Angst vor Artgenossen überwinden

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Flocke 0109

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Hallo,

ich brauche ganz dringend einen Rat von euch.
Ich habe vor 5 Jahren einen 4,5 Jahre alten Leonberger-Ridgeback-Mix (Rüde, kastriert) aus dem Tierheim zu mir geholt. Er war null sozialisiert, kannte kein Spielen und keine Leine, ließ sich nicht anfassen, hatte 30 Kilo Übergewicht und war extrem aggressiv gegenüber anderen Hunden, Kindern, fremden Menschen usw. (Kenne leider die Vorgeschichte nicht)

Habe das Gewicht jetzt von 58 Kilo auf 28 Kilo runter und er kann jetzt rennen und toben und spielen. (dafür habe ich 2
Jahre gebraucht) An der Leine läuft er mittlerweile super, auch ohne Leine ist er ein Engel, selbst wenn andere Hunde, Kinder, Rehe oder fremde Menschen in der Nähe sind.

Nun zum großen Problem: Er hat panische Angst, sobald ein anderer Hund versucht, ihn zu beschnuppern... Dann knurrt er und schnappt in die Luft. Aber er versucht auch ganz zaghaft, die anderen zu beschnuppern. Ich habe das Gefühl, er möchte gerne hin aber im letzten Moment packt ihn die Angst und er haut ab. Ich war bei einem Hundetrainer, hatte ihn in Spielgruppen, habe es mit einzelnen, sozial sicheren Hunden versucht (zu Hause im Garten und auf unbekanntem Platz) aber er versteckt sich permanent hinter mir wie ein Schatten.
Ich habe bei dem Hundetrainer, einem Tierarzt und dem Hundesportverein Rat gesucht und alle waren der Meinung, das ein Welpe als Zweithund das Problem lösen könnte.

Was haltet ihr davon? Ich möchte ihn nicht in Panik versetzen und auch keinen Welpen "versauen", aber ihm die Angst nehmen. Deswegen überlege ich seit 1 jahr, was denn nun wirklich helfen kann. Ist es möglich, das er das Spielen mit anderen Hunden und ein normales Sozialverhalten noch lernt? Kann es sein, dass er durch das extreme Übergewicht in gefährlichen Situationen nicht abhauen konnte und sich deshalb diese extreme Angst aufgebaut hat?
Ich möchte nur, das es ihm gut geht und das er sich wie ein Hund verhalten kann. Dazu zählt meiner Meinung nach auch ein regelmäßiger Sozialkontakt, oder nicht?
Bitte helft mir, eine Entscheidung zu treffen...
 
08.05.2009
#1
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Guest

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~~maddie~~

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Hallo Flocke,
habe selber eine sehr ängstliche Hündin, die nach einer Rauferei selbst Angst vor Welpen hatte. Bei ihr hat allerdings ein Hundeverein geholfen. Warst du schon bei einem Trainer der sich auf so was spezialisiert hat? Vielleicht fehlt es ihm einfach an Selbstvertrauen. Bei meiner hat da THS geholfen. Also einfach ein Hürdenlauf, in dem sie über Hürden drüber musste. Dadurch das auch immer andere Hunde mit auf dem Platz waren hat ihr das geholfen.
Ein Welpe ist natürlich durch seine tapsige Art auch ein gutes "Heilmittel" da die unbedarft in jede Situation rein gehen und der Hund dann meint, "was der kann, kann ich auch". Außerdem wird deinen wahrscheinlich der Beschützerinstikt packen und er wird sich auch mehr trauen, einfach um dem Welpen beizustehen. Ich denke, wenn du die Zeit und die Geduld für den kleinen hast, wäre das eine gute Alternative. Mir wurde auch dazu geraten, aber für nen kleinen fehlt mir momentan einfach die Zeit.
Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
GLG
Maddie
 
Kiki2603

Kiki2603

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Hallo,

ein 2. Hund wäre ich dir auf keinen Fall raten!
Grade wenn es ein Welpe ist, besteht die große Gefahr, dass der Welpen sich das Verhalten des Großen abguckt und sich an ihm orientiert und du dann bald zwei Angstbeißer zu Hause hast!

Schnappt er wirklich nur in die Luft?
Oder beißt er richtig zu?
Wenn er wirklich nur in die Luft schnappt, würde ich mal schauen, dass du ein paar Leute organisierst, die du beim Gassi gehen triffst, du verabredest dich mit ihnen und die Hunde bleiben erstmal an der Leine und ihr geht ein Stück.
Triffst du dich das 2. Mal mit der Person, würde ich die Hunde ableinen. Dein Hund soll ja lernen, das ist was ganz normales, dass beide Hunde frei sind, sich beschnuppern können und nichts passiert.
Sowas würde ich immer und immer wieder wiederholen, immer wieder mit neuen Leuten und neuen Hunden. Achte nur bitte drauf, dass es immer suuuper sozialverträgliche Hunde sind, damit dein Hund keine schlechten Erfarhungen machen muss. Damit würdest du ihn dir wahrscheinlich ganz versauen.

Wäre das möglich, dass du so organisierte Spaziergänge machst?

Mein Hund lässt sich auch i.d.R. nicht von fremden Hunden anschnuppern. Ich würde NIE!!! auf die Idee kommen mit unseren beiden Hunden zusammen zu gehen, schon von Welpe an bin ich mit unserer Kleinen einzeln gegangen, ich gehe nie mit ihnen zusammen. Wir wollen einfach nicht, dass sie sich etwas abguckt.


PS: Du bist dir aber sicher, dass dein Hund aus Unsicherheit/Angst reagiert?
 
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Flocke 0109

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Ich bin seit einem Jahr regelmäßig mit ihm und anderen sozial sehr sichenren Hunden auch ohne Leine unterwegs. Das geht so lange gut bis eben einer versucht, ihn zu beschnuppern. Und ich bin hundert prozent sicher dass er Angst hat und in die Luft schnappt. Bin auch auf dem Hundeplatz it ihm. Da ist es das gleiche. Er zeigt immer wieder das selbe Verhalten.
Und damit hat er natürlich auch Erfolg. Sobald er brummelt lassen ihn die Anderen in Ruhe. So lernt der das doch nie.
 
Kiki2603

Kiki2603

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Muss dein Hund sich von anderen Hunden beschnuppern lassen?
Vielleicht will er das ja gar nicht!! Und das ist auch okay finde ich.

Hast du denn mal über Einzelstunden in einer wirklich guten Hundeschule nachgedacht?
Ich denke, die Leute vor Ort können dir besser weiterhelfen.
 
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Flocke 0109

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Ich bin wie gesagt bei einem sehr guten Hunderainer und auch regelmäßig beim Hundesportverein. Und das seit 5 Jahren. Ich möchte nur, dass er nicht immer in Panik ausbrechen muss, wenn ihm ein anderer Hund zu nahe kommt...
 
Kiki2603

Kiki2603

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Ein Hundesportverein ist aber keine gute Hundeschule;)
Ich habe von einer GUTEN Hundeschule geredet, mit fachkundigen Leuten, die zB. Tierpsychologie studiert haben, eine Ausbildung beim BHV oder sowas.
Nicht von einem Trainer, der mal eben einen Trainerschein gemacht hat.
 
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Flocke 0109

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Er hat Tierpsychologie studiert und steht in Kontakt mit einigen sehr bekannten Hundetrainern ;)
 
Kiki2603

Kiki2603

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Ah und er kann dir dann nicht weiterhelfen?
Dann können wir es hier sicher auch nicht;)
 
Fini

Fini

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Hallo,
Also von einen Welpen würde ich euch ebenfalls absolut abraten. Ich sehe die gleichen Probleme wie Kiki.

Wenn dein Hund wirklich nicht sozialisiert wurde (dafür spricht in jedem Fall die Unsicherheit und Angst), dann kann man das auch nicht mehr aufholen, sondern nur durch trainig versuchen sein verhalten in die richtigen Bahnen zu lenken. Wie weit das möglich ist kommt ganz auf den Hund an.

Das wichtigste für solche Hunde ist ein absolut geregelter und immer gleich ablaufender Tagesablauf! Gleich bleibende Rituale, feste Futter- und Gassizeiten, immer gleiche Reaktionen von dir, Konzequenz usw. Das alles gibt ihm Sicherheit.
 
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Flocke 0109

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Er hatte anfangs auch Angst vor Schafen. Habe mir vor 3 Jahren welche angeschafft und mittlerweile liegt er völlig Angst- und Stressfrei neben ihnen ohne Zaun dazwischen. Genauso war es bei der Katze und den Ratten. Habe ihn Langsam an diese Reize gewöhnt und heute funktioniert es. Ich weis, das ist nicht das selbe.
Er hat einen regelmäßigen Tagesablauf. Ich bin den ganzen Tag mit ihm zusammen und nehme ihn problemlos überall mit hin.
 
Engelpu

Engelpu

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hey,

du solltest das ganze langsam angehen lassen. Ich weiß jeder Hund ist unterschiedlich, aber ich würde einfach mal jemanden fragen der einen lieben Hund hat, ob er einfach mal mit dir spazieren geht, beide Hunde an der Leine und eine Runde laufen. Dann vielleicht mal an dem anderen Hund vorbei gehen.. So würde ich das zumindest machen. Ob es dann funktioniert ist eine andere Sache.
Und frag deinen Hundetrainer noch einmal, der hat sicherlich mehr Ahnung. :)

@Kiki2603: Ist man denn nur ein guter Hundetrainer wenn man irgendwas studiert hat? Ich denke wenn man jahrelang Hundeerfahrung hat und schon einige Hunde ausgebildet hat, kann man auch schon anständige Tipps geben.. Vielleicht besser als ein Student der Tierpsychologie studiert hat, aber eher weniger mit Hundeerziehung am Hut hat.
 
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~~maddie~~

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Ist man denn nur ein guter Hundetrainer wenn man irgendwas studiert hat?
Da bin ich der gleichen Meinung wie du Engelpu. Wir sind auch "nur" in einem Hundesportverein und dort wurden mir bis jetzt immer hilfreiche und, meines Erachtens nach, auch korrekte Tipps gegeben. Unsere haben auch nur nen Trainerschein, aber ich finde Erfahrung wichtiger als ein Studium. Zumindest sehe ich das so.
Zum Welpen, behalte ich meine Meinung, klar hat man das Risiko das sich der kleine das Verhalten abguggt, aber die Welpen sind meistens so drauf, das sie erstmal überall hingehen, sich beschnuppern lassen und auch mit den anderen spielen. Um dem entgegenzuwirken, das sich der kleine das Verhalten abguggt, kann man ja in eine Welpenspielstunde gehen. (finde sowieso das das ein Muss für jeden Welpenbesitzer ist) Dann wird der kleine gut sozialisiert und gibt das gelernte an den anderen weiter. Man kann ja auch erst den kleinen zu dem anderen Hund hinlassen und wenn der große dann sieht das dem Kleinen nichts passiert, wird er es auch irgendwann lernen.
Aber wie gesagt, ist alles nur meine Meinung!
 
Red Cherry

Red Cherry

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Hallo !!
Ich habe selber eine manchmal sehr ängstliche Hündin aufgrund von zwei bösen Beißattacken.
Ich verstehe aber nicht so ganz dein Problem, du sagst es gibt sonst keine Probleme und du kannst ihn überall mit hinnehmen.
Vielleicht möchte er einfach keinen Kontakt zu anderen Hunden, wäre das so schlimm.
Ich habe die Angst meiner Hündin z.B. ernst genommen und habe sobald ich eine Unsicherheit bemerkte den Kontakt zu anderen Hunden unterbunden. Ich habe mein gegenüber gebeten seinen Hund anzuleinen und bin ohne großes aufsehen weitergegangen.Das ganze habe ich fast ein halbes Jahr so gemacht, habe mich auch oft zwischen meinen Hund und den Bedrängenden gestellt , bis ich gemerkt habe sie hat wieder Interesse an anderen Hunden , ich glaube sie brauchte einfach die Sicherheit von meiner Seite. Inzwischen geht sie mit 95 % der Hunde völlig normal um und die paar mal die sie noch Angst zeigt erspare ich ihr den Kontakt.

Du hast einen tollen Hund mit ein paar Eigenheiten, aber haben wir die nicht alle.


Viele liebe Grüße
 
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