Protestpinkeln???

Diskutiere Protestpinkeln??? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr!! Wir haben ein ganz dickes Problem mit einem unsrer Kleinen!! Es handelt sich um den Hund von meiner Schwester. Wir haben da ein ganz...
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gold_Fish

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Hallo ihr!!

Wir haben ein ganz dickes Problem mit einem unsrer Kleinen!! Es handelt sich um den Hund von meiner Schwester. Wir haben da ein ganz großes Problem mit der Stubenreinheit-oder ist es etwa Pinkeln aus Protest?
Da die beiden Hunde noch sehr Jung sind, gehen wir etwa
5 ma am Tag mit ihnen Gassi.
Casper ist stubenrein, er hat es schon nach zwei Wochen geschafft. Mit Eddi haben wir aber Schwierigkeiten: Jedesmal, wenn er macht, gehen wir sofort mit ihm raus. Das geht seit mehr als 3 Monaten so und er wird einfach nicht sauber!! Mir ist allerdings aufgefallen, dass er immer hinmacht, wenn wir uns mal ein paar Minuten nicht mit ihm beschäftigen. Pinkelt er aus Protest????
Er ist ein wirklicher Aufmerksamkeitshund, er will immer beachtet werden!! Wenn er kurz keie Aufmerksamkeit hat, pinkelt er!!
Das geht schon so weit, dass er sämtliche Möbel einnässt-dummerweise sogar Matratzen (wir sind mittlerweile jede Woche die Matzratzen am Reinigen und die ganze Bettwäsche und Bettzeug am waschen!!!)

Unsre beiden Tierärzte meinten, dass er das nicht mehr machen würde, wenn er kastriert ist.
Was meint ihr?
Wisst ihr ne Lösung?
Hilft die Kastration da wirklich??
 
04.04.2006
#1
A

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Guest

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S

Sabine89

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Also, wenn ihr jedesmal nachdem er gepinkelt hat raus geht , seh keinen sinn dirnne, den seine blase ist ja dann leer. Vllt. möchte er auch mittlerweile das bezwecken das ihr raus geht dann mit ihm.
Ich pinkel -> wir gehen raus
Ich Pinkel -> bekomme beachtung

Wenn er Pinkelt, würde ich ihn nicht beachten,also auch kein schimpfen,..einfach aufwischen und fertig.

Ansonsten mal von einem Arzt die Organe komplett überprüfen lassen. Das Kastration abhilfe schafft glaube ich gar nicht, den was hat das Pinkeln bitte mit seinem Hormonhaushalt zutun?

Lg
 
gold_Fish

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Die Organe sind zum Glück völlig in Ordnung.
einer unsrer beiden Tierärtze meinte, dass er, ewnn er kastriert ist, nciht mehr sooo wild auf ständiger Aufmerksamkeit ist, sondern auch ma seine Ruhe haben will und deshalb nicht dauernd hinpinkelt.


Das m it dem rausgehen, wenn er pinkelt macht schon Sinn, weil wir klar "nein" sagen, wenn er drinnen macht. Wenn wir rausgehen, macht er auch immernoch mal ein bisschen (unglaublch, wie viel in so nen kleinen Hund reinpasst^^), dann loben wir ihn immer.
 
S

Sabine89

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Mhm, meiner Meinung nach behebt Kastration kein Problem,...und würde einen Gesunden Hund auch nie Kastrieren lassen.
Wie alt ist er den jetzt eigentlich?
 
Knopfstern

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goldi lass den hund lkastrieren am besten beiden du hsat nur vorteile und ausserdem hast du schutz vor hoden krebs.
 
S

sweetroke

Guest
Ich schließe mich dir an Sanni!

Ich empfehle auch jedem Hundebesitzer, der nicht gerade einen Deckrüden haben möchte, seinen Rüden kastrieren zu lassen.

Ich sehe keinerlei Nachteile an einer Kastration. Es könnte das Problem sogar verbessern.
 
S

Sabine89

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Was für probleme soll die Kastration den verbessern?

Mein Hund wird nicht als deckrüde eingesetzt und wird nie Kastriert werden! Aus welchem Grund: Rüde darf Rüde sein, bei guter sozialisierung gibt es da wohl keine schwierigkeiten. Kastrierte Rüden verändern sich im Verhalten und werden nicht mehr richtig von Hunden erkannt !!!
 
B

Bettina

Guest
Hallo,

bitte vergesst auch nicht, dass kastrierte Rüden für andere unkastrierte Rüden meist gut "duften" bzw. nicht mehr geschlechtsspezifisch. Das bedeutet, dass die anderen oft "aufdringlich" werden.

Ich würde einen Rüden ohne medizinische Indikation nicht kastrieren lassen.

@ goldfish,

euer Hund hat gelernt...Ich muss nur pinkeln, spätestens dann bekomme ich die Aufmerksamkeit bzw. dann gehts nach draussen.

Also draussen viel Aufmerksamkeit in Form von Leckerle oder Spiel wenn er macht, in der Wohnung "Nein" und wegwischen. Aber ansonsten keinerlei Beachtung schenken und da er kein kleiner Welpe mehr ist, nicht gleich nach draussen gehen. Er soll lernen, dass ihm das drinnen pieseln nichts bringt.

Übrigens: Ich habe nun schon mehrmals gehört, dass manche Hunde sich geradezu animiert fühlen, erneut auf die gleiche Stelle zu pinkeln, wenn diese mit Essigwasser gereinigt wurde. (Soll urinähnliche Duftstoffe haben, die wir Menschen so natürlich nicht riechen). Ich weiss nicht, ob das zutrifft, aber einen Versuch ist es wert. Also anstelle von Essigwasser mal Spülmittel mit Zitrusduft versuchen. Den mögen Hunde absolut nicht.

Gruss

Bettina
 
B

Beagelchen

Guest
Also ich habe das gleiche Problem.
Allerdings hatte ich gestern eine Unterhaltung mit unserem neuen HUndeerzieher. Super ich kann nur dazu sagen dass es sich wirklich lohnt.
Mein Hund ist 5 Monate alt und macht auch immer noch auf der Terasse seit gestern gehe ich wie immer morgends mit ihm raus danach kommen wir zurück und natürlich hat er durst ich lasse ihn trinken und sofort wieder raus mit ihm.
Dann kann er gar nicht mehr anderst als wenigstens ein pischen zu pinkeln.
Wichtig ist das der Hund auch weis wo sein Platz ist, das heist warum müsst ihr die Matratze in die Reinigung geben der Hund darf einfach nicht aufs Bett oder Sofa bis er weis das er sein Pipi drausen machen muss. Klar brauch er seinen Platz ein grosses Kissen oder einen Hundekorb.Wenn er es drausen macht gib ihm das was ihm am bessten schmeckt, meiner steht auf Bakon oder Würstchen.Ich kann echt verstehen, dass das anstrengend ist, aber ich glaube das Kastrieren nicht die Lösung ist ich glaube das die richtige Erziehung wichtig ist und das wir Menschen viel falsch machen und es dem Hund falsch beibringen.ich würde dir raten mit dem Hund in die Hundeschule zu gehen, dass heist nicht nur Schule für den Hund sondern auch für dich.Mir hat es geholfen viel Glück
 
B

Blackwolfe

Guest
Hi,

also am besten ist, Du ignorierst die Pinklerei (wegwischen und fertig), wie Bettina geschrieben hat. Unser Rüde hat anfangs hinten immer ins Auto gepinkelt ( und auch mal Größeres:uups: ), sobald wir 5 Minuten unterwegs waren. Natürlich haben wir ihn dann noch vorne geholt, dachten, der kleine Kerl hat Angst dahinten....irgendwann war mir das zu blöd, ich habs weggewischt und ihn wieder hintenrein gesetzt. Das ganze hat er dann noch 2 mal versucht, dann war Ruhe. Er hatte keine Angst, er wollte einfach nich hinten sitzen. Ebenso hat er in der Wohnung ab und zu gepinkelt, wenn ihm mal was nicht gepaßt hat. Das habe ich dann auch ignoriert, weggewischt und ihn bewußt danach mindestens 10 Minuten total links liegen lassen....nach 2 Wochen war auch das erledigt und er hat nie wieder in die Wohnung gemacht. Je nach Alter des Hundes sollte man aber das Ignorieren "dosieren", ein sehr junger Hund begreift sehr schnell und es ist nicht nötig, ihn ewig "schmoren" zu lassen...

Blackwolfe

P.S: Kastrieren würde ich aus diesem Grund nicht, kenne auch Kastraten, die sich sowas "angewöhnt" haben...um Beachtung zu bekommen
 
M

misstine

Guest
hallo,
ich spreche mich auch ganz deutlich gegen das kastrieren eines Rüdens aus, es sei denn, es ist aus medizinischen gründen notwendig. Und schon garnicht, vor eintritt der geschlechtsreife.
ich muss bettina voll und ganz zustimmen, kastrierte Rüden riechen für andere rüden nicht mehr wie vorher. entweder sie sind ein neutrum, oder werden geruchsbedingt als hündin wahrgenommen, was wieder zu " agressivem " verhalten führen kann.euer " pinkelproblem " werdet ihr durch kastration nicht loswerden.
sehe da auch eher ein erzieherisches problem wie die anderen.ich weiß ja nicht wie alt der hund ist, aber ich würde ein regelmäßiges gassigehen einführen, damit der hund lernt, jetz muß ich "pullern "... also so wiedie anderen schon geschrieben haben.
 
R

Ruby

Guest
Hi,

Mit Ruby, dem Hund meiner Freundin, haben wir genau das gleiche Pinkelproblem. Die Hündin (Rehpinscher) ist mittlerweile schon 7 Jahre alt und hat die längste Zeit die ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen (bisher wurden ihr kaum Grenzen gesetzt). Jedes mal, wenn ich da bin und wir uns "ausschließlich gemeinsam beschäftigen", pinkelt Ruby auf den Teppich in der Küche. Auch, wenn wir direkt davor stundenlang mit dem Hund Gassi gehen, hilft das nichts - wobei sie es grundsätzlich von 6 bis 18 Uhr oder länger aushält, während meine Freundin in der Arbeit ist.

Ich persönlich, ohne Erfahrung im Umgang mit Tieren/Hunden, hätte mich ja an Pawlow gehalten: bei Fehlverhalten Strafe, bei gewünschtem Verhalten Belohnungen, allerdings erlaubt mir meine Freundin nicht den Hund einfach zu schlagen, wenn es nötig wäre. So bleibt mir nichts anderes übrig als mit ihr zu schreien, woraufhin sie sich in ein Eck verkriecht und nichtmehr rauskommt (die Hündin, nicht meine Freundin).
Mittlerweile ist der Hund schon sehr gerissen. Als er das erste mal gepinkelt hat, hat er sich sofort verkrochen, sodass gleich klar war, dass etwas nicht stimmt. Jetzt kommt sie erstmal so als wäre nichts und erst, wenn einer aufsteht und nachsehen geht, verschwindet sie. Hat sie erstmal gepinkelt (zB morgens), liegt sie den ganzen Tag unter Bank oder Bett und kommt, anscheinend beleidigt, weder zum Essen, noch zum Gassi gehen wieder raus. Es scheint ihr auch völlig egal zu sein, wenn wir sie dann ignorieren, obwohl sie ansonsten immer im Mittelpunkt stehen muss.

Ich persönlich glaube nicht, dass es hilft den Hund einfach völlig zu ignorieren und ihn nichtmal mit ihr zu schimpfen, aber ausprobieren kann mans ja mal. Hat jemand noch einen besseren Vorschlag, bzw. kann es helfen Hunde zu schlagen (definitiv nicht halbtot zu prügeln, aber ein, zwei Schläge mit der Zeitung)?

edit: Mir ist noch eingefallen, dass der Hund das auch getan hat als meine Freundin eine kleine Mausratte gefunden hat und diese bei sich aufgenommen hat. Aber bei der Ratte hat sie das nur ein paar mal gemacht und dann hat es sich wieder gelegt, an mich scheint er sich nicht so leicht zu gewöhnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
gold_Fish

gold_Fish

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@Bettina: Genauso machen wir es ja. "nein" sagen, wegwische. Na gut, wir gehen halt immer raus, wenn er zwischen dem Gassi in dei Wohnung macht, das ist meistens so 2-3 mal am Tag.
Er trinkt natürlich auch sehr viel.

@Sabine89: er ist jetzt etwas über 6 Monate alt.

Also ich geh jetzt die Woche mal zu unsrer TA und die soll sich die Hunde mal ansehen, wir haben beschlossen sie kastrieren zu lassen. Das würde dann Ende der Woche gemacht werden. ich hab ja zwei Wochen Ferien und daher Zeit für die Hunde.
Gründe für Kastra: -Duftmarken setzen -ziemlich böse Kämpfe -man muss nicht nach zwei Hunden gucken, wenn man die frei laufen lässt, damit sie nichts bhespringen

Außerdem meinte eine Pflegerin im TH, dass unde, von denen man nie weiß, woher die kommen, auch relativ oft so Krankheiten mit der Prostata oder den Drüsen oder wso bekommen, sowas kommt in den THs sehr oft vor.
 
J

just4fun

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Hallo,
da verstehe ich etwas irgendwie nicht ganz.
Bei einem 6-monatigen Hund ist der Hormonstatus bereits so hoch, dass dies von TÄ als Grund für Protestpinkeln angenommen wird? Uff!
Ein kastrierter Hund hat keinen Grund mehr für Proteste, wenn er nicht genug Zuwendung bekommt? Zweites Uff!
Also, ein TA, der einen Hund frühkastriert, begibt sich schon arg auf Glatteis. Und ein TA, der ohne medizinische Indikation kastriert, handelt gegen das Tierschutzgesetz.
Zu deinen Kastrations-Pro's:
1. Auch kastrierte Rüden setzen Duftmarken, wollen doch auch zeigen, dass es sie gibt.
2. Ob sie mit anderen Hunden kämpfen, ist Erziehungs- und Sozialisationssache, nix weiter. Was ist, wenn der kastrierte Rüde für andere Rüden gut duftet? Da kann es schon aus diesem Grund Reibereien geben.
3. Man muss IMMER nach seinem Hund gucken. Egal, ob er etwas "bespringen" will, oder ob er Gefahr läuft, unter ein Auto zu kommen. Wenn die Rudelordnung stimmt, hast eh nur du das Recht, Interesse für eine gut duftende Hündin zu zeigen. Und das würde ich meinem Hund auch unmissverständlich klarmachen.
Dein Hund hat nie wirklich gelernt stubenrein zu werden. Du hast hier gute Tipps bekommen, wie ihr trainieren könnt (Ignorieren - nicht raus!). Zieh das einfach mal eine Weile durch, denn wenn ihr einfach schnippelt, ändert sich an dem Grundproblem nichts: Der Hund setzt sich gegen euch durch, nicht umgekehrt. Das wird in Zukunft noch weitere Probleme geben, davon bin ich felsenfest überzeugt. Was der TA dann abschneiden will, will ich lieber nicht wissen.
Mein Tipp: Tierarzt wechseln und gute Hundeschule suchen (es gibt auch Trainer, die Hausbesuche machen).
 
B

Bettina

Guest
Hallo just4fun,

du sprichst mir aus der Seele !

Kleine Anmerkung: Es gibt auch gute Vereine, die weniger Geld kassieren als Hundeschulen. Dort kann man ebenfalls Hilfe von kompetenten Leuten erhalten. ;)

Was ich von der "Eier-ab-Mentalität" halte habe ich schon mehrfach geschrieben. Damit löst man keine Erziehungsprobleme.

@goldfish,

in der Regel sind diese Rüdenkämpfe reine Kommentkämpfe (Show). Hören sich gewaltig an, aber es passiert nicht wirklich schlimmes. Wirklich böse Kämpfe habe ich in den vergangenen 33 Jahren bisher erst dreimal erlebt.
Bitte vergiss nicht, dass du evtl. erst recht Probleme bekommst, wenn deine Hunde neutral bis sexy für andere Rüden duften. Die werden dann evtl. besprungen!
Und eine Kastration in dem Alter wäre sowieso viel zu früh. Oder möchte man wie die Amerikaner, die diese sehr frühe Kastration bevorzugen, erreichen, dass der Hund dadurch ewig infantil bleibt?

@ Ruby

Wenn sämtliche Kynologen ausnahmsweise in diesem Punkt mal einer Meinung sind, nämlich von Strafen abzusehen, dann hat das seinen Sinn.

Da du dem Ganzen aber keinen Glauben schenkst, empfehle ich dir mal zu googeln. Z.B. Stubenreinheit, oder "Protestpinkeln" usw.

Ich vermute mal, dass die Hündin ursprünglich mal stubenrein war und es sich hier um ein Problem zwischen dir und der Hündin handelt.

Protestpinkeln im menschlichen Sinne gibt es nicht. Denn wirklicher Protest wäre eine vorsätzliche Handlung. Die Gründe für plötzliche Unsauberkeit sind vielfältig. Aus Angst, (Freund ist da, Ratte ist da, Trennungsangst im übersteigerten Sinne), mangelnde oder falsche Erziehung, krankheitsbedingt, oder aber auch um das Territorium zu markieren.

Würde man mich anschreien, würde ich mich auch verkrümeln.
Und das der Hund es sich draußen verkneift, liegt wahrscheinlich daran, dass er sich nun in eurer/deiner Anwesenheit lieber nicht lösen möchte. Könnte ja Ärger geben. Also warten bis man in der Wohnung ist, außer Sichtweite des Besitzers und/oder Freundes, also in einem anderen Raum und dann endlich..........
Falschheit und Niedertracht kennen Hunde nicht.
Für mich liegt hier eine klassische Fehlverknüpfung vor. Lösen in Gegenwart vom Freund bringt Ärger.
Diese Hündin erscheint mir extrem unsicher. Einen Hund stundenlang zu ignorieren, ist hier keine Lösung. Damit wird die Unsicherheit nur verstärkt. Ein Hund lebt im jetzt und hier....er weiss nicht dass ihr sauer seid, weil er vor 2 oder 3 Stunden in die Wohnung gepieselt hat. Das er sich verkrümelt, (das sogenannte schlechte Gewissen), ist nichts anderes Beschwichtigung. Er merkt anhand deiner/eurer Körpersprache, (minimale Signale), was Sache ist.


Gruss

Bettina
 
R

Ruby

Guest
Ok, gut, es liegt also eine Fehlverknüpfung vor, die man beheben muss. Was ein wenig falsch rausgekommen ist, ist, dass sie sehr wohl beim Gassi gehen pinkelt (egal ob ich dabei bin oder nicht). Ein einziges mal haben wir versucht ihr nach dem Gassi gehen nichts zu Trinken zu geben, dann hat sie eben ihre letzten zwei Tropfen rausgequetscht. Recht bald sind wir aber draufgekommen, dass das eine eher grausame Lösung ist (ich will doch schließlich nach nem 2stündigen Spaziergang auch was trinken).
Was ich so nett mit "ausschließlich mit uns beschäftigen" beschrieben habe, meint in Wirklichkeit Sex haben. Sonst ist sie seit Jahren völlig stubenrein (abgesehen von ein paar mal als die Ratte aufgetaucht ist), aber immer wenn wir Sex haben, dann pinkelt sie. Natürlich ist sie da außer Sichtweite und wir haben keine großartige Möglichkeit sie in der Sekunde der Tat zu erwischen, um sie augenblicklich abzumahnen. Aber ich denke schon, dass sie ganz genau weiß, was sie tut.
Wie ich schon eingangs gesagt habe, habe ich überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit Hunden (oder Tieren generell). Also könntest du mir noch genau sagen wie ich sie ignorieren soll? Wenn sie pinkelt, kommt sie erstmal als wäre nichts gewesen und wenn einer von uns aufsteht, dann verkriecht sie sich sofort. Dann kann ich sie stundenlang ignorieren (was ich allerdings auch nicht soll), weil sie dann stundenlang unter der Bank liegt und um keinen Preis rauskommt.
 
B

Bettina

Guest
Hallo Ruby,

ich habe dein erstes Posting in der Tat völlig falsch verstanden.

Du schreibst, dass die Hündin nur während einer „gewissen“ Zeit dieses Verhalten zeigt.

Ich vermute, dass es sich um eine Form der Trennungsangst handelt. Manche Hunde zerstören die Wohnungseinrichtung, andere pieseln in die Wohnung. (Konfliktsituation = Übersprungshandlung) Alle diese Hunde haben eine extrem starke Bindung zum Besitzer, was normalerweise gut und anzustreben ist. Aber manchmal ist es eben auch des Guten zu viel.
Damit möchte ich sagen: Ihr seelisches Gleichgewicht ist gestört, wenn sie dann plötzlich alleine oder ausgesperrt ist, oder auch nur einfach nicht mehr im Mittelpunkt steht.

Sollte es sich bei der Hündin tatsächlich um eine Form der Trennungsangst handeln, so sollte sie lernen auch in Anwesenheit von Frauchen, ihr nicht auf Schritt und Tritt zu folgen. Etwas mehr abnabeln, wäre dann da angebracht, auch wenn es unmenschlich erscheinen mag. Diese Trennungsangst entsteht nämlich aus übermäßiger Zuwendung, die dann auf einmal durch weggehen des Besitzers, oder nicht mehr bei ihr/ihm sein dürfen, schlagartig weg ist.


Es wäre in dem Fall gut, den Hund an einen bestimmten Platz in der Wohnung zu gewöhnen. Man sollte also mehrmals täglich für einige Minuten das liegen bleiben auf dem zugedachten Liegeplatz üben. Das kann eine Decke oder ein Korb sein. Diesen sollte man mit Leckerle schmackhaft machen. Am Anfang entfernt man sich mit Kommando "bleib" nur für kurze Zeit, bleibt aber selbst noch im Zimmer. Später erweitert man es auf den Nebenraum und verschwindet 2 - 3 Minuten...Kommt man zurück und der Hund liegt noch brav an seinem Platz wird gelobt/belohnt.
Möchte er aufstehen, sofort Kommando "Nein", läuft er entgegen, den Hund zurück bringen. Klappt das dann soweit gut, kann man dann versuchen die Tür des Raumes für kurze Zeit zu schließen.
Bleibt er brav an Ort und Stelle...wieder loben. usw. (Langsames Üben ist absolut wichtig...wenige Minuten am Anfang und die Intervalle auch nicht zu schnell steigern). Der Hund wird jedes mal von seinem Platz abgeholt und belohnt! Das bedeutet, Frauchen bestimmt wann Hund wieder hinterherlaufen darf. Das alles natürlich auch üben, wenn du nicht zu Besuch bist.


Aber...der Hund sollte nun nicht stundenlang auf seinem Platz „gebannt“ bleiben und das alles muss wirklich in kleinen Schritten geübt werden.

Dieses Procedere erfordert viel Geduld, aber die Hündin lernt so pö a pö auch mit etwas weniger Aufmerksamkeit fertig zu werden, und dass es Zeiten gibt, wo sie auf ihrem Platz zu bleiben hat, auch wenn Frauchen in der Wohnung ist. Frauchen bestimmt, wann es Aufmerksamkeit gibt, und wann eben nicht.


Ein homöopathisches Mittel könnte dabei unterstützend wirken.
Auch der D.A.P - Spray oder -Stecker (beruhigende Pheromone) könnte die Stimulans dieser Hündin positiv beeinflussen.


Des weiteren könntest du dich über Futter oder Spiel mit der Hündin vertrauter machen.

Sie hat wohl „gelernt“, wenn Freund kommt bin ich abgemeldet.

Aber... noch mal... Bitte weder schreien noch körperlich strafen.

Sollte ich mich mit meiner „Ferndiagnose“(mache ich eh nicht gerne), total auf dem Holzweg befinden, (kann möglich sein, da ich ja nicht dabei bin) und sich auch dadurch nichts ändern, dann solltet ihr euch kompetente Hilfe vor Ort suchen.

Gruss

Bettina
 
R

Ruby

Guest
Danke für die ausführliche Antwort. Auch wenn es nach einem sehr langwierigen Prozess klingt, können wir es so immerhin versuchen.
Im Übrigen ist es auch nicht so, dass wir uns gegenseitig gar nicht mögen würde, aber in letzter Zeit hat unser Verhältnis eben gelitten.
 
gold_Fish

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Also wir haben jetzt n Kastra Termin ausgemacht, denn wir wollen die beiden auf jeden Fall kastrieren lassen.

@just4fun: Also beide TAs meinten, dass sie schon zur kastra beriet sind. Heben beide Beinchen, Hoden treten auch schon ordentlich raus. TAs meinten, alles in Ordnung.

Also wir halten es einfach für besser, die beiden kastrieren zu lassen.
 
B

Bettina

Guest
@ goldfish

Was machst du später,...wenn deine Hunde bestiegen werden, die das aber gar nicht wollen?
Was macht du, wenn die Hunde durch die OP inkontinent werden ?(Auch das kommt bei Rüden hin und wieder mal vor).

Mit 6 Monaten ist das Knochenwachstum noch nicht abgeschlossen. So lange sollte man zumindest warten.
Du schreibst, sie heben das Bein, Hoden treten auch schon ordentlich raus. Tierärzte meinten: “Alles in Ordnung“!
Haben die einen Röntgenblick??

Die Antwort der Expertin Dr. med. vet. Sigrid Krieger-Huber:

Im Allgemeinen wartet man mit der Kastration, bis das Wachstum der Knochen abgeschlossen ist, und das ist, je nach Rasse und Größe des Hundes, im Alter von 8 bis 18 Monaten.

Quelle: http://www.wdr.de/tv/service/tiere/angebote/aktuelles_t3.phtml#hund

Meinst du wirklich, dass mit einer Kastration dann alle Probleme aus der Welt sind? Eier ab und alles wird Gut!? Ist ja auch bequemer, als sich mit Erziehungsproblemen auseinander zu setzen.

Überlege mal...ich hatte immer Rüden...Nica ist meine erste eigene Hündin. (ausgebildet habe ich auch schon einige).
Alle meine Rüden waren unkastriert.
Onix musste ich ja leider kastrieren lassen, da er Prostatitis hatte, die nicht anders in den Griff zu bekommen war.
Mir ist es nie passiert das meine Rüden wild Hündinnen „beglückt“ haben. Also so wie du schreibst, „bespringen“.
Auch Onix, als gestandener Deckrüde, der mehrmals gedeckt hat, hat dies nur getan, wenn er sollte/durfte.

Aber gut...ich habe nun gesagt, wie ich das sehe...mach nur!

 
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