Katzenfütterer-eine unendliche Geschichte...

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ingkra

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Hallo zusammen,

bin neu hier und habe das Herzensbedürfnis, die "unendliche" Geschichte, die mich und meine Katze jahrelang verfolgt, hier mal zu schildern.
Besonders, nachdem ich Davi79s Geschichte gelesen habe!
Hey Davi, weißt Du mittlerweile, wo Deine Katze herkommt? Meine läuft bis ans Ende vom Ort - ohne sich zu verirren! Sei vorsichtig mit einer "zugelaufenen" Katze - sie könnte trotzdem noch einen sich sorgenden Besitzer haben!!
Wie folgende Geschichte zeigt...
Wer weiß, wieviel unerkannte Leidensgenossen herumlaufen, die vielleicht Ähnliches zu berichten hätten?

Pixi wurde in jungem Alter von meiner Jüngsten in einer Scheune gefunden, was jetzt wohl an die 15 Jahre her ist. So lange blieb mir vorher noch keine Katze erhalten. Der Preis dafür ist wohl, dass sie von früh an von irgendwelchen Leuten im Ort "mitgefüttert" wurde, die niemanden dafür um Erlaubnis fragten...
Von der Schnäkigkeit in ihrer Jugend hat sie sich zum Fresser entwickelt - was natürlich ein Vorteil für die Fütterer war, die eine Wirschaft besaßen und offenbar lebende Abfalleimer brauchten...
Auch ihre Vorgänger mussten dort schon hin gegangen sein - denn sie kamen oft voll wie Tonnen heim - wenn sie denn heimkamen... Manchmal kotzten sie mir Kartoffeln, Nudeln mit Soße oder Salami in die Küche, wenns zu viel war. Doch keine blieb mir so lange wie Pixi.
Lange Zeit wusste ich nicht, wer die Fütterer waren - ich hatte auch keine Zeit für Nachforschungen - bis neue hinzukamen. Direkt nebenan - die wussten also genau, wo meine Katze und ihre Jungen hingehörten!
Damit wurde die Situation unerträglich. Der Gipfel war, als die Katze ihren Jungen eine frische ungebratene Bratwurst mitbrachte...
Die Nachbarin musste ich in flagranti erwischen - sie behauptete dann, die Kleinen hätten soo einen Hunger - die kratzten ja schon! Ein zweites Mal ging im Dunkeln ihre Terrassentür auf - sie schmiss ein Stück Leberwurst hinaus - und als ich
sie ansprach, ging sie einfach schnell wieder rein ohne hinzuschauen - als ob ich gar nicht da wäre...
Nachdem sie unter massivem Beobachtungsdruck stand, verlegte sie sich darauf, sich darüber zu beschweren, dass die Katzen (die sie selber eingeladen hatte) ihre Gelben Säcke aufrissen...

Weit schwieriger gestaltete sich die Auseinandersetzung mit den Wirtsleuten, denn die waren nur telefonisch oder direkt im Wirtsraum zu erreichen. Sie konnten sehr diskret hinterm Haus an der Küchentür füttern - keiner sah es...Ich aber schon, als ich der Katze hinterher ging. Zuerst hieß es, wir sollten doch die Katze mehr füttern oder drinbehalten, dann hieß es, man füttere nur die eigenen zwei Katzen - die seien ja so scheu - dann, man könne sie nicht drin fütteren, da die Frau eine Allergie habe!! Sie könnten sogar ein ärztliches Attest vorlegen!
Zuletzt legten sie einfach auf.
Ein Schreiben, was ich an sie richtete, hingen sie öffentlich im Wirtsraum auf, um sich darüber lustig zu machen! Erst der Schiedsmann und die Schließung der Wirtschaft beendete dieses Treiben.
Ich atmete auf. Nicht lange! Dann ging es wieder los. Nur die Anhänglichkeit der Katze, die ich ja - so fett wie sie war - nicht mehr fütterte, sorgte dafür, dass sie immer wieder kam.
Ich war schon bereit, sie den Fütterern zu überlassen, doch die wollten offenbar bloß einen Mülleimer oder ein Hätschelobjekt, aber keine Verantwortung übernehmen...
Schon einmal hatte ich einer anderen Nachbarin eine Katze überlassen, die sie fütterte (nachdem ich eine Sterilisation bezahlt hatte...) - die fütterte später Nie wieder eine Katze von mir...
Jetzt aber kam Pixi schon wieder abgefüllt heim - nachdem in der verlassenen Wirtschaft eine Russenfamilie eingezogen war. Mittlerweile war sie kastriert und muss seither auf ihre Linie achten...
Wieder das gleiche Spiel: Seien Sie doch froh, dass Ihre Katze was bekommt, vielleicht bekommt sie ja daheim zu wenig, wir können nicht immer aufpassen, nein, wir füttern jetzt nur noch unsere eigenen Katzen - während unsere Katze fröhlich hinter deren Haus hervorsprang!
Ein Anwaltbrief und unser folgender Umzug beendeten dieses Kapitel.

Als wir dann umzogen, dachte ich, dass das Problem nun ein Ende hätte - Pustekuchen! Eine liebe Nachbarin, die sich um "herrenlose(?)" Katzen kümmert, setzte die GEschichte fort, obwohl wir der Katze mittlerweile ein Halsband angezogen hatten... Gottseidank war sie einsichtig.
Aber die Freude dauerte nicht allzulange, denn nach einer gewissen Zeit hatte unsere Katze wieder eine neue "Bratkartoffelstelle" gefunden...
Und bei unserer Verfolgung der Katze - die ja mal wieder nötig war - stellte sich heraus, dass sie jeden Hof, jeden Komposthaufen absucht, und hinter jeder Terrassentür herumschreit. Es könnte ja einer mit Futter herauskommen...
Merkwürdig war, dass sie nun Ganz weg war - und nur für ein paar Stunden abends vorbeikam, denn dann wird bei uns normalerweise gefüttert. Und das bei diesem Klima - es war Dezember und lausekalt!
Sie musste also irgendwo untergekommen sein. Bei jemandem, den das Halsband offenbar wieder nicht interessierte.
Nach zeitintensiven Nachforschungen stellte sich heraus, dass eine Frau, in deren Hof uns die Katze geführt und die das Füttern abgestritten hatte, Doch die Katzenfütterin war!
Angeblich hatte die Tochter eine graue Katze...
Sie ging sogar so weit, an unserer Tür aufzukreuzen und meinen Mann zu bitten, die Katze von ihrem (!) Komposthaufen weg (sie wohnt am anderen Ende vom Dorf) - und nach Hause zu holen - die Katze hätte sich bestimmt verirrt! Sie schmeiße ja nur Kartoffelschalen dort hin - "davon wird die doch nicht satt!" "achja, alte Katzen fangen wirklich noch Mäuse?" Und die Katze würde ihre Gelben Säcke aufreißen...
Da klingelten bei mir schon alle Alarmglocken!!
Erst ein Gespräch mit ihrem Mann - der sinnigerweise Polizist ist, brachte eine Änderung. Sonst hätte die Frau wahrscheinlich gegen unseren Willen ewig damit weitergemacht...
Vereinfacht wurde die Sache nämlich dadurch, dass die Katze direkt daneben bei Nachbarn eine warme, gemütliche, stets offene Lagerhalle als Unterkunft gefunden hatte, wo sie morgens, mittags und abends gleich präsent sein konnte - ohne dass die Fütterin dadurch auffallen musste, dass sie die Katze ins Haus ließ. Seit diese Nachbarn Bescheid wissen und die Halle schließen, hat der Spuk aufgehört...
Doch nach all diesen Erfahrungen wiege ich mich noch nicht in Sicherheit...
Obwohl Pixi nach unserem Herumfragen schon dorfbekannt sein dürfte, hat ihr mein Mann ein wetterfestes, gut sichtbares Schild am Halsband verpasst mit Adresse und Tel.Nr. und "Nicht Füttern!". Dieses Schild war bisher zweimal an der Sollbruchstelle halb abgetrennt gewesen und dann war es plötzlich ganz ab...Konnte natürlich beim Schlüpfen durch die Hecken passiert sein... Doch mir schwant was anderes...
Die Katze ist zwar morgens und nachmittags wieder da, doch so gegen 12/13 Uhr zieht es sie immer noch dort hin! Und der Polizist ist ja auch des öfteren mal im Dienst...

Nun sagt mal: Ist das nicht der Wahnsinn??? Was für Psychopathen sind das???
Es waren immer Frauen, die selber keine eigene Katze hatten - verlogen - und nur unter massivem Druck dazu zu bewegen, unsere Katze in Ruhe zu lassen.
Die hat natürlich schon ihre Erfahrungen gesammelt im Abstauben und ist Vollprofi!
Bettelt jetzt bei Tisch, wo es bei uns NIE etwas gegeben hat.
Versteht hervorragend, sich bemerkbar zu machen wenn es "um die Wurst geht" und vermittelt offenbar stets den Eindruck, eine "arme" Katze zu sein...
Zusammen mit ihrer Gefräßigkeit - sie frisst Alles - und bis nichts mehr reingeht - ideale Voraussetzungen, um "gerettet" zu werden!

Vielleicht kann der Ein oder Andere eine ähnliche unendliche Geschichte erzählen?
Würde mich freuen! Ansonsten wird man ja teilweise schon für verrückt gehalten, wenn man mit diesem Problem ankommt...
(Ich hoffe, mein Beitrag war nicht zuuu lang!)

Grüße von Pixi und Ingrid
 
22.01.2009
#1
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Guest

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S

Substantia Nigra

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Hallo Ingrid!

Erstmal willkommen im Tierforum!
Ich hab übrigens nichts gegen lange Beiträge, ich schreib selbst immer welche :)

Deine Geschichte scheint ja echt unendlich zu sein. Ich glaube dir, dass du dich furchtbar über diese uneinsichtigen Menschen ärgerst. Vor allem weil du dir jedesmal aufs Neue die Mühe machst, die Leute zu suchen und sie aufzuklären.
Aber diese selbsternannten Katzenretter sind anscheindend echt unverbesserlich.

"Das arme Tier, die maunzt ja so herzzerreissend" - dabei kann dir jeder Katzenbesitzer erzählen, wie herzzerreissend verhungert seine Katzen direkt nach der Fütterung maunzen können, wenn Mensch sich erlaubt, sich ein Wurstbrot zu schmieren... da glaubst du echt, die haben seit Tagen gehungert.

Klar, man muss den Leuten zugute halten, dass sie es nicht böse meinen - aber das ist auch schon alles. Ein wenig Verstand wäre ihnen zumindest zu wünschen, denn welcher Katzenbesitzer, der sich nicht um sein Tier kümmert, macht sich schon die Mühe, evtl. Futterstellen zu suchen und aufzuklären...

Ich hab zwar keine Freigänger, aber ich halte dich trotzdem nicht für verrückt. Ganz im Gegenteil... da macht man sich Gedanken um eine vernünftige Katzenernährung und dann wird sie von anderen Leuten mit Küchenabfällen vollgestopft... *argh*


LG,
Suni
 
*max*

*max*

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Deine Geschichte finde ich recht interessant und mal aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen.

Denn: ich bin auch so eine. :uups:

allerdings war meine Geschichte etwas anders gelagert, auch wenn ich das gleiche tat, wie die Leute da bei dir.

Ich habe eine abgemagerte, total verwurmte Katze über längere Zeit gefüttert (mit ausschliesslich guten Katzenfutter), die Babys von ihr wurden wohl regelmässig getötet. (gab Besitzer später zu) Die Katze hab ich dann auch noch entwurmt. Dann Besitzer ausfindig gemacht, dann mich getraut dort hinzugehen und zu sagen: ich füttere ihre Katze und sie wohnt bei mir.

Die bisherigen Besitzer waren mit einer Übernahme durch mich mit allen Rechten und Pflichten einverstanden.

Als ich Miezie (auf meine Kosten) sterilisieren liess, wurde ein älterer Kieferbruch festgestellt, den die Besitzer bis dato nicht mal bemerkt, geschweige denn behandelt hatten. Alle Zähne im Unterkiefer waren deshalb locker und Zahnfleisch entzündet.

Ausserdem hatte sie massiv Flöhe.

Ausserdem war sie noch nie geimpft worden. Hab ich inzwischen alles nachgeholt und natürlich auch selbst bezahlt.


Ich muss zugeben, ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen, kam mir vor wie ein Katzendieb und es war mir schon wichtig, Klarheit in die Sache zu bringen, geklärte Verhältnisse.
 
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