was für eine Spinne war das

Diskutiere was für eine Spinne war das im Spinnen Forum Forum im Bereich Terraristik & Aquaristik; Hallo, letztens ist mir beim Graspflücken für meine Meerschweinchen im Garten eine furchtbar gruslige Spinne begegnet. Ich weiß zwar, dass es in...
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april

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Hallo,

letztens ist mir beim Graspflücken für meine Meerschweinchen im Garten eine furchtbar gruslige Spinne begegnet. Ich weiß zwar, dass es in Deutchland keine giftigen Spinnen gibt, nur manchmal bin ich
mir nicht so sicher, ob das auch wirklich stimmt. Ich trau mich gar nicht mehr dort hinzugehen :(

Also die Spinne war:
vorne schwarz, das Hinterteil war grellrot mit schwarzen Punkten oder eine schwarzen Mellierung, die Beine waren gestreift und irgendwie sah die pelzig aus,die Größe kann ich leider nicht wirklich objektiv einschätzen, in meinen Augen sind alle Spinnen rießig.

Ein Foto habe ich nicht gemacht, ich war da eher mit schreien beschäftigt.
Was war das für eine Spinne? Ist sie giftig? Kann sie beißen? Kommen davon noch mehr im Garten vor?
 
29.10.2008
#1
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Guest

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cybie

cybie

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Du hast wahrscheinlich eine seltene Spinne gefunden und zwar eine männliche Röhrenspinne:

wikipedia.org/wiki/Röhrenspinnen

Röhrenspinne im Natur Lexikon


Eigentlich würde ich dich beglückwünschen, aber ich glaube, du magst sie eher nicht, oder? :mrgreen: Kannst du mir sagen, in welcher Region du wohnst? Mich interessiert das immer sehr, wo Spinnen immer so auftauchen.

Du musst aber keine Angst haben. Spinnen beißen nur, wenn man sie direkt aggressiv ärgern würde (z. B. mit dem Finger direkt vor ihren Klauen herumfuchteln und sie anstupsen), meist flüchten sie lieber. Am aggressivsten sind Spinnen meist, wenn sie ihre Kokons bewachen.

Diese Art von Spinne wird selten gefunden, weil sie sich in der Erde vergräbt und kleine Höhlen baut.
 
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april

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ui also ganz mutig hab ich mir nun das Bild angeschaut...und ja das war sie *fürcht*
Ich wohne im östlichen Thüringen. An die riesen Kreuzspinnen vor meinem Fenster hab ich mich ja langsam gewöhnt, aber die hat mir echt richtig Angst gemacht. Ich wußte gar nicht, dass es seltene Spinnen gibt :eusa_think: .

Vielleicht kann ich ja doch gleich noch eine Frage los werden : Gibt es in Deutschland Spinnen, die einem Meerschweinchen gefährlich werden können?
 
cybie

cybie

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Also ich habe noch nie von einer Spinne gehört, die ein größeres Säugetier beißt. :eusa_think: Es gibt die Dornfinger in Deutschland, die sind giftiger als andere Spinnen. Bei Menschen treten Übelkeit und Fieber auf, sind aber nicht tötlich. Wie das bei Tieren ist, weiß ich aber nicht. :silence:
 
A

april

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Hab vielen Dank. In dem Naturlexikon steht bei dem Dornfinger aber auch, dass er Hunde und Katzen "angreift" :eusa_eh:
 
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birdeater

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Hab vielen Dank. In dem Naturlexikon steht bei dem Dornfinger aber auch, dass er Hunde und Katzen "angreift" :eusa_eh:
Das ist natürlich Mist, eine Spinne wird niemals ein Wirbeltier "angreifen", max. sich verteidigen. Sprich die Ursache setzt der Hund oder die Katze.

Die Wahrscheinlichkeit, daß der Dornfinger das Fell der Katze und des Hundes durchdringt ist ein vielfaches Unwahrscheinlicher, als ein erfolgreicher Biß beim Menschen - und selbst diese kommen nur sehr selten vor. Selbst für Hunde und Katzen ist das Gift des Dornfingers nicht lebensgefährlich.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, daß die Produktion des Giftes sehr Energieaufwendig ist und die Spinnen mit ihren Resourcen sehr sorgfältig umgehen. Bei Abwehrbissen wird oftmals gar kein Gift (trockener Biß) oder nur geringe Mengen des Giftes injeziert. Darauf kann man sich zwar nicht 100 %ig verlassen.

Das "angreifen" ist daher schon Mist, weil die Spinne einfach von ihren ihren Fähigkeiten, die Umwelt wahrzunehmen, sehr eingeschränkt ist.

Spinnen können nur sehr schlecht sehen, Selbst wenn man die Spinnen mit den am besten ausgeprägten Augen betrachtet. Die "besten" Augen haben unter den Spinnen die Springspinnen. Man schätzt, daß sie erste Reize erst ab einer Entfernung von 30 - 40 cm wahrnehmen können. Das muß man sich vorstellen wie ein Schatten, der vorbeihuscht. Die Spinne reagiert noch nicht einmal aktiv auf diese Reize. Die erste Reaktion zeigt die Springspinne, wenn sich das Beutetier bis auf ca. 20 cm angenähert hat, dann wendet sie sich aktiv dem Beutetier zu. Mit dem Zuwenden kommen die Hauptaugen der Springspinne ins Spiel, und das Objekt wird fixiert. Die Spinne ist noch nicht in der Lage auf diese Entfernung Formen wahrzunehmen. Das echte Formensehen ist erst ab einer Entfernung von 8 bis 10 cm möglich. Erst hier kann die Springspinne unterscheiden, ob es sich um ein Beutetier oder z.B. einen Artgenossen handelt. Und erst ab hier wird quasi entschieden, ob das Objekt verfolgt wird, oder nicht. Daraus kann man schließen, daß die visuelle Wahrnehmung auf einen Radius von 20 cm beschränkt ist. Der Angriff auf das Beutetier findet im übrigen erst auf eine Entfernung von 1,5 cm statt.

Dabei lasse ich mal völlig außer Betracht, daß die Spinne nur auf kleine Bewegungsreize reagieren kann, also ein sich bewegendes Beutetier, sagen wir mal eine Heuschrecke z.B.
Der Hund und die Katze oder auch der Mensch sind dagegen ein viel zu großer Reiz, diesen kann die Spinne nicht wirklich wahrnehmen.

Will die Spinne daher sein Umfeld, welches sie aktiv wahrnehmen kann vergrößern, muß sie sich der möglichen Hilfsmittel bedienen, z.B. Netze bauen, oder Signalfäden ziehen.

Die tropische Seidenspinne baut Netze mit einem Durchmesser von bis zu 2 Metern. Selbst wenn man ihr gleiche Sehfähigkeiten wie die der Springspinne zurechnen würde, so würde sie dadurch ihr Wahrnehmungsumfeld gigantisch vergrößern. Radnetzspinnen haben aber bekanntlich noch viel schlechtere Augen und sind überhaupt nicht in der Lage Formen zu erkennen. Bei denen erstreckt sich die Sicht auf Hell und Dunkel.

Also rein, aus der Biologie der Spinnen ist es nicht möglich, daß die Spinne den Hund angreifen wird. Der Hund (oder was auch immer) muß in das Microbiotop der Spinne eindringen und diese wird wahrscheinlich auch erst bei Kontakt (Berührung) sich zur Wehr setzen.

LG Guido
 
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april

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Also muss ich keine Sorgen um meine Meerschweinchen haben. :D
Ich danke dir für deine Antwort, ich laß mir da wohl sehr leicht Angst machen, wenn es um Spinnen geht.
 
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birdeater

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Also muss ich keine Sorgen um meine Meerschweinchen haben. :D
Ich danke dir für deine Antwort, ich laß mir da wohl sehr leicht Angst machen, wenn es um Spinnen geht.
Nein, definitiv nicht!

Beispiel: Das Gift einer Vogelspinne würde nicht einmal ausreichen, ein Meerschweinchen zu killen, maximal einwenig zu benebeln.

Jetzt könnte man behaupten, das das Gift der Vogelspinnen auch nicht gerade sehr intensiv ist. Die Vogelspinne macht das aber mit den wesentlich größeren Giftmengen wieder wett.

Nein wirklich, unsere Haustiere haben vor den Spinnen absolut nichts zu befürchten. Wirbeltiere gehören definitiv nicht in das Beuteschema unserer einheimischen Spinnenfauna, nicht einmal ansatzweise.

So wird das Gift des Ammendornfingers (Cheiracanthium punctorium) in der Presse völlig übertrieben dargestellt und die Aggressivität der Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana) ist bei weitem nicht so schlimm, wie geschildert.

LG Guido
 
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april

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Danke, das beruhigt mich nun wirklich :D

Über die Kräuseljagdspinne habe ich schon mal etwas gelesen, in dem Artikel stand, dass ihr Biss innerhalb von 20 Minuten oder so zum Tod führen würde :eusa_think: Also doch nur eine Panikmache?
 
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birdeater

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Das ist wirklich ausgemachter Leim. Zwei schweizer Arachnologen haben sich mit der Thematik befasst und sich von ihr beißen lassen. Die beschriebenen Symptome waren vergleichbar mit Wespenstichen, starkes Brennen, lokales Taubheitsgefühl, Rötung.

Ich habe Zoropsis spinimana im Terrarium und kann sagen, daß auch die in Zeitungen beschriebene Agressivität nicht der Fall ist.

LG Guido
 
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april

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Also doch nur Panikmache. Oh man warum tun die Medien denn soerwas? Das vergrößert die Angst von Menschen, wie mir doch nur :x

Dann hab ich gleich mal noch eine Frage, weil Du ja selbst die Wesepenstiche ins Spiel gebracht hast, auch wenn du damit nicht das Gift gemeint hast.

Ich bin gegen Stiche von Wespen, Bienen und Hornissen, der Arzt meinte damals (also es ist schon fast 20 Jahre her), dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich dann auch auf das Gift diverser Spinnen allergisch reagiere super hoch wäre und das ich eben nie in Sommerbekleidung in den Wald dürfte und bei jedem Spinnenbiss sofort zum Arzt müsste. Ich habe im Internet niemals etwas darüber gefunden und hielt das auch immer für Schwachsinn. Aber wenn ich schon mal auf Spinnenkundige Menschen treffe, hatte der Arzt recht oder war es albern, was er da meinte?
 
B

birdeater

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Also, wenn ich dies jetzt richtig deute, bist du allergisch auf Wespen, Hornissen etc.

Das kann man natürlich nicht 100 %ig auf Spinnen übertragen, das hängt davon ab, auf welche Bestandteile des Giftes du allergisch reagierst. Die Gifte sind ja wirklich hochkomplexe Verbindungen und kein Gift ist wie das andere. Es gibt sicherlich Fälle, wo sich die Allergie sowohl bei Wespen, als auch bei Spinnen bemerkbar machen kann.
Ich gehe davon aus, daß dies als Vorsichtsmaßnahme von Deinem Arzt angedacht war.

Wenn er zu einen Arztbesuch rät, muß ja die Wirkung doch schon recht heftig sein.

Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Ich habe täglich Kontakt mit Spinnen, vor allem einheimsiche Spinnen, aber auch Vogelspinnen pflege ich und mich hat in den vielen Jahren noch niemals eine Spinne gebissen. Dafür habe ich nicht mitgezählt, wie oft ich von Wespen gestochen wurde, aber da bin ich quasi jedes Jahr Mode.

Der Hinweis als lange Kleidung im Wald ist überflüssig, denn Spinnen sind allgegenwärtig, du müßtest also immer lange Kleidung tragen.
Bei Wespen ist es ja genau so, die können überall auftauchen.

Und Wespen sind ja so richtig bescheuert. Ich wollte voriges Jahr eine Wespe beobachten und hab sie ganz ruhig auf meinen Arm setzen lassen. Ich saß ganz still da, die Wespe landete auf meinem Arm, drehte sich einmal im Kreis und stach beherzt zu, völlig unmotiviert.

Wie wirkt sich denn bei Dir ein Wespenstich aus? Ist ja auch von Allergiker zu Allergiker anders. *neugierig bin*

LG Guido
 
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april

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Ich war noch klein als mich das letzte Mail eine Wespe stach. Die Stelle des Einstiches schwoll unglaublich an und überall an meinem Körper bildeten sich kleine Bläschen. Irgendwann wurde mir schlecht und ich bekam keine Luft mehr, dann war mein Bewußtsein weg und ich befand mich im Krankenhaus. Nach Aussagen meiner Mutter wurde ich in meinem Leben bereits 4 mal gestochen und es endete 4 mal mit Bewußtlosigkeit und Krankenhaus.
 
B

birdeater

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Bei einem derartigen Verlauf der Allergie würde ich auf einen mutwilligen Test vielleicht auch verzichten und zumindest die Gefahrenprognose des Arztes nicht aus dem Hinterkopf verlieren.

Gibt es bei Wespenstichen eigentlich die Möglichkeit der Sensibilisierung??? Wie z.B. bei Heuschnupfen???

Das ist natürlich schon ein wesentlicher Einschnitt ins Leben. Hier muß man dann wirklich aufpassen, daß man sich das Leben nicht noch schwerer macht, indem man Phobien entwickelt.

LG Guido
 
A

april

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Ja diese Möglichkeit gibt es, aber es ist eine sehr langwierige und kostenintensive Behandlung.
Meine Panik vor diesen Tieren hält sich allerdings in Grenzen...schlimmer ist es bei Spinnen.
 
A

april

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Jetzt macht ihr mir echt Angst...aber ich schau ja schon ständig und überall, ob irgendwo Wespen, Bienen, Hornissen oder Spinnen sind...so lange sich die Tiere nicht in meiner Wohnung aufhalten ist es kein Drama...aber nun kommt zum Glück ersteinmal der Winter :D
 
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Exodaris

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Wenn ich das hier so verfolge kann ich ja echt glücklich sein in meinen 30 Jahren noch nie von ner Wespe gestochen worden zu sein;)
 
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TinkerbellNemo

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Boah hab ich jetzt nen Klos im Hals, hätte ich das Bild bloß nicht angeguckt ( das wird wieder eine alptraum nacht )......Wirklich gruselig...
 
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