Zusammenführung: Hausherrin zieht sich zurück

Diskutiere Zusammenführung: Hausherrin zieht sich zurück im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo zusammen, habe hier schon viele Themen durchgelesen, aber nicht wirklich die passende Situation gefunden. Also erstmal zur Situation...
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catzor

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Hallo zusammen,
habe hier schon viele Themen durchgelesen, aber nicht wirklich die passende Situation gefunden.

Also erstmal zur Situation... Wir haben eine 2 Jahre alte Hauskatze (kastriert). Diese war extrem zutraulich und eine absolute Kuschelkatze. Schlief immer bei uns im Bett, ließ sich stundenlang streicheln, war immer in unserer Nähe.
Da sich die Arbeitszeiten etwas erhöht haben und wir ein schlechtes Gewissen hatten, auch wenn unsere Katze uns nie gezeigt hat, das sie beleidigt war, haben wir uns entschieden ihr einen Spielgefährten ins Haus zu holen.
Also lebt seit ca. einer Woche ein 3 Monate alter Kater bei uns. Das Problem zwischen den beiden ist nicht wirklich wie das der hier beschriebenen. Der Kleine ist extrem aufgeweckt, verspielt und voller Power.
Von Anfang an, fing unsere Katze aber an sich
zurückzuziehen. Sie hat ihm schon ein paarmal gezeigt, wer der stärkere ist, aber sie hat ihn nie wirklich verjagt oder verprügelt. Unter den beiden gibt es schon Interesse, sie spielen zwar nie miteinander, aber die Große schaut dem Kleinen oft zu. Auch beim füttern gibt es keine Probleme, sie können sogar ohne Stress aus einem Napf fressen, selbst wenn dort zwei stehen.

Jedoch übersteigt er auch Grenzen, ohne das sie sich wirklich durchsetzt. Der Kater setzt sich frech auf ihre Liebkingsplätze und anstatt ihm zu zeigen, das das ihrer ist, verläßt sie den Raum. Legt man ihnen Leckereien hin, kommt er angefegt und frißt beide Portionen ohne das sie eingreift.

Da noch alles sehr frisch ist, (eine Woche!) machen wir uns über diese Verhaltensweisen noch keine großen Sorgen. Unser Problem ist, das sich die Katze sehr von uns abwendet. Wir dürfen die sonst so verschmuste Katze nichtmal mehr streicheln. Dann macht sie Geräusche die wir vorher noch nie gehört haben. Eine Mischung aus Jaulen, Fauchen und Heulen, dabei zieht sie ein Gesicht, das Richtig angeekelt aussieht. Das ist jetzt seit einer Woche so. Sie kommt auch nichtmehr ins Schlafzimmer. Dafür aber der Kleine....

Dazu kommt, das sie total am Frustfressen ist. In dieser einen Woche hat sie so viel verputzt, das es sichtbar ist! (nur müssen wir doch immer was stehen haben, damit der Kleine sich gut entwicklen kann)

Ich lese in den Posts, man soll dem Hausherren zeigen das er die Nummer 1 ist. Nur wie, wenn sie es nicht zuläßt. Man kann sie nicht begrüßen, sie streicheln, ihr zuerst Futter geben, da sie einfach so total dicht macht.
Wie sollen wir das mit dem Futter machen, damit sie nicht in 4 Wochen platzt?
Wie bekommen wir es hin das sie sich nicht dauerhaft so verändert? Es sollte ihr zum Gefallen sein, ein Freund zum spielen. Sie ist allerdings so schwer entäuscht als wenn wir sie verraten hätten.

Wie sollen wir das mit dem Schlafzimmer machen? Wenn wir auflassen, kommt der Kleine direkt rein und haut sich hin. Das war vorher ihr absoluter Lieblingsplatz und sie war seitdem nichtmehr dort.

Vielleicht ist es sehr verfrüht sich Sorgen zu machen, aber die Wesensveränderung ist wirklich heftig. Wir hatten im Vorfeld eher Angst um den Neuzugang und nicht um den Chef.

Viele Worte... ich hoffe jemand hat ein paar Tips oder Erfahrungen.
Vielen Dank :)
 
05.12.2008
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
eifelbiene

eifelbiene

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Hallo catzor,

herzlich Willkommen im Forum.

Kannst du mal ganz genau schildern, wie das erste Zusammentreffen der beiden gelaufen ist?

Wie lange seid ihr denn außer Haus bzw. wie lange wäre der Kleine ohne Futter, wenn ihr es nicht zur freien Verfügung hinstellt?

Hier scheinen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander zu treffen. Der Kleine scheint schon sehr selbstbewusst zu sein und eure Katzendame ist vermutlich sehr schüchtern. In erster Linie gilt es, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und zu versuchen, die Anwesenheit des Kleinen mit positiven Dingen zu verbinden. Wenn die beiden zusammen fressen, unbedingt loben. Leckerchen würde ich direkt aus der Hand füttern oder der Katze geben und den Kater anderweitig beschäftigen.

Ebenfalls solltet ihr euch recht normal verhalten. Katzen, gerade wenn sie äußerst sensibel sind, spüren die Besorgnis ihrer Besitzer und könnte sie somit verunsichern.

Hast du schon mal versucht, mit beiden zusammen zu spielen?

Vorher war die Tür zum Schlafzimmer immer auf und eure Katze konnte nach Belieben rein und raus?

Evtl. könnte euch Feliway weiterhelfen: http://www.feliway.de/
 
C

catzor

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Hallo eifelbiene,
vielen Dank für die schnelle Antwort.

Die erste Begenung der beiden lief vielleicht für unsere Große suboptimal ab.
Wir haben den Neuzugang direkt zum Katzenklo gesetzt. (haben seit er das ist auch 2 Klos)
Der Kurze verschwand und versteckte sich sofort darin und miaute sich die Seele aus dem Leib. Die Katze war daraufhin sehr überrascht und interessiert, kam angeschlichen, wie auf der Jagd, guckte ins Katzenklo.
Nach kurzem Blickwechsel, fauchte sie, worauf er dann überraschenderweise mitmachte. Richtete sich auf und brummte zurück. (obwohl er nichtmal die Hälfte von ihr ist)
Das verwunderliche war, das sie plötzlich den Rückwärtsgang einlegte und sich verdrückte.

Sie hat sein Blenden sehr schnell durchschaut und weiss auch das sie stärker ist, jedoch setzt sie sich auch nicht wirklich durch. Es ist so, als ob sie keine Lust auf eine Auseinandersetzung hat.
Klar, hin und wieder jagd sie ihn mal ein paar Meter weg.
Das Problem ist wie auch schon gesagt, nicht wirklich zwischen den beiden, sondern zwischen ihr und uns.
Wir versuchen ihr Aufmerksamkeit zukommmen zu lassen, sie läßt uns abblitzen, geht weg, dreht uns den Rücken zu, miaut und faucht wenn man sie anfasst. Und schon ist der Kleine da und springt einem auf den Schoss, windet sich um die Beine, schnurrt und miaut uns an. Man kann den Kleinen doch nicht durchgehend im Regen stehen lassen oder?

Die Schlafzimmersituation war sonst immer so, das unser Schlafzimmer zu ist, solang wir nicht drin sind. Wenn jemand ins Bett ging, war unsere Katze sofort dabei und freute sich richtig darauf. Nachts war die Tür dann auf.
Auch immer noch.
Am ersten Abend, kam der Kurze nach langem jammern im Wohnzimmer rüber und macht es sich gemütlich. Vorher hat er auch nicht aufgehört zu schreien. Die Katze saß die ganze Nacht auf der Fensterbank und beobachtete von dort aus. Liess sich auch nicht überreden zu uns zu kommen, sie läßt sich ja nichtmehr anfassen :-(

Seitdem war sie Nachts überhaupt nichtmehr da, er kommt und geht wie er mag. Mal mehr mal weniger. (eher mehr)

Wir hatten uns auf ganz andere Probleme eingestellt, aber nicht auf diese und wissen wirklich nicht wir darauf reagieren sollen.

Zur Futterfrage. Unsere Katze hatte schon immer guten Appetit. Darum haben wir in letzter Zeit ein wenig zurückgefahren. Auf 3 kleine Portionen verteilt am Tag. Man konnte ihr auch vorher schon hinstellen was man wollte und sie hat halt verputzt was da war. (ist aber gesund, wir waren erst kürzlich bei TA)
Jetzt haben wir das Futter wegen dem Kleinen den ganzen Tag über stehen und sie haut rein wie ein Scheunendrescher.
Wir sind tagsüber ca. von 6h-15h ausser Haus. Sollte man trotz Babykatze Zeiten einführen?

Viel wichtiger sind uns jedoch die Verhaltensfragen, eine etwas dickere Katze ist uns lieber als eine traurige. Zur Zeit haben wir beides :(
 
senne

senne

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Hallo catzor,dieses Problem kenne ich zu gut.Ich habe darüber im Katzenkörbchen mit dem Titel es gibt noch Wunder gerade berichtet.Die Zusammenführung unserer Beiden hat fast 3 Jahre gedauert.Wenn ich Dir etwas raten darf,dann nur eines - habe Geduld.Man kann es nie genau beschreiben wie lange es dauern kann und was man am Besten macht,damit sich Deine Beiden akzeptieren.Ich habe mir so viele Ratschläge aus dem Forum geholt,aber nichts wollte so recht klappen. Es ist schon richtig,Deine Hausherrin MUSS immer an erster Stelle stehen.Begrüße sie immer mit Streicheleinheiten zuerst,und wenn Du ihr bis ins äußerste Zimmer nachläufst.Stell das Futter ruhig nach dem füttern weg,denn es gibt bestimmt eine Möglichkeit,Deine Kleine zwischendurch etwas Futter zu geben.Es ist nicht gut wenn durch frustfuttern Deine Katze zuviel an Gewicht zulegt,denn es dauert sehr lange,das normale Gewicht wieder zu erreichen.Auch unser Pili zeigte die gleichen Symptome wie Deine Katze(die angewiderte Mimik z.B. oder das fauchen mit dem komischen Geräusch)Das ist doch die einzige Möglichkeit für die Katze,Dir zu zeigen wie wütend sie im Moment ist über den Neuzugang ist.Jede Katze hat einen anderen Charakter und je nachdem wie stark sie ist,wird sie sich auch behaupten.Unser Pili z.B ist 2 X so groß wie unsere Kleine adoptierte,aber sie macht heute mit unserem Pili was sie will.Soetwas hätten wir niemals erwartet.Aber so sind eben Katzen.Ich wünsche Dir daß Du es mit Geduld schaffst denn Deine Beiden sind doch noch verhältnismäßig jung.
Es grüßt die Senne
 
Ashra

Ashra

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Das Problem kenne ich noch von der Zusammenführung von meiner Ashra und meinem Floyd.

Floyd war 12 Wochen alt als er zu uns kam und Ashra 1,5 Jahre.

Meine Ashra wollte Floyd eigentlich direkt abschlecken als Floyd anfing zu Fauchen.

Das hat meine Ashra scheinbar so beleidigt das wir sie die erste Woche gar nicht mehr streicheln durften ohne das sie mit Krallen nach uns geschlagen hat!

Ein paar Wochen hat sie uns noch angefaucht und hat meistens im Badezimmer gesessen.

Irgendwann ich weis gar nicht mehr wie lange es gedauert hat, kam sie zu uns auf das Sofa und schnurrte wie eine Maschine und von da an war alles gut.

Mit dem kleinen Floyd hat es sich ähnlich verhalten wie bei dir, das Eis war schneller gebrochen.

Lass deiner großen Zeit, spreche viel mit ihr und zeige ihr das du sie nicht vergessen hast.....

Was dein Futterproblem angeht, kannst du nicht einen Nachbarn bitten den kleinen zwischendurch mal zu füttern? Oder einen Freund/Freundin?
 
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Zusammenführung: Hausherrin zieht sich zurück

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