Mindestbeckengrößen

Diskutiere Mindestbeckengrößen im Terraristik & Aquaristik Stammtisch Forum im Bereich Terraristik & Aquaristik; Hallo, wieso wachsen dann beispielsweise Karpfen auch in kleinen Behältern normal ab, wenn denn für ausreichend Frischwasserzufuhr gesorgt wird...
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Dennis Furmanek

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Hallo,

wieso wachsen dann beispielsweise Karpfen auch in kleinen Behältern normal ab, wenn denn für ausreichend Frischwasserzufuhr gesorgt wird?

Es mag zwar ehrbar sein, sich für
gute Haltungsbedingungen einzusetzen. Vieles ist aber nicht so einfach gestrickt, wie es, natürlich immer zum Wohle der Tiere, dargestellt wird. Da helfen auch plakative Umschreibungen von angeblich verkrüppelten Fischen durch zu kleine Aquarien nicht weiter.

Insgesamt halte ich es für sehr schwer, explizite Maße für Mindestbeckengrößen rational festzulegen und zu begründen.

Nein, sie sind Tiere und verdienen ein artgerechtes Leben - artgerecht bedeutet, dass sie so ähnlich wie nur möglich in der Natur leben können
Inklusive Vertrocknen und gefressen werden? Artgerecht bedeutet, die Bedürfnisse zu erüllen, nicht die Bedingungen im Habitat zu kopieren. Diese können zwar Anhaltspunkt sein, mehr aber auch nicht.

Gruß
Dennis
 
27.10.2009
#1
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Guest

Alexandra (Tierärztin) hat einen Ratgeber über Degus geschrieben. Sie erklärt in diesem Ratgeber, was die aufgeweckten Hörnchen brauchen, um sich als Heimtiere wohl zu fühlen. Vielleicht hilft dir das ja weiter?
D

Dennis Furmanek

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Hallo Lilly,

Ich werde hier aber definitiv KEINE Beiträge stehen lassen, die Nahe legen, dass es ok ist Fische in zu kleinen Becken zu halten!
Versuche doch mal mit Sachargumenten zu belegen dass beispielsweise die Mindestebeckenlänge für eine Fischart 100 cm und nicht 105 cm oder 95 cm betragen muss. Ich will lediglich darauf hinweisen, dass das nicht so einfach ist. Letztlich ist man nur auf sicherem Boden, wenn man beschreibt, wie man die Tiere selbst hält und im besten Falle auch nachzieht und dasss dies so funktioniert.

Wir sind hier um eine artgerecht Haltung bemüht und da sind Argumente die auf die Massenaufzucht von (Speise)Fischen fehl am Platz - denn meiner Ansicht nach hat auch ein Karpfen ein besseres Leben verdient als in einem 'kleinen Behälter'.... sowie auch keine Kuh, kein Huhn etc in die Massentierhaltung gehört.
Du stellst eine These auf (Fische verkrüppeln in zu kleinen Aquarien). Ich nennen dir Fakten, die diese These in Frage stellen und du konterst mit ideologisch eingefärbten Statements. Ist es nicht im Sinne der Tiere besser, sich unvoreingenommen und sachlich zu nähern statt durch ideologische Schranken das Sachverständnis zu behindern? Wo von profitieren die Tiere mehr, vom Einhalten eines Dogmas oder vom Erkennen der tatsächlichen Gegebenheiten ihrer Bedürfnisse?

Gruß
Dennis
 
MQsky

MQsky

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Tut mir leid das ich hier doch diskutiere, aber das muss sein


Dennis,
die Maße die ein Becken mindestens haben sollte sind gerade, da man sich die so besser merken kann, 5cm spielen kaum eine Rolle.
Es ist bewiesen das es Fischen in kleinen Aquarien schlechter geht, sie werden nicht so groß, verhalten sich nicht Arttypisch und sterben früher.
Die Beckenmaße hat sich auch keiner ausgedacht sondern man hat geguckt ab welcher (Aquarien)größe ein Fisch eine normale Größe erreicht.
 
Ivy-maire1

Ivy-maire1

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es wird sicher nicht auf 5cm ankommen. aber ein 30cm-fisch in 100cm becken (und das gleich 3-4 mal) ist ja wohl doch etwas zu eng, oder? und da machen auch die 20cm mehr (im thread) keinen unterschied.

und dennis, es mag zwar sein dass es auch ideologisch angehaucht ist, aber es ist erwiesen dass viele fische verkrüppeln wenn sie zu wenig platz haben.. man mag es von außen nicht sehen, aber die inneren organe sind dann betroffen. und wenn der fisch nur 5 statt 15 jahren lebt sollte man sich dann doch gedanken machen..
 
D

Dennis Furmanek

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Hallo,

Besonders albern wird es, wenn es dabei um Fischarten geht, die die Diskutanten gar nicht selbst halten oder gehalten haben.

Nehmen wir als Beispiel mal Mollies. In der Regel werden ja Zuchtformen von Poecilia sphenops und Poecilia latipinna bzw. deren Hybridstämme gepflegt.
Sollen nun 60, 80, 100 oder 120 cm als Mindestbeckenlänge angesetzt werden? Besonders schwierig in diese Fall, weil unter dem Begriff Mollies, selbst ausschließlich auf die gängigen Zuchtformen bezogen, eine ganze Bandbreite von Endgröße und Verhalten steckt, je nachdem, welche Form im Einzelfall betroffen ist. Das schlägt sich natürlich auch auf die notwendie Mindestbeckenlänge / größe nieder.

Bei Wildformen ist es aber auch nicht einfach.
Es ist schon eine Schau, einen großen Poecilia mexicana Mann beim Zusammenhalten und Anbalzen seines Weibchenshwarms in einem 2 Meter Becken zuzusehen. Als Mindestbeckengröße sehe ich das aber nicht an.
Da ist sehr viel persönliches Augenmaß im Spiel.

Vehemente Forderungen nach bestimmten Mindestmaßen sind da fehl am Platze. Es kann natürlich einen gemeinhin verbreiteten Konsens geben. Ob das dann aber der Weisheit letzter Schluss ist, ist eine andere Frage.

man mag es von außen nicht sehen, aber die inneren organe sind dann betroffen.
Gibt es denn dafür Belege? Bei Sektion kleinwüchsiger (unterentwickelter) Individuen konnte ich das nie feststellen. Auch bei guten Bedingungen gibt es immer einige Jungfische, die im Wachstum deutlich zurückbleiben und andere, die deutlich größer sind als das Mittelfeld.

Gruß
Dennis
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi Dennis,

falls du mich meinst mit dem nicht halten von Fischen, ich bin mit Beckengrößen von 150-250 cm aufgewachsen und wir hatten auch Prachtschmerlen. Das nur nebenbei.

Was mich eigentlich interessiert ist: was treibt dich an, Posts so zu verfassen, dass sich Leute die ein zu kleines Becken für div. Fische haben, ein 'ruhiges Gewissen' aus deinen Posts rauslesen können?
Macht es dir Spaß so etwas zu unterstützen/zu fördern?

Es geht hier nicht um wisschenschaftliche Belege, hier halten sich großteil 'Feierabend-Aquarianer' auf und diesen wollen wir helfen ihre Fische artgerecht zu halten.
Die meisten berichten von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Auch die Tatsache, dass Fische in zu kleinen Becken zu Kümmerwuchs neigen und früher sterben. Das ist nun mal das Ergebnis der gesammelten Erfahrungen.

Und damit mach ich hier zu, evtl editiere ich das ganze auch noch, denn wie schon oben angekündigt:
Ich werde hier aber definitiv KEINE Beiträge stehen lassen, die Nahe legen, dass es ok ist Fische in zu kleinen Becken zu halten!
Gruß Lilly
 
D

Dennis Furmanek

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Hallo,

Auch die Tatsache, dass Fische in zu kleinen Becken zu Kümmerwuchs neigen und früher sterben.
Ich habe auch schon Fische gesehen, die in großen Becken Kümmerwuchs hatten und / oder vor Erreichen ihrer statistischen Lebenserwartung gestorben sind. Es besteht nämlich ein Unterschied zwischen IN und DURCH. Das eine ist koninzidenziell, das andere kausal. Ich kann ebenso feststellen, dass meine Jungfische im Schnitt deutlich besser abwachsen, seit dem meine Durchflussanlage in Betrieb ist.

Zum eines stelle ich die Unmittelbarkeit des Bezuges zwischen Beckengröße und Gesundheitszustand der Tiere in Frage, welcher hier hergestellt wird, zum anderen weise ich auf die Schwierigkeit hin, geforderte Mindestbeckengrößen sachlich zu begründen.

Beispiel:

Ich halte Rhoadsia altipinna, drei Männchen und zwei Weibchen, in einem 180 x 50 x 50 Becken. Mein Kollege, von dem ich die F1 Nachzuchttiere erhalten habe, hat die selbe Konstellation in einem 130 cm Aquarium.
Das funktioniert sowohl bei ihm als auch bei mir. Sind jetzt 130 oder 180 cm Mindestbeckngröße oder liegt die Mindestbeckenlänge noch unterhlab von 130 cm? Ich weiß es nicht.

Bedenklich ist besonders die Vehemenz, mit der bestimmte Maße eingefordert werden, selbst dann, wenn andere Aquarianer die selbe Art in kleineren Becken erfolgreich pflegen. Objektiv betrachtet sollte man nur seine eigenen Erfahrungen darstellen, keine Mindestforderungen stellen, und bei anders lautenden positiven Erfahrungen anderer nicht deren Vorgehen kritisieren, sondern überlegen, wieso es bei einem selbst denn nicht so funktioniert hat. Vorwürfer der Tierquälerei sind da unsachlich und nicht zielführend, auch wenn sie das eigene Gewissen beruhigen.

Ganz schwierig wird es dann, wenn es um die Fischhaltung in Kleinaquarien (<54 Liter) geht. Im Gegenteil zur Verbreiteten Meinung ist das, mit den richtigen Arten, nicht nur möglich sondern nicht einmal Tierquälerei. Oft ist es sogar zur Gesunderhaltung der Tiere notwendig, sie auf ein übersichtliches Volumen zu setzen, beispielsweise damit die Tiere genügend Futter finden oder aber, damit sie sich fortpflanzen.

Gruß
Dennis
 
Fischliebhaber

Fischliebhaber

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hier ist nicht das Planschbecken...

Ich habe jetzt keine Lust deine Posts zu lesen, das ist mit zu viel Fachchinesisch.

FAkt ist aber das du dich hier auch mal verplapperst.

Ganz schwierig wird es dann, wenn es um die Fischhaltung in Kleinaquarien (<54 Liter) geht. Im Gegenteil zur Verbreiteten Meinung ist das, mit den richtigen Arten, nicht nur möglich sondern nicht einmal Tierquälerei. Oft ist es sogar zur Gesunderhaltung der Tiere notwendig, sie auf ein übersichtliches Volumen zu setzen, beispielsweise damit die Tiere genügend Futter finden oder aber, damit sie sich fortpflanzen.


Hier wird dir keiner etwas anderes sagen, mit den geeigneten Arten kann man sowas m.m.n. machen.
Soweit ich weiß sind diese für "nichtzüchter" nur sehr schwer zu bekommen.

Kannst du mal bitte Beispiele nennen für Fische die sich nur in kleinen Becken fortpflanzen?? und bitte keine Lateinischen namen, davon habe ich nämlich keine Ahnung.


Lg F.
 
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Dennis Furmanek

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Hallo,

Kannst du mal bitte Beispiele nennen für Fische die sich nur in kleinen Becken fortpflanzen??
Das wären beispielsweise verschiedene Bachlinge und deren Verwandte oder aber Arten aus der Fächerfischverwandtschaft. Die haben in der Regel aber keine Trivialnamen.

Gruß
Dennis
 
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Lilly_79

Lilly_79

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So, ich hab das nun ins Planschbecken verschoben & die Antworten aus dem festgepinnten Beitrag hierher verschoben.

LG Lilly

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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Hallo,

Das wären beispielsweise verschiedene Bachlinge und deren Verwandte oder aber Arten aus der Fächerfischverwandtschaft. Die haben in der Regel aber keine Trivialnamen.

Gruß
Dennis
Ich betone es nochmal: wir sind eine Plattform auf der sich großteils Aquarianer Infos suchen, die noch nicht so tief in der Materie drin sind und es vielleicht auch nicht sein wollen (was auch ok ist).
Diese halten auch nur die 'handelsüblichen' Fische und für die gelten diese Maße sehr wohl und aus verschiedenen Gründen: erreichen der Endgröße, erreichen des zu erwartenden Alters, erhalten der Wasserqualität, sinnvolle Bepflanzung und Einrichtung und nicht zuletzt was man gern für Fische halten will.
Es geht nicht jeder Fisch in jedem (kleinen) Becken.

Jemand der sich eingehend mit dem Thema Zucht beschäftigt, selektiert und auch Fische hält die nicht in jedem Zooladen erhältlich sind, hat in der Regel einen ganz anderen Ansatz und viel mehr Wissen als ein Einsteiger oder der 'Otto-Normal-Guppy-Halter'

Für mich ist es hier wichtig verständliche Infos zu geben die den Leuten die einfach nur aus Spaß ein Aquarium haben und sich 'nur' daran erfreuen wollen, zu helfen dass sie diesen Spaß auch haben und behalten.

Da fängt nun mal mit Tips zu der Beckengröße, Wasserwerten, Besatz an einfach um zu vermeiden, dass die Fische aus Unwissenheit im vierteljahr Rhythmus sterben und zig mal ersetzt werden bevor das Aqua dann aufgegeben wird.

Es kann und darf doch nicht sein, dass ein Fisch der "natürlich" 20 Jahre alt wird (es sei denn er wird gefressen) in einem zu kleinen Aquarium nicht mal 10 Jahre durchhält und der Halter sich dann auch noch freut...

Du kannst doch auch nicht behaupten, dass es ok ist wenn jemand, weil er deine Ausführungen liest, zb (um beim 'Aufhänger zu bleiben') zwei Prachtschmerle in einem 125 cm Becken hält und sich dann denkt 'Prima ich mach alles richtig'
Weil es eben NICHT richtig ist! Um am Beispiel zu bleiben, Prachtschmerlen hält man im Schwarm! Und selbst wenn aufgestockt werden würde, was ist mit dem restlichen Besatz? Das Becken wäre restlos überfüllt...

Gruß Lilly, die Autokratin
 
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Dennis Furmanek

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Hallo,

müssen Informationen für 'Otto-Normal-Guppy-Halter' nicht richtig sein, gerade dann, wenn Aussagen einen global gültigen Anspruch erheben?

Unter dem Vorwand der Verständlichkeit für den Nebenbei-Aquarianer wird mir einfach zu viel Halbgares verbreitet, vieles davon macht die Praxis der Aquaristik sogar komplizierter, als sie tatsächlich ist. Das ist zum Beispiel beim Thema "richtige und falsche" Wasserwerte der Fall.

Die inhaltliche Richtigkeit komplexer Sachverhalte leidet sehr stark durch deren Vereinfachung. Es ist einfacher, sich intensiv mit einer Thematik auseinanderzusetzen, um auf diesem Wege die wirklich richtigen und für die Praxis wichtigen Dinge herauszufiltern statt vermeintlich simple, restriktive Regeln aufzustellen, die die Praxis verkomplizieren.

Gerade durch diesen emanzipatorischen Weg erlangt man erst die Freiheit der Entscheidung und Handlung. Da ist Substanz hinter.

Wer sich seine Wahrnehmung so zurecht strickt, wie es ihm passt, dem ist nicht zu helfen. Der beste Weg, die Haltungsbedingungen für Tiere zu verbessern ist sachliche und mit Fakten untermauerte Aufkärung.

Gruß
Dennis
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi,

aber es ist keine Kunst sich fachlich korrekt auszudrücken, wie man an dir sehen kann, nur leider verstehen dich damit viele nicht für die es wichtig wäre das zu tun.

Ich wähle den Weg, dass ich die die lernen wollen, da abhole wo sie sind - du erwartest das sie zu dir kommen.
Beides sind Möglichkeiten, keine ist richtig oder falsch - aber sie richten sich eben an verschiedene Zielgruppen mit verschiedenen Motivationen.

Die einzige Motivation die ich bei dir bisher erkennen kann, ist Unruhe zu stifte und das unter dem Deckmantel von fachlichen, sehr wissenschaftlich formulierten, Beiträgen.
Ich denke, dass dir durchaus bewusst ist, dass viele nicht auf diesem Niveau diskutieren können/wollen und das nutzt du aus.

Schade, dass du dein Wissen so verwendest - denn damit hilfst du weder den Leuten hier die Hilfe suchen noch den Fischen...

Gruß Lilly
 
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