Meerschweinchenlähmung?

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Jux100

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Hallo zusammen,

mein Meeri ist jetzt 7 Jahre und 4 Monate alt. Seit etwa vier Wochen kann er nicht mehr laufen und wir rennen jede Woche zum Tierarzt.
Er meinte, das es mit den Knochen zusammen hängt, weil er alt ist aber seit wir dorthin rennen und er
eine Spritze nach der anderen bekommt, sowie täglich Schmerztropfen hat sich nichts gebessert.

Er ist nicht apathisch. Er isst und trinkt zwar nicht mehr soviel wie früher aber er tut es. Er versucht uns entgegen zu kommen, wenn wir an den Käfig kommen, aber es funktioniert eben nicht mehr.
Wir haben mittlerweile alles "behindertengerecht" gemacht im Käfig und auch eine Infrarotlampe täglich angemacht.

Der Tierarzt sagte es ist eine 50/50 Chance aber wir denken mittlerweile, dass er wohl nie wieder laufen werden kann, da bisher keine Besserung eingetreten ist.

Meine Frage an euch ist: Kann mir einer sagen, wie die Meerschweinchenlähmung aussieht? Hat er dies an seinem Meeri schon einmal erlebt? Meine Gedanken sind, das der Tierarzt vielleicht Unrecht hat und er doch diese Lähmung hat? Mich interessieren die Symptome an euren Meeris.

Danke für eure Hilfe, ich weiß wirklich nicht mehr weiter. :(

LG Jux
 
08.02.2009
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Heimtier und Patient von Birgit geworfen? Natürlich ersetzt dies keinen Besuch beim TA, aber vielleicht hilft dir das ja dennoch weiter?!
*max*

*max*

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Meerschweinchenlähmung ist viel seltener, als davon gesprochen wird.

Der Erreger selbst kann ja nur bei toten Tieren nachgewiesen werden, deshalb wird oft bei Gelenkbeschwerden dieser Virus vermutet.

Deine Schilderung lässt aber auf einen ganz normalen Alterungsprozess schliessen. Ein Meeri in dem Alter ist ja ungefähr so alt wie ein 90jähriger Mensch. Alle Tiere die bei mir so alt wurden, hatten ähnliche Probleme: steife Gelenke, besonders hinten.

Bei der Meerschweinchenlähmung ist ein schlechter Allgemeinzustand begleitend: Appetitlosigkeit, Atemnot, gesträubtes Fell, dasitzen in Kauerstellung, Teilnahmslosigkeit, Speichelfluss....

Also alles Sachen, die bei deinem Opi nicht auftreten.

Es ist wohl eher wirklich der Alterungsprozess und ihr habt schon alles gemacht, was ihm das Leben leichter macht: Mittel gegen Schmerzen, behindertengerechter Käfig....

Alles Gute für dein Schweinchen ...
 
J

Jux100

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Danke für deine schnelle Antwort.

Meinst du, das besteht eine Notwendigkeit meinem Meeri die Schmerzen zu nehmen, indem man ihn einschläfern sollte?
Ehrlich gesagt möchte ich es nicht, auch wenn er schon alt ist. Aber er frisst ja noch und auch sonst sieht er noch recht gut aus.

Aber ich möchte natürlich nicht, dass er sich quält.

Hast du noch einen Tipp für uns??? Oder meinst du, einmal die Woche zum TA zu rennen und Schmerzmittel geben ist ok?
 
*max*

*max*

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Ich sag mal einfach, wie ich es gemacht habe.

Habe dem Schweinchen eine halbe Tablette Traumeel pro Tag gegeben. Das ist ein hom. Schmerzmittel. Bei mir war es so, dass die Schweinchen nur mit grösser Mühe laufen konnten. Es verschlimmerte sich bei mir aber (innerhalb von Monaten) so sehr, dass mir nichts anderes ausser Einschläfern drüberblieb. Da war aber dann der Zustand von garnicht-mehr-laufen können erreicht. Meine Tiere waren auch über 7 Jahre. Solange sie noch mit Freude am Leben teilnehmen, würde ich ihn nicht einschläfern. Das erkennt man z.B. am zum Käfigrand kommen, Leckerchen abholen usw.

Was spritzt denn dein TA da eigentlich? (ausser Schmerzmittel)

Ich halte ja die Behandlungsmöglichkeiten für sehr begrenzt. Ausser die Schmerzen zu nehmen, kann man fast nichts tun. So traurig das ist.
 
N

Nirmel

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Habt ihr mal ein Röntgenbild machen lassen? Wenn es Arthrose ist, die zur vollständigen Lähmung führt, kann man die wahrscheinlich auf Röntgenbildern erkennen. Evtl. liegt ja auch ein Bruch (Becken oder Wirbelsäule z.B.) vor.

Wie ernährt ihr das Schweinchen? Schwerer Vitamin C-Mangel kann auch zu Lähmungen führen.

Dass es Meerschweinchenlähme ist, glaube ich auch nicht. Hatte dein Schweinchen in letzter Zeit Kontakt zu fremdem Schweinchen, wo es sich angesteckt haben könnte? Oder über Dich als Überträger?


EDIT: Wenn es Arthrose ist, dann bitte nicht mit homöopathischem Kram herumdoktorn. Dann muss Metacam oder Rimadyl her, das lindert die Schmerzen und dämmt die Entzündung ein.
 
J

Jux100

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Also, es ist so: Vor vier Wochen ist er gehumpelt, so dass wir deswegen zum TA gefahren sind, der hat ein Röntgenbild gemacht und gemeint, dass Verschleiß am Knochen oder so ähnlich ist. Er hat ihm Schmerzmittel gespritzt und eine Aufbauspritze gegeben.
Wir geben ihm Schmerzmittel (Tropfen/Metacam) die eigentlich für Katzen sind, die haben wir auch vom TA bekommen.

Seitdem fahren wir einmal die Woche zum TA und mittlerweile kann er überhaupt nicht mehr laufen. Er liegt nur noch auf dem Bauch und streckt sich zum Essen. Wir haben seinen Napf durch einen kleinen Teller ersetzt und die Trinkflasche reingehangen (ganz unten) zum trinken. Wir setzen ihn mehrmals täglich um, weil er dementsprechend ja in seinem eigenen... liegt und einmal die Woche wasche ich ihn ab mit Babyshampoo, weil er ziemlich verdreckt ist untenrum.

Die Beinchen lassen sich eigentlich gar nicht mehr bewegen und sobald man ihn dort anpackt und mal hin- und her biegt (versucht zu strecken etc.) dann quickt er ziemlich laut.

Mein TA hat bisher nichts vom einschläfern erzählt und bisher frisst er wie gesagt auch fast normal... es ist weniger als vorher, aber er frisst und streckt auch den Kopf nach Leckerchen.

Wir wissen wirklich nicht mehr weiter. Morgen müssen wir erneut zum TA und wollten den auch noch mal fragen, was er dazu sagt.

Auch ja, zwischendurch gab es eine ganz kleine Besserung ... er konnte stehen (aber nicht lange) und hatte sich mal erschreckt, als ich an den Käfig kam und rannte in sein Häuschen. Dies kann er mittlerweile aber nicht mehr.
 
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Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Habt ihr euch eine zweite Tierarztmeinung geholt, also von einem anderen TA?
Wenn selbst mit den harten Metacam-Tropfen keine Besserung der Schmerzen zu sehen ist und das Tier sich eigentlich garnicht mehr bewegen kann und auch der zweite Tierarzt nichts besseres findet, dann würde ich das Tier einschläfern lassen.
Es ist für das Tier nicht schön im eigenen Kot und Urin zu liegen und dann auch noch gebadet werden zu müssen.
Als dies bei meiner Tami der Fall war und nichts mehr zu machen war, hab ich sie einschläfern lassen, ich wollte ihr solch ein Leben ersparen.
 
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Jux100

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Wir waren vorher bei einem anderen TA (Notarzt) und dieser meinte, es wäre eine Lähmung und sollte innerhalb von zwei Tagen besser werden mit Vitamin C Spritzen. Wir waren bei dem, weil unser eigentlicher TA im Urlaub war und als dieser wieder da war, waren wir halt bei dem und der hat sofort geröngt und gemeint, es wäre halt Verschleiß.

Ja wir sind auch am hin- und her überlegen aber sehen fast auch keine andere Lösung mehr. Ich will ihm auch so ein Leben ersparen und er hatte es nicht leicht im Leben. Mit zwei Jahren hatte er eine Blasenentzündung, die ihn fast das Leben gekostet hat und dann vor ca. zwei Jahren eine Kiefergelenksentzündung und damals sah es auch alles andere als rosig aus. Aber bisher hat er es immer wieder geschafft :-(

Es tut mir im Herzen weh (es ist mein erstes und einziges Tier, waren damals sowas von unwissend und haben der Zoohandlung vertraut, dass man nur ein Tier halten könne) aber es tut mir umso mehr weh, ihn so leiden sehen zu müssen. Das es alles andere als toll ist in seinem eigenen Mist zu liegen und dann noch gebadet zu werden ist mir sonnenklar.

Morgen gehen wir zum TA und fragen ihn was Sache ist. Ich muss ehrlich sagen, da bisher keine Besserung eingetreten ist.... ich fürchte dann wird es auch jetzt nicht besser werden.
:-((((((((
 
Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Ja, es tut weh und es ist nicht leicht diesen letzten Weg zu gehen. Aber man muss auch glücklich sein, dass man diese Entscheidung für sein Tier treffen kann. Wir Menschen müssen dahinsiechen bis zum bitteren Ende und unseren Tieren können wir dies ersparen.
Hat dein anderer TA keine Vitamin oder Aufbauspritzen gegeben? Wie sieht den deine Ernährung aus?
 
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Jux100

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Doch doch, der TA hat auch sowas gespritzt. Einmal die Woche bekommt unser Kleiner jetzt eine Spritze :(
Meine Ernährung ... ihr würdet wahrscheinlich die Hände vor dem Kopf schlagen... aber er mag es und es hat ihn nie geschadet :) Heut natürlich, Grünfutter (viel verschiedenes) und Trockenfutter.
 
Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Naja, woher willst du wissen das es ihm nicht geschadet hat?
Ich habe hier ein Schweinchen gehabt (zu diesem wurde eines unserer Schweinchen vermittelt), welches mit 6 Jahren nur noch mit Traumeel-Tabletten gut laufen konnte, da es sonst tierische Schmerzen hatte (Athrose). Nachdem das Trockenfutter abgesetzt wurde, wurde das Tier auch wieder agiler und benötigt mittlerweile keine Tabletten mehr.

Wenn dien Tier schon von dem anderen TA, entsprechende Vitaminspritzen bekommen hat, weiß ich echt nicht, was diese Spritzen von dem Notarzt jetzt noch sollen.
Da bisher null Besserungen zu sehen waren, würde ich mich da von den TÄ nicht mehr lange bequatschen lassen und noch irgendwas ausprobieren.
 
*max*

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also wenn es schon so schlimm ist, dass er garnicht mehr aufstehen kann, würde ich ihm weiteres Leid ersparen. Da nützt ja dann auch ein Schmerzmittel nicht mehr, denn er kann ja garnicht mehr am Leben teilnehmen.

Ich bin da wohl zu sehr von meinen Tieren ausgegangen, die liefen auch sehr steif mit den Hinterbeinen, aber sie liefen noch. Und sie konnten stehen.... und zum Futternapf laufen und in ihre Kuschelrolle.
 
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Jux100

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Danke für eure Hilfe!

Ihr habt ja sooo Recht aber es tut sooo weh :-( Es ist allerdings wirklich so, dass der Anblick von ihm mir noch mehr weh tut als wenn ich an den Verlust denke.

Die beiden Hinterbeine kann er gar nicht mehr bewegen und liegt quasi nur noch auf einer Seite. Die Beinchen sind schon sowas von steif, dass man sie kaum noch auseinandergedrückt bekommt und das Hinterteil davon schon richtig schief ist (zumindest sieht es so aus).

Es mag sein, dass ich ihm mit dem Trockenfutter Schaden zugerichtet habe, aber ich sagte ja bereits, ich war sehr unerfahren und als ich anfing mich vernünftig mit der Ernährung etc. auseinander zu setzen war er schon so alt, dass ich ihm dies alles nicht mehr vorenthalten wollte.
Auch jetzt frisst er am liebsten das Trockenfutter oder Knabberstangen.

Ich gehe davon aus, dass ich auch nichts mehr retten kann, wenn ich das Trockenfutter absetze oder? Dumme Frage, ich weiß es im Grunde selber....

Es ist sehr schwer so eine Entscheidung zu treffen, da es ihm echt nicht gut geht aber er noch frisst und dann verwechselt man das schnell mit Lebenswillen. Keine Ahnung ob es so ist.. vielleicht bilde ich mir auch nur was ein.
 
Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Nein, das war jetzt auch nicht böse gemeint udn Trofu hin oder her, wie du selbst schreibst, dass wird jetzt nichts mehr ändern.
Gehst du heute zum TA? Das die Tiere fressen, zeigt zwa das Lebenswillen noch da ist, aber was bringt es, wenn er in der "eigenen Scheiße" liegt und nichts mehr machen kann?
 
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Jux100

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Wir kommen gerade vom TA.... es war nichts mehr zu machen und wir haben unseren kleinen Gizmo einschläfern lassen.
Dem TA tat es auch sehr leid aber er sagte sofort, dass sich die Beinchen verschlimmert haben und wir ihn erlösen sollten.
Die Erlösung ging sehr schnell und wir haben ihn direkt danach im Garten vergraben.

Wir haben das richtige gemacht, auch wenn es sehr sehr weh tut.

Danke für eure Ratschläge!
 
Wildkaetzchen

Wildkaetzchen

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Es tut mir wirklich leid, dass ihr die Entscheidung habt treffen müssen, aber ihr habt das richtige gemacht.
Behaltet ihn so in Erinnerung wie er war, bevor er nicht mehr laufen konnte. :(
 
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