Unsagbar unmenschliches Verhalten

Diskutiere Unsagbar unmenschliches Verhalten im Tierhilfe Forum Forum im Bereich Tier Ecke; firstHallo liebe Tierfreunde! Ich hielt eigentlich noch nie etwas von Tierschutzorganisationen, da sie mir zu radikal sind und ich auch deren...
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Löwennini

Löwennini

Registriert seit
02.11.2008
Beiträge
96
Reaktionen
0
Hallo liebe Tierfreunde!

Ich hielt eigentlich noch nie etwas von Tierschutzorganisationen, da sie mir zu radikal sind und ich auch deren Methoden nicht immer gut heiße. Dennoch weiß ich schon lange, wie grausam Menschen mit viele Tieren umgehen. Deshalb esse ich z.B kaum Fleisch und wenn, dann vom Biohof, weil ich Massentransporte und Massenhaltung verabscheue.
Jedenfalls bin ich eine große Tierfreundin, hatte und habe schon immer Tiere. In puncto Tierschutz habe ich bisher nur dafür gesorgt, dass ich wie gesagt darauf achte, was ich wo jaufe, dass es meinen Tieren immer gut geht und sie artgerecht gehalten werden und dass ich andere aufkläre bezüglich artgerechter Haltung.

Weil mich der Kaninchenmastskandal der durch die Medien ging so empörte und aufwülte habe ich heute die Homepage von PETA besucht (das erste Mal), weil ich einfach nur wissen wollte, wie es zur Zeit so aussieht mit diesem Thema Massenhaltung bei Kaninchen und ob sich schon was getan hat. Ich bin auf ein Video gestoßen, fragt mich nicht warum ich so blöd war das anzuschauen und habe nur noch geheult und fühle mich fast schon traumatisiert! Da konnte man sehen, wie einem Tier bei lebendigem Leib das Fell abgezogen wurde und wie es danach noch lebte. Ich habe nicht abgeschaltet, weil ich dachte: Ich darf die Augen nicht verschließen, so etwas passiert wirklich auf unserer kranken Welt!

Jetzt meine Frage: Was haltet ihr von Organisationen, die solche Videos ins Netz stellen, die jeder sehen kann? Ich bekomme die Bilder nicht mehr aus dem Kopf und denke immer: Eigentlich sollte man sich irgend einer Tierhilfe anschließen, sonst darf ich jetzt auch nicht rum heulen, weil ich ja e nichts tue. Aber ist das der richtige Weg? Sind solche Vereine seriös? Ich dachte immer eher nicht so. Oder welche Tierschutzorganisation ist in Ordnung eurer Meinung nach? Ich möchte mich eigentlich niergendwo engagieren, wo solche Videos ins Netz gestellt werden, die auch für kleine Kinder zugänglich sind. Das stört mich doch sehr an dem Ganzen, das Radikale. Aber wer tut denn sonst noch etwas gegen diese Grausamkeiten? Wie kann man helfen?
Mir gehen tausend Dinge durch den Kopf und ich wäre froh, nie auf diese Seite gegangen zu sein!
 
20.02.2009
#1
A

Anzeige

Guest

Kennst du schon die Warehouse Deals? Amazon bietet hier zurückgesandte und geprüfte Ware deutlich billiger an.
Dort gibt´s das auch speziell nur mit interessanten Dingen aus dem Haustierbedarf. Was haltet ihr davon?
pinki009

pinki009

Registriert seit
07.12.2007
Beiträge
867
Reaktionen
0
Mit grausamen Videos ist weder den Tieren geholfen, noch denke ich, dass sich davon ein ernsthaft nicht tierschutzinteressierter Mensch "bekehren" ließe. Und ich glaube auch nicht, dass es ein gutes Argument ist, dass man es sich ansehen müsse, weil es böse ist und passiert. Letztendlich muss das Video ja von irgendjemandem gemacht worden sein, der vor Ort war und offenbar mit den Tierquälern zumindest eng genug bekannt war, um weder einzugreifen noch des Geländes verwiesen zu werden. Meiner Meinung nach dienen solche Videos vornehmlich einem Zweck: Den Voyeurismus zu befriedigen. Und um nochmal das Thema "die Pflicht zum Hinsehen" aufzugreifen: Du würdest doch (hoffentlich) auch keine Kinderpornographie angucken, nur weil sie echt ist? Den Opfern ist in beiden Fällen damit nicht geholfen; im Gegenteil könnte es eher noch die falschen Leute anspornen und/oder dich selbst abstumpfen lassen. Hinsehen ist etwas Wichtiges, wenn du aktiv eine Tat mitbekommst und eingreifen kannst. Zugucken, wie bei Videos, ist etwas Anderes.
 
Pichu

Pichu

Registriert seit
28.02.2007
Beiträge
1.532
Reaktionen
0
zu Peta die sind wirklich radikal, nachdem dürfe man keine Tiere halten und sie töten Tieren um sie zu retten? In Amerika ist das noch schlimmer da sie seltsammer flyers an KINDER verteilen.

Klar man darf die Augen nicht verschließen was es für grausamkeiten gibt. Aber die videos schaue ich mir Persöhlich nicht an.
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Registriert seit
27.11.2006
Beiträge
8.046
Reaktionen
2
Ich halte ehrlich gesagt nichts von Peta, deren Methoden haben immer einen Hauch von "Krieg für den Frieden", was meiner Meinung nach einfach falsch ist!

So edel die Motive auch sein mögen, sie heiligen deswegen noch lange nicht die Mittel! Und Aktionen bei denen man in kauf nimmt, dass durch Brände z.B. Menschen verletzt werden finde ich absolut untragbar.

Zumal auch Peta schon den ein oder anderen Skandal hatten, weil sie Tiere die sich in ihrer Ophut befanden eingeschläfert haben mit dem Argument, es gäbe keinen guten Platz für sie, bzw sie "Tiersterbehilfe" geleistet haben.

Auch andere Sachen, wie etwa die Forderungen, das Städte mit "tierquälerischen" Namen wie etwa "Fishkill" ( ein amerikanischer Ort, "Kill" ist allerdings eine alte niederländische Bezeichnung für Bach), sich umbenennen solten, und verschiedenen Kampagnen die Vergleiche mit dem Holocaust ziehen oder Kindercomics mit grausamen Bildern und Anschuldigung ("Your Mommy kills animals") finde ich mehr als daneben.

Zudem sind sie in ihrer Aufmachung und ihren Bekanntmachungen sehr polemisch und einseitig.

So edel und verständnisvoll ich die Motive von Peta auch finde, ihre Methoden sind mir zu terroristisch und in gewisser Weise antihumanistisch.
Auch wenn es Aktionen gab die mir sehr gefallen haben ("Lieber nackt als im Pelz") bin ich letztendlich doch kein Freund von Peta.
 
Heinemanns

Heinemanns

Registriert seit
19.11.2008
Beiträge
1.928
Reaktionen
0
Leider habe ich sehr oft erleben müssen, dass Menschen die unerträgliche Realität, in der viele Tiere leben müssen, ignorieren wollen, nach dem Motto: "ich kann es ja sowieso nicht ändern."
Dann werden weiterhin Billigfleisch etc. gekauft oder im Gespräch mit dem Nachbarn vermeidet man, dass das Gespräch auf deren Kaninchen kommt, dass seit Jahren alleine in Aussenhaltung in einem 80 x 80 Stall sitzt.
Wenn auch manche Tierschutzorganisationen radikal agieren, denke ich doch, dass man auch als Einzelperson eine Menge tun kann. Im Supermarkt vor dem Tierfutterregal oder vor der Gemüseabfalltonne kann man fast immer Punkte über Tierernährung ansprechen, die den Leuten komplett neu sind.
Im Futterhaus und Co. werde ich in Ermangelung von Verkaufspersonal regelmäßig angesprochen und gefragt, was ich denn füttere. Ich gebe dann auch oft meine Telefonnummer weiter und manchmal werde ich angerufen und zur Haltung oder nach einem guten Tierarzt befragt. Ich versuche auch wann immer möglich mit Angestellten in Zoohandlungen ins Gespräch zu kommen. Ich kritisiere dann nicht, sondern beschreibe artgerechte Haltung, wie happy die Tiere dann sind und dass es dem Laden besser gehen würde, wenn sie z. Bsp. nur noch artgerecht große Gehege oder Futtermittel verkaufen würden, die mehr Umsatz bringen, da sie teurer sind.
Tierarztwartezimmergespräche sind immer die fruchtbarsten:)
Ansonsten kann man ja auch ehrenamtlich in Tierheimen aushelfen, in deren Shops nen neuen Wassernapf kaufen, zum ausgebigen Wochenendspaziergang den dicken Dackel der Oma aus dem Haus mitnehmen usw.
Liebe Grüße,
Antje
 
P

para-dieswaerts

Registriert seit
04.05.2008
Beiträge
131
Reaktionen
0
Also, zu der Sache mit Peta:

Auf meiner MySpace Seite habe ich sogar ein Video von denen, dass gegen Tierversuche plädiert, weil mich diese besonders bewegen.

Allerdings ist das Video nicht zu hart (weil ich niemanden traumatisieren will, wie es Löwennini passiert ist). Man sieht keine expliziten Sachen, sondern alles ist nur angedeutet, aber trotzdem eindeutig. Und ich muss sagen, ich hab ziemlich viel Feedback bekommen, von wegen "Oah, voll heftig, davon wusste ich garnichts" usw.

Das Video, das Löwennini sich angesehen hat, würde ich mir aber auch nicht antun, in der Hinsicht gebe ich Pinky Recht. Sowas könnte man jmd zeigen, der meint, Tierschützer würden übertreiben, die Verhältnisse wären garnicht so schlimm. Um so jemanden wachzurütteln vielleicht. Obwohl das auch zwiespältig ist. Das zu filmen, nützt höchstens als Beweis, um gewisse Person zur Rechenschaft zu ziehen, aber veröffentlichen muss man sowas nicht.

Allerdings befürworte ich Peta total, gerade weil sie so radikal, schon fast terroristisch vorgehen. Ich denke, sonst würde sich nie etwas ändern! Die haben schon so viele Skandale aufgedeckt und sich selbst permanent in Gefahr gebracht, um sich für die Tierrechte einzusetzen.

Keinesfalls sollte jeder oder zu viele so agieren, aber ich denke, damit sich was bewegt, braucht es immer radikale, kompromisslose Leute, die so knallhart hinter dem stehen, was sie machen, dass ihre Werte unerschütterlich wirken.

Denn wenn es um Einigungen geht, sei es z.B. ein Gesetz, dann wird sich ja immer mehr oder weniger in der Mitte getroffen. Und wenn die eine Seite sagt "wir hätten es gern, dass Hühner in Legebatterien 20 qcm mehr Platz haben", dann werden die Hühner wahrscheinlich nur 10 bekommen. Wenn aber eine größere Gruppe Leute fordert "Hühner dürfen nicht in Batterien gehalten werden!! Das ist brutal und unmenschlich, wir fordern Freilandgehege!!" dann ist das einfach stärker, uneinsichtiger und hat m.M.n. mehr Relevanz und Chance.

Und jetzt mal ganz intim: Deshalb wähle ich auch links. Ich stimme lääängst nicht mit allen Werten überein, aber ich bin der festen Überzeugung, man braucht Leute, die richtig Druck machen. Die nicht nur rumlabern und diskutieren, sondern die auf den Tisch hauen und klare Forderungen stellen.
 
Chipi

Chipi

Registriert seit
26.10.2006
Beiträge
24.602
Reaktionen
0
Ich teile weitestgehend Kompassqualles Ansicht über PETA, genau wie ich alles ablehne, das radikal und einseitig ist. Man kann mit "fast schon terroristischen Methoden", wie Krausekind sie nennt, kein Verständnis erreichen.
Auch wenn ich grundsätzlich für den Tier- und Artenschutz bin, so würde ich nie eine PETA-Aktion unterstützen. Auf genau diese Art verprellt man sich Unterstützer, und man verspielt seine Glaubwürdigkeit. Genau wie z.B. auch diese Greenpeace-Aktivisten, die beim letzten G8-Gipfel in Heiligendamm mit ihrem Schlauchboot in die Polizeiabsperrung gefahren sind. Dabei ging es nicht um irgendein hehres Ziel, sondern nur um Provokation um der Provokation Willen, und das kann ich weder gutheißen noch unterstützen, mit solchen Aktionen und überzogenen Forderungen machen sich Organisationen, die von sich behaupten, Gutes zu wollen, unglaubwürdig - und lächerlich.
Und damit schaden sie leider dem Ansehen aller Tierschutzorganisationen, denn wenn man sagt, man arbeitet für den Tierschutz, wird man leider oft genug als einer dieser "radikalen Spinner" abgetan und muß sich Unterstützung für die alltägliche Arbeit, für realistischen und realisierbaren Tierschutz, der auch im Alltag Platz hat, erst wieder hart erkämpfen, und das ist äußerst frustrierend.
 
P

para-dieswaerts

Registriert seit
04.05.2008
Beiträge
131
Reaktionen
0
Ja da muss ich Chipi trotz allem Recht geben. Das sehe ich zumindest so, was linke Autonome z.B. angeht. Die sind so überdreht, dass sie irgendwann einfach nur noch Krawall wollen und nicht mehr ernst genommen werden können.

Wobei Peta ja ein großer Name ist. Was ich so verquer fand, waren diese Tierbefreier oder so ähnlich, die Meerschweinchen einer Grundschule freigelassen haben. Sowas ist für mich total quatsch, jeder weiß, dass ein Meerschweinchen, das obendrein von Grundschülern verpflegt und geliebt wird, in freier Natur kaum überleben kann.

Wenn ich aber z.B. lese, dass auf einer Nerz-Farm randaliert und die Tiere befreit wurden, kann ich einfach nicht anders als zu denken "richtig so!!"

Ich selbst würde mich so militanten Leuten auch nicht anschließen, sobald sie Gewalt befürworten, um ihre Vorstellungen umzusetzen. Aber ich finde den Gedanken irgendwie einfach beruhigend, dass es Leute gibt, denen das Leid der Tiere so schmerzt, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen, um vielleicht nur ein paar Schweinchen befreit zu haben.

Aber ich denke, es ist sehr viel Wert, wie ja schön öfters geschrieben wurde, einfach kleine Dinge zu tun, im Tierheim aushelfen, Leute aufklären ...

Andererseits, wenn ich Artikel lese wie "Schweine pro Stunde", wo es um Messen geht, wo die größten neusten, effektivsten (wie gesagt, Schweine/h) vorgestellt werden, dreht sich mir der Magen um, und ich denke "das kann es dann ja auch nicht sein" eben, weil es immer schlimmer wird. Weil Tiere heutzutage nur noch Konsumgüter sind. Natürlich nicht für alle (deshalb bin ich ja auch so gerne hier :D) aber für eine traurige riesige Masse.

Muss jetzt wech, diskutiere morgen wieder mit ;)
 
**Häschenmamiii**

**Häschenmamiii**

Registriert seit
21.02.2009
Beiträge
1.605
Reaktionen
0
Hallo Löwennini,
ich will diese Videos gar nicht erst sehen, weil mir schon das Grausen kommt. Wie können Menschen nur so mit Tieren umgehen? Tiere machen das doch auch nicht mit uns Menschen. Zumindest nicht so grausame Dinge und vor allem nicht aus Absicht. Außerdem ist es doch auch schrecklich, solche Sachen auch auf Videos aufzunehmen....
Ich rate dir.........geh auf keinen Fall zu solchen Tierschutzorganisationen, die solche Videos ins Netz stellen, denn das ist genauso grausam, wie diese Tierverächter. Ich finde es absolut nicht für richtig, uns Tierfreunden solche schlimmen Dinge vor Augen zu führen.....
Es wäre auch etwas, wenn man eine Organisation gegen Tierschützer mit solchen Videos machen würde......:evil:
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Thema:

Unsagbar unmenschliches Verhalten