Bryan fängt an zu beißen!

Diskutiere Bryan fängt an zu beißen! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo! als erstes werde ich mal ein bisschen ausholen müssen: Bryan ist 5 Jahre alt, ein Labrador-Neufundländer Mix. Er hat immer nur mit andere...
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Nicilienchen

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Hallo!
als erstes werde ich mal ein bisschen ausholen müssen: Bryan ist 5 Jahre alt, ein Labrador-Neufundländer Mix. Er hat immer nur mit andere Hunde gespielt, nie gekurrt, nie gebissen. Im gegenteil: er hat IMMER zurück gesteckt, egal wie groß oder klein der Hund war. Letztes Jahr hat mein Schwager einen Schäferhund-Welpen geholt und die beiden sind jetzt viel zusammen gewesen( Beides Rüden, nicht kastriert). Die erste Woche war der kleine ( damals 3 Monate alt) bei uns. Bryan hat sich eigentlich vorbildlich benommen: er hat Ihn ab und zu nur mal kurz zurechtgewiesen( er hat Ihn runtergedrückt und mal
kurz angeknurrt) wenn der kleine was gemacht hat , was Ihm nicht passte. Er hat Ihn sogar sein eigenes Futter und Wasser als erstes gelassen! Danach sahen wir Sparky eigentlich nur noch 1x am Wochenende. Sparky ist richtig fixiert auf Bryan, er sieht und hört nichts anderes, bellt Bryan immer an ( Spielaufforderung?) springt an Ihm hoch, schnappt in sein Fell rein: Bryan lässt Ihn machen, solange wir draußen, außerhalb unserem Grundstück sind. Drinnen und in unserem Garten versucht er durchgehend Sparky zu besteigen, der flüchtet dann unter unser Auto oder drinnnen halt unterm Tisch. Daraufhin haben wir beschlossen, dass die zwei sich viel öfter sehen müssen. Wir haben uns dann praktisch täglich gesehen und es wurde tatsächlich besser bzw. war weg! Natürlich haben wir Bryan immer bevorzugt: immer als erstes begrüßt, gelobt, gestreichelt und gefüttert.
Seit ein paar Wochen sehen wir uns garnicht mehr( Krach in der Familie).
Seitdem fängt Bryan an alles was Hund ist anzugreifen: Bis jetzt hat er sich immer alles gefallen lassen und wollte immer nur spielen- egal ob großer oder kleiner Hund.
Wenn er jetzt einen Hund sieht gehen die Haare hoch, ist ganz angespannt und wenn Sie sich dann beschnuppern springt er hoch, beißt in den Rücken, nicht in den Nacken( bzw. er hält Ihn fest) und drückt Ihn unter sich - kleinere Hunde, bei großen schafft er es nicht. Auch bei Hunden wo er sonst immer mit spielt! Ich glaube nicht dass er richtig zubeißen will- letztens war es ein Hündchen von max. 20 cm Schulterhöhe, ausser Sabber auf dem Rücken, hatte er gar nichts, nicht mal eine kleine Schramme. Wenn er gewollt hätte wäre dieser bestimmt tot!
Ach so, es ist egal ob er an der Leine ist oder nicht.

Wie soll ich reagieren? Wie bekomme ich dieses Verhalten wieder weg?
 
04.04.2006
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Knopfstern

Knopfstern

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hi...ohha das is ja ma ne sache also an deiner stelle vertragt euch erst ma wieder mit der familie der stress den ihr da habt der geht auf den hund über.
dann sollte man überlegen das er den kleinen ja schon sozusagen als mitglied angesehen hat und sich der kleine unterworfen hat bei ihm.
nun ja ich weiss auch nich aber ihr solltet echt verdammt gut auf passen und niemals nie sagen...wenn ein hund erst ma zu beisst kann es zu spät sein.gerade bei den kleinen.
habt ihr euch den mal hilfe geholt von einer hundetherapeutin???oder hunde schule.ich glaube kaum das man das so ohne professionelle hilfe hinbekommt weil es zu viel gibt was man falsch machen kann.
 
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Bettina

Guest
Hallo Nicilienchen,

ich gehe mal davon aus, dass dein Hund während des Kampfes Lautäusserungen von sich gibt. Dein Hund signalisiert auch schon vom weiten mit imponierenden Gesten (z.B. Nackenhaare sträuben), dass er sich für unschlagbar hält und will dies auch optisch demonstrieren.

Du schreibst ja selbst, dass ausser Sabber nicht passiert ist. Hin und wieder kommen natürlich auch bei Kommentkämpfen (Showkämpfen) kleinere Verletzungen vor.
Bei einem um einiges kleineren Hund muss dein Hund nicht wirklich beweisen, dass er der stärkere ist. Und das weiss er auch.

Du könntest natürlich versuchen zu splitten, dass heisst, bevor es eskaliert, zwischen den Hunden durch gehen.
Allerdings könnte dein Hund dich als zu verteidigende Ressource sehen, wenn du zu nah an dem anderen Hund vorbei gehst. (Also mit Bedacht).

Bei ernsthaften Kämpfen, (meist handelt es sich dabei um gleich starke Tiere), geschieht eher alles weniger lautstark. Und da ist eben auch beissen, bzw. den anderen ernsthaft verletzten, angesagt.

Ich kann dir nur empfehlen selbst locker zu bleiben und zu üben, dass dein Hund sich auf dich konzentriert.
Mit dem locker bleiben meine ich:
Hundebesitzer, die schon im Voraus ahnen bzw. kommen sehen, wie ihr Hund gleich reagieren wird, brauchen sich nicht zu wundern, dass diese sensiblen Tiere auf die Gefühlsregungen und Unsicherheiten „ihrer Menschen“ auch tatsächlich genau so, also wie dieser erwartet, reagieren). Also wird evtl auch dadurch das Verhalten des Hundes verstärkt.
Mit dem auf dich konzentrieren:
Damit meine ich... Schon auf Entfernung, wenn ihr einen fremden Hund seht, deinen Hund davon abzulenken in dem du ihn animierst dich anzusehen (Blickkontakt) und das sofort durch Leckerle oder Spiel zu bestätigen. Er muss positiv gestimmt werden, wenn ihr anderen Hunden begegnet.

Beim freien laufen:
Der Hund sollte sich nie weiter von dir entfernen, als bis....
Damit meine ich...eine gewisse Distanz ok, aber diesen Radius soll er auch einhalten. Zurückrufen, wenn er kommt, positiv bestätigen.
So wird unkontrolliertem los preschen auch ein wenig Einhalt geboten, da Hunde diesen Radius ganz schnell begreifen und die Gefahr, dass er losstürmt, somit auch verringert wird.

Wenn das mit dem Blickkontakt gut funktioniert kannst du die Distanz zu fremden Hunden langsam verringern.
Manche arbeiten über Clicker.... ich habe das nie gemacht.

Früher vertrat man die Meinung, die machen dass unter sich aus...Handelt es sich wirklich um reine Kommentkämpfe trifft das auch meist zu und klappt hervorragend.
Aber .... prinzipiell sollte der Hund nicht raufen dürfen, wann immer er gerade Lust dazu hat, dass darf man als „Chef“ nicht tolerieren.

Da du auch schreibst, dass er, seit ihr nicht mehr zusammen die Hunde toben lasst (wegen Streit), dein Hund sein Verhalten geändert hat.
Also gehe ich davon aus, dass ihm dieses rumtoben fehlt und dein Hund ein wenig Triebstau hat. Beschäftige ihn, versuche andere Hunde zu finden, mit denen er rumbalgen darf, mache Hundesport ...er muss ausgelastet sein.
Und ein wenig Unterordnung (spielerisch gelernt/geübt, also mit viel Motivation für den Hund), schadet auch nicht.

LG

Bettina
 
S

Shoppy

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Hallo Nicilienchen,

volle Zustimmung zu Bettinas Post.
Anmerkung: Wenn Du das Gefühl hast, dass er im Freilauf auf Rückruf in einer pozentiell brenzligen Situation nicht reagieren würde, nimm ihn erst mal eine 5m Leine. So hast Du immer die Chance, ihn auch wirklich gar nicht erst in eine Rauferei geraten zu lassen, indem Du eben mit ihm weg gehst.

Wenn er mit einem anderen Hund spielt und es "ausufert", brauchst Du eine Möglichkeit, einzugreifen, oder ihn wieder "runterzufahren".
Crispen reagiert auf ein "Vorsichtig Spielen!" mit, tja, vorsichtigerem Spielen - ich habe das immer gesagt, wenn ich es zu wild fand und habe ihn dann aus dem Spiel rausgepflückt. Nach kurzer Pause (wirklich nur 20-30sek) durfte er dann weiterspielen - hatte sich aber deutlich abgeregt und nach einer Weile hat er verstanden, dass er einfach nur ruhiger sein sollte - dann durfte er ohne Pause weitermachen. Wenn der andere Hund irgendwie die Spielpause verpasst hat (z.B. nicht aufhört rumzuzicken), würde ich meinen Hund mit diesem nicht mehr spielen lassen.
Gestern haben wir z.B. so einen komischen Aussie getroffen, der fand, man müsse einen Spielzeug mit Knurren und Fletschen verteidigen (was ja okay ist, aber als Halter nehme ich dann eben kein Speilzeug mit auf die Hundewiese (kopfschüttel)) - Aussie hat Crispen also angezetert und Crispen ist zu mir gekommen, weil er mit so komischem Verhalten nichts anfangen konnte - "Mama, regel das für mich!"
Da mag er jetzt für die anderen Menschen als Weichei ausgesehen haben - in Wirklichkeit ist es aber sehr angenehm, weil er nämlich gelernt hat, sich von Stänkerern ABZUWENDEN" und das können sehr viele Hunde gar nicht.
Was andere Leute denken ist mir in dem Fall egal - ganz ehrlich!

Klasse funktioniert auch ein konditioniertes Entspanungssignal - wenn du (z.B Ruuuuuhig) zu Hause auf dem Sofa, kurz bevor er einschläft, einführst und es oft sagst, wenn er kurz vorm wegpennen ist, oder wenn ihr gerade Kuschelstunde habt oder bei einer genüßlichen Massage, wirkt es auch in Situationen, in denen er etwas hochgefahren ist als kurzer Luftschnapper - weiterer Vorteil: es entspannt Dich auch - weil Du Dich auch auf dieses Signal konditioniert hast!

Ich bin wie Bettina der Meinung: Hunde dürfen das nicht "Unter sich ausmachen" - das würden sie - keine Frage! Aber einer, mindestens einer, der Beteiligten wäre wo möglich vom Ausgang nicht sehr begeistert. Daher finde ich, das man dem Hund eben Methoden beibringen muß, entsprechend mit diesen Situationen fertig werden zu können.
Zum Beispiel Durch Blickkontakt. Richtet er nämlich den Blick vom Hund auf Dich, ist er auch mit der Konzentration bei Dir. Wenn ihm das zunächst schwer fällt, solltest Du zunächst den Abstand zu dem anderen Hund größer wählen. So groß, das Dein Hund noch locker in der Lage ist, auf Dich zu reagiern.

Liebe Grüße
Martina & Crispen
 
gold_Fish

gold_Fish

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Also di erste Frage: Wie reagierst du, wenn er das macht?
Wenn er auf andre hunde losgeht, dann nicht frei laufen lassen und erst recht nicht zu andren Hunden hingehen, lieber n Bogen machen..

Was du nicht tun solltest: Den Hund anschreien. Wenn du an Hunden vorbeigehst, lenk seine Aufmerksamkeit auf dich! Heißt: Wenn du einen Hund siehst, sagen "Brian, hier!" er soll zu dir sehen. Sowas geht am besten mit einem Halti. Wenn du n Hund siehst und Brian nicht auf das Kommandeo "hier" reagiert, vorsichtig mit dem Halti in denie Richtung ziehen und währenddessen sagen "Brian hier". Wenn die Aufmerksamkeit zumindest für ienen Augenblick bei dir ist, loben und vieleolciht n kleines Leckerlie geben.

Vielleicht hat er kiene Angst vor Hunden, sondern will sein herrchen beschützen und sieht in andren hunden einen potentziellen Feind?
 
B

Bettina

Guest
rehi,

aversive Hilfsmittel sollten nur im Notfall, also wenn alles andere ausgereizt bzw. erfolglos versucht wurde, eingesetzt werden. Und da kann ein Laie viel falsch machen.

Generell halte ich von diesen Dingern nichts und würde sie niemals einem meiner Hunde verpassen! War in den vergangenen 33 Jahren auch noch nie notwendig. Etwas zu verwehren, daraus "lernt" der Hund nichts, er wird halt nur gehindert. Und er wird im Ernstfall ohne das Ding erst recht wild werden. Ich würde damit nicht das Vertrauen meiner Hunde zu mir aufs Spiel setzen.

Gruss

Bettina
 
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Bryan fängt an zu beißen!

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