Panikboxmethode - Vergesellschaftung

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Fussel

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Huhu
Bin jetzt schon öfetrs drauf gestoßen das man (bei zb. Mäusen oder Lemmingen) die Tiere in einer Panikbox vergesellschaften soll. Also erst Badewanne und dann die Box. Habe mir alles dazu mal auf
diebrain durchgelesen, und ich verstehe denn Sinn einfach nicht.
Habe ja selbst keine Tiere bei denen es so empfohlen wird. Aber warum wird das so gemacht? Warum genau kann man die Tiere nicht normal auf neutralem Grund vergesellschaften?

Ich finde Panikbox (oder netter gesagt Transportbox) echt heftig. Alle sagen immer man soll seine Tiere nicht quälen, aber im grunde genommen zwingt man die Tiere so zu einem friedlichen Zusammenleben. Denn wie gesagt Angst schweißt zusammen, aber ist das dann auch gut so?
Gibt es irgendeinen Grund warum sich Mäuse z.B. nicht so vergesellschaften lassen wie z.B. Kaninchen?
Würde mich echt mal interessieren.
Lg
 
12.01.2009
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
GiRu <3

GiRu <3

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naja, wie du schon gesagt hast- angst schweißt zusammen..ich finde das auch doof, aba mir ging letztens nich anders als ich zB mein neues meerli abhgeholt habe..erst mit meinem alten hin, beide in ne wanne *beobacht* und dann mussten die ja nach hause..also beide in eine box und fertig.. Jetzt sind die beiden wirklich ein dreamteam! aba eigendlich waren die das schon von der ersten begegnung..xD
naja es gibt bestimmt schönere methoden, aber mensch will es ja einfach haben, so sehe ich das..
ok ich finde bei meiner situatin musste ichdes so machen, ging ja nich anders..aba wie gesagt ist einfach und vorallem kann man dann auch damit rechnen das die tiere sich verstehen, müssen sie ja auf engem raum..nur wenn sie sich hassen, dann...
LG R+C

PS: hoffe konnte etwas helfen wobei ich selber auch nich so viel ahnung hab^^
 
seven

seven

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Neee, also ich glaube nicht, dass man die Panikbox-Methode wählt, weil "Mensch es so schön einfach haben will"...

Ich denke, dass es auch für die Tiere die einfachere Variante ist...

Ich spreche jetzt einfach mal für die Farbmaus-Fraktion, denn da wird die Transportbox-Methode auch favorisiert...

Es ist halt einfach so, dass die Mäuse auf engem Raum eine Beißhemmung haben und keine Reviere bilden können. Ja, sie sind gezwungen, sich miteinander zu befassen.
Aber gleichzeitig bilden sie einen gemeinsamen Gruppengeruch aus, das erleichtert es ihnen später, sich zusammengehörig zu fühlen.
Man könnte sicher auch versuchen, die Mäuse auf einer großen neutralen Fläche miteinander zu vergesellschaften.
Dann hätte man nicht das Gefühl, man würde die Mäuse zu etwas zwingen. Man hätte nicht das Gefühl, sie einzupferchen.
Aber was hätte man dann?
Man hätte Mäuse, die sich gepflegt aus dem Weg gehen.
Man hätte Mäuse, die sich, wenn sie aufeinander träfen, misstrauisch beäugten.
Man hätte Mäuse, die meinten, sie müssten Reviere abstecken.
Man hätte Mäuse, die dann anfingen, sich zu bekämpfen, da sie sich nicht kennen und da sie ihre Reviere abgesteckt haben.
Mäusemädels beißen sich normalerweise zwar nicht tot, aber es reichen manchmal schon kleine Bisswunden, die dafür sorgen, dass die gebissene Maus immer weiter an der Wunde knabbert, bis sie letztendlich eingeschläfert werden muss.
Außerdem wäre dieser permanente Stress hochgradig ungesund für die Mäuse - sie würden ewig brauchen, bis sie sich wortwörtlich zusammengerauft hätten - unter Umständen würde das sogar niemals klappen - eben weil sie nie die Chance hätten, einen gemeinsamen Gruppenduft zu entwickeln... Sie könnten sich eben immer aus dem Weg gehen, und beim Aufeinandertreffen kracht es dann...

Daher ist es zwar sicher stressig für sie, in der Transportbox zu sitzen - aber da sitzen sie 24 Stunden... Insgesamt kann so eine Mäuse-VG in einer Woche abgeschlossen sein.
Säßen sie von Anfang an auf großem Raum, würde sich das Ganze über mehrere Wochen, wenn nicht gar Monate hinziehen und am Ende doch möglicherweise in die Hose gehen.
Was ist da also das kleinere Übel für die Tiere?

LG, seven
 
Fussel

Fussel

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Nun ja bei meerlis kenne ich diese zum Beispiel nciht ;-) Hättest 2 Boxen nehmen können, aber nun ist es eh egal ;-)

Was mich so wundert ist das da Stein und bein bei Mäusen drauf geschworen wird. Das kann nicht nur an der "Einfachhaltshalber" liegen.
Lg


P.S.:
So habe Sevens jetzt erst gesehen. Also auch bei z.B. Kaninchen vergesellschaftungen können die Tiere sich beißen, kloppen, verletzten oder einfach nur aus dem Weg gehen (was meine gemacht haben). Trotzdem wird keine Panikbox empfohlen, obwohl es doch ähnlich ist, oder?
Man muss ja nicht einen riesen raum nehmen, eben den Mäusen angepasst. So, dass sie sich nicht ewig auseinander gehen können. Wenn sie sich am Ende nicht verstehen, gut dann hat es nicht geklappt und ein tier muss abgegeben werden oder brauch einen eigenen partner. Wird doch bei anderen Tieren auch so gehlaten, und sehe ich nichts schlimmes dran.
Auch wenn der Stress nur für eine Woche ist, er ist vorhanden. Und ich suche momentan ehrlich gesagt nach stressfreieren Methoden als dauerhafte Nagst und Panik.
Man kann ja auch ein Mittelding zwischen Raum und Box finden. Die größer einer BAdewanne zum Beispiel, oder noch ein wenig kleiner. Da können die Tiere sich nicht über Tage hinweg aus dem Weg gehen!
Lg
 
Chipi

Chipi

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Ratten vergesellschaftet man zwar nicht in einer Box, aber auch bei ihnen muß man dafür sorgen, daß sie sich im Inti-Auslauf nicht aus dem Weg gehen können. Knackpunkt der Sache ist einfach, daß man sie zwingt, sich miteinander auseinanderzusetzen, ansonsten geht A hierhin und B dorthin und das war's. Das hat auch nichts damit zu tun, daß man eine Angstatmosphäre schafft, aber man kann Tieren ja nicht (verbal) erklären, daß das gegenüber ihre neuen Mitbewohner werden und sie sich mit ihnen beschäftigen müssen.

"Einfach und schnellstmöglich" ist durchaus der Maßstab, der gelten muß, meine ich; die Tiere profitieren schließlich auch davon, wenn die Sache so schnell wie möglich über die Bühne gebracht werden kann, denn jede Integration ist Stress, und warum solle man den weiter und weiter in die Länge ziehen?
 
Fussel

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Chipi, warum dann bei Mäusen nicht so wie Ratten? Das verstehe ich einfach nicht *schultern zuck*
Da haben die ratten ja noch die Chance "zu sagen" Ich mag dich nicht, wir verstehen uns nicht. Sich miteinander auseinandersetzen ist ja ok. Aber in der panikbox wird der positive Ausgang doch geradezu erzwungen, oder nicht?
Wie gesagt, wenn irgendwer mit wirklich eine Begründung sagt, No problem.
Nur warum nicht auf "kleinen" Raum, aber ohne Pnaik vor der Umgebung. Wenn dann der ganz normale Stress durch das andere Tier, und nicht auch noch anderes.
 
seven

seven

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Fussel, das Ganze beruht auf langjährigen Erfahrungen von Mäuse- und Rattenhaltern.
(Wenn Du wegen Mäusen fragst, frag mich - Chipi ist die Ratten-Expertin ;) )
Die Mäusehalter haben halt die Erfahrung gemacht, dass es bei Mäusen am besten so klappt.
Die Rattenhalter haben gemerkt, dass es am besten auf ihre Weise klappt ;)

Wir haben unsere Mäuse nach der "Mäuse-Methode" vergesellschaftet und unsere Ratten nach der "Ratten-Methode". Und es hat beides wunderbar geklappt, sodass wir gar nicht erst irgendwelche Experimente versucht haben...
Ich denke, manchmal ist es einfach sinnvoll, sich auf die Erfahrungen anderer Leute zu verlassen - noch dazu, wenn es nicht nur die Erfahrungen von zwei, drei Leuten sind, sondern wenn es eine große Zahl von Leuten ist, die damit positive Erfahrungen gemacht haben...

Dazu kommt, dass Ratten anders gestrickt sind als Mäuse.
Ratten brauchen auch Auslauf - Mäuse brauchen keinen.
Für Ratten ist es ok, wenn sie in einen neutralen Auslaufbereich gesetzt werden - für Mäuse ist das Stress pur, das bringt ihnen gar nichts, weil sie einfach nur verzweifelt versuchen zu fliehen...
Unsere Ratten haben während der VG im Auslauf gekuschelt. Unsere Mäuse sind bei der neutralen Phase auf dem Tisch einfach übereinandergestolpert und wollten voneinander nichts wissen...
Es sind halt verschiedene Tierarten, und jede Tierart hat ihre Besonderheiten ;)

LG, seven
 
Fussel

Fussel

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Ich habe ja auch nie bezweifelt das diese Methode nicht klappt, dass es klappt ist mir klar. Nur trotzdem muss ich sie nicht gut finden.
Ich habe wie gesagt keine Mäuse (denke aber über Lemminge nach, wo es mit der Panikbox das selbe wäre) und suche da nach der besten Methode. Früher hätte man die leute auch ausgelacht wäre man mit "positiver bestärkung" beim Hund gekommen oder hätte man gesagt Kaninchen brauchen mindestens 2m² pro Tier. Da hätte man früher gelacht. Denn die alten Methoden haben ja geklappt. Und trotzdem wissen wir es heute besser, und wer weiß vielleicht sieht es in 20 Jahren wieder ganz anders aus!

Klar müssen die tiere sich nicht driekt aufeinander stürzen. Weder freundlich noch Aggresiv. Doch dann wähle ich den Auslauf halt klein genug, dass sie sich begenen müssen und nehme mir Zeit. Wenn es dadurch klappt hätte ich kein Problem mir mit Freunden zusammen 48 Stunden am Stück Zeit zu nehmen die Tiere zu Beaufsichtigen. So lange ich sie dann nicht beabsichtigt in Panik versetze und ihnen zusätzlichen Stress bereite.
Die Panikbox würde denke ich bei fast jedem Tier klappen, oder sogar bei jedem. Und trotzdem würde man den leuten einen Vgel zeigen wenn das jemand bei Kaninchen, Hunden oder sonst irgendwelchen Tieren machen würde.

Lg
 
Chipi

Chipi

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Auch bei Ratten "erzwingt" man, daß sie sich verstehen, nur auf andere Art und Weise. Ratten und Mäuse sind unterschiedlich genug, daß man das eine nicht auf das andere übertragen kann - bei Ratten kann man Böckchen unkastriert zusammenhalten, bei Mäusen nicht. Natürlich kann man versuchen, Ratten wie Mäuse zu vergesellschaften - aber das wird mit ziemlicher Sicherheit schiefgehen, genauso wie es mit Mäusen nicht zu dem gewünschten Erfolg führen wird, wenn man sie wie Ratten (oder Meerschweinchen oder Kaninchen) vergesellschaftet. Man muß akzeptieren, daß diese Tierarten unterschiedlich sind und unterschiediche Bedürfnisse haben, und darf nicht andere Maßstäbe ansetzen, die man selber vielleicht passender fände. Genauso könnte man fordern, Schlangen Auslauf zu geben und Hamster in Rudeln zu halten - klingt doch auch gut, oder? Aber es funktioniert eben nicht.

Mit "falschen" Intimethoden haben genug Leute schlechte Erfahrungen gemacht, daß man daraus doch relativ eindeutig schließen kann, was gut ist und was nicht - und "gut" ist in dem Fall das, das funktioniert.

Es steht jedem frei, es anders zu versuchen, man kann Glück haben. Aber die Wahrscheinlichkeit, Erfolg zu haben, ist mit den bewährten Methoden am größten, und das ist auch im Sinne der Tiere doch das, was zählt, oder?

Übrigens würde die Panikbox-Methode, wie du sie nennst, bei Ratten mit ziemlicher Sicherheit mit Verletzten enden.
Die Panikbox würde denke ich bei fast jedem Tier klappen, oder sogar bei jedem.
Hierzu also ein klares "nein".
 
Fussel

Fussel

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Wunderbare Antwort geschrieben und dann: Firefox stürzt ab *augen verdreh*
Also nochmal:
Man muß akzeptieren, daß diese Tierarten unterschiedlich sind und unterschiediche Bedürfnisse haben, und darf nicht andere Maßstäbe ansetzen, die man selber vielleicht passender fände. Genauso könnte man fordern, Schlangen Auslauf zu geben und Hamster in Rudeln zu halten - klingt doch auch gut, oder? Aber es funktioniert eben nicht.
Schlangen gewährt man keinen Auslauf weil es zum einen gefährlich ist und zum anderen nicht ihre Natur ist. Die meisten Heimschlangen sind nicht zum herumtoben, jagen, flitzen, rumrennen gemacht. Und Hamster sind von der Natur her Einzelgänger.
Aber verkriechen sich Mäsue beim kennenlernen in eine kleine Box? Klar sie haben auch nicht immer einen neutralen Ort, aber trotzdem finde ich ist eine Panikbox doch das unnatürlichste der Welt.
Für mich wäre es kein Drama wenn die Tiere sich nicht verstehen im Enddeffekt. Das passiert halt, und dann sucht man halt nach anderen Lösungen.
Ich probiere auch nicht nur dagegen zu sprechen, nur möchte ich halt nicht sagen "Alle machen dass so, deswegen ist das auch gut so". Und weil es so 100&ig klappt. Das sind doch keine Argumente ;-)
Was für mich zählt? Das Tiere so weit es geht artgerecht gehalten werden und keinm unnötigen Stress ausgeliefert wird. Und um da die beste Methode ür mcih selber zu finden möchte ich mich erstmal in Ruhe informieren.
Was genau sind denn die "schlechten" Erfahrungen die gemacht worden sind. Vorrausgesetzt auf kleinem aber neutralem Boden für ruhig 2 Tage?
Lg
 
Sawyer

Sawyer

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Mh, also deine Intention versteh ich - wenn ich nicht falsch interpretiere ;) - schon irgendwo, "Vergesellschaftung ohne Zwang" klingt vielleicht erstmal sowohl humaner, als auch tierfreundlicher.

Für mich wäre es kein Drama wenn die Tiere sich nicht verstehen im Enddeffekt. Das passiert halt, und dann sucht man halt nach anderen Lösungen.
Das ist dann doch auch Stress für die Tiere. Im Grunde kann man doch davon ausgehen, dass Tiere, die normalerweise nicht alleine leben in Zeiten von Einzelhaltung (z.B. wenn das Partnertier verstorben ist) permanent unter Stress stehen. Ist es da nicht vorteilhafter, das Tier für einen überschaubaren Zeitpunkt möglicherweise größerem Stress auszusetzen, als diese Zeit durch andere Vergesellschaftungsmethoden unnötig zu verlängern. Auch eine VG mit mehr Platz wäre immer noch eine VG und ergo Stress.

Und weil es so 100&ig klappt. Das sind doch keine Argumente ;-)
Sichtbarer Erfolg wäre für mich schon ein Argument.

Viele Grüße,
Sawyer
 
Chipi

Chipi

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Wenn ich mich damit abfinden möchte, daß Tiere sich nicht verstehen, brauche ich, mal ganz deutlich gesagt, mit keiner Vergesellschaftung beginnen. (Fast) kein Rudeltier mag "Fremde" - also Tiere, die nicht zum eigenen Rudel gehören, fremd riechen, ins eigene Revier eindringen. In dem Moment, in dem man diese Tiere auf neutralen Boden setzt, ist der erste Stressfaktor schon geschaffen - raus aus dem eigenen Revier. Der zweite Stressfaktor - fremde Tiere. Warum soll man Tiere dem aussetzen, wenn man dann nicht gewillt ist, das zu Ende zu bringen? In dem Moment, in dem man mit einer Vergesellschaftung beginnt, stellt man bereits eine stressige Situation her - sollte man dann nicht alles dafür tun, sie so schnell wie möglich zu beenden? Und "beenden" bedeutet bei einer Vergesellschaftung eben, daß man die Tiere vergesellschaftet und nicht, daß man akzeptiert, daß sie sich nicht verstehen. So gut wie kein Rudeltier wird sich freiwillig mit einem nicht zum eigenen Rudel gehörenden Tier arrangieren.
Für mich wäre es kein Drama wenn die Tiere sich nicht verstehen im Enddeffekt.
Das passiert aber so gut wie nie, wenn man nach bewährten Methoden vergesellschaftet. Wenn du gewillt bist, das zu akzeptieren, wäre die logische Konsequenz eigentlich, daß du gar nicht erst mit der Vergesellschaftung anfängst :102:
Und um da die beste Methode ür mcih selber zu finden (...)
Darum geht es bei einer Vergesellschaftung aber nicht - es geht nicht darum, was der Mensch am besten findet, sondern was für die Tiere funktioniert und möglichst schnell und konsequent zum Erfolg führt.
Für einen Rattenhalter wäre es z.B. viel besser (weil schneller und bequemer), wie bei Mäusen vergesellschaften zu können - aber das geht nicht, weil es für Ratten eben nicht die beste Methode ist. Also eiert man manchmal wochenlang herum, bis die Langschwänze sich verstehen. Eine Tierart und ihr artspezifisches Verhalten geben da einfach viele Parameter vor, und im Laufe der Zeit, in der diese Tierarten in Heimtierhaltung gehalten wurde, hat sich eben für jede Tierart die beste (weil effektivste) Variante herausgebildet. Wer das hinterfragen möchte, müsste eigentlich parallel verschiedene Vergesellschaftungsmethoden testen, genau davon sollte man aber, meine ich, im Sinne der Tiere absehen.
 
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albero

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Also bei Meerschweinchen würde ich diese methode auf gar keinen Fall verwenden! Das kann sehr in die Hose gehen!
Ich denke daß bei unterschiedlichen Tierarten auch unterschiedliche VG-Methoden erforderlich sind da das Sozialverhalten doch sehr unterschiedlich ist: Meerschweinchen kuscheln ja nicht miteinander. Bei ihnen ist es vor allem wichtig, daß sie sich zuerst mal ihre Rangfolge ausmachen können. Dazu brauchen sie aber auch Platz damit das unterlegene Schwein dem anderen entkommen kann und ihm durch Weglaufen zeigen kann, daß er sich dem Anderen fügt. Ist jetzt aber kein Platz da weil die Schweinchen auf zu engem Raum sind, dann kann das zu wirklich heftigen Kämpfen führen. Ich hätte für den Heimtransport 2 Transportboxen verwendet. Alles andere wäre mir zu riskant gewesen! Gerade der enge Platz kann Streit hervorrufen der so heftig sein kann, daß eine VG auch in Zukunft nicht mehr möglich oder zumindest sehr schwierig wird.

Mäuse sind ja wieder ganz anders vom Charakter. Z.B. ist ihnen (soweit ich weiß) Kuscheln und gegenseitige Körperpflege wichtig. Da kann ich mir schon vorstellen, daß sie ein gemeinsames "Problem" -also der enge Platz und die beängstigende Situation- zusammenschweißt.
Ratten werden ja wieder ganz anders vergesellschaftet.
 
Fussel

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Das ist dann doch auch Stress für die Tiere. Im Grunde kann man doch davon ausgehen, dass Tiere, die normalerweise nicht alleine leben in Zeiten von Einzelhaltung (z.B. wenn das Partnertier verstorben ist) permanent unter Stress stehen. Ist es da nicht vorteilhafter, das Tier für einen überschaubaren Zeitpunkt möglicherweise größerem Stress auszusetzen, als diese Zeit durch andere Vergesellschaftungsmethoden unnötig zu verlängern. Auch eine VG mit mehr Platz wäre immer noch eine VG und ergo Stress.
Ich weiß das du ja eigentlich Meerihalter bist ;-) Zwingt man da die Tiere zu einem friedlichen Zusammenleben? Nein. Wenn die Vergesellschaftung schief geht dann werden die tiere getrennt, und entweder wird einer vermittelt oder jeder bekommt seinen eigenen Partner. Wie lange sowas dauert ist auch immer unterschiedlich, aber dann dürften das ja ja alle Kaninchen und Meerschweinchen halter so auch nicht mehr machen. Also ab mit meinen Nins in die Panikbox (es würde bei denen klappen)?

Sichtbarer Erfolg wäre für mich schon ein Argument.
Für mich ganz und gar nicht ;-) Wenn ich meinen Hund schlage habe ich auch sichtbaren Erfolg (jedenfalls meist). Und trotzdem würde dies niemand unterstützen. Aber....es wäre die schnellste Methode meinen Hund mit negativer Beeiflussung zu Erziehen. Und auch ist dort schnellerer und größerer Erfolg als bei der heutzutagigen Leckerchenmethode. Weil es.....genau! Tiergerechter ist ;-)
Wenn ich mich damit abfinden möchte, daß Tiere sich nicht verstehen, brauche ich, mal ganz deutlich gesagt, mit keiner Vergesellschaftung beginnen. (Fast) kein Rudeltier mag "Fremde" - also Tiere, die nicht zum eigenen Rudel gehören, fremd riechen, ins eigene Revier eindringen.
Habe ich schon zu Sawyer geschrieben. Also hätte ich mich nicht damit abfinden sollen das meine Nins sich erst nicht vertragen haben? Hätte ich sie weiter bis aufs Blut kämpfen lassen sollen, oder in eine Panikbox. Wohl eher nein und ich bin mir sicher das wolltest du damit auch nicht sagen. Aber irgendwie wäre es doch so.

Das passiert aber so gut wie nie, wenn man nach bewährten Methoden vergesellschaftet. Wenn du gewillt bist, das zu akzeptieren, wäre die logische Konsequenz eigentlich, daß du gar nicht erst mit der Vergesellschaftung anfängst
Eben es passiert so gut wie nie. Das wundert mich doch auch nicht. Aber alle anderen tiere lässt man in einer artgerechten Haltung die Wahl. Man benutzt vielleicht Tricks und probiert es ein paar mal. Aber wenn sie die Tiere danach immernoch an die Gurgel gehen dann hat es eben nicht sein sollen (Hund, katze, Kaninchen, Meerschweinchen und und und). Warum dann bei Mäusen (in meinem Fall Lemminge) nicht? Warum kann man dort ein Nein nicht auch akzeptieren. Da muss es dann unbedingt sein?

Darum geht es bei einer Vergesellschaftung aber nicht - es geht nicht darum, was der Mensch am besten findet, sondern was für die Tiere funktioniert und möglichst schnell und konsequent zum Erfolg führt.
Es geht nicht darum was der Mensch toll findet. Aber es geht auch nicht darum einfach alles seinen Vorgängern nachzumachen. "Das haben alle so gemacht" ? *am Kopf kratz* SOwas kann man doch net sagen? Zu Nazizeiten haben auch alle "He** Hit***" gerufen und trotzem war es net gut oder? ;-)

Für einen Rattenhalter wäre es z.B. viel besser (weil schneller und bequemer), wie bei Mäusen vergesellschaften zu können - aber das geht nicht,
Bei anderen Tiere gehts, also mach ich das jetzt weil es 100%igen Erfolg verspricht? Nein!

hat sich eben für jede Tierart die beste (weil effektivste) Variante herausgebildet.
Und wer hat diese betimmt? Stimmt es wurde so gesagt, aber trotzdem muss es nicht alle Welt nachplappern ;-) Wenn cih immer nach effektivität gehen würde, würde man mich schon lange als Tierquäler beschimpfen.

²Albero
Also die Meerscheinchen die ich bisher hatte hätte ich so vergesellschaften können. Und auch schmusten diese nicht wirklich mehr oder weniger miteinander als Mäuse! Klar kommt es auf die Tiere drauf an ob es Mord und Totschlag gibt oder ob es klappt. Aber bei vielen würde es auch klappen.
also der enge Platz und die beängstigende Situation
Sind sowas nicht genau die Sachen wovor hier immer gewarnt wird? Den Tieren keine Angst zu machen, ihnen genug Platz zu bieten? Und wenn es nur für eine Woche ist, ist es doch schlimm genug.

Ich merke das es schnell in eine persönlichene Ebene abrutscht. Also nochmal, ich will hier niemanden angreifen oder sonst was, sondern ur die genauen Gründe Wissen. Ich bin nicht ein Mensch der einfach alles übernimmt, sondern auch hinterfragt! Wenn in meinem Kopf keine logischen Schlüsse zusammen kommen, von mir aus weil ich zu dumm bin, dann stell ich meine Fragen halt ;-)
Hat denn nun schon irgendwer schlechte Erfahrungen bei der VG von Mäusen (Lemmingen) gehabt wenn diese auf kleinem neutralen Boden vergesellschaftet worden sind? Oder kennt irgendwen, oder kann mir (von mir aus per PN) einen Link zu solch einem Vorfall schicken? Mich würde das einfach interessieren!
Lg
 
Chipi

Chipi

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Natürlich darf man hinterfragen, aber ich halte es für falsch, zu unterstellen, eine bewährte Vergesellschaftungsmethode wäre gleichbedeutend damit, daß früher z.B. bei Hunden mit Bestrafung erzogen wurde. Bewährt muß nicht gleichbedeutend sein mit überkommen oder antiquiert.
Verhaltenstechnisch kann man weder von Ratten auf Mäuse rückschließen noch von Meerschweinchen auf Ratten. Es mag Übereinstimmungen geben, aber solange es dennoch gravierende Unterschiede gibt - eben z.B. daß Mäusemännchen unkastriert eine tickende Zeitbombe sind, während man Rattenvollböcke in einem Rudel halten kann - ist auch die eine Vergesellschaftungsmethode nicht auf die anderen Tiere übertragbar.

Wenn man Mäuse in einer Box zur Vergesellschaftung zusammensetzt, gibt es keine Verletzten. Versuch dasselbe mit Ratten, und du darfst hinterher wahrscheinlich einen Großbesuch beim TA einplanen.

Wenn ich Ratten bei einer Vergesellschaftung die Wahl lasse, sich völlig aus dem Weg zu gehen, werde ich sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vergesellschaftet bekommen, es werden immer 2 Rudel bleiben, die sich entweder meiden oder, wenn sie sich zu nahe kommen, verprügeln. Wenn man gewillt ist, das zu akzeptieren, meine ich, sollte man auf Vergesellschaftung lieber ganz verzichten, denn der Stress, fremde Ratten im eigenen Revier dulden zu müssen, hätte nie ein Ende.

Und wer hat diese betimmt? Stimmt es wurde so gesagt, aber trotzdem muss es nicht alle Welt nachplappern ;-) Wenn cih immer nach effektivität gehen würde, würde man mich schon lange als Tierquäler beschimpfen.
Dann definierst du effektiv zumindest anders als ich. Außerdem gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen der Erziehung eines Hundes und einer Vergesellschaftung von Rudeltieren: die Kommunikationsebene. Ein Mensch kommuniziert mit einem Hund anders als Mäuse (oder Ratten oder Meerschweinchen oder Kaninchen) untereinander. Keine Maus kann eine andere aus bewußter Überlegung heraus belohnen oder bestrafen oder "erziehen". Daher muß man die Rahmenbedingungen so wählen, daß sie für beide Parteien ihrem instinktiven Verhalten entgegenkommen.

Es geht auch nicht darum, unreflektiert irgendetwas "nachzuplappern". Es gibt (auch hier im Forum; in anderen, tierartspezifischen Foren, die vielleicht schon älter sind, noch viel mehr) genug Beispiele von fehlgeschlagenen Vergesellschaftungen, die eben nach anderen Methoden versucht wurden. Hinter den Vergesellschaftungsmethoden, die empfohlen werden, steckt viel Erfahrung (auch negative); nicht zwangsläufig die eigene Erfahrung, aber die Erfahrung, die andere Halter über Jahre hinweg gemacht haben.
Ich persönlich hätte auch nicht das Bedürfnis, im Selbstversuch empirisch nachzuvollziehen, welche Methoden funktionieren und warum nicht, denn das geht auf Kosten der Tiere - da muß man, meine ich, auch bereit sein, aus den Erfahrungen, die andere Halter gemacht haben, zu lernen, zumal sich falsche Vergesellschaftungsmethoden teils noch Wochen oder Monate später bemerkbar machen können.
 
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