Huhu,
mein TA sagte mir neulich, dass viele TÄ bei Ratten immer davon ausgehen, dass alle Tumore bösartig sind, weil eben so viele Ratten eifnach einen am anderen entwickeln. Aber, so sagt mein TA, wenn man sie einschickt, stellt man in den allermeisten Fällen fest, dass der Tumor garnicht bösartig war, sondern die Ratte eben einfach aufgrund einer Veranlagung (etc) total verkrebst ist. Daher empfiehlt er eigentlich immer sofort zu operieren, denn von dem Moment an, in dem man den ersten Knubbel entdeckt, wird es bei einem Tumor immer nur noch schlechter, nie wieder besser. Der Tumor wächst, die Ratte wird älter, der Allgemeinzustand wird schlechter, etc, daher hat man die besten Chancen immer durch ein sofortiges Eingreifen.
Ich kann das nur so unreflektiert wiedergeben, ich habe noch nie einen Tumor einschicken gelassen, da es für das Tier nun letztendlich keinen Unterschied macht (sieht man ja, ob was neues kommt oder nicht, ums mal ganz plump zu sagen), und schon recht teuer ist, daher kann ich nur weitergeben, was mir gesagt wurde. Aber interessant fand ich es schon, und insgesamt ist dieser TA eigentlich sehr vertrauenswürdig und immer auf dem neuesten Stand der Forschung.
Bei den Tumoren, die ich bisher habe entfernen lassen, ist auch nie was nachgekommen, was darauf schließen ließe, dass es gestreut hätte. Und bei meinem Schnortel hatte der alte TA von einer OP abgeraten, und der neue hat, als ich soweit war, ihn gehen zu lassen, weil es nicht mehr ging, ihn doch noch auf den Tisch gelegt, und der Kleine lebt immernoch und ist topfit.
Natürlich will ich eure Entscheidungen und die eurer TÄ damit nicht in Frage stellen, ich wollte es nur mal als Denkanstoß in den Raum werfen. Am Ende muss jede/r individuell die richtige Lösung für jedes Tier finden, und wie gesagt, das ist auch nur, was mir erzählt wurde. Aber ich dachte, es könnte von Interesse sein. =)