SOS: Nierenschwellung E. cuniculi

Diskutiere SOS: Nierenschwellung E. cuniculi im Farbmäuse Gesundheit Forum im Bereich Farbmäuse Forum; Hallo, der letzte Überlebende meiner Mäuse, die ansonsten leider allesamt mit den unterschiedlichsten Symptomen durch (die lange Zeit völlig...
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Silberstreif

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Hallo,

der letzte Überlebende meiner Mäuse, die ansonsten leider allesamt mit den unterschiedlichsten Symptomen durch (die lange Zeit völlig fehldiagnostizierte) die furchtbare und tückische Parasitenerkrankung E. cuniculi gestorben sind, kämpft zur Zeit tapfer ums Überleben, wofür ich mir Tips, Erfahrungen und Hilfe hier aus dem Forum sehr erhoffe (ich werde umgekehrt - aus Zeitgründen- Stück für Stück auch meine Erfahrungen z.B. mit kolloidalem Silber, Vitamin B12 etc. weitergeben, damit es anderen vielleicht nützt und sie nicht ähnliche Fehler begehen, wie ich sie zum Teil wohl gemacht habe!).

Nach
dem tragischen Tod seiner letzten Schwester bekam er, "Böckchen", - eigentlich erfolgreich therapiert (Laborbefund: keine Erreger mehr im Kot) - durch den Domino-Effekt (tiefe Trauer) sehr schnell einen ganz schweren E.C.-Rückfall, bei dem sich praktisch von heute auf morgen die Nieren stark vergrößerten, obwohl ich streßvorbeugend Panacur (Fenbendazol) gegeben hatte, was er allerdings nicht gut verträgt (Schwächeanfälle) und daher zunächst nur in Vierteldosierung.

Mittlerweile habe ich die Dosis auf Halbdosis erhöht, was er aber schon nicht mehr verkraftet (gefährlicher Sturz durch Schwäche). Antibiotikum (Baytril) möchte ich wegen der Nierenbelastung, der umstrittenen Wirkung und seiner früher recht empfindlichen Reaktion auch auf dieses Mittel jetzt eigentlich nicht mehr geben. (Tierärzte haben, soweit sie sich überhaupt die Mühe machten, nach "nur" einer Maus zu gucken, bereits aufgegeben...)


Meine Frage und meine bitte an Euch ist also:

1. Kann mir jemand vielleicht noch einen Außenseiter-Tips geben, wie ich die Krankheit stoppen und diese verfluchten Erreger ein für allemal eliminieren kann, ohne meinem Tier übermäßig zu schaden?

2. Hat jemand Erfahrungen und vielleicht sogar Heilungen bei solchen Organschwellung bei E. cuniculi (auch bekannt als Kaninchenlähme, was aber als Name natürlich längst nicht alle Symptome und gefährdeten Tiere/Menschen abdeckt)??

Ich setze in meiner verzweifelten Suche nach einem wirklich wirksamen, heilenden Wirkstoff derzeit in Minidosen u.a. kolloidale Kieselsäure, Ceylon-Zimt, Walnuß und Curcuma ein (z.T. im Wechsel), weil diese Substanzen als Mittel gegen Protozoen theoretisch helfen könnten bzw. sollten. Bisher haben sie allerdings weder geschadet noch irgendwie durchgreifend geholfen...

Grüße,
Silberstreif und die "unverschämt süße" Farbmaus Böckchen

P.S. Bitte keine Belehrungen von oben herab, die kann ich mir selbst erteilen, sondern wirklich nur blanke, konstruktive Hilfe als Antwort.
 
27.08.2009
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Alexandra zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Summer_xD

Summer_xD

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hallo,

also bei aller liebe zum tier und deine taten um dem tier zu helfen in allen ehren, aber ich glaube es ist das beste das tier zu erlösen, wenn du schon sagst er hat schwächeanfälle und einen gefährlichen sturz deswegen. eine nierenschwellung stelle ich mir als sehr schmerzhaft vor, ist es, es da noch wert, das tier mit medikamenten voll zu pumpen nur um zu sehen das es wohl nichts bringt? wenn das tier schon SO krank ist, denke ich persönlich, ist es das beste es zu erlösen, wenn sogar tierärzte aufgeben und er die medis nicht richtig verträgt, das kleine tier leidet da sicher drunter ;)

liebe grüße
summer
 
Sina

Sina

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Vor allem bin ich relativ sicher, dass hier noch niemand E. cuniculi bei seinen Mäusen hatte, zumindest habe ich bisher nichts davon gehört.
Schade, dass wir Dir in der Hinsicht nicht helfen können, ich würde aber auch sagen, dass es vermutlich das beste wäre, das Tier gehen zu lassen.
 
S

Silberstreif

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Bitte konstruktive Tips!!

Hallo,

danke für die an sich ja freundlichen und einfühlsamen Antworten, aber sie helfen mir natürlich nicht weiter. Wo die medizinische Forschung versagt, müssen wir Menschen uns eben um die Dinge kümmern. Bis jetzt gibt es kein gescheites Mittel gegen E. cuniculi, und es interessiert erschreckenderweise in der Pharma-Forschung auch kaum jemanden, weil man irrigerweise davon ausgeht, daß diese Krankheit keine nennenswerte Bedeutung hätte und daher damit kein Geld zu verdienen sei (ums Geld geht's ja in erster Linie im Kapitalismus). Ich sage Euch, es ist nach meiner Erfahrung ganz anders: Diese Krankheit ist viel weiter verbreitet, als die meisten auch nur ahnen. Ich denke, mindestens jeder 5. hier im Forum als unerklärlich geschilderte Fall ist in Wahrheit eine E.C.-Erkrankung gewesen, die aber gar nicht erkannt wurde, weil die Symptome so vielfältig sein können und weil viele Tierärzte von dieser Krankheit überhaupt keine Ahnung haben!

Atemrasseln, Lähmungen der Hinterbeine, Verdauungslähmung/Verstopfung, Niesen, Organschwellungen, Kratzmaus-Syndrom, Ödeme, scheinbare Lungenentzündung, Epilepsie, Hautrötung, Fellausfall und vieles mehr gehören zu den Symptomen, die sich mit dieser Krankheit zumindest bei Mäusen verbinden können. Ich hatte ja nun leider genügend eigene Fälle, um es genau beobachten zu können. Bis E. cuniculi endlich - durch meine eigene Internet-Recherche und den entsprechenden Laborbefund (Labklin in Bad Kissingen) - entdeckt wurde, hatten wir von Toxoplasmose über Zysten bis hin zu Krebs (sehr oft) die drolligsten Verdachtsdiagnosen von gestandenen Tiermedizinern. Alles hatte viel Geld gekostet, aber nichts gebracht: Alle Tiere starben!!

Seitdem ich weiß, was es für eine Krankheit ist, habe ich immerhin teilweise helfen können. Ja, Medikamente müssen u.U. ein Leben lang gegeben werden, weil der Erreger im Körper in Lauerstellung bleiben kann und sich wieder zu schaffen macht, sobald das hemmende Gift fehlt. Das wissen alle, die sich über diese Krankheit kundig gemacht haben und sie z.B. von Kaninchen (sehr hohe Durchseuchungsrate!) her kennen.

Gerade dieses angebliche "Vollpumpen mit Medikamenten", was in Wahrheit normalerweise nur das relativ gut verträgliche Wurmmittel Fenbendazol wäre und was ich leider nicht gemacht habe, weil ich das Gefühl der wachsenden Unverträglichkeit bei meinen Mäusen hatte und natürlich auch die große Hoffnung hatte, daß es irgendwann mal ohne ginge, ist ganz wichtig, weil oft lebensentscheidend.

Die Rückfälle kamen prompt und waren äußerst heftig, weil - so verstehe ich dies jetzt - das Wurmmittel auf die Dauer eben die körpereigene Immunität untergräbt (immunsuppressiv), die oft genug den Erreger ganz allein in Schach zu halten vermag, weshalb die - sicher - bei vielen Mäusen latent vorhandene Krankheit gar nicht ausbricht ("klinisch" wird)...

Zur Euthanasie/Tötungsvorschlag, der natürlich gut gemeint war und einfühlsam formuliert ist, muß ich aber leider wegen der Wichtigkeit (!) deutliche und scharfe Worte wählen, ohne damit jemanden beleidigen zu wollen (wir entwickeln uns ja alle tagtäglich und natürlich gibt es kontroverse Meinungen, die untereinander auch einmal ausgetauscht werde sollten): Solche Rat-Schläge oder Belehrungen von oben herab wollte ich eigentlich genau nicht haben. Denn wenn Leute in Foren Hilfe suchen, bekommen sie stattdessen fast immer nur entweder den grandiosen Tip, einen Tierazt aufzusuchen, oder aber, das Tier doch bitteschön umbringen zu lassen. Dies entspricht nicht meiner Haltung. Euthanasie ist in meinen Augen ein großer Frevel, denn für das Sterben (nicht Töten!) ist nach meiner religiösen Überzeugung der liebe Gott verantwortlich, und wir sollten ihm nicht - aus welchen oft kaschierten oder unüberlegten Gründen auch immer - dabei ins Handwerk pfuschen (>Du sollst nicht töten!< - dies gilt gegenüber Mensch und Tier). Er macht dies schon, und zwar so, wie es richtig ist. Dies ist zumindest eine Grundüberzeugung aller echten Christen und hängt mit dem Glauben als Vertrauen in Gott und Jesus zusammen.

Unser Tier kann aber von uns erwarten, daß wir, statt uns mit einem dafür kassierenden Tierarzt ums Töten zu kümmern, uns so gut es nur irgendwie geht, um seine Lebenserhaltung kümmern und nach Heilung streben.

Deshalb: Solange mein Tier, dem es so schlecht noch nicht geht (andere Mäuse haben teils relativ munter fast ein Jahr mit Nierenschwellungen gelebt, als wir diese noch für schlichte Zysten hielten - ich weiß jetzt allerdings auch, wo die Krankheit ohne wirksame Medikamente endet), noch um sein Leben kämpft, tue ich dies selbstverständlich auch!!

Und ich habe auch immer noch Hoffnung: Deshalb möchte ich hier auch weiter keine Euthanasie- oder Sterbehilfe-Diskussion in Gang setzen (die Meinungen sind ja ausgetauscht), sondern jetzt entweder gar nichts oder eben wirkliche Tips zur Heilung. Z.B.: Vielleicht forscht ja einer gerade über Protozoen und könnte mal testen, was an einfachen und für Mäuse ungiftigen Mitteln gegen diese wirksam wäre, oder vielleicht hat ja jemand zufällig einen ungewöhnlichen Heilungsweg gefunden, der ihm jetzt erst bewußt geworden ist - all dies würde mir und meiner Maus helfen und wäre entsprechend konstruktiv...

Im übrigen: Wieviel arme Tiere sollen noch für Pharma-Experimente, oft ohne wirklichen Erfolg, den Kopf hinhalten, wenn sich doch manches am bereits kranken Tier testen ließe? Natürlich mit der gebotenen Sorgfalt, z.B. würde ich hier keinen Vorschlag ungeprüft einfach übernehmen, sondern mich erst selbst über eventuelle Giftigkeit, Nebenwirkung etc. der jeweiligen Substanz gründlich informieren - das sind und waren mir meine Tiere stets wert. Und so soll es bleiben - und zwar auch gegenüber Tierärzten, die für meine Begriffe leider viel zu oft total danebenliegen und erst recht keineswegs immer verantwortungsvoll mit Tieren umgehen - schon gar nicht mit angeblich "nur einer Maus" (Mäuse sind die weitunterschätztste Tierart überhaupt - sie sind total schlau und total süß. Menschen wie Mäuse -das wäre was...!)

Viele Grüße!

P.S. Für Eure beiden ja lieb gemeinten Antworten möchte ich mich aber hiermit nochmals bedanken. Etwas für den anderen in einer Notlage zu tun, ist schon eine große moralische Hilfe. Bravo, das weiß ich in einer tendenziell leider recht hartherzigen Gesellschaft sehr zu schätzen!!
 
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Summer_xD

Summer_xD

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Zur Euthanasie/Tötungsvorschlag, der natürlich gut gemeint war und einfühlsam formuliert ist, muß ich aber leider wegen der Wichtigkeit (!) deutliche und scharfe Worte wählen, ohne damit jemanden beleidigen zu wollen (wir entwickeln uns ja alle tagtäglich und natürlich gibt es kontroverse Meinungen, die untereinander auch einmal ausgetauscht werde sollten): Solche Rat-Schläge oder Belehrungen von oben herab wollte ich eigentlich genau nicht haben. Denn wenn Leute in Foren Hilfe suchen, bekommen sie stattdessen fast immer nur entweder den grandiosen Tip, einen Tierazt aufzusuchen, oder aber, das Tier doch bitteschön umbringen zu lassen. Dies entspricht nicht meiner Haltung. Euthanasie ist in meinen Augen ein großer Frevel, denn für das Sterben (nicht Töten!) ist nach meiner religiösen Überzeugung der liebe Gott verantwortlich, und wir sollten ihm nicht - aus welchen oft kaschierten oder unüberlegten Gründen auch immer - dabei ins Handwerk pfuschen (>Du sollst nicht töten!< - dies gilt gegenüber Mensch und Tier). Er macht dies schon, und zwar so, wie es richtig ist. Dies ist zumindest eine Grundüberzeugung aller echten Christen und hängt mit dem Glauben als Vertrauen in Gott und Jesus zusammen.
soviel noch hier zu, wir sind hier alle keine tierärzte, wir haben wohl alle nicht human und wohl auch nicht veterinär medizin studiert und haben die nötigen fachkenntnisse. ich respektiere deinen glauben, allerdings gluab ihc nich an gott und seh das anders.

ich hab keine medizin studiert, aber ich weis:

1. eine nierenschwellung bedeutet SCHMERZEN immer andauernde SCHMERZEN
2. medikamente die ein LEBENLANG gegeben werden müssen, sind oftmals nicht gut für die darmflora, das tier kann verdauungsprobleme bekommen, die stendige medikamentengabe bedeuten dazu noch stress
3. ein tierarzt kann am meisten helfen, wir sind hier nur ein forum, der rat zum arzt zu gehn, ist oft der BESTE den man geben kann, denn nur der kann sich das tier vor ort ansehn und das meiste dazu sagen, denn DER hat sein fach studiert, der weis mehr. und wenn die nicht mehr weiter wissen, wenn die krankheit noch nicht richtig erforscht ist, was erwartest du dann von uns? was sollen wir denn an ratschlägen geben?
4. wenns doch immer wieder rückschläge gibt, warum lässt du die maus dann nicht einfach gehn? ich find es unverantwortlich, ein tier, nur seines eigenen glaubens willen, leiden zu lassen und ich denke das ich bin da nicht allein.

ich werd hier nichts mehr zu sagen, nur das sei gesagt


summer
 
fräuleingrün

fräuleingrün

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Hallo silberstreif!
Obwohl du ausdrücklich gesagt hast, dass du hier keine Euthanasie-Diskussion auslösen willst und ich das auch durchaus verstehe, da es sich hierbei sicher um ein Thema handelt, bei dem du nicht mit vielen Usern dieses Forums auf eine gemeinsame Meinung kommen wirst, möchte ich auch noch etwas hinzufügen.
Ich respektiere deinen Glauben und hoffe daher, dass du mich nicht falsch verstehst. Ich glaube schlichtweg anders als du. Meiner Meinung nach hat uns Gott oder wie auch immer man das nennen mag, an das manche gerne glauben und das manchen das Leben sicher einfacher macht, uns genug Verstand gegeben, Entscheidungen selbst zu treffen. Eben auch die Entscheidung, ob es für ein Tier (vielleicht sogar einen Menschen) am besten ist, weiter zu leben oder zu sterben. Natürlich wird die Fähigkeit, diese Entscheidung zu treffen, oft missbraucht, aber im Großen und Ganzen geht es in diesem Forum schließlich um Tiere, denen es schlecht geht oder (da hier niemand in der Lage ist, Ferndiagnosen zu stellen) um Tiere, von denen angenommen wird, dass es ihnen schlecht geht - ohne Hoffnung auf Besserung. Meiner Meinung nach tun wir in diesem Fall durchaus etwas Gutes, wenn wir uns für den Tod des Tieres entscheiden. Und dies hat nichts damit zu tun, dass man diese Entscheidung unüberlegt trifft. Genau dies sollte tatsächlich nicht passieren und passiert, denke ich, selten genug. Infolgedessen fällt dies meiner Meinung nach nicht unter "Du sollst nicht töten!", sondern vielmehr unter "Nächstenliebe", wenn wir uns schon so genau an den Glauben halten wollen.
Liebe Grüße!
 
S

Silberstreif

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Hallo Summer_XD,

keine Angst, Nierenschmerzen sind wohl keine da (keine Berührungsempfindlichkeit). Und wenn, dann wäre ein gutes Schmerzmittel natürlich ein hilfreicher Tip gewesen.

Auch das Wurmmittel ist eigentlich harmlos, und meine Mäuse haben es immer ganz lieb freiwillig mit einem Papayastückchen genommen. Ich habe gesagt: "Hier ist eure Medizin!", und dann haben sie jedes Mal ganz niedlich die Medizin auch genommen. Überhaupt kein Streß!! Im Gegenteil, die haben sich gefreut, weil sie begriffen haben, daß es ihnen hilft (Mäuse sind unglaublich schlau!!).

Die Therapie ist kein Vollstopfen mit Medikamenten, sondern bisher die einzige Möglichkeit, das Tier am Leben zu erhalten und seine Gesundheit gegen diese absolut widerliche und brutale Krankheit zu schützen. Mach`Dich kundig, dann wirst Du es auch verstehen, ohne Medizin studiert zu haben, was bei etlichen Tiermedizinern im übrigen offenbar ohnehin nicht soviel gebracht zu haben scheint! Soweit dazu!
 
Summer_xD

Summer_xD

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papayja darf man mäusen nicht geben, das kannst DU überall nachlesen. ist ne exotische frucht.

richtig, die einzige chance das tier am leben zu erhalten, ich frag mich nur wofür wenn du schreibst das sie immer wieder rückfälle hat. dann ist das nämlich meines erachtens nicht mehr okay.
 
S

Silberstreif

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Nierenschutz/Immunstärkung

Hallo Kleine-Liebe,

also Töten auf Verlangen oder nach eigenem Ermessen ist - weiß Gott - kein Liebesdienst. Sonst wäre ja jeder Todesengel aus Altenheim oder Klinik mit seinem bösen Treiben damit gerechtfertigt. Ja, selbst jede Abtreibung ließe sich mit dem angeblich doch sowieso lebensunwerten Leben rechtfertigen statt eine Adoptionsfreigabe zu machen. So einfach liegen die Dinge nicht, auch wenn Sterbehilfe oft der bequemste Weg ist.

Im übrigen ist mein Tier nicht so krank, daß daran zu denken wäre. Oder soll jetzt schon vorsorglich jedes Lebewesen getötet werden, weil es ja doch irgendwann einmal sterben wird??

Aber wie gesagt, ich wollte hier eine solche Diskussion nicht. Denn ich suche nach einem Weg meinem Tier zu helfen und seine Gesundheit wiederherzustellen.

Ein Tip wie etwa ein Nierenschutzmittel (z.B. Renalzin: Phosphatpuffer, Toxinpuffer und Antioxidans), um weitere Schäden von der Niere fernzuhalten, oder aber Mittel zur Stärkung der Immunabwehr, damit der Organismus es aus eigener Kraft schafft, wenn es schon keine gescheiten Medikament gibt - all das wären gute Tips gewesen, um zu helfen.

Und auf Erfahrungsrückmeldungen z.B. auch damit hoffe ich jetzt weiterhin.

Also an alle Forenteilnehmer:

Bitte teilt mir mit, welche Erfahrungen Ihr damit gemacht habt (Dosierung, Verträglichkeit; gehen auch die Einzelkomponenten wie Kaolin und Lanthancarbonat??).

Aber bitte keine weitere Diskussion mehr zu Sterbehilfe. Das ist nicht mein Thema und nicht mein Anliegen.
 
Summer_xD

Summer_xD

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tja ich sag dazu ma nur so viel, du gibst die medis ja regelmäßig oder? also nich immer nur ma wieder sondern schon so jeden tag dauerhaft oder? hast dir schon ma gedanken gemacht, dass es so nem kleinen tier auch schadet auf dauer immre medis zu bekommen?
 
S

Silberstreif

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Hallo Summer_XD,

ich werde hier in Diskussionen reingezwungen, die mit meinem Thema nichts mehr zu tun haben. Rückfälle sind bei dieser Krankheit leider normal (informieren!!).

Papaya wird zu Unrecht verteufelt. Meine Mäuse haben die Trockenstückchen immer sehr gut vertragen und sehr gerne gegessen. Es hat ihnen sicher auch geholfen, den Erreger abzuwehren, weil es - wie ich jetzt weiß - ein natürliches Wurmmittel (übrigens auch der alten Indianer) ist, ganz so, wie das Panacur/Fenbendazol, das von der Medizin aus purer Verlegenheit gg. E. cuniculi gegeben wird, weil man nichts anderes hat.

Papaya kann man sogar als Pulver bzw. Extrakt als Verdauungshilfe kaufen. Es fördert mit seinem Enzym die Fett- und Eiweißverdauung (eiweißspaltend!).

Natürlich darf man den kleinen Mäusen nicht eine große Frucht oder Riesenstücke hinlegen. Aber das gilt ja immer - egal bei was.
 
Summer_xD

Summer_xD

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ich hab mich informiert und wie du selbst bei wikipedia lesen kannst steht da das es noch keine 100% heilmöglichkeit gibt.
außerdem stand da, das bleibende schäden zurückbleiben können, da die erreger die nieren und das hirn befallen. deswegen die schiefhaltung vom kopf bei kaninchen. ist es das wirklich wert?

und man kann überall nachlesen das man mäusen keine exotischen früchte geben darf, sowas sollte man vllt tun BEVOR man sich mäuse oder andere tiere zulegt.
 
fräuleingrün

fräuleingrün

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Lieber silberstreif,
ich bin erschüttert.
Du schreibst, du wirst in Diskussionen "reingezwungen". Findest du das nicht selbst lächerlich? Du selbst verbreitest in so einem Forum Sätze, die hier nur auf Kontra stoßen können - was also erwartest du? Dass die User so etwas ignorieren und sich ohne weiteres mit dem eigentlichen Thema befassen? Entschuldige, aber das kann ich nur als lächerlich bezeichnen.
Des Weiteren machst du mich mit deinen Aussagen unheimlich wütend. Du bezeichnest Einschläferung, Sterbehilfe und Adoption als "de[n] bequemste[n] Weg"? Ganz ehrlich: da fehlen mir die Worte. So eine Aussage kann nur ein wirklich unsensibler Mensch machen. Mehr muss ich dazu nicht sagen.
Dein Argument zu Todesengeln finde ich nicht schlecht, ich hatte aber selbst schon geschrieben, dass es sicher Menschen gibt, die ihre Fähigkeiten/Macht missbrauchen. Ich finde nur, dass du in diesem Forum damit sicherlich an die falschen Adressaten schreibst. Hier ist schließlich davon auszugehen, dass es um das Wohl der Tiere geht und nicht darum, es sich möglichst "bequem" zu machen - abgesehen vom obigen Argument, dass Einschläferung sicher nicht bequem ist.
Ich möchte unsere Diskussion an dieser Stelle aber auch beenden, da ich sehr stark bezweifle, dass wir noch mal auf einen gemeinsamen Nenner kommen - allerdings kann ich nicht versprechen, dass mich deine Aussagen nicht noch einmal so wütend machen, dass ich antworten muss.
Ich gehe jetzt mein krankes Tier versorgen.
 
S

Silberstreif

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An Summer_xD,

ich habe diesen Thread aus zwei Gründen gestartet: Erstens hoffe ich auf wertvolle Tips zur Heilung meiner Maus. Und zweitens möchte ich anderen damit Gelegenheit geben, dies in einem ähnlichen Fall mal nachzulesen, damit sie und ihre Tiere davon profitieren können.

DESHALB MÖCHTE ICH NICHT, DASS HIER DIE GANZE ZEIT ANDERE THEMEN DISKUTIERT WERDEN. (MACH/T DOCH DAZU EINEN EIGENEN THREAD AUF; ich jedenfalls habe dafür wirklich im Moment keine Zeit!!). Bitte versteht: Falls hier noch einmal quertreibende Themen oder absurde Belehrungen kommen, bitte ich die Moderation, diese zu entfernen, damit der Thread nicht völlig unlesbar wird.

(Nur für Summer_xD: Leider bin ich erneut gezwungen, Stellung zu nehmen, weil das, was Du gesagt hast, andere irritiert und daher nicht stehenbleiben darf.

Kein Heilmittel, obwohl die Krankheit schon seit rund 80 Jahren bekannt ist

1. Daß es bisher kein Heilmittel gibt, habe ich doch von Anfang an gesagt. Das ist ja gerade der Ausgangspunkt für meinen Thread gewesen. Auch daß es immer wieder Rückfälle geben kann (aber nicht muß!), hatte ich bereits gesagt. Der recht gute Artikel bei Wikipedia ist mir natürlich bekannt.

Lies aber dazu auch mal die E.-cuniculi-Fallgeschichten (Mut-Mach-Geschichten im Netz zu Kaninchen), dann wirst Du vieles sicher viel besser verstehen...

Papaya ist nicht ungesund und kann bei E.-cuniculi durchaus helfen

2. Ich sagte doch, daß Papaya zu Unrecht verteufelt wird. Ich füge jetzt noch an, daß eben nicht alles stimmt, was im Netz so verbreitet wird. Oft schreibt einer einfach vom anderen ab und so pflanzen sich Fehler ungeprüft fort. Und dann gibt es zum Teil natürlich auch fehlinterpretierte Erfahrungen: Gebe ich Papaya und das Tier stirbt, so liegt vordergürndig der Schluß nahe, daß es die Frucht war. Also giftig? Nein, wie wäre es denn z.B. mit Pestiziden (übrigens oft auch bei Ananas, aber auch bei Salat etc.!!).

Meine Erfahrung ist, daß ich aus dem Nymphensittichfutter von Trill meinen Mäuse stets diese Früchte gegeben hatte, nach denen sie ganz verrückt waren, bis ich leider auch im Netz eines unguten Tages die Warnung vor Papaya entdeckte und ihnen, um sie nicht zu sehr zu entttäuschen, dann deshalb nur noch ganz, ganz kleine Stückchen gab.

Solange ich Papaya fütterte, ging es den Mäusen weitgehend gut, aber als ich Papaya absetzte, kam es sehr schnell zu bösen E.-cuniculi-Ausbrüchen...

Meine Erklärung dafür ist, daß das Enzym aus Papaya die Darmpassage beschleunigt (kein Durchfall, aber weicherer Kot, daher auch in jeder Hinsicht gut gegen Verstopfung: siehe Netz-Info). Dadurch hat der E.-cuniculi-Erreger, der als Spore mit Mund oder Nase aufgenommen wird und sich im Darm zu verankern versucht, um in den Organismus einzudringen, m.E. nicht genügend Zeit für seinen Angriff. Er wird einfach wieder ausgeschieden, bevor er sein Zerstörungswerk beginnen kann.

Dies halte ich für die plausibelste Erklärung zur Schutzwirkung von Papaya gegen den Parasiten. Es mag sein, daß das Enzym noch ein Übriges tut und die Spore einfach zerlegt.

Jedenfalls ist Papaya ein traditionelles Wurmmittel (wie Panacur/Fenbendazol) der alten Indianer, was ich aber leider auch erst seit kurzem weiß. Meine Mäuse waren da ganz offensichtlich viel schlauer!!

Es ist auch von anderen Tierarten bekannt, daß sie sich in erstaunlicher Weise selbst zu helfen wissen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. So gibt es z.B. Affen, die bestimmte Blätter auch noch in spezielll gerollter Form essen, um gezielt Würmer zu eliminieren. Dies ist kein Scherz, sondern so wahr, daß die Pharmaindustrie sogar diesen Substanzen nachspürt.

Papaya ist (zumindest in getrockneter und unbegifteter Form) ein absolut gesundes Nahrungsmittel mit u.a. viel Vitamin C (siehe z.B. bei lexolino). Vorsicht ist wohl nur bei Kernen (wie immer), evtl. bei grüner, also unreifer Papaya (ebenso Ananas) und natürlich bei den u.a. von unserer deutschen Chemieindustrie mit viel Engagement und teils äußerst wenig Skrupeln an die Anbauländer für tropische Früchte verkauften Pestiziden (Giften) geboten, die in Form von Früchten zu uns zurückkehren.

Schaden Medikamente?

3. Ein Tierarzt sagte mir einmal warnend: "Aber denk' an die Nebenwirkungen!" Ich kann dazu nur sagen, natürlich muß man dies im Auge behalten. Aber ein Medikament nicht geben sollte man nur dann, wenn die Nebenwirkungen schlimmer sind als die Krankheit. Denn auch diese hat Wirkungen, und etwa bei E.C. sogar was für welche!

Die Medikamente (bis auf Antibiotika mit den üblichen Risiken und den Schäden an der Darmflora), die ich gebe, sind erwiesenermaßen ausgesprochen harmlos. Und im übrigen bedeutet Mäusemedizin immer Tröpfchenmedizin, also Mini-Mini-Dosen, sodaß es man es zum Teil kaum noch sieht...

Die Medikamente, die ich gebe, schaden garantiert nicht. Aber die Krankheit schadet! (Ebenso läßt übrigens die Krankheit bzw. der Erreger das Tier leiden und nicht etwa ich. Ich versuche zu helfen. Und vor Jahren gelang mir das z.B auch bei Papageienkrankheit, als veterinäramtlich alle meine Vögel eigentlich getötet werden sollten, ich aber mich damit aus Verbundenheit nicht abfinden wollte und nachhakte, bis ich eine Alternative fand. Ein sehr versierter Tierarzt, der heute leider nicht mehr praktiziert, gab mir damals im Einvernehmen mit den Veterinären ein spezielles Futter mit beigefügtem Medikament. Innerhalb weniger Wochen waren sie wieder gesund und munter und lebten noch viele Jahre bei mir. Einer sogar noch fast 20 Jahre! Einfacher und bequemer, aber natürlich nicht schöner, wäre es gewesen, die Vögel töten zu lassen.

Tierliebe?

Wer sich so tierlieb gibt wie etwa Du, der kann eine Menge für Tiere tun. Werde z.B. Vegetarier aus Respekt vor dem Lebensrecht auch der Tiere und vor dem Wunder Leben - so wie ich.

Wehre Dich gegen unnütze Versuche in der Pharma- und Kosmetikindustrie, gegen Massentierhaltung sowie gegen überflüssiges und grausames Töten und Sezieren in Biologie- und Medizinkursen, und Du findest einen engagierten Mitstreiter in mir. Und setz' Dich z.B. ein gegen den euphemistischen (verschleiernden/verhüllenden) Sprachgebrauch in der Tiermedizin wie z.B. Einschläfern, Erlösen etc. statt Auslöschen ein sowie für eine bedarfsorientierte, humanere und effizientere Pharma- und Krankheitsforschung an den Unis - dann hast Du viel für die Tiere getan und kannst wirklich stolz auf Dich sein.

Aber bitte laß ab jetzt meinen Thread in Ruhe, damit er seinen Zweck erfüllen kann. (Zur Not eben E-Mail an mich direkt!)
 
Sina

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Tierliebe?

Wer sich so tierlieb gibt wie etwa Du, der kann eine Menge für Tiere tun. Werde z.B. Vegetarier aus Respekt vor dem Lebensrecht auch der Tiere und vor dem Wunder Leben - so wie ich.

Wehre Dich gegen unnütze Versuche in der Pharma- und Kosmetikindustrie, gegen Massentierhaltung sowie gegen überflüssiges und grausames Töten und Sezieren in Biologie- und Medizinkursen, und Du findest einen engagierten Mitstreiter in mir. Und setz' Dich z.B. ein gegen den euphemistischen (verschleiernden/verhüllenden) Sprachgebrauch in der Tiermedizin wie z.B. Einschläfern, Erlösen etc. statt Auslöschen ein sowie für eine bedarfsorientierte, humanere und effizientere Pharma- und Krankheitsforschung an den Unis - dann hast Du viel für die Tiere getan und kannst wirklich stolz auf Dich sein.
Unverschämt und nicht zum Thema passend, das sind Dinge, die jeder - wirklich jeder - selber entscheiden muss. Nur weil ich mich nicht täglich gegen Folter und Misshandlungen gegen Menschen einsetze, heißt das nicht, dass ich kein Menschenfreund bin. Merkste was?

Du solltest Dir eher ein veterinärmedizinisches Forum suchen. Niemand hier hat sich so explizit mit den Wirkmechanismen der Medikamente auseinandergesetzt wie Du. Niemand hier hat bisher Erfahrungen mit E.c. bei Mäusen gemacht. (Ja, ich weiß, wir wissen es nur nicht.) Wir gehen im Zweifelsfall zum Tierarzt. Tut mir Leid, dass wir Dir nicht helfen können, aber ich gehe nicht davon aus, dass Du hier noch Hilfe erwarten kannst. Die Ansichten sind einfach zu konträr.
 
Summer_xD

Summer_xD

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tut mir leid aber ich lach grad.
echt.
meine frage war doch von anfang an, warum DU HIER NACH HEILMITTELN FRÄGST, wenn doch bekannt ist das es noch keine GIBT. also was sollen wir dann hier schon sagen?

einschläfern ist nicht der bequemste weg sondern oft der beste und man muss auch nich vegitarier werden nur um stolz auf sich zu sein, das man was für die tiere getan hat. jetzt weichst du vom thema ab.

ich sag dazu noch so viel: in meinen augen ist es sinnlos dem tier ständig medikamente zu geben, wenn es damit doch eh nicht geheilt werden kann und es zu rückschlägen KOMMEN KANN, allein das risiko ist doch schon schlimm genug, denn WENN einer kommt, dann ist das ja wohl kontraproduktiv und nicht im sinne vom wohl des tieres.

zudem sind wir hier ein tierschutzorientiertes forum. hier darf jeder seine meinung offen sagen, solange sie nicht beleidigend sind. (siehe forumregeln) vondaher kannst du mir gar nix verbieten. wenn dir hier was nich passt dann kannst ja gehn, zwingt dich dohc einer.
 
Tova

Tova

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Hallo,

die Erkrankung nennt sich Enzephalitozoonose, E. cuniculi ist der Erreger/Parasit ;).

E.cuniculi ist bei Farbmäusen nicht unbedingt selten. Es gibt Untersuchungen, bei denen zwischen 30% und 50% der Labormäuse seropositiv waren. Man kann daher davon ausgehen, dass der Erreger auch bei „Liebhabertieren“ durchaus verbreitet ist.

In der Regel gelingt es dem Immunsystem, den Erreger in Schach zu halten und es entsteht ein Gleichgewicht zwischen Erreger und Wirt. Wird das Immunsystem geschwächt, kann es den Parasit nicht mehr ausreichend regulieren und dieser im Körper Schäden anrichten. Je länger die Infektion dauert und je schwächer das Immunsystem, desto schlimmer sind die (auch bleibenden) Schäden.
Ein bestimmter Immundefekt macht diesen Parasiten für entsprechende Tiere äußert gefährlich, in solchen Fällen verläuft die Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich.

Die Behandlung von Mikrosporidien, zu denen auch E.cuniculi zählt, ist sehr schwierig und es wird durchaus schon seit einiger Zeit in dieser Richtung geforscht. Dass man sich dabei auf die Erreger konzentriert, die insbesondere für den Menschen sehr problematisch sind, ist verständlich. Bis jetzt wurden leider keine wirklich effektiven Medikamente gefunden.

Mit Mäuse fehlen mir glücklicherweise bisher Erfahrungen bei der Bekämpfung der Krankheit. Allerdings habe ich schon einige Kaninchen behandelt, einige davon auch erfolgreich*.
Als Grundlage der Behandlung dient der Aufbau des Immunsystems. Die Basis eines effektiven Immunsystems ist eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung. Bei Mäusen empfiehlt sich eine vielfältige, abwechslungsreiche Saatenmischung und ein ebensolches Angebot an frischer Nahrung. Besonders wasserhaltige Futtermittel (z.B. Gurke) sollte vermehrt angeboten werden, damit der Erreger möglichst gut aus der Niere geschwemmt wird.
Durch ein entsprechendes Angebot hat das Tier die Möglichkeit, sich sein Futter bedarfsmäßig ideal zusammenzustellen. Dadurch werden nicht nur Mangelerscheinungen vermieden, sondern auch vermieden, dass übermäßig nicht benötigter Nährstoffe aufgenommen, die wieder ausgeschieden werden müssen und so das Tier unnötig belasten. Zudem ist eine Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffe für das Immunsystem von großer Bedeutung.
Wird ein Tier noch nicht so ernährt, muss die Umstellung allerdings langsam erfolgen. Wie fütterst du die Maus bisher?
An Medikamenten empfehlen sich immunstimulierende Mittel. Bedacht werden muss aber immer, dass einige Medikamente auch das Immunsystem selbst schwächen und daher die Wirkung insgesamt äußerst negativ sein kann. Zu Unterstützung bei Kaninchen eingesetzt habe ich bisher Engystol (Homöopathisch) sowie Zylexis. Inwieweit ein Einsatz bei Mäusen möglich ist, musst du mit deinem Tierarzt klären.
Zudem sollte (starker) Stress erstmal möglichst vermieden werden.

Ansonsten sollte eine Tötung des Tieres zu selbstverständlich sein, wenn dieses leidet und die Chancen auf Heilung (bzw. ausreichender Symptomlinderung) gering sind. In freier Natur sterben solche Tiere schnell, in Gefangenschaft sind sie dem Menschen jedoch ausgeliefert und müssen, da die Versorgung in der Regel entsprechend ist und das Tier am Leben gehalten wird, einen langsamen und qualvollen Tod sterben. Sie haben keine Möglichkeit, ihr Leben zu beenden, dass sollte und muss in solchen Fällen der Mensch übernehmen.
Sofern das Tier keine Schmerzen hat und noch ausreichend Lebenswillen zeigt, muss diese Diagnose m.E. nicht zwangsläufig ein Todesurteil sein.

*Allerdings ist eine vollständige Eliminierung des Parasiten i.d.R. nicht möglich. Die Symptome lassen sich in vielen Fällen bekämpfen, mit Rückfällen muss immer gerechnet werden. Genauso kann so ein Tier aber auch den Rest seines Lebens ohne weitere Symptome verbringen.
 
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Aiko

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Liebe/r Silberstreif!
Ich habe jetzt eine ganze Weile überlegt, ob ich hier auch noch meine Meinung kundtun soll, oder das Ganze einfach gut sein lasse.
Allerdings ist mir das nicht möglich, und zwar aufgrund einiger deiner Äußerungen.

Vorneweg aber möchte ich noch einmal sagen, dass du dich wahrscheinlich mehr mit der Krankheit E.-cuniculi beschäftigt hast, als die meisten hier in diesem Forum. Folglich wird dir auch kaum einer helfen bzw. mehr sagen können, als es schon getan wurde.
Ich selber habe bis jetzt (und hoffentlich bleibt es so!) noch keinerlei Erfahrung mit diesem Erreger gehabt, allerdings habe ich schon so manches darüber gelesen.
Mehr noch, wie schon öfter erwähnt, scheint es ja noch kein Heilmittel zu geben.
Nun gut, danach suchst du nicht, wenn ich dich richtig verstanden habe.
Aber um auf den Punkt zu kommen, ich finde es toll, dass du dich so gut informierst und nach der best möglichsten Therapie für deine Maus suchst! Ich glaube, nicht alle Menschen würden das tun, dennoch und bei aller Achtung, solltest du dir überlegen, wann es für dein Tier genug ist.
Damit will ich nicht deinen Glauben anzweifeln oder gar versuchen, ihn zu ändern! Ich versuche lediglich, dir mitzuteilen, dass 'Erlösen' wirklich nichts mit dem einfachen Weg zu tun hat. Es fällt uns schließlich nicht leicht, ein geliebtes Tier gehen zu lassen.
Damit spreche ich, denke ich, für alle hier angemeldeten. Nun, zumindest für einen Großteil!
Hiermit will ich aber nicht sagen, dass du deine Maus einschläfern lassen sollst!
Solange es ihr gut geht, was deiner Meinung ja der Fall ist, probiere ruhig weiter.
Ich kann mich hier ja, so wie die anderen auch, nur auf deine Äußerungen verlassen, also glaube ich dir jetzt einfach, dass es der Maus soweit noch gut geht!
Nur bitte, wenn du merkst, dass sie, die Maus, wirklich leidet, dann wäre es doch nur im Sinne des Tieres, über eine etwaige Erlösung nachzudenken.

So, was die Papaya angeht, nun gut. Es stimmt, was die anderen sagen - man findet auf vielen Seiten negatives über diese exotische Frucht.
Wie du vielleicht selbst schon nachgelesen hast, wird sowieso vor der Vergabe von exotischen Früchten gewarnt!
Auch mit der Begründung, dass unsere Farbmäuse, die ja von der Hausmaus abstammen, diese Art von Kost nicht gewöhnt sind.
Aber auch hier verlasse ich mich auf dein Urteil. Wenn es denn nicht schadet, allerdings heißt es doch auch, die Papaya würde aufgrund der viel enthaltenen Säure die Darmflora angreifen.
Bitte berichtigt mich, wenn ich hierbei falsch liege.
Dennoch wie gesagt, es sind deine Mäuse und somit hoffe ich, du weißt, was du tust!
Solange es aber nicht sichtbar schadet, okay.

!!Dennoch empfehle ich das nicht zur Nachmachung!!

Es tut mir leid, aber ich denke, das muss gesagt werden. Denn sonst machen das unerfahrene Mäuseliebhaber nach und wir haben den Salat, wenn doch irgendwas passiert. Außerdem will ich hier keinen auf den Deckel bekommen, wenn ich Leute zu etwas motiviere, was vielerorts als schädlich angesehen wird!
Das ist kein Angriff auf dich, nur ein Schutz vor evt. schädlichen Wirkungen. Nicht, dass hier wer dann meint - aber im Forum stand... ;)

Zu deinem, im letzten Beitrag, letzten Absatz muss ich allerdings auch noch etwas loswerden:
Jede beliebige Raubkatze jagd doch auch Tiere und frisst sie anschließend! Das ist der Lauf der Natur und der Mensch isst von jeh her nun einmal auch Fleisch.
Das bedeutet nicht, dass man Fleisch aus einer Massentierhaltung kaufen soll, im Gegenteil! (Gilt auch für jegliche anderen tierischen Erzeugnisse.)
Aber wie auch hier, will ich dir nichts rausreden! Wenn man Vegetarier ist, hat man sicher seine guten Gründe und es ist zu einem gewissen Grad auch lobenswert.
Aber bitte versuche nicht, andere zu überreden oder was noch schlimmer ist, zu sagen, ich zitiere:
"Wer sich so tierlieb gibt wie etwa Du, der kann eine Menge für Tiere tun. Werde z.B. Vegetarier aus Respekt vor dem Lebensrecht auch der Tiere und vor dem Wunder Leben - so wie ich."
Auch, wenn du es nur gut gemeint hast, davon gehe ich aus!, kommt es ein wenig so rüber, als ob nur eben jene Menschen, Vegetarier, wirklich tierlieb wären!
Also verzeihe es den anderen, wenn sie darauf ein wenig rüde reagieren.
Jeder hat schließlich seinen eigenen Glauben und handelt nach eigener Überzeugung!

Was das Wehren gegen unnütze Pharma- etc- Industrie angeht, das ist schon wieder eine andere Geschichte und sicherlich lobenswert!

Aber nun Schluss von meiner Seite.
Mal sehen, vlt. bekommst du ja doch noch deine Infos!

lg Aiko
 
seven

seven

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Hallo zusammen!

Ich werde diesen Thread hier jetzt schließen, und zwar aus mehreren Gründen.

1) Wir sind hier alle keine Tierärzte.
2) Wir haben hier alle keine Erfahrung mit E. cuniculi bei Mäusen.
3) Demzufolge können wir hier alle keine konstruktiven Tipps geben.

Deine Bemühungen, Silberstreif, in allen Ehren - aber ich bin in wahrlich vielen und darunter auch sehr kompetenten Mäuseforen unterwegs (gewesen), und E. cuniculi bei Mäusen ist mir noch nicht untergekommen.
Es mag sein, dass es daran liegt, dass selbst die Tierärzte (die allgemein leider ohnehin selten wirklich Ahnung von Mäusen haben) da überfragt sind.

4) Eine Diskussion über Glaubensfragen und Euthanasie sollte dieser Thread ja nun auch nicht werden. Und auch keine über Vegetarierer.

Wir können Dir hier wirklich nicht weiterhelfen, wir können uns hier nur im Kreis drehen. Und da die Stimmung hier ohnehin schon sehr angespannt ist, mache ich zu.
Ich schicke Dir gleich aber eine PN mit dem Link zu einem sehr kompetenten Mäuseforum, da sind auch einige Leute, die Tiermedizin studieren bzw. studiert haben, und einige, die sich mit Chemie und Biologie ausführlich auseinander gesetzt haben.
Vielleicht findest Du ja dort Antworten auf Deine Fragen - es würde mich sehr freuen!

LG, seven
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

So, nach reiflicher Überlegung ist dieser Thread wieder geöffnet.

Ich möchte aber ALLE Beteiligten herzlichst darum bitten, sachlich zu argumentieren und möglichst beim Thema zu bleiben. Gegenseitige Vorwürfe oder Abschweifungen in Richtung Vegetarierer oder Glaubensfragen bringen uns nun wirklich nicht weiter.

Wer noch Infos zu e. cuniculi hat - bitte immer her damit. Und bitte: Alles in einem sachlichen Ton!

Vielen Dank!

LG, seven
 
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Chipi

Chipi

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In Absprache mit Seven möchte ich zu einigen Punkten etwas sagen, primär allerdings an alle Mitleser gerichtet; Silberstreif scheint sich seine Meinung gebildet zu haben, das ist sein gutes Recht, aber ich möchte doch einige seiner Ausführungen nicht ganz unkommentiert stehen lassen, damit die, die hier mitlesen, sich ggf. eine eigene Meinung bilden können.

Zunächst muß ich sagen, daß ich selbst keine umfassende Erfahrung mit e.c. bei Mäuseartigen habe, die bekannten Fälle konnten mir Panacur ausreichend behandelt werden. Ich kann und will keinesfalls einen Gang zum TA ersetzen oder tierärztliche Diagnosen vorwegnehmen. Aber einige kennen mich ja und wissen, daß ich mich generell einlese wenn es um Medikamentierungen geht.

Ich gehe d'accord hinsichtlich der Gabe von Antibiotika bei e.c.-Fällen, allerdings nicht, weil Baytril umstritten wäre, wie im ersten Posting angedeutet wurde, das hat einen anderen Grund: Die Standardtherapie war/ist ja bisher, Fenbendazol mit einem Antibiotikum und Cortison zu kombinieren. Einige TÄ sind mittlerweile davon abgekommen, weil man mittlerweile weiß, daß Fenbendazol in der Wirksamkeit alle anderen Medikamente überlagert. Daher sehen einige TÄ davon ab, Fenbendazol mit AB/Cortison zu kombinieren, um die Tiere nicht unnötig zu belasten.
Aber es gibt auch Argumente, die für die Beibehaltung des bisherigen Behandlungsschemas sprechen - nach dem Absterben der Parasiten werden im Körper Antigene frei, und das belastet das Immunsystem. Insofern kann es auch wieder sinnvoll sein, mit AB/Cortison zu ergänzen.
Welchen Weg man wählt, muß schlußendlich der behandelnde TA entscheiden.

Niereninsuffizienz kann ein Symptom von e.c.-Befall sein. Allerdings habe ich ehrlich gesagt Zweifel an der Diagnose vergrößerter Nieren. Abgesehen von den prominenten Organen wie Lunge und Herz ist es schon bei Ratten für erfahrene Kleintierärzte extrem schwierig bis unmöglich, Unregelmäßigkeiten an anderen Organen am lebenden Tier durch Röntgenaufnahmen oder Ultraschall festzustellen.
Bei einer Maus, die ca. 1/10 der Körpergröße einer Ratte hat, halte ich es daher für mehr als unwahrscheinlich, daß vergrößerte Nieren verlässlich diagnostiziert werden können. Es kann möglich sein - aber ich habe da doch, wie es so schön heißt, begründete Zweifel. Insofern stellt sich die Frage, ob und inwieweit man beim vorliegenden Krankheitsbild überhaupt eine sichere Diagnose in dieser Richtung stellen kann.

Wirklich bedenklich finde ich jedoch die Dosierung von Fenbendazol im genannten Fall.
Anthelminthika sind Medikamente, die genau wie AB oder Antiparasitika abgestimmt auf Körpergewicht und Krankheitsbild dosiert werden müssen, damit sie wirken. Genauso, wie es sinnlos (weil unwirksam) ist, ein AB oder AP niedriger zu dosieren, als für Behandung und Körpergewicht nötig wäre, ist es sinnlos (weil unwirksam) Fenbendazol mit 50% oder gar 25% der erforderlichen Wirkstoffmenge zu verabreichen.
Bestenfalls bleibt das Medikament ohne Wirkung - schlimmstenfalls können genau wie bei AB und AP Resistenzen auftreten. Insofern ist von einer Nachahmung in jedem Fall abzuraten, da Fenbendazol gegen e.c. das mit Abstand wirksamste Anthelminthikum ist - wenn man hier Resistenzbildungen riskiert, gefährdet man u.U. seinen gesamten Tierbestand und auch die Tiere anderer, mit denen man in Kontakt kommt. Encephalitozoon cuniculi ist zudem nicht der einzige Endoparasit, der gängigerweise mit Fenbendazol behandelt wird, so daß man auch vor diesem Hintergrund bitte äußerst gewissenhaft und verantwortungsvoll mit diesem Medikament umgehen sollte.

Inwiefern eine präventive Gabe von Fenbendazol nötig/sinnvoll ist, muß fallbezogen entschieden werden; in jedem Fall muß aber bei jeder Gabe, egal ob präventiv oder curativ, eine am Körpergewicht gemessene ausreichende Wirkstoffmenge verabreicht werden.
 
Status
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Thema:

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