angemerkt haben...
 
M

Mikki

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DANKE CHIPI - sehr guter Thread!

Aus gegebenen Anlass schreibe ich es gleich hier mit dazu.

Bitte bitte, gebt keine medikamentösen Behandlungstipps mit einer Dosierung an Besitzern von kranken Tieren weiter, wenn Ihr quasi Nichts über das Tier wisst!!!! Nur weil es bei Eurem Tier geholfen hat, heißt das noch lange nicht, dass es für ein anderes Tier genau das Richtige ist!

Man sollte mindestens wissen, welche Dosierung bei welcher Tierart und Größe/Gewicht üblich ist, was für Nebenwirkungen auftreten können und ob es sich mit anderen Medikamenten überhaupt verträgt!

Ansonsten lasst es bitte, denn ohne das nötige Hintergrundwissen ist es keine Hilfe.

Off-Topic
Ich schreibe hier nicht umsonst oftmals halbe Romane... Ich will nur, dass der Hilfesuchende nach meinem besten Wissen und Gewissen meine bestmöglichste Hilfe bekommt. Wenn ich mir unsicher bin, dann schreibe ich es dazu, dass man lieber Nachfragen sollte oder ich antworte darauf erst gar nicht.


LG Mikki
 
C

Caro48

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Zum Thema Behandlungstipps wie Mikki es hier , Gott sei Dank endlich einmal angeschrieben hat, möchte ich noch hinweisen, dass außer einem Tierarzt keinem gestattet ist, Behandlungen und medikamentöse Indikationen weiter zu geben.
Laien können Erfahrungen anregen und weitergeben zur Info aber Behandlungen und Medikationen obliegen einem TA!
Ich habe oft genug hier lesen müssen, dass mit Gaben von Medikamenten nur so um sich herum"geworfen" wurde ohne über Risiken und Nebenwirkungen nachzudenken.
Der Tierfreundetreff ist eine Informationsplattform aber keine Sammelstelle für Tierbesitzer die schnell und kostengünstig oder gar für umsonst Hilfe für erkrankte Tiere zu bekommen versuchen.
LG, Caro
 
Chipi

Chipi

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Da habt ihr absolut recht - es kann jedoch hin und wieder sinnvoll sein, Dosierungsempfehlungen weiterzugeben, nämlich genau dann, wenn man weiß, daß der TA unrecht hatte. Das kommt leider immer mal vor, weil auch TÄ sich verrechnen können oder sich irren, und der eine oder andere merkt sich vielleicht auch mal eine Angabe nicht ganz richtig (und wenn ein Medikament z.B. nachweislich für das Gewicht zu gering dosiert ist, muß man nachhaken). Allerdings darf es sich dann nur um eine Empfehlung handeln, die mit dem Tierarzt abgesprochen werden muß! Eigenmächtig sollte niemals medikamentiert oder eine Dosis verändert werden.

Allgemein gesprochen bin ich ebenfalls völlig dagegen, Infos zur Selbstmedikation weiterzugeben, daher findet man bei meinen Medikamentenangaben im Rattenwiki auch keinerlei Dosierungsanleitungen. Wenn es im Einzelfall augenscheinlich ist, daß dem Tierhalter z.B. eine falsche Dosis berechnet wurde, sollte man ihn darauf ansprechen - allerdings immer mit dem Verweis, diesbezüglich seinen Tierarzt zu konsultieren! Man kann Tips geben, auf welche Medikamente man seinen Tierarzt ansprechen kann, aber eine Behandlung muß immer mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden. Im Einzelfall kann das, wenn ihr und das Tier bekannt seid, mit einem Telefonanruf erledigt sein, aber Rücksprache mit einem Tierarzt ist unbedingt erforderlich.

Aber wo wir schon beim Thema sind: jeder Tierhalter sollte sich angewöhnen, beim TA-Besuch genau nach den Namen und der nötigen Dosierung der Medikamente zu fragen. Es kommt leider immer wieder zu Fragen wie "ich hab so gelbe Tabletten bekommen, wie muß ich die geben?".
Idealerweise sollte es so sein, daß der Tierarzt die benötigten Medikamente mit dem Namen beschriftet, sofern sie nicht in der Originalpackung abgegeben werden, und die Dosierung vermerkt. Einige Tierärzte tun dies vielleicht nicht von selber oder vergessen es - dann fragt nach! Das kann überlebenswichtig für euer Tier sein, z.B. wenn euer Tierarzt Urlaub hat und ihr zu einem anderen gehen müsst oder wenn ihr am Wochenende in die Notaufnahme fahren und angeben müsst, welche Medikamente das Tier bekommt.
Hier nachzufragen bedeutet nicht, daß ihr den Tierarzt nervt oder stört oder irgendwie seine Kompetenz in Zweifel zieht, so etwas gehört zu seinen Aufgaben. Wenn ihr von euerem Arzt Medikamente verschrieben bekommt, wollt ihr schließlich auch wissen, was ihr nehmt, wogegen es sein soll und wie oft man es einzunehmen hat.
Wenn ihr mehrere Tiere habt, die öfter behandelt werden, denn führt Buch darüber, welches Tier wann welche Medis bekommen hat, am besten noch mit der Angabe der Dosierung und dem Gewicht des Tieres. Der verschreibende Tierarzt hat diese Angaben zwar auch gespeichert, aber es kann euch immer mal passieren, daß ihr einen anderen Tierarzt konsultieren müsst oder wollt.
 
Chipi

Chipi

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Da die Weihnachtszeit vor der Tür steht und damit wohl in Kürze wieder jede Menge "unpassender" Weihnachtsgeschenke zu vermitteln sein werden, möchte ich nochmal an mein Anliegen in diesem Thread erinnern.

Es ist nicht sinnvoll und auch nicht im Sinne der Tiere, die bei uns leben oder ein Zuhause finden sollen, wenn wir unsere persönlichen Kapazitäten übersteigen - sei es, was Platz, Zeit oder finanzielle Möglichkeiten anbelangt.

Es ist eine traurige, nichtsdestoweniger unbestreitbare Tatsache: man kann nicht alle Tiere retten. Leider. Aber wir sind es den Tieren, die bereits bei uns leben, schuldig, daß wir nicht mehr Tiere aufnehmen, als wir bewältigen können. Im Zweifelsfall heißt das, daß man auch mal "nein" sagen muß, so schwer das auch fallen mag. Tut man dies nicht, überschreitet man hier dauerhaft und massiv seine Kapazitäten, so schadet man damit mehr als man nützt. Nicht wenige Tiermessis haben so angefangen, indem sie der Meinung waren, alles, was ging, "retten" zu müssen.

Ehe ihr ein oder mehrere Tiere aufnehmt, stellt euch bitte folgende Fragen:

Kann ich den Mehraufwand bewältigen?
Kann ich allen Tieren die nötige tiermedizinische Versorgung zukommen lassen?
Kann ich allen Tieren den nötigen Auslauf, die nötige Zeit widmen?
Ist meine eigene Zukunft (Arbeit, Wohnung etc.) über die durchschnittliche Lebensdauer der Tiere gesichert?


Überlegt euch, wo euere persönlichen Grenzen sind, bis zu deren Erreichen ihr allen Tieren in euerer Obhut ein angemessenes Leben bieten könnt.
 
Wussel

Wussel

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Ich wollte nur mal Anmerken das ich das Thema internessant finde und das es mir geholfen hat eine wichtige Entscheidung zu treffen.
 
Sunrise93

Sunrise93

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Du hast Recht.
Viele Menschen überschätzen sich und werden zu wahren Messis. Sie merken nicht, dass sie den Tieren damit mehr schaden als helfen.
Man sollte sich VORHER überlegen, ob man genügend Platz, Zeit und Geld hat und nicht erst hinterher.
 
adeline

adeline

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Ich hatte ja auch meine Katzenbande und es wurden immer mehr, auch wenn ich hin und wieder dachte bis hierher und nicht weiter, wurden mir vom Nachbarn halbtote Katzenkinder gebracht, die so erbarmungswürdig waren, das ich doch wieder "ja" gesagt habe.....so stockte sich das alles bis zu dreißig Katzen auf.
Gesunde Katzenkinder im trennungsfähigen alter von ca. 12 Wochen gab ich in gute Hände oder über unseren Verein ab, aber die älteren, wurden kastriert und blieben auf Wunsch unseres Vereins bei uns, da die kapazität der Ausläufe für Katzen schon bald über grenzbereich war.
Es ist wirklich schön, soviele Katzen sozial miteinander Umgehen zu sehen, aber leicht und nur immer ein Zuckerschlecken ist es nicht.

So pflichte ich der Themstarterin also absolut bei....
 
AnmalsInNeed

AnmalsInNeed

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ANIMAL RANGER [Arbeitstitel]

Hallo und Servus, :D

ich begrüße alle Tierfreunde hier in diesem Forum und freue mich, hier zu sein. Ich selbst setzte mich schon seit Jahren für misshandelte Tiere ein. Wo ich gehe und wo ich stehe ist demnach mein "Hauptquartier". Oft erlebe ich, dass ich Tierhalter sehe (meist mit Hunden), die gar übel mit dem Tier umspringen. Oft habe ich den Halter darauf angesprochen, und dies immer höflich aber bestimmt. Doch ich erntete wenig Verständnis, gab aber nicht auf. In dem einen oder anderen Fall konnte ich etwas erreichen, aber meistens hieß es - Das geht Sie gar nichts an - Ich kann machen was ich will. Das ist mir leider zu wenig und ich weiß, dass ich keine direkte und autorisierte Handhabe besitze um gezielt einschreiten zu können. Einem Besitzer das Tier abnehmen z.B. wenn es wiederholt nicht gut behandelt wird. So kam mir die Idee in den Sinn, ANIMAL RANGER ins Leben zu rufen, die autorisiert sind, adhoc einzugreifen und wenn es notwendig ist, den Besitzern zu verdeutlichen, dass ihnen das Tier an Ort und Stelle abgenommen wird. Darüber hinaus denke ich auch an eine Punktevergebung, die je nach Vergehen hoch oder niedrig sein kann. Der Höchststand ist noch offen. Aber ähnlich wie beim Führerschein.


Selbstverständlich besitzt der Animal Ranger einen Ausweis, der ihn autorisiert, zu handeln. Zurzeit versuche ich, über einen Schauspieler (Tierfreund) dieses Projekt ins Leben zu rufen. Ichw eiß, dass ich mich erst am Anfang befinde, aber ich werde alles daran setzen, dieses Projekt zum Laufen zu bringen. Hierzu bin ich auch bereit, meine künstlersichen Fähigkeiten (Gitarre u. Gesang, Comedy) einzusetzen.


Bis zum heutigen Tag habe ich weit über 100 misshandelte Tiere retten können, von denen noch viele leben. In diesem Zusammenhang will ich auch das Halternetzwerk ausbauen.


Kleines Beispiel: Um einigen misshandelten Hund über die kalten Tage ein warmes NEST zu bauen, habe ich sehr viel von meiner Wohnung investiert. Auch von dem wenigen Geld, das ich zur Verfügung habe, besorgte ich Futter und Medizin. Denn nicht alle Tiere können in den Wohnungen leben. Aber sie haben jetzt alle eine trockenen und angenehmen Platz. Auch wechsle ich Decken regelmäßig und wasche sie.

Das wollte hier einmal erzählen. euch noch einen schönen Tag. Liebe Grüße von Carlo

 
Mariama

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Hallo Carlo,

herzlich willkommen im Tierforum. :D Schön, dass du dich um Tiere in Not kümmerst; es gibt leider viel zu viele davon.

So kam mir die Idee in den Sinn, ANIMAL RANGER ins Leben zu rufen, die autorisiert sind, adhoc einzugreifen und wenn es notwendig ist, den Besitzern zu verdeutlichen, dass ihnen das Tier an Ort und Stelle abgenommen wird. Darüber hinaus denke ich auch an eine Punktevergebung, die je nach Vergehen hoch oder niedrig sein kann. Der Höchststand ist noch offen. Aber ähnlich wie beim Führerschein.
Ich kann deinen Wunsch nachvollziehen und wünsche mir auch eine Verschärfung des deutschen Tierschutzgesetzes, allerdings müsste die von dir angedachte Organisation vom Gesetzgeber autorisiert werden.
 
Chipi

Chipi

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Autorisiert um in der gewünschten Art einzugreifen sind ausschließlich Polizei, Ordnungsamt, VetAmt, bzw. Tierschutzinspektoren und Aktive in entsprechend zuständigen Tierschutzvereinen in Abstimmung und Kooperation - wenn nötig - mit den vorgenannten Instanzen. Alles andere ist hierzulande ungesetzlich.

Wenn du seit Jahren im Tierschutz aktiv bist, sollten dir diese gesetzlichen Rahmenbedingungen aber eigentlich bekannt sein, ebenso daß dein Plan eben entsprechend nicht realisierbar ist.
Was du unter 'Animal Ranger' subsummierst, ist das, was man landläufig unter 'Tierschutzinspektoren' versteht. Warum wirst du denn da nicht für einen entsprechenden Tierschutzverein tätig? Dann könntest du genau das umsetzen, was du beschreibst, nur rechtlich abgesichert und einwandfrei.
 
AnmalsInNeed

AnmalsInNeed

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Guten Tag, Herr / Frau?

danke schön. Nun. Hätte ich mich auf den Tierschutz verlassen, würden einige meiner geretteten Tiere nicht mehr leben. Soviel zum Tierschutz. Was nun mein Projekt ANIMAL RANGER betrifft, so sei gesagt. Ich kenne den Begriff NICHT REALSIERBAR nicht. Genau so wenig wie AUFGEBEN oder sonstige Begriffe dieser negativen Art.

Übrigens. Gerade gestern habe ich zwei Tieren das Leben gerettet. Eines davon war dem Tode nahe. Ich möchte an dieser Stelle nicht erwähnen, wie lange es gedauert hat, bis vom Tierschutz eine Reaktion gekommen ist. Da wollte ich den Tieren zu liebe nun doch nicht länger warten. Ich hoffe nur, dass das eine Tier überlebt. Aber ich bin positiver Dinge.

Animal Ranger - Wir werden es schaffen. Ich wünsche noch einen schönen Tag. Carlo

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo Mariama, guten Tag,

vielen Dank für deinen herzlichen Empfang. Selbstverständlich werden wir uns nach allen Seiten absichern. Aber diese Organisation werden wir von einer ganz
publikumswirksamen Seite her aufziehen. Breits streuen so dass die Aufmerksamkeit gegeben ist. Schön Menschen zus ehen, die wie du so viel Herz für Tiere haben.
Wie z.B. deinen süßen Vögel. Ein namhafter Tierfreund sagte einmal:" Es gibt Augenblicke, da möchte ich eine Katze oder ein Hund sein. Aber meistens
will ich ihr Schutzschild sein."

In diesem Sinne dir und deinen gefiderten Freunden ein schönes Wochenende. Carlo
 
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