Unterschied zwischen englisch- und westernreiten

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teff

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Hallo alle zusammen,

ich hab ne ziemlich doofe Frage. Ein bekannter von mir hat neulich in der Zeitung den Tiermarkt durchgelesen und ist auf die Anzeige zu einem Wallach gekommen. (Er selber
weiß nicht mehr, als das ein Pferd 4 Beine hat). Auf jedenfall stand da ....englisch und western geritten...
Jetzt fragte er mich, weil er wusste des ich mit Pferden zu tun hatte, was da der Unterschied sei.
Und mir fehlten da echt irgendwie die Worte. Wie würdet ihr das einen Laien erklären?:eusa_think:
Ich stammelte etwas von zwei verschiedenen Reitarten, konnte dies aber auch mit nix sonst vergleichen. Einem Reiter das zu erklären ist schon 1000 mal einfacher....
(Abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin, was ich von ....englisch und western geritten... halten soll und denke es ist schlicht und einfach Freizeit gemeint ist. ;))

teff
 
19.02.2009
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.
B

Brillenschlange

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Hallo Teff,

mhm... ich denke, mit dem "englisch und western geritten" bezieht sich der Besitzer auf eine sowohl englische als auch Westernausbildung, oder?

Ich würde einem Laien die beiden Reitstile folgendermaßen näherbringen (zur Abwechslung bietet Wikipedia mal einen tollen Beitrag):

Westernreiten [Bearbeiten]

Hauptartikel: Westernreiten Das Westernreiten ist eine aus dem amerikanischen stammende Reitweise, die sich an den Erfordernissen der Arbeit zu Pferde anlehnt, zu der es Prüfungen in unterschiedlichen Disziplinen und Schweregraden gibt. Die Disziplinen sind u. a. Western Pleasure, Westernhorsemanship, Trail, Westernriding, Reining, Superhorse, Hunter under Saddle, Hunt Seat Equitation, Hunter Hack, Pleasure Driving, Cutting, Working Cowhorse,Team und Cattle Penning, Pole Bending und Barrel Racing. Außerdem gibt es folgende Westernreit- bzw. Zuchtverbände: EWU (Erste Westernreiter Union), AQHA (American Quarter Horse Association), DQHA (Deutsche Quarter Horse Association), NSBA (National Snaffle Bit Association), APHA (American Paint Horse Assn.), PHCG (Paint Horse Club Germany), ApHC (Appaloosa Horse Club), ApHCG (Appaloosa Horse Club Germany), NRHA (National Reining Horse Association), NCHA (National Cutting Horse Association), GTPA (German Team Penning Association) und weitere, kleinere Verbände. Die beliebtesten Westernpferde sind Quarter Horses, Paint Horses und Appaloosas, wobei sich auch immer mehr andere Rassen (z. B. Haflinger) immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Die Disziplin Reining nimmt eine Sonderstellung ein. Im Jahr 2000 wurde Reining durch die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) neben Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren, Voltigieren, Distanzreiten als siebte Disziplin anerkannt. In Deutschland wird Reining vom Fachverband, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf, betreut. Jedes Jahr werden die Deutschen Meisterschaften Reining FN für Jugendliche und Senioren ausgetragen. Alle zwei Jahre findet die FEI Europameisterschaft statt, im jeweiligen Wechsel mit den Weltreiterspielen bzw. im Olympiajahr mit einer Einzelweltmeisterschaft. Einzelweltmeisterschaften sind den Reitsportdisziplinen vorbehalten, die nicht zu den olympischen Reiterspielen – Dressur, Springen und Vielseitigkeit – gehören.
Desweiteren könntest du die Geschichte des Westernreitens (Cowboys brauchten Pferde, die solange einen Befehl auch ohne konstante Hilfen ausführte, wie sie sollten etc.) noch weiter vertiefen.
Mit den einzelnen Disziplinen wird ein Laie wohl kaum etwas anfangen können.


Das Englischreiten unterteilt sich ja bekanntermaßen in Dressur- und Springreiten und in Military, also könnte man ihm dies näherbringen:

Dressurreiten [Bearbeiten]

Hauptartikel: Dressurreiten Die Dressurarbeit ist der Grundstock zur Ausübung aller Reitdisziplinen. Das Wort ist eigentlich fehl am Platz, da es keine Dressur ist, sondern eine Aus-und Weiterbildung des Pferdes und seiner natürlichen Bewegungen. Sie beginnt mit dem Anreiten des jungen Pferdes und endet nach Durchlaufen der Ausbildungsskala, im Abprüfen der vollendeten Versammlung durch perfektes Ausführen aller bekannten Dressurlektionen. Beim Anreiten sorgt der Reiter dafür, dass das Pferd unter seinem Gewicht ins Gleichgewicht kommt, dass es lernt, geradeaus und auf gebogenen Linien in allen drei Grundgangarten geradegerichtet zu gehen, sowie die Zügel-, Schenkel- und Gewichtshilfen des Reiters zu verstehen und die verschiedenen Lektionen auszuführen. Dabei steht die professionelle, artgerechte und pferdeschonende Gymnastizierung im Vordergrund. Nur ein gut durchgymnastiziertes und durchlässiges (d. h. auf alle Hilfen gut reagierendes Pferd) kann ein zuverlässiger, leistungsfähiger und gesunder Partner im Sport werden. Die verschiedenen Schwierigkeitsstufen (In Deutschland: E - Einsteiger, A - Anfänger, L - Leicht, M - Mittelschwer, S - Schwer, in Österreich: A - Anfänger, L - Leicht, LM - Übergangsklasse, M - Mittelschwer und S - Schwer) enthalten bestimmte, sich steigernde Lektionen und Aufgaben, wobei jedes Gebrauchspferd mindestens den Anforderungen einer A-Dressur entsprechen sollte. In jeder Klasse präsentiert sich die gelernte und bestehende Harmonie zwischen Reiter und Pferd im Ausführen der verschiedenen Dressurlektionen. Dressurreiten ist olympische Disziplin, ausgetragen in der Klasse Grand Prix, Grand Prix Spezial und Grand Prix Kür. Die Mannschaftswertung erfolgt durch Summierung der Ergebnisse der 3 besten Reiter jeder Mannschaft im Grand Prix, die Einzelwertung durch Summierung der Ergebnisse der 3 Teilprüfungen jedes Reiters. Die Kür zur Musik ist ein Publikumsmagnet und wird immer bedeutender in allen Klassen. Seit der Weltmeisterschaft im Jahr 2006 werden die Einzelwertungen in zwei Kategorien bewertet - 1) der Einzelmeister/in im Grand Prix Special und 2) Der Einzelmeister/in in der Kür.

Springreiten [Bearbeiten]

Hauptartikel: Springreiten Springreiten ist das Überwinden von Hindernissen zu Pferde. Es erfordert vom Reiter viel Geschicklichkeit, Balance, Rhythmusgefühl und präzise Einwirkung der Reiterhilfen, um ein Pferd korrekt über Hindernisse zu reiten. Die Schwierigkeit beim Springreiten besteht darin, ein Pferd an den Sprung so heran zu reiten, dass das Pferd beim Absprung eine optimale Flugkurve entwickeln kann. Das Pferd darf also nicht zu nah am Hindernis abspringen, und auch nicht in zu großer Entfernung. Als Faustregel gilt, dass der Abstand vom Hindernis beim Absprung etwa der Höhe des Hindernisses entsprechen sollte. Das heißt bei einer Hindernishöhe von 1,20 Meter sollte das Pferd etwa 1,20 Meter vor dem Hindernis abspringen können. Es gibt feste Hindernishöhen für die bestimmten Klassen, dabei dürfen 20 Prozent der Sprünge in einem Parcours bis zu 10 Zentimeter erhöht werden. Auch werden bei der Linienführung des Parcours bei höheren Klassen zunehmende Anforderungen an die Rittigkeit des Pferdes und die taktische Übersicht des Reiters gestellt.





Vielseitigkeitsreiten (früher Military, heute auch „Eventing“) [Bearbeiten]

Hauptartikel: Vielseitigkeitsreiten Das Vielseitigkeitsreiten setzt sich aus drei Teilprüfungen der Disziplinen Dressur, Springen und Geländereiten innerhalb eines Wettbewerbes zusammen. Die Prüfung hat einen militärischen Ursprung. Bei der Vielseitigkeitsprüfung benötigen Pferd und Reiter oftmals sehr viel Mut, Vertrauen, Ausdauer und Flexibilität. Eine besondere Rolle spielt die (oder mehrere) Verfassungsprüfung(en) des Pferdes zur Vermeidung von Überlastung.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Stilen besteht vor allem darin, dass Englischreiten von nahezu stetig einwirkenden Hilfen lebt, Westernreiten dagegen nur immer einen Impuls pro Hilfe braucht. (Wobei natürlich auch Frezeitreiter die "Impuls-Reiterei" für sich entdeckt haben!)

Natürlich ist auch die Ausrüstung nicht identisch, außerdem sieht die Versammlung anders aus: Beim Englischreiten wird die ständige Anlehnung so erzeugt, dass das Genick den höchten Punkt bildet, beim Western dagegen besteht die Versammlung meines Wissens aus dem Übertreten der Hinterhand, dabei kann der Kopf auch sehr weit unten sein (wir erinnern uns an die vermeintlich lässige und entsprannte Haltung des Pferdes).

Die Zügel sind nur zu benutzen, solange bis die Versammlung erreicht wurde, dann werden sie locker(er) gelassen, damit das Pferd eine v/a-Haltung annehmen kann.

Beim Englischreiten bleiben die Zügel stets konstant angenommen, der Reiter "nimmt" sein Pferd quasi auf, bis es sich selbst trägt - erst in der Entspannungsphase werden diese locker(er) gelassen.

LG
 
T

teff

Guest
Hallo Teff,

mhm... ich denke, mit dem "englisch und western geritten" bezieht sich der Besitzer auf eine sowohl englische als auch Westernausbildung, oder?

Meinst du, jemand bildet sein Pferd so richtig in zwei Richtungen aus?
Kann ich mir garnicht vorstellen. Zumal ja auch der Reiter immer eher des eine oder das andere gern hat.

Danke für deine Ausführungen. Ich werds heute Abend mal versuchen =)

Viele Grüße

teff
 
B

Brillenschlange

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Meinst du, jemand bildet sein Pferd so richtig in zwei Richtungen aus?
Kann ich mir garnicht vorstellen. Zumal ja auch der Reiter immer eher des eine oder das andere gern hat.
Zumindest nicht gleichzeitig - das würde das Pferd ja vollkommen verwirren.
Nein, ich kenne sogar einige Pferde, die als Jungtiere Englisch eingeritten und auch Jahre lang geritten wurden und bei neuen Besitzern langsam auf das Westernreiten umgestellt wurden - das geht allerdings nur unter der Vorraussetzung, man macht es richtig. ;)

Für das Pferd ist es ja auch eine große Umstellung, wenn es jahrelang in der "englischen" Versammlung gehen sollte und dann wieder die Hinterhand übertreten soll.

Danke für deine Ausführungen. Ich werds heute Abend mal versuchen =)
Kein Problem, ich wünsch' dir viel Glück!

LG
 
Fussel

Fussel

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Hey
Also beides gleichzeitig wird das Pferd nicht können.
Schon allein weil die Hilfegebung bei gut ausgebildeten Pferden komplett Unterschiedlich ist!
Ich finde die Aussage etwas komisch. "Western und Englisch geritten" hört sich stark nach Freizeitpferd an dem es egal ist welcher Sattel drauf kommt und welche Trense rein ;)
Brille bei Western laufen die Pferde auch versammelt, so ist das nicht! Zu mindest müssen sie es zwischendurch (sonst Prost Mahlzeit für Rücken und Hals) nur sidn die restlichen Übungen und vorallem die Hilfegebung (schon allein im anhalten!) komplett Unterschiedlich!

Du kannst einen Pferd denke ich kaum beibringen einmal auf "Zügel vor und Beine vor, gewicht nach hach hinten" und "Zügal anziehen, Beine ran, Gewicht nach hinten" stehen zu bleiben. Die Hilfen waren nur grob gesagt, zum richtigen Stehen bleiben gehört mehr, aber einfach der krasse Unterschied!
Später "umbilden" ist möglich, aber kann mir schwer vorstellen das ein Pferd beides kann.

Um den Unterschied mal zu "sehen": Schau doch einfach mal youtube videos" Da wird der Unterschied am deutlichsten!


Lg
 
B

Brillenschlange

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Brille bei Western laufen die Pferde auch versammelt, so ist das nicht! Zu mindest müssen sie es zwischendurch (sonst Prost Mahlzeit für Rücken und Hals) nur sidn die restlichen Übungen und vorallem die Hilfegebung (schon allein im anhalten!) komplett Unterschiedlich!
Ich habe niemals erwähnt, dass Westernpferde nicht versammelt gehen - ich habe es höchstens mit einem Synonym ausgedrückt!

Später "umbilden" ist möglich, aber kann mir schwer vorstellen das ein Pferd beides kann.
Theoretisch ist es schon möglich; zumindest, wenn man es seinem Pferd richtig beigebracht hat - und das Pferd eine gewisse, nun, wie soll ich sagen, Intelligenz an den Tag legt (gibt ja auch begriffsstutzigere Tiere).
 
Fussel

Fussel

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WOw kann ich mir echt schwer vorstellen o_O

Aber ich denke dann hätte der Anzeigenaufgeber richtig geschrieben "ausgebildet", oder?

Brille ich weiß, dass du es so nicht gesagt hast, nur klang ein wenig so und wollte es richtig stellen ;)
 
B

Brillenschlange

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Brille ich weiß, dass du es so nicht gesagt hast, nur klang ein wenig so und wollte es richtig stellen ;)
Dann ist ja gut. ;)

Ja, aber so eine Anzeige ist teuer (obwohl ich Anzeigen in den örtlichen Zeitungen gewöhnlich sehr kritisch gegenüberstehe)... da kürzt man, wo man kann.

Doch, doch - es geht. Es ist eben nur eine Frage der Ausbildung (wie alles bei Pferden).
 
Elly

Elly

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Huhu , wollte nur noch mal was hinzufügen:

Beim klassischen Reiten wird erst später verlangt, dass das Genick der höchste Punkt ist. (die Aufrichtung) Vorher werden auch klassische Pferde in Versammlung geritten, wo der Kopf durchaus weiter unten "hängt" ;). Beim Western ist die Aufrichtung nicht so wichtig. (Hat meines Wissens auch keine besondere gesundheitliche Relevanz.)

Und auch beim klassischen Reiten wird das Pferd durch Untertreten versammelt. (!)

Und ich verstehe nicht:

Wie kann mein ein Pferd versammeln & gleichzeitig v/a reiten. Das geht nicht. Bei einer Versammlung hat das Pferd das Gewicht auf der Hinterhand, beim v/a auf der Vorhand. Aber es gibt keine Versammlung ohne v/a. Das ist bei beiden Reitweisen gleich.
 
B

Brillenschlange

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Und auch beim klassischen Reiten wird das Pferd durch Untertreten versammelt. (!)
Na, klar.
Nur wird beim Westernreiten alleinig das Untertreten der Hinterhand verlangt, beim "klassischen" Reiten dagegen die Aufrichtung in Verbindung mit dem Untertreten.

Wie kann mein ein Pferd versammeln & gleichzeitig v/a reiten. Das geht nicht. Bei einer Versammlung hat das Pferd das Gewicht auf der Hinterhand, beim v/a auf der Vorhand. Aber es gibt keine Versammlung ohne v/a. Das ist bei beiden Reitweisen gleich.
Wo habe ich das geschrieben?
 
W

WesternHafi

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Ob ein Pferd Englisch und Western ausgebildet bei hohen Turnieren mitmachen kann, das weiß ich leider nicht, soetwas ist mir auch nicht bekannt. Bei Freizeitpferden kommt das aber schon öfter vor, ich glaub das liegt daran das western seit einigen Jahren im kommen ist und "cool und lässig" wirkt.

Mein Pony ist ursprünglich Englisch ausgebildet und auch im Schulbetrieb englisch gelaufen, dann wurde sie Western ausgebildet und nahm die Hilfen dort viel viel besser an und fühlte sich unterm Sattel auch wohler. Von der RB wird sie weiterhin Englisch geritten, das klappt auch, allerdings geht sie western einfach besser.

Hier ist mal ein lustiger Link, vielleicht kennt ihr ihn noch nicht:

http://www.pferdefernsehen.eu/mainnavi/filme/pferd-international/filmprogramm/pferdewechsel.html?no_cache=1

Dort sieht man Isabell Werth und Jean-Cloude Dysli, zwei bekannte vertreter beider reitweisen die gegeneinander reiten. Anschauen lohnt sich :)
 
B

Brillenschlange

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Ob ein Pferd Englisch und Western ausgebildet bei hohen Turnieren mitmachen kann, das weiß ich leider nicht, soetwas ist mir auch nicht bekannt.
Theoretisch schon - ich kann es nur immer wieder sagen, es kommt auf die Ausbildung an!

Mein Pony ist ursprünglich Englisch ausgebildet und auch im Schulbetrieb englisch gelaufen, dann wurde sie Western ausgebildet und nahm die Hilfen dort viel viel besser an und fühlte sich unterm Sattel auch wohler. Von der RB wird sie weiterhin Englisch geritten, das klappt auch, allerdings geht sie western einfach besser.
So einen Fall kenne ich auch, und es klappt wunderbar.
Ich kannte sogar mal jemanden, der hatte ein englisch gerittenes Pferd gekauft mit Rückenproblemen (Pferd hat sich immer steif im Rücken gemacht etc.). Dann hat er einen passenden Westernsattel aufgelegt und schon klappte es besser -> ergo ist die Gewichtsverteilung deutlich angenehmer für Pferde mit Rückenproblemen (Ausnahmen bestätigen die Regeln).
 
W

WesternHafi

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@Elly
Ich vermute sie meint damit den bruchteil einer Sekunde, wo das Pferd kurz den hals wölbt bevor es dann nachgibt um den druck loszuwerden und dann v/a annimmt weils bequemer ist.
Oder?^^
 
B

Brillenschlange

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Hallo,

ich bin ja selbst kein Westernreiter, habe mich aber mal schlau gemacht. ;)
Elly, man nimmt die Zügel solange auf, bis das Pferd eben "durchs Genick geht", dann lässt man sie locker und das Pferd sollte (!) entspannt mit fallendem Kopf v/a gehen.
Der fallende Kopf ist der springende Punkt, ein Westernreiter will kein aufgenommenes Pferd wie wir Englischreiter, sondern ein entspannt schreitendes Tier.

Hast du's jetzt verstanden? ;)
 
Elly

Elly

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Neee :uups:

Also ich bin davon ausgegangen, dass der Reiter die Zügel benutzt bis das Pferd versammelt läuft & wenn er sie hingibt sollte das Pferd von selbst versammelt gehen... Also quasi ohne Zügelhilfen. Weil das macht doch keinen Sinn...
Nur von v/a kann ich auf Dauer doch kein Pferd reiten, oder?

Eine Versammlung muss ja nicht so aussehen wie es in der klassischen Dressur erwünscht ist, sprich in Aufrichtung. Eine Versammlung kann auch locker sein.
 
B

Brillenschlange

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Mhm... ab dem Punkt der höchsten Versammlung beim Westernreiten soll wohl das Pferd tatsächlich ohne Zügelhilfen versammelt laufen, jedoch nur für eine gewisse Zeit, dann läuft es wieder v/a.

Aber, hey, ich bin Dressurreiter! :D
 
Silberfeder

Silberfeder

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Huhu!

Synchrone Ausbildung beider Reitstile gibt es nicht - wie bereits erwähnt.
Das Umschulen ist aber meines Erachtens leicht.
Meine ehem. RB ist jetzt 17, wurde bis er 16,5 war Englisch Dressur bis L geritten, und ist jetzt ein super Westernpferd, mit dem ich Neck Reining angefangen habe zu lernen.
Und das mit 16,5 ;)

Man muß halt nur betrachten, am anfang der Ausbildung kann ein Pferd ja garnichts, d.h. gedrücke mit den Schenkeln und Zupfen am Zügel bedeutet in erster Linie auch erstmal "HÄ?!". Aber mit der Zeit versteht das Pferd, was mit DEM Druck und DIESER Hilfe gemeint ist.
Und ich denke, ebenso funktioniert das auch beim Umschulen.
Ich glaube, alleine durch die Lage des Schenkels beim jeweiligen Reiten dürfte das Pferd, wenn es vernünftig ausgebildet wurde, direkt merken, was nun gefordert wird, da ja beim Western das Bein länger ist und man duch die Sattelform schon anders sitzt (+ lange Zügel).

Pak wurde ja zu Beginn auch Western angeritten wohl, aber da ich mich da nicht genug auskenne, gibt's jetzt ´n Wisch Englisch-Klassisch *lol*
Der war schon verwirrt, als die ersten "Ich-nehme-den-Zügel-an" folgten.. aber jetzt macht er das fein mit :)

Liebe Grüß',
Feder
 
Elly

Elly

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Gibt es denn hier keine Westernreiter ! Fussel, los!

:D

Feder 16,5 ist doch noch kein Alter ich schule "mein" Pferd mit 23 noch um ^^.

Und das klappt! War ja auch skeptisch aber es funktioniert. Wir lernen quasi beide gleichzeitig. Im Gegenteil, ich glaube das tut ihr richtig gut so fit & munter war sie schon lange nicht mehr.
 
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