Ende der Liebe, Anfang des Egos.

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suno

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Hallo ein rein theoretischer Ansatz:

Ich möchte gerne eure Meinung und Einstellung erfahren, wieweit ihr gehen würdet um Euer Tier am Leben zu erhalten.

Was ist für Euch guten Gewissen vertretbar - in beide Richtungen. Welche Behandlung(-versuche) haltet ihr für absurd - wann glaubt ihr ist das "Erlösen" zu früh. Warum?
Welche ethischen, moralischen Grundsätze habt ihr dafür.

Wo endet für Euch die Liebe zu eurem Begleiter und wo beginnt der pure Egoismus oder die pure Angst des Verlustes?

In einem Artikel habe ich über die unterschiedlichsten neuen Möglichkeiten in der Veterinär Medizin gelesen. Von neuen Hüftgelenken (alter Hut) - das seh ich auch ein...über Chemotherapie , Dialyse für Hund und Katze....bis hin zum Herzschrittmacher.

Was mich dann doch nachdenklich machte.

Ok es wird geschrieben, daß die Hundechemo nichts oder nur wenig
mit der des Menschen gemein hat .Kein - oder kaum Haarausfall, weitgehend ohne Übelkeit (woher sie das auch immer wissen)...halt nur um den Tumor am wachsen zu hindern - nicht dessen Entfernung.Erhaltung der Lebensqualität - hört sich gut an.

Wann würde ich es angehen? Wenn mein Hund mittelalt ist und nun mit einer 80 % Chance, danach ein paar Jahre länger leben kann - klar warum nicht. Obwohl ich irgendwie das Gefühl habe, es sei nicht in Ordnung. Und gleichzeitig könnte ich ihn doch nicht sterben lassen - wenn es die Möglichkeit gibt die realtiv einfach zu verhindern - oder doch?

Noch weniger bin ich davon Überzeugt dem Hund ein Gefallen zu tun wenn man ihm bei Nierenversagen - schwäche wöchentlch an ein Dialyse Gerät hängt. Zuzüglich rationierter Wassereinheiten und strikter Diät. 100 % gesund fühlt er sich dann auch nicht mehr inklusive massiver Nebenwirkungen. K
Kann ein Hund das Leben in Form eines eingeschränkten Restlebens genießen und ist das schon Vermenschlichung und der Beginn des puren Egoismus?

Aber einen Herzschrittmacher zu implantieren - finde ich erst mal gerade zu entsetzlich - gruselig.Da pumpt dann eine kleiner Motor unaufhörlich weiter, während Knochenbau und Sinnes-kraft des Hundes nach und nach zerfallen - klar dann kann man weiter Ersatzteile einbauen und irgendwann vielleicht auch eine Nierenimplantation vornehmem?! Oder würde ich nach diesem Strohalm greifen, wenn mein Mädchen an einer Herzkrankheit einzugehen droht? Bis zu welchem Alter kann man das ethisch vetreten? Oder kann man das überhaupt?

Ich weiß nicht - ich liebe meinen Hund wirklich - heißt das aber nicht eigentlich, daß ich in seinem Sinne und zu seinem Wohle handeln muss? Was ist in seinem Sinn - rennen, laufen, fressen, trinken, Geschmust bekommen , sich zu lösen - seine "Aufgaben" erfüllen und vor allem schmerzfrei sein. Meine Interpretation - ich würde meinen Hund gerne eingehend befragen.

Bei jeder der oben angeführten Behandlungen nehme ich meinem Hund mindestens 2 wenn nicht drei dieser grundlegenden Bedürfnissse. Steht mir das zu, schätz mein kleiner Freund das Leben dann tatsächlich noch - so wie wir Menschen uns das vorstellen?
Steht es mir aber zu nicht restlos alle Möglichkeiten auszuschöpfen ihn vor seinemTod zu bewahren. Oder macht man dies nur weil man es kann? Weil man das Tier nicht verlieren will?

Ich komme einfach zu keinem Ergebnis - vielleicht habt ihr da ja ein paar Antworten?
 
02.05.2010
#1
A

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Guest

Hast du schon mal im Ratgeber nachgelesen? Velleicht hilft dir das ja weiter?
Namenlose-Mama

Namenlose-Mama

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hallo
ich denke ich kann da eine vernuenftige aussage abgeben:
wenn der hund nach der behandlung eine einigermassen adaequate lebensqualitaet zu erwarten hat, wenn er dann noch lebensfroh ohne gorsse schmerzen dasein kann, dann ist eine behandlung sinnvoll.
mein 13 jahre alter pudel hatte einst eine geschwulst am hals, die der tierarzt damals wegen des hohen alters nicht mehr operieren mochte.
wir haben es trotzdem gewagt.
der hund lebte tatsaechlich noch weitere 10- in worten. zehn volle jahre ohne weitere krankheiten.
in solchen faellen ist eben nicht absehbar, wie lange das tier tatsaechlich noch vor sich haben wird.
vielleicht sterben auch viele kranke hunde deshalb mit 14, 15, weil eben nicht mehr geholfen wird,ist eh schon so alt..blabla

aber: ich kenne auch faelle aus dem tierschutz, wo ich meine, dass da tierschutz ohne gnade betrieben wird.
da werden hunde noch als notfaelle vergewaltigt, die querschnittgelaehmt ihr dasein auf einem rollbrett fristen sollen, die angeblich keine schmerzen haben, hauptsache man spendet fleissig.
da finde ich, gerade bei einem hund mit 2 jahren, ist es gnaediger, ihn zu erloesen und mit den spenden sinnvoll im tierschutz zu helfen.
denn 10 oder 15 jahre mit rollbrett ist dem bewegungsdrang eines hundes nicht angemessen.
unter anderem ist es dann so, dass ein mensch dieses tier aufnimmt, der keinen bezug zu ihm hat, und wer weiss ob nicht in diesen 10 15 jahren eine lebenssituation eintritt, die den hund dann samt rolli obdachlos macht.
in solchen faellen tendiere ich offen gesagt zu einer kurzen und schmerzlosen erloesung fuer das tier, denn lebensqualitaet ist was anderes.

Aber einen Herzschrittmacher zu implantieren - finde ich erst mal gerade zu entsetzlich - gruselig.Da pumpt dann eine kleiner Motor unaufhörlich weiter, während Knochenbau und Sinnes-kraft des Hundes nach und nach zerfallen -
ich verstehe dich gut, aber es ist ein wenig anders: es pumpt nix, sondern eine kleine batterie sendet im falle des aussetzens einen kleinen elektischen impuls, um den natuerlichen herzrhythmus wiederherzustellen. nix weiter. das ist, als wenn du einen schnarcher freundlich zur seite schubst, damit er wieder richtig Luft holen kann.

Fazit: solange das Tier mitmacht, ja, wenn du es mehr leiden siehst als gluecklich, dann geh mit ihm den letzten weg zusammen, und du erweist ihm den groessten liebesbeweis den es gibt, ihn bis zur letzten minute zu troesten und zu begleiten.
 
Slate-blue

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wenn der hund nach der behandlung eine einigermassen adaequate lebensqualitaet zu erwarten hat, wenn er dann noch lebensfroh ohne gorsse schmerzen dasein kann, dann ist eine behandlung sinnvoll.
Das ist sehr gut ausgedrückt und so sehe ich es auch.


Ein Herzschrittmacher wäre daher aus meiner Sicht OK, da die eine OP die Lebensqualität verbessern kann (soweit kein genereller Herzfehler vorliegt).

Der regelmäßige Anschluss an eine Dialysemaschine und zusätzlich eine strenge Diät überschreitet für mich diese Grenze.
 
simone

simone

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Sehr Interessantes Thema :clap:.

Darüber nachgedacht habe ich damals, als ich mit unserem Hund in der Tierklinik war und im Behandlungsraum ein Hund gerade eine Chemotherapie bekam. Ist schon etliche Jahre her. Der Hund gehörte einer Praktikantin, war damals schon recht alt. Damals war die Chemo dort wohl in der Versuchsphase. Sie meinte dann, das es dem Hund danach wohl kurzzeitig besser ging, es aber rapide wieder schlechter wurde.
Und da wäre für mich der Punkt längst erreicht gewesen, das Tier gehen zu lassen.

wenn mein Mädchen an einer Herzkrankheit einzugehen droht? Bis zu welchem Alter kann man das ethisch vetreten? Oder kann man das überhaupt?
Ich würde solche Entscheidungen nicht am Alter des Hundes festmachen, sondern eher am Zustand. Wenn es ein alter Hund ist, dem die Behandlung eine Besserung bringt, ihn ohne Schmerzen leben lässt, würde ich es vielleicht versuchen.
Aber ich würde niemals eine Behandlung vornehmen lassen, die dem Tier vielleicht wöchentliche Qualen zufügt, nur damit er noch bei mir bleiben kann. Beispiel Dialyse. Das ist schon für einen Menschen eine Tortour. Nur weiss der Mensch eben, warum er das macht. Aber ein Tier?

Ich weiss nicht. Wahrscheinlich muss man erst vor einer Situation stehen und dann entscheiden. Aber man sollte es halt immer im Interesse des Tieres tun.
 
Yvi179

Yvi179

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Es ist schwer abzuweigen wei jeder da andere Ansichten hat! Ein Hund überlebt uns meist nicht das sollte uns von anfang an klar sein! Und es muß klar sein das man den Hund auf seinen letzten Weg begleiten sollte!
Ob ich einen Herzschrittmacher einen Hund einsetzten würde?? Oder eine Dialyse machen würde?? Nein! Die gesesung beim Herzschrittmacher dauert beim Menschen schon ewig! Man darf sich nicht mehr so doll auf regen und viel mit Sport ist dann ja auch nicht mehr(wenn ich mich nicht irre)!
Muß ich dann Angst bekommen wenn mein Kleiner extremen stress hat?? Oder einem 9 jährigen Hund soviel stress noch antun?? Ich denke nicht das das würde!
Auch eine dialyse käme nicht in frage! Den Hund den Rest seines Lebens einmal die Woche dahin zu schleppen ihn zu picken zu lassen und dann muß er noch einige Std ruhig liegen?? Nein würde ich nicht!
Bei einer Chemo ist die überlegung etwass anders! Klar muß man die Nebenwirkungen mit dem Erfolg abwägen, denn das wirklich hilft darauf bekommt man ja keine Garantie!
Ich denke bei Themen wie totranker Hund sollte man gar nicht Egoistisch sein, weil es nicht fair dem Hund gegenüber wäre!
Er soll sich quälen weil man sich nicht mit dem Abschiedsschmerz befassen will? Weil es verdammt weh tut?? Nein man sollte allgemein nicht Egoistisch sein wenn man ein Tier besitzt! Weil es gibt immer wieder situationen im Leben die der Hund nicht mag oder will! Da muß man dann an das Tier denken und nicht an sich selbst!
Ich kann z.B. mein Hund nicht zu einer Messe mitnehmen wenn es für ihn totalen stress bedeutet nur weil ich es gern so hätte!

Lg YVi
 
Nienor

Nienor

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Mal kurz zur Chemo : wenn sich das nicht wirklich verbessert, wuerde ich das nicht tun. Ich habe mich erst vor kurzen mit einer TPA darueber unterhalten, sie sieht die Tiere in der Klinik und weiss von ihren Geschichten, sie sieht dort keinen Nutzen fuer das Tier. Man schenkt ihnen vllt Wochen, aber diese Wochen verbringen sie mit der Chemo. Wenn man sie beendet, sterben sehr viele kurze Zeit spaeter. Das es bei Tieren keine Uebelkeit gibt, wuerde ich nicht behaupten, nachdem, was mir dazu erzaehlt wurde. Ein Mensch versteht wenigstens, was man mit ihm macht, ein Tier nicht. Chemo kommt fuer mich absolut nicht in Frage. Wenn es fortschrittlichere Methode gaebe, die weniger Leid versprechen, muesste ich das erneut abwaegen, aber im Moment waere fuer mich die einzige Therapie OP oder dem Tier noch eine schoene Zeit machen und mich dann verabschieden.
 
H

HelgaK

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Das einzige, was bei mir nie endet, ist die Liebe zu meinem Tier, alles andere wird die jeweilige Situation entscheiden.
Gruß HelgaK
 
Engelpu

Engelpu

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Ich finde dieses krampfhafte am Leben halten und Zeit schinden schon bei Menschen grausam. Ich bin froh darüber, dass ich das bei meinem Hund selber entscheiden kann und zum Wohle des Tieres.

Herzschrittmacher käme für mich nicht in Frage, ich finde die Idee absurd, einem Tier ein Gerät implantieren zu lassen, in der Hoffnung, dass er ein Paar Jahre länger lebt.

Eine Chemotherapie, wäre eine Überlegung wert, wenn der Zustand des Tieres sowas noch zu lässt.

Wir quälen uns Menschen schon genug mit irgendwelchen sinnlosen Behandlungen, die das Leben zwar verlängern aber keine Lebensqualität schenken und das brauch man nicht noch bei seinen Tieren machen.

Wenn es physisch nicht mehr geht, ist der Hund bereit dafür, nur wir Menschen haben damit ein riesen Problem.
 
Pewee

Pewee

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Ich habe Tiere immer drum "beneidet", dass man ihnen einen würdevollen Tod geben kann und diese nicht wie den Menschen an unzählige Geräte hängen müssen um dann noch 2 Jährchen rauzuholen. Deswegen werde ich jetzt bestimmt nicht anfangen es gutzuheißen.
Klar, wenn der Hund gerade mal 3-4 Jahre alt ist und man mit ner Chemo noch viele Jahre rausholen kann, würde ich es machen.
Diese Dialyse Sache ist für mich schon was anderes. Selbst beim Menschen, dem so ein Schicksal zu Teil wurde, frage ich mich, wieviel Lebensqualität da noch drin steckt.
Ich würde es bei meinen Hunden nicht machen, ich denke, er leidet mehr darunter, als wenn ich ihn gehen lassen würde.
Ich möchte kein krampfhaftes am Leben erhalten, wies beim Menschen immer fabriziert wird. Ich habe Jerry durch seine Parvo Behandlung schon an genug Schläuchen und Gräten gesehen. Er hat die erste Zeit mehr beim Arzt verbracht, als bei irgendwem anders. Nein, ich würde es ihm nicht nochmal antun.
 
Dalia

Dalia

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Dialyse würde ich einem Tier niemals antun. Ok, das ist jetzt ein bescheu... Vergleich, aber durch meinen Job sehe ich wie sehr es schon einen Menschen zusetzt, der sich regelmäßig dieser Prozedur aussetzen muss.
Ok, ein Tier würde vielleicht anders reagieren, aber muss das sein.
Wenn das Tier noch jung ist bzw. es gute Aussichten zur Heilung oder gute Lebensqulität gibt, dann würde ich den anderen behandlungen vielleicht zustimmen.
Ich beneide die Tiere darum, das sie erlöst werden können wenn sie leiden und kein würdiges Leben mehr führen können.
 
H

HelgaK

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...sinnlose Behandlungen, Herzschrittmacher etc.. Ich denke, wenn jemand sagt, willste heute sterben, oder einen Herzschrittmacher, Dialyse usw. - ich glaube die meisten entscheiden sich für das Leben! Das muss ich meinem Hund auch zugestehen, er kann nur nicht antworten.
Gruß HelgaK
 
Pewee

Pewee

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Wir verstehen ja auch, wieso wir das machen, aber kann ein Hund nachvollziehen, wieso wir ihn jede Woche zur Dialyse schleppen? Das bezweifel ich...
Es kommt eben darauf an, inwiefern wir ihm Lebensqualität (zurück)geben können.
 
H

HelgaK

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Das ist richtig, aber das kann eigentlich nur der Hund selbst entscheiden und leider kommt da keine Antwort.
Gruß HelgaK
 
Dalia

Dalia

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Ganz ehrlich, ich finde ein Tier kann es nicht entscheiden.
Denn es macht sich keine Gedanken über Leben und Tod.
Ein Tier denkt doch nicht vorraus, oder?
Ich mein, es denkt sich nicht, "Ich stehe das jetzt durch und danach geht es mir wieder besser."
Ich habe so oft die Aussage "wäre ich doch nur ein Tier, dann würde man mich jetzt erlösen" gehört, von Menschen die solche Behandlungen mitmachen. Die meisten, hätten sie denn die Wahl, würden sich, so traurig das klingt, nicht fürs Leben entscheiden.
Klar mit diesen ganzen Behandlungen kann ein Hund vielleicht weiterleben, aber unter welchen Bedingungen?
Dann muss ich als Mensch doch weiter denken!
Damit will ich jetzt nicht sagen das bei jeder Krankheit sofort nur das Einschläfern als Lösung dient, denn das wäre auch nicht fair!
Aber es liegt dann an mir zu entscheiden, ob eine Behandlung Erfolg verspricht oder das Leiden hinaus zögert, oder halt nur eine Gnadenfrist gewärhrt!
 
Pewee

Pewee

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Gerade weil ein Tier bzw. hier der Hund nicht versteht, wieso wir eine Dialyse mit ihm machen, würde er es ablehnen, wenn er könnte. Ich meine, meine Hunde gehen auch nicht gerne zum TA, sie hassen es eher. Weil sie einfach nicht wissen, dass es gut für sie ist, auch wenns mal n Piekser gibt.
Ob aber eine Dialyse auf längere Zeit gesehen, wirklich so gut für den Hund ist bezweifel ich. Sieht man ja schon am Menschen. Der Hund "denkt" eher, dass wir ihn permanent vor was Unangenehmes setzen, womit er ständig vor eine Stresssituation gestellt wird. Kann man hier von wirklicher Lebensqualität sprechen?

Glaube nicht, dass ein Tier vorausdenken kann. Es sind mehr die Triebe die das für ihn übernehmen, was ja ein meilenweiter Unterschied ist. Und kein Trieb eines Tieres würde ihm sagen "lass mal zur Dialyse oder einen Herzschrittmacher einpflanzen".
Klar will ein Tier ebenfalls überleben wie ein Mensch. Aber ich denke eher in der Form wie "ich muss mein Fressen jetzt jagen", "oh ein natürlicher Feind, ich renne besser weg/verteidige mich".
 
Lutz

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Hartes Thema. Aber sinnvoll. Bei einem Hund, der 3 -4 Jahre alt ist und eine Lebenserwartung von 12 Jahren hätte - dann käme für mich auch Dialyse in Frage. Wenn es wirklich "nur" die Zeit bei der Dialyse und ein ruhigeres Leben wäre. Ich habe letzte Woche bei meinem Ayk noch alles versucht, weil ich hoffte, daß er nach überstandener Krankheit ohne Schmerzen wäre.
Die Antwort auf die Frage ist aber immer sehr individuell. Wenn man seinen Hund 8 oder mehr Jahre hat, dann kennt ihn niemand besser als man selbst. Da muß man einschätzen können, ob Behandlung und Lebensqualität/-erwartung abgewogen werden können.
 
Dalia

Dalia

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Klar will ein Tier ebenfalls überleben wie ein Mensch. Aber ich denke eher in der Form wie "ich muss mein Fressen jetzt jagen", "oh ein natürlicher Feind, ich renne besser weg/verteidige mich".
Genau das meine ich auch.
Ein Tier wird doch eher vom Selbsterhaltungstrieb gelenkt.
Aber nicht in der Form das es solche strapazen freiwillig in Kauf nehmen würde.
 
Caroo

Caroo

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Herzschrittmacher[/B] zu implantieren - finde ich erst mal gerade zu entsetzlich - gruselig.Da pumpt dann eine kleiner Motor unaufhörlich weiter, während Knochenbau und Sinnes-kraft des Hundes nach und nach zerfallen - klar dann kann man weiter Ersatzteile einbauen und irgendwann vielleicht auch eine Nierenimplantation vornehmem?! Oder würde ich nach diesem Strohalm greifen, wenn mein Mädchen an einer Herzkrankheit einzugehen droht? Bis zu welchem Alter kann man das ethisch vetreten? Oder kann man das überhaupt?
also ich denke nicht, dass es einem hund, der einen herzschrittmacher bekommt, unbedingt schlecht geht.. junge hunde können auch Herzfeheler habe, obwohl es ihnen sonst gut geht.. viele mensche haben auch eine herzschrittmacher, obwohl es ihnen sonst sehr gut geht..
 
Pewee

Pewee

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Ich meine auch. Das ist wohl zu vermenschlicht gedacht.
Glaube, wenn die Zeit des Tieres gekommen ist, "akzeptiert" er das. Es zieht sich ja zum sterben zurück. Wir Menschen hoffen da ja dann eher auf die neuste Technik der Medizin etc.

ich will damit ja auch nicht sagen, dass man alle Tiere einschläfern soll, die krank sind. Bei Jerry haben wir ja auch ewig gekämpft, aber auch nur weil man uns bestätigt hat, dass er zumindest eine Lebenserwartung von mehreren Jahren hat (man sagte uns 6 Jahre, wenns eher schlecht läuft und man ihn "nicht gut hält" des Immunsystems halber).
Aber bei der Dialyse ist das doch immer recht ausweglos, oder? Also ich kenne mich damit nicht aus, aber müssen Menschen nicht lebenslang an dieses Gerät, es sei denn, man kann ihnen eine Niere spenden?
Das hätte doch bei einem Tier dann wenig Sinn, oder?
 
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