Welpe scheinbar gestörrt :-/

Diskutiere Welpe scheinbar gestörrt :-/ im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich bin neu hier im Forum und benötige dringend eure Hilfe. Ich habe seid ca 2 Wochen einen 5 Monate alten Terrier-Neufundländermix, und...
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bische

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Hallo,

ich bin neu hier im Forum und benötige dringend eure Hilfe.
Ich habe seid ca 2 Wochen einen 5 Monate alten Terrier-Neufundländermix, und komme mit ihm fast gar nicht klar. Sitz und Platz hat er bereits gelernt, aber bei allem andren stoße ich auf taube Ohren. Shorty beißt öfters (hat nix mit Spieltrieb zu tun,sondern reine Agro), geht über Tisch und Bänke, hat kein Problem damit Essen vom
Tisch zu holen, Schuhe schmecken ebenfalls gut und es ist ihm so schnuppe, was wir sagen. Beim beißen habe ich bereits alles mögliche ausprobiert, angefangen von Spielzeug hinhalten und wegdrehen, Schnauze festhalten, wegsperren, sogar den Griff in den Nacken und dann an den Boden drücken. Es hilft nicht, im Gegenteil, er wird immer agressiver :( Ein lautes aus oder Aua bringt ebenfalls nichts. Für Regeln ist er einfach nur taub. Ich bin am verzweifeln. Shorty macht was er will. Ich möchte erwähnen, dass es nicht mein erster Hund ist, ich hatte bereits 2 ältere Rüden, die uns damals zugelaufen sind, sowie einen Welpen aus dem Tierheim. Der alte Welpe hatte zwar auch Power, war aber nie so auf Agro. Mittlerweile ist das Mädchen 12 Jahre alt und komplett mit dem Neuzugang überfordet. Ihr seht, ich habe enorme Erfahrung mit Hunden,nur hier bin ich mit meinem Latein am Ende. Was ganz wichtig zu wissen ist, ich habe Shorty bei einer Alkoholikerin rausgeholt. Dort hat er außer Schläge und Ignoranz nichts positives erfahren dürfen. Nun befürchte ich ganz stark, dass er bereits gestörrt ist und ich ihn nicht mehr in den Griff bekommen kann. Habt ihr vielleicht einige wertvolle Tipps. Bitte helft mir. Danke
 
09.05.2010
#1
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Guest

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Escaflown

Escaflown

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Versuch doch mal nen Guten Hundetrainer zu besorgen und mit ihm zusammen etwas zu erreichen.
 
blackdobermann

blackdobermann

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Genau, ein humaner, kompetenter Hundetrainer, der Hausbesuche tätigt.
Ohne einen Hausbesuch lässt sich nur schwer was machen.
 
koersche

koersche

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Hey
bei den Problemen wird dir wohl jeder nen guten Hundetrainer empfehlen,dann bekommt ihr es wohl auch im griff.
 
DyingDream

DyingDream

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...

Wie bekommt euer Hund denn überhaupt Gelegenheit dazu z.B. über Tische und Bänke zu gehen oder auf den Geschmack von Schuhen zu kommen?
Ist sie da alleine oder seit ihr dabei? Wenn ihr dabei seit - wie reagiert ihr? Und wenn ihr nicht dabei seit - so würde ich zumindest alles außer Reichweite für die nächste Zeit bringen, was der Hund nicht nehmen darf.


Springt er auf den Sessel müsst ihr ihn natürlich sofort wieder runter befördern und auch hier wäre für mich sehr wichtig erst mal ein paar Grundsatz-Rangordnungsdinge umzusetzen:


- Hund hat nichts im Bett, Sofa oder anderer erhöhten Sitz-/Liegemöglichkeit zu suchen.
- Hund wird nach dem Menschen gefüttert oder in einem Abstand von mindestens 30 Minuten dazwischen.
- Mensch geht vor dem Hund durch die Türen, Pforten, etc.
- Spielzeug für den Hund ist nicht in seiner Reichweite.
- Gespielt/Geschmust wird nur dann, wenn der Mensch es will. Andernfalls wird der Hund ignoriert oder auf seinen Platz geschickt (dieses muss er zuvor natürlich lernen, wenn es noch nicht der Fall ist.)
- Auf Spaziergängen bestimmt der Mensch den Weg.
- Futter gibt es nur noch (oder zum größten Teil) gegen Arbeit und aus der Hand. (Wäre also um den Grundgehorsam zu üben -> Sitz=Futter, Komm=Futter, Platz=bevor es zum restlichen Futter aus dem Napf geht, etc. - oder sonst für gemeinsame Suchspiele, etc.)
- Liebevolle aber auch sehr konsequente Erziehung (wenn ihr ein Sitz wollt und der Hund kennt dieses Kommando -muss- es auch umgesetzt werden. Und macht er es nach dem zweiten sagen nicht, wird beim dritten noch mal 'geholfen'. Wichtig ist auch, dass ihr das Kommando dann wieder aufhebt mit z.B. einem 'okay', bevor der Hund aufsteht.)
- Feste Fütterungszeiten und Rituale sind auch hilfreich.
- Kontakt mit vielen unterschiedlichen Hunden ist unheimlich wichtig für euren jungen Hund!
- Eine Hundeschule oder ein Trainer, der nach Hause kommt finde ich immer gut, wenn diese(r) mit positiver Verstärkung arbeit.
- und und und...

Beißt euer Hund oder schnappt auch nur nach euch, wird er ignoriert. Ihr wendet euch also von ihm ab, verlasst ggfl. den Raum für ein paar Sekunden. Der Hund kann ebenso auf seinen Platz geschickt werden (den er vorher als positiven Ort kennen lernen muss.)


Befindet sich euer Hund irgendwo, wo er nicht sein darf und will euch beißen, nehmt ein Kissen und schiebt euren Hund dann notfalls vom z.B. Sofa runter.


Beim beißen habe ich bereits alles mögliche ausprobiert, angefangen von Spielzeug hinhalten und wegdrehen, Schnauze festhalten, wegsperren, sogar den Griff in den Nacken und dann an den Boden drücken.

Von diesen Punkten ist alles bis auf das wegdrehen absolut kontraproduktiv.
Mit dem Spielzeug hinhalten macht ihr für euren Hund aus seinem Beißen ein Spiel und schenkt ihm Aufmerksamkeit.
Der Schnauzengriff halte ich für eine Notlösung, wenn im aktuellen Moment nichts anderes mehr geht. - Aber es sollte eben vermieden werden. Zudem machen die meisten Menschen hier auch große Fehler bei der Anwendung.
Wegsperren - da vergeht natürlich viel Zeit, den Hund in einen anderen Raum/Box zu befördern und die Verknüpfung zum 'Fehlverhalten' geht dabei verloren.
Der Nackengriff ist ein No-Go! - Und da wundert es mich nicht, dass euer Hund immer aggressiver wird. Ein Nackengriff wendet ein Hund bei seiner Beute an und es sind Tötungsabsichten aus der Sicht des Hundes -> Klar, dass man sich als Hund da befreien will - überleben will.
Das Vertrauen geht kaputt mit solchen Methoden und der Hund sieht immer weniger an, warum er auf Menschen hören soll, denen er nicht vertrauen kann.

"Nein" und "Aus" solltet ihr eurem Hund verständlich beibringen. Auch hier kommt man mit positiver Verstärkung schneller und besser zum Ziel. ;)


Regeln müsst ihr eurem Hund als erstes konsequent beibringen. Was einmal gilt, gilt auch noch am nächsten Tag und auch noch nach einem Monat.

Versteht der Hund nicht was ihr von ihm möchtet besteht eine falsche Kommunikation und/oder fehlendes Vertrauen zwischen euch. Für ersteres ist Hundeschule/Hundetrainer eine gute Anlaufstelle.

Was ich bei euch für sehr hilfreich finde sind die schon oben genannten Punkte. Die Handfütterung dabei noch mal unterstrichen.

~§~
 
B

bische

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Guten Morgen, erstmal danke für die Antworten. Die Sache mit dem Hundtrainer zu Hause finde ich gut, da werde ich mal schauen, ob es jemanden vorort gibt.
@dying dream. Ich sehe die Regeln ganz genauso wie du. Nur das Problem derzeit ist, der Hund hat sie bei dieser Frau nicht gelernt. Sie konnte sich mit Worten nicht durchsetzen und hat es dann mit Schläge gemacht. Er geht auch über Tisch und Bänke, wenn wir zu Hause sind. Ein Beispiel dafür: Ich bin in der Küche am kochen, höre wie er im Wohnzimmer auf das Sofa springt, geh hin, sage laut und bestimmend runter, er reagiert nicht, ich will ihn runterschupsen oder ziehn, er knurrt, fläscht die Zähne und beißt.
Den Nackengriff verwende ich nur im Notfall an, wenn er nur noch um sich beißt. Dies wurde mir aber überings in der Hundeschule damals bei den andren Hund gesagt. Wenn gar nichts mehr geht, diesen Griff anwenden,damit der Hund erkennt, dass nicht er der Führer des Rudels ist, sondern er sich den Mensch unterzuordnen hat.
Wie gesagt, seid 29 Jahren lebe ich mit Hunden zusammen, weiß also, wie es mit der Konsequenz und dem Gehorsam (Leckerlis, Futter usw.) läuft. Aber hier scheint alles bisher gelernte nicht zu fruchten.
Aber wie am Anfang gesagt, mit dem Trainer zu Hause, wäre sicherlich noch ne gute Option.
Schönen Tag euch noch.
 
pepper77

pepper77

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wenn er dich anknurrt und sogar schnappen will wenn du ihn vom Sofa holst dann am Besten ab sofort nur noch aus der Hand füttern. Ein Hund von mir hat das auch mal versucht von da an durfte er nur noch fressen wenn ich es ihm erlaubt habe sprich Futter gab es nur noch als Belohnung und den Rest im Napf durfte er erst nehmen wenn ich es erlaubt habe. Dannach hat er sich das zweimal überlegt ob frech wird.

Nackengriff ist komplett falsch. Der Hund muß lernen das es ohne Gewalt läuft.er hat bisher gemerkt wenn ich nicht tu was ich soll gibts haue also beiße ich wenn die Menschen nicht tun was ich will. Ich würde vorschlagen wenn du kochst nimmst du den Hund mit läßt ihn Platz machen und wenn er liegenbleibt alle 5 -10 Minuten mal ein bischen Futter. Damit er merkt es lohnt sich zu tun ws man soll
 
Soffi

Soffi

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Ich würde die Türe im Wohnzimmer zu machen, wenn du in der Küche bist.
So hast du ihn immer im Auge und kannst gleich eingreifen.
Nimm dir einen Futterbeutel und häng ihn dir um, und immer wenn er was richtig gemacht hat, gleich loben und ein Leckerli geben.Aber ich würde ihn nie allein irgendwo in der Wohnung am Anfang lassen.
Versuch es mir ganz viel Ruhe und Liebe, er muss erst mal Vertrauen aufbauen. Er kennt es ja nicht. Den Trainer finde ich sehr gut, hatte ich bei meinem auch, und es hat mir super geholfen. Ich komme immer besser zurecht mit ihm.
Gib die Hoffnung nicht auf, und glaube an ihn.
 
suno

suno

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hy,
dying dream hat alles sehr gut beschrieben...nur eines fehlt. JEDE dieser Regel solltet ihr mit enorm viel Geduld , Liebe und ohne jede Züchtigung durchsetzten.

Die Zauberworte heißen Bindung, Vertrauen und Zuneigung.
Du schreibst du hast enorme Erfahrung mit Hunden. Bestimmt das glaube ich Dir aber halt nicht mit einem nennen wir es Hund aus schlechtem sozialem Umfeld.

Der brauch jetzt, so leid es mir tut, weder Ungeduld, noch Schimpfe noch Nackengriffe....sondern Zuwendung und wenn möglich 24st Beaufsichtigung und Förderung.
Den Terrier musst Du erst mal bändigen, förden und beruhigen. Das Tier hat keinen Respekt (damit meine ich positive Gefühle) vor "Menschen" - wieso auch Ex - Mensch war ein saufender prügelnder Feind , ein gegener von dem er abhängig war , sehr grausam.- DAS muss erst mal raus aus dem Hundekopf!

-Handfütterung (überhaupt sollte alles was aus deiner HAND kommt gut sein und niemals mit Strafe verbunden werden)

-er springt übers Sofa....gib ihm die Gegelegneheit nicht schließe die Tür.Wenn ihr nicht drin seid. Kommt er wenn ihr drauf sitzt VORHER Nein sagen und sanft unten halten bzw mit ihm auf den Boden gehen und streicheln / bürsten, bespielen..

- er stiehlt Schuhe? Tja du hast einen Welpen - die musst du wegräumen - fast alle Welpen stehlen Schuhe/Socken:)) oder fressen mal Teppisch /Wand und Sofa Ecke :))Sie sind jung , dumm und übermütig...

- er beißt! Also wenn ein Hund (auch mit 5 Monaten) wirklich wirklich beißt und zwar Aggro - dann landet man im Krankenhaus! Also er spielt viel zu heftig...das bekommt ihr aber mit der Handfütterung, dem kurzen Neinund kurzen Ignorieren und allem anderen raus. Vor allem wenn er anfängt dich aus Liebe zu Respektieren...
 
Tompina

Tompina

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Hallo,

das Einzige was ich meinen Vorrednern noch beifügen kann ist eigentlich:
HABT GEDULD!

Was sind ZWEI Wochen? Vorallem bei einem Hund, der bisher weder ein stabiles soziales Umfeld, noch irgendwelche Grenzen kennenlernen durfte...legt euch wie obengenannt Regeln fest, sucht euch einen kompetenten Hundtrainer und lasst dem Hund Zeit!!! Er hat schon "Sitz" und "Platz" gelernt, das ist doch für einen Zeitrahmen von zwei Wochen in meinen Augen ein Erfolg!

Lg Tompina
 
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