Hund hört nicht mehr und geht auf andere Hunde los

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XpheeX

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Hallo erstmal, ich bin neu hier und hab schon das ganze Forum durchsucht nur leider kein passendes Thema gefunden.
Ich habe ein Problem mit unserem 2,5 Jahre alten Labrador/Schäferhund Mischling. Er hat bis vor ca 1 Monat immer schön gefolgt und sich prima mit anderen Hunden, bis auf einen vertragen. Seit ca 1 Monat aber hört er nicht mehr wenn man ihn ruft (es sei denn
man steht in der Küche). Er bellt und "fiepst" häufig. Als erstes dachten wir er hätte Schmerzen, deshalb ab zum Tierarzt. Der konnte nichts feststellen. Schlug uns noch Kastration vor,... Meine Mutter ist da aber total dagegen und stellt sich stur, mit Ihr kann man über sowas aber wirklich nicht diskutieren denn wenn sie sich erst einmal was in den Kopf gesetzt hat, hat man keine Chance mehr. Sie meinte das wäre Tierquälerei. Naja, nun aber noch ein Problem:
Seit ca 3 Wochen geht er jetzt auf andere Hunde los, ob klein oder groß ist ihm egal. Und er geht nicht nur spielerisch auf Sie los. Er hat auch schon über dem Auge eine kleine Bisswunde... Er ist richtig bösartig und inzwischen hat er bei uns im Dorf einen ganz schlechten Ruf als Beisser und total Bösartiger Hund. Andere Hundehalter gehen uns aus dem Weg wenn Sie uns von weitem sehen.
Was können wir tun damit unser Hund wieder hört und nicht mehr auf andere Hunde los geht?
Meine Mutter ist gegen einen Hundetrainer. Sie sagt "was bringt der schon?" und ich habe nicht genug geld für einen hundetrainer, sonst würde ich es zahlen...
Bitte helft mir...
 
28.09.2009
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
akani

akani

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Habt ihr viele Hündinnen in der Umgebung?

Ich tippe mal darauf, dass eine läufig ist und er das draußen riecht und deshalb auf andere Hunde losgeht.
Von meinem Männlein weiß ich, dass er immer sehr gelitten hat, wenn in der Umgebung eine Hündin läufig war.

Eine Kastration kann da schon Abhilfe schaffen.
 
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XpheeX

Guest
Erstmal vilen dank für die schnelle Antwort.
Und ja, 2-3 Hündinnen haben wir schon, aber die sind im NAchbardorf (ca3km) entfernt. Wie überzeuge ich meine Mutter jetzt von einer Kastration? Wie gesagt sie meint es wäre Tierquälerei, die Narkose ist lebensgefährlich usw... ihr fallen 1000 Gründe ein, eine Kastration zu vermeiden... Wieviel kostet sowas eigentlich? Weil dann schnapp ich mir den Hund und fahr selbst mit ihm zum Tierarzt...
 
petite

petite

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Pubertät

Dein hund ist in der pubatät und testet grenzen aus.

du solltest dringend mit ihm kommandos trainieren und ihm klare grenzen geben, damit du ihn auch draußen unter kontrolle bekommst und ihn vor allem nicht mehr in der küche füttern. es scheint für ihn selbstverständlich, dass er futter in oder aus der küche bekommt, weil dort hört er ja wie du sagtest. dafür tut er also alles :)

damit er weiß, das er nicht chef ist und von dir abhängig ist, solltest du ihn nur noch aus der hand füttern, nicht mehr aus dem napf. und für jede kleinste "portion" muss er etwas tun. also nicht einfach füttern und gut ist...sitz,platz,bleib etc. üben, auch draußen! dadurch machst du dich auch wieder interessant, wenn du ihn rufst. denn es könnte ja was spannendes passieren!! ;)

das funktioniert aber auch nur, wenn zu hause sich alle darüber einig sind dass ein hund auch nur ein hund ist. hat er einen eigenen platz? darf er auf die couch? ins bett? wer geht zuerst durch die tür? wird er am essenstisch gefüttert? wer darf zuerst essen? ihr oder das tier? lasst ihr sein spielzeug herumliegen, sodass er es als seinen besitz ansieht oder darf er nur damit spielen, wenn ihr es wollt? bekommt er viele streichel- und spieleinheiten oder wird er auch mal ignoriert, damit er merkt, dass er nicht "wichtig" ist, weil er das letzte glied in der familie ist?

ich könnte tausend sachen aufzählen, bei denen ihr anfangen müsstet konsequent zu handeln, damit er auch draußen hört...

draußen müsst ihr ihm außerdem etwas bieten, was viel interessanter ist, als seine artgenossen. ich finde den dummy (mit leckerchen gefülltes täschchen, an die der hund nur mit deiner hilfe rankommt) sehr gut für solche sachen oder ein spielzeug, dass er abgöttisch liebt.
somit könnte man apportieren mit hilfe einer schleppleine üben. wenn er das kann, kann man das dann in der nähe anderer rüden mit ihm spielen, dann verbindet er etwas positives mit seinen artgenossen. wichtig ist dann aber, dass du nur noch draußen in der nähe der artgenossen mit ihm spielst und ihm nur dort die aufmerksamkeit gibst, damit er erkennt: "ah ja, wenn wir nach draußen zu den anderen rüden gehen, macht meine familie richtig action mit mir"! das bedeutet, zu hause müssen jegliche verhätschelungen eingestellt werden, damit er sich auf draußen und somit auch auf die artgenossen freut.
eine andere schöne sache ist leckerchen vor sich herrollen. wenn also ein rüde in der nähe ist, wird dein hund einfach abgelenkt, indem du leckerchen in deiner nähe vor dich herrollst und er muss ihnen hinterherlaufen und sie holen.
immer wenn er sich gut benimmt musst du vor freude "austicken", ihn loben, als hätte er grad das tollste auf der welt gemacht. wenn er etwas falsch macht, solltest du ihn ignorieren und sofort die richtung wechseln. natürlich ist erstmal längeres leinen- oder schleppleinentraining angesagt!!

ablenkung und "sich interessant machen" ist das A und O. das kann aber wiederum nur funktionieren, wenn er dich als "chef" sieht. in sofern muss das training zu hause anfangen (wie schon oben beschrieben).

bitte sag deiner mutter, dass ein rüde, der nicht weiß wohin mit seinen hormonen und der nicht weiß, welches glied er in einer familie ist, viel mehr leidet und viel mehr stress hat als ein kastrierter hund, der sich häufig ruhiger verhät!
je weniger der hund in seine eigentliche rolle gewiesen wird, desto mehr stress empfindet er (er muss mehr aufpassen, er muss euch zurechtweisen (bellen), er muss rüden zurechtweisen, sein revier verteidigen etc...). DAS wäre dann tierquälerei, denn dadurch ist er extrem unentspannt. wenn ihr euch auf eine konsequente hundeerziehung einigen könnt, hat der hund die chance, sich entspannt in sein körbchen zu legen oder spazieren zu gehen und zu wissen: "die kümmern sich schon um alles"
manchen rüden ist deshalb häufig geholfen, wenn sie kastriert werden. darüber solltest du deine mutter informieren und vielleicht, wenn das trainieren nicht erfolgreich ist, noch einmal rat bei einem TA suchen!


viel erfolg, ganz viel geduld und alles gute wünscht petite
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

sorry, das mit dem alter habe ich falsch gelesen. demnach ist dein hund doch nicht mehr pubertär ;)

aber ich denke trotzdem, dass die erziehung eine sehr große begründung für sein verhalten ist...


gruß, nina
 
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akani

akani

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Mit 2,5 Jahren in der Pubertät?

So spät?
Ich dachte, das wäre früher.
Entweder waren meine Hunde alle frühreif oder ich weiß es auch nicht...
 
petite

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hey akani,

ja, tut mir leid, ich hatte das alter falsch gelesen...schau nochmal in meinen ersten beitrag ganz unten, da hab ich mich verbessert :)
 
Jeysie

Jeysie

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Ne mit 2,5 Jahren istr kein Hund mehr in der Pubettät, normalerweise spricht man so von dem Zeitraum 9.-15. Monat.!
 
akani

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Ich würde es an erster Stelle auf läufige Hündinnen schieben, das kenne ich von dem Rüden meines Vaters.
Der hat vor der Kastration immer geweint und war schrecklich nervös, wenn eine Hündin in der Umgebung läufig war.
Gehört hat er da auch schlechter...
 
petite

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ja sicherlich kann es auch damit zusammenhängen.

aber trotzdem muss ein hund auch in solchen, nein sogar grade in solchen situationen hören!

nicht nur, weil er gefährlich für andere hunde wird, sondern auch, weil er stress empfindet.

ein hund, der in dieser situation seine herrchen ignoriert hat in diesem fall ein rangordnungsproblem.

um es mal ganz flapsig auszudrücken: nur das alpha-tier darf die hündin decken (also quasi das herrchen). wenn dieser hund also der meinung ist, er hat nun das recht, diese hündin zu umgarnen, hat er was falsch verstanden ;)
 
akani

akani

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Ist auch meine Meinung, aber bei der gängigen Erziehung, die leider in vielen Leuten zu tief drin sitzt (Leckerli aus der Hand, Hund wird gestreichelt, wenn er zu einem kommt, Hund darf zuerst fressen etc...) führt halt dazu.
Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass da kastrieren und umerziehen wirklich hilft, aber sich ohne Kastration gegen so einen Rüden durchzusetzen ist echt schwer, wenn er schon so lange der Boss ist.
 
Nienor

Nienor

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Hunde sind keine Woelfe, in einem Hunderudel koennte jeder Ruede decken, nicht nur der Rudelfuehrer.
Mir stellt sich die Frage, wenn es wirklich an den Huendinnen liegt, warum war der Hund nicht vorher auffaellig ? Im letzten Jahr war sicher eine der Huendinnen laeufig und das Problem tritt erst jetzt auf.
Gab es irgendwelche familieren Veraenderungen ? Ein neuer Hund in der Umgebung, mit dem er sich angelegt hat ? Innere Zweifel beim Ausfuehrer, die den Hund dazu veranlassten, ihn zu beschuetzen ?
Zu einer Kastration wuerde ich nicht raten, sofern der Hund nicht unter laeufigen Huendinnen massiv leidet (heult nur noch, frisst nicht mehr), Verhaltensprobleme loest man damit nicht, bzw nur in 60 % der Faelle.
 
petite

petite

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nunja, ein dominanter ignoranter rüde sollte schon lernen, dass nur der rudelführer anrecht auf alles, somit quasi auch auf hündinnen hat. denn hunde verstehen nunmal nur die hunde- bzw wolfssprache. dazu gibt es jede menge dokumentationen, die das bestätigen.

und leider sind viele menschen auch der ansicht, dass es ein normales verhalten eines hundes ist, seine besitzer zu verteidigen/beschützen. aber genau das zeigt doch, dass der besitzer nicht die führungsposition hat. hundebesitzer müssen ihrem hund klarmachen, dass es nicht sein job ist, sie zu beschützen. sobald ein hund beschützt, hat er auch die oberhand. klar, ich will jetzt nicht sagen, dass alle hunde, die einen beschützerinstinkt haben, nicht auszuhalten oder gefährlich sind. aber grade bei diesem hund muss es richtig laufen, damit er nicht seine besitzer dominiert.

und wie gesagt, das stresst ihn ja auch, denn er meint er muss die ganze verantwortung übernehmen.

durch eine kastration wird sich der hund sicherlich nicht um 180 grad wenden, aber ich bin überzeugt, dass er kooperativer und zugänglicher sein wird. natürlich muss die "umerziehung" genauso entschlossen und konsequent passieren, wie bei einem rüden! ganz wichtig :)
ich finde außerdem, eine kastration eines hundes sollte man nicht mit einer kastration eines menschen gleichstellen. der hund leidet dadurch nicht. als rüde handelt er nach einem instinkt, nicht nach irgendeiner "lust". wenn er also kastriert ist, fällt dieser instinkt weg. mehr spürt ein hund dabei nicht.


lieben gruß, petite
 
Nienor

Nienor

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durch eine kastration wird sich der hund sicherlich nicht um 180 grad wenden, aber ich bin überzeugt, dass er kooperativer und zugänglicher sein wird.
In 40 % der Faelle aendert sich rein gar nichts im Verhalten des Hundes, daher lieber ersteinmal ohne OP versuchen.
Muesste man eventuell sowieso, wenn die Kastration nicht wirkt. Zumal nicht sicher ist, dass es an den Huendinnen oder Potenz des Hundes ueberhaupt liegt.

XpheeX : warum weigert sich deine Mutter so wehement gegen einen Hundetrainer ? Muss ersteinmal etwas Schwerwiegendes (zB eine Beisserei mit Verletzungen, die tieraerztlicher Behandlung beduerfen; ein Anzeige etc.) passieren, dass sie merkt, dass ihr Hilfe braucht ? Ein Trainer hilft euch, Hilfe zu suchen ist keine Zeichen von Versagen, sondern sehr vernuenftig und verantwortungsbewusst.
 
X

XpheeX

Guest
Okay, das waren jetzt sehr sehr viele Informationen...
Also ich fang dann mal an:
- Unser Hund hat noch niemals Futter in der Küche bekommen, es sei denn beim gurken schneiden etc. fällt mal was auf den boden... allerdings wird sein essen in der küche wie soll ich sagen, "zubereitet"... (d.h. jetzt aber nicht das er irgendwas besonderes bekommt... er bekommt jediglich sein Hundefutter).
- Er hat auch seinen eigenen Hundeplatz, einmal im Wohnzimmer und dann noch im Schlafzimmer meiner Eltern. Er darf nicht ins Bett, tut er auch nicht... hat er noch nie. Er darf auch nicht auf die Couch... usw.
- Am Essenstisch wird der Hund generell NICHT gefüttert. Er bettelt jedoch jedesmal.
- Eigentlich isst nie jemand zuerst. Der Hund bekommt meist pünktlich zur Mittagszeit sein Fressen, wir essen dann wenn unser Essen fertig ist, bzw wann wir Hunger haben. Da wir alle Berufstätig sind kommen wir auch alle zu verschiedenen Zeiten nach Hause und essen auch getrennt und nicht gemeinsam.
- Der Hund hat seine eigene "Spielzeugkiste" Tagsüber holt er sich seine SPielsachen, abends räumen wir die Sachen wieder auf.
- Wir spielen und schmusen schon oft mit Ihm, allerdings ignorieren wir ihn auch öfters mal.
Wir haben unseren Hund jetzt schon seit er ein Welpe ist. Wir waren mit Ihm in der Hundeschule. Er hat wie gesagt bis vor einem Monat IMMER gehört und auch andere Hunde in Ruhe gelassen bis auf EINEN (die zwei können einfach nicht miteinander) aber jetzt plötzlich ist er so ein richtiger Sturkopf, hört nicht mehr, fällt andere Hunde an,... achja hab ich ganz vergessen. Die ganze Zeit will er spielen, Non Stop. wenn wir ihn ignorieren fiepst er die ganze Zeit und bellt.
Ich hab jetzt mal mit meiner Mum nochmal wegen der kastation gesprochen und Ihr die Beiträge die Ihr geschrieben habt gezeigt, immerhin lässt sie sich das ganze jetzt nochmal durch den Kopf gehen.
Danke nochmals und ich halte euch auf dem laufenden, für weitere Informationen bin ich gerne auch weiterhin offen.
 
E

Emblazoned

Guest
Ich weiß das ist jetzt ein bisschen weit hergeholt - aber ist euch auch aufgefallen dass er evtl vom Fell her anders geworden ist? Stumpfer zB?
Eine Verhaltensänderung kann auch von der Schilddrüse her rühren.... Jaaa is kein Quatsch :)
 
A

Adam-und-Eva

Guest
Die ganze Zeit will er spielen, Non Stop. wenn wir ihn ignorieren fiepst er die ganze Zeit und bellt.
Das hört sich für mich schon so an der er sich als Chef fühlt, ich würde es vor einer Kastration erst mit einer guten Hundeschule versuchen.

Wenn ihm die anderen Hundehalter aus dem Weg gehen, merkt er das doch auch und wird in seinem Verhalten bestärkt.

Mein Hund hat auch 1 oder2 Genossen mit denen er es garnicht kann ( hat aber wohl Jeder ) ohne Leine geht das auch garnicht, aber wenn beide angeleint sind erwarte ich auch von meinem das er sich zurück hält, klappt nach einigem Trainning sehr gut.
Wenn Alle Angst vor euerm Hund haben hat er ja auch wenig Kontakt zu anderen Hunden, verschlimmert die Situation nur noch mehr,

ich würde ersteinmal eine Hundeschule aufsuchen.
 
A

alexb

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Hallo ich bin gerade auf dieses forum gestoßen, weil ich ein sehr ähnliches problem mit unser hündin (retriever mischling) habe. sie ist jetzt fast 6 jahre und hat ein ähnliches verhalten. bevor wir sie kastriert haben war sie sehr unterwürfig und danach passierte genau das gegenteil. bei uns im wald gibt es einen kleinen weissen hund den sie kennt seit dem er ein welpe ist. er hat sie alös welpe immer angebellt aber sie hat nichts gemacht. als der welpe aus dem welpenschutz rasu war, ist sie auf ihn losgegangen. ohne wirkliche vorwarnung oder sosntiges. seit dem hat sie ein riesen problem mit kleinen weissen hunden, wobei es allerdings nicht geblieben ist. sie hat auch schon andere kleine oder große hunde angergriffen und gebissen. wir wissen nicht weiter. sie its eigentlich ein super lieber hund, der zwar nicht immer perfekt hört aber schon respekt vor uns zeigt. wir haben mit einem tierazrzt gesprochen, er meint man kann da nicht viel machen. aber das kann es doch nicht sein oder? man muss dagegen doch was machen können??? meine angst ist, dass sie vielleicht irgendwann mal anstelle von einem hund ein kind beisst. es kann aber doch nicht die lösung sein dem hund sein leben lang einen maulkorb anzuziehen oder? kann jemand helfen?

lg alex
 
petite

petite

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@xpheex: hallo nochmal!

also ich denke, dein hund hat, nach dem was du mit dem essen und dem spielzeug sagst, wirklich ein dominanzproblem. ihr solltet schleunigst zusehen, dass er nur noch spielen darf, wenn IHR das wollt. das heißt, er darf nicht mehr an sein spielzeug ran. er muss erkennen, dass das spielzeug nicht SEIN spielzeug ist, sondern euers und ihr gebt es ihm (überspitzt gesagt) gnädigerweise auch mal ab, aber nur, wenn IHR dazu lust habt (genau das macht euch interessant!!). nehmt es aus seinem blickfeld. wenn er so sehr anfängt zu jammern, schickt ihn auf seinen platz, wenn er gehorcht, lobt ihn. dann ist er abgelenkt und bekommt trotzdem liebe und aufmerksamkeit von euch (wahrscheinlich wird er trotzdem anfangs noch jammern und schimpfen, aber er hat nicht mit euch zu schimpfen, weil er nichts zu sagen hat ;) ihr müsst trotzdem hanz dringend euch nicht erweichen lassen und dagegen ankämpfen). ich würde ihn auch öfter mal auf seinen platz schicken. denn sicherlich wird er sich dem wiedersetzen, nämlich irgendwann "ungefragt" aufstehen. hier durchbricht er schon die erste grenze. trainier mit ihm, dass er erst wieder aufstehen darf, wenn DU es ihm erlaubst. wenn er von sich aus aufsteht, schick ihn zurück und lob ihn, wenn er sich wieder hinlegt. wenn er dann endlich liegen bleibt (kann ein längerer "kampf" werden), dann kannst du ihn rufen und streicheln. SINN: der hund lernt, dass DU bestimmst, wann er gestreichelt wird, wann er liegenzubleiben hat etc. Wenn ER das spielen oder streicheln fordert, hat er schon gewonnen. es ist wirklich wichtig, dass man so etwas täglich mehrmals trainiert.
er ist nunmal ein rüde, sicherlich habt ihr das auch so ausgesucht. aber dann solltet ihr wirklich mit einer konsequenten erziehung anfangen. versucht herauszufinden, wann er die grenzen testet und dann reitet darauf herum, bis ihr gewonnen habt!! geht zb. unbedingt zuerst durch die tür, lasst ihn vorher "sitz" machen und ruft ihn dann. wenn das schon nicht klappt, weil er einfach hinterherrennt und nicht sitzen bleibt, zeigt das schon, dass er euch veräppelt und die oberhand hat. diese klitzekleinen erfolgserlebnisse, die er in dem moment erlebt, steuern schon dazu bei, dass er sich überlegen fühlt und lebt das natürlich auch an seinen artgenossen aus. schließlich denkt er, er ist der king ;)
eine läufige hündin, das ist ganz klar, kann das ganze natürlich noch verstärken.
das ist alles wozu ich dir raten kann...ich hoffe, du testest mal solche sachen aus...es ist wirklich ratsam! viel glück :)
Was das fressen betrifft, kann ich gut nachvollziehen, dass ihr ihn füttert, wie es grade passt, weil ihr selber unregelmäßig esst. Aber grade deshalb rate ich dir dazu, ihm nur noch futter aus der hand zu geben, damit er merkt, dass er abhängig von dir ist und du die wichtigste person in seinem leben bist. schick ihn beispielsweise ins körbchen und wenn er hört, gibst du ihm eine kleine portion ect. das ist nicht sehr zeitaufwändig, aber super- effektiv!!
eine andere, meiner meinung nach nicht ganz so effektive, aber immerhin bessere methode als ihn einfach nur fressen zu lassen ist, ihm sein futter an den gewohnten platz zu stellen, ihn kurz fressen zu lassen und ihm dann den napf weg zu nehmen. bevor du den napf wieder hinstellst, lass ihn etwas machen, zb. sitz oder platz oder ganz wichtig "bleib" und dann kurz mit dem napf in ein anderes zimmer gehen und dann wieder zu ihm kommen etc. dann darf er wieder kurz fressen und so weiter...
das betteln ist auch so nen durchbrechen einer grenze. es wird zwar ein risenkampf werden, aber er MUSS weg vom tisch, auf seinen platz ohne diskussionen. trainiert das unbedingt!! fressen ist das wichtigste im leben eines hundes. wenn er meint, der familie, die ja eigentlich oberste mitglieder sind, etwas wegzubetteln...also das geht gar nicht!! theoretisch müsstest du ihn die ganze zeit anknurren, die lefzen heben und ihm in die schnauze zwicken (so machen das hunde untereinander, wenn ein niederes mitglied einem höherem zu nahe kommt, grade beim fressen) ;)
wieder also das gleiche spielchen: geh mit ihm zu seinem platz, lass ihn sich dort hinlegen, steichel ihn kurz und sag ruhig "fein" und schenk ihm danach keine beachtung mehr. beim essen wird der hund grundsätzlich ignoriert. wenn er aber von seinem platz aufstehen sollte oder sich woanders hinlegt, als du es wolltest, schimpf kurz mit ihm ("nein"), leg ihn zurück auf seine platz und dann lob ihn wieder, damit er weiß, dass er richtig handelt, wenn er auf seinem platz liegt! dann ignoriert ihn wieder. selbst wenn er in eure richtung schaut, einfach ignorieren! ganz wichtig!!! :)

@alex: das tolle ist, hunde sind so leicht zu lesen (also meiner meinung nach). meist hängt vieles mit der dominanz zusammen :) ich würde dir das gleiche raten, wie xpheex. probier mal aus, welche klitzekleinen grenzen deine hündin schon zu hause gewinnt und arbeite daran. denn wenn du dich gegen sie durchsetzt, verstärkt das das vertrauen und sie kann auch draußen mehr relaxed an die sache ran gehen.
natürlich wird das das trauma, das sie scheinbar hat, dadurch nicht verschwinden. ich rate deshalb auch dir, dich draußen interessant zu machen. fressen und spielereien würde ich nach und nach nur noch nach draußen verlegen, damit deine hündin weiß, dass draußen ganz viele positive dinge passieren. zu hause musst du sie aber deshalb, so leid es mit tut, mehr und mehr ignorieren. dann bekommt das "draußen" eine super gewichtung. ich würde auch dir raten, mit hilfe einer leine oder scheppleine ablenkungen zu finden, die dein hund über alles liebt. am besten lies dir dazu die anregungen durch, die ich schon im ersten beitrag aufgeführt habe.
du solltest die nähe zu weißen hunden suchen und deinen hund mit den ablenkungen "bombadieren", damit er hoffentlich irgendwann mit weißen hunden etwas positives, nämlich spielen mit dem "chef" verbindet :)
ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. probier es aus, es macht wirklich spaß, vor allem, wenn sich nach einiger zeit fortschritte erkennen lassen :)

gruß an euch beide, petite
 
Samson

Samson

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Wir haben auch eine Hündin, die mit vielen anderen Hunden (v.a. Hündinnen) nicht verträglich ist und v.a. kleinere Hunde (die sie bisher auch meist dumm und ohne Grund angekläfft haben) ohne mit der Wimper zu zucken beißen (wahrscheinlich aufgrund des Größenunterschieds tot beißen) würde.

Euer Problem scheint zu sein, dass Euer Hund offensichtlich den Zwang hat, Euch zu beschützen. Das bedeutet wiederum, Ihr verhaltet Euch unsicher, denn sonst würde der Hund nicht in diese Rolle schlüpfen müssen. Das bedeutet, Ihr müsst souverän, ruhig udn gelassen - über den Dingen stehend - bei Hundebegegnungen Eure Hündin an der Situation vorbeiführen. Ihr müsst Selbstsicherheit ausstrahlen und Eurer Hündin damit die Verantwortung für Euren Schutz entziehen: Nicht sie muss Euch vor kleinen Kläffern beschützen, sondern Ihr seid so stark, dass Ihr den Schutz nicht braucht, im Gegenteil Ihr beschützt sie. Mit anderen Worten: Führungsposition einnehmen.

Meine Empfehlung: mit einer guten Hundeschule gehts leichter, zumal ihr dann auch Begegnungen unter Anleitung gezielt üben könnt, was Euch wiederum mehr sicherheit gibt.

Ansonsten kann man damit aber auch ganz gut leben, dass ein Hund nicht jeden mag (natürlich muss man die Kontrolle darüber haben), was wir müssen, da wir uns nunmal einen Schutzhund ausgesucht haben, unsere Hündin also ihrer Veranlagung entsprechend auf ihren Wegen = ihr Revier keine Eindringlinge duldet:
1. Das oben Geschriebene wird halt so gemacht. Daher geht unsere Hündin auch im Abstand von 1/2 Meter ohne mit der Wimper zu zucken gelassen an lockerer Leine an pöbelnden Hunden vorbei (zumindest bei meinem Mann - ich werd nämlich auch immer etwas nervös und schwupps hab ich es schwieriger mit ihr, hab mich aber schon gebessert).
2. Hund wird nur abgeleint, wenn kein anderer Hund in Sicht ist. Sehen wir einen anderen Hund, wird unsere Hündin herangerufen und ins Kommando genommen, ggf. angeleint. Das Ganze natürlich ruhig und gelassen. Treffen wir einen vergleichbar großen Rüden und die Hunde signalisieren Interesse, dann lassen wir sie auch zusammen spielen (wenn die Luft drumherum ansonsten rein ist, also keine weiteren Hunde in der Nähe).

Grüße,
Samson

P.S. Unsere Hündin ist auch kastriert und sehr dominant gegenüber anderen Hunden, markiert auch wie eine Wilde (mehr als unser Rüde ;)).
 
Engelchen09

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die kastration würde ich erstmal ganz beiseite lassen. die kastration ist dafür da, den sexualtrieb des hundes auszuschalten, keine erziehungsdefizite.

ich höre oft, dass hundehalter sagen, dass der hund plötzlich seid ein paar tagen nicht mehr gehorcht. das stimmt so meist nicht. der hund sendet uns pausenlos signale, nur wir achten nicht darauf.

mit sicherheit hat sich dieses verhalten auf lange zeit entwickelt, es ist dir vorher vielleicht nur nicht in dieser intensität aufgefallen. er ist vom alter her jetzt in einer phase, wo er sich nicht mehr die butter vom brot nehmen lässt und die dinge selbst in die hand nimmt.

wichtig ist, dass du immer alles im griff hast. du bestimmt, was wann wo und wie lange gemacht wird. es geht dabei nicht um strenge, sondern um konsequenz.
wenn er draußen leinenagressiv ist, muss du das im richtigen moment unterbrechen, und zwar BEVOR er etwas macht.
ich unterbreche zum beispiel schon dann, wenn mein hund anfängt, etwas zu fixieren. das merkt man dann in seiner körperhaltung, die wird schleichend und kraftvoll. da unterbreche ich schon und lasse ihn eine ersatzhandlung wie z.b. sitz machen.

achte mal auf die vielen kleine dinge, die dich an seinem verhalten drinnen und draußen stören. z.b. das betteln am tisch. du sagst bestimmt sowas wie "ab vom tisch" oder "nein", der hund geht ein/zwei schritte weg, und kommt dann aber wieder? oder springt er euch an, rempelt er euch an, bleibt er im weg liegen, flitzt er wie ein irrer durch die haustür?
all diese kleinigkeiten lässt du ihm jetzt nicht mehr durchgehen.
es ist egal, wann ein hund frisst oder wer zuerst durch die tür geht, hauptsache ist, dass er deine regeln einhält.

ich würde euch auch zu einer hundeschule raten. oftmal gibt es in städten auch hundevereine, die kosten nur so 50 euro im jahr, das ist halt günstiger wie hundeschulen. dort kannst du den gehorsam weiter verfestigen, vor allem aber unter ablenkung. dort sind andere hunde und du kannst die situation, die du derzeit hast, richtig gut üben.
 
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