Rotbraune Punkte. Milben?

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Robin77

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Ja, ich weiss...ich und meine Milbenpanik :)

Also Folgendes:

Es geht um die beiden Ratten, die ich vor 3 Tagen zu mir genommen habe.
Mit der einen war ich ja beim Tiararzt (wegen einer Wunde).
Da die Tiere sehr schlechtes Fell haben (ungepflegt, struppig, "strähnig"), fragte ich ihn auch, ob er eventuell Milben haben könne, aber der Tierartzt antwortete gleich, er habe keine.

Ich bin allerdings sehr skeptisch, denn der TA hat sich die Ratte nicht einmal von nahem richtig angeschaut. Ich musste sie lediglich einmal kurz hochheben, so daß er einen Blick auf die Wunde werfen konnte und das war´s dann unersuchungstechnisch auch schon.

Später zu Hause habe ich der Ratte mal unter hellem Licht gegen den Strich durchs Fell gestreicht und "unter" dem Fell, also nahe der Haut und an den Fellansätzen hat sie sehr viele winzige rotbraune Pünktchen.

Heute kam ich auf die Idee, wie ich mir diese Pünktchen mal genauer anschauen könnte und so habe ich ein weisses Blatt Papier genommen, die Ratte darüber gehalten und einige Male gegen den Strich gestreichelt. Eine ganze Menge dieser "Pünktchen" sind dadurch auf das Papier gefallen und ich konnte sie mir genauer anschauen. Allerdings sind sie viel zu klein, als daß ich sagen könnte, ob es sich um Parasiten handelt.

Ich habe die Pünktchen ein Wenig beobachtet, um zu sehen, ob sie sich bewegen, aber das tun sie nicht (vielleicht ist es nichts lebendiges, oder vielleicht habe ich bloss "Leichen" aus dem Fell geholt?). Was könnten das für Pünktchen sein? Einige sind stecknadelspitzenklein und wenige andere einen winzigen Tick grösser (vielleicht etwa wie 1/2 Sandkorn). Farblich würde ich sie am ehesten als dunkelorange, oder rotbraun beschreiben.

Im Moment möchte ich eigentlich den Ratten so viel Ruhe wie möglich gönnen, damit sie sich erholen können und nicht mit Ihnen von Tierarzt zu Tierarzt rennen, auf daß ich irgendwann mal einen finde, der zumindest Interesse zeigt (seit mein Lieblingstierarzt nicht mehr da ist, habe ich irgendwie noch keinen gefunden, der nicht mein Misstrauen erregte...).

Hat jemand eine Idee, was es mit den Pünktchen auf sich haben könnte?
Kommt vielleich jemand aus HH und weiss zufällig einen richtig guten Tierarzt in HH-Harburg, oder Umkreis, der sich mit Ratten auskennt (und nicht schon beim reinkommen diesen "Ungeziefer"-Blick aufsetzt)?
 
Chipi

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Hatten wir nicht vor kurzem so ein Thema? :eusa_think: rotbraune Pünktchen können immer auf blutsaugende Parasiten hindeuten, welche das sind, muß man unter dem Mikroskop feststellen. Entweder also die Ratten ab zum TA, oder selber wie du es gemacht hast eine Probe nehmen (dann allerdings am besten mit Tesa aus dem Fell) und vom TA untersuchen lassen.

Ich schick dir per PN eine TA-Empfehlung aus unserer Liste; weitere TA-Empfehlungen bitte auch nur per PN, damit wir nicht mit dem Werbeverbot für TÄ kollidieren.
 
Robin77

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Hi, danke für den Tipp.

Ja, vor etwa 2 Monaten war schonmal ein ähnliches Problem mit den beiden (damals gehörten sie aber ja noch nicht mir und ich konnte nicht 100% auf alles ein Auge haben). Diese "Pünktchen" schauen allerdings farblich anders aus. Wäre echt schön, mal wieder einen TA zu finden, zu dem ich mehr als 1x gehe, also bei dem ich auch das Gefühl habe, er kümmert sich um die Tiere.

Werde wohl "Ratte 2" stellvertretend für beide mitnehmen. Bin knapp 1 Std. unterwegs bis dahin und das möchte ich der verletzten jetzt nicht zumuten. Vielleicht weiss auch noch jemand einen guten, der dichter dran ist (bitte per PN - s.o.)?

Wie kann es sein, daß so kurze Zeit später wieder so ein Problem auftritt? Kann das vielleicht durchs Futter kommen (vielleicht gleiches Futter weitergefüttert und erneut ausgebrochen), oder durch die Umgebung (irgendwo verkrochen und später wieder die Tiere befallen), oder vielleicht beim letzten Mal nicht alle gestorben und sich wieder vermehrt?

Will möglichst alle "Gefahren" ausgrenzen, damit so etwas nicht alle paar Monate wieder passiert.
Wie gesagt, diesmal sehen sie zwar anders aus, aber vielleicht sind´s ja doch die gleichen, nur in einem anderen Entwicklungsstadium, oder so??
Egal, so, oder so, morgen nachmittag geht´s zum TA, aber trozdem wüsste ich gern, wie ich einem erneuten Ausbruch dann vorbeugen kann (meine hatten das Problem noch nie...).

In welchem Umkreis sollte ich den Käfigstandort mit reinigen?
 
Chipi

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Du kannst keine parasitenfreie Umgebung herstellen, das geht nicht (genau wie man nicht in einem Reinraum leben kann). Tiere, die in gutem gesundheitlichen Zustand sind, stecken das aber weg, das stört nicht weiter. Aber die beiden, die bei deinem Mitbewohner waren, sind eben gesundheitlich in keinem guten Zustand - keine ausreichende Pflege, kein ausreichendes Futter etc. Und dann ist eben das Immunsystem nicht stark genug.

Über besonderen Reinigungsmaßnahmen müsste man nur bei speziellen Parasiten nachdenken, z.B. die rote Vogelmilbe oder Grabmilben. Auch Haarlinge sind resistenter, da sie nicht auf Blut vom Wirt angewiesen sind. Klassische blutsaugende Parasiten (und das sind die, die man als rotbraune Pünktchen wahrnimmt, die Farbe kommt ja durch das gesaugte Blut) sind relativ unproblematisch, da reicht während der Behandlungszeit (+/- 6 Wochen) eine etwas gründlichere Käfigreinigung (besonderes Augenmerkt auf Ritzen/Fugen). Wenn der Verdacht besteht, daß Streu oder Heu oder dergleichen Schuld sein könnten, ist dieses natürlich entweder einzufrieren oder zu entsorgen. Naturholzgegenstände sollte man ebenfalls ausbacken, Stoffsachen heiß waschen.
 
Robin77

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Hm. Du schreibst, Behandlungszeit ca. 6 Wochen.
Vielleicht lag da beim letzten Mal der Fehler? Ich sollte in den Nacken tropfen und das nach 1 Woche noch einmal wiederholen. Von einer längeren Behandlung hatte er nichts gesagt. Kann es sein, daß sie sich deshalb wieder ausgebreitet haben?

Muss nochmal kurz nachbohren (ja ich weiss, immer muss ich rumnerven und alles ganz genau wissen :)):
Angenommen ein kerngesundes Tier wird von solchen Pünktchen angekrabbelt, dann stört sie das nicht weiter und es wird auch in der Regel nicht zum Problem, richtig?
Wo ist aber für den Parasit an sich der Unterschied? Also, warum vermehren sie sich auf gesunden Tieren nicht so, oder bleiben nicht drauf, auf "angeschlagenen" aber doch? Werden sie, oder die Eier von gesunden Tieren beim putzen einfach mit aus dem Fell geputzt und bei kränklichen Tieren eher nicht? Wie muss ich mir das vorstellen?
 
Chipi

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So ungefähr... beim fitten, gesunden Tier kommt es erst gar nicht zu einem Befall in signifikanter Höhe, daher sind in einem Rudel oft augenscheinlich nur 1-2 Tiere betroffen (Kratzen, sichtbarer Befall etc.). Die anderen kommen ja mit den Parasiten genauso in Kontakt, aber die stört das nicht weiter.
Bei einigen Tierarten, z.B. Meeris, wird das dann generell so gehandhabt, daß tatsächlich nur das sichtbar befallene Tier behandelt wird. Bei Mäusen und Ratten macht man das tatsächlich anders, da wird das gesamte Rudel behandelt. Ob das nicht auch anders ginge bzw. welche Methode die "sinnvollere" ist, ist ein ewiges Diskussionsthema. Im Zweifelsfall bleibt man dann eben bei der bewährten, was bei Ratten bedeutet: ganzes Rudel behandeln. Andernfalls könnte es sein, daß das jeweils geschwächte Tier erneut befallen wird und ein zweites Mal der Behandlung mit Nervengift (nichts anderes sind Antiparasitika) ausgesetzt werden muß.

In welchem Zyklus man die Behandlung wiederholen muß, hängt vom Parasit selber und dem gewählten Medikament ab. Es muß jeder mögliche Parasit rechnerisch zumindest einmal im adulten Stadium "erwischt" worden sein, was bei einem zugrundeliegenden Lebenszyklus von 2-6 Wochen bei den gängigen Parasitenarten eben eine Gesamtbehandlungszeit von 6 Wochen ergibt.
Wie gesagt: der TA muß feststellen, um welche Parasiten es sich handelt, danach errechnet sich die Behandlungszeit.
 
Robin77

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O.K., das leuchtet ein. Welche Art es genau ist, weiss ich dann ja (bleibt zumindest zu hoffen, daß sich der TA mal die Mühe macht, sich ein Mikroskop zu schnappen :) morgen.

Da ich mich aber (zumindest nicht ausschliesslich) darauf verlassen will, was er mir dann erzählt: Wie sind so die Erfahrungen? Also im Bezug auf VG.
Habe mich zwar noch nicht entschieden, wahrscheilich werde ich erstmal versuchen zu vermitteln, aber für den Fall, daß ich mich für einen VG-Versuch mit meinen entscheide: Wann könnte man "gefahrenlos" mit so einem Versuch beginnen? Kann man ab einem bestimmten Zeitpunkt sagen, das Problem ist erledigt, oder besteht immer die Gefahr, daß "etwas" doch überlebt hat und ein neuer Ausbruch (also kein richtig "neuer", sondern einer aufgrund der "alten Plage") stattfindet. Gibt es Indizien, dies frühzeitig zu erkennen, oder muss man sich letztenendes darauf verlassen, daß das vom TA gegebene Mittel schon gewirkt haben wird?

Also mit dem Versuch, die beiden sich einander wieder anzunähern, werde ich kommende Woche beginnen, wenn die Wunde bis dahin einigermaßen gut verheilt ist. (Bisher schaut es recht gut aus. Ist zwar flächenmäßig noch nicht viel kleiner, aber sieht schon besser aus, also man kann nicht mehr so tief reinschauen.). Da Pünktchentechnisch beide ja das gleiche Problem haben, muss ich darauf wohl keine Rücksicht nehmen.
Dann mal schauen, ob es klappt. Bisher standen sie ja schon lange sehr auf Kriegsfuss miteinander, aber inwieweit die bisherigen Haltungsumstände vielleicht damit zu tun hatten, weiss ich nicht. Versuchen werde ich es auf jeden Fall.
Je nachdem, ob es klappt, oder nicht, überlege ich mir dann, ob ich eventuell beide - wenn´s nicht klappt vielleicht nur eine - oder falls ich ein gutes zu Hause für sie finde, keine - mit meinen zusammentue.
Bin mir halt nur sehr unsicher, falls ich mich dazu entscheide, wann ich wohl mit so einem Inti-Versuch anfangen sollte.

P.S.: Falls dies jemand liest, der mit dem Gedanken spielt, sich 2 Ratten anzuschaffen (oder falls sie sich nicht vertragen werden, eine zu ihrem Rudel dazu nehmen möchten), kann er mir gern schonmal eine Anfrage per PN, oder hier schreiben.
Die Tiere bleiben aber auf jeden Fall noch so lange bei mir, bis sie vollkommen gesund sind (also falls ihr mir schreibt, denkt dran, daß ihr noch eine Weile warten müsst).
Ausserdem möchte ich auf jeden Fall die Möglichkeit haben zu schauen, wie die beiden untergebracht werden. Von schlechter Haltung haben die beiden schon genug erfahren und wenn ich irgendwie ein schlechtes Gefühl habe, gebe ich die 2 nicht her. "Artgerechte" Unterbringung + Auslauf müssen also gewährleistet sein und ich möchte mich auch selber davon überzeugen können.
Werde aber, wenn es soweit ist, nochmal im Vermittlungs-Forum posten (es sei denn, die beiden sind mir bis dahin so ans Herz gewachsen, daß ich mich nicht mehr von ihnen trennen will :))
 
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Chipi

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Nach Ende es Behandlungszyklus (also nicht nach dem letzten Mal spotten, sondern eben nach Ende der Wirkperiode) kannst du problemlos mit der Inti anfangen; wenn du vorher beginnen wollen würdest, müssten alle gespottet werden.
 
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