Megacolon bei 3 Tage alter Ratte möglich?

Diskutiere Megacolon bei 3 Tage alter Ratte möglich? im Ratten Gesundheit Forum im Bereich Ratten Forum; firstHallo, meine Notfellchen-Mama hat am Samstag 13 Welpen zur Welt gebracht. Zwei Welpen habe ich tot aus dem Nest geholt, unterentwickelt...
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Aleshanee

Aleshanee

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[FONT=Verdana,Tahoma][FONT=Verdana,Tahoma]Hallo,

meine Notfellchen-Mama hat am Samstag 13 Welpen zur Welt gebracht. Zwei Welpen habe ich tot aus dem Nest geholt, unterentwickelt, Bauchraum blutgefüllt (sah jedenfalls so aus). Abends ein weiteres Baby, das war einfach zu klein, am nächsten Morgen wieder ein weiteres Baby, ebenfalls zu klein und dort war die Wirbelsäule nur scheinbar halb ausgebildet (man konnte es regelrecht in der Körpermitte "zusammenfalten" (aber es hat bei der Geburt und auch danach gelebt).

Die Mama hat einen Wurf Welpen mitgebracht, die sind nun gerade knappe 4 Wochen alt, außerdem war die Mama unterversorgt (hatte mittlerweile Einstreu gefressen, weil die Leute abgehauen waren ohne einen Krümmel Futter oder Wasser für die Mama und ihre Welpen).
Das alles würde die Fehl- und Unterentwicklung der ersten 4 verstorbenen/totgeborenen (?) Baby´s erklären.

Nun habe ich heute Abend die Welpen kontrolliert und bei zweien war der Milch-Bauch kugelrund geschwollen, genauso, wie man es von den zahlreichen Foto´s aus dem Net kennt bei Megacolon-Ratzen.
Allerdings habe ich bisher nur gehört, das Megacolon ab etwa dem Zeitpunkt auftritt, an dem die Baby´s beginnen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Trotz Massage der Bäuchlein wurde kein Kot abgesetzt und wir haben die Kleinen auf Anraten der TÄin gehen lassen müssen, weil sie zusätzlich auch schon Bauchkrämpfe hatten und nur gelitten hätten.

Sie meinte allerdings auf meinen Verdacht wegen Megacolon, das könne in einigen Fällen auch bei Baby´s auftreten, andererseits könne es auch ein anderer Gen-Defekt sein, weil ja z.B. die beiden ersten Baby´s, die tot im Nest lagen, auch scheinbare Probleme mit dem Bauch hatten.

Wollte nun mal wissen, ob jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Wenn ja, wurden Ursachen gefunden? etc. Ich würde gerne wissen, wie groß die Gefahr für die restlichen 7 Baby´s ist, daß sie ähnliche Symptome entwickeln könnten.
Die Mutter ist eine Pearl-Ratte und in der Wohnung haben wir auch zwei Pearl-Böcke eingefangen, allerdings konnten die nicht zu dem Weib, es sei denn die Besitzerin hat da vorher nen Pearl-Bock draufgesetzt, kann aber auch ein anderer Bock der Vater sein, in der Wohnung waren auch Black´s drin. Außerdem sie hat wohl auch einige Ratten mitgenommen, bevor sie den Rest sich selbst überlassen hat.

Bei Pearl auf Pearl kenne ich das eigentlich vom hörensagen und aus dem Netz nur so, das ein Teil der Welpen dann wohl schon im Mutterleib absterben und resorbiert werden. Oder hängt das Sterben dieser Welpen evtl. doch mit dem Lethal-Faktor zusammen?

Sind solche Defekte auch einfach nur aus Inzucht-Gründen möglich? Ich bin grad echt durch den Wind, wenn ich an die anderen Kleinen denke und das ihnen ein ähnliches Schicksal bevorstehen könnte. Für die Mama wäre es ohne Zweifel besser, wenn sie keinen weiteren Wurf großziehen müßte, da sie wirklich nur klapperdürr ist, aber sie hat definitiv genug Milch für die Welpen, denn alle Bäuchlein sind gut gefüllt und die Mama haut alles Futter weg, was man ihr vor die Nase setzt.


Vielleicht weiß ja jemand hier eine Lösung, ich werde der Mama definitiv zumindest mal Fencheltee in die Flasche hauen, auch wenn das wohl eher für mein Gewissen ist, damit ich überhaupt irgendwas tun kann...


Besorgte Grüße
Alesha
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10.12.2008
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Hast du schon einen Blick in den Diagnostischer Leitfaden und The von Anja geworfen? Für Diagnostik und Therapie findest du hier den idealen Leitfaden. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
Chipi

Chipi

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Hallo Alesha,

ach, das ist ja Mist :056: tut mir echt leid.

Das Problem bei Pearl/Pearl-Verpaarung (und dummerweise ist die Farbe auch noch rezessiv vererbt) ist wohl dasselbe wie Lethal white bei Meerschweinchen, die Babies sind schlicht nicht lebensfähig.

Megacolon ("Morbus Hirschsprung" beim Menschen) kann entweder eine erworbene Krankheit sein, oder aber eben einen Gendefekt als Ursprung haben, der verhindert, daß verdaute Nahrung ausgeschieden wird und sich immer weiter im Dickdarm ansammelt.
Es soll wohl so sein, daß hoch-weißanteilige Ratten (und auch hier muß anscheinend der komplette vererbte Weißanteil, nicht nur der Phänotyp berücksichtigt werden) eher Gefahr laufen, diesen Gendefekt zu tragen.
Offenbar ist diese Krankheit nicht von der Aufnahme fester Nahrung abhängig:
Affected rats were normal at birth, but developed marked abdominal distension at 3–14 days and were dead by 41 days of age in all cases.
http://www.afrma.org/megacecum.htm

Ich drück die Daumen, daß die anderen durchkommen!
 
Aleshanee

Aleshanee

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Hi Chipi,

ich hatte ja schonmal ne Darmverschluß-Ratte, da ist die Schwester mit drei Monaten definitv an Megacolon gestorben (war, wenn ich mich recht ernnere ne Bareback), er war 6 Monate alt und nen Mink Berkshire (lt. meinem TA konnte man davon ausgehen, das es eine chron. Form von Megacolon gewesen sein könnte, weil eben die Schwester auch Megacolon hatte). Soviel also zum High-White und nur Ratten mit hohem Weißanteil bekommen Megacolon. Man sollte die Elterngeneration da schon mit einbeziehen. ;)

Danke für den Link, ich schau gleich mal, hatte bisher halt nur immer gelesen, das es eben auftritt ab dem Zeitpunkt der festen Nahrungsaufnahme. Allerdings habe ich gestern bei Wikipedia was gefunden, wo es sich anhörte, als könne Megacolon auch sofort auftreten.

Naja, dann gehe ich demnach mal von Megacolon bei den beiden Baby´s aus, kontrolliere die anderen jetzt mehrmals tägl., bisher ist alles ok. Hoffe das bleibt so, hab genug davon Baby´s bei der Mama rausfischen zu müssen. :(

Liebe Grüße
Alesha
 
Chipi

Chipi

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Soviel also zum High-White und nur Ratten mit hohem Weißanteil bekommen Megacolon. Man sollte die Elterngeneration da schon mit einbeziehen. ;)
Auf jeden Fall - daher meinte ich ja:
und auch hier muß anscheinend der komplette vererbte Weißanteil, nicht nur der Phänotyp berücksichtigt werden
hinsichtlich des genetischen Ursprungs.

Vor der erworbenen Form von Hirschsprung ist wohl keine Farbe sicher.
 
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