Wäre eine Kastration sinnvoll? (z.B. besteigt er andere Hunde)

Diskutiere Wäre eine Kastration sinnvoll? (z.B. besteigt er andere Hunde) im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach, Boomer kastrieren zu lassen. Er ist 2 Jahre alt und ich habe ihn seit dem 23.11.2008. Ich...
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Peppi08

Peppi08

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Hallo,

ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach, Boomer kastrieren zu lassen. Er ist 2 Jahre alt und ich habe ihn seit dem 23.11.2008. Ich habe noch einen anderen Rüde (unkastriert, 1 Jahr alt) und zur Zeit wohnen wir wieder vorrübergehend bei meinen Eltern, die auch noch einen Rüden (6 Monate alt) haben. Da gibt's soweit "eigentlich" keine Probleme. Keiner will den anderen besteigen oder Sonstiges.
Draußen will Boomer aber jeden Hund besteigen, der ungefähr so groß wie er ist (Schäferhund-Collie). Kleine Hunde interessieren ihn so gut wie gar nicht. Zumindest nicht, wenn größere in der Nähe sind. Also ich sag mal, Rüden von 40-55cm will er besteigen (er selbst ist 62cm und sehr schmal). Alles, was breiter oder größer als er ist, begegnet er mit seeehhhr viel Respekt, was das Besteigen angeht. Anonsten freut er sich über jeden Hund, egal wie alt, wie groß oder sonst was. Er besteigt Rüden
und Hündinnen. Egal ob kastriert oder nicht.

Ich habe von einer chemischen Kastration gelesen, damit könnte man einmalig ausprobieren, ob sich eine Kastration lohnen würde. Aber da würde man nicht sehen, wie andere Hunde auf ihn reagieren, weil er für andere immernoch unkastriert ist. Das macht mir auch ein bisschen Angst, weil ich nicht weiß, wie andere Hunde zu ihm sind, wenn er kastriert ist... Kann es da Probleme geben? Er ist sonst soooo lieb zu anderen Hunden, wenn die ihn ankeifen, wenn er sie besteigen will, nimmt er das auch so hin und wird da nicht aggressiv oder so. Das will ich natürlich mit einer Kastra nicht kaputt machen... Kann das passieren?
Mein Tierarzt meinte, dass eine chemische Kastration nichts bringt, weil er von vielen anderen Tierärzten gehört hat, dass es bei manchen Rüden gar keine Wirkung gab.


Außerdem hat Boomer jetzt schon einige Male meinen Peppi "angegriffen". Er hat nicht richtig zugebissen, dass Peppi blutig war, aber ich musste richtig dazwischen gehen und beide auseinander reißen (26kg gegen 7kg kann ja auch unbeabsichtig böse ausgehen... Da kommt Peppi halt nicht gegen an). Das macht Boomer, wenn's um was Essbares geht. Wenn sie zur Belohnung ein kleines Leckerchen bekommen, ist das kein Problem. Aber wenn sie dann einen großen Keks oder anderes Kauzeugs bekommen, geht das nur getrennt und wenn ich sowas in der Hand habe um es zB nur woanders hinzulegen, denkt Boomer, es gibt was und wenn Peppi zu nah kommt, geht er wieder auf ihn rauf. Letztens auch einmal, als ich etwas gegessen habe, stand Boomer bettelnd vor mir. Wollte ihn gerade wegschicken, da läuft Peppi nur an ihm vorbei und da ging's wieder los.
Als ich Boomer abgeholt habe, war ich mit Peppi noch in seinem alten Zuhause. Da hat Peppi aus Boomer's Napf gefressen. Das würde jetzt wahrscheinlich mit Bisswunden enden. Damals hat ihn das nicht gestört. Dort haben wir auch beiden Kauknochen gegeben. Als Peppi versucht hat, Boomer seinen wegzunehmen, gab's nur ein kurzes Knurren und gut war. Heute geht er aber auf Peppi los. Dasselbe ist mit Spielzeug.
Ansonsten verstehen sie sich super. Wenn Boomer liegt, kann Peppi ihm auf dem Kopf rumspringen... Das stört ihn überhaupt nicht. Oder an ihm hochspringen und an den Lefzen ziehen. Das beeindruckt ihn auch gaaaar nicht.
Ich weiß, da wird 'ne Kastration nichts ändern, wollte dafür aber kein eigenes Thema eröffnen. Aber was kann man denn da machen?
Ich werde mit Boomer auch bald zu einer Hundeschule gehen, einen ersten Termin habe ich schon, aber wegen einem anderen Problem. Wenn das soweit "durch" ist, werde ich mal schauen, ob sie mir auch bei dem Problem zuhause helfen kann. Aber wollte trotzdem mal ihr Eure Meinungen/Erfahrungen dazu hören (=


LG Peppi08
 
26.04.2009
#1
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Hast du schon mal die Tipps vom Hundeflüsterer gelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem!?
Kompassqualle

Kompassqualle

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Hallo Peppi,
ich denke eine Kastration wird euch nicht wirklich weiter bringen. Das Aufreiten bei anderen Hunde (die keine läufigen Hündinnen sind) ist eine Dominanzgeste, und hat nichts mit Sexualität zu tun.
Eine Kastration kann zwar den Drang zur Dominanz mindern, man darf aber auch nicht vergessen das bei einem zwei jährigen Rüden das Verhalten teilweise schon "im Kopf angekommen" ist. Das heißt, das er auch Gefallen an bestimmten Verhaltensweise gewinnt, um so älter der Hund ist um so unwahrscheinlicher ist es deswegen, dass sich das Verhalten mit einer Kastration ändert.

Aber egal ob ihr euch für oder gegen eine Kastration entscheidet, ihr solltet mit eurem Hund trainieren, dass das Aufreiten bei anderen Hunden verboten ist.
Sobald euer Boomer anstallten macht, solltet ihr es mit einem strengen "Nein" unterbinden und ihn notfalls von dem anderen Hund entfernen.

Außerdem hat Boomer jetzt schon einige Male meinen Peppi "angegriffen". Er hat nicht richtig zugebissen, dass Peppi blutig war,
Komment- oder Showkämpfe sind durchaus normal unter Rüden, sie dienen dazu die Rangordnung zu klären und keiner der Hunde hat dabei die Absicht den anderen zu verletzten. Du erkennst einen Kommentkampf an den ausgiebigen Drohungen und an der Lautstärke (kläffen, knurren, jaulen, Luftschnappen, angelegte Ohren, Zähnefletschen, Bürste....etc).
Falls deine Hunde auf diese Weise kämpfen solltest du nicht dazwischen gehen, damit erhöhst du die Verletzungsgefahr für dich und deine Hunde.


Man kann aber vieles machen um Kommentkämpfe im eigenen Rudel im Vorfeld zu verhindern. Ganz wichtig ist dabei, dass der Ranghöhere Hund immer bevorzugt wird. Das bedeutet z.B. das er den beliebteren Sitzplatz bekommt, als erster Futter, als erster Streicheleinheiten etc.
 
Peppi08

Peppi08

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Mein Tierarzt meinte, dass es generell gut wäre, einen "Stadthund" zu kastrieren. Ich sehe eine Kastration auch nicht als Allheilwundermittel an. Vielleicht nur eine Hilfe.
Aber egal ob ihr euch für oder gegen eine Kastration entscheidet, ihr solltet mit eurem Hund trainieren, dass das Aufreiten bei anderen Hunden verboten ist.
Sobald euer Boomer anstallten macht, solltet ihr es mit einem strengen "Nein" unterbinden und ihn notfalls von dem anderen Hund entfernen.
Das mache ich schon immer von Anfang an, seitdem ich ihn habe. Da arbeiten wir auch weiter dran.

Komment- oder Showkämpfe sind durchaus normal unter Rüden, sie dienen dazu die Rangordnung zu klären und keiner der Hunde hat dabei die Absicht den anderen zu verletzten. Du erkennst einen Kommentkampf an den ausgiebigen Drohungen und an der Lautstärke (kläffen, knurren, jaulen, Luftschnappen, angelegte Ohren, Zähnefletschen, Bürste....etc).
Falls deine Hunde auf diese Weise kämpfen solltest du nicht dazwischen gehen, damit erhöhst du die Verletzungsgefahr für dich und deine Hunde.


Man kann aber vieles machen um Kommentkämpfe im eigenen Rudel im Vorfeld zu verhindern. Ganz wichtig ist dabei, dass der Ranghöhere Hund immer bevorzugt wird. Das bedeutet z.B. das er den beliebteren Sitzplatz bekommt, als erster Futter, als erster Streicheleinheiten etc.
Wer ist denn der ranghöhere Hund? Peppi war ja vor Boomer da und von Anfang an gab es solche Kämpfe nicht. Peppi hat zuerst Futter bekommen. Wenn ich Peppi streichle und Boomer kommt, schicke ich Boomer weg. Wenn ich Boomer streichle und Peppi kommt, wird Peppi trotzdem gestreichelt. Also so habe ich es von Anfang an gemacht. Beide dürfen auf die Couch/ins Bett. Peppi will aber eigentlich gar nicht, wenn doch, hebe ich ihn hoch (allein schafft er's nicht). Will Boomer Peppi runterschicken, schicke ich Boomer runter.
Peppi fängt aber nie solche Kämpfe an.
Also Boomer "beißt" Peppi ja. Nur eben nicht so richtig. Also mit seinem Maul berührt er Peppi, weil Peppi danach auch nasse Stellen im Fell hat. Er schmeißt sich richtig auf ihn drauf, dass ist kein normales Drohen mehr. Er droht ja gar nicht. Erst ist alles friedlich und von jetzt auf gleich geht's direkt so los.

Wie soll ich mich jetzt verhalten? Ist nun Boomer der Ranghöhere? Muss ich ihn jetzt wie den Ranghöheren behandeln?
 
Kompassqualle

Kompassqualle

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Für mich klingt es als wäre Boomer der Ranghöhere (das ist aber schwer zu beurteilen, ohne die beiden gesehen zu haben, wie verhält sich Peppi denn, das du glaubst er währe der Ranghöhere? ).
Wenn du in letzter Zeit den "falschen" Hund bevorzugt hast, könnte das schon ein Grund für die Auseinandersetzungen sein.

Auch wenn sich die Hunde aufeinander stürzen und es sehr gefährlich aussieht ist das in einem Kommentkampf durchaus normal.
Rüden haben im Grunde nur zwei Arten miteinander zu kämpfen, nämlich den Kommentkampf bei dem es um die Klärung der Rangfolge geht und einen Ernstkampf. Ernstkämpfe sind allerdings sehr, sehr selten. Ein Ernstkampf ist lautlos und beinhaltet die Absicht den Gegener zu töten (solche Kämpfe kommen in der Regel nur unter ranggleichen Tieren vor, die um die Alphaposition kämpfen) Bei einem Ernstkampf hättest du wahrscheinlich keine Chance deine Hunde zu trennen.

Unterwirft sich dein Peppi früher oder später, wenn Boomer ihn attakiert (z.B. indem er sich auf den Rücken legt, jauelt, das Maul leckt etc)? Eine Unterwerfung ist in einem Kampf eine aktive Geste und zeigt eindeutig einen Kommentkampf an (in einem Ernstkampf könnte der Unterlegene nur fliehen oder ebenfalls kämpfen, da gibt es keine Unterwerfung).

Wenn es bei den Kämpfen nicht zu Verletzungen gekommen ist, kann man davon ausgehen, dass es sich um einen Kommentkampf handelt.


Wie gesagt, es ist schwer zu beurteilen was richtig ist, wenn man die Hunde nicht sieht, aber wenn Boomer der ranghöhere ist, dann müsstest du ihn bevorzugen.;)
 
Samson

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Wir haben das gleiche Problem, allerdings mit zwei gleichgroßen Hunden, wobei das auch noch Rüde und Hündin sind (beide kastriert). Zuerst hatten wir den Rüden (jetzt 9 J. alt), dann kam vor drei Jahren die Hündin als Welpe zu uns. Bis vor einem halben Jahr gabs keine Schwierigkeiten. Jetzt ist die Hündin aber voll erwachsen (auch geistig), unser Rüde zeigt vermehrt Altersanzeichen und seitdem beansprucht die Hündin die Führungsrolle unter den Hunden (unsere Position wird nicht angezweifelt). Das kam auch von einem Tag auf den Nächsten. Die beiden Hunde haben das untereinander ausgetragen und wenn sich der Rüde dabei nicht auf die Zunge gebissen hätte, wäre das Ganze auch blutlos abgelaufen. Es gab erstmal auch keine Beschwichtigungssignale von der Hündin gegenüber dem Rüden, was sonst bei kleineren Raufereien, immer der Fall war. Wir haben uns dann danach gerichtet. Leider gab es danach nochmal Streit bzgl. Futterneid, als wir im Garten gegrillt haben und sich der Rüde aus Sicht unserer Hundedame zu dicht an den Grill gewagt hat. Gut, der Depp hat auch versucht durch Knurren Kontra zu geben. Das hat die Hündin wiederum nicht geduldet udn wir haben den richtigen Moment zum Eingreifen verpasst. Unsere Schuld, haben aber einfach nicht damit gerechnet. Ergebnis: Riss in der Nase, blutende Lefze und abgebrochener Zahn beim Rüden. Hündin hing mehrfach an der Kehle, hat aber nicht zugebissen (obwohl sie gekonnt hätte), sondern war zufrieden, als Rüde sich verzogen hat. Dazwischengehen keine Chance, das wäre lebensmüde gewesen (beide Hunde 70 cm Schulterhöhe). Ich denke ein klassischer Kommentkampf und aufgrund der Größe der Tiere einfach nur für den beobachtenden Menschen erschreckend. Die Hund ehaben sich danach ja auch wieder so vertragen, dass schon eine Stunde danach wieder miteinander gespielt wurde. Nun haben wir dem Rüden aber das Fell gekürzt (Sommertracht) und ein weiterer Streit wäre schlimm, da unsere Hündin sofort mit den Zähnen auf der Haut wäre. Effekt wahrscheinlich so ähnlich wie bei Dir durch den Größenunterschied. Vorteil, seitdem starken Streit am Grill hat der Rüde es endgültig verstanden und traut sich nicht mal mehr in die Nähe des Grills, wenn die Hündin da schon wacht. Was natürlich auch total blöde ist, zumindest aus Sicht von uns Menschen.

Was wir also jetzt tun und was bisher auch ganz gut geklappt hat:

1. Rangordnung, die die Hunde untereinander ausgemacht haben, bedingungslos anerkennen. Bei Dir wäre also Boomer der Ranghöhere.

2. Situationen, in denen es zu Futterneid kommen kann, vermeiden. Beide Hunde (auch die Chef-Hündin) dürfen bei uns nicht mehr zu nahe an den Tisch (auch wenn wir im Garten essen, hat jeder seinen Platz, wo er zu bleiben hat, bis alles abgeräumt ist), die Fressnäpfe werden weit genug auseinander gereicht.

3. Fressen, auch Leckerlies: das erste immer zuerst dem Ranghöheren geben.

4. Begrüßt wird zuerst der Ranghöhere, auch von Gästen.

5. In brenzligen Situationen lenke ich die Hunde auch schon mal ab, bevor Streitanzeichen auftauchen.

6. Wenn wir auch nur ein Leftzenhochziehen von einem der beiden Hunde sehen, wird dazwischen gegangen, so dass es zu keiner Rauferei kommen kann. In meinem Fall mit den beiden großen Hunden heißt das, ich stelle mich dazwischen, baue mich so richtig schön auf und mache außerordentlich bestimmt klar, dass ich das jetzt nicht will, ich hier das Sagen habe und schicke beide auf ihre Plätze. Bisher hat das immer geklappt. Ich hoffe, es bleibt so.

Was ich eigentlich sagen wollte, nicht der Hund, der zuerst da war, ist automatisch auch der Ranghöhere. Am Anfang muss sich der Neue ja noch eingewöhnen und dann wird er seinen Platz im Rudel suchen und beanspruchen. Wenn Boomer gern Dominanzverhalten zeigt und Peppi noch dazu so klein und und ihm anscheinend eh unterlegen ist, ist es normal, dass Boomer bei Euch die Position über Peppi beansprucht. Der Stärkere setzt sich halt durch. Hauptsache, Ihr seid immer ganz oben, der Rudelführer, dann könnt ihr nämlich auch dazwischen gehen und müsst Machtrangeleien in Eurem Rudel nicht dulden.

Keine Ahnung, ob wir nun alles richtig machen. Seither gabs aber keine Streitereien trotz trotzdem mehrfacher Gelegenheit mehr.

Insofern bin ich mal gespannt, was hier für Ratschläge kommen, da auch mir die ganze Sache schwer im Magen liegt. Mir tut der alte Rüde immer leid, andererseits scheint er selbst nicht darunter zu leiden. Naja, Hunde sind halt keine Menschen und haben eben eine andere Sicht der Dinge.

Viel Glück,
Samson
 
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Peppi08

Peppi08

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Also so wie ich das sehen konnte, hat sich Peppi immer sofort auf den Rücken gelegt und hat keine Anzeichen gemacht, sich zu wehren oder sonst was.

Wenn ich dann aber dazwischen gegangen bin, hat Peppi ganz schön rumgestachelt (bellen, knurren), sodass ich sie immer für 5-10min räumlich getrennt habe. Danach haben sich beide wieder ganz normal wie immer benommen.
Allerdings habe ich den Futtersack erhöht neben Peppi's Körbchen stehen. Das ist schon immer so, auch, als Boomer noch nicht da war. Und in die Nähe des Futtersackes darf Boomer nicht hin (Peppi stellt sich dann "leicht knurrend" davor) und das akzeptiert Boomer auch. Das finde ich ganz schön komisch. Wieso lässt der Ranghöhere sich das gefallen?

Ich habe so den Gedanken im Kopf, dass ich Boomer dann so sehr in seiner Position bestärke, dass alles noch schlimmer wird, wenn ich ihn dann bei allem bevorzuge. Ich weiß nicht, wieso. Andere machen es ja auch so und das ist ja wohl auch richtig so. Aber irgendwie will der Gedanke nicht weggehen... Allerdings, wenn ich es weiterhin falsch mache, (ich betrachte es jetzt vielleicht zu menschlich) stauchen sich in Boomer Aggressionen an, weil er falsch behandelt wird. Da merkt man jetzt noch nichts und irgendwann platzt dann alles aus ihm raus. Am 18.05. gehen wir das erste Mal in eine Hundeschule. Werde sie da auch mal drauf ansprechen, ob sie sich das bei uns zuhause mal anschauen kann.


Ich versuche solche Situationen zu vermeiden, wo es zu Futterneid kommen kann. Wenn ich das Futter in die Näpfe machen, müssen sie auf ihren Platz gehen. Dann sperre ich erst Peppi in die Küche (sonst habe ich ihm dann auch den Napf schon hingestellt, werde ich erst aber anders machen) und gebe Boomer seinen Napf. Dann bekommt Peppi seinen in der Küche hingestellt.
Wenn wir selbst essen, dann nur in Räumen, wo die Hunde nicht sind. Kausnacks gibt's auch sowieso nur in getrennten Räumen bzw. im Moment mache ich das so, da ich mit beiden mind. 1x am Tag getrennt rausgehe, dass der Hund, der zuhause bleibt, was zu Knabbern bekommt.

Begrüßt werden im Moment beide eigentlich nicht. Boomer freut sich immer sooo extrem, dass ich dieses Verhalten nicht bestärken möchte. Erst, wenn er sich berhuigt hat, streichle ich ihn kurz.


Bis jetzt sieht alles so aus, als wenn wir noch die Rudelführer sind. Bei uns machen beide keine Probleme, lassen sich alles problemlos weg/aus dem Maul nehmen. Wenn ich etwas nicht will (z.B. wenn Boomer runter vom Bett soll, obwohl er es ja sonst darf), "befolgen" auch beide die Kommandos/Befehle. Sie tanzen mir/uns auch nicht auf dr Nase herum. Also was uns angeht, habe ich keine Bedenken und da hat sich in der letzten Zeit auch nichts verschlechtert. Was Gehorsam und sowas angeht, ist sogar alles schon viel besser geworden.


Jetzt aber das Wichtigste: was soll ich machen, wenn sie wieder Kämpfen? Wie gesagt, es gibt keine Anzeichen, also davor eingreifen, dass es soweit nicht kommt, ist für mich unmöglich (also wenn ich dann doch nochmal dazu kommt). Und ich hatte ja auch weiter oben geschrieben, dass wenn ich dazwischen gegangen bin, Peppi ganz schön provoziert. Soll ich sie einfach machen lassen? Wie lang soll ich mir das anschauen, bis ich dazwischen gehen soll? Ich will ja nicht, dass dann plötzlich mal doch (unbeabsichtigt) Blut fließt und dann zwischen den beiden alles schiefläuft.

Ich denke vielleicht noch ein wenig falsch oder zu "unhundisch", aber deswegen bin ich ja auch hier.
 
Samson

Samson

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Das Problem ist, normalerweise würde ich Dir ja raten, lasse die beiden für sich die Sache einmal gründlich klären und dann ist gut. Für mich sieht es momentan so aus, als hätten sie die Rangfolge dann wohl doch noch nicht abschließend geklärt, was dann auch zu den Unstimmigkeiten zwischen den beiden führen kann. Problem ist aber der Größenunterschied zwischen den beiden und Deine Sorge, dass Boomer unbeabsichtigt Peppi doch stärker verletzen könnte als normal (Kratzer oder dergleichen kommen bei Rangordnungskämpfen schon mal vor, sind aber harmlos). Ich kann nicht beurteilen, wie sozialisiert Boomer mit anderen hunden ist und wie weit er womöglich gehen würde. Normalerweise ist das bei Rüden so ein Aufgebausche mit viel Getöse, aber stärkere Verletzungen sind eher selten. Wenn Peppi sich unterwirft und dann aber rumstänkert, dann hat er es noch nicht ganz kapiert. Normalerweise kenne ich das so, dass sich der Unterlegene unterwirft und das Vertragen danach eher mit Beschwichtigungen einhergeht, wie z.B. Leftzenlecken des Untergebenen beim Sieger, den man dann natürlich auch loben soll (auch wenn einem der Unterworfene leid tut). Indem Du dazwischen gehst, sorgst Du eigentlich nur dafür, dass der Streit anhält, da er ja nicht geklärt werden kann. Aber wie gesagt, ob eine Klärung bei dem Größenunterschied nicht gesundheitliche Konsequenzen für den Kleineren haben kann, das weiß ich nicht. Habe bis jetzt immer nur gleichgroße Rüden beobachtet und Hündinnen (da hatten wir mal einen Kampf zwischen unserer Hündin und einer Tibet Terrier Hündin, das wäre beinah in die Hose gegangen) sind ja sowieso ein anderes Thema... Frag mal in der Hundeschule nach. Die werden Euch sicher auch vor Eurem ersten Termin beraten können.

Hoffe, Du bekommst das bald in den Griff, ist schon eine unschöne Sache...

Grüße,
Samson
 
Peppi08

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Boomer ist eigentlich gut sozialisiert. Wir sind bis jetzt auch nur Hunden begegnet, die auch gut sozialisiert waren (außer einen). Er wird aber auch oft von anderen zurechtgewiesen, wenn er die z.B. besteigen will. Das nimmt er dann so hin und flüchtet auch manchmal.
Dann mit dem einem, der etwas aggressiv zu anderen Hunden ist. Das war mein Fehler, weil ich den anderen Hund nicht gesehen habe und Boomer dann schon fast bei ihm war, als ich es bemerkt habe. Der Kleine hat Boomer ganz schön angemacht, da hat Boomer nur gebellt, hätte den Kleinen locker "umhauen" können, aber es ist beim Bellen geblieben. Also wenn ein anderer Hund rumstänkert, geht er da normalerweise nicht aggressiv drauf ein, bellt höchstens nur. Und wenn er selbst von anderen verbellt wird, rennt er erstmal n Stückchen von dem Hund weg (Ohren nach hinten, Schwanz eingezogen). Kommt dann aber auch direkt wieder zurück.


Dass Peppi nach diesen Kämpfen so "aggressiv" war, kann auch daran liegen, weil ich ihn festgehalten habe, dass ihn das Festhalten so wütend gemacht hat... Er ist auch ein kleiner Leinenpöbler. Er hatte noch nie Streit mit anderen Hunden und er findet alles und jeden toll. Aber wenn er an der Leine ist und unbedingt zu einem Hund hin will, dann sieht er manchmal auch ganz schön aggressiv aus und ist völlig am ausrasten. Da denken Fremde auch, dass ich einen aggresiven Hund habe, obwohl das wirklich nur wegen der Leine so ist und nicht, dass er den anderen Hund zerfleischen will...


Ich weiß nicht, was richtig ist. Normalerweise ist es richtig, nicht dazwischen zu gehen. Aber ist es wegen der Größe verantwortungslos, wenn ich sie machen lasse? So schaukelt sich das ja immer wieder hoch und eine Lösung ist das sicher nicht. Wären sie ungefähr gleich groß, würde ich spätestens jetzt sagen, dass ich sie halt machen lasse. Nur wenn dann doch was passiert, bin ich ja auch die Blöde und Schuldige =/ Das ist wirklich schwierig...

Ich werde erstmal den ersten Termin abwarten. Sie muss sich ja auch erstmal ein Bild machen. Habe bis jetzt nur einmal mit ihr telefoniert, möchte ja auch erstmal wissen, was das so für eine ist.
Dann hoffe ich mal, dass es zumindest bis dahin ruhig mit den beiden bleibt.
 
Peppi08

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Mein letzter Beitrag ist ja schon ewig her, war auch lang nicht mehr hier gewesen.
Diese "Kämpfe" zwischen den beiden wurden immer mehr, sodass ich die beiden eine ganze Weile komplett getrennt hatte. Letzten Herbst kam eine Trainerin zu uns nach hause. Nichts passierte. Das hielt ein paar Wochen, dann fing es wieder an. Bei uns lief es nicht so gut, wir sind öfters umgezogen, Geld war knapp... Nun sind wir aber endlich mal richtig "zuhause". Ich besuche seit einigen Wochen mit Boomer eine Hundeschule, weil wir draußen ein kleines Problem haben. Boomer ist klasse, er wird ständig von unserer Trainerin gelobt :) Ich muss lernen und das mache ich gern. Mit in der Gruppe ist auch meine Mama mit ihrem Hund. Unser Problem ist nun, dass er an der Leine sehr reizbar ist. Solang ich den Blickkontakt zu anderen Hunde unterbinde, ist alles ok. Bloß meistens ist ja Peppi dabei und oft auch noch Mama mit ihrem Hund. Hier laufen leider viele unverträgliche Hunde rum. Fängt dann ein Hund an zu bellen/knurren, ist auch vorbei... Da habe ich mich aber auch mit der Trainerin zu einer Einzelstunde getroffen. Draußen zum Spazierengehen natürlich. Da hat sie mir sehr gut gezeigt, wie ich sowas unterbinde bzw wie ich mit Boomer Blickkontakt halten kann, dass er merkt, er braucht mich nicht zu beschützen. Also da arbeiten wir dran :) In die Hundeschule gehen wir, damit ich die Körpersprache der Hunde besser deuten kann und sowas, denn lernen tut Boomer schnell und sehr gern :)

Ja und nun zu unserem Problem mit dem "Kämpfen". Unsere Trainerin wollte eigentlich mal vorbeikommen, um sich das anzuschauen. Den Termin musste sie aber kurzfristig absagen. Sie kannte Boomer dann schon ein weeenig, Peppi hatte sie auch 1 oder 2x gesehen und meinte, dass das ganz harmlose Rangordnungskämpfe wären und Peppi sowas mal "braucht", weil er meint, er wäre der Größte. Es ist immer so, dass Peppi "aufmuckt" und dann geht's los. Sie meinte also, ich soll die beiden machen lassen, Boomer wird nicht beißen. Hätte er Tötungsabsichten, wäre Peppi schon tot. Sollten sie also anfangen, soll den Raum verlassen, bevor ich doch wieder dazwischen gehe. Wir haben's dann so gemacht, dass ich meinen Mann mit den Hunden allein gelassen habe, ich habe unten bei Mama gewartet +lach+ Aber es passierte nichts. Mein Mann musste weg. Ich wollte abends mit meinen Eltern auch kurz weggehen. Ging ja alles gut. Ein paar Minuten bevor ich gehen wollte, muckte Peppi auf. Ich habe mich in einem anderen Zimmer eingesperrt +lach+ Nach kurzer Zeit war auch wieder Ruhe. Ich war aber so geschockt, dass ich noch einige Minuten wie gelähmt stehen blieb. Habe dann nach Verletzungen geguckt. Nichts, alles gut. Beide lagen völlig relaxt irgendwo rum. Auf den Schock musste ich mit dann erstmal mit meiner Mutter einen trinken :mrgreen: An meiner Schreibweise müsstet ihr schon erkannt haben, dass sie sich bis jetzt noch nicht zerfleischt haben und alles wieder gut ist. Verletzungen gab es auch keine :) Hin und wieder kommt es zwar noch zu solchen Kämpfen, aber wie gesagt ohne Verletzungen. Spielzeuge, Knabberzeug etc. liegt bei uns natürlich nicht rum. Was Peppi dazu bewegt, so einen Aufstand zu machen, weiß ich nicht. Es hat dann wohl einfach Lust dazu... z.B. liegen beide völlig entspannt, dann steht Peppi auf und fängt an. Der braucht das wohl?!
Nagut, wie gesagt, alles läuft gut und wir lernen fleißig immer mehr dazu :)
 
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