Lähmung - Bewegungsunfähigkeit der Hinterläufe

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BlueDiamond

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Hallo zusammen!
Mein Blade (ca. 1,5 Jahre) kann seit gestern seine Hinterfüße fast nicht mehr bewegen. Beim gehen zieht er sie schlimm nach. Es ist als ob er keine Kraft / Gefühl darin hätte.
Vom seinem Verhalten her hat sich nicht sehr viel verändert. Er hat großen Appetit, ist munter und will auch überall hin "laufen"
Habe nun
den Käfig so gestaltet, dass er sich einigermaßen gut bewegen kann und ihm keine Hindernisse im weg stehen.
Mit dem TA habe ich auch gesprochen, allerdings hieß es dass es bei solch kleinen Tieren nicht sehr leicht ist etwas rauszufinden, man kann es mal vorerst mit Schmerzmitteln versuchen. Und es würde wohl reichen, wenn er zur normalen Sprechstunde kommt und nicht in die Notfallsprechstunde. Gut, eine Ferndiagnose über das Telefon ist schwierig, aber irgendwie hörte sich es an als ob gar kein Interesse der Behandlung vorhanden gewesen wäre. Werde am Montag wohl einen anderen Doc aufsuchen....

Nun meine Frage(n):
Wer kennt denn Fälle von Lähmungen? Woher kann so etwas kommen? Ich habe die Vermutung: Sturz, kaputte Nerven oder vielleicht Krebs
Ich hoffe, dass es hier Behandlungsmethoden und Heilungschancen gibt, es tut mir sehr weh, wenn ich mir ansehe, wie er sich überall hin schleppt!
Hatte schon mal jemand ein solches Erscheinungsbild? Wenn ja, an was hat es gelegen und wie wurd es behandelt bzw. wurde es geheilt?
 
04.10.2009
#1
A

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Guest

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Chipi

Chipi

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Hinterhandlähmungen können all die genannten Ursachen haben - eine Verletzung der Wirbelsäule wäre z.B. eine Möglichkeit. Allerdings ist HHL (Hinterhandlähmung) auch eine recht typische Alterserscheinung bei Ratten, gerade bei Böcken.

Nun ist 1,5 Jahre noch nicht wirklich alt - ist die Lähmung denn ganz plötzlich aufgetreten? Das spräche dann eher für etwas Traumatisches (Sturz, Stoß etc.).
Schmerzmittel oder Cortison wären für's erste schon mal eine Behandlungsmöglichkeit, wobei ich, wenn er keine offensichtlichen Schmerzen zeigt, eher zu Cortison tendieren würde; das wirkt auch leicht schmerzlindernd, vor allem aber auch entzündungshemmend.

Schlußendlich muß man abwarten, was der TA sagt; es stimmt, die Diagnostik bei Kleintieren ist begrenzt, allein durch die Größe, aber wenn so eine Lähmung plötzlich auftritt, könnte man z.B. überlegen, die Ratte zu Röntgen. Dann kann man zumindest erkennen, ob eine Verletzung am Skelett vorliegt.
 
BlueDiamond

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Vielen Dank für diese wahnsinnig schnelle Antwort :)

Als ich nach Lähmungen suchte, habe ich als erstes Ergebniss immer den Bezug auf das Alter erhalten. Denke auch, dass 1,5 Jahre noch kein sehr hohes Alter ist, aber ausnahmen bestätigen auch die Regel.
Den Sturz schließe ich auch nicht aus. Mibekommen habe ich zwar keinen, was aber nicht heißen muss dass es keinen gab. Wenn doch, aus großer Höhe kann er nicht gewesen sein, ich habe alles eigentlich entschärft und wenn, dann fällt er nicht tief. Aber dann ist er vielleicht einfach "blöd" gefallen.
Ich habe ihn unter ständiger Beobachtung und würde mich fast trauen zu behaupten, dass er wohl keine Schmerzen hat. Habe schon versucht ihn in einer Käfig Etage zu halten damit er sich schont, aber das will er gar nicht.

Ja, diese Lähmung kam plötzlich. Es kommt mir vor als würde er mit rechts noch besser gehen können. Von der Linken kommt fast nichts mehr.

Wenn es nun durch einen Sturz verursacht wurde, vermute/hoffe, dass es mit Schmerzmitteln geheilt werden kann. Bei dieser altersbedingten Geschichte wird man wohl nichts machen können?

Dann muss ich wohl die Diagnose (hoffentlich gibt's das dann auch eine) am Montag abwarten.....
 
P

Pantera

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Hi!

Ich hatte auch mal 2 Böcke die das bekommen haben...sie waren aber fast 3 Jahre alt und das ganze kam schleichend.
Die Hinterhände wurden langsam immer schwächer, irgendwann konnten sie sich nicht mehr hinsetzen zum fressen und auch das putzen wurde schwierig bis sie dann nur noch mit den Vorderfüßchen vorrobben konnten.
Das war alles andere als schön...ansonsten waren sie quietschfidel...hatten Appetit und waren auch geistig voll anwesend...Schmerzen hatten sie offensichtlich keine. Ich habe sie dann in einem alten großen Aquarium gehalten, so hatten sie genug ebene Fläche, ich hatte kein Streu mehr im Käfig und habe dann irgendwann mehr Babykost gefüttert, weil sie keine Körner mehr halten konnten. Ich mußte sie täglich mehrmals säubern, weil sie sich ja nicht mehr putzen konnten...
Sie waren quasi wie ein Querschnittsgelähmter und bedurften extremer Pflege.

Noch heute bin ich am überlegen ob ich wenn sowas nochmal auftritt die Ratte nicht lieber einschläfer...damals habe ich es nicht getan weil mein Vater dagegen war und meinte ich soll sie mir doch anschauen, bis auf das nicht mehr Laufen ginge es ihnen ja gut...Ich finde das sehr schwierig.

Vielleicht hat es bei Dir ja andere Ursachen! Wünsche Dir viel Glück!
 
BlueDiamond

BlueDiamond

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Ich hoffe sehr auf eine "vorrübergehende" Lähmung. Habe mich nämlich auch schon gefragt, was wohl sein wird wenn es nicht mehr besser wird. :eusa_think:
Wenn ich ihn nun in einen Käfig mit nur einer ebenen Fläche umquartieren müsste, was mache ich dann nur mit seinen Brüdern? Kommen die mit oder bleiben sie im alten Käfig. Ich will die Gruppe nicht trennen und auch keine Einzelhaltung. Aber die Gesunden werden sich in dem einstöckigen Gehege nicht wohl fühlen. War es bei dir dann Einzelhaltung? :?:
Gefüttert habe ich ihn noch nicht, das macht er grad mit einer Pfote im liegen. Das klappt noch ganz gut. Aber ich gebe ihm allerdings sein Futter getrennt, da ich zwar mehrere Futterstellen habe, aber ich befürchte dass seine Brüder ihm etwas wegfressen, da er ja so langsam ist.
 
Chipi

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Man kann Ratten mit HHL auch gut in Käfigen halten, die einfach nur behindertengerecht eingerichtet sein müssen. Viel Grundfläche ist natürlich wichtig, 80 cm Breite sollte man dabei nicht unterschreiten. Die Etagen sollten nicht weiter als 30-35 cm auseinander liegen, dann kann man über die gesamten 80cm Breite sehr flache Rampen anbringen. An flachen, breiten Rampen, die man z.B. mit Teppich beklebt, können auch Ratten mit HHL noch hoch und runter klettern.

Aquarien finde ich in so einem Fall keine Alternative, auch wenn sie viel Grundfläche mitbringen. Die Belüftungssituation ist einfach nicht gut genug. Es gibt auch Käfige mit den passenden Maßen, und wenn man flache Rampen einbaut, kann man den Ratten damit noch ein angenehmes Leben bereiten.
Ratten mit HHL lernen auch oft, sich irgendwo anzulehnen, um sich zu putzen, man sollte natürlich täglich bei der Intimpflege nachhelfen, aber alles in allem ist HHL noch kein Todesurteil.
 
BlueDiamond

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Habe 1 m in der Breite. Dann muss ich schauen, wie groß die Abstände zwischen den jetzigen Etagen sind (im schätzen bin ich nicht gut). Der Käfig ist ein Eigenbau, also dürfte der Umbau nicht so schwer sein (zumindest für den etwas handwerklich begabten Freund) :uups: Für's Alter muss sowieso ein Seniorengerechter Einbau her. Das wird nun vielleicht vorgezogen. Dann wäre es ein behinderten gerechtes Altersheim! :)
Mit dem Einschläfern, das ist schon so eine Sache. Solange ich es sehe wie er noch "Will / Kann" wird es nicht in Frage kommen.
 
BlueDiamond

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Schlußendlich muß man abwarten, was der TA sagt; es stimmt, die Diagnostik bei Kleintieren ist begrenzt, allein durch die Größe, aber wenn so eine Lähmung plötzlich auftritt, könnte man z.B. überlegen, die Ratte zu Röntgen. Dann kann man zumindest erkennen, ob eine Verletzung am Skelett vorliegt.
Röntgenbild wurde gemacht, leider war es keine Fraktur. Alles hoffen war umsonst.... :( Lt. TA ist es eine Schädigung der Nerven oder vielleicht ein Tumor. Nun ist er auf Schmerzmittel und es heißt abwarten. Eine Besserung wird es nicht geben. Nun wird es entweder ne Weile gleich bleiben oder schlechter werden. Mein armer Kleiner... habe noch nie mit ansehen müssen, wie ein Tier krank und unbeholfen ist, wenn man genau weiß wie gerne er rumtollen würde aber er nicht kann. Auch habe ich "Bammel" vor der Entscheidung mit dem Einschläfern. Da ich nun quasi über Leben und Tod entscheiden muss. Genau abzuwägen wann es der richtige Zeitpunkt ist. Bisher habe ich es nur einmal gehabt dass ein Tier ging und das war plötzlich und ohne eingreifen. Es ist einfach passiert. Leichter war das auf alle Fälle :(
 
Chipi

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Was für Schmerzmittel bekommt er denn?

Bei HHL würde ich eher eine Therapie aus Cortison, Karsivan und Vitamin B12 erwarten. Cortison wirkt ebenfalls leicht schmerzlindernd, vor allem aber entzündungshemmend - falls also ein entzündlicher Prozess vorliegt, wäre das genau richtig. Karsivan ist ein Medikament, daß Kreislauf und Durchblutung unterstützt, und Vitamin B12 unterstützt ebenfalls den Stoffwechsel.
 
BlueDiamond

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Er bekommt nun Novalgin. Wie ich gerade nachgelesen habe, hat es anscheinend kaum eine entzündungshemmende Wirkung...
Ist "Novalgin" ein gängiges Mittel?

Von Vitaminen oder Kreislauf-unterstüzende Mittel wurde mir nichts gesagt!

(Aber was mich sehr gewundert hat, war das sehr großes persönliches interesse an der Entwicklung geherrscht hat und ich jetzt am Ender der Woche anrufen sollte um mitzuteilen wie es ihm geht.)
Dann kann ich auch gleich nach diesem Kreislaufmittel fragen!
 
Chipi

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Novalgin ist ein gutes Schmerzmittel, allerdings ist das ein NSAR (Nichtsteroidales Antirheumatikum), das wirklich hauptsächlich schmerzlindernd wirkt (und fiebersenkend, aber das ist in dem Fall ja nicht wichtig). Zur Langzeittherapie sind NSAR nicht wirklich geeignet.

Die Frage ist, ob und wie starke Schmerzen deine Ratte hat; Schmerzmittel gibt man üblicherweise nur akut, nicht aber als Dauertherapie. Insofern würde ich auch da eher auf Cortison gehen, das auch eine schmerzlindernde Wirkung hat, aber eben auch stark entzündungshemmend und abschwellend wirkt.

Daß der TA daran so interessiert ist, finde ich ein gutes Zeichen ;) kein TA kommt als Rattenexperte auf die Welt, jeder TA, der sich für seine Patienten interessiert, auch wenn er die Praxis wieder verlassen hat, ist ein guter TA!
 
BlueDiamond

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Zur Langzeittherapie sind NSAR nicht wirklich geeignet.
Hm....vielleicht rechnet er gar nicht mit einer längeren Zeit, sondern evtl. einfach nur, dass die letzten Tage/Wochen/Monate so schmerzfrei wie möglich überstanden werden. Das wäre meine Vermutung.
Aber das kann ich meinen TA ja auch noch dazu persönlich fragen!

Ich war sehr überrascht, wie engagiert sie war. Auch ein Kollege kam kurz zu uns und hat sich die Röntgenbilder angesehen. Als er den Befund sah, hat er uns ein bisschen mitleidig angesehen und trotzdem alles Gute gewünscht. Das fand ich sehr nett!
 
Chipi

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Langzeittherapie ist bei Ratten eigentlich alles, was über 2-4 Wochen rausgeht ;) auch Cortison ist nicht optimal für eine wirklich lange Behandlungsdauer geeignet, aber da geht's auch eher um den Nutzen in so einem Fall.

Hast du denn das Gefühl, daß es ihm mit den Schmerzmitteln besser geht? Wenn nicht könntest du mit dem TA die Cortison/Karsivan/B12 Therapie besprechen. Mit dieser Medikamentenkombination haben die meisten Rattenhalter (und TÄ) bei HHL offenbar die besten Resultate erzielt, auch wenn die Lähmung nicht mehr reversibel war, aber die Ratten konnten so gut damit leben.
 
Sim

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Hallo

also das hab ich leider bei meinen Rennmäusen erlebt
beide hatten diese Lähmung
und als wir sie dann einschläfern lasen haben konnte der TA Tumor feststellen

Grüsse Simi
 
BlueDiamond

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Langzeittherapie ist bei Ratten eigentlich alles, was über 2-4 Wochen rausgeht ;)
Jetzt bin ich doch ein wenig "geschockt"! :shock: 2-4 Wochen nicht mehr?! Dann muss ich wohl zu geben, dass ich so naiv gewesen wäre und an ein wenig länger geglaubt habe! Aber zu solchen Dingen fehlt mir noch die Erfahrung.

Hast du denn das Gefühl, daß es ihm mit den Schmerzmitteln besser geht? Wenn nicht könntest du mit dem TA die Cortison/Karsivan/B12 Therapie besprechen.
Ich denke das Schmerzmittel macht es ihm ein wenig leichter. Allerdings werde ich wohl keine Therapien mehr besprechen. Seit heute hält er die Vorderpfoten sehr verkrampft und kann/will nicht mehr wirklich fressen. Er kommt auch nicht mehr neugierig aus seinem Häuschen. Und er muss nun wirklich robben. Es schaut gar nicht gut aus. Werde ihn heute Nacht beobachten und ihn morgen zum Tierarzt bringen. Dort werde ich besprechen ob nun der Zeitpunkt gekommen ist, an dem es nur noch Qual für ihn ist und ich ihn nun gehen lassen werde. :frown:

Vielen Lieben Dank, Chipi für die Menge an tollen Tipps / Infos! :023:
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Hallo

also das hab ich leider bei meinen Rennmäusen erlebt
beide hatten diese Lähmung
und als wir sie dann einschläfern lasen haben konnte der TA Tumor feststellen

Grüsse Simi
Wurde das automatisch nach dem einschläfern untersucht oder hattest du das extra in Auftrag gegeben?
ich weiß gar nicht ob ich es danach überhaupt noch wissen will.... Das müsste ich mir überlegen
 
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Chipi

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Jetzt bin ich doch ein wenig "geschockt"! :shock: 2-4 Wochen nicht mehr?! Dann muss ich wohl zu geben, dass ich so naiv gewesen wäre und an ein wenig länger geglaubt habe! Aber zu solchen Dingen fehlt mir noch die Erfahrung.
Also die Zeitangabe bezog sich auf die Definition von "Langzeittherapie", BlueDiamond ;) eine Ratte kann mitunter noch länger gut leben, trotz HHL, vorausgesetzt es ist "nur" HHL, und er hat keine Schmerzen, kann sich eigenständig einigermaßen pflegen und natürlich auch fressen, das ist wichtig.
Wenn er jetzt schon krampft und sich kaum noch selbständig bewegen kann, scheint etwas anderes dahinter zu stecken.

Hast du mal die Lymphknoten abgetastet? Sind da Verdickungen spürbar? Das wäre ein Hinweis auf Lymphdrüsenkrebs, und auch der kann Lähmungserscheinungen verursachen. Therapierbar ist das leider nicht, da für Ratten, selbst wenn technisch machbar, einfach aus Zeitgründen eine Chemotherapie nicht in Frage kommt, die "Quälerei" wäre in Relation zur Lebensdauer einfach zu groß.

Obduktionen nach dem Tod eines Tieres muß man in Auftrag geben, niedergelassene TÄ dürfen das i.d.R. nicht, dazu müsstest du die Ratte in ein Labor bringen lassen (hier in München würde das z.B. die Tierklinik machen).
Wie sinnvoll das ist, muß jeder für sich entscheiden; wenn es keinen Verdacht auf ansteckende Krankheiten gibt, sehe ich persönlich keinen zwingenden Grund für eine Obduktion, um die anderen Tiere zu schützen, nur dann würde ich das für wirklich notwendig erachten.
 
R

Rikudou

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Heute morgen kurz nachdem ich aufstand und meine Ratte auf die Hand nahm viel mir sofort auf das was nicht stimmt. Sie konnte ihre Beine nicht mehr bewegen bzw war gelähmt. Das war ein unerwarteter Schock weil das wie aus dem nichts kam. Direkt danach bin ich auf Informationssuche im Internet gegangen. War immer noch nicht viel klüger bis darauf das ich ihre blase durch leichten druck leeren soll wusste ich nicht was ich selbst noch großartig tun konnte. War die ganze Zeit mit ihr auf dem Bett und habe sie gestreichelt. Dann entleerte ich ihre Blase und es war mehr Blut als Urin war zu sehen. Dann wurde ich erst richtig besorgt und bin nahegelegende Tierärzte Googlen gewesen. Mir kam wenig danach so ein instinktive impuls da bin ich die Ratte vom Bett in den Käfig zu ihren Enkeln tragen gegangen, hielt es für das beste und sekunden nachdem sie drin lag kamen alle jungen und versammelten sich um sie. Sofort danach ging ich wieder an die suche und fand schnell eine TA Adresse. Hatte bevor ich anrufen wollte noch mal im Käfig nachgesehen, sie rausgenommen und bemerkt das sie nicht mehr lebt, das war ein verdammt schmerzvoller anblick und ein ziemlicher schock, fing schlagartig an zu weinen. Ich habe das einfach nicht verstanden, nirgens stand was von sterben in "highspeed" als ich wegen der lähmung gegoogelt habe, dabei war es schon hart genug gewusst zu haben das sie behindert bleiben würde. Jedenfalls konnte ich dann einen dicken Hubbel an ihrem Bauch fühlen der am vortag nicht da war und scheinbar erst an diesem morgen verdammt schnell wuchs. Sie war gerade mal fast ein Jahr alt also war's nicht altersbedingt. Und Symptome gab es auch keine, besonders keinen hubbel darauf habe ich immer geachtet.
 
BlueDiamond

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Hast du mal die Lymphknoten abgetastet? Sind da Verdickungen spürbar? Das wäre ein Hinweis auf Lymphdrüsenkrebs, und auch der kann Lähmungserscheinungen verursachen. Therapierbar ist das leider nicht, da für Ratten, selbst wenn technisch machbar, einfach aus Zeitgründen eine Chemotherapie nicht in Frage kommt, die "Quälerei" wäre in Relation zur Lebensdauer einfach zu groß.
Nein, darauf hin habe ich ihn nicht untersucht.
Leider war es heute soweit. Wir hatten eine Entscheidung getroffen. Da sich die Lähmung immer mehr ausbreitete und er die Vorderpfoten nur noch zur Faust geballt hatte und nicht mehr greifen konnte. Er kam nicht mehr aus dem Häuschen. Nicht mal mehr fressen wollte er.
Es war eine so schwierige Entscheidung. Ich hoffe, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt getan zu haben! :089:

Obduktionen nach dem Tod eines Tieres muß man in Auftrag geben, niedergelassene TÄ dürfen das i.d.R. nicht, dazu müsstest du die Ratte in ein Labor bringen lassen (hier in München würde das z.B. die Tierklinik machen).
Wie sinnvoll das ist, muß jeder für sich entscheiden; wenn es keinen Verdacht auf ansteckende Krankheiten gibt, sehe ich persönlich keinen zwingenden Grund für eine Obduktion, um die anderen Tiere zu schützen, nur dann würde ich das für wirklich notwendig erachten.
An das hatte ich heute nicht mehr gedacht. Ich hätte auch nicht gewollt, dass er untersucht wird. :( Das muss meiner Meinung nach nicht sein, da man davon ausgeht, dass es keine ansteckende Krankheit ist.

Das liest sich evtl. merkwürdig, aber ich hatte es bis jetzt immer nur mit einem "natürlichen" Tod zu tun. Nie musste ich solch eine Entscheidung treffen, aber was es für mich schlimm macht, ich habe das Gefühl als hätte er gewusst, dass was schlimmes passiert. :( Er war sonst beim TA immer brav und lies sich eigentlich gut untersuchen nur heute war er richtig "panisch". Das war grausam und lässt sich grad auch nicht so leicht abschütteln bzw. vergessen. :frown:
 
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