Straßensicher - Wie kann ich nachhelfen?

Diskutiere Straßensicher - Wie kann ich nachhelfen? im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Huhu, mein Pferdchen ist "eigentlich" Straßensicher. Allerdings ist er ein kleiner Angsthase. Gestern bin ich das erste mal ein Stück an der...
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Ivicia

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Huhu,

mein Pferdchen ist "eigentlich" Straßensicher. Allerdings ist er ein kleiner Angsthase. Gestern bin ich das erste mal ein Stück an der Straße geritten (wo auch mehr Verkehr ist). Da ich kein Unglück hervorrufen wollte bin ich unerlaubter Weise auf dem Bürgersteig geritten wo mir aber niemand
entgegen kam (Gott sei Dank). Ausserdem ist ein straßensicheres Pferd vorausgegangen was ihn auch beruhigt hat.

Ich möchte aber zukünftig ein absolutes Verlasspferd haben. Ich glaube auch das er den Charakter dazu hat. Er ist zwar sensibel, aber gutmütig.

Ich schätze das es eine Übungssache ist und das ich da zukünfitg auch immer wieder mit ihm raus muss um ihn mit den Verkehr zu konfrontieren.

Wie übt ihr Straßensicherheit?

Ich dachte da z.B. daran ihn zu führen (Anfangs vielleicht sogar mit Trense) und das ein Freund mit dem Auto immer wieder an ihm vorbeifährt, auch mal auf die Hupe drückt.

oder lange Spaziergänge durch Wohnviertel.

Ich kenne seine Nervengrenze leider noch nicht, daher habe ich etwas Angst sofort oben draufzusitzen wenn ich ihn "Stresse".

Habt ihr Tips für mich was ich so machen kann um für beide Seiten mehr Sicherheit zu schaffen?
 
08.05.2009
#1
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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Susanne zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
SoylentGreen

SoylentGreen

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Vor was genau hat dein Pferd denn Angst ? Nur vor Motorädern Autos, Lastwagen und Treckern ? Oder auch vor Fahrrädern und kleineren sich bewegenden Monstern ?

Also prinzipiell hilft nur das Training da, wo das Problem auftritt. Aber klar du könntest vorher mit einem Freund trainieren. Ihr müsst nur darauf achten, dass ihr das Pferd dabei nicht völlig hippelig macht. Es sollte immer eine Phase geben in der das Pferd zur Ruhe kommt und alles verarbeiten kann.
 
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Integra

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hey,

also im großen und ganzen ist das schon mal gut was du machen willst

also ich kann auch nur dazu raten dein pferdchen zu führen und langsam immer mehr an den straßenverkehr zu gewöhnen, wichtig ist allerdings fang nicht gleich mit dem vollen verkehr an lass ihm lieber etwas mehr zeit sich an alles zu gewöhnen, als ihn zu nötigen.
ich würde auch am anfang nicht jeden tag mit ihm ins gelände oder an straßen gehen, da sonst einfach auch die gefahr besteht ihn zu überfordern.

praktisch ist natürlich immer wenn man freunde hat die einem helfen können mit auto oder auch trecker oder auch mal auto oder trecker mit hänger hinter und dann einfach erstmal schauen wie er auf die jeweiligen sachen reagiert bevor man jetzt anfängt mit hupen etc.

einfach mal vorsichtig rantasten aber hab ihn halt immer im auge und wenn ihm was nciht behagt gib ihm ne rückzugsmöglichkeit

LG

Integra
 
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Ivicia

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Ich glaube, er weiß manchmal selbst nicht wovor er Angst haben soll.

An einem Tag stört ihn die Blume am Straßenrand nicht, am nächsten Tag könnte sie ihn angreifen. Er hat z.B. panische Angst vor Kühen, OBWOHL er den ganzen Tag quasi neben ihnen steht, da die Wiese der Kühe an seine angrenzt.

Als ihm letzens ein Träcker mit Anhänger entgegen kam war er kurz davor einen Sidestep in den Stacheldrahtzaun zu machen.

Gestern als wir an der Straße geritten sind kamen nur normale PKW´s vorbei, da hat er nichts gemacht. Allerdings wollte er vor den gelben Müllsäcken am Straßenrand scheuen. Wenn sowas passiert springt er ja direkt auf die Straße was ungesund enden könnte wenn da gerade ein Auto kommt.
Hab ihn halt beruhigen können, aber ich denke vielmehr beruhigt hat ihn das Straßensichere Pferd welches mitgegangen ist.

Er ist übrigens 9 Jahre alt und zum Dressurpferd ausgebildet worden, da er aber durch seine ängstlichkeit kaum auf Tunierplätzen reiten ließ und seine Vorbesitzerin verzweifeln lassen hat wurde er als Freizeitpferd verkauft (an mich :D).
Ich hab ehrlich gesagt soweit kein Problem mit sowas, nur halt auf der Straße, da es dort wirklich verdammt gefährlich ist.
 
antigone4100

antigone4100

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Hey

Würde auch immer langsam daran gehen, und ihn im Straßenverkehr führen.

Aber die Angst vor gelben Säcken oder auch Regenschirmen oder was auch immer kannst du ihm ja auch erstmal auf dem Platz/Halle nehmen, in dem du gelbe Säcke auf den Platz stelllst oder n aufgespannten Regenschirm etc.
LG Antigone
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi,

auch wenn es ne 'alte Leier' ist, wie sich dein Pferd verhält liegt auch an eurem Verhältnis, fühlt es sich bei dir ganz sicher, dann erschrickt es auch 'anders' es gukt zB nur aufgeregt und 'hört' auf dich, ob du Angst zeigst.

Das heißt aber auch, dass es die als 'Chef' vertrauen kann, so wie dem Leitpferd in einer Herde.
Du musst der Chef sein, damit es dir vertrauen kann, dazu eignet sich zb die GHP sehr gut, aber auch alles was neu ist.

Umso mehr dein Pferd neues lernt, umso sicherer wird es in anderen neuen Situationen.

Abwechslung ist also sehr wichtig, aber auch Wiederholungen damit sich das Neue festigen kann.

Wichtig ist aber auch, dass du darauf achtest, dass die 'neuen' Situationen für dich gut Übersichtlich sind - denn wenn du überrascht, ängstlich oder erschrocken reagierst, tut dein Pferd das auch.

Das Vertrauen (können) ist das A und O auf dem Weg zum Verlasspferd!

Ich hoffe du kannst damit was anfangen ;) ansonsten nachfragen!

LG Lilly
 
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Ivicia

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Danke schon mal für die Antworten.

Natürlich kann er jetzt noch nicht 1000% auf mich fixiert sein da wir erst seit knapp einen Monat zusammengehören.

Ich werde dann wohl mal allgemeine Bodenarbeit anstreben mit Teilübungen im Straßenverkehr.

Daher wollte ich halt nach einigen "angemessen" Übungen fragen damit ich mehr Sicherheit habe, das ich da auch nichts falsch mache. Ich nehme solche Dinge sehr ernst und bin da sehr pingelig aber auch unsicher wenn es ums Detail geht.

Ich finde die bisher gegebenen Ratschläge sehr gut, danke dafür, und werde sie entsprechend umsetzen beim Training.

Mein Verhalten in Stresssituationen ist eigentlich gefaßter als ich selbst erwartet hätte. Ich halte mir selbst immer vor Augen das sich mein stress auf ihn übertragen würde, dann werde ich meinst ruhiger. In Situationen wo ich nicht weiß ob er jeden Augenblick losschießen könnte verkrampfe ich natürlich und brauche dann erstmal eine Minute um selbst runter zu kommen, da ich ja erst seit kurzem mit ihm zusammenarbeite.

Auf jeden Fall wollte ich mit meinem Beitrag kein "nervenden" Thread erstellen in dem man zum 20tausendens mal Dinge wiederholt bzgl. des Respekt und Vertrauens. :angel:

Ich möchte natürlich genau da hinkommen, dass mein Pferd sich in meiner Gegenwart sicher und geborgen fühlt und er sich auf das Trainig freuen kann.

Werde mich mal nach einem Buch dazu umschauen. Sowas muss es ja geben ;)

Danke nochmal

LG, Ivi
 
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