Jagdhunde wenn man nicht zum Jagen geht?

Diskutiere Jagdhunde wenn man nicht zum Jagen geht? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Ihr Lieben Es geht mir jetzt in erster Linie um die deutschen Rassen -Deutsch Drahthaar -Deutsch Kurzhaar -Deutsch Langhaar -Deutsch...
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Ricalein

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Hallo Ihr Lieben

Es geht mir jetzt in erster Linie um die deutschen Rassen
-Deutsch Drahthaar
-Deutsch Kurzhaar
-Deutsch Langhaar
-Deutsch Stichelhaar
-Weimaraner
und natürlich um die großen und Kleinen Münsterländer.

Letztens war ich bei einer Entenjagd und konnte dort trotz starken Minustemperaturen beobachten mit was für einer Freude die Hunde ins Wasser gesprungen sind um ihre Aufgabe zu verrichten, die erlegten Enten von der Schussen zu bergen, anschließend haben sich
die Hunde ein wenig im Schnee gewälzt, geschüttelt und weiter gings. Auch mein Ricalein hatte dabei die größte Freude und war kaum zu halten.
Wenn ich bedenke wieviel Jagdeifer dafür notwendig ist das die Hunde so gerne und ohne jedes Wenn und Aber in so kaltes Wasser springen einen ganze Fluß gegen die Stömung durchqueren um dann mit Beute das gleiche wieder retour zu machen, denke ich fehlt so einem Hund einfach was wenn er bei jemandem landet der mit der JAgd gar nichts zu tun hat und ihn ersatzweise Bälle oder Dummys anbietet, wenn überhaupt.
Klar gehören Dummys auch zur guten Ausbildung eines Jagdhunde, kein Thema, und die Hunde haben auch große Freude daran, aber wenn man dann sieht wie sie mit richtiger Beute arbeiten, dann ist das doch ein riesen Unterschied.
Ich bin der Meinung das solche Hunde ohne Jagd nicht glücklich sein können und das man ihnen keinen Gefallen damit tut sie als reinen Familienhunde zu halten.
Gerade die Kleinen Münsterländer sind da ja sehr beliebt und sie sind auch sicher gute Familienhunde, wenn sie richtig ausgelastet sind, also wenn sie auch zum Jagen dürfen.

Ich würde gerne mal hören wie Ihr das seht.
 
29.01.2009
#1
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Guest

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Kiki2603

Kiki2603

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Ich denke, dass es sehr auf den Hund ankommt.
Im großen und Ganzen denke ich schon, dass der Hund trotzdem glücklich sein kann, wenn er artgerecht ausgelastet wird.
Du musst ja nicht ein Leben lang Dummys nehmen, man kann ja auch Fleisch nehmen. Ein totes Kaninchen oder so. (Wir barfen eh, ob ich ihn sich sein Essen jagen lasse oder ein Dummy, ist im Prinziep egal)

Und nur weil der Hund in kaltes Wasser springt würde ich nicht sagen, dass man es daran festmachen kann, dass diese Bereitschaft da ist. Also, was ich damit sagen möchte, ich denke, dass ein Hund da gar keine Probleme mit hat, bei den Temperaturen ins Wasser zu gehen und zu schwimmen. Also würde ich es jetzt nicht als sowas außergewöhnliches hinstellen.;) Meiner geht jetzt auch schwimmen ohne, dass wir Jagdspiele im Wasser machen. Ganz von alleine.

ich finde es schlimm, dass es viele Menshcen gibt, die solche Hunde einfach ,,nur" halten und NICHTS mit ihnen machen. Aber das finde ich generell sehr schlimm. Egal ob Jack Russel, Dackel, Retriever, Münsterländer oder sonst was.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Ich glaube schon, das Hunde leiden wenn sie nicht artgerecht ausgelastet werden und ich finde es auch ganz furchtbar wenn ich immer die ganz Jack Russels sehe die in auf dem Arm getragen werden oder die Stadt-Weimaraner die nur schön aussehen sollen.
Ein Problem ist aber, dass ja fast alle Hunderassen zu Gebrauchszwecken gezüchtet wurden, da stellt sich die Frage welcher Hund eignet sich denn überhaupt uneingeschränkt als "Familienhund" !?
 
Kiki2603

Kiki2603

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Ja eben so gut wie keiner. Ich meinte ja auch, ARTGERECHT auslasten. Habe ich ja auch geschrieben. Dass ein JR nicht auf den Arm gehört - KLAR.
Aber man muss auch nicht mit ihm jagen. Es gibt ja alternativen zur Auslastung.
Sowas kann einem nur Leid tun, ganz klar. Aber wenn der Hund ausgelastet wird und man Spass zusammen hat, ist dieser Hund sicher ein glücklicher Hund.
 
Kabardiner

Kabardiner

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Also ich denke auch man sollte sich vorher GANZ genau überlegen ob man für so einen Hund Zeit hat! Prinzipell find ich auch nicht so gut wenn solche reihnen Jagdhunde wie Z.b. der DD als reihne Familienhunde gehalten werden....
Aber trotzdem denke ich das man mit Dummys etc. doch recht weit kommt.
Und ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, den Hund dann auch wirklich NIE miot Wild in kontakt kommen zu lassen. Weil dann wird er sich immer danach sehnen. Ich vermute das jetzt einfach mal, weil bei Huskys ist das ja auch so. Die darf niemals etwas ziehen lassen, sonst wollen sie immer nur das eine.....
Ps.: bevor jetzt kommt *aber ich habt auch einen DD (Bild)* :D - bei uns werden alle Hunde Jagdlich geführt! =)
 
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Ricalein

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Egal ob Jack Russel, Dackel, Retriever, Münsterländer oder sonst was.
Ich sehe da schon einen Unterschied zwischen den von mir oben aufgezählten Rassen und vielen anderen Jagdhundrassen.
Gerade die von mir aufgezählten Rassen werden über ein sehr aufwändiges Prüfungssystem auf ihre Jagdliche Brauchbarkeit geprüft bevor sie zur Zucht zugelassen werden können. Das heißt das kein Hund in die Zucht gelangt der sich nicht jagdlich bewiesen hat. Das ist eben bei vielen anderen Rassen nicht mehr so. Bei Teckeln zum Beispiel wird ein Großteil nur noch auf Schönheit gezüchtet und dadurch das kein Wert auf die jagdlichen Anlagen gelegt wird verkümmern diese Anlagen mit der Zeit.
 
Kabardiner

Kabardiner

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Hey ja, bei unserem wackeldackel war das nicht so :)
 
Kiki2603

Kiki2603

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Ich sehe da schon einen Unterschied zwischen den von mir oben aufgezählten Rassen und vielen anderen Jagdhundrassen.

Du solltest meinen Satz auch in voller Länge und ZUsammengehörigkeit lesen. Dass es Unterschiede gibt ist ganz klar.
Aber das mit dem Egal ob.. war auf den Satz davor bezogen.;);)

ich finde es schlimm, dass es viele Menshcen gibt, die solche Hunde einfach ,,nur" halten und NICHTS mit ihnen machen. Aber das finde ich generell sehr schlimm. Egal ob Jack Russel, Dackel, Retriever, Münsterländer oder sonst was.
 
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Jenny108

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Hallo,
ich finde es auch sehr schlimm wenn man sich nicht Gedanken über den Jagdtrieb macht. Bei uns im Wald läuft ein DD die ganze Zeit an der Flexi.... .
Die Rassen die Ricalein anfangs aufgezählt hatte sollten meiner Meinung nach jagdlich geführt werden.
LG
 
Crissi

Crissi

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Ein Jagdhund ohne Jagd ist für mich wie ein Vogel dem man die Flügel stutzt.
Aber man muss diese Hunde wirklich mal bei der Arbeit gesehen haben um das zu verstehen. Das ist viel mehr als nur das Schwanzgewedel, das manchen Haltern genügt. Leider haben nur wenige das Privileg so was mal live zu erleben.
In unserer Nachbargemeinde gibt ein Jäger, der sonst auch Jagdhunde zur Jagd ausbildet, nun auch Untericht für nichtjagdlich geführte Hunde.
Die Hunde (und Halter) lernen dort alles, was ein guter, wildfester Jagdhund können sollte.
Später geht man quasi in kontrolliertem Gelände auf Pseudojagd.

UND die Jagdhunde können sich einmal die Woche so richtig ausleben.
Ich finde das eine tolle Sache!




Möchte Ricaleins Liste noch eine Rasse zufügen:
Deutscher Wachtelhund

Ist zwar ehr ein Stöberhund und inzwischen relativ selten, aber gehört definitiv auch nicht in Laienhände!
 
DyingDream

DyingDream

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...

Ich tue mich immer schwer damit mich auf einzelne 'Rassen' festzulegen.

Für mich gehört jeder Hund 'ausgelastet'. Ob es nun für einen Jagdhund unbedingt die Jagd sein muss... Hm... Nein, ich denke, dass auch diese Hunderassen sehr glücklich sein können, wenn der Mensch ihnen genug zum 'ausgleich' anbietet. Und ist das der Fall kann sich auch ein solches Tier als 'Familienhund' ohne Verhaltensstörungen entwickeln.
Doch vermutlich ist es 'einfacher' einen Jagdhund mit 'Jagt' auszugleichen, wo die Veranlagung nun mal besteht.
~§~
 
Kiki2603

Kiki2603

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Ein Jagdhund ohne Jagd ist für mich wie ein Vogel dem man die Flügel stutzt.

Die Hunde (und Halter) lernen dort alles, was ein guter, wildfester Jagdhund können sollte.
Später geht man quasi in kontrolliertem Gelände auf Pseudojagd.
Also bietest du es deinem Hund auch?

Ich meine, das LERNEN, dass ein Hund alles können muss, was zu Jagd gehört, dafür musst du kein Jäger sein oder Jagen können, DAS kann man auch mit Dummys. (fast alles)
 
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florett

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Hallo Ihr alle,

jetzt bin ich am grübeln,
wenn ein Jagdhund nur mit "Jagd" glücklich sein sollte,
soll ein "Kampfhund" dann auch kämpfen zum Glücklich sein?

Liebe Grüße...
 
jezzy

jezzy

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Es gibt keine Kampfhunde! das ist immer der besitzer hinter der leine,der ist schuld!beschäftge dich mal bitte mit diesen rassen genauer und du wirst sehn das sie oft vorher zu anderen zwecken gezüchtet/genutz wurden:064:
und außerdem weisen diese rassen oft auch andere starke triebe auf,wie z.b. jagdtrieb oder ein ausgeprägetn beschützer instinkt oder der ähnliches
 
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florett

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@ jezzi,
Warum denn gleich so aggro?
Habe mich sehr intensiv mit diesen Rassen befasst!

Ich hatte "Kampfhunde" in Anführungsstrichen, damit es ebend nicht falsch verstanden wird.
Also,nicht gleich so drauf,bitte.
Trotzdem wurden viele solcher Rassen zum Kämpfen gezüchtet. Aber das nur am Rande.

Wollte damit sagen das jeder Hund ,egal welcher "Kategorie",ob Schutzhund,Hütehund ,Jagdhund,usw nicht nur mit ihren Rassespeziefischen Aufgaben ausgelastetwerden können sondern es bieten sich viele Möglichkeiten einen Hund sinnvoll zu beschäftigen,und ihn damit glücklich zu machen.

Gruss....

 
jezzy

jezzy

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:?dann sag das doch gleich so. wir hatten einlabbi-schäferhund-staff-mix gehabt(denke dir bitte den rest...keine lust auf romantexte)
sorry.wollt dich nicht angreifen.
klar da hast du recht,aber man sollte denke ich den ausgeprägtesten instinkt fördern.
 
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florett

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@ Jezzy
Kann ich verstehen,das man irgendwann genervt ist.
Wir( mein Freund und ich)haben eine Stafford Hündin (die ihre Rassebeschreibung nicht gelesen hat:mrgreen:) und werden auch oft diskriminiert wegen ihr.
An manchen Tagen reagiere ich dann auch über:075:
Also, will sagen das ich nichts gegen solche Hunde habe.

Und nun zurück zum Thema.....
 
Flixilotte

Flixilotte

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Ich denke, dass es sehr auf den Hund ankommt.
Im großen und Ganzen denke ich schon, dass der Hund trotzdem glücklich sein kann, wenn er artgerecht ausgelastet wird.
Du musst ja nicht ein Leben lang Dummys nehmen, man kann ja auch Fleisch nehmen. Ein totes Kaninchen oder so. (Wir barfen eh, ob ich ihn sich sein Essen jagen lasse oder ein Dummy, ist im Prinziep egal)

Und nur weil der Hund in kaltes Wasser springt würde ich nicht sagen, dass man es daran festmachen kann, dass diese Bereitschaft da ist. Also, was ich damit sagen möchte, ich denke, dass ein Hund da gar keine Probleme mit hat, bei den Temperaturen ins Wasser zu gehen und zu schwimmen. Also würde ich es jetzt nicht als sowas außergewöhnliches hinstellen.;) Meiner geht jetzt auch schwimmen ohne, dass wir Jagdspiele im Wasser machen. Ganz von alleine.

ich finde es schlimm, dass es viele Menshcen gibt, die solche Hunde einfach ,,nur" halten und NICHTS mit ihnen machen. Aber das finde ich generell sehr schlimm. Egal ob Jack Russel, Dackel, Retriever, Münsterländer oder sonst was.
Sehe ich ganz genauso. Pauschalieren finde ich vollkommen falsch. Es gibt durchaus Jagdhunde, die bei Nicht-Jägern glücklich sind. Sie werden ausgelastet, geliebt etc.. Ich denke, dass nicht "nur" der Ursprung eine Rolle spielt. Wichtig ist auch WIE ein Hund beim Jäger gehalten wird. Auch Jäger halten ihre Jagdhunde zusätzlich als Arbeitshund auch als Familienhund. Sie sind in die Familie integriert. Andere behandeln sie als Arbeitsmaterial, holen sie nur ein paar Mal die Woche zum Jagen raus, gehen kurze Pipirunden. Ansonsten hat der Hund keinen Familienkontakt.

Ich finde, man muss auf beiden Seiten differenzieren.
 
Fleckihund

Fleckihund

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Ich bin der Meinung das solche Hunde ohne Jagd nicht glücklich sein können und das man ihnen keinen Gefallen damit tut sie als reinen Familienhunde zu halten.
Hm naja, nicht alle - glaube ich. Wenn man so sagt, dass die Jagdhunde nur in die Hände des Jägers gehört, dann sind die Hütehunde bei Besitzer-die-keine-Schafe-haben auch nicht glücklich.

Es gibt sicherlich Hunde, die auch ohne Jagen glücklich sein können - ne Möglichkeit gibt es sicher immer. :wink:
 
Flixilotte

Flixilotte

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Wie gesagt, ich würde Ricalein zu 90% recht geben. Leider sind die meisten Jagdhunde in Privathänden schon in den falschen Händen, weil sie zu wenig ausgelastet werde. Ich nehme mich mal daraus.
 
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Jagdhunde wenn man nicht zum Jagen geht?

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