Sterben Ratten IMMER an Tumoren?

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Fellfrosch

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Hallo, liebes Forum!

Ich habe jetzt schon einige Threads gelesen und eigentlich immer die gleiche Ursache für den Tod einer Ratte gefunden und es würde mich interessieren, ob es bisher auch Fälle bei euch gab, in denen die Ratten auch
einfach "wirklich ganz normal" abtreten konnten, ohne, dass sie von Tumoren übersät waren. Ich taste meine beiden Böcke eigentlich regelmäßig nach Tumoren ab und habe bisher noch nichts gefunden, aber ich hab ehrlich gesagt schon etwas Angst davor, sollten sie irgendwann mal welche haben, sie sind ja immerhin schon über 1 1/2 Jahre alt.
Natürlich gibt es grundverschiedene Ursachen, aber ein Tumor schien mir bisher die häufigste zu sein.
Theoretisch könnten Ratten doch auch einfach an Altersschwäche sterben, oder liegt es wirklich nur an der extremen Überzüchtung und den daraus resultierenden Tumoren, dass sie nur wenige Jahre alt werden?
Ich hoffe, ihr habt vielleicht schon bessere Situationen erlebt, und würde mich sehr über eure Antworten freuen.

Liebe Grüße, Lisa
 
16.06.2009
#1
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Guest

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Kuelwalda

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Hallo,

unsere Ratten sterben so gut wie nie an Tumoren.
Wir lassen sie immer wegmachen und dann ist gut.
Die verschwindend geringe Zahl (bislang ca. 10, davon 7 im Kopf/meist Hypophyse) der inoparablen Tumore (bei ca. 100 Tumor-OP´s) haben uns gezeigt, daß die Kurzen (fast) immer eine Chance haben.
Wir hatten nun schon einige Ü-3-Uromas, die ohne OP wohl nur etwas über 2 Jahre alt geworden wären.

Gruß
Linda
 
Kaschaja

Kaschaja

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also ich hatte damals einen echt schlimmen fall mein weibchen hatte grade junge die 11/2 wochen alt waren und plötzlich blutete sie stark aus den augen weil sich ein tumor da hinter gebildet hatte ich musste sie einschläfern lassen und die 16 babys mit der hand aufziehen.einen schlaganfall gab es bei einem meiner böcke auch schon naja und meine beiden aller ersten sind an altersschwäche gestorben sie sind friedlich eingeschlafen!aber tumore sind oft der grund!
 
Zombieblume

Zombieblume

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Hallo, das kommt immer drauf an was für Ratten (Genetik), meine sind fast alle mit Tumoren eingeschläfert worden im hohen Alter. Wusste allerdings schon bei der Anschaffung das sie Genetisch schwer veranlagt waren Tumore zu bekommen.
 
Chipi

Chipi

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Ratten sind unbestritten krebsanfällig, ich hatte aber durchaus auch schon andere Todesursachen. Einige Ratten sind einfach eingeschlafen, operable Tumore werden entfernt. Daß ich Ratten aufgrund von Krebserkrankungen einschläfern lassen musste lag meist daran, daß die Tumore eben inoperabel und auch nicht anderweitig therapierbar waren, z.B. Lymphdrüsenkrebs (2 Ratten), Gehirntumor (1 Ratte), Zungenkrebs (1 Ratte). Bei 4 anderen waren Mammatumore, die i.d.R. ja gut operabel sind, in so fortgeschrittenen Alter und altersbedingt nicht mehr optimalem Gesundheitszustand aufgetreten, daß das Risiko einer OP einfach zu hoch war. Bei einer Ratte (sie war damals schon gut über 3 Jahre alt) haben wir trotz guter Gesundheit von einer OP abgesehen, weil ihr kurz vorher in immer kürzeren Abständen schon 3 Tumore entfernt worden waren, und eine Ratte in dem Alter alle 2-3 Wochen operieren zu müssen ist einfach keine wirklich vertretbare Option.

Daß Ratten allgemein nicht wirklich alt werden, liegt nicht an Überzüchtung oder Ähnlichem, ihre Lebenserwartung ist artspezifisch generell nicht sehr hoch.
 
freake

freake

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Ich weiß nicht sicher, ob das stimmt, aber ich habe mal gelesen, dass die meisten Hausratten, die du so kaufen kannst in einer langen Linie von Laborratten abstammen, die irgendwer mit nach Hause genommen und gezüchtet hat. So eine richtige Wanderratte wird ja auch viel älter, als unsere Hausratten. (wenn sie nicht vorher ein Opfer unserer "Zivilisation" wird =( ) Daher kommt es, so mein WIssensstand, dass unsere Lieblinge oft so schlimm erkranken. Angeblich liegt es auch daran, dass Hausratten so anfällig für Erkältunen und Atemwegserkrankungen sind. So eine Art genetischer Defekt.
Mein fast 2 1/2 Jahre alter Sunda leidet auch an einem Tumor, an der Schilddrüse, aber er ist zu alt und zu schwach um operiert zu werden. Aber vielleicht ist es dir ein Trotst, dass er bisher keine Schmerzen hat und gut damit leben kann. Sollte sich das ändern, muss er natürlich eingeschläfert werden, aber selbst wenn sie Tumore haben, müssen Ratten nicht zwangsläufig qualvoll sterben oder eingeschläfert werden.
 
Chipi

Chipi

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Unsere Farbratten stammen weitestgehend nicht von Laborratten ab, das ist ein Irrglaube (wenn auch ein weit verbreiteter), s. hier.

Wild lebende Wanderratten sind ebenfalls nicht wirklich langlebiger; der Ruf wilder Ratten, so robust und langlebig zu sein, gründet sich hauptsächlich auf ihre hohen Reproduktionsraten, mit denen Todesfälle schnell ausgemerzt werden und sich der Bestand konstant hält.
 
F

Fellfrosch

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Danke für die vielen Beiträge, ich kann nur hoffen, dass es meinen Ratten weiterhin so gut geht wie bisher, und dass sie irgendwann auch mal ganz friedlich einschlafen können!

Liebe Grüße, Lisa
 
xXLinyXx

xXLinyXx

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Also ich habe auch schon sehr oft gehört das so ein Tumor die Todesursache sein kann.
Aber ich habe auch total Angst davor das meine beiden Mädels (werden jetzt 3 Monate alt) auch irgendwann mal so einen Tumor bekommen.
 
Chipi

Chipi

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Bei Rattenweibchen sind Mammatumore die häufigste Tumorerkrankung, und diese Art Tumore ist i.d.R. sehr gut zu operieren, wenn man sie rechtzeitig erkennt. Taste deine Ratten einfach regelmäßig ab, ob du irgendwelche Knubbel oder Knötchen bemerkst. Je früher man die Tumore erkennt, desto unkomplizierter ist eine OP.
 
xXLinyXx

xXLinyXx

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Gibt es auch Ratten wo Tumore garnicht auftreten?
 
Chipi

Chipi

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Ja - gesunde Ratten, die bis zum ihrem Tod keinen Krebs bekommen ;)
Ich weiß, das ist nicht die Antwort, die du erwartet hast, aber man kann keine Prognose abgeben, das ist wie bei Menschen - einige werden krank, andere nicht. Tumore sind Mutationen bei der Zellteilung, es gibt zwar gewisse Risikofaktoren, die so etwas beschleunigen können, aber es kann einfach jeden treffen, eine Garantie, nicht an Krebs zu erkranken gibt es nicht.
 
Racy

Racy

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Klar, ich hatte vor einigen Jahren schonmal 2 Rattenböckchen und beide hatte in ihrem ganzen Leben nicht einen einzigen Tumor.

Gibt es eine Tumorerkrankung die häufig bei Böckchen auftritt? Das würde mich mal interessieren. Dann könnte ich auch noch verstärkt drauf achten.
 
Talita

Talita

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von Chipi:Unsere Farbratten stammen weitestgehend nicht von Laborratten ab, das ist ein Irrglaube (wenn auch ein weit verbreiteter), s. hier.

hab sogar gehört, dass albino-ratten nicht im labor gezüchtet wurden, sondern man sie in irgendeinem land freilebend gefunden hat, aber sie dann leider als labortiere benutzt wurden, stimmt doch, oder?
 
Biendal

Biendal

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@ Racy: ich denke mal bei Böckchen Hodentumore?

@Talita: Albinoismus ist ein Gendefekt. Also kann das mit dem irgendwo gefunden nicht sein.
 
Chipi

Chipi

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Die meisten operablen Tumore, von denen ich bisher bei Böcken gehört habe, sind Tumore am Rücken oder Po. Gehirntumore und dergleichen sind bei Ratten leider nicht operabel, die denke ich treten bei Böcken und Weibern gleichermaßen auf.

Albinos können durchaus auch bei Wildratten auftreten, genau wie (in seltenen Fällen) andere Fellfarben auch, die sterben aber in Wildrattenrudeln schnell wieder aus, weil die Farbe ja für die Ratten eine Tarnung ist. Für die Verwendung von Wildratten in Gefangenschaft, die ja der Ursprung unserer domestizierten Farbratten war, waren solche seltenen Färbungen aber interessant, und in Gefangenschaft konnten sich diese Farben auch vermehren, weil die natürliche Selektion ja wegfällt:
Ratten wurden bereits im 18. Jahrhundert gefangen und in Käfigen gehalten, z.B. für Rattenkämpfe (analog Hunde- oder Hahnenkämpfen); im viktorianischen England war es ein bekanntes „Vergnügen“, einen Terrier auf Ratten in einem abgegrenzten Bereich zu hetzen und darauf zu wetten, wie lange er brauchte, um alle zu töten. Etwa zur selben Zeit begannen sich Schausteller (damals weniger Artisten und Akrobaten als vielmehr Sammler diverser Kuriositäten und Abnormitäten) ebenfalls für Ratten zu interessieren; Ratten mit besonderen Färbungen (definitiv Albinos, evtl. auch andere Agouti-Farben, von denen in manchen Quellen auch bei wildlebenden Ratten berichtet wird) wurden eingefangen und ausgestellt. In dieselbe Epoche fallen viele Neuerungen und Entdeckungen in der Medizin, die medizinische Forschung machte große Fortschritte, und Ratten gewannen als Labortiere zu Forschungszwecken an Bedeutung.
Daraus entwickelten sich die beiden unterschiedlichen Zucht- und Haltungsformen, die wir heute kennen - die Laborratte und die Liebhaberratte.
https://www.tierforum.de/wiki/ratten/mythen-der-rattenhaltung#laborratten-und-farbratten

Laborratten wurden und werden gezielt gezüchtet, sie sollen ja bei allen Tests möglichst vergleichbare Resultate liefern. Der älteste gezüchtete Laborrattenstamm ist die Wistar Rat, auf die gehen die meisten heute in Labors verwendeten Ratten zurück. Vor der Wistar Rat wurden hauptsächlich Mäuse in Labors verwendet, Ratten waren bis dahin unüblich.
 
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