Das Unten-Oben Problem und "Wie baue ich mehr Muskeln auf"

Diskutiere Das Unten-Oben Problem und "Wie baue ich mehr Muskeln auf" im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo ihr Lieben! Mittlerweile habe ich Pakeno ja soweit, dass ich problemfrei auf der Wiese reiten kann. Er hat zwar mal seine 5 Minuten wo er...
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Silberfeder

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Hallo ihr Lieben!

Mittlerweile habe ich Pakeno ja soweit, dass ich problemfrei auf der Wiese reiten kann.
Er hat zwar mal seine 5 Minuten wo er nur noch rückwärts geht, aber dann gehen wir halt länger als er will rückwärts und schon ist er brav.

Auch kann ich auf dem Platz und im Stall ALLES machen, ob Flatterbänder etc. oder irgendwelche Raschelsachen.
Auch beim führen keinerlei Problem.

Jetzt war ich am Samstag reiten, und wollte eine schon häufig geführte Strecke zwischen Wiesen entlang gehen, da reckte er seinen Kopf zur Seite, wandte sich plötzlich um und buckelte wie ein Bekloppter los.
Er lies sich leicht zurückholen, aber an umdrehen war nicht zu denken, hatte mir auch gehörig wehgetan dabei, obwohl ich nicht fiel.
Ob er jetzt seitlich schaute, um die vor ihm liegende seitliche Pfütze besser sehen zu können, oder seitlich zu dem kleinen Sumpf oder zu den Holzhüttchen blickte, weiß ich nicht.
Ich ritt nochmal auf dem Platz
danach, und alles war ok.

Am nächsten Tag ging ich nochmal an den Pfützen entlang, geführt.
Es war alles prima.
Er wollte zwar Patou nicht INS Wasser treten, aber lief mühelos drum rum.

Heute musste ich zwangsläufig ins Gelände, da meine Reitwiese mit Pferden besetzt wurde.
Hatte die Woche über nur 1x longieren können.
Pak lief recht gelassen, an einer Stelle scheute er (es war eine Senkung in der Wiese, die zum Weg führen sollte, bin da schon 1000 Mal dran vorbeigegangen).
Den Rest des Weges lief er super.
Gefahrensituationen ging ich weitläufig aus dem Weg, damit wenigstens ein einziger Ausritt vernünftig endet.
Er scheute vor einem winzigen Zipfel Mars-Papier auf dem Weg.

Wir trabten, er lies sich super zurückholen.
Auch beim Passieren der Wiese seiner Herde ging er brav weiter.

Soviel zum Geschehen.

Ich weiß nur echt nicht, was ich genau machen soll.
Auf dem Platz läuft alles prima.
Scheutraining, einfach alles.
Im Gelände geht vom Boden aus alles, sobald ich drauf bin, ist es, als wäre ich weg und er alleine auf der Welt.

Wie am besten üben?
Es ist immer jemand dabei, da ich grundsätzlich ohne Helm reite (mich macht der Riemen wahnsinnig), von daher fällt die Idee raus, das wer anders von unten "hilft".
Ich bin nicht wirklich gewillt, jeden Ausritt mit dem panischen Durchgehen seinerseits zu beenden, aber genauso wenig will ich nur auf der Wiese reiten.

Ein Zweitpferd haben wir schon mehrfach probiert, sobald ein Zweites dabei ist, bockt und zickt er nur noch.
Es lenkt offenbar zu sehr ab.

Also was tun?

Mein zweites Problem ist, Pak baut zwar super schnell Muskeln auf, aber auch ab.
Ich komme also kaum dazu, wirklich viel zu verändern.
Er ist mittlerweile im Rückenbereich gut bemuskelt und auch der Hals ist keine Gräte mehr, der Po ist zwar immernoch flach, aber man sieht keine Knochen mehr.
Welche Übungen kann ich gut machen, um diese Bereiche am Po zu stärken, ebenfalls andere?
Ich kann nur gelegentlich longieren und habe keine Hilfszügel.
Beim reiten sind wir grade bei vielen Schritt-Trab Übergängen und Rückwärts-Traben Hopsern, immerwieder also rückwärts richten etc.

Vom Boden sind wir grad dabei, mal das Schenkelweichen zu beginnen, er macht es gut.
Wendungen halt auch, sprich um die Hinterhand/Vorderhand wenden, mir folgend.

Welche speziellen Übungen beanspruchen welche Partien gut und sind für uns, die wir noch gut am Anfang stehen, realisierbar?

Ich habe schonwieder ewig gelabert, aber es liegt mir sehr am Herzen, ihn weder zu Überanspruchen noch alles zu lasch zu machen.
Meine kompetente Hilfe ist ja leider abgehauen.
Reitlehrer geht definitiv nicht, gibt keine mobilen hier und die aus der Reithalle kosten so viel, dass ich mir zur Not auch ein zweites Pferd leisten könnte :(

Wäre also über kompetente Aussagen sehr dankbar!
Ich denke, grad Ronja, Bine, Lilly, Burani, Fussel und Schlange werden mir da gut helfen können *fällt mir spontan ein*

Hoffe auf Euch :D

Liebe Grüße
Eure Feder
 
27.12.2008
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
B

Brillenschlange

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Guten Abend Feder,
Zu deiner ersten Frage, wo du noch üben könetest, kann ich dir auf die Schnelle raten, falls es bei euch möglich ist, gerade im Gelände an der Hand Schrecktraining zu machen, später auch vom Sattel aus.
Du könntest ja einen netten Mitmenschen, auf den Pak nicht so arg fixiert ist, bitten, einen bunten Schirm auf einem Waldweg aufzuspannen, während du ihn führst. Es gibt ja hunderte von Übungen aus der GHP, da kann man sich fein etwas raussuchen.

Muskelaufbau ist ja bei einem so jungen Pferd immer wichtig, vielleicht habt ihr eine recht anspruchsvoll zu begehende Weide (ich denke an einen Abhang etc.), da baut er von allein schon Muskeln auf.

Später kann ich dir ausführlicher antworten,
Bis dahin,
LG
 
Silberfeder

Silberfeder

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"Morgen" Schlange!

Ich habe ja geschrieben, an der Hand geht Pakeno an allem und wirklich überall dran vorbei: Mähdrescher, Pfützchen, Sümpfe, Regenschirme, Flatternde Planen, einfach an allem.
Und kaum sitze ich oben, wird er zum Nervenbündel.
Auf dem Platz ist das nicht.
Da kann ich sowohl oben als auch unten alles mit ihm machen.
Allgemein, da kann ich auch problemlos mal die Zügel lang lassen, garkein Problem.
Und im Gelände wird er, lasse ich die Zügel mal etwas länger, direkt hastig, zappelig und möchte direkt einfach heim.
Beim Traben allerdings kann ich ihn auch im Gelände gut regulieren, da muss ich nichtmal die Zügel irgendwie beachten, da reichen dann schon die Stimmkommandos.
Aber halt nur, wenn ich ihn gewollt antraben lasse, macht er es selbst, dann ist er schwer nur wieder unter Kontrolle zu bringen :(

Zum Muskelaufbau:
Jaa, wir haben hier direkt hinterm "Hof" einen schönen steilen Berg, zum Führen sogar schon zu steil. Daher würde ich den Part lieber "reiten" :mrgreen:
Du verstehst was ich meine?

Liebe Grüße
Federchen
 
Ronja11

Ronja11

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Es scheint, das er, wenn Du oben bist, kein Vertrauen zu Dir hat. Das muss in irgendeiner Form gestärkt werden.
Zweite Möglichkeit, das er wenig Rückenmuskulatur hat und wenn Du mit ihm unterwegs bist, er Schmerzen bekommt und deswegen Dir nicht vertrauen kann.
Ich würde erstmal, auch wenn er da immer lieb ist, mit ihm im Gelände nur spazieren gehen. Gesattelt, getrenst. So, dass alles für ihn ohne Schrecken abläuft. Dann ihn wieder reiten und wenn Du weißt, da kommt eine Stelle, da geht es ab, ganz selbstverständlich vorbeiführen und wieder aufsteigen, einfach, das das Gelände immer normaler wird und er mal eine zeitlang ohne Kollaps da durch kommt.
Auch über Stangen traben baut Bauch und Rückenmuskulatur auf!
 
B

Brillenschlange

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Guten Morgen ist gut. :mrgreen:

Mhm... vielleicht liegt es einfach daran, dass es alles für ihn ein bisschen viel ist, wenn du oben was von ihm forderst und er doch viel lieber die schöne Landschaft erkunden würde.

In jungen Jahren sind ja viele Pferde schnell auf 180 und steigern sich da einfach rein. Das bessert sich mit den Jahren meistens.
Aber für dich ist das im Moment natürlich eine ziemlich doofe Situation.

Zum Muskelaufbau:
Jaa, wir haben hier direkt hinterm "Hof" einen schönen steilen Berg, zum Führen sogar schon zu steil. Daher würde ich den Part lieber "reiten" :mrgreen:
Du verstehst was ich meine?
Ich weiß, was du meinst.
Ansonsten läuft Muskelaufbau natürlich über das Training, man muss eben versuchen, Vorder- und Hinterhand gleichmäßig zu fördern, sonst latschen die Pferden später auf der Vorderhand herum.
Longenarbeit wäre ja auch ideal, wenn du zunächst dich da oben nicht draufsetzen willst oder keine Zeit hast etc.
Ansonsten natürlich auch mal Cavaletti springen lassen und über Stangen traben lassen, das baut den Rücken zusätzlich auf.

LG

EDIT:

Ronja war schneller. ;)
 
Seeley

Seeley

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Hey Feder!

Die Beschreibung deines "unten-oben Problems" klingt fast wie eine Beschreibung meiner Reitbeteiligung vor wenigen Monaten.
Polly (17-Jährige Irish Tinker Stute) war das reinste Nervenbündel im Gelände. Aufm Platz gings. Als ich sie vor 4 Monaten als RB bekommen habe is sie manchmal einfach plötzlich aus dem Nichts umgedreht und losgaloppiert wenn sie sich vor nem Ästchen, ner Tüte....... erschreckt hat; oder wenn wir auch nur in die Nähe einer Galoppstrecke gekommen sind konnte ich nicht mehr tun als mich festhalten - bremsen war unmöglich (sie hat jetzt nicht gebuckelt - aber sie ist so lnage gerast bis sie keinen bock mehr hatte - außerdem hat sie sich in dem Mördertempo gerne mal noch erschreckt und Haken geschlagen wien Hase oder wie vorher schon beschrieben ne vollbremsung reingehauen sich umedreht und ist wieder losgebrettert.....). Mit anderen Pferden ausreiten war auch so ne sache: Vorne war sie n Nervenbündel weil sie schiss hatte und hinten hat sie die andern zusammengehauen.... un anhalten egal aus welcher Gangart war nur möglich wenn man sie umdrehte und sie dann grasen lies. Für Polly galt "damals" nur eins in jeder Sitation und jeder Gangart: Entweder volles Tempo oder grasen (insofern Madame sich nicht gerade vor nem Grashalm erschreckt hatte ):?

Ich habe dann - wie hier auch schon beschrieben wurde - im Gelände nur noch vom Boden aus gearbeitet bis sie da in JEDER Situation vollstes Vertrauen zu mir (und wichtig: auch ich zu ihr!) hatte.
Dann habe ich vom Oben weiter gemacht. Zuerst kleine und ungefährliche Runden im Schritt. Das habe ich solange gesteigert bis ich heute nach 4 Monaten vergleichsweise normal und entspannt mit ihr ausreiten kann! Ja sie erschrickt manchmal noch aber nicht mehr so extrem dass sie solche Aktionen startet wie ich oben beschrieben habe - heute zuckt sie und starrt wien Auto auf das Ästchen, aber sie geht anstaltslos daran vorbei.

Wichtig war, dass ich viel mit ihr geredet habe und ihr (erst von unten) Komandos beigebracht habe die ich heute super einsetzen kann (da ich zu beginn gemerkt habe dass sie super auf Stimme reagiert).

Und das allerwichtigste was ich lernen musste war: in jeder Situation ruhig zu bleiben, mir und meinem Pferd zu vertrauen, damit Polly mir vertrauen konnte. Die restlichen Problemchen ließen sich mit diesem gegenseitigen Vertauen und sanfter Konsequenz ganz einfach durch schrittweises annähern verbessern. Heute ist sie wie gesagt weitestgehend schreckfrei (solange ich ihr keinen Grund gebe unsicher zu werden) sie kann brav anhalten und wir können jede Ganart in geregeltem Tempo gehen.

Hoffe ich kann dir mit meinem Erfahrungsbericht etwas helfen.

LG Seeley
 
Silberfeder

Silberfeder

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Huhu ihr zwei!

Vertrauen hat er, zumindest irgendwie.
Weil auf dem Platz macht er ja alles.
Im Gelände halt nicht :(

Was die Rückenmuskulatur angeht, Ronja, habe ich ja geschrieben das er diese gut aufgebaut hat. Früher war links und rechts von der Wirbelsäule gähnende Leere, jetzt ist sein Rücken gut bemuskelt und auch der Po hat was abbekommen, aber das war's halt auch :)

Ins Gelände führen, das tue ich ja meistens, da ich ihn an den "Horrorszenarios" vorbeiführe.
Aber es gibt halt keinerlei Vorhersehbarkeit.
Montags geht er am Schnipsel vorbei, Dienstag dreht er ab.
Weißt du was ich meine?
Mal hat er Angst, mal nicht.
Und ich müsste dann halt irgendwie ständig absteigen und vorbeiführen..

Muskelaufbau: Wir haben weder Stangen, noch Cavaletti's.
Ich könnte mir Zaunpfosten kaufen, die Spitze absägen und diese als Hindernisse (Bodenstangen) nutzen, aber das funktioniert auch nicht wirklich gut (wie will ich 2m Pfosten zum Stall bekommen? xD).

Hätte ich ausreichend Geld dafür, dann würde ich zum Reitstall mit ihm latschen der 5 Fußminuten entfernt ist und 1 Springplatz 1 Reitplatz und 1 riesige Halle hat.
Aber der Typ möchte dafür direkt 450€ jährlich haben, seine Anlage nutzen zu dürfen -.-
Und so oft will ich da ja dann später nicht mehr hin.. *grml*
Außerdem Schicki-Micki-Stall mit Bonzen-Dressurpferden und DEN Überspringern :(
Die haben als ich da mal vorbeispazierte schon richtig lautstark gelästert und gemeckert, da kann man sich nicht recht konzentrieren.

Aye, übrigens ignoriert mein Pferd Stangen und Hindernisse, wenn Sie "vor" ihm stehen. Er rennt zur Not daran vorbei :eusa_doh:

Wie könnte man denn Zaunpfähle zu kleinen Cavalettis basteln?
Also mit welchen "Stützen"? Über Bodenstangen habe ich ihn ja am alten Stall viel laufen lassen, aber irgendwie hat das nie gefruchtet, also er hat dadurch nicht wirklich Muskeln aufgebaut.

Ich weiß, ich negiere alle Antworten direkt, aber das dürfte ja zeigen, dass ich einiges schon ausprobiert habe :(
Stangenlaufen und longieren mit Dreieckern habe ich ja bis zum Unfall fast ausschließlich gemacht.
Also von Juni bis Ende September.
Reiten ging ja auch zwecks fehlendem Sattel damals nicht >.<

Liebe Grüße
Federchen :lol:
 
B

Brillenschlange

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Mit den Stangen wäre ich vorsichtig, wenn ein Pferd darüber stürzt, kann es sich im schlimmsten Fall das Bein aufreißen.
Cavaletti an sich sind doch nicht so furchtbar teuer, oder? Und die Pömpel kannst du durch gleich große Kisten etc. ersetzen.
 
Seeley

Seeley

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Vertrauen hat er, zumindest irgendwie.
Weil auf dem Platz macht er ja alles.
Im Gelände halt nicht :(

........

Ins Gelände führen, das tue ich ja meistens, da ich ihn an den "Horrorszenarios" vorbeiführe.
Aber es gibt halt keinerlei Vorhersehbarkeit.
Montags geht er am Schnipsel vorbei, Dienstag dreht er ab.
Weißt du was ich meine?
Mal hat er Angst, mal nicht.
Und ich müsste dann halt irgendwie ständig absteigen und vorbeiführen..

Irgendwie Vertrauen reicht meiner Erfahrung nach bei "solchen Pferden" nicht!
Polly hat auf dem Platz auch alles gemacht aber nicht weil sie mir dort ewa irgendiwe vertraut hätte, sondern weil sie wusste, dass ihr dort nichts passiert! Außerdem war ich mir aufm Platz auch 100%ig sicher.
Und das mit dem Eschrecken war genauso: am einen Tag lies sie den Traktor aufm Feldweg ganz cool passieren, hat sich dann aber vor nem ruterfallenden Blatt vom Baum nen Herzinfarkt geholt. Es War (ist) total willkürlich wann und vor was sie sich erschreckt !

Dein Pak merkt genau wo du dir sicher bist und dir und ihm vertraust. Genauso spürt er das kleinste Zögern und schon die geringsten Zweifel deinerseits.
Ich denke in diesem Punkt musst du auch ein bisschen an dir arbeiten, denn wenn du als "Leittier" zweifelst und Unsicherheit zeigst, hat er ja gar keine andere Wahl.
(Das hat meine Polly mir "beigebracht" und es hat uns beiden sehr geholfen!)

LG
 
Silberfeder

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Schlange, die Stangen sind auch einfach nur Runde Stangen, aber haben halt anfänglich noch eine Spitze an einer Seite..
Also nichts anderes als Natur-Stangen.

Ich habe übrigens keine Angst im Gelände, zögere nie etc.
Es kommt ja meist überraschend, wodurch er mir halt manchmal auch ordentlich wehtut.
Aber ich breche halt auch nicht ab, sondern mache dann weite,r weil ich es so ja nicht enden lassen kann.
 
Seeley

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Ich glaube ich hab zu viel gelabert und mich falsch ausgedückt.....sorry mein Fehler.

Das du Angst haben könnstest habe ich nicht gemeint..... aber du weist dass etwas kommen kann und das reicht oft schon aus (hat es bei mit auch) - das unterbewusste meine ich damit auch.
 
Silberfeder

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Ja, das stimmt wohl.
Aber ehrlich gesagt habe ich dieses unheimliche Gefühl immer, auf dem Platz, beim spazieren (er hat mir mal weil er total panisch zur Seite seinen Kopf warf ziemlich böse einen Wirbel angeknackt), eigentlich immer, sobald wir aus dem Stall raus sind, weil er halt wirklich immer wieder seine Tage hat, wo er ein Monster wird.. :(
 
Ronja11

Ronja11

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Irgendwie vertrauen reicht nicht. Und Reitplatz und Gelände sind totale Unterschiede!!!
 
Silberfeder

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Aye, Ronja, das sage ich doch die ganze Zeit.
Aber nicht nur Reitplatz und Gelände, sondern auch oben und unten.

Reitplatz ist in unserem Fall allerdings eine Wiese mit ich glaub 80x20m größe derzeit, erhöht, die können alles Überblicken.

Ich weiß halt nicht wirklich, wie ich das Vertrauen von oben im Gelände sichern kann, wenn er ja ständig in Panik verfällt.
Bin ich unten, bin ich unten und da ist ja alles wie immer: Ok.
Gehe ich dann an dem Teil vorbei und will nochmal dran vorbei reiten, passiert dasselbe.
Und ich würde halt gerne irgendwie dieses Vertrauen sichern können, ohne immer absteigen zu müssen, denn das hilft ja nicht so recht.
Ich umschiffe Gefahrensituationen derzeit gut, sodass es beinahe "Angstfrei" funktionieren kann..

Liebe Grüße
Federchen
 
Burani

Burani

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Hey

sehe es ganz klar wie Ronja, er hat kein Vertrauen,wenn du im Gelände oben drauf sitzt.
Da muss erstmal was passieren. Er braucht da Vertrauen.

Welche Übungen hast du auf dem Platz gemacht,wo du drauf sahst?

Evtl kann dir eine Person helfen, wenn du im gelände bist.

Zudem würde ich dir raten,einen Helm aufzuziehen, da bringt auch eine andere Person nix. Denn die kann dich schlecht schützen,wenn du fällst.
Und gerade bei Pak, der gern buckelt etc sollte unbedingt der Helm drauf sein.
 
Silberfeder

Silberfeder

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Hallo Burani!

Danke erstmal das du dich meldest :)

Wie erwähnt, gerade weil das oben-unten-Problem besteht, brauche ich ja Rat.. Ich weiß ja leider, dass im Gelände keinerlei Vertrauen vorliegt, sitze ich oben (als sei ich einfach komplett weg!).

Auf dem Platz habe ich erstmal allgemein ihm zeigen müssen, das Reiter nicht böse sind.
Als wir dann das ganze geklärt hatten mussten wir erstmal ums lenken kämpfen, die vorrigen Reiter hatten das nämlich nur per Zügeleinwirkung getan.
Schritt, Trab, Rückwärtsrichten, Regenschirm wird von einer anderen Person geschlossen mitgeführt, mal auf die Schulter gelegt, dann langsam aufgespannt, aufspringen lassen, Flatterbänder, Plane die nur mit 1 Stein am Boden befestigt ist, Hund zwischen den Beinen (blöder Hofhund, das war nicht ganz gewollt) und Geräuschkulisse ein wenig angefangen (z.B. gepfeiffe hinter ihm, Zeitungsgeknister etc. etc.).

Also soviel auch nicht, und alles auch nur Maßen.
Aber er hat damit keine Probleme.

Wenn du mir sagen kannst, wie eine Begleitperson mit helfen könnte, wäre ich dir dankbar.
Er ist immer dabei und manchmal führt er Pak auch für mich einige Meter weiter, wo ich mit Treiben nicht weiterkomme, weil er Patou nicht da lang will.

Helm: Ich habe es immer und immerwieder versucht, aber dieser dämliche Riemen am Kinn stört mich so sehr, dass ich mich nichtmehr auf's Reiten konzentrieren kann. Habe permanent das Gefühl, gewürgt zu sein und kann nur schwer schlucken. Ist also wirklich sehr unpraktisch das Teil :(
Und so heftig buckelt er ja auch wieder nicht, es wird ja nichtmal kritisch bei uns.. Aber ich weiß, wovon du redest und verstehe es natürlich.

Wir waren übrigens grad nochmal draussen und er war anfänglich total kirre und hat sich immer auf der Stelle umgedreht, den Kopf hochgeworfen und wollte direkt lostraben nach Hause, bin aber hartnäckig geblieben und habe ihn dieselbe Strecke geritten wie gestern.
Heute ist er an dem Schnipsel vorbeigegangen, als wäre es nicht da..
Beim Traben habe ich sogar die Zügel mal länger gelassen, und er preschte nicht los, sondern war recht gelassen.
Er ist halt einfach komisch :eusa_think:

Liebe Grüße
Federchen
 
Burani

Burani

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Hey

Er ist verunsichert, will nach Hause. Das lese ich heraus.

Jetzt ist die Frage,wie das am besten Üben.

Redest du mit ihm? Evtl könntest du ihm einfach was erzählen, hauptsache er hört deine Stimme und weiß,das du da bist.
Ansonsten ganz langsam vertrauensübungen im Gelände machen, schritt für schritt und langsam.

Gehe mal einen neuen Weg mit ihm, so hast du schon keine Gedanken ''oh gott, er dreht gleich wieder ab''. Denn durch solche Gedanken versteifst du dich,das Pferd merkt das und weiß, oh je,jetzt stimmt was nicht. Ich will heim.

Burani zickt auch ganz gern herum und will heim.
Sie fängt dann mit schnellen Wendungen an,aber ich reagier schneller und treibe sie weiter nach vorne (ich lasse sie gar nicht erst wenden)
Ansonsten, richte ich sie so lange nach hinten bis sie wieder freiwillig nach vorne geht.
Oder ich gehe Bahnfiguren, so das sie nicht auf dumme ideen kommt.
So habe ich das ein oder andere mal die Dressurstd ins Gelände verlegt.
 
Elly

Elly

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Hey,

hatte das am Anfang mit meiner RB auch, dass sie Angst vor ungewohnten Situationen hatte und "oben drauf" war viel weniger beruhigend als "unten daneben".

Bei uns war es einfach die Zeit die geholfen hat. Immerwieder ins Gelände neue Situationen , neue Wege. So wurde sie auch selbstsicherer und hatte nicht sofort Angst vor jeder Mülltüte, die im Gras liegt.

Zum Helm: Warum machst du dir das Band nicht einfach lockerer? (hab ich auch)
 
antigone4100

antigone4100

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Hi Feder

Dein Pferd scheint ja einen Stressfaktor zu haben.

kein Vertrauen gehört ja auch dazu.
Ich kenne dieses problem nur zu gut, meine Stute war auch so.

Klar habe ich auch alles probiert etc.

Dann bin ich auf eine Tierheilpraktikerin gestoßen, die sehr alternativ arbeitet und mit mit ihr gemeinsam das Problem gesucht und auch gefunden.

Ich habe dir mal einen Text über Kinesiologie hier rein gesetzt.

Es hört sich vielleicht doof an aber es hilft, heraus zu finden ob Pferde ein Problem/Stressfaktor haben.





Die Kinesiologie – die Lehre von der Bewegung - ist eine sanfte ganzheitliche Methode. Sie gehört zur Bioenergetik, einer alternativen medizinischen Richtung, die sich mit den Energiekreisläufen im Körper befasst. Als solche hat sie sich den Grundsatz der chinesischen Energielehre zu eigen gemacht, der besagt, dass die Gesundheit des Menschen / Tieres vom freien Fluss der Lebensenergie (chinesisch „Chi“) im Körper abhängt.
In der Kinesiologie werden die Muskeln des Menschen wie ein Messinstrument benutzt. Die Muskelreaktion zeigt nämlich an, wenn ein Stressfaktor vorhanden ist.
Stressfaktoren können z. B. erkrankte Organe, Narben, Futtermittel und Artgenossen sein. Durch den kinesiologischen Test ist es möglich, geeignete Mittel zu finden, wie der gestörte Energiefluss wieder hergestellt werden kann.
Das Tier kann selbstverständlich nicht seinen Muskel zur Verfügung stellen. Darum wird ein Tier über eine Surrogatperson (Mittelsperson), meist der Tierhalter, getestet. Das ist möglich, weil Tier, Surrogatperson und Tester einen Energiekreis bilden.


Lg antigone
 
Elly

Elly

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@antigone:
Und was hat das bei deinem Pferd gebracht *neugierig*?
Ich weiß nicht, was ich von solchen , ich sag mal "alternativen" Methoden halten soll.
Wie soll man denn den "Stressfaktor" dann behandeln? Mm nach geht das nur durch Übung, dem Pferd die verschiedenen "Stressfaktoren" näher bringen.
Sprich GHP oder einfach viel ausreiten in verschiedenen Situationen.
Für mich selber war es auch eig. immer beruhigender, wenn noch ein anderer Reiter dabei war. (wenn ich neue Weg gegangen bin)
Und ich musste lernen in Gefahrensituationen selber die Ruhe zu bewahren und mein Pferd nicht noch mehr verrückt zu machen.
 
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