Was muss man beachten bei Anlagehunden?

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Debbi

Debbi

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Hallo zusammen,
Ich hab mal eine Frage aus reiner Neugier bzw. weil es mich einfach Intressiert.
Ich komme aus NRW.
Was müssen für Vorausetzung bei Hund und Halter erfüllt werden wenn man einen Anlagehund halten möchte? Ganz kurz und knapp erklärt. Ich möchte mir keinen Anlagehund holen, es Intressiert mich halt nur einfach, da ich durch das ganze hin und her mit Wesenstest und Sachkundenachweis nicht mehr Durchblicke.
Vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Danke
 
24.08.2009
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Hailey

Hailey

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Hi,

also soviel ich weiß ist das so:

Volljährigkeit von Halterin oder Halter,
Sachkundebescheinigung der amtlichen Tierärztin/des amtlichen Tierarztes,
Zuverlässigkeitsnachweis durch ( das "große") Führungszeugnis,
Nachweis zur ausbruchsicheren Unterbringung,
Haftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssumme,
Kennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip.

Außerdem:

Anleinpflicht außerhalb des befriedeten Besitztums (mit Ausnahme von Hundeauslaufbereichen) mit Befreiungsmöglichkeit nach amtlicher Verhaltensprüfung,
Maulkorbpflicht mit Befreiungsmöglichkeit nach amtlicher Verhaltensprüfung,
"feste Hand" von Halter und Aufsichtsperson,
Sachkunde, Zuverlässigkeit und Volljährigkeit auch für Aufsichtspersonen,
Verbot, mehrere "gefährliche Hunde" gleichzeitig zu führen,
Mitteilungspflichten.

Lg Hailey
 
A

Antigone

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Dazu kommt noch, dass der Vermieter explizit die Haltung von Listenhunden erauben muss oder man eben Eigentum haben muss. Das wird auch vom TH (woanders bekommt man die Tiere in NRW nicht) verlangt bevor sie vermittelt werden.
"feste Hand" von Halter und Aufsichtsperson,
Aber was soll das für ein Kriterium sein?
Caterina
 
Engelchen09

Engelchen09

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vielleicht dass die hände fest mit dem handgelenk verbunden sein müssen? :mrgreen:

nein, ich glaube, es ist zwar keine offizielles kriterium, aber ich habe irgendwo mal gelesen, dass der halter dem hund gewachsen sein muss. also dass quasi eine 45kg schwere 18jährige nicht gerne mit einem genauso schweren amstaff gesehen wird.

aber ich glaube, das ist keine zwingende voraussetzung.

oder hailey meint eine konsequente erziehung, das wird ja gerne mit fester hand verwechselt ;)
 
Tätzchen

Tätzchen

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hallo

ich glaube da mit der festen Hund steht so in keinem gesetzbuch, ich denke gerade in Deutschland ist es schwer so einen Hund überhaupt vermittelt zu bekommen, bzw sich überhaupt für so einen Hund zu interressiern, hohe Steuern, bzw generell hohe Auflagen erschweren es den Haltern solcher Hunde schon allgemein.

Im großen und ganzen finde Ich die meisten schauermärchen schrecklich, wenn sich jemand so einen Hund als Patrtner anschaffen möchte sollte man sich gut mit der Rasse auseinander setzen, aber das sollte man sowieso bei jeder Rasse machen.
Ich glaube diese Auflagen kann man sich sicher beim AMt/Rathaus etc, schicken lassen, bzw abholen

Ps: Bin auch erst 20 habe einen Dogo Staff mIx mit 35 kg und kann ihn auch halten, hat alles nur mit Erziehung nicht mit der Rasse zu tun;)

LG
 
Hailey

Hailey

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hi,

feste Hand bedeutet einfach nur, das man den Hund halten kann... Ich hab da ich eine Bullyhündin habe, von unserem Ordnungsamt so ein nettes Schreiben bekommen, in dem es so steht.
Ich habe auch nicht verstanden was das heißen soll, bis mein TA, der auch beim zuständigen Veterinäramt arbeitet mir das erklärt hat.

lg Hailey
 
A

Antigone

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Ist ja interessant und woran wird das festgemacht!? Am kräftigen Händedrück *kicher*
 
Hailey

Hailey

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joa so ähnlich...nee das hat man bei uns beim Wesensteset entschieden.
 
A

Antigone

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nee das hat man bei uns beim Wesensteset entschieden.
Haben die das auch dazugesagt? So á la: "sie sind kräftig genug"?
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man eh keinen Hund halten kann, der wirklich weg will und größer als Handtaschenformat ist. Klar sollte man standhaft sein und auch die Kraft des HH in einem ordentlichen Verhältnis zu der des Hundes stehen, aber "halten" tut man einen Hund wohl eher durch Erziehung und Bindung als durch Kraft.
 
Debbi

Debbi

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Huhu danke für die Antworten
Wie sieht das mit der Maulkorbpflicht aus, wenn der Hund den Wesenstest besteht wird er davon befreit? Und wenn nicht dann trägt er einen?

Ich find es ja nun doch etwas übertrieben alles aber gut das ist ein anderes Thema
 
A

Antigone

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In NRW wird eben der Wesenstest gemacht, besteht der Hund diesen muss er keinen Maulkorb tragen und ist auch von der Leinenpflicht befreit, genauso wie jeder andere Hund. Der Wesenstest wird aber erst ab einem bestimmten Alter gemacht, wie alt genau hab ich vergessen.
 
Debbi

Debbi

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Achso ableinen darf man sie dann auch. ich dachte das wäre völlig unmöglich.
 
Engelchen09

Engelchen09

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also ich bin ja generell der meinung, dass man sich keinen hund holen sollte, dem man körperlich nicht gewachsen ist. wenn ich schon zierliche frauen neben deutschen doggen oder rottweilern o.ä. sehe wird mir schon ganz anders.

außerdem ist es im notfall immer gut, wenn man seinen hund noch tragen kann.
 
Michelis82

Michelis82

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Wichtig zu wissen ist nocht, dass immer ein Gespann aus Hund und Mensch den Wesenstest macht. Die Befreiung gilt dann auch, wenn es nicht anders eingetragen ist, auch nur für dieses Paar.

Im Tierheim hatten wir schon Anlagehunde, die mit einem der Mitarbeiter den Wesenstest bestanden hatten, aber bei anderen Mitarbeitern/Ausführern weiterhin einen Mauli tragen mussten. Neue Besitzer müssen den Wesenstest dann mit dem Hund wiederholen.
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

@engelchen
Stimme dir da im Grunde genommen vollkommen zu. Meine größte Panik ist immer, dass meiner Süßen unterwegs mal was passiert und ich sie nicht zum nächsten TA bringen kann. Und das, obwohl sie nur 38kg wiegt... Aber in der Beziehung bin ich eh etwas schissig veranlagt.

Habe mal herzhaft über die Faustregel gelacht, dass der Hund nicht mehr 2/3 des "Menschengewichts" haben sollte, weil man ihn dann notfalls "aufhalten" könne, indem man sich die Leine um den Bauch bindet und sich hinsetzt.:mrgreen:

Trotzdem muss ich antigone Recht geben, dass das "halten können" nichts mit dem Gewicht von Mensch und Hund zu tun haben sollte. Wenn man sich im Wald mal umschaut gibt es definitiv mehr "unhaltbare" Kleinhunde als Große.
(Bitte nicht als "Anti-Kleinhunde" verstehen! Kenne auch jede Menge tolle Zwerge, von deren Gehorsam und Lerneifer ich echt beeindruckt bin!)

Und wenn man seinen Hund wirklich nur über Kraft halten können sollte, müsste die Haltung von Alanos, Doggen, Neufundländern, Ponys und Pferden grundsätzlich verboten werden. Und wer will das schon!?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Engelchen09

Engelchen09

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das ist schon richtig, trotzdem glaube ich, dass jeder hund, der noch so gut erzogen ist, immer mal eine sekunde haben kann, in der er dies vergisst. sei es eine rennende katze, ein großer schreck, ein anderer hund, der auf einen zustürmt.
und ich finde einfach, dass man dann auch kräftemäßig in der lage sein sollte, seinen hund halten zu können.

erst gestern sind wir einer frau mit einer deutschen dogge begegnet, die plötzlich auf uns zustürmte und krawall machte. die frau hatte sandalen an und lies schließlich die leine los um selbst nicht hinzufallen. schönen dank auch hab ich mir gedacht.
und trotz collins guter erziehung bleibt der nicht sitzen und lässt sich anfallen. da ich ihm aber kräftemäßig überlegen bin, konnte ich ihn so platzieren, dass ich zwischen den beiden hunden war, was meistens recht deskalierend wirkt.

die frau kam dann ziemlich verdattert auf uns zu und solange nichts passiert fange ich auch nicht an rumzumaulen, aber nichtsdestotrotz lässt sich sowas verhindern.

ich kenne auch ein ehepaar mit einem neufundländer, der kein auto fährt. der steigt gar nicht erst ein. und die kriegen ihn auch nicht hoch, um ihn ins auto zu kriegen. welch einschränkung in meinen augen.

deshalb sollte man sich bei der anschaffung eines körperlich überlegenen hundes zumindest ehrlich fragen, ob man das gehändelt bekommt.

für die abschaffung der großen rassen bin ich auch nicht, aber für den verantwortungsvollen umgang.
 
A

Antigone

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das ist schon richtig, trotzdem glaube ich, dass jeder hund, der noch so gut erzogen ist, immer mal eine sekunde haben kann, in der er dies vergisst. sei es eine rennende katze, ein großer schreck, ein anderer hund, der auf einen zustürmt.
und ich finde einfach, dass man dann auch kräftemäßig in der lage sein sollte, seinen hund halten zu können.
Da sage ich auch gar nichts gegen und die Frage ob man einen Hund im Zweifelsfall tragen könnte, wäre eine entscheidende wenn ich einen aussuchen müsste. Ich finde nur, man sollte sich nicht in der falschen Sicherheit wiegen, man könne einen Hund ja halten. Denn wenn der Hund will, hat der ganz andere Kraftreserven, als der Halter. Ich gehe mit vielen großen, kräftigen Hunden raus und bisher hat mich noch keiner umgeworfen, aber ich bin mir bewusst, dass einige es könnten.
Caterina
 
Hailey

Hailey

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ich glaube das wird entschieden wie sich der Hund neben dir gibt. Ich weiß nur das es halt in deisem Regelkatalog steht. Ich meine die jüngsten Hunde beim wesenstest waren 15 monate...

Aber ich finde, das mit den Auflagen hört sich alles schlimmer an als es ist. Mein Bully darf sich genauso frei bewegen wie jeder andere Hund.

lg Hailey
 
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Was muss man beachten bei Anlagehunden?