Kotwasser durch Silageunverträglichkeit?!

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Lussy

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Hallo, ich hab nen 5jährigen isi-hafi-Mix im Offenstall stehen....dort steht er seit Sep. letzten Jahres....
Nun mein Problem, seit Ende der Weidesasion, bekommt er ausschließlich Heusilage und Müsli(also gar kein Heu), und hat seitdem Kotwasser.
Er wirkt ansonsten normal fit, ist also nicht aphatisch oder abgemagert).Es sind
jetzt auch keine großen Mengen an Kotwasser, aber seine Hinterbeine und sein Schweif sind schon immer etwas dreckiger als normal...

Trotzdem mach ich mir jetzt natürlich Sorgen, von was das kommen könnte?
Dafür(also im Offenstall davor) bekomm er Heu und da war das Problem nicht aufgetreten....

Ich muß dazu sagen, das die Besitzerin des neuen Offenstalls eher homöopathisch eingestellt ist, und mir, für mich relativ einleuchtend,die Entwurmung als Zerstörung der Darmflora dargestellt hat(sie selbst entwurmt seit Jahren nicht)...Somit hatte meiner auch seine letzte Entwurmung im Frühjahr 2008....
Allerdings denk ich, das es eher von der Silage kommt, da ja die anderen Pferde sonst auch Anzeichen eines Wurmbefalls zeigen müßten?!Bzw. hab ich mal im Internet gegoogelt und da was gelesen, das manche Pferde Silage einfach schlecht vertragen.

Ich hoffe mir kann hier jdm einen Tipp geben oder so...Lussy
 
03.03.2009
#1
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Ronja11

Ronja11

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Mein Lobster hat das gleiche Problem. Es kommt recht oft vor, das Pferde Silage nicht vertragen. Aus dem Grund gibt es nur Heu. Einziger Nachteil: Ich muss es Lobster immer einweichen, da er Allergieker ist. Aber besser als wenn die Sauce aus dem Po läuft.

Dann muss ich sagen, auf Entwurmung ganz zu verzichten, halten ich für grob fahrlässig. Natürlich ist es erstmal ein Schlag auf dem Darm, aber viel schlimmer ist die Zerstörung durch Würmer!
 
xSteffix

xSteffix

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Also einem Pferd gar keine Wurmkur geben habe ich ja noch nie gehört!
das ist mir unverständlich! Keine Ahnung ob das ein Vorteil ist!
Abermeiner hat auch Kotwasser. Wenn er sich aufregt ist es etwas schlimmer. Aber solange die Äppel noch gut aussehen, würde ich mir da keine gedanken machen.
Manche Pferde brauchen etwas länger, um sich an Silage zu gewöhnen. Fütter ihm nächsten Herbst langsam immer auf der Weide was zu, damit er dann im Stall nicht von heut auf morgen umgestellt wird.
 
Lussy

Lussy

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Danke Steffi+Ronja erstmal für eure Tips...ich muß dazu sagen, die Besitzerin ist nicht nur homöopathisch angehaucht, sondern hat selber die Tierheilpraktikerausbildung gemacht....war ehrlich gesagt auch erstaunt, das jdm gar nicht entwurmt...Ich steh da ehrlich gesagt auch nicht wirklich dahinter...aber, was bringst jetzt im Moment, wenn ich meinen allein entwurmen würde? Diese Entwurm- und Impf(was sie auch nicht tut...)-Info hab ich auch erst erfahren, als meiner schon dort stand...
naja...
aber das Problem mitm Kotwasser denk ich trotzdem, steht in Zusammenhang mit der Silage...extra Heufütterung gestaltet sich wegen Offenstall halt schwierig bzw. is gar nich machbar, leider....
Sie(die Besitzerin) hat mir vorgeschlagen, ob sie Thorin jetzt mal ne Zeit Kanne`s Brottrunk in Mash reingemischt geben soll? Hat da jdm von euch Erfahrung? Danke auch für den Tip mit dem im nächsten Herbst zufüttern, es war wirklich glaub ich letzten Jahres zu aprupt....Bin aber jetzt schon etwas beruhigt, die Äpfel sind schon ganz normal, und er wirkt ja wie gesagt net apathisch oder krank...
 
hasipups

hasipups

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hi Lussy
Ich würde deinen schatz mal durch checken lassen und irgendwie versuchen heu zu füttern als meine stute letzten winter kein heu bekam ging es ihr sehr schlecht und sie war richtig dünn..........zu der Wurmkur zu kommen bitte mach es... tuh deinem pferd das nicht an... Ich hoffe ich konnte dir ein paar Tipps geben und wünsche dir ganz viel glück achsoo melde dich doch mal wenn du was neues weist .....
Lieber Gruß Hasipups
 
C

Chiron

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Hallo Lussy,

also erst einmal wegen der nicht mehr mit chemischen Mitteln stattfindenden Entwurmung ...

1. Ein chemische Wurmkur greift immer die Darmflora an, und bei vielen Wurmkuren geht auch ein Teil der Darmschleimhaut mit drauf.

2. Pferde in einer natürlichen Umgebung bekommen auch keine Wurmkur: Allerdings hat diese natürliche Umgebung hier in Mitteleuropa eigentlich kein Pferd (zu geringe Weideflächen, zu wenig "natürliches" Futter).

3. Durch die unter 2. beschriebenen Sachverhalte haben viele Pferde keine solch gesunde (genau genommen: dicke) Darmschleimhaut, dass sich der Wurmbefall auf ein verkraftbares Niveau einpendeln könnte und keine Wurmkur notwendig wäre. Gerade Pferde, die vorher regelmäßig entwurmt wurden und bei denen dann plötzlich nicht mehr entwurmt wird, können damit ein echtes Problem bekommen.

4. Brotttrunk: Ist sinnvoll, da die enthaltenen Hefebakterien die Darmflora des Pferdes verbessern. Besser als dieses ist allerdings, wenn man direkt "effektive Mikroorganismen" füttert, denn darin sind außer Hefebakterien auch Milchsäurebakterien und weitere Mikroorganismen enthalten, die der Darmflora eines gesunden Pflanzenfressers noch mehr als nur "Brottrunk" entsprechen. Durch diese Mikroorgansimenkulturen wird der Darm und das Immunsystem positiv beeinflußt, bei Ekzemern und Asthmatikern führt das zu einer Linderung oder Beseitigung der allergischen Reaktionen, Anwendung oral und äußerlich. Dazu einfach mal unter "EM-a für Pferde" im Internet schauen. Damit werden sich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit die Probleme mit dem Kotwasser sehr schnell beseitigen lassen, außerdem wird die Darmschleimhaut widerstandsfähiger, so dass auch das Problem mit der Verwurmung geringer ist. Bei meinen und fremden Pferden mehrfach so gesehen. Es handelt sich nicht um ein "Medikament" im eigentlichen Sinn, sondern um eine Verdrängung von Fäulnisbakterien (die führen zu Kotwasser, Durchfall und Geruch) aus dem Darm. Wird inzwischen sowohl von THPs als auch TÄ zur Darmsanierung und Dauerfütterung eingesetzt.

5. Ich entwurme meine Pferde inzwischen nur noch einmal im Jahr chemisch (Oktober, Dasseln), füttere aber EM-a mit dem Hafer. Auf Heu würde ich anstelle von Silage allerdings nicht verzichten, ist aber auch abhängig von der Qualität der Silage (die Ballen sollten dicht ohne Sauerstoff sein, schnell verfüttert werden und gut riechend sein).

LG,

Chiron
 
Lussy

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Danke Chiron für die ausführliche Erklärung...geh ja wie gesagt auch nicht wirklich konform mit ihrer Einstellung, gar nicht chemisch zu entwurmen....aber es macht doch auch keinen Sinn nur mein Pferd zu entwurmen oder????Insgesamt stehen in dem Offenstall 5 Pferde...
Ich werd jetzt mal den Brottrunk geben und dann schauen...und evtl.-obwohl ich denke das es von wenig Aussicht auf Erfolg gekrönt ist- mit der Besitzerin zwecks zusätzlicher Heugabe zu sprechen. Sie ist in ihren Ansichten ziemlich eingefahren...naja...also nochmal danke...und ich werde berichten ob es besser geworden ist...!!!
 
Ronja11

Ronja11

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Ich finde es fahrlässig, nur einmal im Jahr zu entwurmen. Wer schonmal einen geplatzten Darm gesehen hat(bei einer OP, mit herausquellenden Würmern), weiß, wovon ich spreche, und dieses Pferd hatte glänzendes Fell, eine tolle Figur, wurde jahrelang einmal jährlich entwurmt und bekamm auf einmal eine Verstopfungskolik. Es wurde in die Klinik gebracht und verstarb dort. Das ist kein Einzelfall. Auch Würmer schädigen Darmwand und vernarben sie. Kolik, schlechte Futteraufnahme, auch Kotwasser rühren daher.
 
Burani

Burani

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**wink wink**

So erging es meinem Pferd, toi toi toi, das wir noch rechtzeitig in der Klinik waren.
 
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