Sporen, Gerte usw - Oft missbrauchte Hilfen

Diskutiere Sporen, Gerte usw - Oft missbrauchte Hilfen im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Huhu meine lieben... Was haltet ihr von hilfen wie bestimmten "scharfen" Gebissen, Sporen, gerten. Pitschen und was es nicht alles gibt? Sehr oft...
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Fussel

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Huhu meine lieben...
Was haltet ihr von hilfen wie bestimmten "scharfen" Gebissen, Sporen, gerten. Pitschen und was es nicht alles gibt?

Sehr oft sieht man leider wie Gerten zum "draufklatschen" benutzt werden und Sporen zum "reindonnern". Wenn das Pferd oft durchgeht greift man halt zu Kandarre oder zum Hackamore.

Sowas ist für mich totaler missbrauch der Hilfsmittel. All diese Mittel sollten meines Erachtens erst eingesetzt werden, wenn es ohne sie schon klappt, und man die Hilfen verfeinern will.

So benutze ich in manchen Fällen Sporen (sogar die "bösen" mit Rädchen dran) allerdings nur um meine Hilfen zu verfeinern. Zum Beispiel sollte ich ne zeitlang öfters Schulpferde ein wenig Korrekturreiten. Da hab ich dann Sporen benutzt, damit sie die Hilfestellung wieder feiner wahrnehmen, und ich nicht mehr die Hacken reinhämmern muss. Da werden die Sporen allerings niemals feste benutzt! Und auch später wenn Pferde etwas bereits beherrschen die Hilfen aber verfeinert werden sollen, dann finde ich Sporen Ok.
Man muss zum Beispiel auch den Unterschied sehen: Westernsattel, ENglischsattel und ohne
Sattel.
Beim Westernsattel kommt der ganz feine Schenkeldruck durch die Bügel nicht so gut an, wie beim Englischsattel. Da helfen Sporen schon, allerdings betone ich nochmals: nciht zum schmerzen zu fügen!
Ohne Sattel sehe ich es leider auch oft. Finde ich aber unverantwortlich, da man da nie die Beine still genug halten können wird.
Es gibt bei Youtube viele Videos von "ohne alles" reitern mit Sporen. Teilweise ist richtiger Anwandung. Gibt man zum Beispiel Stacy Westfall ein, werden die meisten total begeistert sein! War ich auch, bis ich dieses Video gesehen habe: (2:50 Min.) [ame]http://www.youtube.com/watch?v=acCFvBubQ-Q&feature=related[/ame] Da ist es irgendwie in einer wunderschönen Verpackung vorher, aber da trügt der Schein.

Die Gerte habe ich früher oft für einen leichten Klatsch benutzt, wenn die Pferde rumzickten. Heute sehe ich das anders! Wenn sie rumzicken, hat das meist andere Gründe. Mangelnder Respekt, falsche Hilfen, Angst etc. Da kriegt man sein Pferd mit einem gertenhieb vielleicht dazu etwas zu tun, aber die Ursachen wurden nicht angegangen. Zumal ich die Gerte in der Bodenarbeit als Hilfsmittel benutze, als Verlängerter ARm. Meine Rb mag die Gerte regelecht, und knabbert sie sogar liebevoll an
Würde ich sie als "Drohmittel" verwenden wäre einiges in der Bodenarbeit hinüber.
Die richtige Hilfestellung bei der Dressur z.B. kenne ich selbst nicht, aber auch da habe ich sie schon oft gesehen wie es nur Hilfestellungen durch z.B. anlegen an der Kruppe waren, oder eben sinnloses klatschen.

Auch reite ich mit Kandarre. Aber das nicht weil Pferd zum beispiel durchgeht, und ich dann mehr druck aufbauen kann! Sondern um am lockeren Zügel bessere Hilfen geben zu können. zum einen natürlich beim Reining. Nicht als "Zugmittel" wenn das pFerd durch geht, oder sich "wehrt" mit einem einfachen Gebiss versammelt zu laufen. Dafür ist eine Kandarre nicht da!

Die Longierpitsche wird oft als Drohmittel verwendet, und die meisten Pferde würden diese Pitsche nicht nah an ihren Kopf lassen. Ich habe meine Süße ne zeitlang mit Pitsche longiert. Da hab ich sie aber kaum gebraucht, das meiste ging auf Hörzeichen. Oder wenn dann als kleine Hilfen. Schneller über den Boden bewegen=Gangart schneller. Oder beim wenden etc. Allerdings kann man sowas auch ganz ohne Pitsche machen, muss man aber nicht. Aber auch wenn viele nicht schlagen (übers schlagen muss man denke ich gar nicht erst reden ;-)) wird es doch als Drohmittel verwendet, viele haben Angst davor.
Dabei sehe cih oft genug: Es geht auch ohne Pitsche! Nur scheint dieses tarining für viele zu "anstrengend" zu sein. Aber gegen einen ordentlichen Gebrauch habe ich nichts.

Denn Sinn eines Hackamores habe ich noch nicht verstanden. Denn ich lese es oft bei Pferden die durchgehen, aber da finde ich es ganz falsch! Man kann so viel damit zerstören wenn man falsch umgeht! Ich dachte immer es wäre auch eine Hilfenverfeinerung, aber bei welchen Hilfen?

Was für Hilfsmittel benutzt ihr, und wie, wo warum?

Ich weiß es gibt schon Threads über z.B. Gerten und Gebisse, es geht mir aber um den Gesamtgebrauch von Hilfsmitteln!


Liebe Grüße
 
10.02.2009
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
Silberfeder

Silberfeder

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Hallö!

Ganz vorne weg: Ich finde nicht, dass das Pferd in dem Video entspannt oder zufrieden aussieht. Es schlägt wild mit dem Schweif, streckt die Zunge teilweise raus und legt die Ohren bis zum Anschlag an.
War immer der Meinung, reiten ohne Sattel wäre nicht gut für den Rücken?
Und das Pferde sich strecken müssen zum Rücken aufwölben!

Ich benutze eine Gerte, wenn ich mit ihm auf den Platz arbeite, aber nur weil er manchmal seinen Popo vergisst. Oder er manchmal mitten in der Arbeit anfängt zu spinnen, weil ja die Pferde auf Nachbars Wiese so schön laufen..
Will ja mein Pferd nicht Schenkeltot zu machen, daher nutze ich die Gerte zum feinen antippen der Kruppe.
Ansonsten wird Sie viel für Bodenarbeit und zirzenische Lektionen benutzt.

Sonstige Hilfsmittel benutze ich garnicht. Sporen und ich mögen uns nicht. Ich würde nichtmal eine Kerte geschweigedenn ein Gebiss nutzen, wenn es derzeit nicht helfen würde.
Kandarre habe ich mal benutzt, aber bin davon nicht begeistert. Auch Hackamore nutze ich nicht gerne. Pakeno reagiert auf den Druck im Genick übel, und dafür ist er einfach zu spritzig im Gelände und zu Schreckhaft, ich würde ihn damit nur sauer machen.

Bin aber gespannt auf andere Aussagen!

Liebe Grüße,
Eure Feder
 
A

Anke4

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Mir gefällt das Video auch nicht. Wenn das Reiten auf Freiwilligkeit beruht, muss man nicht dauernd die Sporen einsetzten.

LG Anke
 
Fussel

Fussel

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Sorry falls es nicht richtig rübergekommen ist, gemeint war:
Gibt man Stcy Westfall sieht man meist erst sehr tolle Videos und es sind sehr viele begeistert. Das Video sollte auch ein negativ Beispiel sein. Weil man da sehr genau sieht das es nicht so hamonisch ist wie behauptet wird!
 
Lilly_79

Lilly_79

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Soweit ich weiß gabs schon mal ein ähnliches Thema ;) Gerte=Tierquälerei?

Da wurde das ja auch abgehandelt...

LG Lilly
 
Elly

Elly

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Ich benutze eig. gar keine von den oben benannten "Hilfsmitteln" zum Reiten. Nur bei der Bodenarbeit habe ich einen Stick (wenn man den zu den Gerten packen darf).

Von Kandare halte ich nicht viel. Auch am langen Zügel übst du damit mehr Druck aus, als du das mit einem einfachen Gebiss + Anlehnung machen würdest.

Das Hackamore funktioniert eig. genau wie eine Kandare, nur dass man halt den Druck auf den Nasenrücken & das Genick ausübt. (bei der Kandare Unterkiefer &
Genick).

Ich weiß nicht... Sporen müssen meines Erachtens nach gar nicht benutzt werden. Wenn mein Pferd nicht gut auf die Schenkel reagiert sind die Sporen die falsche Wahl, und wenn es vernünftig auf die Schenkel reagiert brauche ich keine Sporen. Sorry, aber für mich schließt sich das aus. Man kann Pferde auch ohne zusätzliche Hilfsmittel sensibilisieren.
Das dauert vlt. länger als mit Sporen, Gerte & co, aber es geht.

Das Video kann ich leider gar nicht sehen =( (liegt an meinem PC)

LG
 
Fussel

Fussel

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Lilly, habe doch extra geschrieben. Ich weiß das es das Thema Gertens chon gibt, aber es geht mir um alle möglichen insgesamt da gibt es ja noch viel mehr als diie von mir genannten.

Elly ich weiß nicht, aber schau dir mal Reining Videos an (gibt es auch schlechte Beispiele, deswegen kommt es draauf an welche). Da wird kein Druck ausgeübt, die Zügel sind ganz lang. Nur würde ein Pferd an so langem Zügel mit normalem Gebiss die Zügelhilfen kaum spüren, bei einer Kandarre schon. Das hat dann aber nichts mit Druck ausüben zu tun (im richtigen Umgang).


Sporen zum Beispiel benutze ich erst, wenn alle Hilfen auch ohne perfekt klappen. Nur was spricht dagegen dann die Hilfen so geben zu können, das sie von außen kaum sichtbar sind? Sporen sind nicht unbedingt zum sensibelisieren da, sondern um ganz feine Hilfen geben zu können, die sonst teilweise nur schwer zu geben sind (aber möglich, nur noch schwerer mit Westernsattel).

Bei richtiger Anwednung (man sieht viel zu oft falsche) sehe ich da kein problem. Es schadet nicht und fügt keine Shcmerzen etc zu!
 
Elly

Elly

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Aber natürlich sensilbiliesierst du dein Pferd dann dadurch ;). Es wird feiner auf die Hilfen. Sicherlich schaden Sporen im richtigen Umgang nicht, trotzdem ,finde ich, dass sie nicht unbedingt nötig sind. Allerdings reite ich auch nicht mit Westernsattel, deshalb weiß ich nicht wie das da mit der Hilfengebung ist.

Wenn man sich immer im klaren ist wie viel Druck man gerade auf das Pferdemaul ausübt spricht auch sicherlich nichts gegen eine Kandare beim "Reining". ;) Ich weiß nur, dass ich bei der Dressur bzw. beim klassischen Reoten nicht viel davon halte.
Im Westernsport bin ich so wie so nicht all zu bewandert...

Ich kann nur eins sagen: lange Zügel nicht gleich weiche Zügel. (!)

LG
 
B

Brillenschlange

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Ich halte nichts von Sporen - zu oft werden sie missbraucht, um das Pferd zusammenzuschustern.
Desweiteren bin ich oft auf Dressurtunieren (sowohl als Reiter als auch als Zuschauer) und beobachte häufig völlig falsch eingesetzte Hilfsmittel - Sporen sind da nur die Spitze des Eisberges.

Zudem wurde meine Berittstute auch geschlagen, was mich in meiner Meinung bestätigt, dass man Hilfsmittel, egal in welchem Reitstil, mehr missbraucht als man sie richtig einsetzt.

Von diesem - angeblich - völlig entspannten, ach, so tollen Reiten halte ich auch nichts.
Wir alle kennen Remonten, die vor allem durch Disziplin und konsequenten Reitens "erzogen" werden.
Warum setze ich das in Anführungszeichen?
Ganz einfach: Erziehung ist nicht gleich Erziehung. Es gibt die Erziehung mit dem Druck-Gegendruck und die konsequente Erziehung ohne durchsetzten des Reiter's Willen.

Nun, solche vermeintlichen Guru's schustern ihre Pferde ebenfalls häufig zusammen, wenn die Kameras aus sind - da wird aus dem vermeintlich entspannten, durchlässigen Pferd mal flott eine unberechenbare Furie.
Das muss nicht sein, kann aber - und das auch nicht selten.

Der Mensch hat in 2000 Jahren so viel an der Erziehung der Pferde geschraubt und gebastelt, mit Schlaufzügel, ohne, mit Gerte, ohne - letztendlich können und müssen wir konsequent sein und uns durchsetzen - und das Pferd dann aufmerksam machen, wenn es abschweift.

Eine Arbeit ohne Gerte kann grunsätzlich und theoretisch funktionieren, muss aber nicht.
Und das sieht man dann auch an Pferden, die ihren ach, so lieben und vermeintlich pferdefreundlichen Besitzern auf der Nase rumtanzen!

Übrigens kann ich das spezielle Video auch nicht einsehen, kenne aber vergleichbare.

MfG
 
Fussel

Fussel

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Also ich kenn mich nicht ganz genau mit dem Unterschied aus, aber beim Englischsattel kommt der Schenkel ja direkt ans Pferd dran. Beim Westernsattel ist der komplette Oberschenkel und ein teil des Unterschenkels erstmal mit dicken Leder abgetrennt. Auch sind die Bügel nicht so flexibel. Da ist es natürlich auch kein Problem ohne Sporen zu reiten, nur je nachdem (z.B. bei Schulpferden) müssen sie dann sehr deutlich und auffällig sein. Deswegen finde ich aber, halt Sporen nur bei gewissen Pferden, nur wenn man diese kennt, wenn man den Umgang genau kennt und vorallem alles auch ihne beherrscht. Sie sind z.B. kein Mittel zum vorwärtsreiben.

Bei der Dressur halte ich auch nichts davon, und auch beim Westernreiten wird sie viel zu oft gebraucht. Habe direkt mit Kandarre gelernt, und meine neue RB wird von der Besitzerin (sie ist ANfängerin) auch mit Kandarre geritten! Das ist total unnötig er geht genauso gut bzw noch besser an einem weicheren Gebiss und wird so nur hart im Maul werden -.-
Es kommt halt immer drauf an, bin insgesamt auch nicht der riesen Fan von Kandarre!

²Brille
Sorry war zu lahm
Ja meist werden sie missbraucht! Deswegen ja auch der Titel ;) Nur sehe ich die Gerte noch viel öfter falsch eingesetzt als Sporen, warscheinlich weil die Gerte auch verbreiteter ist. An den meisten reitschulen kriegen die ANfänger direkt e Gerte in die HAnd gedrückt!
 
Elly

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Ich halte nichts von Sporen - zu oft werden sie missbraucht, um das Pferd zusammenzuschustern.
Desweiteren bin ich oft auf Dressurtunieren (sowohl als Reiter als auch als Zuschauer) und beobachte häufig völlig falsch eingesetzte Hilfsmittel - Sporen sind da nur die Spitze des Eisberges.

Zudem wurde meine Berittstute auch geschlagen, was mich in meiner Meinung bestätigt, dass man Hilfsmittel, egal in welchem Reitstil, mehr missbraucht als man sie richtig einsetzt.

Von diesem - angeblich - völlig entspannten, ach, so tollen Reiten halte ich auch nichts.
Wir alle kennen Remonten, die vor allem durch Disziplin und konsequenten Reitens "erzogen" werden.
Warum setze ich das in Anführungszeichen?
Ganz einfach: Erziehung ist nicht gleich Erziehung. Es gibt die Erziehung mit dem Druck-Gegendruck und die konsequente Erziehung ohne durchsetzten des Reiter's Willen.

Nun, solche vermeintlichen Guru's schustern ihre Pferde ebenfalls häufig zusammen, wenn die Kameras aus sind - da wird aus dem vermeintlich entspannten, durchlässigen Pferd mal flott eine unberechenbare Furie.
Das muss nicht sein, kann aber - und das auch nicht selten.

Der Mensch hat in 2000 Jahren so viel an der Erziehung der Pferde geschraubt und gebastelt, mit Schlaufzügel, ohne, mit Gerte, ohne - letztendlich können und müssen wir konsequent sein und uns durchsetzen - und das Pferd dann aufmerksam machen, wenn es abschweift.

Eine Arbeit ohne Gerte kann grunsätzlich und theoretisch funktionieren, muss aber nicht.
Und das sieht man dann auch an Pferden, die ihren ach, so lieben und vermeintlich pferdefreundlichen Besitzern auf der Nase rumtanzen!

Übrigens kann ich das spezielle Video auch nicht einsehen, kenne aber vergleichbare.

MfG
Was ist los?! (MfG) :-D.

Das sehe ich auch so.
Auch im Westernsport ist es leider nicht viel weniger "Rollkur-mäßig" als im Dressursport.

Aber Schlange, du kannst nicht ein Pferd "das dem Reiter auf der Nase rum tanzet" daran fest amchen, dass dieser keine Gerte benutzt. ALLES was wir auf dem Pferd machen und nicht machen beruht auf der Bodenarbeit. Hat das Pferd da keinen Respekt wird es den vom Sattel aus auch nicht haben.

Man muss das richtige Mittelmaß zwichen "brutal" und "vertätcheln" finden. Das ist weiß Gott nicht einfach & von Pferd zu Pferd verschieden.
Manche wollten es einfach wissen. Testen dich aus bis zum geht nicht mehr. Andere sind sensibler & lernen schnell.

Wie fast alles beim Reiten kann man das nicht verallgemeiner. Manchmal mögen solch "Hilfsmittelchen" sinnvoll sein, aber ich bin der Meinung , dass sie doch in den meisten Fällen nur der reiterlichen Faulheit dienen.
 
Askan

Askan

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Also Sporen mag ich gar nicht! Ich hatte mal eine Reitpause von ca. 4 Jahren und als ich dann wieder Reitstunden nahm, hab ich in der ERSTEN STUNDE schon Sporen an die Füße gekriegt... nach 10 minuten bin ich abgestiegen und habe mir einen anderen Reitstall gesucht! Ich habe dem Pferd nur weh getan und das war einfach nur schrecklich!

Mit Gerte reite ich auch nicht unbedingt gerne, aber wie viele hier schon sagten, ist sie , gut eingesetzt und nicht grob, sehr hilfreich!
 
Elly

Elly

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(Die Gerte sollte immer die Verlängerung des Armes sein. Man kann damit "streichel", aber auch mal einen Klapps geben. Sie dient nicht zum verprügeln!)
 
B

Brillenschlange

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Ja meist werden sie missbraucht! Deswegen ja auch der Titel ;) Nur sehe ich die Gerte noch viel öfter falsch eingesetzt als Sporen, warscheinlich weil die Gerte auch verbreiteter ist. An den meisten reitschulen kriegen die ANfänger direkt e Gerte in die HAnd gedrückt!
Eine? Zwei! :silence:

Argh... oh, verdammt, ich bin heute irgendwie zu überarbeitet. :101:

Aber Schlange, du kannst nicht ein Pferd "das dem Reiter auf der Nase rum tanzet" daran fest amchen, dass dieser keine Gerte benutzt. ALLES was wir auf dem Pferd machen und nicht machen beruht auf der Bodenarbeit. Hat das Pferd da keinen Respekt wird es den vom Sattel aus auch nicht haben.
Nein, das meine ich überhaupt nicht.
Oder schon, zumindest ein bisschen - ich kenne leider Gottes immer noch so viele Reiter, die überhaupt gar keine Bodenarbeit machen! Das ist mittlerweile schon Normalität.
Weißt du, manchmal braucht es eben z.B. im Gelände einen Klaps mit der Gerte (wir Englischreiter haben ja leider keine langen Zügelenden ;) ), wenn das Pferd spinnt.
Stimme bringt bei einigen Pferden leider nichts mehr.
Und wenn man diese (maßvolle) "Bestrafung" weglässt, dann merkt sich das Pferd das und und wird an der Stelle immer wieder spinnen.

So,
LG jetzt,
die überarbeitete Brillenschlange


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Brillenschlange schrieb nach 2 Minuten und 7 Sekunden:

Also Sporen mag ich gar nicht! Ich hatte mal eine Reitpause von ca. 4 Jahren und als ich dann wieder Reitstunden nahm, hab ich in der ERSTEN STUNDE schon Sporen an die Füße gekriegt... nach 10 minuten bin ich abgestiegen und habe mir einen anderen Reitstall gesucht! Ich habe dem Pferd nur weh getan und das war einfach nur schrecklich!
Mhm... hattest du dir denn den Stall schon vorher angeschaut? Den Unterricht?
Da hätte man eigentlich schon sehen müssen, dass dort den Pferden mehr geschadet als genutzt wird.

Und ich wäre prinzipell überhaupt nicht aufgestiegen! :eusa_snooty: ;)
 
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Askan

Askan

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Das war die Probestunde! Und ja ich habe ihn mir angeschaut, allerdings waren das wohl "Privateinsteller" an dem Tag wo ich da war! Inzwischen ist dieser Stall aber Gott sein Dank zu! Die dürfen auch keine Pferde mehr halten, sie wurden von mehreren Seiten angezeigt!
 
Fussel

Fussel

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Askan kann verstehen das du dann keine Sporen magst. Aber aus genau dem selben Grund hatte ich lange Zeit abneigung gegenüber der Gerte, aber im Grunde sind sie nicht soo unterschiedlich vom Schaden den sie anrichten können!

Ich habe ja nie gesagt, dass beim Westernreiten weniger Rollkur etc sei, leider. Aber auch das gegenteil sieht man oft: Gar nicht gymnastiieren, was fast genauso schädlich ist!

Ich zum beispiel werde den Umgang der Gerte warscheinlich wieder "Üben" müssen. Bin damit fast nie geritten, aber meine neue Rb bräuchte mal ein kleinen "aufwecker". Vor den Zügelenden erschreckt er sich fürchterlich :D Auch wenn sie nur ganz leicht den Sattel treffen, doofer Angsthase!
Aber da soll die Gerte nicht als "drohen" wirken, sondern ein leichter Klaps zum aufwecken und für seitwärtsgänge etc als Armverlängerung!
 
B

Brillenschlange

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Aber da soll die Gerte nicht als "drohen" wirken, sondern ein leichter Klaps zum aufwecken und für seitwärtsgänge etc als Armverlängerung!
Vor der Gerte sollte ein Pferd niemals Angst haben, denn es soll auch keine Angst vor dem Arm des Reiters haben.

Ich saß lange Zeit auf einem Wallach, der bei der leichtesten Berührung der Gerte hinten hochgegangen ist - das lag daran, weil die Vorbesitzer ihn wohl durch den Parcours geprügelt haben. -.-

Das war natürlich äußerst lästig, wenn man touchieren wollte...
 
Chipi

Chipi

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Ganz ehrlich? Ich bin immer gern mit Sporen geritten - im Dressurviereck. Wenn man dadurch Hilfen präziser geben kann, so daß das Pferd sie schneller und besser versteht (was ja der Sinn eines guten und richtigen (!!!) Sporeneinsatzes ist), warum sollte man Sporen komplett ablehnen?
Ich hatte Pferde, für die brauchte man keine Sporen, bei anderen waren richtig eingesetzte Sporen eine Erleichterung und sinnvolle Ergänzung im Training (zum Ausreiten im Gelände brauchte ich sie nie).

Auch mit einem Hacka habe ich bei gewissen Pferden gute Erfahrungen gemacht; wer es aber als "Patentlösung" gegen durchgehende Pferde einsetzt, argumentiert falsch.

Sporen (oder Gerte oder Peitsche, Hackamore oder Kandare) sind nicht per se schlecht, sie sind nur nie besser als der Reiter, der sie benutzt. Und damit wären wir wieder beim alten Problem: eine gute Reiterausbildung ist einfach unabdingbar, einfach draufsetzen und "mal machen" geht nicht.
 
B

Brillenschlange

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Ganz ehrlich? Ich bin immer gern mit Sporen geritten - im Dressurviereck. Wenn man dadurch Hilfen präziser geben kann, so daß das Pferd sie schneller und besser versteht (was ja der Sinn eines guten und richtigen (!!!) Sporeneinsatzes ist), warum sollte man Sporen komplett ablehnen?
Ganz einfach:
Weil ich einfach zu viele abschreckende Beispiele kenne! Da werden Pferde von Spuren blutig getreten oder reagieren selbst beim Putzen allergisch darauf, wenn man mit dem Striegel an den Stellen entlang fährt - da soll ich das etwa noch gutheißen? :eusa_eh:

Klar, wenn man's kann und dafür auch den nötigen Sitz hat, super. Aber wer kann mir versichern, dass ich den noch habe, wenn mein Pferd plötzlich erschrickt und durchgeht?

Auch mit einem Hacka habe ich bei gewissen Pferden gute Erfahrungen gemacht; wer es aber als "Patentlösung" gegen durchgehende Pferde einsetzt, argumentiert falsch.
Was ist ein "Hacka"? Entweder habe ich davon noch nie gehört oder noch nie den Begriff dafür gekannt. ;)
 
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Elly

Elly

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@ Schlange: Klar, das ist ja auch okay;)

Wie gesagt "Armverlängerung". Ein Arm, bzw. eine Hand kann ich auch mal strafend sein oder auch einfach ein "Hey, pass auf.".

Hört sich jetzt vlt. doof an, aber vor der Bodenarbeit streichel ich mein Pferd mit dem Stick überall. Damit sie merkt, dass sie keine Angst davor haben braucht. Merken ich, dass sie zurückzuckt ect. weiß ich
1. dass ich was falsch gemacht habe &

2. dass ich mehr "desensiblieserien" muss... (puu schweres Wort)

Schade, dass es immer noch so viele Reiter gibt, die immer noch nicht begriffen haben wie wichtig Bodenarbeit ist =(


Edit: Hacka--- Hackamore??
 
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