Horror mit unserer Liesi!

Diskutiere Horror mit unserer Liesi! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Wir haben doch den Leo aus dem TH und Liesi, die Notfall-Hündin, beide entwickelten sich prächtig, legten zu an Muskeln, Lebensfreude und Liesi...
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HelgaK

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Wir haben doch den Leo aus dem TH und Liesi, die Notfall-Hündin, beide entwickelten sich prächtig, legten zu an Muskeln, Lebensfreude und Liesi leider auch Flegelei! Wir hatten einen richtigen Horror-Trip mit Liesi.
Vergangenen Montag fuhren wir gegen 14.00 h an einen Fluß, da hält sich ansonsten niemand auf, wir fuhren mit dem Rad, sind so ca. 6 km einfach, die Wege waren noch teilweise vereist. Die Hunde folgten vorbildlich, blieben dicht am Rad und rasten den Weg
entlang. Plötzlich schoß unsere Liesi ins Dickicht, der Leo, der jetzt gut folgt, gleich hinterher. Rufen und Hundepfeife, nichts nützte, die Hunde blieben für Stunden, wie vom Erdboden verschluckt. Es wurde dunkel, wir richteten uns auf eine Nacht dort im Wohnmobil ein und uns wurde total elend zumute. Ich dachte, die Hunde sehen wir nie wieder und wenn, dann nur einen. Es war bitterkalt. Wir konnten nicht mehr mit dem Rad fahren, wegen der Glätte und mein Mann ging noch alleine den Weg in der Dunkelheit entlang, ich derweil die Polizei und das TH benachrichtigen wollte. Gegen 18.00h stand der Leo auf dem Weg, fix und foxi und dann riefen wir Liesi, Liesi und endlich gegen 21.00 h kam auch Liesi. Zuhause hatte Liesi einen totalen Erschöpfungszustand, zitterte, wir wärmten sie und alle miteinander reagierten wir mit Durchfall, auch der Leo, dann Liesi.
Was können wir tun, wir müssen also die Hunde, besonders Liesi nur noch an der Leine führen, das ist doch ein Schei.......leben für sie. Besser natürlich an der Leine, als irgendwann tot, was sollen wir tun? Wer kann uns allen helfen? So einen Tag können wir nervlich nicht mehr aushalten, vor allen Dingen, man ist selbst auch in Lebensgefahr, wären wir gestürzt, da unten kommt ja kaum mal jemand vorbei und hinterher mussten wir erfahren, es gibt nicht einmal fürs Handy ein Netz.
Besten Dank schon mal für paar Tipps.
HelgaK
 
30.01.2009
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Kiki2603

Kiki2603

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Ach du Schande, das muss ja echt der Horror gewesen sein.
Gott sei Dank sind beide Hunde wieder da!!!!!


Was ihr machen könnt:

Den Pfiff neu aufbauen, die Hunde erstmal an der Schleppe lassen und nur laufen lassen, wenn ihr euch mit ihnen beschäftigt. Also nicht am Rad oder so. Sondern ebene nur, wenn Action mit euch angesagt ist. Ihr könnt Dummytraining machen, ihr könnt Suchspiele machen, ihr könntet einiges machen. Aber wen ihr mal keine Lust/Zeit habt euch mit den Hunden zu beschäftigen und sie einfach n ur laufen sollen, dann würde ich zur Schleppleine greifen. Meiner jagd auch so dolle, dass es nicht anders geht bei uns.
 
Elstertier

Elstertier

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Hallo Helga,

na da haben die Beiden ja ganz schon was für Euren Blutdruck getan.
Ich kenne das Gefühl wenn der Hund mel eben so im Gebüsch verschwindet und alles rufen nichts nützt. Ronja hat da auch gewisse Tendenzen für.
Ist denn bei Leo das Jagdverhalten auch so ausgepägt oder ist er "nur" Liesi hinterher?
Wenn das der Fall wäre würde ich mich mit dem Trainig nämlich auf Liesi konzentrieren.
Es gibt diverese Übungen die spezielle bei der Jagdleidenschaft greifen. Bei den besten die ich kenne wird sich das Jagdverhalten als solches zu nutzen gemacht, also es wird nicht verboten sondern wird frühzeitig belohnt. Viele Hund kann man auf das Vorstehen konditionieren. Das heißt der Jagdvorgang wird nicht bis zum Schluß abgespielt sondern stoppt eben beim Anzeigen. Selbiges wird dann eben so belohnt das der Hund nicht unbedingt das ganze Programm aublaufen lassen will.

Das Problem ist allerdings das all diese Übungen über einen langen Zeitraum langsam aufgebaut werden müssen. Das heißt man muss sehr konsequent (weiß ja das Du das bist) aufgebaut werden. In der ganzen Zeit sollte der Hund nicht mehr die Möglichkeit zum "Ausflug" haben, da Dich das im Training Wochen zurückwirft.

Wenn man das Problem wirklich angehen möchte ist Schleppleine in den nächsten Wochen-Monaten pflicht. Allerdings ist es tatsächlich so das man das Jagdverhalten mit viel viel viel Übung sehr gut in den Griff bekommen kann.
Und glaub mir das ganze hat sehr viel Frust-Potenzial (bin in den Monaten um Jahre gealtert)

Wenn Du magst kann ich Dir gerne den Vorgang schildern bzw. Dir ein zu dem Thema herrvorragendes Buch empfehlen.


Lg an die beiden Ungeheuer
Elstertier
 
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Jenny108

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Hallo Elstertier,
das hört sich ja mächtig gut an. Mit Jenny habe ich manchmal auch das selbe Problem obwohl sie IMMER auf den Rückruf hört nur nicht wenn sie Rehe oder sonstiges "live" sieht. Sie kommt öfters recht schnell wieder zurück aber wenn man das ganz vermeiden könnte wärs natürlich total cool.
Ich habe demletzt im Katalog ein Buch gesehen das hieß "Auf und davon - Wie der Jagdtrieb des Hundes kontrollierbar wird." Meinst du dieses Buch?
Zur Zeit gehen wir nur mit der Schleppleine durch den Wald da ich natürlich nicht will dass sie Wild aufmischen geht.
LG
 
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HelgaK

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Vielen Dank für eure Beiträge, was ihr nicht wissen könnt, ist folgendes: Liesi ist noch nicht so zu erziehen, wie man einen "normalen" Hund erziehen kann. Sie hat sich uns erst angenähert, wir haben sie gut 1/2 Jahr, es kann aber passieren, dass sie in ihr Angstverhalten zurück fällt und im gleichen Moment, als sie sich noch an uns drückte, dann nicht mehr zusammen mit mir durch eine Tür-Öffnung geht, sie plötzlich, ohne Grund wieder mal zurück weicht. Wir wollten ihr nur "Sitz" beibringen, drückten ihr Hinterteil sanft runter, sie floh dann einfach. Sie ist noch nicht soweit, Befehlen zu folgen.
@Elstertier
es ist richtig, was du bemerkst, der Leo folgt einfach Liesi, dann, wenn er meint, da gibts was zu versäumen, er folgt ganz gut, aber nicht, wenn Liesi ganz spontan auf Entdeckung geht.
Wir ließen jetzt den Leo frei nebenher laufen und Liesi, weil uns das zu heiß wird - angeleint. Vielleicht braucht Liesi eben noch mehr Zeit, sich an uns zu gewöhnen und voll zu vertrauen, die Angst, die panische erst mal verarbeitet sein muss, die immer in längeren Zeitabständen wieder aufflackert, dann erst kann man mit einem sinnvollen Training beginnen. Kinder, die ein Trauma haben, lernen auch schlecht in der Schule.
Liesi lebte ja nur vorher im Verschlag und jetzt wittert sie einfach die Freiheit, will aber schon zu uns, wo ihr Platz ist, weiß sie, aber......es ist ja sooo interessant da draußen!
Vielleicht habt ihr noch Tipps für uns, besser gesagt für Liesi.
Gruß HelgaK
 
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Jenny108

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Hallo Helgak
wegen dem Sitz könntest du sie auch in die Position locken, d. h. Leckerchen nehmen über den Kopf und dann wird sich der Hund hinsetzen um besser schauen zu können. Sobald er sitz das Übliche: Loben und Leckerchen.
Ich wünsch euch viel Glück mit der Dame,
LG
 
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Ricalein

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Hallo Helga
Lisies Ängste machen die Sache leider noch komplizierter als es eh schon ist, es kann aber durchaus auch passieren das ihr durch intensives Arbeiten mit Lisa enger zusammen findet.
Ganz klar ist das Lisa erst mal keine Chance bekommen darf euch durch die Lappen zu gehen. Dann sollte sie unbedingt das Kommando Halt lernen, denn es ist für ienen Hund der etwas Wichtiges in der Nase hat, wesentlich leichter erst mal an Ort und Stelle zu bleiben, als gleich zurück kommenzu müssen. Grundsätzlich ist es wichtig das Lisa lernt die Kommandos ohne groß zu überlegen umzusetzen. Da kommt dann halt ganz besonders ihr Problem zum Zug. Du must einen Weg finden Lisa konsequentes Befolgen der Kommandos beizubringen ohne sie stark zu beeindrucken.
Zum Kommando Halt gehört, das sie sich auf Ruf oder Trillerpfiff, sofort hinlegt. Der Triller ist in den entsprechenden Situationen wesentlich wirkungsvoller als ein Ruf.
Wenn sie dann liegt und ihr Gemüt ein wenig abgekühlt hat ist es normalerweise dann kein Problem den Hund zurück zu rufen, oder wenn es besser ist abzuholen.
Ricalein war ja anfangs auch ein sehr schüchterner Hund aber als ich mit ihr die Asubildung begonnen habe ist sie dabei so richtig aufgetaut. Man muss halt wirklich probieren wie man den Hund am besten motiviert, das lässt sich nicht pauschal sagen, da jeder Hund anders ist.
 
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Ricalein

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Das Wesentliche bei Liesi wir sein wie man es ihr beibringen kann, ich glaube das für Liesi das Clickertraining eine gute Methode ist, da man dabei ja nicht unbedingt mir Körperkontakt arbeiten muß. Sie muß halt zuerst lernen das das Clickergeräusch ein Lob ist. Du wirst sicher einige Geduld brauchen bis Lisa so "funktioniert" das du dich auf sie verlassen kanst.
 
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HelgaK

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Ich denke auch, dass wir Liesi hinkriegen, sie wird noch mal so viel Zeit brauchen, denn gerade jetzt kommt sie langsam aus ihrem Trauma, wedelt uns an, fordert uns auch manchmal auf zum Spielen, ist erschrocken über ihre eigene Courage und weicht dann wieder zurück. In dieser Phase ist es unmöglich einem Hund, der noch nicht 100%-ig zu uns Vertrauen hat etwas beizubringen. Sie muss halt jetzt noch an der langen Leine bleiben. Sicher ist sicher, sie braucht halt noch. die Pflegefamilie aus der Liesi kam, sagte noch zu mir, das ist der "schlimmste" ängstlichste Hund, den wir jemals hatten. Trotzdem ist sie mit Leo, der beste Hund für uns.
Vielen Dank noch für die Mühe, ich werde wieder berichten.
Dafür ist Leo umso frecher, wir hatten gestern Gäste und mussten zum Essen gehen mit ihnen, weil Leo, das Fleisch, das dekorativ auf einer Platte in der Küche angerichtet war - gestohlen hat, derweil wir die Gäste mit Getränken versorgten. Das Deko-Gemüse ließ er liegen.
Gruß HelgaK
 
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Ricalein

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so ein Schlemihl:044:

Der weiß halt was gut ist.:angel:
 
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HelgaK

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Ist ein Hund, der mal das Wildern entdeckt hat, für immer "verdorben" oder gibt es tatsächlich Hunde, die das auch wieder lassen? Wer von euch hat da entsprechende Erfahrungswerte? Unsere beiden sind und bleiben vorerst an der langen Leine!
Gruß HelgaK
 
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HelgaK

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Jetzt nach einem guten halben Jahr später kann ich erleichtert berichten, dass Liesi frei laufen kann, der Leo ja eh, sie in Rufweite bleibt, wir also auch draußen Liesi von der Leine lassen können. Sie bleibt bei uns, kommt auf Zuruf, und ist ein ganz anschmiegsamer Hund geworden. Ängstlich schon manchmal noch, aber auch das wird immer weniger. Sie hat sich gut eingelebt und hat Spaß am Leben, ist eine ganz freundliche und freudige Hündin geworden, das arme "Hascherl" aus der Nothilfe.
Besten Dank noch für eure Hilfestellung damals bei unserem Problem mit Liesi.
Gruß HelgaK
 
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