Mein hund bellt alle an und will beissen

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MohW

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Hallo,

vielleicht könnten mir ein paar von euch ratschläge und tipps geben?
Es geht um meinen hund Luna - 1 jahr und 7 monate alt. Wir haben Sie seit ein paar tagen aus dem Tierheim geholt momentan ist sie noch auf probe bei uns.
Zuhause benimmt Sie sich super vorbildlich,bettelt nicht oder bellt eigentlich ist sie ein sehr schüchterner , ängstlicher Mischlingshund,so sagte es uns auch das Tierheim,da sie schon länger dort ist,und sie niemand haben wollte,weil so bald Menschen die
sie nicht kannte ans Gitter gegangen sind und sie sofort drauf los bellte und knurrte:roll:.
Mit unseren beiden Katzen verstand sie sich auf anhieb ganz gut,sie ist sehr neugierig und rannte immer hinter ihnen her.
Aber beim Gassi gehen geht das ganze Theater los, da wir Sie nicht draussen anbinden wollten wegen einkaufen blieb ich mit ihr vorm Laden stehen und wartete auf mein Freund, ein älterer Mann ging aus dem Laden raus und sie wurde auf einmal fuchsteufelswild und zog derbe an der Leine und wollte ihm in den unterschenkel beissen als er vorbei ging und bellte wild drauf los. Ich dachte erst es lege daran das er was getrunken hatte da man seine fahne meilenweilt riechen konnte aber so war es nicht.
Heute bin ich mehrmals mit ihr raus gegangen und sie bellte jeden passanten an sogar eine frau die nur an mir vorbei gehen wollte und sie mir ein spruch drückte : Eigentlich habe ich keine angst vor hunden aber ihrer ist ja sowas von aggressiv.:shock::eusa_think::(:roll:
Ich weiss nicht was ich machen soll,ich frage mich schon wie es werden soll wenn ich zum Tierarzt gehe o_O hilfe .....
Mir wurde zwar vom Tierheim gesagt sie möge Männer nicht so gerne aber so langsam glaub ich sie mag garkeine andere Menschen ich habe schon angst wenn ich jemanden draussen treffe der mich kennt sie geht ja dann auf die leute drauf so habe ich den anschein wenn ich sie nicht an der leine hätte....
 
22.11.2008
#1
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Guest

Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
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Ricalein

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Hallo MohW
und herzlich Willkommen hier im Tierforum.

Da hast du sicher ein schönes Stück arbeit vor dir, aber dein Hund ist noch jung und kann noch viel lernen.
Zu erst muss Luna erst mal zu euch richtig Vertrauen fassen und sich richtig einleben.
Dann ist es wichtig das ihr eure Luna zeigt das sie sich auf euch als Führungspersonen verlassen kann, das geht in erster Linie in dem ihr gerade in Kritischen Situationen die Ruhe bewart und ihr zeigt wie sie sicher dadurch kommt. Das muß man natürlich sehr einfach beginnen, sonst ist der Hund überfordert. Für den Anfang sollte es reichen wenn ihr ein paar einfache Gehorsamsübungen in eure Spaziergänge einbaut.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Moderator
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Hallo MohW und willkommen im Forum ;)

Es kann gut sein, das dein Hund schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat und jetzt verunsichert ist.

Ich würde zuerst mal Situationen meiden in denen der Hund Menschenansammlungen, bzw Situationen in denen im Menschen sehr nah kommen ausgesetzt ist.
Schön wäre es wenn du mit für den Hund fremden Leuten üben könntest, das andere Menschen nichts schlimmes sind.
Lass im von fremden (vielleicht aus dem Bekanntenkreis) Leckerchen zustecken (pass aber dabei immer auf, das die Leute den Hund nicht ungewollt bedrängen, also sich z.B. rüber beugen oder die Hand auf den Kopf patschen, sowas ist lieb gemein aber es sind keine sehr höflichen Gesten in "Hundesprache" und unsichere Hunde werden sich dann schnell bedrängt fühlen).

Zeig deinem Hund, das er in deiner Nähe nichts zu befürchten hat, wenn erstmal Vertrauen besteht zwischen euch (du hast sie ja erst seit ein paar Tagen) dann wird sie auch bald in schwierigen Sitution gelassener reagieren.
 
Crissi

Crissi

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... eigentlich ist sie ein sehr schüchterner , ängstlicher Mischlingshund,so sagte es uns auch das Tierheim,da sie schon länger dort ist...
Ich denke darin liegt der Hase (bzw. Hund) begraben. Deine Hündin kam Junghund ins TH. Für einen so jungen Hund heißt das erstmal raus aus der Geborgenheit (?) und rein in eine unsichere Umgebung ohne Bindung und Schutz. Dass sie jetzt auf fremde Situationen und Personen unsicher und ängstlich reagiert - und damit meine ich das Bellen und sich verteidigen - ist nur zu verständlich.
Wie schon gesagt, wichtig ist jetzt, dass sie zu euch Vertrauen fasst und merkt, dass sie nicht mehr schützen muss.
Den schützenden Part im Rudel hat immer der, der an der Front steht und das solltet zukünftig immer ihr sein.
Wenn deine Hündin jemanden verbellt, nehme sie so kurz, dass sie nicht von der Stelle kommt und drehe dich langsam und souverän vor sie. So, dass du zwischen ihr und der "Gefahr" stehst. Da du die Gefahr ja nicht als solche definierst wende dieser den Rücken zu und schau über deine Hündin hinweg. So wartest du, bis sie sich wieder beruhigt hat. Danach verhältst du dich, wie wenn nichts gewesen wäre.

... und was die Sprüche angeht: Steh ruhig dazu, dass du einen Hund aus dem TH hast, der noch Probleme hat. Du arbeitest ja daran!
Wenn ich überlege, was wir vor vier Jahren alles zu hören bekamen und wie viel Lob und Anerkennung wir inzwischen ernteten, weil wir diese oder jene Hürde geschafft hatten - das baut immer wieder auf.
 
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MohW

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Danke für eure Antworten und euren Tips;) ich werde optimistisch weiter dran arbeiten :)
 
Fussel

Fussel

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Huhu
Da sie noch auf Probe da ist solltest du dir Gedanken machen. Wenn du sie behälst kommt ein großes Stück arbeit auf dich, und das geht über Jahre. DU musst auf jedenfall in die Hundeschule, und es wird sehr nervendzerrend werden! Es wird immer mal wieder rückschläge geben, und ich bezweifele das sie je einer dieser Hunde wird die ohne STress durch riesige Menschen massen gehen können. Vielleicht ohne Gebell aber nicht ohne Stress!

Bei unserem Hund ist alles ähnlich, und wir arbeiten seit Jahren dran. Es sind langsame Schritte, aber es bessert sich Tag für Tag!
WIe schon geschrieben würde ich auf jedenfall in eine gute Hundeschule gehen die auf Leckerchen Basis und positive Bestärkung arbeitet!
Leckerchen - Das A und O.
Dein Hund muss Vertrauen zu dir Fassen, aber das ist ein langer weg! Mache dir vor jedem spaziergang eine Leckerchen Tüte zu recht. Dabei sollten es kleine Häppchen sein die mit einem bissen weg sind! Also die Handelsüblichen Leckerchen noch doll verkleinern. Wenn ihr dann raus geht solltest du probieren sie abzu lenken, sie mit dem leckerchen weg gucken zu lassen oder Leckerchen suchen lassen. Somit verbindet sie "Fermde Menschen = Leckerchen". zu Anfangs solltest du das immer machen, das heißt Stadt spaziergänge sollten rausfallen. Das ist mühseelig, und man kriegt viellleicht auch doofe Sprüche, aber es hilft! Mittlerweile können wir eigentlich an allen Leuten ohne Leckerchen vorbei, und dann und wann kriegt er danach eins.
Von dem Tipp mit dem leine kurzhalten halte ich nicht viel. Unser Hund hat sofort angefangen zu bellen sobald wir mehr zug auf die Leine gemacht haben. Natürlich darf sie nicht so lang sein das sie an die Menschen dran kommt, aber ruf sie lieber zu dir und nimm dann die Leine kurz, ohne das sie es groß merkt.
Wenn sie bellt, fang nicht an zu schimpfen oder sonst was. Ignorier es und geh weg, ohne ein Wort zum Hund. Schimpfen bestärkt sie nur in ihrer Angst. Auch solltest du drauf achten das sich weder fremde noch Bekannte über sie beugen, sie herlich "begrüßen" wollen oder sonst was. Das wird ihr alles nur Angst machen! Leute sollen sie ignorieren, wenn sie begrüßen will wird sie es machen! Wenn besuch kommt sag ihnen eindringlich sie sollen den Hund ignorieren, sie wird aus Neugierde irgendwann selbst kommen. Aber sonst kann es schnell passieren das selbst eure Freunde als gefahr angesehen werden. Niemand sollte sich über den Hund beugen, oder ihr direkt ins Gesicht schauen. Und auch nicht auf sie Einreden. Das alles sind menschliche Gesten, die dem Hund aber Angst machen!
Ehrlich gesagt gibt es sehr sehr viel was du alles beachten musst, und alle Sachen wird dir nur ein hundetrainer sagen können, der euch "live" sieht.

Der Weg wird lange und schwierig sein, aber es ist umso schöner später die Erfolge zu sehen!

Lg
 
plofre

plofre

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Es wurde im Prinzip schon alles gesagt.
Bei meinem TH-Hund war es genau umgekehrt. Er war außer Haus mustergültig brav und machte zu Hause Terror. Aber egal, was für Schwierigkeiten man in so einem Fall hat, gilt folgendes:

Auf dich kommt Arbeit zu. Du wirst eine gute Hundeschule brauchen, und wenn das nicht hilft, womöglich Einzelstunden bei einem Hundetrainer. Du wirst Geduld und Durchhaltevermögen brauchen. Es wird Rückschläge geben. Es wird Zeiten geben, wo du deinen Hund am liebsten ins TH zurück bringen möchtest, aber gib diesen Anwandlungen nicht nach!

Das alles wird Monate dauern, womöglich 1 Jahr oder länger. Aber wenn du das überstanden hast, wirst du einen Hund haben, der dein größter Schatz ist und den du um nichts in der Welt mehr hergeben möchtest.

Kopf hoch und Ohren in den Wind! Du schaffst das!

LG plofre
 
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