Scheue Katzen zähmen- Aber wie?

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ShadowWolf

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Hallo liebe Katzenfreunde aus dem Tierforum. :)

Ich bin eine ehrenamtliche Helferin aus unserem Felidae Kleintierschutzverein. Hin und wieder haben wir scheue Bewohner bei uns in Obhut. Wir haben momentan 4 Neulinge und es werden wohl noch mehr werden.

Aber hier die Vorgeschichte die ich aufgeschnappt habe.

Straßenkatzen wurden auf einen verlassenen Firmengelände von einem ca. 80 jährigen Mann betreut und gefüttert. Die Katzen waren nicht scheu, sie kamen sofort wenn es Futter
gab. Nur der Mann verstarb vor ein paar Tagen und nun müssen sie weg. Wir haben jetzt 4 Exemplare einfangen können. Sie haben ein Zimmer bezogen.

Dazu gehören:

- Ein weißer Kater mit etwas schwarz
- ein schwarzer Kater mit etwas weiß drin (um die Schnauze)
- ein roter Kater
- ein roter Waldkater (Mix?)

Alle Kater und sehr scheu. Die 2 roten und der schwarze verstecken sich über der Tür. Unser Nils der weiße ist sogar sehr agressiv. Er verkriecht sich im Katzenbaum und man sieht von weiten sein Herz schnell pumpen.

Ich verstehe die Katzen. So sehr wünschte ich sie würden mich verstehen. Ihr alter beträgt um die 2- 4 Jahre. Älter auf keinen Fall. Manche Mitarbeiter konnen 2 schon streicheln. Die eine Hälfte sagt sie müssen wieder raus, die andere Hälfte meint wir haben schon schlimmere Katzen zähmen können. Das Verhalten der Kater versteh ich. Eingesperrt in einer fremden "Welt". Ich habe mich Donnerstag mit ihnen beschäftigt. Habe ihnen leckeres Trockenfutter hingestellt und sie mit einer Plastikhand gestreichelt. Gefallen hat es ihnen nicht, aber sie sind auch erst eine Woche bei uns.

Aber wie kann man Katzen zähmen? Eine unserer kleineren scheuen Katzen haben wir mit Geduld und mit Spielen zahm bekommen. Aber bei den älteren Katern?

Bin schon gespannt auf eure Antworten. :)
 
30.01.2009
#1
A

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Guest

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Audrey

Audrey

Moderator
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Mit Geduld! Geduld und ruhiger Ausstrahlung. Also ähnlich wie bei verängstigten Kitten - hinsetzen oder hinlegen (gleiche Höhe!), und was laut und mit ruhiger Stimme vorlesen. Und auf keinen Fall "zwangsstreicheln"!
 
ShadowWolf

ShadowWolf

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Mhm vorlesen klingt wirklich gut. Wie gesagt sie sitzen über der Tür. Das Zimmer hat einen Mitteldurchgang und auf der Decke sitzen sie. Ich schnapp mir immer einen Stuhl und wir sind auf gleicher Augenhöhe. Werde mir eine Zeitschrift mitnehmen aus dem Büro und ihnen etwas vorlesen. Ich habe am Donnerstag am Ende des Zimmers auch etwas sauber gemacht und habe die ganze Zeit mit ihnen geredet. Das scheue Katzenkind habe ich mit den zahmen Katzen auf mich neugierig gemacht als wir immer unsere Spielstunde gehabt haben. Leni lebt übrigens seit fast einem Jahr in ihrer neuen Familie. Ich denke unsere Neulinge bekommen wir auch noch hin. Es ist eben noch alles ungewohnt.
 
V

Vectra&Calibra

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Hallo,
Das problem habe ich auch gehapt.
Habe mir einen Kater geholt ,der war sehr schüchtern und war auch etwas agresiv,der hatte sich immer unter meinen bett versteckt gehapt.
Ich habe einfach abgewartet bis der kater von alleine gekommen ist hat zwar fast 2 wochen gedauert aber es hat funktioniert.

Vielleicht hilft einfach nur abwarten.

mfg Steffi
 
B

Blue_Angel

Guest
Ich hab bei meinem Ex auch wilde Katzen gefüttert und irgendwann lies sich die ein oder andere auch streicheln. Manche aber auch nicht. Ich hab nie irgendwas gemacht, hab einfach abgewartet und im Sommer hab ich mich dazu gesetzt, wenn sie gefressen haben.

Letzten August hab ich Tapsie geholt, sie war auch sehr scheu. Hatte so gut wie noch keinen Kontakt zu Menschen, war ca 3 Monate alt. Ich hab sie auch in Ruhe gelassen. Allerdings hab ich ja noch eine Katze und wann immer es ging, ahb ich den Felix gestreichelt und mit ihm gespielt, während Tapsie uns dabei beobachtet hat. Irgendwann kam sie dann auch mal vor und heute kuschelt und schmust sie sehr gern mit uns. Mit einer bereits zahmen Zweitkatze geht das sowieso viel leichter.

Und wie Audrey schrieb, viel Geduld, nicht bedrängen. Aber manche Katzen lassen sich auch nie streicheln.
 
ShadowWolf

ShadowWolf

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Die beste Methode ist wirklich mit ihnen sanft zu reden und sich dazu zu setzen. Nur ist das nicht so leicht wenn sie sich über der Tür verkrochen haben und ich mir einen Stuhl nehmen muss, um sie überhaupt zu sehen. Da ist leider nix mit hinsetzen... Ich weiß das es funktioniert. Immer wenn ich Fotos mache und mich einfach nur in eine stille Ecke setze kommen sie aus ihrem Versteck gekrochen. Eine der scheuesten kam letzte Woche sogar zu mir und schnupperte an meine Hand. Ich war total happy drüber. ^.^

Ich meine eine zahme Katze kann jeder haben, aber eine scheue zu zähmen ist etwas ganz besonderes.
 
lilifee500

lilifee500

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einfach abwarten und mit ihnen ruhig reden:D
 
Die 7 M´s

Die 7 M´s

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Also ich habe ja hier meistens nur solche "scheuen" Notfellchen.
Minki und Möhrchen waren "Wildfänge" vom Katzenschutzbund und ich habe über ein halbes Jahr gebraucht, bis sie sich überhaupt mal anfassen liessen.
Ich habe sie nie bedrängt, einfach mit ihnen geredet und immer wieder ganz vorsichtig meine Hand hingehalten, damit sie Kontakt aufnehmen konnten. Wenn sie zurückgezuckt sind, habe ich auch sofort den Rückzug angetreten.
Und ich bin hier ein halbes Jahr lang geduckt durch die Bude gelaufen, damit ich nicht so "bedrohlich" aussehe...:roll:

War ne Menge "Arbeit", aber es hat sich gelohnt.
Heutzutage sind es die 2 extremsten Schmuser, die ich hier habe;)

Viel Glück und Erfolg für Deine "Mission";)
 
Renate*

Renate*

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da der letzte Beitrag zu diesem Thema vom 31.01. diesen Jahres ist nehme ich an dass die Kater bereits etwas zutraulicher geworden sind:D

wäre ganz interessant wieder was dazu zu erfahren...
 
Stacy

Stacy

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Mein Kater kam aus einer Auffangstation für ausgesetzte Katzen und er kam am anfang auch nie hinter dem Sofa hervor aber dann haben wir die total zahme Nachbarskatze geholt und als er gesehen hat wie wenig angst sie hat ist er mutiger geworden und hat sich mit uns und ihr angefreundet...

Vielleicht hilft es ja auch bei dir wenn du eine zahme Katze dazu setzt^^
mann müsste natürlich aufpassen das sie sich nicht angreifen...
 
Renate*

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Mein Kater kam aus einer Auffangstation für ausgesetzte Katzen und er kam am anfang auch nie hinter dem Sofa hervor aber dann haben wir die total zahme Nachbarskatze geholt und als er gesehen hat wie wenig angst sie hat ist er mutiger geworden und hat sich mit uns und ihr angefreundet...

Vielleicht hilft es ja auch bei dir wenn du eine zahme Katze dazu setzt^^
mann müsste natürlich aufpassen das sie sich nicht angreifen...
na ja, die müssten sich erstmal miteinander anfreunden und das kann bei erwachsenen Katzen mal schneller gehen, mal länger dauern und auch mal gar nicht funktionieren....und was dann?
 
ShadowWolf

ShadowWolf

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Hier wurde ja tatsächlich noch gepostet!

Gebe jedoch dennoch ein Update. :) Otti der jüngste von allen, wurde am schnellsen zahm und eine TH Mitarbeiterin holte ihn zu sich. Fidelio der Bruder von Joshi (Waldkater) ging an eine ehrenamtliche Helferin und konnte nach ca. 4 Monaten gestreichelt werden. Leider gingen Nils, Wildfang und sogar die Mitzie zurück an die Futterstelle da sie bei uns nur noch Stress bekamen. Sie waren alle um die ca. 5-8 Jahre alt und waren Zimmertemperaturen, Fenster und Möbel, sowie Menschen nicht gewohnt. Deswegen haben wir sie wieder frei gelassen...

Joshi ist ja schon seit 20.10.09 bei mir. :) Und lies sich seit Freitag beim Fütern streicheln. Geht zwar nur beim Füttern aber besser als gar nicht. :D
 
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Xoldraphor

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Tacho.

Ich hätte da auch ein Problem anzubieten, welches Hilfe bedarf.

Folgendes:
Gestern habe ich eine Katze vermittelt bekommen.
Eine Freundin von mir wusste, dass ich gerne eine haben wollte und hat mich sofort kontaktiert, als sie erfuhr, dass ihr Tierarzt (hat 2 Meerschweinchen) eine 3 Monate junge Katze in seiner Obhut bekam. Sie lebte auf einem Campingplatz, wo es zu viel Nachwuchs gab und einige deswegen abgegeben werden mussten. Dementsprechend ist sie "verwildert", sage ich mal. Sie ist nicht an einen Menschen gewohnt, geschweige denn einer Wohnung.
Als sie vom Tierarzt in die Transportbox sollte, hat sie sich 15 Minuten mit Krallen und Zähnen gewehrt. Dass ich sie seit gestern Abend, unserer Ankunft, kaum sehe, wundert mich weniger.
Mich würde interessieren, wie ich sie zahm kriege UND (was wichtiger ist) wie ich sie an ein Katzenklo gewöhne, ohne, dass sie mir die Arme etc. aufkratzt.

Ich würde mich auf eine baldige Antwort sehr freuen.

Viele liebe Grüße

Xoldraphor

EDIT: Auch habe ich hier gelesen, dass man den Katzen etwas vorlesen und sich auf ihrer Augenhöhe befinden soll. Das Problem hieran jedoch ist, dass ich sie so gut wie nie zu Gesicht bekomme. Wenn ich mich nicht gründlich umsehe gar nicht. Wie soll ich vorgehen? Wenn ich sie suche, habe ich Angst, dass ich ihr auf den Nerv gehe. Aber wenn ich sie nicht suche, kann ich auch keinen Kontakt mit ihr aufnehmen.
 
seven

seven

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Huhu Xoldraphor (interessanter Name ;) ) und erstmal herzlich Willkommen im Forum!

Am besten hilft in so einem Fall eine Riiiiiiiiiieeeeeeeeeeesenportion Geduld ;)
Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Katzen in den ersten Tagen im neuen Zuhause erstmal verkriechen. Hilfreich wäre, an allen möglichen Ecken und Enden Behelfsklos aufzustellen (also Pappkartons, ausgelegt mit Plastikfolie und ´ner Schicht Streu), sodass die Katze, egal wo sie ist, einen möglichst kurzen Weg zum Klo hat. Später kannst Du diese Klos ja schrittweise wieder abschaffen...
Joar... ansonsten hilft wohl wirklich nur Ausdauer und Geduld... Setz Dich irgendwo hin und lies Dir selber (und der Katze) ein Buch vor... Auch wenn Du nicht weißt, wo die Katze ist - sie hört Deine Stimme ja trotzdem und merkt, dass von ihr keine Gefahr ausgeht...
Vielleicht kannst Du auch das eine oder andere Leckerli in der Wohnung verstreuen und das Futter auch auf mehrere Näpfe aufteilen, die an verschiedenen Stellen in der Wohnung stehen, sodass sie für die Katze auch auf kurzen Wegen zu erreichen sind...
Ich kenne Katzen, die sind ratzfatz aufgetaut (unsere beiden TH-Katzen z. B., die haben ca. 1,5 Tage gebraucht). Ich kenne aber auch Katzen, die ihr Leben lang nur dann in der Wohnung sichtbar waren, wenn Dosi ganz allein daheim war - für Fremde waren diese Katzen immer "Phantomtiere" und wurden teilweise sogar für eine Erfindung gehalten ;)

Ich wünsche Dir viel Glück und Geduld - Ihr packt das schon ;)

LG, seven
 
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Xoldraphor

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Tacho, Seven.
Zuerst einmal, vielen Dank, für die schnelle Antwort.
Also ich habe sie ja auch ein wenig beobachtet. Ich habe eine 1,5 Zimmer Wohnung. Sie hat keinen Zugang zum WC (1m², Altbau), noch zu dem "halben" Zimmer. Also verkriecht sie sich in der Küche. Zu dem halben Zimmer verwehre ich ihr mutwillig den Zutritt, da ich "Respekt" vor ihr habe. Wenn sie in meinem Bett schläft, ich aber auch schlafen möchte, weiss ich nicht, wie ich sie da raus kriege ;)
Als meine Kaffeemaschine gelaufen ist (laut), ist sie aus der Küche getappst, zu mir ins Wohnzimmer. Als sie mich gesehen hat blieb sie abrupt stehen, überlegte und sah sich 10 Sekunden lang um, drehte sich um und verschwand erneut. Demnach brauch ich nichts neues aufstellen, da Katzenklo und Näpfe bereits in der Küche sind und sie sich nur da weg traut, wenn ich nicht da bin.
Und mit den Leckerlis soll ich vorsichtig sein, da junge Katzen einen empfindlicheren Magen haben, als ausgewachsene.

Viele liebe Grüße
Xoldraphor

P.S.: Danke, der Name ist einzigartig ;)
 
seven

seven

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Also, ich denke, so wirklich ungewöhnlich verhält sich Deine Katze da nicht ;) Scheint alles noch im grünen Bereich zu sein ;)
Warum darf sie nicht in Deinem Bett schlafen? (Hierzu gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen, die auch alle durchaus akzeptabel sind - mancher mag halt keine Tiere im Bett, manch anderer findet es toll, wenn eine Katze schnurrend neben ihm schläft... unsere dürfen z. B. ins Bett, nutzen das aber eigentlich nur selten - zwischenzeitlich hatten wir mal jede Nacht zwei Kater am Fußende schlafen, derzeit kommt höchstens mal einer der beiden kurzfristig vorbei. Die beiden Katzen waren noch nie im Bett ;) )
Dass die Kaffeemaschine erstmal erschreckend ist, ist nicht verwunderlich. Auch Staubsauger oder Föhn oder sogar der Schleudergang der Waschmaschine sind für Katzen, die sowas nicht kennen, erstmal erschreckend. Da gewöhnen sie sich aber mit der Zeit dran - die einen eher, die anderen später ;)

Wir haben neben unseren beiden oben erwähnten TH-Katzen ja auch zwei Streunerbabies, die kannten vor ihrem Einzug hier auch keine Wohnung und demzufolge auch keine Wohnungsgeräusche. Die haben nach wie vor Schiss vor dem Staubsauger, und der John-Boy rennt immer noch - nach anderthalb Jahren - weg, wenn ich zufällig seinen Weg kreuze... obwohl er dann nachts bei uns im Bett pennt und sich kraulen lässt :eusa_doh:

Wegen der Leckerchen: Du sollst die Katze ja nicht damit überschütten ;) Aber ein paar Bröckchen TroFu oder ein paar Milchdrops oder ein Fitzelchen Käse dürften nicht schaden - eben nicht in Massen, sondern in Maßen ;)

Ach so - wird Dein Kätzchen denn eine reine Wohnungskatze bleiben? Da würde es sehr empfehlenswert sein, ihr einen Artgenossen dazuzuholen - die besten Chancen hättest Du natürlich, wenn Du noch ein Geschwisterchen besorgen könntest.
Unsere ersten beiden, Audrey und John-Boy, waren ja, wie gesagt, Streunerbabies und sind nach wie vor recht scheu, aber sie haben sich gegenseitig zum Kuscheln und Schmusen und Putzen, und es ist zu süß, wenn sie zusammen im Kratzbaumkörbchen liegen und sich gegenseitig die Öhrchen putzen... sowas kann kein menschlicher Zeitgenosse ersetzen, und es hilft auch, die Unsicherheit zu überwinden... Unsere beiden sind auch erst total zurückhaltend durch die Wohnung getapert, wurden dann aber zunehmend selbstsicherer - sie hatten ja aber auch immer jemanden an ihrer Seite und konnten sich gegenseitig "Mut zusprechen" ;)

LG, seven
 
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Xoldraphor

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Tacho.

Nun, ich denke schon, dass sie eine Wohnungskatze bleiben wird, da ich in Berlin wohne. Ich möchte mir keine Sorgen machen müssen, wenn sie fort ist.
Und mir ist durchaus bewusst, dass ich ihr gegenüber keine Katze ersetzen kann. Natürlich werde ich ihr einen Spielgefährten dazu holen. Aber vorerst wird sie darauf verzichten müssen. Und ob es ein Verwanter sein wird, wage ich zu bezweifeln, da sie auf einem Campingplatz gewohnt hat. Da gab es scheinbar zu viel Nachwuchs und einige mussten gehen. Darunter auch sie. Sie wurde beim Tierarzt abgegeben, wo ich sie letztendlich auch abgeholt habe.
Aber zurück zum Thema. Sie wird einen Gefährten bekommen. Aber zunächst möchte ich sicher stellen, dass sie mit mir gut auskommt. Sollte das nicht passieren, muss ich mir etwas anderes einfallen lassen. Aber ich bin ein sehr optimistischer Mensch :D
Und der Grund, warum ich es nicht möchte, dass sie in meinem Schlafzimmer verweilt: Sie ist sehr scheu. Und wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlt, wirkt sie agressiv. Mal angenommen, sie schläft in meinem Bett und ich möchte schlafen gehen. Wenn ich den Abend ohne Kratzer und Bisswunden verbringen möchte, muss ich auf dem Sofa schlafen. Und da sie nicht Stubenrein ist, könnte sie auch in mein Bett machen. Ich möchte einfach nicht um meinen Schlafplatz kämpfen müssen. Also solange sie nicht zahm und stubenrein ist, hat sie in meinem Schlafzimmer nichts verloren. Andernfalls freue ich mich darauf, etwas pelziges und schnurrendes neben mir liegen zu wissen :D

Viele liebe Grüße
Xoldraphor
 
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seven

seven

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Na, auf jeden Fall ist es schon mal positiv, dass Dein Kätzchen in Zukunft einen Artgenossen als Gesellschaft bekommt. Das mit dem Geschwisterchen hatte ich auch nur angeführt, weil es eben jetzt noch möglich wäre, die beiden problemlos wieder aneinander zu gewöhnen, weil sie sich möglicherweise noch aneinander erinnern. Mit jedem weiteren Tag, den sie getrennt sind, schwindet diese Chance natürlich, und irgendwann würden sie sie sich auch nicht mehr wiedererkennen, dann ist es also auch egal, ob Du ein Geschwisterchen oder eine fremde Katze dazuholst.

Dass Du sie (erstmal) nicht in Deinem Bett haben willst, ist durchaus verständlich (das sollte auch kein Vorwurf sein, es gibt genug Katzenhalter, die ihre Katzen nicht im Bett haben wollen ;) )
Vielleicht wäre es aber gerade schön, wenn Deine Katze die Möglichkeit hätte, sich nachts unauffällig mal ranzukuscheln. Wie gesagt, unser John-Boy ist der größte Schisser vor dem Herrn, der rennt weg, sobald ein Mensch auf ihn zukommt - aber nachts kennt er nichts Größeres, als sich zwischen uns plattzumachen und genüsslich zu schnurren...
Wegen der Stubenreinheit helfen wirklich diese "Behelfsklos", die Du - obwohl Deine Katze das vorhandene Klo nutzt - trotzdem erstmal überall aufstellen kannst. Gerade so ganz junge Katzen vergessen im Eifer des Gefechts auch einfach mal, dass sie müssen, und dann ist der Weg zum regulären Klo einfach zu weit und die Sache geht in die sprichwörtliche Hose ;)

LG, seven
 
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Xoldraphor

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Tacho.
Ok, ich werde mein Bestes geben :D

Und ich hätte da direkt die nächste Frage: Die kleine süße mauzt sehr herzzerreissend. Vermisst sie ihre Artgenossen oder hat sie etwas bestimmtes? Nicht das ich was falsch mache oder so.

Viele liebe Grüße
Xoldraphor
 
rotekatze

rotekatze

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Sie wird ihre Mutter und die Geschwister vermissen. Außerdem ist sie unsicher, wegen all der neuen Eindrücke.
Sie wurde doch vom Tierarzt durchgecheckt, oder? Nicht das sie sich eine Blasenentzündung eingefangen hat, wäre ja kein Wunder, wenn sie von einem Campingplatz stammt. Das könnte auch die Unsauberkeit erklären. Da sie kein Katzenklo kennt, ist das aber nahliegend, das es daran liegt. Ich hatte auch mal ein verwildertes Kätzchen aufgenommen, ich hab ihr einmal das Katzenklo gezeigt und schon war das kein Problem mehr, sie hat nie in irgendeine Ecke gemacht. Katzen vergraben ihr Geschäft gern. Aber Du hattest ja wahrscheinlich keine Möglichkeit sie mal ins Klo zu setzen.
 
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