Hufrehe

Diskutiere Hufrehe im Pferde Gesundheit Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo Leute Also mein firstPflegepferd hat Hufrehe bekommt man das wieder weg?? Mit freundlichem Gruss Waui
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Waui

Waui

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Hallo Leute
Also mein
Pflegepferd hat Hufrehe bekommt man das wieder weg??


Mit freundlichem Gruss

Waui
 
30.03.2009
#1
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Guest

Hast du schon mal einen Blick in den Ratgeber zur Pferdegesundheit geworfen? Vielleicht hilft dir das ja bei deinem Problem?!
Elly

Elly

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Hallo Waui,

natürlich kann man das wieder wegbekommen. Der TA war doch sicherlich schon da, oder?

Hufrehe kann verschiedene Ursachen haben, z.B übermäßige Belastung, Futter oder bei Vergiftungen ect.

Es kommt immer auf die Stärke an.

So kann man dazu nicht viel sagen, vlt. erzählst du einfach ein bisschen mehr darüber? :)

LG
 
C

Chiron

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Waui,

sicher bekommt man das wieder weg. Du solltest dir allerdings gut überlegen, welche Behandlung du zuläßt, um das wieder in den Griff zu bekommen.

Eine Rehe ist nichts anderes als eine Entzündung der Lamellenlederhaut, die dazu führt, dass die Verbindung zwischen Hufbein und Wand angegriffen wird. Diese Entzündung hat immer eine Ursache (sogn. Noxe), und solange diese Ursache (oder diese Ursachen) nicht gefunden ist / sind, ist auch eine Therapie meistens fraglich. Es handelt sich also bei dieser Entzündung um nichts anderes als den Versuch des angegriffenen Gewebes, den Zelldefekt möglichst schnell zu reparieren. Ohne dass du aber die Ursache beseitigst, kann die Rehe nicht wirklich ausheilen, und das Pferd entwickelt eine chronische Rehe.

Meiner Meinung nach ist die überwiegende Anzahl der Hufrehen nicht primär durch falsche oder zu gehaltvolle Fütterung verursacht, sondern durch eine mechanische Fehlbelastung des Hufes (in der Regel eine zu steile Stellung des Hufes, meistens dann "nur" Vorderhufe), und wird nur sekundär durch eine Futtergabe ausgelöst, die das bereits überlastete Gewebe dazu veranlaßt, eine Entzündung einzuleiten. Eine Unterdrückung der Entzündung ist entgegen der üblichen veterinärmedizinischen Ansicht nicht uneingeschränkt sinnvoll, da damit zwar die Symptome gelindert, aber das Problem nicht beseitigt werden kann.

Auch kann eine Beschlags-Zwanghufsituation zu einer Rehe führen, ebenso wie eine tatsächliche Vergiftung. Bisweilen geht auch eine Stoffwechselstörung oder Infektion (ECS, EMS, Borreliose) mit einer Rehe einher, ist jedoch nicht notwendigerweise die (alleinige) Ursache.

Gib mal mehr Infos oder stell Fotos ein, dann kann ich mehr dazu sagen.

LG,

Chiron
 
Zuletzt bearbeitet:
Elly

Elly

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Der Fachmann hat gesprochen :)

Dann kann jetzt nichts mehr schief gehen, aber by the way:
Chiron? Hast du noch Interesse an unserem Wiki? :) *ganz lieb guck*


LG
 
I

Integra

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hi

wenn der reheschub nicht ganz so schlimm ist kann der schmied schon sehr viel machen wenn der schmied regelmäßig den huf begradigt damit er eben nicht ausschuht

mei hafi damals hatte mal rehe allerdings nicht ganz so schlimm und der schmied hat ihn dann regelmäßig die füße gerichtet und nach einiger zeit war es schon wieder fast ganz normal

später hatte er dann überhaupt keine probleme mehr und die hufe waren wieder ganz normal

also am besten tierarzt und schmied gemeinsam draufschauen lassen


ist das beste was ich empfehlen kann...

LG

Integra
 
C

Chiron

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Hi,

zu dem, was Integra hier sagt: Dem kann ich zumindest in Teilen zustimmen, eine regelmäßige und korrekte Hufbearbeitung ist sicher das Wichtigste, was man einem kranken Huf angedeihen lassen muß. Und sicherlich ist das ein ernstes medizinisches Problem, welches auch durch eine medizinisch untermauerte Herangehensweise gelöst werden sollte.

Allerdings muß man sagen, dass gerade bei der Behandlung von Huferkrankungen Vieles im Argen liegt, nur mal als Denkanstöße:

- Trennung von Diagnostiker (Tierarzt) und Therapeut (Hufbearbeiter)
- Diagnostik am Huf nur als oftmals vernachlässigter Randbereich in der Tiermedizin gerade aufgrund dieser Trennung
- multiple Ursachen und Auslöser für Hufrehe, Komplexerkrankung
- Uneinigkeit der Diagnostiker / unterschiedliche Ausbildungen und Ansichten der Ursachen für Hufrehe
- aufgrund der schwierigen Diagnostik eine verstärkte Fokussierung auf eine Symptombehandlung
- Der Entzündungsvorgang wird als "grundsätzlich zu bekämpfendes Übel" der Erkrankung gesehen, nicht als organismuseigener und einzig situationsverbessernder Reparaturmechanismus
- Oftmals steht von seiten des Reiters die Nutzbarkeit des Pferdes vor der Gesundheit des Pferdes (leider)
- Verwechselung von Lahmfreiheit des Pferdes mit Gesundheit des Hufes (Trugschluß)
- langfristige Akkumulation von Gewebeschäden im Huf mit "dickem Ende" und spontanem und akutem Auftreten der Erkrankung durch äußere Auslöser (wie Futter oder Belastung)
- jahrhundertelange und wenig hinterfragte Tradition des Hufbeschlages

Sicher ist der Huf ein erstaunlich belastbares Organ, welches auch erhebliche Selbstheilungsmechanismen besitzt. Und somit ist auch bei einer nicht optimalen oder sogar falschen Therapie eine Heilung denkbar und möglich. Allerdings sollte man nicht aufgrund von Einzelfällen darauf schließen, dass eine durchgeführte Behandlung immer wirksam ist.

LG,

Chiron
 
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