Blinde Pferde reiten...

Diskutiere Blinde Pferde reiten... im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Wer hat Erfahrungen damit ? Kann das gut gehen ? Vor allem wenn das Pferd schon 17,18 ist? Ich denke dabei kann man nicht verallgemeinern, dass...
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Indiansummer

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Wer hat Erfahrungen damit ? Kann das gut gehen ? Vor allem wenn das Pferd schon 17,18 ist?

Ich denke dabei kann man nicht verallgemeinern, dass man es mit keinem oder mit jedem Pferd machen könnte...
 
  • #1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
Ronja11

Ronja11

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Ich habe damit schon Erfahrung gemacht. Ein Pferd war auf einem Auge erblindet - periodische Augenentzündung, sie kam super damit klar, sprang sogar hervorragend damit, man ließ die Zügel länger, damit sie genau gucken konnte. Sie sprang sehr gerne, von da her, konnte man sich auf sie verlassen.
Ich kannte noch ein Pony, welches auf beiden Augen erblindete, gleiche Krankheit. Mit der Geduld der Besitzerin konnten sie ausreiten, auf dem Platz gehen. Auf der Weide, die sie gut kannte, kam sie bestens zurecht, es wurden allerdings runtergefallene Äste immer sofort entsorgt.
 
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Indiansummer

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Erstmal vielen dank für die freundliche (!!) Antwort...;)

Wurden die norrmal geritten und wurden mit der Zeit (was ja bei der periodischen Augenentzündung glaube ich so ist...) blind es hat sich also so zu sagen einfach als "Normal" mit der Zeit entwickelt, oder wurden sie erst wieder angefangen zu reiten, als sie blind waren ?
Also findet ihr, man kann einem 17,18 Jährigen, auf beiden Augen (auch durch PA) so gut wie blind, das seit ca 1 1/2 bis 2 jahren nicht mehr geritten wird wieder reiten und womöglich auch noch die Ausbildung auffrischen, da sie zuvor nur "schulbetriebsfeähig" war...??

Freue mich über weitere, freundlich Antworten...

Liebe Grüße, Natalie
 
Ronja11

Ronja11

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Während beide einen Schub hatten, der ja auch Schmerzempfindlichkeit und Lichtempfindlichkeit mit sich bringt, wurde nichts mit ihnen gemacht, dazwischen immer vorsichtig geritten.
 
Chipi

Chipi

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Hallo Natalie,

wir hatten auch eine Stute im Stall, die auf einem Auge blind war. Von Menschen, denen sie vertraute, war sie problemlos zu reiten, auch im Gelände, gesprungen wurde sie allerdings nie. Mag sein, daß ein Pferd, das das "richtig" sehend gelernt hat, problemlos bewältigt, bei einem Pferd, das schon immer sehbehindert war, ist das sicher schwieriger, und man muß sich eben überlegen, ob man so etwas dann verlangt oder nicht.
Da sie auf dem linken Auge blind war, wurde bei ihr eben alles von rechts gemacht (satteln, trensen, aufsteigen etc.), und es gab besondere Kommandos, die sie vor gewissen Dingen zusätzlich warnten und sie darauf vorbereiteten, daß sie eben selbst gewissenhafter schauen musste.

Bei einem komplett blinden Pferd denke ich sollte man sicherstellen, daß es das Gelände oder den Bereich, in dem es geritten wird, gut kennt, und auch den Reiter. Auch ein paar Stimmkommandos, die das Pferd darauf vorbereiten, daß z.B. eine Stufe oder Schwelle zu überwinden sind, daß es den Kopf senken muß und dergleichen hielte ich für sinnvoll, damit kann man viel Unsicherheit und Panikreaktionen vermeiden. Das Vertrauen zum Reiter sind aber das A und O, daher würde ich, je nachdem, wie gut du und das Pferd euch bisher kennen, tatsächlich zuerst mit Bodenarbeit beginnen und entsprechend Vertrauen aufbauen. Wenn das Pferd bisher längere Zeit nicht mehr gearbeitet wurde, wäre es ohnehin sinnvoll, es langsam wieder ans Training zu nehmen, zumal es ja auch nicht mehr das jüngste ist.
Danach denke ich mir könnte das gut gehen, daß ihr z.B. in der Halle oder auf einem Reitplatz (der Boden sollte eben gepflegt und eben sein) durchaus gut Lektionen abarbeiten und vielleicht sogar neue erarbeiten könnt.
 
Burani

Burani

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Hallo

ein Bekannter reitet ein völlig blindes Pferd. Es hat keine Augen.
Er reitet es völlig ohne Probleme. Das Pferd wurde super ausgebildet und hat Vertrauen zum Besitzer.
Die Weide kennt das Pferd und kommt auf keine andere.Es steht immer alles, an seinem Platz.
 
Kitty Baghira

Kitty Baghira

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bei meiner stute war die PA leider schon weiter fortgeschritten. aus diesem grunde ist sie auf einem auge wohl auch fast blind. man merkt ihr das aber gar nicht an. ich sag es den leuten auch immer erst später und die sind das völlig überrascht.
bei einem solide ausgebildeten pferd und dem nötigen vertrauen sollte das nicht so problematisch sein. man sollte sich aber im klaren sein das es gefährlich werden kann wenn man beim reiten unaufmerksam ist. .
 
Smirnoff

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Wir hatten ein pferd am stall das hatte nur noch 1 Auge und war halt auf der linken seite blind. (wie solls auch was sehen ohne auge..)
jedenfalls wurde er auch noch geritten wenn auch nicht oft, aba doch ab und zu mal. *nick*
 
M

Machtnix

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Ich sehe absolut kein Problem ein solches pferd zu reiten. Mittlerweile kenne ich mehrere blinde Pferde und diese laufen teilweise sehr gut.
Eine Stute verlor durch einen Unfall plötzlich das Augenlicht. Sie tat sich anfnags sehr schwer. Mittlerweile geht sie mit ihrem Besitzer sogar ins Gelände und galoppiert auch. Auf der Weide hat sie keine Probleme. Selbst bei Weidewechsel. Es ist erstaunlich, sie legt den Kopf auf den Hintern eines der anderen pferde (dabei hat sie 2 Favoriten, die ihr gern behilflich sind). Diese Pferde laufen tatsächlich mit ihr den Zaun ab und zeigen ihr auch wo Wasser und Heu (stehen ganzjährig draußen, daher ist immer Heu auf der Weide) zu finden ist. Der Heuplatz muss häufig gewechselt werden, da sonst alles matschig ist, aber die Stute hat keine Probleme.

Eine Ponystute verlor langsam ihr Augenlicht, mittlerweile ist sie vollkommen blind. Sie kennt sich im Stall und in der Umgebung so gut aus, dass sie sogar im Schulbetrieb mit Kindern eingesetzt wird. Als sie ein Fohlen bekam, wurde sie nervös, daher erhielt sie eine kleinere Weide für sich und das Fohlen allein, die Weide wurde ihr erst gezeigt (geführt). Das Fohlen bekam ein kleines Glöckchen um und sie war sofort ruhiger. Als das Fohlen nicht mehr ganz so jung war, konnten beide wieder in eine Herde integriert werden. Mittlerweile wird sie nicht mehr geritten und hat eine Pflegerin, die mit ihr Zirkuslektionen macht, um sie fitt zu halten. Sie ist enorm gelehrig und hat einen Riesenspaß daran.

Auf der Equitana open Air wurde im Rahmen einer Show ein blinder Quarter vorgestellt. Hätte die Reiterin das nicht gesagt, hätte das niemand bemerkt. Das Pferd hatte nur leichte Probleme, weil die Stimme der Reiterin plötzlich über Lautsprecher kam.

Auf der WM kam ein blinder Quarter unter die ersten 10. Er ist seit seiner Geburt blind. Der Reiter gab an, dass das Pferd zwar eine längere Ausbildungzeit benötigte, jedoch enorm Leistungsbereit ist.

Ich denke, dass auch blinde Pferde ein wundervolles Leben führen können und sich -wie Menschen auch- sehr gut mit ihrer Behinderung zurecht finden.
 
*Hundefloh*

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Meiner ist seit drei Jahren auf einem auge blind..haben keine Probleme..er springt sogar mit meiner Rb....
 
McLeodsDaughters

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Mein Opa hat ja mal Haflinger gezüchtet und einmal war ein Stutfohlen blind. Soweit ich weiß ist sie Freizeit geritten worden und ich hab sie manchmal ohne Sattel geritten.

Das Pferd meiner früheren Freundin hat auch nur noch ein Auge.
 
B

Brillenschlange

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Hallo,

Wir haben auch einen auf einem Auge blinden Wallach am Stall.
Soweit ich weiß, hat die Besitzerin keine Probleme mit ihm, sie reitet ihn freizeitmäßig in der Halle, auf dem Außenplatz und im Gelände.

Ich sehe die Problematik eher darin, dass ein blindes Pferd, welches nicht auf Gefahrensituationen geschult ist (z.B. schreiende Kinder am Wegesrand oder einen Traktor), schneller mal einen Hopser macht als ein völlig gesundes Pferd.

LG,
die Brillenschlange
 
P

Pferdeloverin

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Ich reite immer auf einem pferd das auf einem auge blind ist. kommt eig super damit klar.. man würde es ihm nicht anmerken dass er blind ist !
 
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