Frustrierender Ungehorsam bei Hund

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Vogelmami

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Vor 8 Jahren (nach dem Tod unserer alten Familienhündin) setzte sich meine Mutti in den Kopf, einen Vorstehhund-Welpen ins Haus zu holen. Wir haben ungeheuer viel Zeit und Arbeit in die Erziehung dieser süßen, unglaublich intelligenten Fousek-Hündin gesteckt. 3 Hundeschulen, Begleithundprüfung, Flächensuche von Gegenständen, Apportieren, Agility, Haushaltshilfe und vieles mehr. Sie hatte immer ein schwieriges Wesen, war immer schon zappelig und unaufmerksam, aber gern bei der Sache. Heute bin ich (in der Zwischenzeit ausgezogen) einfach
nur frustriert. Dziunia ist dominant aber vollkommen unfähig und unzuverlässig geworden, stellt jeden und alles in Frage, gehorcht gar nicht mehr,als hätte sie nie etwas gelernt.Mein Vater verhätschelt sie und lässt sich auf der Nase herumtanzen- sie bellt nicht, sie schreit ihn an,wenn sie etwas will, wenn sie nicht im Zentrum steht, klaut noch mehr als früher,ignoriert uns und zeigt kaum Vertrauen zu uns::evil: seit immer hat Dziunia Angst vor Kindern und Fahrrädern, aber sie flüchtet nie zu uns,immer nur in die Büsche. Zu anderen Hunden verhält sie sich arrogant- große ignoriert oder weist sie ab, kleinere legt sie flach und wischt mit ihnen den Boden. Um größere Hundegruppen macht sie einen Bogen- kein Spielen,keine Kontakte. Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn sie die Situation nicht überschauen oder kontrollieren kann, läuft sie weg, ignoriert alles und jeden und WILL überhaupt keinen Dialog führen, weder mit Menschen, noch mit Artgenossen. Ich kann sie nicht mehr von der Leine lassen, weil sie einfach wieder nach Hause geht wenn sie "fertig" ist und schert sich nicht um ihre Menschen.:( Sie gehorcht nur noch, wenn mein Verlobter, den sie sehr gern hat und der auch mit ihr spielt, sie unterbuttert und anschreit. Ihr unsoziales Verhalten bringt mich einfach auf die Palme, auch weil ich weiß, wie clever sie ist und wie viel Potential sie hat. Weiß jemand Rat?
Vogelmami
 
02.03.2009
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Nienor

Nienor

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ich glaub als erstes musst du mit deinen eltern reden - der hund darf nicht mehr so verwoehnt werden und braucht konsequente fuehrung ..
ganz wichtig ist das er wieder lernt das der mensch das sagen hat .. am besten alle privilegien (sofa etc) streichen, viel aus der hand fuettern und das futter nur geben wenn mensch das will, und wenn mensch denkt das war genug futter fuer jez, dann war es das auch .. und kommandos wieder konsequent benutzen und nur mit der schleppleine "laufen" lassen .. wenn sie bellt weil sie etwas will einfach ignorieren irgendwann schnallt sie hoffentlich das sie auf die tour nicht weiterkommt .. aber ihr musst konsquent bleiben ..
 
Elstertier

Elstertier

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Hallo Vogelmami,

erstmal Willkommen bei uns. Habe kurz die Überschrift geändert damit gleich klar ist um was es geht.
Das Hauptproblem was ich hier sehe ist die Frage inwieweit Du noch Einfluss auf die Erziehung des Hundes nehmen kannst.
Es ist leider meist sehr sehr frustrierend wenn man mit dem Hund konsequent arbeitet sobald man ihn hat, jedoch die "anderen" nicht mitziehen.
Daher meine Frage da Du ja nicht bei den Eltern wohnst: Wie oft kannst Du auf den hund einfluss nehmen und inwieweit sind Deine Eltern bereit konsequent mit Dir an einen Strang zu ziehen auch wenn Du nicht dabei bist?

Lg
Elstertier
 
Kiki2603

Kiki2603

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Du wohnst nicht mehr bei deinen Eltern = Du hast du den Hund aber bei deinen Eltern gelassen und ihn nicht mitgenommen?
Wäre das nicht eine denkbare Möglichkeit, dass du den Hund zu dir nimmst?

Wenn deine Eltern so mit dem Hund machen, wie du es beschreibst, glaube ich ehrlichgesagt nicht, dass sich was ändern wird.

Wenn jemand kontinuirlih mit dem Hund gearbeitet hätte, wäre das wohl alles nicht passiert. Grade ein solcher HUnd braucht natürlich Arbeit.
Wenigstens tägliches Gehorsam, immerm al wieder.

Ihr müsstet nun alle wieder an einem Strang ziehen und in die gleiche Richtung.
Anschreiben und unterbuttern ist ja wohl das Letzte. Lasst das bitte.

Zur Not muss der Hund jetzt eben an die Schleppleine. Du kannst versuchen, einen Rückrufpfiff aufzubauen für die Hündn. Das musst du aber richtig machen und vorallem 100% konsequent.
Ich finde, dass es sich absolut nicht nach einer dominanten Hündin anhört. Was ist eine dominante Hündin?
Sie hört sich ängstlich und unsicher an. Und warum? Weil die Menschen es nicht schaffen, sie durch die große weite Welt zu führen und ihr die nötige Sicherheit zu geben!
 
Joschka

Joschka

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ach gott...jetzt kommen wieder irgendwelche anschuldigungen und vorwürfe...kannst du die nicht einfach mal bei dir behalten? is ja nich so das die user sich rum reißen das du ihnen sagst was sie falsch gemacht haben.

das a und o ist nun einfach konsequent wieder anfagnen zu arbeiten wie am anfang auch, mann kann ja nich erwarten das ml einmal mit dem training anfängt und denkt das wenn es gut sitzt man einfach aufhören kann zu trainieren...so geht das net ;)
aber ich glaube das du als erstes mit deinen eltern reden musst.

Wäre das nicht eine denkbare Möglichkeit, dass du den Hund zu dir nimmst?
...wäre dass was?

vg
 
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Ricalein

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Es ist ja aus den anderen Beiträgen auch schon raus zulesen.
Was gerade ein Hund wie der Eure der sehr unsicher im Verhalten ist braucht, ist jemanden vor dem er Achtung hat, bei dem er sich sicher fühlt, das heißt jemand der Konsequent ist und Ruhe ausstrahlt. Dazu kommt natürlich körperliche wie geistige Auslastung.
Das ist ein Hund der für die Jagd geboren ist, von daher ist es immer schwierig ihn mit Ersatzarbeiten auszulasten. Man kann zwar fast alle Arbeiten simulieren aber wer einen Hund schon mal bei der Jagd erlebt hat, weiß was für ein Unterschied das für die Hunde macht.
Ein Problem ist auch das, sofern ich es richtig verstehe, euer Hund schon 8 Jahre ist. Das heißt das seine Verhaltensmuster so arg gefestigt sind das es wirklich schwer wird da überhaupt was zu ändern.
Grundvoraussetzung das sich das Verhalten eures Hunde ändert ist, das allen die mit ihm zu tun haben, anfangen konsequent richtig mir ihm umzugehen.
Das schreibe ich jetzt so, weil man ja auch konsequent das falsche machen kann.:lol:
Wenn es kein Umdenken bei deinen Eltern gibt, ist eine Änderung unmöglich.;)
 
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Vogelmami

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hi. Ja, Ihr habt Recht, alle an einem Strang ziehen... ABER WIE? Die Hündin gehört nunmal meinen Eltern, ich habe vielleicht ein- zweimal in der Woche mit ihr zu tun. Ich habe einfach nicht mehr die Zeit, mich in dem Maße mit ihr zu beschäftigen wie vor zwei Jahren. Leider sind die Anforderungen meiner Eltern an Dziunia nicht mehr so choch.Sie ist zum heißgeliebten Enkelkind-Ersatz geworden. Da gibt es für jeden Pups ein Nüdelchen, und wenn sie sich MAL WIEDER Zeit lässt, wird geduldig gewartet und gelobt. Die Belohnung hat ihren Wert verloren. Mein Vater spricht auch nicht anders von Dziunia als "das Kindlein", "deine kleine Schwester" und so :eusa_doh:. Ich bin kein Psychologe und weiß nicht, wie ich meinen Vater wieder "vernünftig" auf den Hund bringen kann:roll:... Meine Mutter traut der Hündin noch weniger zu und führt-nein,zerrt- sie einfach an der langen Leine. Als reinrassiges Statuszeichen... Vielleicht weiß ja wer Rat? ((weggeben ausgeschlossen.))

Was das Vertrauen angeht war das bei Dziunia schon immer so, daß sie nur ihrer eigener Nase geglaubt hat. Das zeigt sich z.B. beim Ball Suchen. Wenn man ihr deutliche Hinweise gibt,in welche Richtung sie suchen soll,geht sie IMMER erst woanders hin und sucht auf eigene Faust.auch wenn es dann immer länger dauert:eusa_think:.Wie eine Katze.

Ja, unsicher und ängstlich ist sie, aber sie weigert sich,sich führen zu lassen und versucht bei JEDER Gelegenheit, sich vor den Menschen durch den Türspalt zu quetschen, die Pfote auf den Schoß zu legen, Streicheleinheiten unsanft einzufordern und scheut sich nie davor,den Menschen direkt,SEHR durchdringend in die Augen zu schauen...(ich weiß nicht,wie sie das macht,daß sie einen immer von oben anzublicken scheint,selbst wenn sie liegt:shock:) Ganz zu schweigen von dem Dutzend Spielsachen,die immer strategisch in der Wohnung herumliegen- Quiiietsch- daß man oft drauftritt:lol:. Dziunia ist sehr hartnäckig damit, obwohl wir seit immer dagegen ankämpfen.

Irgendwann hat sie es zu weit getrieben und wir haben uns mit meinem Vater zusammen strikt nach den Ratschlägen von John Fisher (engl.Hundepsychologe u.Buchautor) gerichtet:
Das Spielzeug verschwand, alle Aufforderungen wurden ignoriert, den Futternapf gab es sowieso immer nach der Menschl.Malzeit, bei Konfrontationen wurde solange in die Augen geschaut, bis Dziunia weggeschaut hat (nach Stoppuhr bis zu 10 min am Stück:!:)usw...
Das Ergebnis war ein perfekt auf Augenzwinker gehorchender,:angel: ja fast "gedankenlesender", absolut braver, aber ganz trauriger und todunglücklicher Hund.
Aber kaum hat man sie aus dem Auge gelassen,hat sie einmal, obwohl sie vorher NIE einem Lebewesen wehgetan hatte,eine offenbar krange Taube, die sie irgendwo in den Büschen gefunden hatte, vor meinen Augen zerfleischt:x.
Und am nächsten Tag setzte sie tatsächlich, mit herausforderndem Blick, einen dicken Haufen mitten in den Zoofachladen!:uups: Nur als Beispiel...
Seitdem versucht es mein Vater nicht mehr, das "Kindchen" zu beherrschen, obwohl es in letzter Zeit zu knurr- und Schnapp-Zwischenfällen gekommen war. Dann wird die "Rang-Leine" wieder für zwei Wochen kurz genommen. Danach ist alles wieder beim Alten.
Mir ist schon klar, daß wir alle Fehler gemacht haben. Aber mittlerweile steigt mir dieser ewige Psycho-Kleinkrieg in den Hals :( hilfe.
 
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Ricalein

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Ich bin mir gar nicht sicher ob euer Hund unsicher und ängstlich ist oder einfach nur raffiniert und klug.
Das sie beim Ball suchen zuerst einen anderen Weg einschlägt ist eine klare Ansage, das sie bestimmt was sie macht und nicht ihr, sie holt den Ball wenn es ihr gefällt.
so ein Verhalten habe ich schon öfters bei Hunden gesehen deren Führer alles durchgehen lassen.
Der Hund weiß ganz genau was man von ihm erwartet, aber er erwartet auch das man sich seinen Respekt verdient, den bekommt ,man von einem Hund nicht geschenkt, von einem Jagdshund schon gar nicht.
So wie sich das anhört bettelt eure Hündin gerade zu darum das man ihr eine Führung gibt.
 
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Vogelmami

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Dankeschön für die Tipps,leider liegt die Schwierigkeit genau hier! Dieser Hund weigert sich, irgendeine Führung anzunehmen. Ich lasse nichts durchgehen, aber die Hündin respektiert einfach niemanden, den sie kennt. Nimmt ein Fremder sie an die Leine, gehorcht sie aus Angst, duckt sich und nutzt jede Gelegenheit um abzuhauen. Sie ist nie irgendwie geschlagen oder misshandelt worden,meidet aber jede Berührung durch Fremde. WIE schafft man in so einem Fall Vertrauen und Respekt?:(
 
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ruschelraschel

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strikt nach den Ratschlägen von John Fisher (engl.Hundepsychologe u.Buchautor) gerichtet:
....bei Konfrontationen wurde solange in die Augen geschaut, bis Dziunia weggeschaut hat (nach Stoppuhr bis zu 10 min am Stück:!:)usw...
Das Ergebnis war ein perfekt auf Augenzwinker gehorchender,:angel: ja fast "gedankenlesender", absolut braver, aber ganz trauriger und todunglücklicher Hund.

ja klar, der "superpsychologe" hat euch ja fein trainiert und euch nur eins gelehrt, euren hund zu BEDROHEN mit dieser art "kommunikation", hättest ihn auch gleich ins ohr beissen können, sorry aber nogo.

wieso lässt du diesem Hund nicht sein leben so wie es ist, er scheint doch bei deinen eltern glücklich zu sein in der enkelkindrolle, solang es ihm an nichts fehlt und er niemandem was tut lass das tier seinen charakter ausleben, basta
 
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