Araber reißt den Kopf hoch

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Nephilim

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Hallo ihr Lieben.
Es geht um folgendes.
Ich bin letztens auf einer Araberstute (was ein tolles Pferd*-*) probegeritten und die Dame hat den Kopf immer hochgerissen.
Ich hab mir sagen lassen ,dass sie das immer tun würde ,und deshalb meist Ausbinder benutzt würden ,was
ich aber ablehnte ,da ichs einfach mal so versuchen wollte ,und Ausbinder ja auch keine dauerhafte Lösung sind.
Außerdem hab ich mir sagen lassen ,dass das wohl für Araber rassetypisch sei ,wovon ich leider keinerlei Ahnung habe ,da ich vorher eigentlich nur Isländer geritten bin ;).
Leider weiß ich noch nicht so viel ueber das Tier aber ich hoffe ,dass ihr mir dennoch helfen koennt.
Auch wenn ich die RB nicht bekommen sollte ,hat mich das Verhalten neugierig gemacht.
Sollte ich sie wider Erwarten doch bekommen (hach ihr wisst gar nicht was alles schief gehen kann :cool::eusa_doh: ) koennt ihr euch auf noch mehr Fragen einstellen ;)

Schonmal Danke im Vorraus ,und liebe Grüße
:)

Ps:Mist ich glaub ich bin im falschen Bereich gelandet ,vllt passt es besser ins Pferdeverhalten
 
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19.04.2010
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Lilly_79

Lilly_79

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Hi,

also das Kopfhochreissen ist weder normal noch rassertypsisch.

Viel eher liegt eines der folgenden Probleme vor:

- Pferd hat Schmerzen (im Maul, Im Rücken, im Hals...durch falsches reiten, den Sattel, das Gebiss etc pp)
- Pferd entzieht sich den Hilfen (weil es es nicht besser weiß, weil es Schmerzen hat)
- Pferd ist schlicht ungezogen und weiß 'damit komm ich durch und mach mir das Leben (scheinbar) leichter
- Reiterhand ist zu hart und Pferd entzieht sich weil es Angst/Schmerzen hat

Alle Punkte sind wirkliche Probleme die beseitigt gehöhren.

LG Lilly
 
SoylentGreen

SoylentGreen

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War es denn wirklich ein "Hochreißen" oder eher "Hochhalten". Der Unterschied ist wichtig. Hochreißen deutet nämlich daraufhin das da irgendwas im Argen ist. Z.B. sitzt der Sattel nicht richtig, das Gebiss wird nicht gut aufgenommen und mit harter Reiterhand zum bösen Wesen gemacht. Es kann auch auf Schmerzen (Rücken, Maul) hindeuten.
Hochhalten wäre eher ein Zeichen dafür, dass du falsche Hilfen gibst oder dafür, dass das Pferd es nicht anders gewohnt ist, also keine Dressur läuft, was wiederum auch Schmerzen beinhalten kann/wird.
 
Nephilim

Nephilim

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Danke erstmal für die antworten.
An den Hilfen kann es nicht gelegen haben ,ich bin kein Mensch der im Pferdemaul rumreißt oder dem armen Tier die Haken in die Seite "kloppt".
Es war noch eine weitere Person da ,die die Stute mit Westernsattel geritten ist ,wo es wohl auch ein weniger besser geworden ist ,aber den Kopf hat sie immernoch hochgerissen.

Es lief in etwa so:
Ich sitz auf ,geh am langen Zügel erstmal die Runde ,mach mich ein wenig mit dem Pferd vertraut ,und mich ein bisschen warm (leide an Gelenkschmerzen :/ und das mit 19...:roll:).
Reite größere Volten und auf dem Zirkel ,wechsel öfter die Hand...(da ging es meiner Meinung nach auch noch mit dem Kopf).
Soweit ich mich erinnern kann ,fing es heftiger an ,als wir trabten.
Natürlich hatten auch die Fliegen ihren Anteil an ihrem Verhalten ,dennoch hieß es ja dass sie das öfter täte.

Was auch mein Problem ist ,dass die Besitzerin nicht anwesend war ,und dies anscheinend auch nicht so häufig ist...

Zum Sattel ,wenn ich das richtig in Erinnerung habe ,dann sagte die nette Person die mich dort betreut hat ,dass der Sattel erst gepolstert wurde...
Sollte das mit der RB klappen werd ich mich da natürlich nochmal informieren..

Was kann man denn generell bei solchen "Fällen" tun ,wenn es NICHT schmerzbedingt ist ?

Liebe Grüße :)

Ergänzung: Mir ist grade noch eingefallen ,dass ich "aufgeschnappt" habe ,dass sie wohl einen unterbebauten Unterhals und einen ueberbebauten Oberhals hatte :X
Hoffe das ist einigermaßen verständlich geschrieben ;)
 
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Nahita

Nahita

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Hey tut mir leid, dass ich einfach so dein thema benutze Hylia, aber meine frage ist sehr änlich.
Es geht um das Pferd meines Grossvaters.
Am Ostermontag ritt ich mal wieder auf ihm. Da haben ich umd meine Tante uns zimlich über die scharfe Trense geärgert. Er hat wie gesagt ne scharfe Trense, dazu so ne Kette unter dem Unterkieffer durch (weiss nicht wie man der sagt) und noch ein Martingal.
Wir haben uns die ganze Zeit über gefragt, was das soll, denn er lief wirklich traumhaft. Ich konnte ihn zeitweise nahezu nur durch Gewichtsverlagerung reiten.
Nach dem hat meine Mutter meine andere Tante (die auch bei den Pferden hift) gefragt. Sie sagte anscheinend, er reisse sonst den Kopf extrem hoch. Das kann durchaus sein, im Umgeng ist er leider sehr ungezogen, aber dennoch finde ich es total falsch solche scharfen Dinger zu nehmen.
Meine Mutter kann sich das auch nicht erklären, da ihr Vater (der Besitzer) früher immer strikt gegen Scharfe Trensen gewesen sei. Ich persöndlich finde es erstens gemein dem Pferd gegenüber, und andererseits auch gefährlich. Wenn er sich zum Beispiel mal erschreckt, muss man ihn ja halten, und dan könnte es einfach sein, das er z.b. steigt.
Leider hab ich da nichts zu sagen, aber ich suche nun nach alternativen, die ich ihnen dan anbieten könnte.

Aber bitte schreibt jetzt nicht von wegen Tierquäler usw. Die Pferde haben es an sonsten wirklich sehr gut, und diejenigen die ihn reiten haben alle eine feine hand. Ich kann mir selber nicht recht erklären warum sie das machen...

Ps: Falls es doch zu lang geworden ist, sagt es bitte, dann mach ich noch ein eigenes Thema auf.

(Hier ist noch ein Foto, ich hoffe man sieht es)
 

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Machtnix

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Die Haltung des Halses ist bei Arabern leider rassebedingt häufig recht hoch. Es kommt stark darauf an, wie das Pferd gezogen ist und in welchem Typ es steht.
Ein plötzliches Hochreißen des Kopfes bzw. Kopfschlagen ist für kein Pferd typisch und deutet immer auf Schmerz hin.
Selbst Araber, die voll im Showtyp und so gar nicht im Reitpferdetyp stehen, können ohne Kopfschlagen mit fast gerader Halshaltung (also sehr schöner Dehnungshaltung).
Allerdings wurde bei diesem Pferd einfach ein HZ eingeschnallt und das Grundproblem nicht bearbeitet. Dieses liegt bei nicht im Reitpferdetyp stehenden Arabern meist am Rücken. Ein solches Pferd wird meist recht triebig sein, manchmal aber auch extrem vorwärts. Jedoch merkt man am Schenkel immer eine arge Reaktion entweder zu faul oder rennen.
Mit schön vorwärtsreiten und sanfter Handeinwirkung mit viiiiel Lösungsarbeit bekommt man das Problem normalerweise sehr schnell in den Griff -schneller als bei vielen anderen Pferderassen, da Araber meist recht intelligent, nicht so stur und flexibel sind. Sie merken sehr schnell, dass sie den Reiter leichter tragen können, wenn sie den Rücken aufwölben.
Araber sind (jedenfalls alle Exemplare, die ich kenne) sehr menschenbezogen. Hat man sie auf ihrer Seite, sind es geradezu Verlasspferde, die alles meistern und dem Menschen sehr zugetan sind, sie tricksen selten und sind nicht hinterhältig. Sie arbeiten mit dem Menschen, so wie der Mensch mit ihnen arbeitet. Manchmal weiß man gar nicht wer da mit wem arbeitet :mrgreen:. Sie können den Menschen genauso für ihre Interessen einspannen wie umgekehrt. Man darf sie nur nicht über- oder unterfordern, sondern muss ihnen Abwechslung und Motivation geben (z.B. reagieren Araber extrem gut auf Bodenarbeit).
Einen HZ lehne ich bei Arabern nicht komplett ab, meist jedoch doch. Wenn ich einen verwende, dann einen ganz flexiblen. Ich nehme dafür einen Tiedemannzügel und entferne den Halsring. Am Gebiss schnalle ich einen Steg ein (lasse ich anfertigen) und führe den HZ durch diesen Steg um ihn dann am Zügel zu befestigen. Der HZ wird dann so verschnallt, dass das Pferd den Hals zwar relativ hoch anheben kann, starkes Kopfschlagen jedoch vermieden wird. Diese HZ gibt keine äußere Begrenzung und lässt seitliche Dehnung zu.
 
Nephilim

Nephilim

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Danke erstmal für die ausführliche Beschreibung.
Heut bekomm ich bescheid wies ausschaut und bin echt gespannt , meld mich danach nochmal ,und jeh nachdem wies ausgegangen ist hoffe ich ich darf euch weiterhin löchern.
 
Chiari

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- es kann durchaus sein das das pferd das gebiss nicht mag....
- die reiterhand gibt nicht richtig nach, falscher moment, oder gibt garnicht nach

wenn das pferd dauerhaft schlecht geritten wird, kann es durchaus sein das du das als RB mit deinem "richtigen" reiten kaum rauskriegen wirst....

das pferd hat bereits diese gewohnheit. es wird schwer.. aber probiers
 
Lilly_79

Lilly_79

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Hi Nahita,

an und für sich ist ein Gebiss immer so 'scharf' wie die Hand des Reiters. Für euch/dich heißt das, dass dieses Gebiss nicht 'schlimm' ist, wenn damit nur sehr sanfte Impulse gegeben werden. Was auch Sinn und Zweck solcher Gebisse ist, das verfeinern von Hilfen.

Zu den Hilfszügeln, an und für sich ist das Martingal nicht schlimm, allerdings wäre interessant zu wissen, ob das Pferd denn auch bei den anderen Reitern so ruhig und gut geht.
Zu klären wäre dann, wie schon für Hylia oben aufgeschrieben, woher das Problem kommt (Schmerzen? Aufsässigkeit? Unpassender Sattel/Gebiss?)
Wenn das geklärt ist, dann könntet ihr euch einen Plan überlegen wie das Pferd zu korrigieren ist.

LG Lilly
 
Chiari

Chiari

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lilly das ist nicht ganz richtig... jedes gebiss hat ene andere wirkung aufs maul und einige auf den nacken....

es gibt durcha us pferde die sich gegen ein gebiss wehren. meine momentane rb ist so ein fall
 
Babolilu

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Hallo Hylia,

ich bin auch einmal einen Araber geritten, mit dem selben Problem. Er ist auch Western geritten. Im Schritt war noch alles in Ordnung, aber sobald man angetrabt ist, ist er gelaufen wie eine indische Hirschkuh. Kopf nach oben gerissen und hat erstmal ewig gebraucht, bis er sich eingelaufen hatte.
Man muss dazu sagen, er hatte ganz tolle Unterhalsmuskeln :eusa_doh:, die haben wir aber mit longieren, schön vorwärts abwärst, hin bekommen. Wir dachten auch, dass es an den Unterhalsmuskeln liegt. Es wurde aber trotzdem nicht besser.
Nun ja, wir haben dann eine Ärztin gerufen und sie hat den Guten erstmal eingerenkt. Bei ihm war ein Halswirbel ausgerenkt, der ihm beim reiten Schmerzen bereitet hat. Nachdem sie in eingerenkt hat, mussten wir auch aufpassen wenn er sich gewälzt hat, dass es net klack macht und alles wieder beim Alten ist. Ist uns leider einmal passiert, wir haben ihn nochmal einrenken lassen und wir haben besser aufgepasst. Der Arme durfte sich erstmal nicht mehr wälzen, aber das Ergebnis:
Er läuft am langen Zügel schön am Zügel und sogar beim laufen lassen läuft er von alleine vorwärtsabwärts.. Also, war teuer, aber ne gute Sache..:mrgreen:
 
Nephilim

Nephilim

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Die haben immernoch nicht angrufen und ich erleide bald einen Herzinfakt ,wenn ich mich also gar nicht mehr melde bin ich tot umgefallen ,hoffe aber natürlich dass das nicht passiert ;)!
Der Stall ist total korrekt ,deswegen denke ich nicht dass die böswillig irgendetwas ignorieren ,wollte ich nur nochmal betonen ;). Nicht dass ihr mir das vorgeworfen haettet... ^^
Ich denke wirklich was machen kann ich erst wenn ich die RB wirklich habe...Also Jungs und Mädels Daumen drücken!
 
Arabie 96

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Ich reite ja auch 2 Araber und der eine hält seinen Kopf meistens auch etwas höher.
Aber nur am Anfang. Wenn ich dann mit der Arbeit anfange und ihn löse stellt er sich von ganz alleine. es kommt also auch sehr darauf wie man reitet.
Er hat auch ein Martingal. :D
 
Nephilim

Nephilim

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Arabie ,aber wie wir schon festgestellt haben ist es ein riesen unterschied ob er den Kopf hochhaelt oder hochreißt ;)
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Naja gut das Thema ist hier für mich zuende ,da die sich für die andere Mitreiterin entschieden haben da die mehr Erfahrung bla bla hat...
Dafür kann ich wohl ne andere haben.. aber Fragen kommen sicherlich noch mehr von mir ;)

:clap: mehr bleibt dazu nicht zu sagen >_>
 
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Machtnix

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Naja gut das Thema ist hier für mich zuende ,da die sich für die andere Mitreiterin entschieden haben da die mehr Erfahrung bla bla hat...
Dafür kann ich wohl ne andere haben.. aber Fragen kommen sicherlich noch mehr von mir ;)

:clap: mehr bleibt dazu nicht zu sagen >_>

Schade, fühl dich umärmelt und getröstet. Bei einer RB gehts ja nicht darum unbedingt irgendwas zu reiten (dann kann man besser Schulpferde reiten), sondern man mag eben das Pferd als solches mit allen seinen Ecken und Kanten.
Mir zu Mindest ist die RB am Liebsten, bei der ich das Gefühl habe, dass die Chemie passt und nicht diejenige, die am besten Reitet (Beritt benötige ich nicht). Wenn ich das Gefühl habe, jemand will nur unbedingt irgendwie reiten, braucht derjenige gar nicht mehr wiederzukommen. Meine Pferde muss man lieben.
Schade, dass es nicht geklappt hat aber vielleicht findest du ja bald dein 'Traumpferdchen'.
 
Nahita

Nahita

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Hm ja sehr schade für dich Hylia.
Danke für die Antwort. Hatt vielleicht sonst noch jemand eine Idee was man mit dem Pferd meines Grossvaters machen könnte, damit er nicht so eine scharfe Trense braucht, und den kopf trotzdem unten lässt?
So viel ich weis kommt es bei ihm ganz auf den Tag drauf an. Aber meine Tante hat gesagt das er ihr noch nie so schön gegangen ist, wie mir am Ostermontag.
Ach ja, was ich noch vergessen habe zu erwähnen. Der Wallach, Figaro hat am beiden Hinterbeinen so eine Krankheit, ich glaube das heisst Spat oder so. Könnte es sein das es damit zusammenhängt?
Und wenn ja, könnte man da was gegen machen?
 
eifelbiene

eifelbiene

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Hallo Nahita,

es kann schon mit dem Spat zusammenhängen je nachdem wie hoch der Schmerzgrad ist. Normalerweise ist es so, dass die Pferde eher zu Beginn der Bewegung lahmen, was sich dann im weiteren Verlauf bessert. Hast du da evtl. mal einen Zusammenhang mit dem Kopf hochreißen gesehen?

Gute Behandlungsmöglichkeiten bei Spat gibt es mit einer Blutegel-Therapie (alternativ dazu: Baunscheidtismus, Cantharidenpflaster). Dazu bitte Kontakt zu einem Tierheilpraktiker aufnehmen.
Ansonsten evtl. orthopädischer Beschlag oder OP.
 
M

Machtnix

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Bei dem Gebiss handelt es sich um ein Palham. Dieses ist absolut keine Tierquälerei! auch wenn es zu den schärferen Zäumungen zählt.
Man müsste mal das Gebiss ohne Pferd sehen. Ist es eine gerade Stange, eine gewölbte Stange, einfach geborchen oder doppelt gebrochen?
Das ist sehr wichtig.
Die Hebelwirkung des Palhams wird durch die Stege zwischen der Trensen- und Kandarenverschnallung gemildert.
Für meinen Geschmack ist das Reithalfter zu hoch verschnallt, es sieht jedoch nicht zu eng aus. Häufig kann man bei der Pelhamverschnallung auf ein Reithalfter verzichten, wenn das Pferd locker und nicht maulig ist.
Das Pelham verteilt durch die leichte Hebelwirkung den Druck auf Gebiss und Genick. Die Kinnkette ist notwendig, damit das Gebiss durch die Hebelwirkung nicht einfach dreht und muss bei Gebissen mit Hebelwirkung unbedingt dran. Je nachdem wie lang diese Kette verschnallt wird, ist die Wirkung des Gebisses schärfer oder milder (bei einer lockeren Kinnkette dreht das Gebiss sich erst und es entsteht mehr Druck auf dem Genick, bevor es auf die Zunge einwirkt). Die Kinnkette darf jedoch niemals so lang verschnallt werden, dass sie unter der Unterlippe klemmen kann.
Manchen Pferden ist eine Druckverteilung auf Zunge und Genick einfach lieber als der alleinige Druck auf der Zunge.
Der Reiter sollte jedoch schon wissen, dass er hier mit einem recht komplex einwirkenden Mittel reitet. Leider werden solche Gebisse oft verwendet um dem Pferd den Kopf nach unten zu ziehen - es kann sich schlecht wehren.

Um ein mauliges Pferd wieder locker zu bekommen, sollte man an 3 Dingen besonders arbeiten.
- An der Lösung des Mauls.
Durch schnelle Bewegungen des Gebisses (nicht stark, nur schnell), wird das Pferdemaul lockerer. Häufig helfen auch Gebisse mit Kupfer oder mit Rollen in der Mitte (das Gebiss zieht sich dann nicht über die Zunge und schiebt diese bei trockenem Maul zurück, sondern es gleitet), die Rolle regt die Zungentätigkeit an.
Die Zunge ist nunmal ein Muskel, der wie jeder andere Muskel auch trainiert werden kann. Ist die Zunge unempfindlich und stark trainiert (durch Drücken gegen das Gebiss), drückt sich das Pferd das Gebiss häufig selber in den Oberkiefer (wird durch das Pelham verhindert, da ja die Kinnkette da ist), das ist schmerzhaft. Der Teufelskreis von Schmerz, Druck, und Überreaktion bis hin zu keiner Reaktion mehr, ist begonnen.
- Die Rückentätigkeit
Das Pferd darf nicht von vorne nach hinten gezogen werden. Es muss vermehrt über den Schenkel geritten werden. Die seitlich Bauchmuskulatur (ist wie ein Kamm mit der Rückenmuskulatur verbunden) muss gedehnt werden, genauso die Schulter.
Ein gedehntes Pferd wölbt den Rücken auf und tritt unter den Schwerpunkt. Auch wenn dieses durch die Spaterkrankung nicht stark sichbar ist - es sei denn, man achtet mal vermehrt auf die untere seitliche Bauchmuskulatur als aufs Hinterbein.
Ein Pferd mit lockerer und gedehnter Muskulatur lässt den Hals fallen, da diese Haltung natürlich ist und es den Reiter so besser tragen kann - das merken Pferde auch.
- Das Tempo
Das Pferd darf nicht unter Tempo laufen, jedoch auch nicht trippelnd rennen. Der Reiter hat ein Tempo zu wählen, das dem natürlichen Bewegungsmechanismus des Pferdes entgegenkommt. Es ist jedoch immer Fleiß angesagt (also weder faul noch hektisch).
Das Pferd muss in den dehnenden Übungen den Takt halten.
 
Nahita

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Danke vielmals für die ausführliche Antwort.
Ich weis nicht genau ob die Stange gerade oder gebogen ist. Ich würde mal vermuten sie ist einfach gebrochen und gerade... aber ohne Garantie.
Das mit dem Spat leite ich mal weiter.
Ich kann leider nur sehr selten dort reiten, aber ich sags mal so weiter.
Also findest du es unbedenklich so zu reiten?
 
M

Machtnix

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Danke vielmals für die ausführliche Antwort.
Ich weis nicht genau ob die Stange gerade oder gebogen ist. Ich würde mal vermuten sie ist einfach gebrochen und gerade... aber ohne Garantie.
Das mit dem Spat leite ich mal weiter.
Ich kann leider nur sehr selten dort reiten, aber ich sags mal so weiter.
Also findest du es unbedenklich so zu reiten?

Ich finde es nicht unbedenklich so zu reiten!
Andererseits ist diese Zäumung auch nicht gerade Tierquälerei.
Die richtige Wahl des Gebisses sollte sehr sogfältig vorgenommen werden (nicht das Gebiss, was gerade da ist oder was günstig ist nehmen).
Das Gebiss muss zu Reiter und Pferd passen. Es darf das Pferd nicht abstumpfen oder ihm gar Schmerzen verursachen und darf den Reiter nicht dazu verführen mit zu viel Hand und zu wenig Schenkel- und Sitzhilfen zu arbeiten.
Gleichzeitig muss es - gerade bei Geländepferde - sicher sein.

Von hier aus kann ich mir keine Meinung erlauben, was für dieses Pferd richtig ist. Ich kenne weder den Reiter noch das Pferd (Eigenheiten, Bemuskelung...).

Du brauchst dir zwar keine Sorgen zu machen, dass das Pferd gequält wird, jedoch solltest du weiterhin bei solchen Dingen sehr kritisch sein. Vielleicht gibt es für das Pferd ja noch eine bessere Lösung, so hören sich deine Beiträge nämlich eigentlich an.
 
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