die Pille für den Hund ?

Diskutiere die Pille für den Hund ? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, noch ein Neuling hier. Hi.:006: ich bin die ganze Zeit am überlegen, ob ich meine Hündin (3) kastrieren lassen soll oder...
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
nephritis

nephritis

Registriert seit
29.01.2009
Beiträge
258
Reaktionen
0
Hallo zusammen,

noch ein Neuling hier. Hi.:006:

ich bin die ganze Zeit am überlegen, ob ich meine Hündin (3) kastrieren lassen soll oder nicht.
Eigentlich wäre die
Angelenheit sonnenklar, ABER ... hatte ich in einem Buch von Tierärzten verfasst, dass es nach einer Kastration zu Wesensveränderungen kommen kann auch bei Hündinnen. Sie können aggressiver oder auch dominanter werden.
Gibt es noch Alternativen zu solch einem Eingriff?

Gibt es wirklich die Pille für den Hund?
Wenn ja, greift man da nicht zu stark in den Hormonhaushalt ein?

Das Höschen lassen wir mal aussen vor, das ist Diskreminierung für jeden Hund.

Im Endeffekt geht es mir eine gute gesundheitsunschädliche Lösung zu finden.
 
30.01.2009
#1
A

Anzeige

Guest

Hast du schon mal im Ratgeber nachgelesen? Velleicht hilft dir das ja weiter?
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
2
Hallo nephritis, willkommen im Forum :)
Warum möchtest du denn deine Hündin überhaupt kastrieren lassen?
 
Kiki2603

Kiki2603

Registriert seit
17.07.2008
Beiträge
2.811
Reaktionen
0
Sie können aggressiver oder auch dominanter werden.
Wer sagt denn sowas?
Das ist Erziehungssache! Und eine Frage, wie du dich durchsetzt.

Warum soll dein Hund denn kastriert werden?

Warum sind Höschen Diskriminierung? Und was haben sie damit zutun, ob dein Hund noch Zeugungsfähig ist oder nicht?

Eine Pille für den Hund gibt es nicht. Aber es gibt eine Hormonspritze. Ich würde niemals so bei meinem Hund eingreifen. Entweder kastrieren oder bene nicht. Wir haben uns ganz bewusst gegen eine Kastration unserer Hündin entschieden. Standen auch grade vor der Entscheidung. Mein Freund wollte sie kastrieren lassen, ich war dagegen. Nun bleibt alles drin und dran - sie wird nicht kastriert. Warum auch?
 
Ronja11

Ronja11

Registriert seit
13.09.2008
Beiträge
1.778
Reaktionen
0
Also, ich habe und hatte kastrierte Hündinnen, keine veränderte ihr Wesen oder wurde Aggressiv, im Gegenteil. Die Pille ist nicht gut, sie fördert erst recht Gebärmuttervereiterungen etc.
 
*Daisy*

*Daisy*

Registriert seit
30.01.2009
Beiträge
2.361
Reaktionen
0
Warum kastrieren? Ich kann euch sagen warum....bei älteren Hündinen kann die läufigkeit und auch die Gebärmutter zu einem problem werden.
Z.B die Gebärmutterentzündung. So und wenn die Entzündung da ist und die Gebärmutter raus muss,der Hund aber schon 10 ist,ist die Narkose ein großes Risiko.....oft sterben ältere Hunde an diesem Eingriff. Natürlich ist immer ein risiko aber bei älteren Hunden ist es größer.
Auch die Gebärmutterentzündungsgefahr steigt mit dem Alter.

Meine Mutter hatte das vor kurzem mit Ihrer 10-jährigen Hündin. Ich habe immer gesagt lass sie kastriren, du willst eh keine Welpen. So nun war Fieni 10 und ihr lief Eiter hintn raus und sie musste Notoperiert werden. Sie hat die Op ganz knapp überstanden. natürlichen denken jetzt einige Ausnahme aber der TÄ selber hat gesagt das ist fast an der Tagesordung.
Er sagte wenn man keine Welpen will,würde er immer zur kastration raten.

Von drastischen Wesenveränderungen habe ich noch nie etwas gehört. Ja es kann sein das die Hunde zunehmen oder so. Aber agressiv? Und wie Kiki sagte alles Erziehungssache.

Zu der pille kann ich nichts sagen aber vor einer Entzündung schützt die nicht.Und wie schon gesagt wurde,sie soll es fördern.

Also nephritis: wenn die gesundheit an erster Stelle steht und nicht das Geld dann lass sie kastrieren.
 
Tracy

Tracy

Registriert seit
05.01.2007
Beiträge
7.861
Reaktionen
0
also ich habe meine hündin damals mit 10 monaten kastrieren lassen und sie hat sie veraltensänderungen oder sonstiges bekommen. Bin auch für kastrationen
 
*Daisy*

*Daisy*

Registriert seit
30.01.2009
Beiträge
2.361
Reaktionen
0
wieso inkontinent? Ich habe noch nie etwas von solchen problemen gehört.

Außerdem was ist wenn der Hund irgendwann im Alter oder auch früher an einer Gebärmutterentzündung erkrank oder krebs bekommt??? Will doch keiner?
 
Kiki2603

Kiki2603

Registriert seit
17.07.2008
Beiträge
2.811
Reaktionen
0
Außerdem was ist wenn der Hund irgendwann im Alter oder auch früher an einer Gebärmutterentzündung erkrank oder krebs bekommt??? Will doch keiner?
Hast du also auch keine Gebärmutter mehr?;)


Viele Hündinnen sind nicht mehr dicht, wenn sie kastriert sind und verlieren den ganzen Tag über viele Pipitropfen.
 
Rasselbande87

Rasselbande87

Registriert seit
14.01.2009
Beiträge
62
Reaktionen
0
das mit dem dominanter bzw. aggressiver ist alleine eine erzeihungssache, meine persönliche meinung ist es, das alle hündinnen, mit denen nciht gezüchtet wird, kastriert werden sollten. da es einfach viel zu viele gesundheitliche probleme mit nicht seltenen todesfällen bei hündinnen gibt (gebärmuttervereiterung, mammatumore, gebärmutterkrebs usw usw)

ich habe das alles miterlebt (arbeite beim TA) den passenden termin für eine kastra zu finden ist für mcih NACH der ersten läufigkeit.

mit 3 jahren würde ich sagen, hast du noch einen kleinen einfluss auf die "tödlichen" krankheiten, lässt du deine hündin allerdings älter werden und noch mehr läufigkeiten durchleben, hast du mit der kastration keinen einfluss mehr auf die krankheiten, weil mit jeder läufigkeit ein "schub" kommt.

meine hündin würde mit 10 monaten kastriert und cih würde es immer wieder tun. sie ist keineswegs aggressiver oder dominant geworden. sie ist nur eigensinnig und lässt keinen rüden aufreiten, was ich ihr aber auch mehr oder weniger so anerzogen habe. iweiol ich finde, das es ncihts schlimmeres gibt, wenn eine hündin dauernd belästigt wird.

das mit dem inktontinenten kommt in sehr seltenen fällen vor und ist medikamentös super behandelbar und stellt keine einschränkung dür den hund dar. dann lieber einen inkontinenten hund, als einen hund der mit 7 an mammatumoren stirbt....Meine Meinung...
LG Janina
 
*Daisy*

*Daisy*

Registriert seit
30.01.2009
Beiträge
2.361
Reaktionen
0
Was hat das denn mit meiner Gebärmutter zu tun?
Erstens: mal bin ich für den Hund und somit auch für dessen Gesundheit verantwortlich,also tue ich alles damit Krankheiten vermieden werden könne. Natürlich kann ein hund ein en hirntumor oder soetwas bekommen aber da kann ich nichts gegen machen. aber wenn ich durch so eine Operartion vorbeugen kann ....dann tue ich es.

zweitens: habe ich noch einen Kinderwunsch und brauche dazu meine Gebärmutter. Mein Hund aber soll keine Welpen haben also kann ich vorbeugen.

Jede OP hat ein risiko aber mittlerweile ist es ein rutineeingriff und daher terten wenig komplikationen bei jungen hunden auf

Les dir doch mal Rasselbandes Beitrag durch,die weiß wovon sie spricht.
 
frettchentina

frettchentina

Registriert seit
07.01.2006
Beiträge
2.468
Reaktionen
0
Ich werde meine zukünftige Hündin auch kastrieren lassen. Auch ich bin TAH und hab viele OPs wegen vereiterter oder entarteter Gebärmütter und Mammatumoren (Brustkrebs) mitmachen müssen. Und wie bereits gesagt wurde, lieber lass ich mein Tier einmal prophylaktisch operieren, wenn es ihm gut geht, als später drum bangen zu müssen, ob mein Tier die Not-OP überlebt, wenn es alt und eh schon geschwächt ist.
Mit jeder Läufigkeit erlebt der Körper einen Hormonschub - für nix und wieder nix, denn Welpen soll sie ja nicht bekommen - der den Körper belastet. Je öfter das passiert, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, daß die Hündin krank wird.
Dazu kommt natürlich die zuverlässige Verhütung von Welpen, meine Hündin wird nicht ein / zwei Mal im Jahr wuschig im Kopp und sie macht auch die Rüden der Nachbarschaft nicht heiß.

Gerade große Hündinnen (vor allem Boxer) werden nach einer Kastration im Alter irgendwann inkontinent. Das passiert aber auch unkastrierten Hunden, wenn sie alt sind... Es gibt weder die Garantie, daß eine kastrierte Hündin inkontinent wird, noch die, daß eine unkastrierte es nicht wird. Und auch das wurde schon erwähnt - diese Inkontinenz läßt sich medikamentös behandeln. Und schon wieder muss ich sagen: lieber geb ich meinem alten Hund jeden Tag eine Tablette, als daß ich ihn im Alter auf den OP-Tisch lege.

Die Wesensveränderung kommt durch die Hormone - also wird eine Hündin anders, wenn sie NICHT kastriert und läufig ist. Sorum wird ein Schuh draus. Auch daß sie nach einer Kastration fett werden, ist ein Trugschluss. Sie werden danach fett, weil die Menschen ein schlechtes Gewissen haben und sie mit Leckerlis vollstopfen!

LG Tina
 
Ronja11

Ronja11

Registriert seit
13.09.2008
Beiträge
1.778
Reaktionen
0
Stimme voll zu! Das sind genau meine Erfahrungen! Klasse. Meine Hündinnen sind alle nicht undicht geworden. Aber die Hündin der Nachbarn, unkastriert. Sie starb mit 10 Jahren an einen Tennisball großen Mammatumor. OP? Ging nicht mehr. Als der Tumor entdeckt wurde, er war ganz klein, hatte er schon nach innen gestreut. Sämtliche Organe waren befallen.
 
*Daisy*

*Daisy*

Registriert seit
30.01.2009
Beiträge
2.361
Reaktionen
0
und wieder was dazu gelernt:D

Das es ein irrglaube ist das sie davon fett werden wusste ich nicht.;) Man lernt ja nie aus:)

Ich bleibe auch dabei...lieber kastrieren.
 
Rasselbande87

Rasselbande87

Registriert seit
14.01.2009
Beiträge
62
Reaktionen
0
nach dem kastrieren stellt sich der komplette hormonhaushalt um, sie brauchen nicht mehr so viel fett, bekommen sioe weiterhin die gleiche futtermenge werden sie automatisch dicker, deswegen nach der kastra das futter reduzieren und die leckerchen vom futter abziehen, dann behält man das idealgewicht bei, nur leider halten sich da die wenigsten dran.

nochmal zum kastrieren, bei hündinnen bin ich ein absoluter kastrations befürworter, wie oben schon geschrieben, bei rüden hingegen bin ich ein kastrationsgegner, mein rüde ist auch nciht kastriert, denn die meisten menschen lassen ihren rüden aus bequemlichkeit kastrieren, weil er zu stressig wird wenn hündinnen läufig werden etc. etc. kenne da genug argumente.

rüden können nicht so lebensbedrohliche krankheiten bekommen, sie können mal ne prostatavergrößerung bekommen, die aber dann mit einer sofortigen kastration behoben ist. hodentumore sind selten.

durch erziehung bekommt man einen unkastrierten rüden super hin. mein rüde ist unkastriert und steht zu 99% in jeder situation im gehorsam, auch wenn wir mimt einer läufigen hündin unterwegs sind.

auch ist es ein irrglaube das unkastrierte rüden aggressiver sind....
 
frettchentina

frettchentina

Registriert seit
07.01.2006
Beiträge
2.468
Reaktionen
0
Hmpfff, und die Hälfte vergessen... :eusa_doh:
Diese Hormone, die man per Tablette oder Spritze gibt, um die Läufigkeit zu verhindern oder unterbrechen, sind so ziemlich der heftigste Hammer, den man seinen Hunden (Katzen, Frettchen...) antun kann! Bei einigen Hündinnen (Katzen, Frettchen...) reicht bereits eine einmalige Anwendung, aber bei fast allen kommt es bei dauerhafter Anwendung dieser "Verhütungsmethode" zu Gebärmuttervereiterungen oder sogar tumorösen Veränderungen in der Gebärmutter und / oder den Milchleisten. Das kann durchaus tödlich enden.
Mal ganz abgesehen von den harmloseren Nebenwirkungen, wie Scheinschwangerschaft, Stimmungsschwankungen, Aggression, Depression, Übelkeit usw. Jede Frau, die schonmal ihre Tage hatte, weiß, wovon ich rede.
Will man seinem Tier DAS wirklich antun!?
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
2
Ich bin dagegen ein gesundes Organ pauschal zu entfernen (zumal das ja eigentlich auch unzulässig ist soweit ich weiß).

Ich kennen Hündinnen die aufgrund der Kastration inkontinent sind und zwar nicht erst im Alter. Es ist nicht sehr angenehm für die Hunde, da sie ja wissen, dass sie eigentlich nicht in die Wohnung pinkel dürfen, es aber nicht anhalten können. Und es ist auch nicht so, dass man jede Inkontinenz mit Medikamenten in den Griff bekommen kann.

Der Gedanke seinen Hund vor Krebs schützen zu wollen ist zwar löblich, aber man darf dabei nicht davon ausgehen, das hauptsächlich die Geschlechtsorgane für Krebs zuständig sind. Unsere Hunde sind vielen anderen krebserregenden Stoffen ausgesetzt die z.B. im Fertigfutter laueren oder in Medikamenten. Auch Umwelteinflüsse wie Autoabgase oder schädliche Textilien (Decken im Hundekörbchen) können Krebs verursachen.
Was ist mit Impfungen? Die meisten Hunde werden überimpft und auch dadurch entsteht ein Risiko (bei Katzen kommen bösartige Impfsarkome sogar relativ häufig vor).
Die häufigste Form von Krebs bei Hunden sind übrigens Hauttumore.

Eine Kastration schützt einen Hund nicht vor Krebs, lediglich die entfernten Organe können nicht mehr krank werden.
Man lässt seinem Hund jetzt aber auch nicht sämtliche andere entbehrliche Organe entfernen, nur damit er nicht an ihnen erkranken kann (um es mal etwas überspitzt auszudrücken).

Ein gesundes Organ sollte also meiner Meinung nach nicht ohne einen akuten Grund entfernt werden, wir lassen uns auch nicht "ausräumen" nur weil wir vielleicht keine Kinder (mehr) wollen.


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Kompassqualle schrieb nach 41 Minuten und 48 Sekunden:

Ich habe eben nochmal bei Wikipedia ein paar Zahlen nachgelesen.
Von 100.000 unkastrierten Hündinnen bekommen mindestens 258 einen Tumor am Gesäuge.
Aber es sind nur 20 - 40 % der Mammatumore auch bösartig, das heißt, wenn man vom schlimmsten Fall (also 40 %) ausgeht, dann bekommen von den 100.000 Hündinnen nur rund 100 einen bösartigen Tumor, das sind also 0,1% !

Ich finde leider keine genauen Angaben, wie viele Hündinnen nach einer Kastration harninkontinent werden, die Zahlen schwanken zwischen 20 und 50%.

Das Risiko für eine Hündin nach einer Kastration inkontinent zu werden (oder andere kastrationsbedingte Krankheiten zu bekommen) ist also viel, viel höher als das Risiko einen bösartigen Mammatumor zu bekommen.

Also nur weil eine 0,1% Wahrscheinlichkeit besteht, das die Hündin mit Sicherheit einen Mammatumor bekommt, sollte man sie nicht kastrieren lassen und dem Risiko und Stress einer OP aussetzen

Hier die Zahlen von Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mammatumor#Hund
 
Zuletzt bearbeitet:
Rasselbande87

Rasselbande87

Registriert seit
14.01.2009
Beiträge
62
Reaktionen
0
@Kompassqualle:

von diesen 100.000 kastrierten hündinnen stand aber nicht dabei mit welchem alter die kastriert wurden oder? ich schrieb ja oben bereits das man mindestens ab dem 3-4 Lebensalter keinen Einfluss mehr auf Mammatumore etc. hat. und ich wette mit dir das diese 20-50% alles spät kastrierte hunde waren die dadurch mammatumore bekommen haben.

wir haben bisher alle inkontinenten hündinnen durch medikamente helfen können. ich kenne keine hündin, der mit medikamenten nicht geholfen werden konnte, man muss nur die richtigen medikamente wählen, denn nicht jedes medikament wirkt bei jedem hund (spreche aus erfahrung)

aber sei doch mal ehrlich, das meiste woran hündinnen im sterben oder operiert werden müssen sind keine hauttumore sondern mammatumore, eierstockskrebs, gebärmutterentzündungen, gebärmutterkrebs etc.....

ich arbeite ja beim TA und weis ja woran wir die ganzen hunde eingeschläfert haben bzw. operiert haben.
ich würde meine nächste hündin auch sofort wieder nach der ersten läufigkeit kastrieren lassen, da ich finde man kann sehr gut vorbeugen.

wir menschen wissen ja auch nicht ob wir vllt. nicht doch noch ein baby wollen, hunde haben auf ihre fortpflanzung keinen einfluss. das ist meine meinung
 
frettchentina

frettchentina

Registriert seit
07.01.2006
Beiträge
2.468
Reaktionen
0
Also fangen wir mal bei den naheliegenden Krankheiten an.
Pyometra (Gebärmuttervereiterung) kommt bei unkastrierten Hündinnen (von all diesen durch Kastration vermeidbaren Krankheiten) wohl am häufigsten vor. Es gibt 2 verschiedene Arten: die offene, bei der der Eiter aus dem Uterus abfließt, wodurch man es schnell merkt und behandeln kann. Meist reicht hier noch eine medikamentöse Behandlung, wenn man sofort zum TA geht und es nicht verschleppt. Und es gibt die geschlossene, bei der der Eiter eben nicht abfließt. Die Hündin wird schlapp, trinkt viel, bekommt Fieber - typische Grippesymptome, mit denen viele Hundehalter erst viel zu spät zum TA gehen. Hier erreicht man mit Medikamenten meist nichts mehr und muss den Uterus entfernen. D.h. daß man ein geschwächtes Tier in Narkose legen und einer schweren Bauchhöhlen-OP unterziehen muss. Zusätzliches Risiko bildet hierbei (zum Narkoserisiko) der entzündete Uterus, der je nach Stadium durchaus während der OP reissen kann. Dann ergießt sich der Eiter in den Bauchraum und infiziert sämtliche Organe - hurra...
Viele unkastrierte Hündinnen bekommen eine "Pyo", ich kann mich erinnern, mind. alle 2 Wochen eine auf dem OP-Tisch gehabt zu haben...
Unbehandelt stirbt das Tier übrigens daran. Von allein heilt das nicht ab.

Tumore in der Gebärmutter hab ich auch schon gesehen. Meist wird das erst entdeckt, wenn der Krebs schon weit gestreut und viele Organe irreparabel angegriffen hat. Ist nicht so häufig, kommt aber auch nicht so selten vor.

Mammatumore hab ich bei so ziemlich jeder zweiten unkastrierten Hündin gesehen. Ab einem gewissen Alter kommen die Dinger einfach. Und auch wenn sie meist gutartig sind, können sie stören, weil sie an ungünstigen Stellen sitzen und zu groß werden, oder weil die Hündin sie sich aufkratzt oder -knabbert, oder weil sie schmerzen. Dann müssen auch gutartige Tumore entfernt werden. Je nach Lage und Anzahl kann auch das eine Riesen-OP werden. Ich hab schon bei einem Schäferhund die komplette Mammaleiste entfernt, das war ein Schnitt von 50 cm Länge...
Allerdings ist die prophylaktische Wirkung einer Kastration vor der Bildung von Mammatumoren nur dann gegeben, wenn man VOR oder direkt mit dem Beginn der Geschlechtsreife (also vor der ersten Läufigkeit, Rolligkeit oder Ranz) kastriert!

Natürlich kann man auch alles abwarten und handeln, wenn es soweit ist. Aber Eierstöcke und Gebärmutter sind Organe, die meine Hündin eh nicht brauchen wird und die ihr nichts als Sorgen machen werden. Sie wird läufig werden und ihr werden die Rüden nachsteigen, sie darf dann nicht ohne Leine laufen, sie wird sich decken lassen wollen, aber nicht dürfen, sie wird scheintragend werden und Spielzeuge bemuttern, sie wird u.U. ein Höschen tragen müssen, wenn sie nicht sauber genug ist, weil wir ein Kleinkind im Haus haben. Ich kenne Hündinnen, sie während der Läufigkeit so nervös sind, daß sie kaum fressen. Warum soll ich meinem Hund das antun?? :eusa_think:

Im TieSchG steht, man darf keine Organe entfernen ohne medizinische Indikation oder um Nachwuchs zu vermeiden. D.h. auch, daß man nicht kastrieren darf, wenn nicht eine Krankheit vorliegt oder mehrere Hunde verschiedenen Geschlechts zusammen gehalten werden. Stimmt. Aber allein hier in unserer Straße leben bestimmt ein Dutzend Hunde, denen ich 2 x im Jahr erklären müßte, daß sie meiner Hündin gefälligst fern bleiben sollen... Ein Unfall und dann hab ich den Salat... Nö.

LG Tina
 
Rasselbande87

Rasselbande87

Registriert seit
14.01.2009
Beiträge
62
Reaktionen
0
@ frettchentina:

ich hätte es nicht besser schreiben können ;) habe es nur kurz oben zusammengefasst :D Prima gemacht !

Nur eins muss ich kritisieren, an der Uni in Gießen wurde eine Studie durchgeführt, wo sie festgestellt haben das das wenn man NACH der ersten Läufigkeit kastriert, das Krebsrisiko genauso gerin ist, wenn man VOR der ersten Läufigkeit kastriert. deswegen kann die hündin ruhig einmal läufig werden, was ich zb. machen würde.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Thema:

die Pille für den Hund ?

die Pille für den Hund ? - Ähnliche Themen

  • Pille für den Hund

    Pille für den Hund: Hey, einem Forumsmitglied (in Griechenland) wurde geraten, ihrem Hund die Pille zu geben anstatt sie kastrieren zu lassen. (Der Hund hat super...
  • Gingseng-Pillen auch für Hunde?

    Gingseng-Pillen auch für Hunde?: Hallo ihr Lieben, meinem 9 Jahre alten Goldi Rüden Balu merkt man sein Alter bis auf die Brille (blass gefärbte STelle um die Augen, die wie...
  • Die "Pille" für den Hund

    Die "Pille" für den Hund: hallo ihr lieben:angel: den unten geschriebenen text hab ich in einem anderen forum gefunden. da meine "riesenhündin" riesendreck macht wenn...
  • Hund schwanger?? Pille danach?? :(

    Hund schwanger?? Pille danach?? :(: Hallo, erstmal kurz zur Erklärung, ich wohne mit meinem Freund und meinem Hund (emmy, 3Jahre, weibl.) zusammen. Wir haben aber noch sozusagen...
  • Kralle verloren, Nerv schaut raus, Stück für stück bei jeder Kralle

    Kralle verloren, Nerv schaut raus, Stück für stück bei jeder Kralle: Hallo Zusammen, Meine Hündin Luna hat nun seit ein paar Wochen das Problem, dass sich ihre Krallen lösen und abfallen.. Das ist sonst noch nie...
  • Ähnliche Themen
  • Pille für den Hund

    Pille für den Hund: Hey, einem Forumsmitglied (in Griechenland) wurde geraten, ihrem Hund die Pille zu geben anstatt sie kastrieren zu lassen. (Der Hund hat super...
  • Gingseng-Pillen auch für Hunde?

    Gingseng-Pillen auch für Hunde?: Hallo ihr Lieben, meinem 9 Jahre alten Goldi Rüden Balu merkt man sein Alter bis auf die Brille (blass gefärbte STelle um die Augen, die wie...
  • Die "Pille" für den Hund

    Die "Pille" für den Hund: hallo ihr lieben:angel: den unten geschriebenen text hab ich in einem anderen forum gefunden. da meine "riesenhündin" riesendreck macht wenn...
  • Hund schwanger?? Pille danach?? :(

    Hund schwanger?? Pille danach?? :(: Hallo, erstmal kurz zur Erklärung, ich wohne mit meinem Freund und meinem Hund (emmy, 3Jahre, weibl.) zusammen. Wir haben aber noch sozusagen...
  • Kralle verloren, Nerv schaut raus, Stück für stück bei jeder Kralle

    Kralle verloren, Nerv schaut raus, Stück für stück bei jeder Kralle: Hallo Zusammen, Meine Hündin Luna hat nun seit ein paar Wochen das Problem, dass sich ihre Krallen lösen und abfallen.. Das ist sonst noch nie...