Grasmilbenallergie?

Diskutiere Grasmilbenallergie? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, wir haben 3 Hunde. Zwei Schäferhundmischlinge und einen Colliemischling. Seit kurzem beobachten wir bei Jamie, dass firstsie sich dolle...
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becky777

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Hallo,
wir haben 3 Hunde. Zwei Schäferhundmischlinge und einen Colliemischling. Seit kurzem beobachten wir bei Jamie, dass
sie sich dolle juckt, wenn sie im Garten gerannt ist und mit den anderen spielt. Jedoch erst, wenn sie in der Wohnung in Ruhe liegt.
Sie leckt und juckt sich. Die anderen beiden haben gar nichts. Also tippe ich mal nicht auf Flöhe ...
Könnt ihr mir da einen Tip geben?
lg
 
12.11.2008
#1
A

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Guest

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dogman

dogman

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Wo kratzt sie sich am meisten?
 
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becky777

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Also mometan an den Pfoten. Aber da die drei richtig "kämpfen" und auch mal auf dem Rücken über die Wiese rutschen auch am Rücken und Bauch.
 
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Mikki

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Hallo Becky,
normaler Weise sieht man die Grasmilben recht deutlich, nämlich wenn der Hund kleinere schorfige, oft eben orangefarbene Stellen hat.

Wenn es Grasmilben sind...

Die Herbstmilbe

ein wenig bekannter, aber lästiger Parasit bei Mensch und Tier

Wer kennt die vermeintlichen Mückenstiche nicht, die an Körperteilen auftauchen, an die Stechmücken eigentlich gar nicht gelangen können. Man spürt sie erst, wenn man schon längst nicht mehr draußen ist, oft erst ein oder zwei Tage später, besonders morgens unter der warmen Bettdecke. Die Quaddeln, die sich von Mückenstichen wenig unterscheiden, sitzen an den Fesseln, an den Beinen, am Bauch und anderen meist bedeckten Körperoberflächen, speziell dort, wo die Haut dünn ist und die Kleidung eng anliegt. Aber nicht nur wir Menschen werden davon befallen, auch Hunde und Katzen werden von diesen Plagegeistern heimgesucht, die vielen Menschen unbekannt sind: Es sind die Gras- oder Herbstmilben (auch Erntemilben genannt; Neotrombicula autumnalis), die in vielen Teilen Deutschlands weit verbreitet sind und manch einem Geplagten Rätsel aufgeben. Hunde und Katzen kratzen sich, beißen sich an ihren Pfoten, um den Juckreiz zu stillen. Junge Tiere mit noch dünner Haut sind besonders gefährdet, vor allem zwischen den Ballen, am Bauch, Hündinnen auch an ihrer Schnalle (Schamlippen).
Der Milbenbefall (Trombidiose) wird in manchen Gegenden Deutschlands auch "Beiß" oder "Herbstbeiße" genannt; im Englischen heißen die Parasiten "chiggers". So weit man weiß, werden von der Herbstmilbe in Deutschland (anders als in Ostasien) keine Krankheiten übertragen.
Wie alle Milben durchläuft die Herbstmilbe ein Larvenstadium. Im Gegensatz zu den Zecken (die zoologisch auch zu den Milben gehören), bei denen in der Regel der Mensch sowohl von den ausgewachsenen (adulten) Tieren oder von den Larven gebissen wird, ist es bei den Herbstmilben ausschließlich die Larve, die uns und die Tiere plagt. Sie ist so klein, dass man sie normalerweise nicht sieht: deutlich unter 1 mm, ein rosarotes Tierchen mit sechs Beinen und einem Saugrüssel. Durch diesen Rüssel scheidet es Sekrete aus, mit dem das Gewebe aufgelöst und anschließend aufgesaugt wird. Die Quaddeln tragen an ihrer Spitze ein kleines, kaum sichtbares Bläschen, unter dem sich die Milbe aufhält. Während Mückenstiche, sofern sie sich nicht entzünden, nach kurzer Zeit nicht mehr zu spüren sind, hält das Jucken der Herbstmilbenstiche meist mehrere Tage an.
Die Larven ersteigen Grashalme und andere kleine Pflanzen, von denen sie im Vorbeigehen abgestreift werden. Nach dem Vollsaugen fällt die Larve ab und verkriecht sich im Erdboden. Dort schlüpft daraus das adulte Tier mit 8 Beinen, das sich von Insekten und deren Eiern ernährt. Im Haus kann sich die Herbstmilbe daher nicht vermehren.
Vorbeugung:

Da die Milben viele verschiedene Säugetiere (und sogar Vögel) befallen können, sind sie besonders auf Weiden oder Wiesen zu finden, auf denen sich viele Nutz- und Haustiere tummeln. Die Milben stechen vornehmlich in den Sommer- und Herbstmonaten. (Ähnliche Stiche, über die manchmal bereits im wärmer werdenden Frühjahr berichtet wird, sind vermutlich auf andere Parasiten, evtl. Vogelmilben zurückzuführen.) Bei trockenem, warmem Wetter empfiehlt es sich also, die genannten Weiden und Wiesen zu meiden. Um den Biestern keine Chance zu geben sich festzusetzen, sollte man sich nach der Rückkehr zu Hause abduschen und die Kleider wechseln. Den Hunden hilft vielleicht Schwimmen, um die Milbenlarven loszuwerden, die sich noch nicht festgebissen haben. Personen, die häufig befallen werden oder sogar eine Allergie entwickeln und mit großflächigen Quaddeln reagieren (Urtikaria), sollten Schuhe und Hosen sowie evtl auch die Beine mit Repellentien (z.B. Autan) oder Pyrethroid-haltigen Insektensprays einsprühen.
Hat man die Milben im eigenen Garten, so kann man ihnen durch regelmäßiges Mähen die Gelegenheit nehmen, auf erhöhtem Posten auf ihr Opfer lauern zu können. Der Grasschnitt sollte so entsorgt werden, dass die Milben den Weg in den Garten nicht zurück finden. Eine völlige Ausrottung der Milben wird aber kaum gelingen. Auch eine chemische Behandlung des Rasens ist sinnlos, da dadurch gleichzeitig die Fressfeinde der Milben abgetötet werden und die Herbstmilben zudem wieder einwandern. Da die Milben sich von (feuchter) Erde nicht weit entfernen, ist man auf Terrassen und ähnlichem im allgemeinen sicher.
Bei Hunden kann man den Herbstmilbenbefall mit denselben Mitteln verhindern wie einen Befall mit Zecken, also z. B. mit ExSpot, Frontline oder einem Zeckenhalsband. Erhältlich sind diese Mittel über den Tierarzt.
Behandlung:

Wenn das Jucken gar zu schlimm ist, sollte man die befallenen Hautstellen mit 70%igem Alkohol abreiben. Die Milben werden dadurch abgetötet, der Juckreiz dauert allerdings noch einige Stunden an. Statt des teuren Ethylalkohols (Ethanol) kann man auch den billigen Isopropylalkohol (Isopropanol) verwenden (engl.: "rubbing alcohol"; er wird in der Medizin zum Desinfizieren der Haut benutzt). Um den Juckreiz schneller zu beenden, kann man nach dem Abtupfen mit Alkohol noch ein juckreizstillendes Gel (z.B. Fenistil, Soventol) auftragen, was man eventuell noch ein oder zwei Mal wiederholen muss.
Eine Alternative zum Abreiben mit Alkohol sind bei starkem Befall "Crotamitex" oder "Jacutin" (rezeptfrei in der Apotheke). Der Hund sollte diese Milbengifte allerdings nicht abschlecken können, und sie sollten auch nicht auf Schleimhäute aufgetragen werden.
Fazit:

Rasen häufig mähen, Schuhe und Hosen mit Repellentien einsprühen, Wechsel von Strümpen und Schuhen (evtl. auch Hosen) nach dem Aufenthalt auf befallenen Flächen, baldiges Duschen. Sollten trotzdem noch Stiche auftauchen: Frühzeitig abtupfen mit Alkohol, juckreizstillendes Gel auftragen.
© 1996, 2007 Prof. Dr. Roland Friedrich, Universität Gießen
Quelle: drc.de

LG Mikki
 
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becky777

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@mikki
vielen dank. ja genauso sehen die flecken aus. och mensch die arme kleine maus. naja dann werde ich jetzt mal nach dem passenden mittel suchen.
kennt jemand ein hausmittelchen?
 
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Mikki

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Statt des teuren Ethylalkohols (Ethanol) kann man auch den billigen Isopropylalkohol (Isopropanol) verwenden (engl.: "rubbing alcohol"; er wird in der Medizin zum Desinfizieren der Haut benutzt).
Da steht es doch schon. ;)
 
dogman

dogman

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von der Apothecke um die ecke;)
für den fall das du fragen solltest wo mans kriegt;)
 
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becky777

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Super genau das war nämlich meine Frage. Mensch geht ja alles wie von selbst:)
Danke euch
 
H

HelgaK

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Das hatten meine Hunde meistens und Leo auch jetzt.
Vorsorglich, wenn alles abgeheilt ist und nicht entzündet ist, kann man hochprozentigen Alkohol drauf reiben, bei meinen Hunden immer an den Innenschenkeln und Bauch, oder auch eine Mischung aus Wasser und Essig anrühren und sie dem Hund mit den Händen auf die Stellen auftragen, die eben anfällig sind, dann haben Grasmilben keine Chance, das sagt einem natürlich kein TA. Apfelessig ist ideal. Hilft klasse.
Gruß HelgaK
 
Ronja11

Ronja11

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Unsere Tiffy hatte es auch. Nichts half. Es war schon als chronisch zu bezeichnen. Als sie kastriert wurde, verschwand es und kam nie wieder. Der Grund der Kastra war aber ein anderer.
 
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andrea123

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ach mensch-mein socke hat wahrscheinlich auch eine grasmilbenallergie-ich war zwar beim TA,aber der meinte es könnte auch eine futtermittelallergie sein.aber ich habe ein wenig gegoogelt und mir verschiedene fotos angeschaut-ich tippe eher auf grasmilben.er leckt und beisst und kratzt sich nämlich an den pfoten wie verrückt-ich werde ihn gleich mal mit 70%igen die pfoten abreiben.ich hoffe,dass es bald wieder besser geht.was kann ich denn zur vorbeugung machen??exspot bekommt er regelmäßig.im moment vermeide ich es nömlich zu lange mit ihm auf den wiesen zu laufen,aber das ist natürlich keine dauerlösung.:eusa_think::088:und übrigens mag er das spezialfutter vom TA überhaupt nicht.-es stinkt auch irgendwie nach maggie finde ich.kann ich auch selber etwas für ihn kochen???
 
Pewee

Pewee

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Zur Vorbeugung gibts fast gar nix. Frag mal meinen Hund... Er hats ÜBERALL. Mein TA erklärte mir aber, dass es in der Regel zwischen den Pfoten beginnt und sich dann steigert. Sprich, wenn du merkst es geht an den Pfoten los, direkt eincremen, beste Vorbeugung. Wir bekamen eine Lotion vom TA die ganz gut war um im Sommer gibts öfter mal ein Allergieshampoo Bad, damit wir es bissl eindämmen konnten.
Cortison brauchte er trotzdem jedes Jahr, jetzt versuchen wir es mal mit Stronghold. Soll auch gegen Milben helfen, wobei mein TA auch die Hoffnungen bissl eindämmen musste, weil manchen Hunden damit auch nicht geholfen ist.
 
bobbytimmilucky

bobbytimmilucky

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Kratzen,beissen,lecken

Mein Hund hat sich auch wie verrückt gekratzt und in die Pfoten gebissen. Flöhe waren es nicht. Es war nicht mehr mit anzusehen, er hat keine 5 Minuten mehr Ruhe gefunden. Es ging soweit, dass er sich schon kleine Fellbüschel ausgekratzt hat. Ich hab auch alles mögliche versucht.
Vom Tierarzt habe ich Tabletten bekommen, die gegen den Juckreiz helfen sollten - 2 Wochen lang ausprobiert aber hat nichts gebracht.
Letztendlich hat Lucky ein Antiallergiemittel gespritzt bekommen, da er Cortison nicht darf wegen seinem Cushing Syndrom. Und, ich habs kaum glauben wollen, sofort am nächsten Tag war Ruhe - kein kratzen kein Pfoten beissen mehr, gar nichts.
Entweder liegts bei ihm an den ganzen Pollen die rumfliegen, oder evtl. eine Futtermittelallergie.
Die Spritze ist jetzt 2 Wochen her, und die Wirkung hält 4-6 Wochen an.
Ich hoffe natürlich, dass es nicht wiederkommt. Wir werden sehen.
 
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Grasmilbenallergie?