5 Monate junger Welpe schnappt nach Kind! Angst!

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mirasfrauchen

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Hallo
Habe seit heut ein großes Problem! Seit 3 Tagen lebt Mira bei uns. Mira ist 5 Monate alt und kommt ursprünglich aus Rumänien. Habe sie über eine Pflegestelle bekommen. Sie ist ein Mischling, was genau drin steckt, weiß niemand. Vermutlich ein bißchen belgischer Schäferhund (Kopf). Auf alle Fälle eine supersüße Maus!! Z.Zt. üben wir Stubenreinheit, "Aus!" und ein bißchen "auf Abruf hören". Im Vordergrund steht
nämlich erstmal der Aufbau einer Vertrauensbasis und der feste Platz "im Rudel". Besonders! wichtig ist mir, dass Mira mit Kindern klar kommt da diese immer wieder in unserer Gegenwart sind. Deshalb besuchten uns heut unsere Nachbarin und ihre fast 6jährige Tochter. Mira wird zukünftig mit ihnen Gassigehen müssen wenn wir verhindert sind. Also ein "Muß" das die beiden miteinander klarkommen. Mira bellte sie bereits beim Hereinkommen ganz dolle an und knurrte und sprang sie gelegentlich an. Immer wenn sie mal nicht knurrte oder bellte bekam sie von der Kleinen und uns Leckerlie und liebe Zusprüche. Das klappte dann eine Weile ganz gut bis Mira nach der Kleinen schnappte!!!! mehrmals!!! Wir tadelten sie mit "Aus!", zum Boden drücken und Ignorieren was aber nicht viel brachte. Auch die Kinder werden durch so ein Verhalten bestimmt ängstlich was der Hund natürlich merkt und "seinen Erfolg krönt". Nun grault es mir schon etwas vor morgen wenn sie wieder zu Besuch kommt. :roll: Habe Angst, dass sich Miras Verhalten verfestigt und dass ich in Zukunft Bedenken haben muß im Kontakt mit Kindern.
Hat Jemand Erziehungstipps, Erklärungen oder Erfahrungen mit diesem Thema? Würde mich sehr freuen über eure Antworten. *LG*
 
20.02.2009
#1
A

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Guest

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zechy

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mit unserem hund gibt es ein ähnliches problem.
Unsere hündin knurrt kinder und dunkelhäutige nämlich auch an.
Das macht sie nämlich, weil ich mal mit ihr rausgegangen bin ohne leine(konntesie ja schon) und dann war da unser nachbar mit seinen kindern unser hund wollte die kinder freudig begrüßen und der (dunkelhäutige) mann schreit: "nehmen Sie den Hund weg!" oder so unser hund kommt verängstigt zu mir zurück. Ich sag´ dem mann dass den kindern niemals etwas tuen würde. Der Mann kommt schreiend auf mich zu, dass das ja unverschämt wäre(der hund war vorher 3 m entfernt, näher kommt er nämlich gar nicht, ohne dass ich es ihm erlaube) mein hund will mich beschützen, stellt sich zwischen mich und den mann und guckt mit angelegten ohren zwischen mir und dem mann hin und her und der mann tritt meinen hund. ich hab´ ihn natürlich total angemeckert und seit dem knurrt er sie an. :)
 
Fini

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Hallo und herzlich Willkommen
hast du mal ein Bild von dem Hund?

Ich denke das erste Kennenlernen hättet ihr etwas anders gestalten sollten. Aber das könnt ihr ja noch mal nachholen, vielleicht klappt es dann besser.
Ich würde mit dem Hund und dem Mädchen zusammen einen Spaziergang machen. Und zwar so, das du und dein Hund das Nachbarsmädchen "zufällig" trefft (du machst das also am besten vorher aus, wo ihr euch trefft) und dann zusammen spazieren geht, (keine sehr grosse Runde, ohne viel Kontakaufnahme mit dem Hund) und dann zusammen wieder das Haus betretet.
Bei vielen Hunden, die Probleme mit Fremden haben, ist das ein sehr guter Einstieg zum kennenlernen und aneinander gewöhnen. Und dann kann man das ganze weiter ausbauen.

LG
 
Kompassqualle

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Ehemalige Strassenhunde sind oft unsicher, vor allem im Umgang mit Situationen die sie in der Prägephase nicht kennen gelernt haben.
Kaum ein Strassenhund wird vernünftig an Kinder herangeführt worden sein und ich denke, eure Kleine ist einfach unsicher und überfordert. Wenn die Prägephase vorbei ist sind Versäumnisse schwer aufzuholen, denn nur in dieser Phase kann ein Hund generalisiert lernen.
Aber eure Kleine ist ja noch jung, von daher ist der Zug noch lange nicht abgefahren, aber es kann etwas schwieriger werden.

Wie lief denn die Situation ab? Auf keinen Fall sollte der Hund gleich in der Wohnung (oder sogar an seinem Rückzugsort) mit der neuen Situation "bedroht" werden.
Am besten versucht man den Hund und das Kind zuerst auf neutralem Boden zusammen zu setzten (im Garten oder im Park).
Leint den Hund ab und lasst ihr die Möglichkeit zum Rückzug, das Kind darf sich aber gerne etwas interessant machen und wenn der Hund freiwillig rankommt, darf er gerne ein paar tolle Leckerchen bekommen.
Achtet darauf, dass auch das Kind in seiner Körpersprache nicht bedrohlich auf den Hund wirkt (nicht rüber beugen, nicht auf den Kopf patschen, nicht anstarren).
Wenn ihr häufig und mit Geduld und Konsequenz übt (das kann schon seinen Zeit dauern), wird eure Hündin bald verstehen, dass das Mädchen der Nachbarn als Freundin anzusehen ist ;)
 
mirasfrauchen

mirasfrauchen

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Danke für eure Rückmeldungen...
Das mit der "Straßenhundvergangenheit" macht bestimmt einen großen Teil ihres Verhaltens aus. Aber zum Glück ist der Zug wirklich noch nicht abgefahren... Ich hätte mich auf jeden Fall in einer anderen Situation mit der Nachbarin u Kind treffen sollen,stimmt..:eusa_doh:Die Beiden hatten sich schon zuvor kurz zu Besuch bei meiner Nachbarin, also der Mutter (direkt über mir im Haus) kennengelernt. Mira wollte unbedingt gucken "was da oben so ist" und dann bin ich mit ihr gucken gegangen. Die Situation in einem fremden Revier ist natürlich anders. Mira war dort zurückhaltender als heute und knurrte nur kurz ein wenig die Kleine an. Die Situation heute war natürlich anders. Die beiden kamen in unsere Wohnung zu Besuch. Mira war im WZ. Als die Beiden dieses betraten fing das Gebelle u Geknurre schon an. Immer wenn sich dies legte, bekam sie zur Belohnung für ihr ruhiges, freundliches Verhalten nach kurzer Zeit Leckerli von dem Kind. Wenn sie Knurrte bekam sie ein scharfes "Aus!" zu hören. Das Kind war sehr zurückhaltend, vielleicht sogar etwas ängstlich im Umgang mit Mira. Als Mira Pipimachen musste ging ich gemeinsam mit dem Kind Gassi. Während des Gassigehens schien Mira etwas ängstlich u unsicher dem Kind gegenüber und zeigte kein Knurren o.ä.. Erst als wir wieder zu Hause waren, fing sie wieder vor der Haustür damit an. ????


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

mirasfrauchen schrieb nach 2 Minuten und 21 Sekunden:

Ach so, ableinen trau ich mich noch nicht da Mira noch nicht so gut auf Abruf hört und Situationen noch nicht richtig einzuschätzen scheint. (Verkehr, usw.)
 
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Kompassqualle

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Versuch es draußen mal mit einer Schleppleine, da hat Mira mehr Aktionsradius und kann selbst entscheiden, wie sehr sie in die Nähe des Mädchens kommen möchte, außerdem könnt ihr damit gleich das Herankommen üben (damit aber bitte zuerst in der Wohnung anfangen wo sie nicht abgelenkt ist ;))

Wenn sie Knurrte bekam sie ein scharfes "Aus!" zu hören.
Oh je, das war sicher sehr stressig für Mira, sie ist mit dem Kind Zuhause "eingesperrt" wo sie wahrscheinlich gerade angefangen hat sich einzuleben. Sie fürchtet sich und ist unsicher, so unsicher dass sie es mit Knurren anzeigt. Aber es wird ihr sofort verboten diese Unsicherheit anzuzeigen. Sicherlich war diese Situation großer Stress für Mira, den sie schlimmsten Falls zusätzlich mit dem Kind verbindet.
Wenn sie überfordert ist müsst ihr einen Gang runterschalten und dürft das Wunschverhalten nicht versuchen zu erzwingen.
Lasst Mira Zeit sich auf neutralem Gebiet und ausschließlich mit positiver Bestätigung mit dem Kind anzufreunden.

Ein Straßenhund mit verpasster Prägephase (und evtl. bereits schlechten Erfahrungen) wird in seinem Leben kaum mehr ein absolut ausgeglichener, selbstbewusster Hund werden, gerade Angst und Angstagression ist nicht so einfach zu therapieren, aber mit viel Geduld wird auch aus so einem Hund ein super Familienmitglied.
Ich würde ansonsten zu einem Hundetrainer raten, aber weiß aus eigener Erfahrung (mein Hund ist ein Grieche), dass es sehr schwer ist jemanden zu finden, der sich mit der besonderen Problematik ehemaliger Straßenhunde auskennt, ein potenzieller Trainer sollte auf jeden Fall Erfahrung haben mit Angstproblemen.
Ansonsten kann ich euch dieses kleine Heft empfehlen:
http://www.amazon.de/Von-Straße-auf...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1235184547&sr=8-1
Es gibt leider sehr wenig Literatur über Straßenhunde, dieses Heft ist zwar nicht sehr umfangreich aber verdeutliche die Problematik ganz gut.
 
JokerJacky

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also ich würde regelmäßig weiter trainieren was den Umgang mit Kindern angeht aber was dann ganz wichtig ist: MAULKORB!! Wenn sie wirklich so intensiv nach Kindern schnappt dann lässt sich das nicht vermeiden.

Eine gute HuSchu wäre auch nicht schlecht, falls du eine in eurer nähe kennst. Wenn sie die Grundkommandos beherrscht und dich als Rudelführer und Respektperson sieht lässt sie sich wahrscheinlich leichter bändigen und kuscht beim ersten oder zweiten Mal schon wenn du was sagst.

Viel Glück mit der Maus, lass den Kopf nicht hängen:109:
 
mirasfrauchen

mirasfrauchen

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Danke für eure Beiträge und die netten Zusprüche!
Habe den Tip mit "auf neutralem Boden treffen" direkt umgesetzt und es klappt prima!!! Wenn Mira draußen zu der kleinen Nachbarin geht und nicht knurrt oder bellt bekommt sie fein Leckerli und läßt sich sogar streicheln. Klappt super! Auch im Hausflur allles kein Problem. Morgen veruchen wir das ganze zu steigern und gehen nach dem Gassigehen gemeinsam in unsere Wohnung. Bin mal gespannt... Es gibt wirklich nicht viel Literatur über Straßenhunde was ich echt schade finde. Die Straßenhundvergangenheit kann meiner Meinung nach auch mit Miras starker Abneigung gegen Halsband und Geschirr zusammenhängen. Sie kratzt sich und heult häufig wenn sie es tragen soll. Hab übrigens versucht ein Foto von ihr hier rein zu stellen, weiß aber nicht wie! Konnte nur ein Album erstellen. Kann mir das mal jemand erklären bitte? LG***
 
Kompassqualle

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Schön, das es jetzt zu klappen scheint :)
Seit aber nicht zu vorschnell, sobald ihr merkt, dass Mira überfordert ist, schaltet lieber wieder einen Gang zurück und strapaziert sie nicht wieder so sehr, dass sie sich genötigt fühlt zu knurren.
Nur Geduld, das wird schon ;)

An Halsband und Geschirr müssen sich fast alle Hunde erstmal gewöhnen, das klappt gut, wenn man am Anfang das Halsband z.B. nur zum Fressen umbindet, dann verbinden sie es mit etwas Positivem.

Off-Topic
Konnte nur ein Album erstellen. Kann mir das mal jemand erklären bitte? LG***
Wenn du deinen Beitrag schreibst und darunter auf "erweitert" klickst, kannst du deinen Text in einem größeren Fenster sehen. Über deinem Text kannst du Schriftart etc. einstellen, dort klickst du auf die Büroklammer (oben in der Mitte). Es öffnet sich ein neues Fenster in dem du ein Bild von deinem PC als Anhang hochladen kannst ;)
 
mirasfrauchen

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Das hört sich für mich nach nem gutem tip an mit dem Halsband beim Fressen. Werde es morgen direkt versuchen... Gerade hat die Kleine von oben bei uns geklingelt um uns ihr Karnevalskostüm zu zeigen und Mira hat sie nett an der Tür begrüßt:) Kann sich Mira durch das Kratzen in der Halsband- Geschirrgegend (Hals etc.) verletzen? Hatte mir schon einige Male Sorgen gemacht.
 

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