Angst vor Menschen und Kindern

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wattewoelkchen

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Hallo,möchte Euch auf diesem Weg mal mein Problem beschreiben.Ich habe seit Januar 2008 einen Malteser/Havaneser Mix Rüde.Ich holte ihn mit 8 Wochen zu mir.Er wuchs in einer Wurfbox auf mit 5 Geschwistern,Mama und Papa.Die Box stand in einem seperaten Raum der Mietwohnung mit angrenzendem kleinen Gartenstück,welches die Hunde nach Belieben zum Pipi machen und so weiter benutzen konnten.Die Familie bestand aus Eltern,Oma und 4 Kindern.Es war der 2te Wurf.Die Familie machte einen netten Eindruck und die Kinder weinten zum Teil bei der Trennung von den Welpen.Ich fand also alles toll.Auf Sachen wie Sozialisierung und so hab ich nicht geachtet,da ich mich
per Internet eh schon haushoch in den kleinen Knäuel verliebt hatte.Zuhause fingen dann die Schwierigkeiten an.Der Kleine wollte patout nicht Gassi gehen.Ich trug ihn also zur Wiese und zurück.Er erschrak vor allem und jedem.Ich glaub,dass er noch garnix kannte,wie Auto oder Strassen u.s.w.Besondere Angst hat er vor Menschen, insbesondere Panik vor Kindern.Inzwischen ist Teddy(so heißt er)1 Jahr alt und geht noch immer nicht so gerne Gassi.Ich muß ihn mit Leckerli locken.Einmal draußen,benimmt er sich inzwischen ganz gut.Er zieht nicht (außer er sieht einen anderen Hund)läuft ganz normal an der Leine und hört einigermaßen.Er bleibt dauernd stehen,peilt die Lage,läuft weiter.Geht jemand hinter uns,schaut er dauernd zurück.Er ist extrem wachsam beim Gassigehen und ich glaube dass er nicht entspannt dabei ist.Wenn er von weitem Kinder hört und sieht,bleibt er sten und will da nicht vorbei gehen.Wenn ichs dann geschafft hab mit Leckerli und Lob bis zu den Kindern zu laufen,und eins der Kinder kommt auf ihn zu (weil es ihn so süß findet)schießt er bellend auf das Kind zu.Was er machen würde,wenn er zu dem Kind gelangen könnte,weiß ich nicht.Aber es sieht schon bedrohlich aus.Sobald ihn jemand berühren will oder ihn anspricht bellt er wie verrückt und macht Anstalten anzugreifen.Also weicht jeder zurück und er ist zufrieden.Ich weiß nicht, wie ich das ändern kann,oder wie ich mich richtig verhalten muß.Mit der Hundeschule ist das auch so ne Sache.Vor großen Hunden hat er eh Angst(reagiert wie bei menschen oder Kindern mit Angriff)und bei kleinen Hunden gibts mit Rüden Rauferei.Bin also auch so ein Frauchen,was von weitem schon ruft:Männl oder Weibchen?In der Hundeschule sind ja auch die Hunde gemischt und ich hab dann Angst,dass Teddy sich nicht unterwirft sondern dass es ne Rauferei gibt.Was würdet Ihr mir raten in meinem speziellen Fall?Würde Teddy gerne seine Angst nehmen.Aber wie?Würde mich über eine Rückmeldung von Euch freuen.wattewoelkchen
 
17.03.2009
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
F

florett

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Hallo Wattewölkchen,
so wie ich das gelesen habe hat Dein Hund keine Angst, sondern eher ist er sehr Dominant. Wenn er mit anderen Hunden raufen will,und Kinder und andere Menschen angreifen will, hört sich das für mich eher so an, als wenn Du ihn so sehr in Schutz nimmst, und Dir gar nicht Vorstellen kannst,das er Charakterstark ist, und eigentlich die Chefposition übernimmt.
Wenn ein Hund Angst hat vor anderen Hunden, andererseits diese aber auch angreifen will,würde ich gerade deswegen mit ihm in eine Hundeschule gehen, den die Trainer dort werden an diesem Problem mit Euch arbeiten,dazu sind sie ja da.
Sie werden Dir auch genau sagen, wie Du Dich am Besten in den Verschiedenen Situationen Verhalten sollst.
Ich wünsche Euch viel Spass und Erfolg......
 
Callie

Callie

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Dann komm ich auch mal...

Ich arbeite im Moment im Tierheim. Man hat mir für die nächste Zeit "meinen" Hund gegeben, um den ich mich besonders kümmere.
Momo, eine extrem ängstliche und misstrauische Retriever-Jagdhund-mixhündin, etwa eineinhalb Jahre alt und an der Autobahn gefunden worden.
Montag war mein erster Tag. Es hat eine halbe Stunde gedauert, bis sie sich getraut hat, mich anzustubsen, nur um gleich darauf wieder abzuhauen. Ich konnte sie nicht anfassen, gar nix.
Ich hab mich jeden Tag zu ihr gesetzt, auch wenn ich sie nicht gesehen hab, weil sie sich im Häuschen versteckt hat, nur damit sie weiß, dass meine Anwesenheit nichts schlechtes ist.
Gestern ist dann nach ner Weile doch gekommen und hat sich neben mich gesetzt, den Schwanz immer noch eingeklemmt, aber sie ist freiwillig in meine Nähe gekommen. Heute kam sie auch freiwillig, als ich sie anleinen wollte.
Es dauert allerdings ewig, bis sie zu mir kommt. Und sie kommt auch nur zu mir und zu der anderen Tierpflegerin.
Wenn ich mit ihr spazieren geh und wir einen anderen Hund treffen, dann verträgt sie sich prima mit dem Hund. Und behält immer das Frauchen oder Herrchen vom ihm im Auge. Immer mindestens einen Meter Abstand. Wenns weniger werden, wird Momo panisch, im besten Fall versteckt sie sich zitternd hinter mir.

Ich will sie jetzt erstmal nicht mit zu vielen Menschen überfordern. Sie vertraut mir schon ein kleines bisschen, aber immer noch viel zu wenig.

Wie kann ich ihr denn noch helfen?
Ich komm jeden Tag zu ihr in den Zwinger und setz mich hin, rede mit ihr, streichel sie inzwischen, wenn sie kommt, geh mit ihr spazieren, aber mehr fällt mir im Moment nicht ein.
Sie braucht wahrscheinlich einfach noch Zeit, aber vorher fragen schadet ja nichts :)
 
Callie

Callie

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Würde mich über Antworten freuen! :)
 
T

TanteM

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Hallo Callie,

du tust genau das Richtige!! Es ist schon ein großer Fortschritt, dass du dich zu ihr setzen kannst und sie sich streicheln läßt.
Das mit den fremden Leuten kommt auch mit der Zeit, habe viel Geduld mit ihr.
Ich schreibe aus Erfahrung, meine Cindy verhält sich genauso wie deine Momo und ich sehe kleine Verbesserungen bei Cindy. Es gibt zwar auch Rückfälle, doch mittlerweile können uns schon die Leute von "hinten" begegnen ohne dass Cindy wegrennen will. Nur wenn uns Leute entgegen kommen will sie noch Fersengeld geben. Komischerweise den Leuten entgegen, nicht von ihnen weg. Sobald sie vorbei sind, geht es wieder.
Lobe und belohne sie so viel wie möglich, das tut ihr gut.

Ob das bei wattewölkchen´sHund wirklich ein Dominanzverhalten ist, glaube ich nicht so ganz. Er kann sich auch aus Angst so verhalten. Man weiß nicht, wie die Kinder mit den Welpen umgegangen sind.
Auch dich bitte ich um Geduld.
Vielleicht habt ihr einen Kindergarten oder eine Schule in der Nähe, wo du dran vorbeigehen kannst wenn die Kinder draußen sind. So habe ich Cindy an den Lärm und die schnellen Bewegungen der Kinder gewöhnt. Von Weitem guckt meine Hündin den Kindern schon gerne zu.

Habt Geduld, Monika
 
J

Janina

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Hallo wattewoelkchen, ich habe genau dsa gleiche Problem wie du. Mein Jackrussel-Mix Barney ist jetzt fast 2 Jahre alt, wir haben ihn auch aus einem Zufallswurf und haben ihn mit 10 Wochen bekommen. Von Anfang an hatte er Probleme mit lauten Geräuschen, Kindern, Männern etc. Als er dann in seine Männlichkeitsphase kam und die Hormone anfangen, mit ihm durchzugehen, wandelte sich seine anfängliche Angst in Aggressivität um. Barneys Verhalten würde ich genau so wie das von deinem Hund beschreiben, ich möchte mir manchmal auch nicht vorstellen, was er ohne Leine schon gemacht hätte...obwohl er eigentlich immer nur knurrt, bellt und versucht zu schnappen, aber er nicht versucht, sofort zu zubeissen. Wir waren mit ihm schon bei einer Hundetrainerin. Sie hat uns geraten, Barney mit Hilfe von einem Spielzeug dazu zu kriegen, dass er sich irgendwann denkt, ah kommt ein Kind, wird gespielt, Spielen ist schön und deswegen ist das Kind nett, also ihn durch das Spielzeug zu konditionieren. Dass klappt bei uns leider nicht so gut, denn selbst wenn man denkt, das er gerade voll im Spiel drin ist, dreht er sich bei Sachen, die ihm nicht passen um und knurrt. Aber du kannst es ja mal versuchen...
Falls jemand andere Tipps hat, ich freue mich über jeden Tipp, denn ich möchte nicht irgendwann Angst vor meinem eigenen Hund haben müssen.
Ich denke aber auf jeden Fall, dass es sich dabei um ein Dominanzproblem handelt, Barney darf ab jetzt auch nicht mehr auf die Couch und ich werd ihm das Fressen nur noch aus der Hand geben. Hätte jemand vllt noch eine Idee, wie man dem Hund durch andere Sachen noch klarmachen kann, wer der Boss ist? :)
Achso, hab vergessen, zu erwhnen, dass wir ihn wegen diesem Problem auch schon kastriert haben weil uns gesagt wurde, dass man ohne das Testosteron gute Chancen hätte, dass sich die Aggressivität legt, aber bei Barney hat es leider gar nix genutzt^^
 
M

majeclaire

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Ich kann mir nur eine Sache erklären und das ist die mit den Kindern.
Die ersten Wochen sind für einen Hund sehr einprägend und an die wird er sich immer erinnern.
Wenn jetzt die vier Kinder,bei denen er aufwuchs immer an ihm rumzupften und vielleicht leicht verletzen ( unabsichtlich natürlich,Kinder sind meist bei Tieren unvorsichtig ) dann vergisst er das nie.
Mein Chihuahua ist bei einem Kind aufgwachsen ( bis zur 10 woche ) und ist von diesem immer mit dem Fuß weggeschoben oder geschubst worden und beisst seitdem immer in Füße.Oder einmal ist sie ausgerutscht als sie aus der Hand essen wollte und schreckt seitdem immer vor der Hand zurück.
Also die ersten Wochen,würde ich sagen,prägen einen Hund sehr.
So könnte ich mir das erklären.
 
Callie

Callie

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Soo...ich melde mich dann mal wieder.

Momo hat sich teilweise total verändert.
Wenn ich komme und sie rufe kommt sie raus geschossen und freut sich so sehr :)
Dann macht sie Luftsprünge und schleckt mich ab und der Schwanz hält vor lauter Wedeln nicht mehr still^^
Genauso reagiert sie inzwischen auch bei der anderen Tierpflegerin.
Ich hab sie jetzt mal frei laufen lassen und es ging super :)
Sie hat immer geschaut, wo ich war und ist immer in meiner Nähe geblieben. Auf Zuruf kam sie (außer als ein Hase 2 Meter an ihr vorbei geschossen kam, da war sie kurz abgelenkt...:/ kam aber nach 30 sek. doch wieder).
Sie hat von mir innerhalb einer Woche Sitz gelernt und wir über weiterhin das "Hierher."

Tja...nun ziehe ich es in Erwägung, sie mit heim zu holen...
aber...meine Mam ist nun mit gekommen... Momo war natürlich viel zu ängstlich um zu ihr zu kommen. Sie hat ihr zwar vorsichtig Leckerchen aus der Hand genommen und hat auch neugierig an der Hand geschnuppert, aber die Angst ist halt noch da.
Bei mir hats ja ne Weile gedauert, bis sie mir vollständig vertraut hat und in unserer Familie "warten" noch drei andere Leute.
Es bringt ja nix, wenn ich sie mit nehm und sie vor allen außer mir Angst hat.

Wir haben jetzt beschlossen, die nächsten Wochen halt als Familie mit ihr spazieren zu gehen... damit sie die anderen auch kennenlernt.

Ich mach mir da meine Gedanken. Ist sie überhaupt ein Familienhund? Würde sie nicht besser in einen Einzelhaushalt passen?
Ich komm mit ihr zurecht, aber wie ist das mit meinen Eltern und meinem Bruder?
Was ist, wenn meine älteren Geschwister heim kommen?
Sie braucht Zeit&Geduld...ich kann die ihr geben, aber die ganze Familie?

Ich befinde mich gerade in einem ganz schönem Zwiespalt...:(
 
Suru

Suru

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Hey,
ich denk es kommt jetzt auch auf deine Familie an.
Du müsstest halt noch mal mit deinen Eltern reden und ihnen deine Gefühle erklären, die Situation...
Und dann könntest du ja auch mal im Tierheim nachfragen wie die das einschätzen würden?

Gibts bei euch Probevermittlung?
Bei uns gibts das...Dann könntest du mal schauen, wies aussehen würde...?

LG Suru
 
Callie

Callie

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Also, die Tierpfleger meinen, bei mir wäre Momo am besten aufgehoben :)
Wie es mit meiner Familie steht, kann dort niemand so genau sagen, weil sie noch nicht so oft da waren...es würde halt en bisschen dauern, bis Momo wieder mehr Menschen vertraut...

Ja, drei Tage Probe ist Plicht. Aber ich will den Hund erst mit nehmen, wenn ich mir ganz sicher bin, dass es das Richtige ist, weil es ja immer wieder ne Umstellung ist in ner neuen Umgebung...
 
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