Agressionen und Bachblüten

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troll

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Hallo Ihr Lieben
Ich habe ein riesiges Problem und bin ziemlich verunsichert, was das Verhalten meines Katers angeht.
Er hat mich heute (mich zum zweiten Mal insgesamt, meinen Sohn schon öfters) fast grundlos angegriffen.
"Fast grundlos" meine ich, weil ich Ihn ja nun auch kenne, Seine Vorlieben und natürlich auch seine Abneigungen.
Eine davon ist Lärm, was Er so gar nicht mag.

Nun... zur Vorgeschichte.
Wir, zwei erwachsene Kinder und ich, haben unseren Stubentiger vor 2 1/2 Jahren in einem Schuhkarton in einer Plastiktüte "überreicht" bekommen.
Er sollte ins Tierheim und da mich schon vor Jahren eine Katze besaß, (sie starb 2006) war ich diesbezüglich nicht unerfahren.
Liebe auf den ersten Blick ließen mich Ihn dann behalten.
Sein Alter schätzten wir auf ca 4 Monate.
Leider wissen wir nicht, mit welchem Alter Er von der Mutter weg ist und was Er bis dahin mitgemacht hatte.
Meine Tochter ist Tiermedizinische Fachangestellte und so hat Er alles bekommen, was Er zum Start braucht. Kastriert ist Er auch.

Nunja.. Er hat sich gut eingelebt.
Hat Seine Zeiten zum spielen und schlafen, ist verschmust, sauber und eigentlich völlig Problemlos.
Er hat Seine Plätze wo Er sich zurückzieht, Katzenklo, Futter und Trinken ist an unterschiedlichen Stellen platziert und wenn Er schmusen mag kommt Er auch.
Lärm weicht Er aus, aber was Er so gar nicht ab kann ist, wenn jemand sich weh tut und dementsprechend "laut" wird.
Er greift dann an, von hinten und urplötzlich und mit allen vieren, das man es echt mit der Angst zu tun bekommt.
Leider reichen schon Andeutungen von Schmerzlauten, Ihn komisch werden zu lassen, so das man Ihn aus dem Raum verweisen muss wenn sich jemand weh tut, um nicht doch noch angegriffen zu werden.

Nun habe ich mit meiner Tochter überlegt, es mal mit Bachblüten zu probieren, weil wir mit unserem Wissen echt an unsere Grenzen stoßen.
Bachblüten deshalb, um Ihn gelassener werden zu lassen.
Eine zweite Katze hatten wir auch schon in Erwägung gezogen und es auch mal ausprobiert, was aber nicht wirklich von Erfolg gekrönt war.

Wie sehen eure Erfahrungswerte aus?
Mit Bachblüten und/oder generell mit agressivem Verhalten von Katzen, was nicht an der Tagesordnung ist.?
Ich kann ja nicht nur auf leisen Sohlen durch die Wohnung laufen und wenn sich jemand weh tut, Ihm den Mund zuhalten.
Vllt kann mir da jemand einen Tipp geben?

Ganz liebe Grüße, Troll
 
20.03.2010
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Guest

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Emblazoned

Guest
Ich find das für einen Kater nicht unnormal... gerade wenn er noch so jung ist. Dieses "Anspringen aus dem Hinterhalt" machen Katzen auch untereinander im Spiel.
Du kannst dein Glück mit Bachblüten versuchen, aber so wie mir das scheint, hat dein Kater nur ein Problem und zwar, dass er keine "ebenbürtigen" Spielgefährten hat. Da müsst dann halt ihr herhalten.

LG
 
Renate*

Renate*

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Ganz klar der Kater braucht einen Kameraden oder eine Kameradin.
2 1/2 Jahre ohne kätzische Gesellschaft zu leben da kann eine Vergesellschaftung schon mal ein wenig länger dauern ;) ..da brauchts schon ein wenig mehr Geduld, vielleicht sogar ein paar Wochen oder Monate.

Ich glaube nicht dass der weiß dass sich jemand weh getan hat sondern eher dass er sich von lauten Tönen oder sogar Geschrei erschreckt.
Habt ihr Kinder im Haus die so laut werden? Denn normalerweise tun sich Erwachsene nicht so oft so weh dass sie immer dermassen laut werden dass sich eine Katze erschreckt:eusa_think:
Und wieso werden Schmerzenslaute "angedeutet"?

Vielleicht habe ich da jetzt was komplett falsch verstanden?

Zu Bachblüten kann ich nichts sagen, bezweifle aber dass diese Dein Problem lösen können.
 
T

troll

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@Emblazoned
Danke Dir für die schnelle Antwort.
Wenn es einfach nur anspringen wäre.
Leider sehen wir nach solchen Attacken ziemlich ramponiert aus und einmal war eine Bisswunde sogar so schwer, das Sie ärztlich behandelt werden musste.

In dem Moment, wenn es "passiert", erkenne ich meinen Kater auch nicht wieder und hinterher frage ich mich stundenlang, was in seinem Kopf vorgehen mag.
Ich denke, das wir Schwierigkeiten bei unserer Komunikation haben und das ich dann, wenn es denn soweit ist, was übersehen habe und/oder ein altes Verhaltensmuster/Abwehrmechanismus ausgelöst habe.
Sein Verhalten ist dann in dem Moment mehr panisch, als verspielt und wie Spiel fühlt es sich auch nicht mehr an.

Nun weiß ich ja, das Er auf Lärm und bestimmten Lärm besonders arg reagiert und wir versuchen Ihn auch zu vermeiden, aber immer geht das nun auch nicht und ich möchte weder einen schreckhaften noch einen agressiven Kater heranziehen.
Vllt ist es eine Erziehungssache, ich weiß es nicht, nur was machen ich dann so dermaßen verkehrt?
An einen zweiten Versuch mit einem zweiten Stubentiger habe ich auch schon gedacht, bin da aber skeptisch, da der Erste schon scheiterte.

LG Troll

---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Ganz klar der Kater braucht einen Kameraden oder eine Kameradin.
2 1/2 Jahre ohne kätzische Gesellschaft zu leben da kann eine Vergesellschaftung schon mal ein wenig länger dauern ;) ..da brauchts schon ein wenig mehr Geduld, vielleicht sogar ein paar Wochen oder Monate.

Ich glaube nicht dass der weiß dass sich jemand weh getan hat sondern eher dass er sich von lauten Tönen oder sogar Geschrei erschreckt.
Habt ihr Kinder im Haus die so laut werden? Denn normalerweise tun sich Erwachsene nicht so oft so weh dass sie immer dermassen laut werden dass sich eine Katze erschreckt:eusa_think:
Und wieso werden Schmerzenslaute "angedeutet"?

Vielleicht habe ich da jetzt was komplett falsch verstanden?

Zu Bachblüten kann ich nichts sagen, bezweifle aber dass diese Dein Problem lösen können.
Mit Schmerzlauten andeuten meine ich zB, wenn sich jemand weh tut und anfängt zu fluchen und dabei zB versucht, seinem Schmerz zu unterdrücken, bzw nicht laut kundzutun.
Klar leben hier Kinder, aber nicht unmittelbar bei mir. Wir leben auch direkt neben einem Kindergarten, aber das lässt Ihn eigentlich kalt.

Ja, Laute Geräusche und Geschrei in unmittelbarer Nähe sind nicht sein Ding.
Was von draußen kommt, stellt kein Problem für Ihn dar, aber bei uns...
Und heute war es eigentlich ein nichtiger Anlass, ein "Ochman" etwas lauter, weil ich was nicht finden konnte und da tickte Er schon aus.
Vllt hab ich was übersehen? Was im Voraus passiert ist und es nicht registriert und kann es deshalb nicht einordnen?
Beim ersten Angriff machte ich grad sein Katzenklo sauber und hatte Ihm dem Rücken zugekehrt und war dabei ganz ruhig.
Folge davon waren tiefe Kratzer von allen vier Pfoten quer über meinen Rücken.
Man könnte fast meinen, das Er einen für Fehlverhalten "bestraft", aber das ist jetzt zu vermenschlicht.
Ich denke da an aufgestaute Energie, die sich plötzlich entläd.
So kommt es mir vor....
Vllt interpretiere ich da auch was völlig falsch und muss an ganz anderer Stelle das Problem aufgreifen?

LG Troll
 
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Luk

Luk

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Hallo Troll,

ich denke auch dass er einen Spielgefährten braucht. Denn wir Menschen können niemals den tierischen Spielgefährten ersetzen. Er braucht gesellschaft. Dann wäre er bestimmt auch ausgeglichener.
Da er nicht mehr ganz so klein ist, wird das etwas schwieriger werden mit der Zusammenführung. Aber es ist machbar. Hier im Forum gibts viele erfahrene "Dosenöffner" :lol: die schon Katzen fast jeden Alters mit anderen zusammengeführt haben und es hat geklappt.
In den meisten Fällen klappts auch. Aber nicht immer.
Ihr braucht halt sehr viel Geduld und durchhaltevermögen.
Ich kenne ein Beispiel von einer Bekannten deren Kater 14 Jahre alt war (seine jahrelange Spielgefährtin war gestorben) und man ihm einen 10 Monate alten Spielgefähren gebracht hat. Es hat ein wenig gedauert aber sie verstehen sich ganz gut jetzt. Das zeigt doch dass es auch mit deiner Fellnase klappen kann.
Oder?
Ich wünsch Dir viel Glück dass dein Felli bald nicht mehr so agressiv sein wird. Katzen die lange allein sind (also ohne kätzische Gesellschaft) entwickeln mit der Zeit psychische Auffälligkeiten. Also nur Mut zur 2. Mieze!!! Und viel Geduld.

Bachblüten können vielleicht unterstützend wirken dass dein Kleiner nicht mehr so aggressiv ist. Aber allein Bachblüten denke ich mal, werden Dein Problem nicht lösen können.

LG :D
 
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Renate*

Renate*

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hm...ich spekuliere jetzt grade ob der sich durch etwas lautere Töne einfach nur aufgefordert fühlt zum Spielen und Toben?

So nach dem Motto "he da rührt sich was da mach ich gleich mal mit"
Aber das könntest Du vielleicht sogar mal ausprobieren und ihn mit etwas lauteren Tönen und ein Spielangel "provozieren"

Das jedenfalls würde ich mal machen. Spielangel deshalb dass Du nicht die Kratzer abkriegst. Denn das kenne ich auch.. wenn gespielt wird mit Händen und Armen dann sind da jedenfalls jede Menge Kratzer;)
 
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