Hund und Katz' - Einzelgänger oder Rudeltier?

Diskutiere Hund und Katz' - Einzelgänger oder Rudeltier? im Sonstige Haustier & Tiere Forum Forum im Bereich Tiere Allgemein; Hallo ihr Fori's, nachdem ich euch schon Rat geben konnte bei so mancherlei Tierart, so habe ich nun eine Frage, die mich schon seit längerem...
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Hallo ihr Fori's,

nachdem ich euch schon Rat geben konnte bei so mancherlei Tierart, so habe ich nun eine Frage, die mich schon seit längerem beschäftigt.

Bei Pferden und Nagern wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Ratten
ist es unerlässlich, sie mindestens zu zweit zu halten.
Dagegen sind Hamster und Streifenhörnchen strikte Einzelgänger, die einen Eindringling in ihr Revier gnadenlos bekämpfen würden.

Wie ist es bei Hunden und Katzen?

Man kann sie sowohl einzeln als auch zu mehreren halten, sie passen sich dem Menschen mehr oder weniger an, werden oft zu seinem besten Freund.

Aber brauchen sie nicht auch die Gesellschaft ihresgleichen, Artgenossen, mit denen sie toben und spielen können, mit denen sie der Körperpflege nachgehen können?

Könnt ihr mir helfen, meine Fragen zu beantworten?

Wäre über Antworten dankbar und hoffe, dass es ein Thema in dieser Hinsicht noch nicht gab,

LG
 
20.01.2009
#1
A

Anzeige

Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Suru

Suru

Registriert seit
02.07.2007
Beiträge
9.343
Reaktionen
0
Hey,
also Wohnungskatzen müssen auch zu zwiet gehalten werden, sonst werden sie oft aggressiv etc.!

Bei Hunden ist es denk ich mal nicht so wenn sie nicht zu lange allein sind (sollten sie auch zu zweit nicht). Hunde sehen ja auch Artgenossen, wenn sie sparzieren gehen und spielen dann mit den Hunden oder beschnüffeln sie. Außerdem habe ich noch nie wirklich zwie ausgewachsene Hunde gesehen, die sich das Fell putzen....?
ALso Fellpflege wär dann mal nicht das Problem.

Lg Suru
 
Tierliebhaberin

Tierliebhaberin

Registriert seit
15.01.2008
Beiträge
1.851
Reaktionen
0
Bei Hunden kenne ich mich nciht so aus,aber ich denke das auch sie einen Artgenossen brauchen...

Bei Katzen ist es auch so das sie eigentlich zu zweit gehalten werden sollen.Gerade Wohnungskatzen.Freigänger könnten draußen einige Bekanntschaften schließen,obwohl es für mich nicht das gleiche ist!
Es gibt natürlich Ausnahmen,die absolut nicht mit einem Artgenossen klar kommen,aber das ist in der Regel selten!
Katzen sind für mich ganz klar keine Einzelgänger (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Wenn ein Mensch mit einer Katze spielt,ist es nicht das gleiche als wenn 2 oder mehrere Tiere miteinander spielen.Die rangeln ganz anders miteinander,das spielen ist auch ein anderes (einfach ausgelassener)!
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Hallo,

ich habe das Thema sträflich vernachlässigt.


Aber es gibt doch so viele Leute, die einen Hund (auf den Straßen sieht man es doch immer wieder, dass Halter nur einen Hund ausführen) oder eine Katze halten - dagegen spricht niemand so laut wie gegen die Einzelhaltung von z.B. Ratten (-> Rudeltiere!).
Hunde sind doch auch Rudeltiere, aber in TH oder beim Züchter wird doch auch öfters ein Tier vermittelt.

Warum ist das so?
 
Jackminchen

Jackminchen

Registriert seit
29.11.2007
Beiträge
3.705
Reaktionen
0
Sicher sind die meisten Hunde zu zweit oder im Rudel glücklicher,
aber Hunde sehen ihre Familie als Rudel an - d.h. sie sind auch wenn sie Einzelhund sind nicht allein.
Ausserdem trifft man ja regelmäßig beim Spazierengehen andere Hunde, mit denen dann ganz viel kommuniziert, getobt und gerangelt werden kann.

Bei Katzen kenn ich das so,
dass Freigänger einzeln gehalten werden können - weil sie ja die Möglichkeit haben draussen Kontakte zu finden.
Aus dem Grund sollten reine Wohnungskatzen mind. zu zweit gehalten werden.
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
[...] aber Hunde sehen ihre Familie als Rudel an - d.h. sie sind auch wenn sie Einzelhund sind nicht allein.
Dann widerspricht sich das doch generell mit der Tatsache, dass Tiere allgemein (also nicht nur Hunde oder Katzen, sondern auch Kleintiere (Hamster und Streifenhörnchen als Einzelgänger ausgenommen) oder eben Pferde sich besser mit Gleichartigen verstehen - im Sinne von toben und kommunizieren, oder? :eusa_think:
 
Morastbiene

Morastbiene

Registriert seit
12.01.2009
Beiträge
9.159
Reaktionen
0
Aber es gibt doch so viele Leute, die einen Hund (auf den Straßen sieht man es doch immer wieder, dass Halter nur einen Hund ausführen) oder eine Katze halten - dagegen spricht niemand so laut wie gegen die Einzelhaltung von z.B. Ratten (-> Rudeltiere!).
Hunde sind doch auch Rudeltiere, aber in TH oder beim Züchter wird doch auch öfters ein Tier vermittelt.

Warum ist das so?
Ich würde glatt behaupten: Weil der Mensch sich seine Meinung bildet.

Wenn man den Platz für eine Ratte hat, sind meist zwei oder drei auch kein Problem und insgesamt sind sie in der Haltung auch nicht allzu teuer, wenn nicht gerade ein Tierarztbesuch ins Haus steht. Es ist allerdings ein großer Unterschied, ob man für einen Hund Zeit, Geld und Raum aufbringen muss oder für zwei. Ein Schäferhund ist ungleich "zwei Schäferhunde" und da der Hund auch den Menschen als Rudelmitglied zu akzeptieren scheint, gibt es keinen offensichtlichen Grund, darüber anders zu denken. Bei Katzen können sich Verhaltensauffälligkeiten zeigen, die sich durch einen Partner beheben lassen. Ich schätze mal, so etwas tritt bei Hunden weitaus seltener auf.

Im Endeffekt ist es bei den meisten Tierarten nur artgerecht, wenn man sie nicht einzeln hält (Hamster usw. mal ausgeklammert)... Die Steigerung dessen wäre wohl, ein Tier gar nicht erst der Natur zu entreißen. Menschlicher Egoismus ("Ich möchte ein Haustier.") oder notwendiges Eingreifen (Kastrationen, Nachwuchs retten z.B.) schlagen die Brücke, es eben doch zu tun. Man könnte das Thema endlos ausweiten, glaube ich, aber ich schweife ja gern aus. ;)
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Wenn man den Platz für eine Ratte hat, sind meist zwei oder drei auch kein Problem und insgesamt sind sie in der Haltung auch nicht allzu teuer, wenn nicht gerade ein Tierarztbesuch ins Haus steht.
Das sollte nicht infrage kommen, es müssen immer mindestens zwei Ratten gehalten werden, obwohl ich deine Kernaussage natürlich verstehe - ich wollte es eben noch verdeutlichen. ;)

Du hast ja Recht - der Mensch nimmt sich, was er haben will.
Allerdings sind unsere heutigen Nutztiere so weit von der natürlichen Lebensweise isoliert (Hauspferde würden heute kaum in der freien Wildbahn überlegen), dass sie an uns Menschen gebunden sind.

Bei Katzen können sich Verhaltensauffälligkeiten zeigen, die sich durch einen Partner beheben lassen.
Aber wie viele Menschen interpretieren diese Verhaltensauffälligkeiten falsch? :102:

Es ist ein Teufelskreis...
 
Jackminchen

Jackminchen

Registriert seit
29.11.2007
Beiträge
3.705
Reaktionen
0
Dann widerspricht sich das doch generell mit der Tatsache, dass Tiere allgemein (also nicht nur Hunde oder Katzen, sondern auch Kleintiere (Hamster und Streifenhörnchen als Einzelgänger ausgenommen) oder eben Pferde sich besser mit Gleichartigen verstehen - im Sinne von toben und kommunizieren, oder?
Ich bin kein Experte, aber ich denke nicht das man Hunde im Umgang mit Menschen mit anderen Tieren vergleichen kann.
Ich denke das Hunde sich so eng an den Menschen anschließen (auch wenn sie zu zweit oder im Rudel leben), weil sie "anders ticken" als andere Tiere.
Sicher umschreib ich das grad ein bissch blöd, ich hoffe du weißt wie ich das meine.

Hunde können mit Menschen ganz anders kommunizieren als zB Kaninchen und Menschen verstehen Hundesprache auch viel besser als die Spracher der Nager oder so.

Und selbst Einzelhunden wird ja nicht der Kontakt zu Artgenossen unterbunden, sie haben "nur" nicht 24 Stunden einen anderen Hund.
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Ja, ich verstehe, was du meinst. ;)

Und selbst Einzelhunden wird ja nicht der Kontakt zu Artgenossen unterbunden, sie haben "nur" nicht 24 Stunden einen anderen Hund.
Wohl war.

Kommen wir zurück auf die Katzen: Es wird also von Medien und Fachliteratur gerne eine Falschaussage verbreitet? :eusa_doh:Theoretisch brauchen Wohnungskatzen auch Gesellschaft?
Dann frage ich mich, warum man von Seiten des Tierschutzes nicht stärker darauf hinweist - zumindest kenne ich persönlich keine Aufrufe etc. zu diesem Thema. :102:
 
Jackminchen

Jackminchen

Registriert seit
29.11.2007
Beiträge
3.705
Reaktionen
0
Also bei Tiere suchen ein Zuhause sagen sie das zB oft wenn sie reine Wohnungskatzen vermitteln, das da am besten schon eine Katze sein sollte, oder das die Leute gleich zwei nehmen sollen..

Ich denke wir stehen grade am Anfang.
Vor fünfzehn Jahren hat es noch die allerwenigsten interessiert das Hunde an der Kette gehalten werden etc und jetzt wird zum Glück auf sowas geachtet.
Ich denke je mehr Leute aufgeklärt werden durch Internet, TV, Zeitschriften und so, desto mehr Leute achten auch drauf.

Und vllt dürfen in 5 Jahren keine Katzen mehr allein gehalten werden :idea:
Wär ja wünschenswert, wie alles was mit artgerechter Haltung von Tieren zusammenhängt.
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Und vllt dürfen in 5 Jahren keine Katzen mehr allein gehalten werden :idea:
Wär ja wünschenswert, wie alles was mit artgerechter Haltung von Tieren zusammenhängt.
Stimmt, das wäre toll - vor allem, wenn es so etwas wie ein Gesetz gäbe, dass verböte, Tiere allein zu halten.
Aber das werden wir sicherlich nicht mehr erleben - leider. :|
 
Fussel

Fussel

Registriert seit
22.11.2008
Beiträge
1.231
Reaktionen
0
Huhu
Bei Katzen kenne ich mcih nicht so aus, aber bei Hunden.
Generell finde ich es am artgerechtesten 2 Hunde zu halten, aber das ist nunmal nicht immer umsetzbar.
Aber der Hund hat gelernt, im gegensatz zu anderen Tieren, uns als "Rudel" zum teil anzusehen, und wir lernen mit ihm zu kommunizieren. Das ist bei den meisten anderen Tieren nicht so extrem der Fall.
Trotzdem sollte man jedem Hund die Chance geben regelmäßig Kontakt ohne Leine mit anderen Hunden zu haben. Deswegen finde ich Hundeschulen auch noch wichtig, wenn sie das Grundgehorsam schon kennen.

Unser Hund hat Angst vor anderen, und spielt auch nie mit anderen. Hunde im Haus da ist er nur verängstigt, verstört, unter Stress und hat Angst! Trotzdem gehen wir einmal die Woche zur Hundeschule damit er die Chance hat Kontakte zu knüpfen. Wenn die anderen ihn in Ruhe lassen hat er da auch keine ANgst mehr so lange er bei uns ist, aber spielen kann er einfach nicht - er versteht die Auffoerderungen nicht.
Wichtig finde ich, dass man ihm trotzdem die Chance gibt Kontakte zu haben! Das haben viele Einzelhunde leider nicht, und das ist alles andere als artgerecht. Denn auch wenn der Hund seine Menschen als "Rudel" ansieht, sie können ein richtiges einfach nicht ersetzen!
 
L

Lydsch

Registriert seit
01.01.2009
Beiträge
1.413
Reaktionen
0
ich glaub unsere katze ist ein ziemlicher einzelgänger:?...
meine eltern haben sie vor knapp 14 jahren von einem bauernhof geholt. sie war damals so drei monate und hat den kastrierten kater dort ziemlich terrorisiert. als sie bei uns war, hat sie gleich alle nachbarskatzen verscheucht, sobald die nur in ihre nähe gekommen sind. meine eltern
haben sie früher einige male junge kriege lassen :)roll:) und sobald die kätzchen ca. 9 wochen alt waren, hat sie mit denen gestritten...
einmal ist eines der kätzchen zwei wochen länger bei uns gewesen, weil sich nicht gleich ein geeigneter besitzer gefunden hat, da wollte jeanie gar nicht mehr heim kommen weil sie so eifersüchtig war:(

naja und jetzt wo sie schon älter ist und vl nicht mehr ganz so stark im kampf gegen die anderen katzen, hat sie panische angst vor ihnen...
die meisten von den nachbarskatzen sind total verträglich und tun keiner anderen katze etwas zu leibe, aber wenn sie nur eine in der ferne sieht gehts schon ab in den keller...

woran kann das liegen? gibts bei katzen einfach solche einzelgänger oder
muss das an irgendeiner schlechten kindheitserfahrung liegen?
 
blackcat

blackcat

Registriert seit
20.02.2007
Beiträge
9.717
Reaktionen
4
Hallo,

Ich glaube, das ist insgesamt alles eine sehr schwierige Frage.

Ein Hund, der allein gehalten wird und nie Kontakt zu Artgenossen hat wird sich nicht "normal" verhalten. Das steht für mich eigentlich außer Frage.
Die Beziehung Mensch - Hund mag außergewöhnlich stark sein und gut funktionieren, aber ein Mensch ist nunmal kein Hund und ein Hund auch kein Mensch. Folglich ist eine Mensch auch nur ein unzureichender Rudelersatz für einen Hund.

Das Problem ist, das es einfach nicht auffällt. Wenn der Hund zB aggessiv wird hat ihn der Besitzer nicht richtig erzogen (oder der Hund ist "von Natur aus" böse :evil:).
Es ist einfach nicht so offensichtlich, dass das eigentliche Problem die Einzelhaltung ist.

Ich denke aber auch, man kann Hunde einzeln artgerecht halten, wenn sie oft - bzw. täglich - mit anderen Hunden zusammenkommen können.
Hundeschulen, gemeinsame Spaziergänge und ähnliches sind meiner Meinung nach Pflicht, wenn man nur einen Hund hat (wie wir zB).

Bei Katzen ist das nochmal schwieriger.
Während man bei Hunden ja weiß, dass sie eigentlich Rudeltiere sind (Vorfahre Wolf) hieß es früher lange, lange Zeit Katzen sind Einzelgänger.
Die meisten Wildkatzen sind es ja auch tatsächlich - mehr oder weniger (ist genug Nahrung vorhanden kann man aber oft auch Wildkatzen beobachten, die in lockeren Gemeinschaften leben).

Einer Katze merkt man es auch meist nicht an, das sie alleine unglücklich ist.
Wie auch?
Das aggressive Verhalten etc. hat (wie beim Hund) sicher gaaaanz andere Ursachen. :eusa_doh:
Und begegnet die Katze einer anderen Katze wird diese eifersüchtig aus dem Revier vertrieben.
Vielleicht der Hauptgrund, warum so viele Katzen alleine in einer Wohnung verkümmern. Eine Vergesellschaftung ist unter Umständen sehr schwierig und aufwändig, wenn die Katze zuvor jahrelang alleine lebte.

Ich glaube daher (leider) auch nicht, dass es in naher Zukunft ein Gesetz gibt, das Einzelhaltung von Katzen verbieten wird.

Erst wenn man zwei Katzen sieht weiß man, was einer Einzelkatze fehlt und wie ein Katzenleben wirklich sein sollte.

Interessant ist hier auch der Aspekt Bauernhofskatzen und Streuner:
Katzen die mehr oder weniger sich selbst überlassen sind leben nie alleine. Sie bilden lockere Gemeinschaften, deren Größe vor allem nach dem Futterangebot variiert.

Freiwillig wird kein Hund und keine Katze also ein Leben als Einzeltier führen.
(Ausnahmen bestätigen die Regel)

Ausnahmen sind normalerweise auf eine falsche Haltung oder schlechte Kindheitserfahrungen zurückzuführen.
Wobei ersteres allerdings WEIT häufiger der Fall ist.
Lydisch, bei dir vermute ich eine Kombination aus beiden.
Zuerst die schlechte Erfahrungen in der Kindheit, dann Einzelhaltung und bei den Kitten reagierte sie mit Eifersucht, vermutlich fühlte sie sich wirklich benachteiligt. Erfahrungsgemäß zieht ein Kitten einfach mehr Blicke auf sich als die Mutter...

Je länger man mit einer Vergesellschaftung wartet, desto schwieriger wird sie auch.
Irgendwann findet sich ein Tier einfach damit ab und dann im nachhinein noch das "teilen" lernen ist schwierig. :|
(lohnt sich aber immer!)

So, sorry für die seeehr lange Antwort.
LG
by blackcat
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Hallo blackcat,

ach, im Gegenteil - ich freue mich über jede vernünftige Argumentation. :D

Und begegnet die Katze einer anderen Katze wird diese eifersüchtig aus dem Revier vertrieben.
Vielleicht der Hauptgrund, warum so viele Katzen alleine in einer Wohnung verkümmern. Eine Vergesellschaftung ist unter Umständen sehr schwierig und aufwändig, wenn die Katze zuvor jahrelang alleine lebte.
Ja, das kann ich nachvollziehen... aber theoretisch würde sich die Katze über einen Artgenossen sicherlich freuen, oder? :eusa_think:

Je länger man mit einer Vergesellschaftung wartet, desto schwieriger wird sie auch.
Irgendwann findet sich ein Tier einfach damit ab und dann im nachhinein noch das "teilen" lernen ist schwierig. :|
(lohnt sich aber immer!)
Das sehe ich bei anderen Tieren auch häufig. Ein Pferd, das jahrelang allein in einem Verschlag lebte, wird sicherlich länger brauchen, sich der Herde anzupassen (von den Rang"kämpfen" mal ganz abgesehen), als eines, das schon immer in einem Verbund lebte.

Das Abfinden des Tieres halte ich auch für einen der schlimmsten Aspekte der Einzelhaltung - wenn man es überzeichnet, käme das quasi dem Brechen der Instinkte gleich...
 
blackcat

blackcat

Registriert seit
20.02.2007
Beiträge
9.717
Reaktionen
4
aber theoretisch würde sich die Katze über einen Artgenossen sicherlich freuen, oder? :eusa_think:
Theoretisch würde sich diese Frage gar nicht stellen, da eine Katze in keiner Sekunde ihres Lebens ohne Artgenosse dasteht.

Vielleicht muss man das ganze aber auch so sehen:
Grundsätzlich ist jedes Tier insitiktiv darauf programmiert sich fortzupflanzen und zu überleben.
Eine Mutter schütz ihre Kinder mit ihrem Leben.
In einem natürlichen Katzenrudel sind auch meist alle Katzen miteinander verwandt, bilden also eine Familie. Eine neue Katze von außen stellt also immer eine Bedrohung und Konkurrenz für die Familie dar.

Bei einer Einzelkatze besteht diese Familie dann zwar nicht, das Verhalten ist aber dasselbe.

Ist ein bisschen schwierig zu erklären irgendwie. :?
Es geht immer darum, die "Familie" zu schützen.
Die neue Katze muss aber erstmal zur Familie gehören.

Also nochmal:
aber theoretisch würde sich die Katze über einen Artgenossen sicherlich freuen, oder? :eusa_think:
Nein, der Neuling ist ein Eindringling.
Erst wenn er zur Familie gehört freut sich die Katze.
Und Katzen brauchem zum glücklich sein eine "Familie".

Jap. So müsste es heißen. :angel:
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Klingt ja sehr harmonisch. :D

Ich muss ja zugeben, dass ich nicht viel Erfahrung mit Katzen habe - deshalb auch meine Fragen. ;)

Wie sieht das denn mit Freigangkatzen aus? Sie verteidigen ja auch ihr Revier, nehme ich an - gehören dann andere Katzen, die auch jeden Tag Freigang in diesem Revier haben, auch zur Familie? *grübel*
 
blackcat

blackcat

Registriert seit
20.02.2007
Beiträge
9.717
Reaktionen
4
Okay, jetzt bekomme ich ein Problem. :mrgreen:
Das Bild mit der Familie ist ja recht anschaulich und einleuchtend, allerdings funktioniert es in der Praxis nicht immer.
Bzw. weist es gravierende Lücken auf wenn es um das Thema Freigänger geht.

Es gibt Katzen, die ihr Revier eifersüchtig verteidigen. Unkastrierte Katzen sind da besonders hartnäckig, aber auch bei vielen kastrierten Katzen kann man das beobachten.
Begegnen sie draußen einer anderen Katze räumt die Schwächere das Feld - oft (aber nicht immer) völlig kampflos.

Dann gibt es aber sehr viele grunsätzlich sozial eingestellten Katzen, die durchaus auch richtige Freundschaften in der Nachbarschaft pflegen.
Bestes Beispiel hierfür ist meine eigene Nachbarschaft: vier meiner Katzen, ein Einzelkater von einem Nachbarn und ein Geschwisterpaar von einem weiteren Nachbarn - sie treffen sich häufig, spielen auch mal zusammen. Kuscheln auf dem Liegestuhl im Garten...

Ich persönlich möchte glauben, es gibt mehr Katzen die diesem zweiten Typ entsprechen. Allerdings habe ich dieses Phänomen bisher zu selten länger und genauer beobachten können, als das ich hier genaueres sagen könnte.
Mit meiner Großen und in der Nachbarschaft wo wir früher lebten war das ganz anders - regelmäßig Katzenkämpfe und absolut keine Harmonie und friedlichen Annäherungen.
 
B

Brillenschlange

Registriert seit
09.11.2008
Beiträge
7.893
Reaktionen
0
Dankeschön für die Erläuterung!

Jetzt bin ich schon ein Stückchen schlauer, da soll nochmal einer sagen, Internet mache dumm... ;)
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Thema:

Hund und Katz' - Einzelgänger oder Rudeltier?

Hund und Katz' - Einzelgänger oder Rudeltier? - Ähnliche Themen

  • Wieviele Tiere habt ihr auf wievielen Quadratmetern?

    Wieviele Tiere habt ihr auf wievielen Quadratmetern?: Hallo! Mich würde mal interessieren wie viele Tiere ihr insgesamt auf wievielen Quadratmetern Wohn- sowie Grundstücksfläche haltet? Auch...
  • Hamburg: Jetzt gilt der absolute Leinenzwang, für Hunde und Katzen!

    Hamburg: Jetzt gilt der absolute Leinenzwang, für Hunde und Katzen!: Hallo, ohne Ausnahme und ab sofort gilt jetzt der absolute Leinenzwang für alle Hunde oder Katzen! Wer Hund oder Katze noch weiter im Freien, ohne...
  • Passendes Futter für Hund und Katze

    Passendes Futter für Hund und Katze: Hey Leute. Ich hab mal ne Frage, und zwar hab ich gerade gelesen, dass in Beneful anscheinend Bestandteile von Frostschutzmitteln enthalten sein...
  • Günstiger Geriatrie-Check bei Laboklin im November 2012 für Hunde und Katzen

    Günstiger Geriatrie-Check bei Laboklin im November 2012 für Hunde und Katzen: Kam gerade über den Tierschutzverteiler und ist sicher auch hier für einige Interessant. "Vom 1. bis 30. November 2012 können Tierarztpraxen...
  • Was war eure teuerste Tierarztrechnung?

    Was war eure teuerste Tierarztrechnung?: Hier können sich sowohl Katzen- als auch Hundehalter usw. äußern! Was war bisher eure teuerste Tierarztrechung und wie habt ihr euch finanziell...
  • Ähnliche Themen
  • Wieviele Tiere habt ihr auf wievielen Quadratmetern?

    Wieviele Tiere habt ihr auf wievielen Quadratmetern?: Hallo! Mich würde mal interessieren wie viele Tiere ihr insgesamt auf wievielen Quadratmetern Wohn- sowie Grundstücksfläche haltet? Auch...
  • Hamburg: Jetzt gilt der absolute Leinenzwang, für Hunde und Katzen!

    Hamburg: Jetzt gilt der absolute Leinenzwang, für Hunde und Katzen!: Hallo, ohne Ausnahme und ab sofort gilt jetzt der absolute Leinenzwang für alle Hunde oder Katzen! Wer Hund oder Katze noch weiter im Freien, ohne...
  • Passendes Futter für Hund und Katze

    Passendes Futter für Hund und Katze: Hey Leute. Ich hab mal ne Frage, und zwar hab ich gerade gelesen, dass in Beneful anscheinend Bestandteile von Frostschutzmitteln enthalten sein...
  • Günstiger Geriatrie-Check bei Laboklin im November 2012 für Hunde und Katzen

    Günstiger Geriatrie-Check bei Laboklin im November 2012 für Hunde und Katzen: Kam gerade über den Tierschutzverteiler und ist sicher auch hier für einige Interessant. "Vom 1. bis 30. November 2012 können Tierarztpraxen...
  • Was war eure teuerste Tierarztrechnung?

    Was war eure teuerste Tierarztrechnung?: Hier können sich sowohl Katzen- als auch Hundehalter usw. äußern! Was war bisher eure teuerste Tierarztrechung und wie habt ihr euch finanziell...